Geowissenschaften-Studium: Hochschulen, Inhalte & Karriere

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Geowissenschaften studieren - auf einen Blick
Wie viele Studiengänge gibt es?70 Studiengänge an 30 Universitäten in 28 Städten: 32 Bachelor und 38 Master. Ein Fernstudium oder ein duales Studium gibt es im Fach nicht.myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026
Brauche ich einen NC?Meist nicht: 28 von 32 Bachelor sind zulassungsfrei, 4 haben einen NC.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?An 30 Universitäten. Die meiste Auswahl haben Bremen und Jena mit je fünf Studiengängen. Fachhochschulen bieten das Fach nicht an.myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026
Wie lange dauert es?Der Bachelor dauert 6 Semester und endet als Bachelor of Science. Danach folgt meist der Master: 38 Master stehen 32 Bachelor gegenüber.myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026
Was verdienst Du damit?5.623 € brutto im Monat auf der Expertenebene. Physik und Chemie zahlen in derselben Statistik mehr - das ist die ehrliche Nachricht dieses Fachs.Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgruppe 421, Stand 2024

Wo kann ich Geowissenschaften studieren?

Geowissenschaften kannst Du in Deutschland nur an Universitäten und Technischen Universitäten studieren, und zwar vor Ort, denn kein Studiengang läuft dual oder im Fernstudium. Fast alle Bachelor-Studiengänge im Fach sind zulassungsfrei.

StudiengangHochschuleOrtAbschluss
GeowissenschaftenLMU MünchenMünchenBachelor of Science
GeowissenschaftenLMU MünchenMünchenBachelor of Science
GeowissenschaftenRuhr-Universität BochumBochumBachelor of Science
GeowissenschaftenTUM (TU München)–Bachelor of Science
GeowissenschaftenUni BonnBonnBachelor of Science
GeowissenschaftenUni BremenBremenBachelor of Science
GeowissenschaftenUni Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)ErlangenBachelor of Science
GeowissenschaftenUni FrankfurtFrankfurt am MainBachelor of Science
GeowissenschaftenUni FreiburgFreiburg im BreisgauBachelor of Science
GeowissenschaftenUni GöttingenGöttingenBachelor of Science
Du siehst 10 von 70 Studiengängen.Alle 70 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
GeowissenschaftenUni GreifswaldGreifswaldBachelor of Science
GeowissenschaftenUni HamburgHamburgBachelor of Science
GeowissenschaftenUni HannoverHannoverBachelor of Science
GeowissenschaftenUni HeidelbergHeidelbergBachelor of Science
GeowissenschaftenUni JenaJenaBachelor of Science
GeowissenschaftenUni KielKielBachelor of Science
GeowissenschaftenUni KölnKölnBachelor of Science
GeowissenschaftenUni MainzMainzBachelor of Science
GeowissenschaftenUni MünsterMünsterBachelor of Science
GeowissenschaftenUni PotsdamPotsdamBachelor of Science
GeowissenschaftenUni TübingenTübingenBachelor of Science
Angewandte GeowissenschaftenKIT KarlsruheKarlsruheBachelor of Science
Angewandte GeowissenschaftenRWTH AachenAachenBachelor of Science
Angewandte GeowissenschaftenTU DarmstadtDarmstadtBachelor of Science
Angewandte GeowissenschaftenTU DarmstadtDarmstadtBachelor of Science
Angewandte Geowissenschaften (Applied Geosciences)Uni HalleHalle (Saale)Bachelor of Science
Rohstoff-GeowissenschaftenTU ClausthalClausthal-ZellerfeldBachelor of Science
BiogeowissenschaftenUni JenaJenaBachelor of Science
BioGeoWissenschaftenUni KoblenzKoblenzBachelor of Science
UmweltgeowissenschaftenUni TrierTrierBachelor of Science
Earth Sciences and Sustainable Management of Environmental ResourcesConstructor University (ehemals: Jacobs University)BremenBachelor of Science
Marine GeosciencesUni BremenBremenBachelor of Science
GeowissenschaftenRuhr-Universität BochumBochumMaster of Science
GeowissenschaftenTU FreibergFreibergMaster of Science
GeowissenschaftenUni BremenBremenMaster of Science
GeowissenschaftenUni Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)ErlangenMaster of Science
GeowissenschaftenUni FrankfurtFrankfurt am MainMaster of Science
GeowissenschaftenUni HamburgHamburgMaster of Science
GeowissenschaftenUni HannoverHannoverMaster of Science
GeowissenschaftenUni HeidelbergHeidelbergMaster of Science
GeowissenschaftenUni JenaJenaMaster of Science
GeowissenschaftenUni KielKielMaster of Science
GeowissenschaftenUni KölnKölnMaster of Science
GeowissenschaftenUni MainzMainzMaster of Science
GeowissenschaftenUni MünsterMünsterMaster of Science
GeowissenschaftenUni PotsdamPotsdamMaster of Science
GeowissenschaftenUni TübingenTübingenMaster of Science
Angewandte GeowissenschaftenKIT KarlsruheKarlsruheMaster of Science
Angewandte GeowissenschaftenRWTH AachenAachenMaster of Science
Angewandte GeowissenschaftenTU DarmstadtDarmstadtMaster of Science
Angewandte GeowissenschaftenTU DarmstadtDarmstadtMaster of Science
Angewandte Geowissenschaften (Applied Geosciences)Uni HalleHalle (Saale)Master of Science
Geowissenschaften/GeoscienceUni GöttingenGöttingenMaster of Science
Rohstoff-GeowissenschaftenTU ClausthalClausthal-ZellerfeldMaster of Science
BiogeowissenschaftenUni JenaJenaMaster of Science
BioGeoWissenschaftenUni KoblenzKoblenzMaster of Science
Applied & Environmental GeoscienceUni TübingenTübingenMaster of Science
Applied GeoscienceTU FreibergFreibergMaster of Science
Applied GeosciencesUni BremenBremenMaster of Science
Biogeoscience of the AnthropoceneUni JenaJenaMaster of Science
Earth SciencesUni FreiburgFreiburg im BreisgauMaster of Science
Earth SciencesUni GreifswaldGreifswaldMaster of Science
Earth Sciences & Global ChangeUni GreifswaldGreifswaldMaster of Science
Experimental GeosciencesUni BayreuthBayreuthMaster of Science
GeoscienceTU FreibergFreibergMaster of Science
GeosciencesRuhr-Universität BochumBochumMaster of Science
GeosciencesUni HannoverHannoverMaster of Science
GeosciencesUni PotsdamPotsdamMaster of Science
Marine GeosciencesUni BremenBremenMaster of Science
Marine GeosciencesUni KielKielMaster of Science

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt sind Studiengänge, die Geowissenschaft, Geoscience oder Earth Science im Namen tragen; Geologie, Geografie, Geophysik und Geoinformatik sind eigene Fächer mit eigenen Artikeln und hier nicht mitgezählt.

Zwei Hochschulen werden für Dich erst nach dem Bachelor interessant. Die TU Freiberg und die Uni Bayreuth bieten im Fach ausschließlich Master und keinen Bachelor an. Heißt ein Studiengang Angewandte Geowissenschaften, wie etwa an der TU Darmstadt, ist er stärker auf die Praxis ausgerichtet als auf die Theorie. Vielleicht kennst Du aus älteren Übersichten auch die Master in Leipzig und Marburg. Unter diesem Fachnamen haben wir sie heute nicht mehr in unserer Datenbank gefunden.

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Was kannst Du mit Geowissenschaften werden?

Nach dem Studium arbeitest Du am Schreibtisch, im Labor oder draußen im Gelände, und oft wechselst Du in derselben Woche zwischen allen dreien. Wenn Du Dich fragst, was man mit Geowissenschaften machen kann, zeigen wir Dir hier die Felder, in denen Geowissenschaftler und Geowissenschaftlerinnen tatsächlich arbeiten.

Baugrund und GeotechnikVor einer Brücke, einem Tunnel oder einem Hochhaus untersucht jemand den Untergrund. Du prüfst, was der Boden trägt, und schreibst das Gutachten dazu.IngenieurbüroBaugrundGutachten
Wasser und GewässerschutzTrinkwasserversorgung, Wasserwirtschaft und Gewässerschutz brauchen Leute, die Grundwasser und Messdaten lesen können.VersorgerBehördeHydrologie
Rohstoffe und BohrtechnikErkundung von Lagerstätten, Tiefbau und Bohrfirmen: klassische Arbeitgeber des Fachs, häufig mit Einsätzen im Gelände oder im Ausland.BohrfirmaErkundungTiefbau
Umwelt, Altlasten und RecyclingVerschmutzte Flächen bewerten, Sanierungen planen, Abfall- und Recyclingprozesse begleiten - oft im Auftrag von Kommunen oder Unternehmen.SanierungRecyclingUmweltverträglichkeit
Behörden und öffentliche VerwaltungGeologische Landesämter, Umweltämter und Ministerien entwickeln Richtlinien, erteilen Genehmigungen und prüfen, ob sie eingehalten werden.LandesamtMinisteriumGenehmigung
Geodaten und GeoinformatikKarten, Fernerkundung, Modelle: Wer mit Geodaten umgehen kann, arbeitet zwischen Fach und Software. Mehr dazu steht im Artikel zur Geoinformatik.GeoinformatikKartografieDatenanalyse
Versicherung und RisikobewertungUmweltschäden und Naturgefahren bewerten: Wie wahrscheinlich ist ein Hangrutsch, ein Hochwasser, ein Erdbeben - und was kostet es?VersicherungNaturgefahrenSchadenbewertung
Forschung an Universität und InstitutEigenes Thema, eigene Messkampagne, Veröffentlichungen. Wer hier bleiben will, promoviert in der Regel. Hierher gehören auch Expeditionen, etwa in die Antarktis oder an aktive Vulkane.UniversitätInstitutPromotion

Wie gut Deine Berufsaussichten mit Geowissenschaften sind, können wir Dir nicht in Prozent sagen. Eine eigene Statistik dazu führen wir nicht, und erfinden möchten wir keine. Belegen können wir aber, dass die Berufsgruppe 421 auf der Expertenebene 8.890 Beschäftigte zählt und das Feld damit überschaubar ist. Außerdem führt kaum ein Weg ohne Studium hinein, weil die Statistik unterhalb der Spezialistenebene niemanden ausweist. Wenn Du früh Praktika machst, Geländearbeit sammelst und im Master einen klaren Schwerpunkt setzt, startest Du leichter als jemand, der erst nach der Masterarbeit mit der Suche anfängt.

Was verdienst Du mit Geowissenschaften?

Beim Gehalt als Geowissenschaftler haben wir einen belastbaren Anker gefunden, und der liegt bei 5.623 € brutto im Monat. Das ist der Wert der Bundesagentur für Arbeit für die Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie auf der Expertenebene. Er gilt also für Tätigkeiten, für die ein Hochschulabschluss vorausgesetzt wird, und beruht auf 8.890 Beschäftigten.

Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Bruttomonatsentgelt, Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie, Anforderungsniveau Expertenebene, Stand 2024.

Geowissenschaften-Master: Gehalt nach Anforderungsniveau
Berufsgruppe 421, Bruttomonatsentgelt, Stand 2024
Spezialist799 Beschäftigte
4.166 €
Experte8.890 Beschäftigte
5.623 €

Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Eine Fachkraftstufe gibt es in dieser Berufsgruppe nicht. Unterhalb des Spezialisten weist die Statistik gar keine Werte aus, und das sagt viel darüber, wie das Feld funktioniert. In den Beruf kommst Du fast nur über einen akademischen Weg. Auf der Spezialistenebene stehen 799 Beschäftigte, auf der Expertenebene 8.890, und damit liegt das Gewicht klar beim Hochschulabschluss. Deshalb ist der Master in diesem Fach die Regel.

Geowissenschaft: Gehalt der mittleren 50 Prozent
Berufsgruppe 421, Expertenebene, 8.890 Beschäftigte
5.623 €
4.421 €unteres Viertel6.988 €oberes Viertel
Ein Viertel verdient weniger als 4.421 €, ein Viertel mehr als 6.988 €. Dazwischen liegt die Hälfte aller Beschäftigten dieser Berufsgruppe.
Gehalt: Geowissenschaftler im Vergleich mit Physik und Chemie
Bruttomonatsentgelt auf der Expertenebene, Stand 2024
GeowissenschaftenBerufsgruppe 421, 8.890 Beschäftigte
5.623 €
PhysikBerufsgruppe 414, 15.321 Beschäftigte
6.800 €
ChemieBerufsgruppe 413, 27.711 Beschäftigte
7.207 €

Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Wenn Du die Gehälter vergleichst, liegen die Geowissenschaften unter den beiden Nachbarfächern. Den 5.623 € stehen jeweils auf der Expertenebene 6.800 € in der Physik und 7.207 € in der Chemie gegenüber. Warum das so ist, können wir nicht belegen, und eine Erklärung erfinden wollen wir nicht. Du solltest aber wissen, dass die Zahl jeweils für eine ganze Berufsgruppe gilt und in der Gruppe 421 neben der Geologie auch Geografie und Meteorologie stecken. Wenn Dir das Gehalt wichtiger ist als das Thema, schau Dir das Physik-Studium an.

Ein Einstiegsgehalt nennen wir Dir hier bewusst nicht. Eine geprüfte Zahl für Deinen ersten Gehaltszettel haben wir nicht gefunden. Der Entgeltatlas weist Gehälter über alle Berufsjahre hinweg aus und zeigt den Berufseinstieg nicht gesondert. Auch eine Gehaltsentwicklung über zehn Jahre können wir nicht belegen, weil die Statistik nach dem Anforderungsniveau unterscheidet und die Berufsjahre außen vor lässt. Was in älteren Übersichten als Einstiegsgehalt, Zufriedenheitsquote oder Beschäftigungsquote steht, stammt meist aus Absolventenbefragungen ohne Jahresangabe. Solche Zahlen geben wir Dir deshalb nicht weiter.

Was Du tatsächlich verdienst, hängt vor allem davon ab, wo Du landest. Bei Behörden, geologischen Landesämtern und Universitäten wirst Du nach Tarif bezahlt, während Ingenieurbüros, Versicherungen und die Industrie ihre Gehälter frei festlegen. Mit einer Promotion stehen Dir viele Stellen in der Forschung überhaupt erst offen. Um wie viel sie Dein Gehalt hebt, können wir Dir allerdings nicht mit einer Quelle belegen.

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Geowissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Einigermaßen, denn automatisierbar sind vor allem das Messen und die Laborarbeit, während das Deuten der Daten über Untergrund und Gewässer Deine Aufgabe als Geowissenschaftler bleibt. Wie viele Kerntätigkeiten eines Berufs Maschinen oder Software heute schon erledigen könnten, berechnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Job-Futuromat. Wir haben dort nachgesehen, und für Geowissenschaftler sind es 8 von 20.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Geowissenschaftler
8 von 20
Kerntätigkeiten automatisierbar
Laborarbeit, Vermessung und Seismik
Geoinformatiker
7 von 20
Kerntätigkeiten automatisierbar
Bis 2019 galt keine als automatisierbar
Hydrologe
4 von 13
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 lag der Wert erst bei 10 %
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Geowissenschaftler/in“, „Geoinformatiker/in“ und „Hydrologe/Hydrologin“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Wo gemessen wird, rückt die Technik vor. Beim Geowissenschaftler zählt das IAB Bodenkunde, Baugrunduntersuchung, Laborarbeit, Vermessung, Bodenmechanik, Deponietechnik, Prospektion und Seismik zu den ersetzbaren Tätigkeiten. Nicht ersetzbar sind dagegen Geologie, Hydrogeologie, Geotechnik, Lagerstättenkunde, Vulkanismus, Erdbebenforschung und Umweltschutz. Wenn Du später an einem Baugrund-Gutachten arbeitest, entstehen Messungen und Laborwerte also zunehmend technisch, die Bewertung des Untergrunds bleibt aber Deine Aufgabe.

Beim Geologen hat sich der Wert seit 2013 mehr als verdoppelt. Er stieg von 18 % im Jahr 2013 auf heute 40 %, beim Hydrologen von 10 auf 31 %. In der Geoinformatik galt bis 2019 keine einzige Kerntätigkeit als automatisierbar, heute sind es 7 von 20, darunter GIS, Datenaufbereitung, Programmieren und Modellbildung. Datenanalyse, Statistik und Softwareentwicklung stehen dort weiter auf der sicheren Seite. Falls Du im Master in Richtung Geodaten gehen möchtest, raten wir Dir deshalb, auf Auswertung und Entwicklung zu setzen und Dich nicht auf das Aufbereiten von Daten zu verlassen.

Am ruhigsten ist es beim Wasser. Gewässerschutz, Wasserwirtschaft und Hydrogeologie gelten als nicht ersetzbarer Kern, und deshalb liegt der Hydrologe am unteren Ende der drei Werte. Das IAB selbst warnt davor, die Zahlen als Prognose für Stellen zu lesen, denn sie zeigen nur, was technisch möglich wäre. Wie viel Du verdienst, entscheidet ohnehin eher Dein Arbeitgeber als die Richtung, wie Du im Gehaltsabschnitt weiter oben gesehen hast.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

In der Regel brauchst Du die allgemeine Hochschulreife, je nach Bundesland und Hochschule reicht auch die Fachhochschulreife. Einen Eignungstest oder ein eigenes Auswahlverfahren musst Du in diesem Fach üblicherweise nicht durchlaufen. Was für Dich genau gilt, steht in der Zulassungsordnung der Universität, bei der Du Dich bewirbst.

Die drei Wege zum Studienplatz
Meist entscheidet die Einschreibefrist, nicht die Abiturnote
1. Zulassungsfrei einschreiben
28 von 32 Bachelor sind zulassungsfrei. In den meisten Fällen entscheidet also nicht Deine Abiturnote, sondern ob Du Dich rechtzeitig einschreibst.
2. Über die Zulassungsbeschränkung
Nur vier Bachelor haben eine Zulassungsbeschränkung. Eine NC-Zahl nennen wir hier bewusst nicht: Ein NC gilt immer nur für ein Semester an einer Hochschule, und die Werte in unserer Datenbank sind dafür zu alt. Es gibt nur zwei Zustände - mit Zulassungsbeschränkung oder ohne.
3. Bachelor, dann Master
38 Master stehen 32 Bachelor gegenüber. Das spricht dagegen, nach sechs Semestern fertig zu sein - plane den Master von Anfang an mit.

Ein Fernstudium oder ein duales Studium gibt es hier nicht. In unserer Datenbank haben wir im Fach keinen einzigen Fernstudiengang und keinen dualen Studiengang gefunden. Wenn Du neben dem Beruf oder von zu Hause aus studieren möchtest, ist Geowissenschaften deshalb der falsche Studiengang, weil sich Labor, Geländearbeit und Exkursionen schlecht aus der Ferne machen lassen. Auch eine Geowissenschaftler-Ausbildung im Sinne einer Lehre führt Dich nicht in dieses Feld. Die Bundesagentur für Arbeit weist für die passende Berufsgruppe gar keine Fachkraftstufe aus, und der Einstieg läuft fast nur über ein Studium. Möchtest Du Lehrerin oder Lehrer werden, gehst Du den Weg über Geografie. Und wenn Du ein festes Berufsbild mit klarem Titel suchst oder Dir das Gehalt wichtiger ist als das Thema, passt das Fach eher nicht zu Dir.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Fachhochschulreife: reicht je nach Bundesland und Hochschule
  • Berufsausbildung mit Berufserfahrung: ebenfalls ein Weg hinein, je nach Bundesland und Hochschule
  • Die Zulassungsordnung Deiner Wunschuni regelt, was genau gilt
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Physik, Chemie, Biologie und Mathematik - diese Fächer dürfen Dich nicht abschrecken
  • Gelände und Labor - Du arbeitest gern draußen und hältst trotzdem Laborstunden aus
  • Interesse an Rohstoffen, Klima, Wasser und Naturgefahren - darum dreht sich das Fach
  • Bereitschaft umzuziehen - studiert wird in einer der 28 Studienstädte
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Geowissenschaften, Geologie oder Geografie: der Unterschied

Wenn Du wissen möchtest, was Geowissenschaft ist, stell Dir ein Dach über mehreren Fächern vor. Die Geologie schaut auf Gesteine und den Aufbau der Erdkruste, die Geophysik auf physikalische Prozesse im Erdinneren und die Geoinformatik auf raumbezogene Daten. Ein Studiengang Geowissenschaften nimmt von allem etwas mit und lässt Dich später wählen. Solange Du noch unentschlossen bist, ist das ein Vorteil. Kennst Du Dein Thema dagegen schon, kann es auch ein Nachteil sein.

Für Deine Planung ist ein Unterschied wichtig, denn Geografie hat einen Lehramtszweig, Geowissenschaften haben keinen. Das Schulfach führt Dich hier also nicht direkt in einen Beruf, denn Geowissenschaftler, Erdkunde-Lehrer und Geograf sind drei verschiedene Wege. Statt um Geographie-Allgemeinwissen geht es im Studium um Messwerte, Karten, Gesteinsproben und Modelle.

Auch bei unserer Liste kommt es auf die Namen an. Zu den 70 Studiengängen haben wir nur solche gerechnet, die Geowissenschaft, Geoscience oder Earth Science im Titel tragen. Studiengänge wie Geoökologie, ein Umweltwissenschaften-Studium oder Angewandte Geologie sind deshalb nicht dabei, obwohl sie genauso viel wert sind und nur anders heißen. Wenn Du ein Steinkunde-Studium suchst, meinst Du meistens Mineralogie oder Gesteinskunde, und beides steckt als Teilgebiet in den Geowissenschaften.

Manchmal wird das Fach mit den Geisteswissenschaften verwechselt. In einem Studium der Geisteswissenschaften geht es um Sprache, Geschichte und Kultur. Geowissenschaften gehören dagegen zu den Naturwissenschaften, auch wenn einzelne Studiengänge mit dem Bachelor of Arts abschließen.

Was lernst Du im Geowissenschaften-Studium?

Im Studiengang Geowissenschaften betrachtest Du die Erde als System, also Gesteine, Wasser, Luft, Eis und die Prozesse dazwischen. Deshalb fängst Du mit den Grundlagen in Physik, Chemie, Biologie und Mathematik an. Erst danach wird es für Dich geologisch.

Die Grundlagen in den ersten Semestern
Diese Fächer stehen an fast jeder Universität am Anfang
  • Physik, Chemie, Biologie und Mathematik als Handwerkszeug
  • Geologie: Aufbau der Erdkruste, Gesteine und ihre Entwicklungsgeschichte
  • Geophysik: physikalische Prozesse in Erdinnerem, Ozeanen und Atmosphäre
  • Geographie: die physische Beschaffenheit der Erdoberfläche
  • Rohstoffkunde: Gewinnung, Eigenschaften und Folgen der Rohstoffnutzung
  • Emissions- und Umweltschutz: Belastungen beurteilen und verringern
  • Laborarbeit: die Beschaffenheit von Proben selbst untersuchen
Vertiefungen, je nach Universität
Jede Universität setzt eigene Schwerpunkte - danach solltest Du auswählen
  • Mineralogie: Entstehung und Eigenschaften von Mineralien
  • Hydrologie und Limnologie: Wasser im Untergrund und in Binnengewässern
  • Ozeanografie: die Wissenschaft der Meere
  • Glaziologie: Eis und Schnee
  • Bodenkunde: Entstehung und Entwicklung von Böden
  • Geotechnik: die technischen Eigenschaften des Baugrunds
  • Kartografie und Fernerkundung
  • Geoinformatik: raumbezogene Daten erfassen, auswerten, darstellen
  • Humangeografie: Mensch und Raum

Wenn Du Vulkanologie studieren willst, suchst Du deshalb die Universität, an der eine Arbeitsgruppe dazu forscht, denn einen eigenen Studiengang dafür gibt es nicht. Bei der Glaziologie ist es genauso. Beides sind Arbeitsgebiete innerhalb der Geowissenschaften und keine eigenen Abschlüsse.

Du schließt Dein Studium mit einem Bachelor oder einem Master ab. Andere Abschlüsse wie ein Diplom oder ein Staatsexamen gibt es in diesem Fach nicht.

Bachelor - 6 Semester
Endet als Bachelor of Science; einzelne Studiengänge führen zum Bachelor of Arts.
Danach - Master
Darauf folgt der Master of Science.

Fast immer gehören Exkursionen dazu, bei denen Du Gelände vermisst, Proben nimmst und sie anschließend selbst auswertest. Wenn Du Dich für einen Studiengang mit dem Zusatz Angewandte Geowissenschaften entscheidest, musst Du häufiger mit Pflichtpraktika rechnen.

Ob das Geowissenschaften-Studium für Dich schwer wird, hängt vor allem davon ab, wie Du mit Naturwissenschaften zurechtkommst. Eine Abbruchquote für dieses Fach konnten wir nicht belegen, deshalb nennen wir Dir keine Zahl. Du solltest aber wissen, dass die ersten Semester Naturwissenschaft pur sind, mit Klausuren in Physik, Chemie und Mathematik. Wenn Dir das Freude macht, kommst Du durch. Hast Du Dir Erdkunde eher mit Reisen vorgestellt, wirst Du überrascht sein. Die Gelände- und Laborarbeit unterschätzen die meisten, dabei ist sie später der Teil, der Deinen Lebenslauf trägt.

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Das Geowissenschaften-Studium in Zahlen

9.094
Studierende
Wintersemester 2025/26
43,4 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
6,9 %
arbeitslos
Beruf Geologie, Geografie und Meteorologie, 2025
Wie international ist das Fach?
So verteilen sich die 9.094 Studierenden:
77 %23 %
6.997
aus Deutschland
2.097
aus dem Ausland
Und wie viele fangen neu an?2.637 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Geologie, Geografie und Meteorologie“ (8.890 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 5.623 €
4.421 €untere 25 % darunter6.988 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 4.421 und 6.988 € im Monat.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Häufige Fragen

Wo kann ich Geowissenschaften studieren?
Wir haben 70 Studiengänge an 30 Universitäten in 28 Städten gefunden, davon 32 Bachelor und 38 Master. An Fachhochschulen kannst Du das Fach nicht studieren. Unsere Auswertung hat den Stand vom 20.09.2026.
Was verdient man mit einem Geowissenschaften-Studium?
Wenn Du mit Deinem Abschluss auf der Expertenebene arbeitest, nennt die Bundesagentur für Arbeit für die Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie 5.623 € brutto im Monat (Stand 2024). Ein Viertel der Beschäftigten verdient dort weniger als 4.421 €, ein Viertel mehr als 6.988 €. Auf der Spezialistenebene liegt der Wert bei 4.166 €.
Wie viel verdient man nach dem Studium?
Was man direkt nach dem Studium der Geowissenschaften verdient, können wir Dir leider nicht mit einer geprüften Zahl sagen, und deshalb nennen wir keine. Der Entgeltatlas misst Entgelte über alle Berufsjahre hinweg und zeigt Deinen ersten Gehaltszettel nicht gesondert. Ältere Einstiegszahlen aus Absolventenbefragungen tragen kein Erhebungsjahr, und deshalb geben wir sie nicht weiter.
Was verdient ein Glaziologe?
Ein eigenes Gehalt für Glaziologen weist der Entgeltatlas nicht aus, weil Glaziologie in der Statistik als Arbeitsgebiet gilt und nicht als eigener Beruf. Als Anhaltspunkt kannst Du deshalb die Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie nehmen, in der es auf der Expertenebene 5.623 € brutto im Monat sind (Stand 2024).
Gibt es Geowissenschaften als Fernstudium oder duales Studium?
Nein, in unserer Datenbank haben wir im Fach weder Fernstudiengänge noch duale Studiengänge gefunden. Dir bleibt nur der klassische Weg an der Universität. Das liegt am Fach selbst, weil sich Labor, Geländearbeit und Exkursionen aus der Ferne schlecht organisieren lassen.
Wie hoch ist der NC im Geowissenschaften-Studium?
Eine NC-Zahl nennen wir Dir nicht, weil ein NC immer nur für ein Semester an einer Hochschule gilt. Wichtiger für Dich ist, dass 28 der 32 Bachelor-Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung sind und nur vier eine haben. Deine Chancen auf einen Platz stehen also gut.
Ist das Studium Geowissenschaften schwer?
In den ersten Semestern erwartet Dich Naturwissenschaft pur mit Physik, Chemie, Biologie und Mathematik. Wenn Du damit nichts anfangen kannst, wirst Du es schwer haben. Eine Abbruchquote für das Fach konnten wir nicht belegen, deshalb nennen wir Dir keine.
Was ist der Unterschied zwischen Geowissenschaften und Geologie?
Geowissenschaften sind das Dach, und die Geologie ist ein Fach darunter. Im Geologie-Studium gehst Du tiefer in Gesteine, Erdkruste und Lagerstätten. Die Geowissenschaften bleiben breiter und lassen Dir Zeit, Deinen Schwerpunkt später zu setzen. Wir haben beiden Fächern einen eigenen Artikel gewidmet, weil wir sie getrennt zählen.
Wie sind die Geowissenschaften-Berufsaussichten?
Eine eigene Statistik dazu haben wir nicht, deshalb nennen wir Dir keine Prozentzahl. Belegen können wir aber, dass die Berufsgruppe 421 auf der Expertenebene 8.890 Beschäftigte zählt und auf der Spezialistenebene 799. Das Feld ist also überschaubar und akademisch geprägt. Arbeit findest Du typischerweise in Ingenieurbüros und Behörden, bei Versorgern und Versicherungen oder an Instituten.
Brauche ich einen Master in Geowissenschaften?
Formal nicht, praktisch meistens ja. Wir haben im Fach 38 Master und nur 32 Bachelor gefunden, und die Gehaltsstatistik weist unterhalb der Spezialistenebene niemanden aus. Wir raten Dir deshalb, den Master von Anfang an mit einzuplanen.
Was bedeutet Angewandte Geowissenschaften?
So heißen Studiengänge, die stärker auf die Praxis als auf die Theorie setzen, zum Beispiel an der TU Darmstadt. Dort musst Du häufig Pflichtpraktika einplanen, aber inhaltlich studierst Du dasselbe Fach.
Gibt es eine Geowissenschaftler-Ausbildung ohne Studium?
Nein, einen belegbaren Weg über eine Ausbildung gibt es nicht. Die Bundesagentur für Arbeit weist für die Berufsgruppe 421 gar keine Fachkraftstufe aus, denn die Statistik beginnt erst beim Spezialisten. Für Dich führt der Einstieg deshalb praktisch immer über ein Studium.

Quellen

Quellen dieses Artikels Studiengangszahlen, Hochschulen, Studienorte, Abschlüsse und Zulassungsbeschränkungen: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt sind Studiengänge, die Geowissenschaft, Geoscience oder Earth Science im Namen tragen; Geologie, Geografie, Geophysik und Geoinformatik zählen wir getrennt und führen sie in eigenen Artikeln. Drei Einträge kommen doppelt vor, meist als Vollzeit- und Teilzeitvariante. · Gehalt: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Bruttomonatsentgelt, Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie, Anforderungsniveau Spezialist und Experte, Deutschland, alle Altersgruppen, Stand 2024; die Vergleichswerte stammen aus derselben Quelle, Berufsgruppe 414 Physik und Berufsgruppe 413 Chemie. · Zulassungsordnungen, Fristen und Semesterbeiträge: die Seiten der jeweiligen Universität. Studiengebühren nennen wir in diesem Artikel nicht, weil uns dafür keine geprüfte Quelle vorliegt.

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3.539 €
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Gehalt
3.423 €
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