- Fernstudium, ortsunabhängig
- Dauer: 36, 48 oder 72 Monate (180 ECTS)
- Ohne Numerus clausus, auch ohne Abitur möglich
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Inhalt9 Abschnitte
- Wo kann ich Ernährungswissenschaften studieren?
- Welche Voraussetzungen brauchst Du?
- Ernährungsmedizin, Ernährungspsychologie, Ernährungsberatung: Welche Richtung ist Deine?
- Was lernst Du im Studium?
- Was kannst Du mit Ernährungswissenschaften werden?
- Was verdienst Du mit Ernährungswissenschaften?
- Ernährungswissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
- Das Ernährungswissenschaften-Studium in Zahlen
- Passt das Ernährungswissenschaften-Studium zu Dir?
- Häufige Fragen zum Ernährungswissenschaften-Studium
- Weiter zum Ernährungswissenschaften-Studium
Wo kann ich Ernährungswissenschaften studieren?
Ernährungswissenschaften kannst Du in Deutschland an einer Hochschule vor Ort studieren oder, für ein naturwissenschaftliches Fach ungewöhnlich oft, im Fernstudium. Lass Dich nicht davon verwirren, dass viele Studiengänge andere Namen tragen, etwa Diätetik, Ernährungstherapie, Public Health Nutrition oder Food Science.

- 180 ECTS
- ortsunabhängig, 36, 48 oder 72 Monate
- ohne Numerus clausus, auch ohne Abitur möglich


Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026; gezählt sind aktive Studiengänge mit dem Fach Ernährungswissenschaften, die Ernährung, Nutrition, Diätetik oder Food Science im Namen tragen – ohne Ökotrophologie, die einen eigenen Artikel hat, und ohne Zertifikatskurse, die zu keinem Studienabschluss führen.
Ob Du Ernährungswissenschaft studieren oder Ernährungswissenschaften studieren willst, macht keinen Unterschied, denn mit beiden Schreibweisen ist dasselbe Fach gemeint.
Die Ökotrophologie haben wir hier bewusst herausgerechnet, weil wir ihr einen eigenen Artikel gewidmet haben.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Wenn Du Ernährungswissenschaften studieren willst, solltest Du zwei Arten von Voraussetzungen im Blick haben. Die formalen entscheiden darüber, ob Du überhaupt zugelassen wirst, und die fachlichen darüber, ob Du im dritten Semester noch dabei bist. Aus unserer Sicht ist die zweite Sorte die wichtigere.
Ob Du für das Ernährungswissenschaften-Studium einen NC brauchst, hängt von der Hochschule ab. Von den 48 Bachelor, die wir gefunden haben, sind 29 ohne Zulassungsbeschränkung, und 19 haben eine. Eine feste Grenznote nennen wir Dir bewusst nicht, weil sie jedes Semester neu aus der Zahl der Bewerber und der Zahl der Plätze entsteht. Jeder Wert, den Du irgendwo als „NC“ liest, stammt aus der Vergangenheit und sagt über Deine Bewerbung nichts. Die Fernstudiengänge in der Tabelle oben kommen sogar ganz ohne Numerus clausus aus.
Was solltest Du mitbringen?
- Meister, Techniker, Fachwirt: Die Aufstiegsfortbildung zählt wie das Abitur. Damit steht Dir auch eine Universität offen.
- Ausbildung und drei Jahre Beruf: fachgebundener Zugang, meist nach Zugangsprüfung oder Probestudium. Die Einzelheiten regelt Dein Bundesland.
- Fachhochschulreife: reicht an Fachhochschulen, an Universitäten wie Gießen oder Hohenheim meist nicht.
- Solide Chemie und Biologie - allgemeine und organische Chemie, Biochemie und Molekularbiologie bilden den Anfang. Hier siebt sich das Fach.
- Mathematik und Statistik - beides steht im Grundstudium. Ab der Mitte liest Du Studien selbst statt Zusammenfassungen davon.
- Einen Praktikumsplatz - an vielen Hochschulen ist das Praktikum in einem Betrieb, einer Klinik oder einem Labor vorgeschrieben.
- Im Fernstudium Zeit für Blockwochen - die praktischen Laborphasen finden dann gebündelt vor Ort statt.
Ernährungsmedizin, Ernährungspsychologie, Ernährungsberatung: Welche Richtung ist Deine?
Rund um das Thema Ernährung kann die Suche schnell unübersichtlich werden, weil Studiengänge hier selten so heißen, wie Du suchst. Die meisten Begriffe, die Menschen bei Google eingeben, stehen für Schwerpunkte innerhalb eines Ernährungsstudiums und gar nicht für eigenständige Studiengänge. Wir haben Dir die fünf häufigsten zusammengestellt.
Ernährungsmedizin studieren heißt: ein Studiengang mit medizinischem Schwerpunkt, oft als Master auf einem naturwissenschaftlichen Bachelor. Studiengänge mit Ernährungsmedizin im Namen stecken in den 77 oben mit drin.
Achtung: Ein Weg in den Arztberuf ist das nicht, dafür brauchst Du ein Medizinstudium.
Ernährungspsychologie studieren kannst Du bei uns als Spezialisierung in einem Bachelor of Arts. Es geht um die Frage: Warum essen Menschen, was sie essen, und wie ändert man das dauerhaft?
Tipp: Interessiert Dich das Verhalten mehr als der Stoffwechsel, sieh Dir zusätzlich ein Psychologie-Studium an.
Ein Ernährungsberater-Studium oder Ernährungsberaterin-Studium mit genau diesem Namen gibt es nicht. Ernährungsberatung studieren geht trotzdem: im Namen eines Studiengangs oder als Schwerpunkt in einem Gesundheitsstudiengang.
Achtung: Kurse, die in wenigen Monaten zum „Ernährungsberater“ führen, sind Zertifikatskurse ohne Studienabschluss. Sie fehlen deshalb in unserer Zahl und in der Tabelle oben.
Ernährungsmanagement studieren heißt: Ernährung plus Betriebswirtschaft, für Verpflegungsbetriebe, Kliniken, Handel und Industrie.
Das Studium Ernährungsmanagement steckt zusammen mit der Ernährungsberatung im Bestand, dort mit fünf verschiedenen Schwerpunkten.
Ein Ernährungstherapie-Studium zielt auf die Arbeit mit Patientinnen und Patienten, ein Diätetik-Studium ebenso.
Achtung: Diätassistentin ist eine schulische Ausbildung mit geschützter Berufsbezeichnung, kein Studium. Ein Diätetik-Studium baut oft darauf auf, ersetzt die Ausbildung aber nicht.
Alle Ernährungs-Studiengänge haben gemeinsam, dass sie von der Naturwissenschaft herkommen. Wenn Du Ernährung studieren willst, weil Du gern kochst, bist Du hier deshalb leider falsch. Und ob Du bei der Suche Ernährungswissenschaft-Studium, Ernährungswissenschaften-Studium oder Ernährung-Studium eingibst, am Ende landest Du bei denselben Angeboten.
Jede dieser Seiten zählt ihren eigenen Bestand nach derselben Regel. Die Zahlen dort sind deshalb andere als die 77 auf dieser Seite.

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Was lernst Du im Studium?
Die Inhalte im Ernährungswissenschaften-Studium lassen sich in drei Blöcke sortieren, nämlich Grundlagen, Kernfächer und Deinen Schwerpunkt. Die meisten steigen über den Bachelor Ernährungswissenschaften ein. Dabei stehen ein Studium in Vollzeit vor Ort und ein Fernstudium gleichberechtigt nebeneinander, denn 22 der 77 Studiengänge, die wir gefunden haben, laufen komplett aus der Ferne.
- Allgemeine und organische Chemie
- Biochemie
- Allgemeine Biologie und Molekularbiologie
- Physik
- Mathematik und Statistik
- Anatomie und Physiologie des Menschen
- Ernährungslehre und Ernährungsphysiologie
- Lebensmittelwissenschaft und Lebensmittelchemie
- Lebensmittelhygiene und Toxikologie
- Lebensmitteltechnologie
- Ernährungsmedizin und Diätetik
- Lebensmittelrecht
- Ernährungsberatung, Kommunikation und Gesprächsführung
- Ernährungspsychologie
- Sporternährung
- Nachhaltige Ernährung
- Public Health Nutrition
- Qualitätsmanagement, Projektmanagement, Marketing
Welche Wahlmodule es gibt, hängt stark vom Studiengang ab, und deshalb raten wir Dir, die Modulübersicht Deiner Wunschhochschule anzuschauen, bevor Du Dich bewirbst. Zwischen einem Studiengang mit Schwerpunkt Lebensmitteltechnologie und einem mit Schwerpunkt Ernährungspsychologie liegen nämlich zwei völlig verschiedene Berufsleben.
Was kannst Du mit Ernährungswissenschaften werden?
Weil das Fach so breit angelegt ist, lässt sich diese Frage nicht mit einem einzigen Beruf beantworten. Das Studium Ernährungswissenschaften führt Dich in mehrere Felder, die sich kaum überschneiden. In welchem davon Du landest, entscheidest Du schon während des Studiums, und zwar über Deine Wahlmodule, Deine Praktika und Deine Abschlussarbeit.
Wenn Du nach den Berufsaussichten mit Ernährungswissenschaften suchst, stößt Du im Netz vor allem auf Prozentzahlen ohne Quelle. Sie sollen zeigen, wie viele einen Job haben, wie viele zufrieden sind und wie viele den Abschluss schaffen. Solche Zahlen nennen wir Dir hier bewusst nicht, weil wir für dieses Fach keine belastbaren und aktuellen haben. Belegen können wir aber, wie groß die Berufsgruppe ist, in der Absolventinnen und Absolventen erfasst werden. Das zeigen wir Dir im nächsten Abschnitt, und es verrät Dir mehr als jede Zufriedenheitsquote.
Was verdienst Du mit Ernährungswissenschaften?
Mit Ernährungswissenschaften verdienst Du auf Stellen mit Studium im Durchschnitt 5.370 € brutto im Monat. Das ist der Wert für die Ernährungs- und Gesundheitsberatung.
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Ernährungs- und Gesundheitsberatung, Anforderungsniveau Experte, Stand 2024.
Ernährungswissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Gut, wenn Du in Beratung oder Forschung gehst, während in der Lebensmittelkontrolle der größere Teil der Kerntätigkeiten als automatisierbar gilt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berechnet im Job-Futuromat, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs heute technisch automatisierbar wäre. Wir haben dort nachgesehen, und beim Ökotrophologen sind es 2 von 11.
Beim Ökotrophologen ist der Wert sogar gesunken. Im Jahr 2013 lag er bei 29 %, mit dem Stand der Technik 2022 nur noch bei 18 %. In der Qualitätssicherung sieht es anders aus. Wenn Du als Lebensmittelsachverständiger in Betrieben und Behörden Sicherheit und Hygiene überwachst, kommt das IAB auf 6 von 9 ersetzbare Kerntätigkeiten.
- Ökotrophologe: nur noch die Gemeinschaftsverpflegung sowie die Haushalts- und Ernährungstechnik
- Ernährungsberater: lediglich Recherche und Informationsbeschaffung
- Lebensmittelsachverständiger: Kontrolle und Überwachung, HACCP, Lebensmitteluntersuchung, Lebensmittelrecht und der International Food Standard
- Ökotrophologe: Ernährungsberatung, Diätetik, Biochemie, Lebensmittelhygiene, Qualitätsmanagement und Forschung
- Ernährungsberater: das Beratungsgespräch und die Prävention
- Lebensmittelsachverständiger: das Gutachten selbst und die Hygiene
- Ingenieur für Lebensmitteltechnologie (40 %): die Entwicklung von Rezepturen, falls es Dich eher in die Produktentwicklung zieht
Was das für die Wahl Deiner Richtung bedeutet. Beratung, Therapie, Public Health und Forschung liegen bei den niedrigsten Werten des Fachs, und wenn Du ins Qualitätsmanagement gehst, wirst Du dort vor allem für Bewertung und Gutachten gebraucht.
Das IAB weist selbst darauf hin, dass ein hoher Wert nicht das Ende eines Berufs bedeutet und ein niedriger keine Garantie dafür ist, dass die Arbeit gleich bleibt. Am Gehalt ändert der niedrige Wert allerdings nichts, wie Du am kleinen Abstand zwischen Spezialisten- und Hochschulebene weiter oben sehen kannst.

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Das Ernährungswissenschaften-Studium in Zahlen
an Universitäten3.592
an Fachhochschulen
Passt das Ernährungswissenschaften-Studium zu Dir?
- Dir Chemie und Biologie in der Schule lagen – nicht nur „waren okay“
- Du wissen willst, warum etwas im Körper wirkt, nicht nur, dass es wirkt
- Du mit Zahlen und Statistik umgehen kannst: Studien lesen gehört zum Beruf
- Du beraten willst, aber auf der Grundlage von Daten statt von Überzeugung
- Du vor allem gern kochst – dafür ist das der falsche Weg
- Du schnelle Ernährungstipps weitergeben willst: Das Studium liefert Grundlagen, keine Rezepte
- Labor, Formeln und Physiologie Dich abschrecken; sie stehen in jedem Studienplan vorn
- Du Menschen medizinisch behandeln willst – das ist ein anderer Beruf und ein anderes Studium
Angebote fürs Studium per E-Mail
Du willst Ernährungswissenschaften studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.
- Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
- Stipendien und Förderprogramme
- Praktika und Trainee-Programme
- Gratis-Aktionen und Geld-Angebote
Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.
Häufige Fragen zum Ernährungswissenschaften-Studium
Welche Jobmöglichkeiten habe ich mit einem B.Sc. in Ernährungswissenschaften?
Wie viel verdient ein Ernährungswissenschaftler – und ändert der Master etwas daran?
Brauche ich für das Ernährungswissenschaften-Studium einen NC?
Kann ich Ernährungswissenschaften im Fernstudium studieren?
Gibt es Ernährungswissenschaften auch als duales Studium?
Was ist der Unterschied zur Ökotrophologie?
Ist ein Ernährungswissenschaftler dasselbe wie eine Diätassistentin?
Kann ich nach dem Studium als Ernährungsberaterin arbeiten?
Weiter zum Ernährungswissenschaften-Studium
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ÖkotrophologieErnährung plus Haushalt und Wirtschaft
LebensmittelchemieChemie der Lebensmittel
LebensmitteltechnologieLebensmittel industriell herstellenPassende Berufe
- Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024 – Berufsgruppe Ernährungs- und Gesundheitsberatung (Klassifikation der Berufe 2010, Gruppe 822).
- Eigene Auswertung der myStipendium-Studiengangsdatenbank, Stand 22.09.2026: 77 Studiengänge an 33 Hochschulen in 28 Städten, davon 48 Bachelor, 28 Master und 1 Staatsexamen. Gezählt werden aktive, veröffentlichte Studiengänge mit dem Fach Ernährungswissenschaften, die Ernährung, Nutrition, Diätetik oder Food Science im Namen tragen; Ökotrophologie wird getrennt gezählt, Zertifikatskurse zählen nicht mit.
- Zulassung, Bewerbungsfristen, Studienordnung und Semesterbeiträge: Angaben der jeweiligen Hochschule. Prüfe sie vor der Bewerbung dort nach, sie ändern sich jedes Semester.
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