Wo kann ich Musik studieren?
Musik studierst Du in Deutschland meist an einer Musikhochschule, die künstlerisch ausbildet, oder an einer Universität mit Lehramt und Musikwissenschaft - fast immer vor Ort.
| Hochschule | Studiengänge Musik |
|---|---|
| HMT Leipzig | 25 |
| Uni Mainz | 24 |
| Hochschule für Musik und Theater München | 22 |
| Hochschule für Musik Detmold | 21 |
| Folkwang Universität der Künste | 19 |
| Hochschule für Musik Saar | 19 |
| Musikhochschule Karlsruhe | 19 |
| Musikhochschule Trossingen | 17 |
| HMT Rostock | 16 |
| Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar | 16 |
Du siehst 10 von 15 Hochschulen.Alle 15 ansehen →Weniger anzeigen ↑
| Hochschule | Studiengänge Musik |
|---|---|
| Universität der Künste Berlin | 16 |
| HfMDK Frankfurt | 15 |
| Hochschule für Musik und Tanz Köln | 15 |
| Hochschule für Musik Nürnberg | 14 |
| Musikhochschule Hannover | 14 |
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026; gezählt sind alle Studiengänge mit Musik oder Music im Namen, weil es für dieses Fach als einziges keinen eigenen Fach-Tag in unserer Datenbank gibt.
Musik ist kein einzelner Studiengang, sondern eine ganze Familie. Dahinter stecken sehr verschiedene Wege: Lehramt Musik für die Schule, Kirchenmusik für Orgel und Chor, Musiktheorie und Musikwissenschaft für die Forschung, Alte Musik und Populäre Musik für bestimmte Stile, Instrumentalpädagogik und Musikpädagogik für den Unterricht – dazu Nischen wie Filmmusik oder Musikinformatik.
Staatliche Musikhochschulen wie die HMT Leipzig oder die Hochschule für Musik Detmold bilden vor allem künstlerisch aus, große Universitäten wie Mainz bringen Lehramt Musik und Musikwissenschaft mit. Dazwischen liegt das Konservatorium, das je nach Bundesland eher zur Schule oder eher zur Hochschule zählt. Ein Studiengang Musik zum Fernlernen ist die Ausnahme: Wir zählen 2 Fernstudiengänge und 2 duale Studiengänge. Musik lernt man im Raum, nicht am Bildschirm.
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Das Musik-Studium in Zahlen
aus Deutschland7.615
aus dem Ausland
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Musik studieren: Voraussetzungen sind erst die künstlerische Eignung, dann das Zeugnis - die Aufnahmeprüfung entscheidet, nicht der NC. So ist es an den meisten Hochschulen geordnet. 82 der 274 Bachelor-Studiengänge haben gar keine Zulassungsbeschränkung, 192 haben eine. Ohne NC heißt aber nicht ohne Prüfung.
Wie viele Bewerberinnen und Bewerber die Aufnahmeprüfung bestehen, veröffentlichen die Hochschulen nicht einheitlich. Wir nennen deshalb keine Quote. Verlässlich ist nur die Prüfungsordnung Deiner Wunschhochschule - dort steht, welche Stücke, welcher Umfang und welche Fristen gelten.
- Eine abgeschlossene musikalische Ausbildung: formal nicht verlangt
- Ein NC: bei 82 der 274 Bachelor gibt es keinen, die Eignungsprüfung bleibt trotzdem
- Eine Eignungsprüfung in der Musikwissenschaft: gibt es dort oft nicht
- Jahre Unterricht am Instrument - entscheidend ist, was Du am Prüfungstag zeigst, und das kommt bei fast allen daher
- Stücke aus mehreren Stilepochen - die spielst oder singst Du in der Prüfung vor
- Gehörbildung und Musiktheorie - in der Regel Teil der Prüfung, an vielen Häusern auch ein zweites Instrument oder Klavier als Nebenfach

Bezahlte Online-Umfragen: Du bestimmst selbst, wann Du mitmachst.
Wie lange dauert das Musikstudium?
Von 4 bis 16 Semestern ist alles dabei. Wie lange studiert man Musik? Das hängt vom Abschluss ab, nicht vom Fach. Bei den 274 Bachelor-Studiengängen stehen in unserer Datenbank sieben verschiedene Regelstudienzeiten: 4, 6, 7, 8, 10, 12 und 16 Semester. Ein künstlerischer Bachelor mit täglichem Üben ist eben anders getaktet als ein musikwissenschaftlicher Bachelor an einer Universität. Welcher Wert für Deinen Wunschstudiengang gilt, steht auf der Studiengangsseite.
Insgesamt kommen in diesem Fach 15 verschiedene Abschlussbezeichnungen vor. Einige davon findest Du außerhalb der Musik kaum: das Konzertexamen, den Akademiebrief, das Diplom. Die wichtigsten im Überblick:
| Abschluss | Wofür er steht |
|---|---|
| Bachelor of Music | der künstlerische Grundabschluss |
| Bachelor of Education | führt in die Schule |
| Bachelor of Arts | führt eher in die Wissenschaft |
| Master of Science, Master of Engineering | zeigt die technische Seite des Fachs: Musikinformatik und Tontechnik gehören dazu |
Nach dem Bachelor ist für viele nicht Schluss: 289 der 616 Einträge sind Master-Studiengänge, mehr als es Bachelor gibt. In kaum einem anderen Fach ist der Aufbaustudiengang so selbstverständlich.
Was Du im Musik-Studium lernst
Theorie und Praxis, in jedem Studiengang anders gemischt. Musikalische Studiengänge teilen sich grob in zwei Hälften: in das, was Du über Musik weißt, und in das, was Du an Deinem Instrument kannst. Wie stark die eine Hälfte gegenüber der anderen überwiegt, ist der größte Unterschied zwischen den 616 Studiengängen. Ein Studium mit Musik heißt deshalb noch lange nicht Bühne.
- Tonsatz und Harmonielehre
- Musiktheorie und Formenlehre
- Gehörbildung
- Musikgeschichte
- Kompositionslehre
- Musikpädagogik und Didaktik
- künstlerisches Hauptfach: Instrument oder Gesang
- Solo-, Ensemble- und Orchesterspiel
- Rhythmik und Körperarbeit
- Interpretation und Musiktheater
- Stilrichtungen von Alter Musik über Kirchenmusik bis Populärer Musik
- Unterrichtspraxis, wenn Du pädagogisch studierst
Beim Lehramt-Studium Musik kommt ein zweites Unterrichtsfach hinzu, dazu Schulpraktika und Fachdidaktik. Wer Kirchenmusik studiert, hat Orgel, Chorleitung und Liturgik im Plan. In der Musikwissenschaft verschiebt sich alles Richtung Quellen, Analyse und Schreiben. Deshalb lohnt der Blick in den Modulplan, bevor Du Dich bewirbst – der Studiengangsname allein sagt wenig.
Was kannst Du mit einem Musikstudium werden?
Berufe mit Musik-Studium gibt es weit über die Bühne hinaus. Was kann man mit einem Musikstudium machen? Deutlich mehr als Konzert und Klassenzimmer. Berufe im Bereich Musik verteilen sich auf mehrere Felder, und in den meisten davon ist der Abschluss nur die Eintrittskarte – entscheidend sind Probespiel, Portfolio oder Referendariat. Die Karten zeigen sechs Berufe: Musik in der Schule, an der Musikschule, in der Kirche, auf der Bühne, im Studio und in der Technik.
Ein Musik-Studium macht Dich also nicht automatisch zur Musiklehrkraft. Viele arbeiten gleichzeitig in mehreren dieser Felder: ein paar feste Stunden an der Musikschule, Auftritte, dazu Arrangements oder Aufnahmen. Diese Mischung ist im Fach normal – und sie ist der Grund, warum eine einzelne Gehaltszahl das Berufsleben hier nur halb beschreibt.
Was verdienst Du mit Musik?
5.731 € brutto im Monat – für die, die angestellt sind. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist für die Berufsgruppe „Musik, Gesang und Dirigieren“ auf dem Anforderungsniveau Experte 5.731 € brutto im Monat aus, Stand 2024. Die Zahl beruht auf 16.340 Beschäftigten. Wer Musik auf Lehramt studiert, landet in einer anderen Gruppe: Für die Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen nennt dieselbe Statistik 5.465 €.
Achtung, diese Zahlen haben eine Lücke. Der Entgeltatlas zählt nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Selbständige Musikerinnen und Musiker – also Honorarkräfte, freie Ensembles, alle mit eigener Rechnung – kommen darin überhaupt nicht vor. Gerade in diesem Fach arbeitet ein großer Teil so. Die 5.731 € beschreiben deshalb die Festangestellten, nicht das Fach.
Ein eigenes Einstiegsgehalt Musikwissenschaft oder eine Zahl für Berufsanfänger weist die Statistik in diesem Fach nicht aus. Wir erfinden deshalb keine. Wer mit dem Gehalt plant, sollte außerdem wissen: An staatlichen Schulen und in kirchlichen Stellen richtet sich das Geld nach Tarif, im freien Bereich nach Auftragslage.
Musik und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Auf der Bühne und im Unterricht gut, denn dort gilt keine Kerntätigkeit als automatisierbar - in Studio und Tontechnik stuft das IAB dagegen den Großteil als ersetzbar ein, beim Komponisten seit 2022 auch die Komposition. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelt für jeden Beruf, welcher Anteil der Kerntätigkeiten nach heutigem Stand der Technik automatisierbar wäre. Beim Orchestermusiker ist das keine von 3, beim Tonmeister sind es 7 von 9.
Wo sich die Werte kaum bewegen. Für Musiker in Orchester und Kirche führt das IAB Instrumentalmusik, Orgelspiel, Orchestrieren und die Aufführung selbst, und keine dieser Tätigkeiten gilt als ersetzbar. Beim Musikschullehrer sind es 0 von 6, gezählt werden dort Gesang, Instrumentalerziehung, Didaktik und Methodik. In beiden Fällen steht der Wert seit 2013 durchgehend bei 0 Prozent. Lehrkräfte an Gymnasien kommen auf 2 von 13, weil E-Learning und Lernzielkontrolle als automatisierbar gelten.
Und im Studio? Beim Tonmeister stuft das IAB Aufnahmetechnik, Studiotechnik, Tonmischen, Beschallung und Übertragungstechnik als ersetzbar ein, übrig bleiben die Akustik und die Produktion. Neu ist die Einschätzung beim Komponieren. Bis 2019 hatte das Institut beim Komponisten nichts Ersetzbares gefunden, 2022 steht die Komposition selbst auf der Liste, beim Arrangeur genauso. Instrumentalmusik und Musikwissenschaft bleiben in beiden Berufen menschliche Arbeit.
Was heißt das für Dein Studium? Viele Musiker verbinden mehrere Felder, wie der Berufe-Abschnitt oben beschreibt, etwa feste Stunden an der Musikschule mit Auftritten, Aufnahmen oder Arrangements. Nach den Daten des IAB ist der Unterricht in so einer Mischung der Teil, den Maschinen am wenigsten übernehmen können, während sich die Technik im Studio am stärksten bemerkbar machen dürfte. Das Institut weist aber darauf hin, dass ein hoher Wert keinen Wegfall eines Berufs bedeutet und ein niedriger nicht, dass alles bleibt, wie es ist.

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Häufige Fragen zum Musik-Studium
Was kann man mit einem Musikstudium machen?
Wie lange dauert ein Musikstudium?
Was kann man mit Musik studieren?
Musikstudium: Voraussetzungen – brauche ich eine musikalische Ausbildung?
Kann man Musik studieren ohne Abitur?
Wo kann man Musik studieren?
Warum studieren Leute Musik?
Gibt es Musik auch außerhalb der Hochschule?
Kann ich Musik im Ausland studieren?
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Quellen und Zählweise
Hinweis zur Zählweise: Musik ist das einzige Fach in unserer Datenbank ohne eigenen Fach-Tag. Gezählt wurde deshalb über den Namen – jeder Studiengang, der Musik oder Music enthält. Einzelne Studiengänge liegen doppelt im Bestand, etwa Musikwissenschaft an der Folkwang Universität der Künste; sie sind mitgezählt, weil es eigene Datensätze sind.
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