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Wo kann ich Hebamme studieren?
Hebamme kannst Du an Hochschulen in allen Bundesländern studieren, und zwar immer in einem dualen Bachelor, in dem Du zwischen Hochschule und Klinik wechselst und direkt auf die Berufszulassung hinarbeitest. Falls Du auf weiterqualifizierende oder berufsbegleitende Bachelor stößt, solltest Du wissen, dass sie nur für Hebammen gedacht sind, die ihre Ausbildung schon abgeschlossen haben.
Hebamme wird man in Deutschland seit 2020 nur noch über ein Studium - und das gibt es inzwischen flächendeckend. In unserer Datenbank stehen 45 primärqualifizierende Bachelor-Studiengänge an 45 Hochschulen, verteilt über alle 16 Bundesländer. "Primärqualifizierend" heißt: Der Studiengang führt Menschen ohne vorherige Hebammenausbildung direkt zur Berufszulassung. Genau das brauchst Du.
Zwei Begriffe, die oft verwechselt werden. Daran erkennst Du auf einer Hochschulseite, ob ein Studiengang zu Dir passt:
- Primärqualifizierend: einer der 45 Studiengänge, die direkt zur Berufszulassung führen.
- "dual", "praxisintegrierend" oder "Vollzeit": reine Namenssache. "dual" und "primärqualifizierend" sind keine Gegensätze. Jedes primärqualifizierende Hebammenstudium ist dual aufgebaut, weil das Gesetz zwei Lernorte vorschreibt - Hochschule und Klinik.
- Weiterqualifizierend: etwa an der katho in Köln, der Hochschule Osnabrück oder der HTW Saar. Die richten sich ausschließlich an Frauen, die die Hebammenausbildung bereits abgeschlossen haben und ihren Abschluss nachträglich akademisieren.
- "berufsbegleitend" oder "berufsintegrierend": Liest Du eines dieser Wörter, ist es der falsche Studiengang für Dich.
- Fernstudium: Angebote mit "Hebamme" im Namen richten sich immer an bereits examinierte Hebammen.
Ein reines Fernstudium gibt es nicht - und kann es nicht geben. Das Hebammengesetz verlangt mindestens 2.200 Stunden Praxis in einer Klinik und bei freiberuflichen Hebammen, dazu einen Vertrag mit einer verantwortlichen Praxiseinrichtung als Zulassungsvoraussetzung.
Alle 45 Studiengänge nach Bundesland ansehen →
Hebamme studieren nach Bundesland
Egal, in welchem Bundesland Du wohnst, dort gibt es mindestens einen primärqualifizierenden Studiengang. Allerdings sind die Studiengänge sehr ungleich verteilt, denn allein 10 der 45 liegen in Nordrhein-Westfalen und 9 in Bayern, zusammen also fast die Hälfte. In neun Bundesländern gibt es nur einen einzigen. Weil Dein Studienplatz am Vertrag mit einer Klinik hängt, lohnt sich für Dich der Blick über die Landesgrenze fast immer.
| Bundesland | Hochschule und Studiengang | Dauer |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | DHBW Stuttgart Angewandte Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 240 CP · ohne NC |
| Hochschule Furtwangen Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| Uni Freiburg Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| Uni Tübingen Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| Bayern | HAW Landshut Hebamme primärqualifizierend (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC |
| HS Coburg Hebammenkunde (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Katholische Stiftungshochschule München Hebammenkunde (B.Sc.) · privat oder kirchlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| OTH Regensburg Hebammenkunde (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| TH Aschaffenburg Hebammenkunde (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| TH Nürnberg Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC |
Du siehst 10 von 45 Studiengängen.Alle 45 ansehen →Weniger anzeigen ↑
| Bundesland | Hochschule und Studiengang | Dauer |
|---|---|---|
| Uni Augsburg Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| Uni Erlangen-Nürnberg Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| Uni Würzburg Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| Berlin | Charité - Universitätsmedizin Berlin Angewandte Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC |
| EH Berlin Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · privat oder kirchlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Brandenburg | BTU Cottbus Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 180 CP · ohne NC |
| Bremen | Hochschule Bremen Internationaler Studiengang Hebammen (B.Sc.) · staatlich | 8 Sem. 240 CP · mit NC |
| Hamburg | HAW Hamburg Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC |
| Hessen | Frankfurt UAS Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 8 Sem. 240 CP · ohne NC |
| Hochschule Fulda Hebammenkunde (B.Sc.) · staatlich | 8 Sem. 210 CP · mit NC | |
| TH Mittelhessen und Uni Gießen Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Uni Frankfurt Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 8 Sem. 240 CP · mit NC | |
| Uni Gießen Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Mecklenburg-Vorpommern | Uni Rostock Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 180 CP · mit NC |
| Niedersachsen | HAWK Hildesheim, Standort Göttingen Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC |
| HS Osnabrück Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Jade Hochschule Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Medizinische Hochschule Hannover Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| Nordrhein-Westfalen | FH Bielefeld Angewandte Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 180 CP · ohne NC |
| FH des Mittelstands, Bielefeld Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · privat oder kirchlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| Fliedner Fachhochschule Düsseldorf Hebammenkunde (B.Sc.) · privat oder kirchlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Hochschule Niederrhein Angewandte Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Hochschule für Gesundheit Bochum Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| RWTH Aachen Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Uni Bonn Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 8 Sem. 180 CP · ohne NC | |
| Uni Köln Angewandte Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Uni Münster Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 6 Sem. 180 CP · mit NC | |
| katho Nordrhein-Westfalen, Köln Angewandte Hebammenwissenschaft / Midwifery (B.Sc.) · privat oder kirchlich | 7 Sem. 210 CP · ohne NC | |
| Rheinland-Pfalz | Hochschule Ludwigshafen Hebammenwesen (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 180 CP · mit NC |
| Saarland | HTW Saar Angewandte Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC |
| Sachsen | TU Dresden Hebammenkunde (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 180 CP · mit NC |
| Uni Leipzig Hebammenkunde (B.Sc.) · staatlich | 7 Sem. 210 CP · mit NC | |
| Sachsen-Anhalt | Uni Halle Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 8 Sem. 240 CP · mit NC |
| Schleswig-Holstein | Uni Lübeck Hebammenwissenschaft (B.Sc.) · staatlich | 8 Sem. 210 CP · ohne NC |
| Thüringen | EAH Jena Hebammenwissenschaft/Midwifery (B.Sc.) · staatlich | 8 Sem. 240 CP · ohne NC |
Quelle: myStipendium-Datenbank, Stand 20. September 2026. Aufgeführt sind nur primärqualifizierende Bachelor-Studiengänge, also die, die ohne vorherige Hebammenausbildung zur staatlichen Prüfung führen. Weiterqualifizierende Studiengänge für bereits examinierte Hebammen sind nicht enthalten. "Ohne NC" bezieht sich auf die Zulassung durch die Hochschule - die Auswahl durch die Klinik findet in jedem Fall statt.
Wie sicher ist der Beruf?
Gerade laufen zwei Entwicklungen gegeneinander, und wir möchten, dass Du beide kennst, bevor Du Dich entscheidest.
- Im Jahr 2025 kamen in Deutschland rund 654.300 Kinder zur Welt, so wenige wie seit 1946 nicht mehr und 3,4 Prozent weniger als im Jahr davor.
- Die Geburtenziffer liegt bei 1,32 Kindern je Frau.
- Weniger Geburten bedeuten weniger Arbeit in jedem Kreißsaal, deshalb schließen einzelne Geburtsstationen.
- Bevor das Studium eingeführt wurde, haben die Hebammenschulen jährlich 650 bis 700 Hebammen ausgebildet.
- Für 2024 meldet der Hebammenverband dagegen rund 1.650 Studienplätze. Das ist politisch so gewollt, weil über Jahre Hebammen fehlten.
- In einigen Jahren treffen deshalb deutlich mehr Absolventinnen auf einen Markt, der gerade schrumpft.
Wir wollen Dir ehrlich sagen, was daraus für Dich folgt. Dein künftiger Beruf ist nicht bedroht, denn eine Geburt lässt sich weder auslagern noch automatisieren, und die Betreuung der physiologischen Geburt ist gesetzlich der Hebamme vorbehalten. Die Zeit, in der jede Absolventin zwischen mehreren Kliniken wählen konnte, geht aber zu Ende.
Helfen können Dir vor allem zwei Dinge: ein Praxisvertrag mit einer Klinik, die Dich nach dem Abschluss übernehmen will, und die außerklinische Arbeit mit Vorsorge, Wochenbett und Kursen, weil sie von den sinkenden Geburtenzahlen weniger getroffen wird als der Kreißsaal.
Wie Hebammen nach dem Studium arbeiten:
Quelle: TVöD Pflege, Entgelttabelle ab 01.05.2026 (P 11 Stufe 2) · GKV-Spitzenverband, Zahlen Daten Fakten Hebammenhilfe, Stand Oktober 2025.
Der Beruf Hebamme im Überblick →
Was verdienst Du als Hebamme?
Im Durchschnitt verdienst Du als Hebamme 4.331 € brutto im Monat. Mit Studium startest Du im öffentlichen Dienst seit 2025 in der höheren Tarifgruppe P 11.
Was netto bleibt, was Hebammen in den einzelnen Bundesländern verdienen und wie das Gehalt mit den Berufsjahren steigt, liest Du beim Gehalt als Hebamme.
Durchschnittsgehalt: Statistisches Bundesamt, wie in unserem Gehaltsartikel.
Hebamme und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Technisch sehr, denn keine Kerntätigkeit der Hebamme gilt als automatisierbar, und die eigentliche Unsicherheit liegt bei den sinkenden Geburtenzahlen und den vielen neuen Studienplätzen. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, der für jeden Beruf prüft, welcher Teil der Kerntätigkeiten nach heutigem Stand der Technik von Maschinen übernommen werden könnte. Für Hebammen lautet das Ergebnis 0 von 8.
Was prüft das IAB bei Hebammen? Keine der Tätigkeiten auf seiner Liste gilt als ersetzbar, und daran hat sich seit 2013 nichts geändert.
Warum die Null trotzdem nicht alles sagt. Der Futuromat misst nur, ob Technik eine Tätigkeit übernehmen könnte. Das IAB weist selbst darauf hin, dass sich ein Beruf auch bei einem niedrigen Wert verändern kann.
- Auch in der Geburtshilfe kann sich wandeln, wie Du dokumentierst, planst oder abrechnest. Darauf darfst Du Dich ruhig einstellen.
- Bei den Fachärzten für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, mit denen Du im Kreißsaal zusammenarbeitest, stuft das IAB 2 von 10 Kerntätigkeiten als ersetzbar ein: die medizinische Dokumentation und die Mammografie.
- Schwangerschaftsuntersuchung
- Geburtsvorbereitung und Geburtshilfe
- Säuglingspflege und Wochenbettgymnastik
- die Betreuung der Frauen
Was bedeutet das für Deine Stellensuche? Die eigentliche Unsicherheit haben wir Dir weiter oben im Abschnitt zur Sicherheit des Berufs beschrieben. Im Jahr 2025 kamen 654.300 Kinder zur Welt, so wenige wie seit 1946 nicht mehr. Gleichzeitig meldet der Hebammenverband für 2024 schon 1.650 Studienplätze, während die Hebammenschulen früher jährlich 650 bis 700 Hebammen ausgebildet haben.
Wenn Du Dir neben dem Kreißsaal mit Vorsorge, Wochenbett und Kursen ein weiteres Standbein aufbaust, arbeitest Du in einem Bereich, den das IAB vollständig beim Menschen sieht. Geburtsvorbereitung und Wochenbettgymnastik gehören nämlich zu den Tätigkeiten, die als nicht ersetzbar gelten.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Das Hebammengesetz nennt genau zwei Wege in den Studiengang, und einen davon kennen erstaunlich wenige. Beide stehen gleichberechtigt nebeneinander in § 10 des Hebammengesetzes. Dazu kommt eine dritte Hürde, die zwar in keiner Zulassungsordnung auftaucht, aber trotzdem über Deinen Studienplatz entscheidet.
Was der NC in unserer Datenbank wirklich aussagt. Von den 45 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 23 zulassungsbeschränkt und 22 nicht. Wie schwer Du an einen Platz kommst, verrät Dir diese Aufteilung aber kaum. Wo die Hochschule keinen NC setzt, hat sie die Auswahl nämlich an die Klinik abgegeben. Außerdem ist die Zahl der Studienplätze ohnehin durch die Zahl der Praxisplätze begrenzt. Die Charité in Berlin vergibt zum Beispiel rund 63 Plätze im Jahr, und die Fliedner Fachhochschule nimmt höchstens 30 Studierende pro Jahrgang auf.
Was solltest Du mitbringen?
- Abgeschlossene Pflegeausbildung: als Pflegefachfrau, Pflegefachmann oder in der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege. Sie steht in § 10 gleichwertig neben dem Schulabschluss.
- Fachabitur: zählt als zwölfjährige Schulausbildung und genügt für Fachhochschulen, an Universitäten meist nicht.
- Realschulabschluss: reicht seit der Reform 2020 allein nicht mehr. Mit ihm führt der Weg erst in die Pflegeausbildung, dann ins Studium.
- Einen Praxisvertrag mit einer Klinik - prüf zuerst, welche Kliniken mit Deiner Wunschhochschule kooperieren. Ihre Fristen liegen oft ein halbes Jahr vor denen der Hochschulen.
- Einen guten Auftritt im Bewerbungsgespräch - die Klinik wählt meist über Gespräche aus, auch dort, wo die Hochschule keinen NC setzt.
- Nachweise zur Eignung - ärztliches Attest, Impfnachweise, ausreichende Deutschkenntnisse und bei einigen Kliniken ein erweitertes Führungszeugnis. Besorg sie früh.
Quelle: Hebammengesetz vom 22.11.2019 (in Kraft seit 01.01.2020), §§ 10, 15 und 27 ff. · Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen, Anlagen 2 und 3 · Platzzahlen laut Charité und Fliedner Fachhochschule, abgerufen am 20.09.2026 · Studiengangszahlen: myStipendium-Datenbank, Stand 20. September 2026.

Bezahlte Online-Umfragen: Du bestimmst selbst, wann Du mitmachst.
Was kostet das Studium - und was bekommst Du?
Beim Hebammenstudium stellt sich die Kostenfrage anders als bei jedem anderen Studium in unserer Datenbank. Hier bekommst Du nämlich Geld, statt welches auszugeben. Das Hebammengesetz verpflichtet die Klinik, Dir vom ersten Studienmonat an eine angemessene monatliche Vergütung zu zahlen. Darauf hast Du einen Anspruch, weil es in § 34 des Gesetzes steht, und musst nicht auf das Wohlwollen der Klinik hoffen.
Studiengebühren fallen bei den meisten gar nicht an. Von den 45 Hochschulen sind 40 staatlich, und dort zahlst Du nur den Semesterbeitrag, der je nach Hochschule bei etwa 150 € bis 460 € pro Semester liegt. Fünf Hochschulen sind privat oder kirchlich. Nach unseren Daten verlangen davon nur zwei Studiengebühren in nennenswerter Höhe, und zwar diese:
| Hochschule | Was es kostet | Besonderheit |
|---|---|---|
| FH des Mittelstands, Bielefeld | 820 € pro Monat über 42 Monate, dazu 500 € Prüfungsgebühr - rund 34.940 € insgesamt | privat, 210 ECTS, dual |
| Fliedner Fachhochschule, Düsseldorf | 498 € pro Monat im ersten Jahr, danach jährlich 2 % mehr | privat, Prüfungsgebühren enthalten, höchstens 30 Plätze |
| Katholische Stiftungshochschule München, katho Köln, EH Berlin | keine Studiengebühr | kirchliche Träger |
| Die übrigen 40 Hochschulen | keine Studiengebühr, nur Semesterbeitrag | staatlich |
Zwei Beträge in unserer Datenbank sind falsch, und wir korrigieren sie gerade. Bei der DHBW Stuttgart stehen bei uns 1.500 € pro Semester. Dieser Betrag gilt in Baden-Württemberg aber ausschließlich für internationale Studierende, die von außerhalb der EU einreisen, und für alle anderen ist das Studium gebührenfrei. Bei der TH Mittelhessen stehen bei uns 1.750 €, obwohl die THM gar keine Studiengebühr erhebt. Du zahlst dort nur den Semesterbeitrag von 342,65 € beziehungsweise 357,10 €.
Was ist aus der alten Hebammenausbildung geworden?
Die alte Ausbildung gibt es nicht mehr, und viele, die sich für den Beruf interessieren, wissen das noch nicht. Bis 2019 hat man den Beruf an einer Hebammenschule gelernt, drei Jahre lang und mit Realschulabschluss. Mit dem Hebammenreformgesetz vom 22. November 2019 wurde dieser Weg abgeschafft. Seit dem 1. Januar 2020 gilt ein neues Hebammengesetz, und darin ist das Studium der einzige Weg, der noch vorgesehen ist.
Was heißt das für Dich? Das hängt davon ab, wo Du gerade stehst.
- Mit dem Realschulabschluss allein kommst Du leider nicht mehr ins Studium.
- Dir bleibt aber der zweite Weg aus § 10 über eine abgeschlossene Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau, zum Pflegefachmann oder in der Gesundheits- und Krankenpflege.
- Damit erfüllst Du auch ohne Abitur die Zugangsvoraussetzung für das Studium. Dieser Weg ist im Gesetz gleichwertig geregelt, Du musst Dich also nicht als Sonderfall fühlen.
- Deine Erlaubnis bleibt gültig, und Du musst nichts nachholen.
- Möchtest Du trotzdem einen akademischen Abschluss, kannst Du einen weiterqualifizierenden Studiengang belegen, zum Beispiel an der katho in Köln, an der Hochschule Osnabrück oder an der HTW Saar.
- Diese Studiengänge setzen die abgeschlossene Ausbildung voraus und rechnen sie Dir an.
Quelle: Hebammenreformgesetz vom 22.11.2019 (Bundesgesetzblatt I Seite 1759) · Hebammengesetz, §§ 10, 77, 78 und 79. Abgerufen am 20.09.2026.
Wie das Studium abläuft - Semester für Semester
Wie Dein Hebammenstudium abläuft, kann die Hochschule kaum selbst entscheiden, weil das meiste im Gesetz steht. Das Hebammengesetz und die Studien- und Prüfungsverordnung schreiben Stundenzahlen und Einsatzorte vor und sogar, wie viele Geburten Du selbst geleitet haben musst. Deshalb ähneln sich die 45 Studiengänge stärker als in jedem anderen Fach, und Du kannst Dich auf einen recht klaren Rahmen einstellen.
Wo Du die 2.200 Praxisstunden verbringst, ist ebenfalls festgelegt. Die Verordnung teilt sie auf:
| Einsatzort | Stunden |
|---|---|
| Klinik: Schwangerschaft und Geburt | 1.280 |
| Bei freiberuflichen Hebammen und in ambulanten Einrichtungen | 480 |
| Wochenbett und Stillzeit | 280 |
| Neonatologie | 80 |
| Gynäkologie | 80 |
Eine feste Creditzahl schreibt das Gesetz allerdings nicht vor, und deshalb unterscheiden sich die Hochschulen an dieser Stelle doch. Von den 45 Studiengängen arbeiten 32 mit 210 Credits über 7 Semester, 7 mit 180 Credits und 6 mit 240 Credits über 8 Semester. Für Deine Berufszulassung spielt das keine Rolle, weil die Stundenzahlen überall dieselben sind. Wichtig wird es erst, wenn Du später einen Master machen möchtest, denn für viele Masterstudiengänge brauchst Du 210 Credits.
Quelle: Hebammengesetz vom 22.11.2019, §§ 11 und 27 ff. · Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen, § 2 sowie Anlagen 2 und 3 · Creditzahlen: myStipendium-Datenbank, Stand 20. September 2026. Die Semester-Einteilung oben ist unsere Zusammenfassung des gesetzlichen Rahmens - die genaue Reihenfolge legt jede Hochschule selbst fest.

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Das Hebammenstudium in Zahlen
an Universitäten3.879
an Fachhochschulen
Passt das Hebammenstudium zu Dir?
- Du früh und viel praktisch arbeiten willst - mindestens 2.200 der 4.600 Stunden verbringst Du in der Klinik und bei freiberuflichen Hebammen
- Du Schichtdienst und Nächte aushältst: Geburten richten sich nicht nach dem Stundenplan
- Du Verantwortung willst, die keine andere Assistenzrolle bietet - die physiologische Geburt betreut die Hebamme eigenverantwortlich
- Du kein Geld für ein Studium hast: Du zahlst nichts und bekommst ab dem ersten Monat ein Gehalt
- ein normales Studium mit Semesterferien - die vorlesungsfreie Zeit ist Praxiszeit
- ortsunabhängig: Ein Fernstudium ist gesetzlich ausgeschlossen
- schnell zu bekommen: Erst Klinik, dann Hochschule, und die Plätze sind hart begrenzt
- frei von Papier: Bis zum Abschluss musst Du 40 Geburten selbst geleitet und dokumentiert haben
Angebote fürs Studium per E-Mail
Du willst Hebamme studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.
- Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
- Stipendien und Förderprogramme
- Praktika und Trainee-Programme
- Gratis-Aktionen und Geld-Angebote
Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.
Häufige Fragen zum Hebammenstudium
Kann man Hebamme noch ohne Studium werden?
Kann ich Hebamme ohne Abitur studieren?
Was kostet das Hebammenstudium?
Bekomme ich während des Hebammenstudiums Geld?
Wie lange dauert das Hebammenstudium?
Welchen NC braucht man für das Hebammenstudium?
Kann man Hebamme im Fernstudium studieren?
Wie viele Geburten muss ich im Studium selbst betreuen?
Was verdient man als Hebamme nach dem Studium?
Brauche ich zuerst einen Studienplatz oder zuerst die Klinik?
Weiter zum Hebammenstudium
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Es gibt keine amtliche Studierendenzahl für Hebammenwissenschaft. Das Statistische Bundesamt führt das Fach erst seit dem Wintersemester 2025/26 als eigenen Studienbereich; Zahlen dafür liegen noch nicht vor. Die 1.650 Studienplätze sind eine Erhebung des Hebammenverbands, keine amtliche Statistik - der Verband weist selbst darauf hin, dass es keine zentrale Bundeserfassung gibt.
Es gibt keinen eigenen Engpasswert für Hebammen. Die Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit weist diesen Beruf nicht einzeln aus, sondern nur das Aggregat der Pflegeberufe. Dass Hebammen ein Engpassberuf seien, wird oft behauptet; in der Primärquelle steht es mit Punktwert nicht.
Wir nennen keine gesetzliche Creditzahl. Das Hebammengesetz regelt Stunden, keine ECTS. Wer "210 ECTS sind vorgeschrieben" schreibt, gibt die Praxis einzelner Hochschulen als Gesetz aus.
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