Ernährungswissenschaften Studium: Alle Infos zu Hochschulen, Beruf & Studiengänge

AnzeigeErnährungswissenschaftenIU Internationale Hochschule*IU Internationale HochschuleKostenlos und unverbindlich · Fernstudium · ohne NC
  • Fernstudium, ortsunabhängig
  • Dauer: 36, 48 oder 72 Monate (180 ECTS)
  • Ohne Numerus clausus, auch ohne Abitur möglich

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Ernährungswissenschaften studieren - auf einen Blick
Was ist das für ein Fach?Naturwissenschaft, nicht Ernährungsberatung. Chemie, Biochemie und Physiologie stehen am Anfang. Die Frage dahinter lautet: Was macht Essen im Körper?Nur 35 der 77 Studiengänge tragen Ernährungswissenschaft oder Nutrition im Namen. Die übrigen heißen Diätetik, Ernährungstherapie, Ernährungsmanagement, Ernährungsberatung, Ernährungsmedizin, Public Health Nutrition oder Food Science.
Brauche ich einen NC?Teils: 19 von 48 Bachelor haben einen NC, 29 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?77 Studiengänge an 33 Hochschulen in 28 Städten – und 22 davon ohne Umzug, als Fernstudium.48 Bachelor, 28 Master, 1 Staatsexamen. Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026.
Wie lange dauert es?6, 7, 8 oder 9 Semester im Bachelor – andere Werte kommen im Bestand nicht vor. Ein Master kommt obendrauf.Die Regelstudienzeit legt jede Hochschule in ihrer Studienordnung selbst fest. Prüf sie vor der Bewerbung dort nach.
Was verdienst Du damit?5.370 € brutto im Monat auf der Hochschulebene der Berufsgruppe Ernährungs- und Gesundheitsberatung.Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024. Die Stufe darunter liegt nur rund 320 € tiefer – warum das so ist, steht weiter unten.
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wo kann ich Ernährungswissenschaften studieren?
  2. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  3. Ernährungsmedizin, Ernährungspsychologie, Ernährungsberatung: Welche Richtung ist Deine?
  4. Was lernst Du im Studium?
  5. Was kannst Du mit Ernährungswissenschaften werden?
  6. Was verdienst Du mit Ernährungswissenschaften?
  7. Ernährungswissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  8. Das Ernährungswissenschaften-Studium in Zahlen
  9. Passt das Ernährungswissenschaften-Studium zu Dir?
  10. Häufige Fragen zum Ernährungswissenschaften-Studium
  11. Weiter zum Ernährungswissenschaften-Studium

Wo kann ich Ernährungswissenschaften studieren?

Ernährungswissenschaften kannst Du in Deutschland an einer Hochschule vor Ort studieren oder, für ein naturwissenschaftliches Fach ungewöhnlich oft, im Fernstudium. Lass Dich nicht davon verwirren, dass viele Studiengänge andere Namen tragen, etwa Diätetik, Ernährungstherapie, Public Health Nutrition oder Food Science.

1
IU Internationale Hochschule
Ernährungswissenschaften (B.Sc.)
IU Internationale Hochschule* · Fernstudium
  • 180 ECTS
  • ortsunabhängig, 36, 48 oder 72 Monate
  • ohne Numerus clausus, auch ohne Abitur möglich
ohne NC
2
Europäische Hochschule für Innovation (EHiP)
Ernährungswissenschaft (B.A.)
Europäische Hochschule für Innovation (EHiP)* · Fernstudium
ohne NC
3
Hochschule Fresenius
Ernährungswissenschaften (B.Sc.)
Hochschule Fresenius* · Fernstudium
ohne NC
4
Euro-FH
Ernährungswissenschaften (B.Sc.)
Euro-FH* · Fernstudium
ohne NC
5
APOLLON Hochschule
Ernährungswissenschaften (B.Sc.)
APOLLON Hochschule* · Fernstudium
ohne NC
Du siehst 5 von 77 Studiengängen. Alle Studiengänge ansehen →

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026; gezählt sind aktive Studiengänge mit dem Fach Ernährungswissenschaften, die Ernährung, Nutrition, Diätetik oder Food Science im Namen tragen – ohne Ökotrophologie, die einen eigenen Artikel hat, und ohne Zertifikatskurse, die zu keinem Studienabschluss führen.

So kannst Du Ernährungswissenschaften studieren
Studiengänge nach Studienform
51
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
5
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
22
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Ob Du Ernährungswissenschaft studieren oder Ernährungswissenschaften studieren willst, macht keinen Unterschied, denn mit beiden Schreibweisen ist dasselbe Fach gemeint.

Die Ökotrophologie haben wir hier bewusst herausgerechnet, weil wir ihr einen eigenen Artikel gewidmet haben.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Wenn Du Ernährungswissenschaften studieren willst, solltest Du zwei Arten von Voraussetzungen im Blick haben. Die formalen entscheiden darüber, ob Du überhaupt zugelassen wirst, und die fachlichen darüber, ob Du im dritten Semester noch dabei bist. Aus unserer Sicht ist die zweite Sorte die wichtigere.

Mit Abitur
Die allgemeine Hochschulreife öffnet Dir alle 77 Studiengänge. Mit Fachhochschulreife stehen Dir die Fachhochschulen offen; beim fachgebundenen Abitur kommt es darauf an, was in Deinem Zeugnis steht.
Ohne Abitur
Meistertitel, Technikerabschluss oder eine Aufstiegsfortbildung wie der Fachwirt gelten an vielen Hochschulen als gleichwertig. Auch eine abgeschlossene Ausbildung mit mehreren Jahren Berufserfahrung öffnet die Tür, oft über eine Zugangsprüfung oder ein Probestudium. Fernhochschulen wie die IU und die APOLLON Hochschule nennen genau diesen Weg ausdrücklich.
Für den Master
Du brauchst einen fachverwandten Bachelor. Mit einem Bachelor in Ernährungswissenschaften bist Du gesetzt; Biochemie, Molekularbiologie, Lebensmittelchemie oder Ökotrophologie werden meist ebenfalls anerkannt, manchmal mit Auflagen. 28 der 77 Studiengänge im Bestand sind Master.

Ob Du für das Ernährungswissenschaften-Studium einen NC brauchst, hängt von der Hochschule ab. Von den 48 Bachelor, die wir gefunden haben, sind 29 ohne Zulassungsbeschränkung, und 19 haben eine. Eine feste Grenznote nennen wir Dir bewusst nicht, weil sie jedes Semester neu aus der Zahl der Bewerber und der Zahl der Plätze entsteht. Jeder Wert, den Du irgendwo als „NC“ liest, stammt aus der Vergangenheit und sagt über Deine Bewerbung nichts. Die Fernstudiengänge in der Tabelle oben kommen sogar ganz ohne Numerus clausus aus.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Meister, Techniker, Fachwirt: Die Aufstiegsfortbildung zählt wie das Abitur. Damit steht Dir auch eine Universität offen.
  • Ausbildung und drei Jahre Beruf: fachgebundener Zugang, meist nach Zugangsprüfung oder Probestudium. Die Einzelheiten regelt Dein Bundesland.
  • Fachhochschulreife: reicht an Fachhochschulen, an Universitäten wie Gießen oder Hohenheim meist nicht.
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Solide Chemie und Biologie - allgemeine und organische Chemie, Biochemie und Molekularbiologie bilden den Anfang. Hier siebt sich das Fach.
  • Mathematik und Statistik - beides steht im Grundstudium. Ab der Mitte liest Du Studien selbst statt Zusammenfassungen davon.
  • Einen Praktikumsplatz - an vielen Hochschulen ist das Praktikum in einem Betrieb, einer Klinik oder einem Labor vorgeschrieben.
  • Im Fernstudium Zeit für Blockwochen - die praktischen Laborphasen finden dann gebündelt vor Ort statt.

Ernährungsmedizin, Ernährungspsychologie, Ernährungsberatung: Welche Richtung ist Deine?

Rund um das Thema Ernährung kann die Suche schnell unübersichtlich werden, weil Studiengänge hier selten so heißen, wie Du suchst. Die meisten Begriffe, die Menschen bei Google eingeben, stehen für Schwerpunkte innerhalb eines Ernährungsstudiums und gar nicht für eigenständige Studiengänge. Wir haben Dir die fünf häufigsten zusammengestellt.

Gibt es das als eigenen Studiengang?
Die fünf Begriffe, nach denen am häufigsten gesucht wird
Ernährungsmedizin-StudiumJa, oft als Master

Ernährungsmedizin studieren heißt: ein Studiengang mit medizinischem Schwerpunkt, oft als Master auf einem naturwissenschaftlichen Bachelor. Studiengänge mit Ernährungsmedizin im Namen stecken in den 77 oben mit drin.

Achtung: Ein Weg in den Arztberuf ist das nicht, dafür brauchst Du ein Medizinstudium.

Ernährungspsychologie-StudiumNur als Schwerpunkt

Ernährungspsychologie studieren kannst Du bei uns als Spezialisierung in einem Bachelor of Arts. Es geht um die Frage: Warum essen Menschen, was sie essen, und wie ändert man das dauerhaft?

Tipp: Interessiert Dich das Verhalten mehr als der Stoffwechsel, sieh Dir zusätzlich ein Psychologie-Studium an.

Ernährungsberater-StudiumNicht unter diesem Namen

Ein Ernährungsberater-Studium oder Ernährungsberaterin-Studium mit genau diesem Namen gibt es nicht. Ernährungsberatung studieren geht trotzdem: im Namen eines Studiengangs oder als Schwerpunkt in einem Gesundheitsstudiengang.

Achtung: Kurse, die in wenigen Monaten zum „Ernährungsberater“ führen, sind Zertifikatskurse ohne Studienabschluss. Sie fehlen deshalb in unserer Zahl und in der Tabelle oben.

Studium ErnährungsmanagementJa, als Studiengang

Ernährungsmanagement studieren heißt: Ernährung plus Betriebswirtschaft, für Verpflegungsbetriebe, Kliniken, Handel und Industrie.

Das Studium Ernährungsmanagement steckt zusammen mit der Ernährungsberatung im Bestand, dort mit fünf verschiedenen Schwerpunkten.

Ernährungstherapie-Studium und DiätetikJa, als Studiengang

Ein Ernährungstherapie-Studium zielt auf die Arbeit mit Patientinnen und Patienten, ein Diätetik-Studium ebenso.

Achtung: Diätassistentin ist eine schulische Ausbildung mit geschützter Berufsbezeichnung, kein Studium. Ein Diätetik-Studium baut oft darauf auf, ersetzt die Ausbildung aber nicht.

Alle Ernährungs-Studiengänge haben gemeinsam, dass sie von der Naturwissenschaft herkommen. Wenn Du Ernährung studieren willst, weil Du gern kochst, bist Du hier deshalb leider falsch. Und ob Du bei der Suche Ernährungswissenschaft-Studium, Ernährungswissenschaften-Studium oder Ernährung-Studium eingibst, am Ende landest Du bei denselben Angeboten.

Jede dieser Seiten zählt ihren eigenen Bestand nach derselben Regel. Die Zahlen dort sind deshalb andere als die 77 auf dieser Seite.

Hochschule Fresenius
Ernährungswissenschaften (B.Sc.) ohne NC studieren
Hochschule Fresenius · Fernstudium

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Was lernst Du im Studium?

Die Inhalte im Ernährungswissenschaften-Studium lassen sich in drei Blöcke sortieren, nämlich Grundlagen, Kernfächer und Deinen Schwerpunkt. Die meisten steigen über den Bachelor Ernährungswissenschaften ein. Dabei stehen ein Studium in Vollzeit vor Ort und ein Fernstudium gleichberechtigt nebeneinander, denn 22 der 77 Studiengänge, die wir gefunden haben, laufen komplett aus der Ferne.

1. Grundlagen
Der naturwissenschaftliche Unterbau, meist in den ersten Semestern
  • Allgemeine und organische Chemie
  • Biochemie
  • Allgemeine Biologie und Molekularbiologie
  • Physik
  • Mathematik und Statistik
  • Anatomie und Physiologie des Menschen
2. Kernfächer
Hier wird aus Naturwissenschaft das Fach
  • Ernährungslehre und Ernährungsphysiologie
  • Lebensmittelwissenschaft und Lebensmittelchemie
  • Lebensmittelhygiene und Toxikologie
  • Lebensmitteltechnologie
  • Ernährungsmedizin und Diätetik
  • Lebensmittelrecht
3. Schwerpunkt
Wahlmodule – hier entscheidet sich Dein Beruf
  • Ernährungsberatung, Kommunikation und Gesprächsführung
  • Ernährungspsychologie
  • Sporternährung
  • Nachhaltige Ernährung
  • Public Health Nutrition
  • Qualitätsmanagement, Projektmanagement, Marketing

Welche Wahlmodule es gibt, hängt stark vom Studiengang ab, und deshalb raten wir Dir, die Modulübersicht Deiner Wunschhochschule anzuschauen, bevor Du Dich bewirbst. Zwischen einem Studiengang mit Schwerpunkt Lebensmitteltechnologie und einem mit Schwerpunkt Ernährungspsychologie liegen nämlich zwei völlig verschiedene Berufsleben.

Der Anfang
Vorlesungen, Übungen und viel Labor. Hier siebt sich das Fach: Wer Chemie und Physiologie nicht mag, merkt es in den ersten beiden Semestern.
Die Mitte
Die Kernfächer kommen dazu, und Du fängst an, Studien selbst zu lesen statt Zusammenfassungen davon. An vielen Hochschulen ist ein Praktikum in einem Betrieb, einer Klinik oder einem Labor vorgeschrieben.
Der Abschluss
Wahlmodule setzen Deinen Schwerpunkt, die Bachelorarbeit macht ihn sichtbar. Sie ist oft die erste Zeile im Lebenslauf, nach der ein Arbeitgeber fragt. Im Bestand sind für die Bachelor 6, 7, 8 oder 9 Semester hinterlegt.
Der Master
Er vertieft einen Schwerpunkt und ist für Forschung, Lehre und viele Leitungsstellen der Normalfall. Wie viele Semester Deine Hochschule ansetzt, steht in ihrer Studienordnung.

Was kannst Du mit Ernährungswissenschaften werden?

Weil das Fach so breit angelegt ist, lässt sich diese Frage nicht mit einem einzigen Beruf beantworten. Das Studium Ernährungswissenschaften führt Dich in mehrere Felder, die sich kaum überschneiden. In welchem davon Du landest, entscheidest Du schon während des Studiums, und zwar über Deine Wahlmodule, Deine Praktika und Deine Abschlussarbeit.

Ernährungsberatung und ErnährungstherapieMenschen zu ihrer Ernährung beraten: in der Klinik, in einer Praxis, bei einer Krankenkasse oder im Betrieb. Wichtig zu wissen: Die Berufsbezeichnung Ernährungsberater ist in Deutschland nicht geschützt. Kliniken und Kassen verlangen deshalb in der Regel eine anerkannte Zusatzqualifikation zum Abschluss.
Qualitäts- und HygienemanagementIn der Lebensmittelherstellung dafür sorgen, dass Vorschriften und Hygieneregeln eingehalten werden und dass sie dokumentiert sind. Ein großes, ruhiges Feld: Jeder Hersteller muss diese Stelle besetzen.
ProduktentwicklungNeue Lebensmittel entwickeln und bestehende umbauen – weniger Zucker, weniger Salz, eine andere Proteinquelle, längere Haltbarkeit. Wer hierhin will, vertieft im Studium Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelchemie.Zur Lebensmittelchemie ›
Marketing und ProduktmanagementLebensmittel verkaufen sich über Versprechen. Wer die Naturwissenschaft dahinter versteht, kann prüfen, welches Versprechen trägt – und welches die Rechtsabteilung besser streicht.
Öffentliche GesundheitPublic Health Nutrition heißt: Ernährung nicht für einen Menschen planen, sondern für eine Schulmensa, eine Stadt oder ein ganzes Land. Arbeitgeber sind Behörden, Verbände, Krankenkassen und Forschungsinstitute.
Forschung und LehreDer Weg über den Master und meistens die Promotion. 28 der 77 Studiengänge im Bestand sind Master – ohne einen davon geht es in diese Richtung nicht weiter.
SchuleEin Eintrag im Bestand führt zum Staatsexamen, dazu kommen Bachelor und Master of Education: der Lehramtsweg über Ernährung und Hauswirtschaft. Das ist ein eigener Studiengang von Anfang an, kein Nebenprodukt des klassischen Studiums.

Wenn Du nach den Berufsaussichten mit Ernährungswissenschaften suchst, stößt Du im Netz vor allem auf Prozentzahlen ohne Quelle. Sie sollen zeigen, wie viele einen Job haben, wie viele zufrieden sind und wie viele den Abschluss schaffen. Solche Zahlen nennen wir Dir hier bewusst nicht, weil wir für dieses Fach keine belastbaren und aktuellen haben. Belegen können wir aber, wie groß die Berufsgruppe ist, in der Absolventinnen und Absolventen erfasst werden. Das zeigen wir Dir im nächsten Abschnitt, und es verrät Dir mehr als jede Zufriedenheitsquote.

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Was verdienst Du mit Ernährungswissenschaften?

Mit Ernährungswissenschaften verdienst Du auf Stellen mit Studium im Durchschnitt 5.370 € brutto im Monat. Das ist der Wert für die Ernährungs- und Gesundheitsberatung.

5.370 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Ernährungs- und Gesundheitsberatung, Anforderungsniveau Experte, Stand 2024.

Ernährungswissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Gut, wenn Du in Beratung oder Forschung gehst, während in der Lebensmittelkontrolle der größere Teil der Kerntätigkeiten als automatisierbar gilt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berechnet im Job-Futuromat, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs heute technisch automatisierbar wäre. Wir haben dort nachgesehen, und beim Ökotrophologen sind es 2 von 11.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Lebensmittelsachverständiger
6 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Kontrolle, Untersuchung und Lebensmittelrecht
Ernährungsberater
2 von 7
Kerntätigkeiten automatisierbar
Nur die Recherche, nicht das Gespräch
Ökotrophologe
2 von 11
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 lag der Wert höher, bei 29 %
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Lebensmittelsachverständige/r“, „Ernährungsberater/in“ und „Ökotrophologe/Ökotrophologin“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Beim Ökotrophologen ist der Wert sogar gesunken. Im Jahr 2013 lag er bei 29 %, mit dem Stand der Technik 2022 nur noch bei 18 %. In der Qualitätssicherung sieht es anders aus. Wenn Du als Lebensmittelsachverständiger in Betrieben und Behörden Sicherheit und Hygiene überwachst, kommt das IAB auf 6 von 9 ersetzbare Kerntätigkeiten.

Das kann Software übernehmen
  • Ökotrophologe: nur noch die Gemeinschaftsverpflegung sowie die Haushalts- und Ernährungstechnik
  • Ernährungsberater: lediglich Recherche und Informationsbeschaffung
  • Lebensmittelsachverständiger: Kontrolle und Überwachung, HACCP, Lebensmitteluntersuchung, Lebensmittelrecht und der International Food Standard
Das bleibt bei Dir
  • Ökotrophologe: Ernährungsberatung, Diätetik, Biochemie, Lebensmittelhygiene, Qualitätsmanagement und Forschung
  • Ernährungsberater: das Beratungsgespräch und die Prävention
  • Lebensmittelsachverständiger: das Gutachten selbst und die Hygiene
  • Ingenieur für Lebensmitteltechnologie (40 %): die Entwicklung von Rezepturen, falls es Dich eher in die Produktentwicklung zieht

Was das für die Wahl Deiner Richtung bedeutet. Beratung, Therapie, Public Health und Forschung liegen bei den niedrigsten Werten des Fachs, und wenn Du ins Qualitätsmanagement gehst, wirst Du dort vor allem für Bewertung und Gutachten gebraucht.

Das IAB weist selbst darauf hin, dass ein hoher Wert nicht das Ende eines Berufs bedeutet und ein niedriger keine Garantie dafür ist, dass die Arbeit gleich bleibt. Am Gehalt ändert der niedrige Wert allerdings nichts, wie Du am kleinen Abstand zwischen Spezialisten- und Hochschulebene weiter oben sehen kannst.

Europäische Hochschule für Innovation (EHiP)
Ernährungswissenschaft (B.A.) neben dem Job studieren
Europäische Hochschule für Innovation (EHiP) · Fernstudium · ohne NC

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Das Ernährungswissenschaften-Studium in Zahlen

7.659
Studierende
Wintersemester 2025/26
81,0 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
9,0 %
arbeitslos
Beruf Ernährungs- und Gesundheitsberatung, Wellness, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 7.659 Studierenden:
53 %47 %
4.067
an Universitäten
3.592
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?1.961 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Ernährungs- und Gesundheitsberatung“ (3.741 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 5.370 €
4.104 €untere 25 % darunter6.982 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 4.104 und 6.982 € im Monat. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 3.173 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Passt das Ernährungswissenschaften-Studium zu Dir?

Das Fach passt zu Dir, wenn ...
  • Dir Chemie und Biologie in der Schule lagen – nicht nur „waren okay“
  • Du wissen willst, warum etwas im Körper wirkt, nicht nur, dass es wirkt
  • Du mit Zahlen und Statistik umgehen kannst: Studien lesen gehört zum Beruf
  • Du beraten willst, aber auf der Grundlage von Daten statt von Überzeugung
Es passt eher nicht, wenn ...
  • Du vor allem gern kochst – dafür ist das der falsche Weg
  • Du schnelle Ernährungstipps weitergeben willst: Das Studium liefert Grundlagen, keine Rezepte
  • Labor, Formeln und Physiologie Dich abschrecken; sie stehen in jedem Studienplan vorn
  • Du Menschen medizinisch behandeln willst – das ist ein anderer Beruf und ein anderes Studium

Angebote fürs Studium per E-Mail

Du willst Ernährungswissenschaften studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.

  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Häufige Fragen zum Ernährungswissenschaften-Studium

Welche Jobmöglichkeiten habe ich mit einem B.Sc. in Ernährungswissenschaften?
Mit dem Bachelor kommst Du vor allem in der Lebensmittelwirtschaft unter, etwa im Qualitäts- und Hygienemanagement, in der Produktentwicklung, im Produktmanagement oder im Marketing. Außerdem kannst Du bei Beratungsstellen, Krankenkassen, Verbänden und Behörden arbeiten. Wenn Du in der Klinik mit Patienten arbeiten möchtest, verlangen Arbeitgeber in der Regel eine anerkannte Zusatzqualifikation, und für Forschung und Lehre brauchst Du den Master. Die einzelnen Felder stellen wir Dir im Abschnitt Was kannst Du mit Ernährungswissenschaften werden? genauer vor.
Wie viel verdient ein Ernährungswissenschaftler – und ändert der Master etwas daran?
Wir haben im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit nachgesehen (Stand 2024). In der Berufsgruppe Ernährungs- und Gesundheitsberatung verdienst Du auf der Hochschulebene 5.370 € brutto im Monat, auf der Spezialistenebene 5.047 € und auf der Fachkraftebene 3.173 €. Einen eigenen Wert „Gehalt Ernährungswissenschaftler Master“ gibt es in dieser Statistik leider nicht, weil sie nach Anforderungsniveau trennt und den Abschluss außer Acht lässt. Für Stellen in Forschung, Lehre und Leitung ist der Master trotzdem meist Bedingung.
Brauche ich für das Ernährungswissenschaften-Studium einen NC?
Meistens brauchst Du keinen NC. Von den 48 Bachelor in unserer Datenbank sind 29 ohne Zulassungsbeschränkung, und 19 haben eine. Eine feste Grenznote gibt es nicht, weil sie jedes Semester neu aus der Zahl der Bewerber und der Plätze entsteht. Wo eine Beschränkung gilt, findest Du sie auf der Seite der Hochschule, und nur dort ist sie wirklich aktuell.
Kann ich Ernährungswissenschaften im Fernstudium studieren?
Ja, und zwar erstaunlich gut, denn 22 der 77 Studiengänge, die wir gefunden haben, sind Fernstudiengänge. Für ein naturwissenschaftliches Fach ist das ein hoher Anteil, und er kommt von den privaten Anbietern, die hier stark vertreten sind. Wenn Du berufstätig bist oder nicht umziehen willst, ist das für Dich der realistischste Weg. Die praktischen Laborphasen finden dann in Blockwochen statt.
Gibt es Ernährungswissenschaften auch als duales Studium?
Von den 77 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind nur 5 dual. Das ist wenig, aber es ist die einzige Form, in der Du vom ersten Monat an Geld verdienst. Bezahlt wirst Du vom Betrieb, und dafür verbringst Du die vorlesungsfreie Zeit dort statt im Urlaub.
Was ist der Unterschied zur Ökotrophologie?
In den Ernährungswissenschaften geht es vor allem um den Stoffwechsel und um die Frage, was ein Nährstoff im Körper macht. In der Ökotrophologie kommen Haushalt, Verpflegung und Wirtschaft dazu, und Du denkst dort stärker vom Betrieb her. Die Studiengänge überschneiden sich ebenso wie die Berufsfelder. Weil wir beide Fächer getrennt zählen, findest Du in unserem Ökotrophologie-Artikel eine andere Zahl als hier.
Ist ein Ernährungswissenschaftler dasselbe wie eine Diätassistentin?
Nein, das ist etwas anderes. Diätassistentin ist eine schulische Ausbildung mit geschützter Berufsbezeichnung und einem klar geregelten Tätigkeitsfeld in der Klinik. Ernährungswissenschaften sind dagegen ein Studium, und die Berufsbezeichnung Ernährungswissenschaftler ist nicht geschützt. Beides ergänzt sich gut, aber das eine kann das andere nicht ersetzen.
Kann ich nach dem Studium als Ernährungsberaterin arbeiten?
Ja, das geht, denn die Berufsbezeichnung ist in Deutschland nicht geschützt und theoretisch darf sie jeder führen. Deshalb verlangen Krankenkassen und Kliniken eine anerkannte Zusatzqualifikation, bevor sie Leistungen abrechnen oder Dich einstellen. Wenn Du in die Beratung willst, raten wir Dir, diesen Schritt von Anfang an mit einzuplanen. Machst Du Dich selbstständig, kommt noch das unternehmerische Risiko dazu, weil Dein Verdienst dann davon abhängt, wie gut Du Deine Leistung verkaufst.

Weiter zum Ernährungswissenschaften-Studium

Quellen
  • Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024 – Berufsgruppe Ernährungs- und Gesundheitsberatung (Klassifikation der Berufe 2010, Gruppe 822).
  • Eigene Auswertung der myStipendium-Studiengangsdatenbank, Stand 22.09.2026: 77 Studiengänge an 33 Hochschulen in 28 Städten, davon 48 Bachelor, 28 Master und 1 Staatsexamen. Gezählt werden aktive, veröffentlichte Studiengänge mit dem Fach Ernährungswissenschaften, die Ernährung, Nutrition, Diätetik oder Food Science im Namen tragen; Ökotrophologie wird getrennt gezählt, Zertifikatskurse zählen nicht mit.
  • Zulassung, Bewerbungsfristen, Studienordnung und Semesterbeiträge: Angaben der jeweiligen Hochschule. Prüfe sie vor der Bewerbung dort nach, sie ändern sich jedes Semester.

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