Ein Ernährungswissenschaften-Studium ist nur etwas für Gesundheitsapostel? Weit gefehlt! Ernährungswissenschaftler wollen niemanden bekehren, sondern beschäftigen sich ganz nüchtern mit der Wirkung von Nahrungsmitteln auf den menschlichen Körper. Lies nach, was Du für ein Ernährung-Studium mitbringen solltest und wie breit gefächert Deine Jobaussichten nach dem Abschluss sind!

Das Ernährungswissenschaften-Studium in Zahlen: Abschluss, Jobaussichten, Gehalt

Gehalt

32,4T
In der Ernährungswissenschaften Absolventenuntersuchung 2016 betrug das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach dem Bachelor 32.400 €.

Abschluss

%
82% aller Studenten, die ein Ernährungswissenschaften-Studium an einer Hochschule beginnen, schaffen auch den Abschluss.

Beschäftigung

%
Auch bis zu 10 Jahre nach ihrem Ernährungswissenschaften Abschluss haben 96% aller Absolventen einen Job.

Zufrieden

%
69% aller Ernährungswissenschaften Absolventen geben an, dass sie mit ihrem Job inhaltlich zufrieden bzw. sehr zufrieden sind.

Einstiegsbranchen für Ernährungswissenschaften Absolventen

Über die Hälfte der Ernährungswissenschaften Absolventen arbeiten im Dienstleistungsbereich

Gehaltsentwicklung Ernährungswissenschaften Absolventen

Nach 10 Jahren erhöht sich das Einstiegsgehalt bei Ernährungswissenschaften Absolventen um 50%

Ernährungswissenschaften Abschlussjahrgang 2005
Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

Wo kann ich Ernährungswissenschaften studieren?

Bachelor

Wenn Du nach einem Studium der Ernährungswissenschaften suchst, werden Dir auch zahlreiche Studiengänge mit ähnlichen Bezeichnungen begegnen: Ökotrophologie, Ernährungsmanagement, Diätetik oder Lebensmitteltechnologie, um nur einige zu nennen. Auch ein gesondertes Ernährungsberatung-Studium gibt es. Alle diese Studiengänge beschäftigen sich mit menschlicher Ernährung, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Welches Variante für Dich die richtige ist, hängt davon ab, was Dich interessiert und welchen beruflichen Weg Du später einschlagen willst.

Du bist Dir noch unsicher? Dann lade Dir doch mit ein paar Klicks die kostenlosen Infomaterialien herunter und vergleiche die einzelnen Studiengänge! So findest Du rasch heraus, was für Dich in Frage kommt.

Top 4 Studiengänge

Ernährung & Fitness in der Prävention (B.Sc.)

  • Sprache: Deutsch
  • Beginn: WS
  • Präsenzstudium

Standorte:

  • Köln

Culinary Management (B.A.)

  • Sprache: Deutsch
  • Beginn: WS
  • duales Studium

Standorte:

  • Frankfurt
  • München

Ernährungs­wissen­schaften (B.Sc.)

  • Sprache: Deutsch
  • Beginn: jederzeit
  • Fernstudium

Standorte:

  • online

Ernährungs­­berater/in

  • Sprache: Deutsch
  • Beginn: jederzeit
  • Fernlehrgang

Standorte:

  • online

Welche Inhalte hat ein Ernährungswissenschaften-Studium?

Das Studium der Ernährung ist sehr naturwissenschaftlich angelegt! Zu Beginn des Studiums erwarten Dich daher vor allem Grundlagenfächer wie:

Damit hast Du Dir eine fundierte Basis für die eigentlichen Kernfächer erarbeitet. Dazu zählen:

  • Ernährungslehre
  • Ernährungsphysiologie
  • Lebensmittelwissenschaft
  • Lebensmittelhygiene und Toxikologie
  • Lebensmitteltechnologie
  • Ernährungsmedizin und Diätetik
  • Lebensmittelrecht

Im weiteren Verlauf des Studiums kannst Du Dich durch Wahlmodule weiter spezialisieren. Welche Fächer zur Auswahl stehen, hängt ganz vom gewählten Studiengang ab. Das sind einige Beispiele:

Welche Berufe gibt es mit einem Ernährungswissenschaften-Studium?

Berufe

Weil das Studium der Ernährungswissenschaften interdisziplinär angelegt ist, stehen Dir mit dem Abschluss ganz unterschiedliche Berufsfelder offen. Günstig ist, wenn Du schon während des Studiums weißt, in welche Richtung es später gehen soll. Denn dann kannst Du Dich entsprechend spezialisieren.

Typische Berufsbilder für Ernährungswissenschaftler sind:

  • Ernährungsberater: Als Ernährungsberater unterstützt Du andere Menschen dabei, sich ausgewogen zu ernähren. Beispielsweise erarbeitest Du Ernährungspläne für Menschen, die wegen einer Krankheit eine spezielle Kostform benötigen. Wenn Dich dieses Berufsfeld interessierst, könntest Du auch von vornherein ein spezielles Ernährungsberatung-Studium wählen.
  • Qualitäts- und Hygienemanager: In dieser Funktion sorgst Du dafür, dass bei der Lebensmittelherstellung die nötigen Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Qualitätsmanager sind in der Lebensmittelindustrie sehr gefragt
  • Produktentwickler: Die Lebensmittelindustrie bringt ständig neue Produkte auf den Markt. Auch hier ist Deine Expertise als Ernährungswissenschaftler gefragt - im Idealfall mit einer Spezialisierung auf Lebensmitteltechnologie.
  • Produktmanager: Lebensmittel sind auch Lifestyle-Produkte. Als Marketing-Spezialist bist Du dafür verantwortlich, sie dem Konsumenten schmackhaft zu machen.

Gehalt

Wieviel Du mit einem abgeschlossenen Ernährung-Studium verdienst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Mit einem Bachelor-Abschluss ist ein Einstiegsgehalt von etwa 32.000 Euro jährlich realistisch. Hast Du einige Jahre Berufserfahrung, dann kannst Du mit einem Monatsgehalt von etwa 3.000 bis 4.300 Euro brutto rechnen.

Dabei handelt es sich um grobe Durchschnittswerte. Je nach Branche, Region und Größe des Unternehmens sind Abweichungen nach unten oder nach oben hin möglich. Natürlich spielen auch Deine Vorerfahrungen und Dein Verhandlungsgeschick eine Rolle.

Berufsaussichten

Essen ist lebensnotwendig, die Nahrungsmittelbranche erzielt daher stabile Umsätze. Gleichzeitig sind Ernährung und Gesundheit auch wichtige Lifestyle-Themen. Entsprechend solide sind die Berufsaussichten für Ernährungswissenschaftler! Das zeigt auch die Statistik: 96 Prozent aller Absolventen haben selbst nach 10 Jahren noch einen Job.

Falls Du nach dem Studium als Ernährungsberater selbstständig arbeiten willst, solltest Du bedenken, dass Du hier ein unternehmerisches Risiko trägst. Wie erfolgreich Du bist, hängt auch davon ab, wie gut Du Dich und Deine Dienstleistung vermarktest.

Welche Voraussetzungen brauche ich, um Ernährungswissenschaften zu studieren?

Bachelor

Für ein Bachelor-Studium der Ernährungswissenschaften gibt es zwei Zulassungswege: mit oder ohne Abi.

  • Mit einem allgemeinen Abitur steht Dir das Ernährungswissenschaften-Studium uneingeschränkt offen.
  • Mit Fachhochschulreife darfst Du an Fachhochschulen Ernährung studieren, bei einem fachgebundenen Abi kommt es darauf an, was in Deinem Zeugnis steht.

Ohne Abi gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Du hast eine dem Abitur gleichwertige berufliche Qualifikation, also einen Meistertitel oder eine Aufstiegsfortbildung wie z.B. den IHK-Fachwirt.
  • Auch eine fachliche relevante, mindestens 2-jährige Ausbildung zusammen mit 3 Jahren Berufspraxis berechtigt zum Studienbeginn. Beim Ernährungswissenschaften-Studium zählt eine Ausbildung zum Diätassistenten als fachlich relevant. Wenn Du eine andere Ausbildung gemacht hast, darfst Du an manchen Hochschulen ein sogenanntes Probestudium beginnen. Bestehst Du es, dann kannst Du ganz normal Ernährungswissenschaften studieren.

Master

Für ein weiterführendes Master-Studium der Ernährungswissenschaften brauchst Du einen fachverwandten Bachelor-Abschluss. Auf jeden Fall zugelassen wirst Du mit einem Bachelor in Ernährungswissenschaften. Auch andere naturwissenschaftliche Abschlüsse wie Biochemie, Molekularbiologie oder Lebensmitteltechnologie berechtigen Dich normalerweise zum Master-Studium. Hast Du einen Bachelor in einem anderen Fach absolviert, kann es sein, dass Du mit bestimmten Auflagen zugelassen wirst.

NC fürs Ernährungswissenschaften-Studium

Einige Hochschulen erheben für das Ernährungswissenschaften-Studium zum Bachelor einen Numerus Clausus (NC), der derzeit im Schnitt bei 2 liegt. Auch für das Master-Studium wird an manchen Standorten eine bestimmte Mindestnote im Bachelor-Zeugnis vorausgesetzt. Fernhochschulen haben normalerweise keinen NC.

Wie läuft das Ernährungswissenschaften-Studium ab?

Bachelor

Das Ernährung-Studium zum Bachelor dauert meist 6 Semester und führt zu dem Titel Bachelor of Science (B. Sc.). Du besuchst Vorlesungen und Seminare in den Grundlagen- und Kernfächern, oft hast Du auch praktische Übungen im Labor. Zusätzlich kann ein verpflichtendes Praktikum in einem Unternehmen vorgesehen sein. Gegen Ende des Studiums setzt Du durch Wahlmodule individuelle Schwerpunkte. Mit Deiner Bachelorarbeit hast Du das Bachelor-Studium der Ernährung in Deiner Tasche.

Master

Im Ernährungswissenschaften-Studium zum Master hast Du meist deutlich mehr Spezialisierungs-Möglichkeiten als im Bachelor-Studium. Je nach Hochschule können im Studienverlauf auch Praxisphasen vorgesehen sein, die Du in Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen absolvierst. Nach 3 bis 4 Semestern und einer abgeschlossenen Masterarbeit darfst Du Dich Master of Science (M. Sc.) nennen.

Wie soll ich das Ernährungswissenschaften-Studium bezahlen?

Du fragst Dich, wovon Du während des Studiums leben sollst? Wir zeigen Dir ein paar Möglichkeiten auf, wie Du ganz ohne Geldsorgen Ernährungswissenschaften studieren kannst!

Stipendien

Besonders komfortabel ist ein Stipendium: Du erhältst Geld für Dein Ernährung-Studium, das Du später nicht zurückzahlen musst. Vollstipendien decken sogar Deine gesamten Lebenskosten ab. Aber auch ein Teilstipendium kann eine wichtige Unterstützung sein.

Entgegen allen Vorurteilen sind Stipendien keineswegs unerreichbar: Immerhin 41 Prozent aller Stipendienbewerbungen führen in Deutschland zum Erfolg! Wichtig ist nur, sich an der richtigen Stelle zu bewerben.

Bevor Du lange suchst: Unser kostenloses Tool zeigt Dir mit nur zwei Klicks, welche Stipendiengeber auch für Dich in Frage kommen!

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BAföG

BAföG ist eine staatliche Unterstützung, die Dir für Dein Ernährungswissenschaften-Studium zusteht, wenn Deine Eltern wenig verdienen. Die Hälfte davon ist ein zinsloses Darlehen, das Du aber erst 5 Jahre nach Deinem Abschluss zurückzahlen musst.

Ob auch Du Anspruch auf BAföG hast und wieviel Du bekommst, kannst Du mit unserem BAföG-Rechner ganz einfach prüfen.

Studienkredit

Falls es mit Stipendien, BAföG oder Unterstützung der Eltern nicht klappt, ist ein Studienkredit eine weitere Option, um Dein Studium der Ernährung zu finanzieren. Bei dieser Kreditform erhältst Du das Geld nicht auf einmal, sondern monatlich ausbezahlt. Fällig wird der Studienkredit erst, nachdem Du Dein Ernährungswissenschaften-Studium abgeschlossen hast.

Studentenjob

Mit einem Studentenjob schlägst Du zwei Fliegen auf eine Klappe: Du bekommst ein paar hundert Euro pro Monat auf Dein Konto, und Du sammelst erste Berufserfahrungen für Deinen Lebenslauf. Bis zu 5.400 Euro pro Jahr darfst Du als BAföG-Bezieher dazuverdienen, ohne Deinen Anspruch zu verlieren.

Passt das Ernährungswissenschaften-Studium zu mir?

Für ein Ernährungswissenschaften-Studium oder ein Ernährungsberatung-Studium reicht es nicht, gerne zu kochen. Du solltest auf jeden Fall eine Vorliebe für naturwissenschaftliche Fächer mitbringen! Falls Du mit Chemie und Biologie in der Schule nichts anfangen konntest, ist es wenig sinnvoll Ernährung zu studieren.

Vielleicht wäre auch ein verwandter Studiengang das richtige für Dich? Wenn Du beispielsweise schon weißt, dass Du nach dem Studium als Ernährungsberater arbeiten willst, kannst Du auch gleich das spezialisierte Ernährungsberatung-Studium wählen. Ausgezeichnete Karrierechancen hast Du auch mit einem technisch orientierten Studiengang wie Lebensmitteltechnologie.


Ist der Studiengang das richtige für mich?

Mathematik
3/10
Menschen
8/10
Technik
3/10
Kreativität
0/10
Sprache
1/10


Wenn Du Dir nicht sicher bist, dann probiere doch unseren kostenlosen Studienorientierungstest. Er liefert Dir psychologisch fundierte Empfehlungen, welches Studium wirklich zu Dir passt.