Geoinformatik-Studium: Ist es das Richtige für dich?

AnzeigeAngewandte Informatik (B.Sc.)Euro-FH* · FernstudiumEuro-FHKostenlos und unverbindlich · ohne NC
  • Fernstudium, ortsunabhängig
  • Dauer: 8 Semester
  • Ohne Numerus clausus

Infomaterial anfordern ›Kostenlos und unverbindlich

Geoinformatik studieren - auf einen Blick
Was ist Geoinformatik?Daten mit Ortsbezug erfassen, auswerten und darstellen.Nur 23 der 45 Studiengänge heißen wörtlich Geoinformatik – der Rest läuft unter Geodäsie, Geomatik, Geoinformation oder Umweltinformatik.
Brauche ich einen NC?Meist nicht: 20 von 23 Bachelor sind zulassungsfrei, 3 haben einen NC.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?An 22 Hochschulen in 20 Städten.45 Studiengänge, davon 23 Bachelor und 22 Master. Ein Fernstudium, fünf duale Studiengänge.
Wie lange dauert es?Der Bachelor dauert 6 oder 7 Semester.Regelstudienzeit der 23 Bachelor-Studiengänge in unserer Datenbank; ein ausbildungsbegleitender Bachelor läuft 9 Semester.
Was verdienst Du damit?5.689 € brutto im Monat.Entgeltatlas 2025, Berufsgruppe Vermessung und Kartografie, Anforderungsniveau Experte – 5.880 Beschäftigte.
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wo kann ich Geoinformatik studieren?
  2. Was kannst Du mit Geoinformatik werden?
  3. Was verdienst Du mit Geoinformatik?
  4. Geoinformatik und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  5. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  6. Inhalte und Ablauf des Geoinformatik-Studiums
  7. Das Geoinformatik-Studium in Zahlen
  8. Passt Geoinformatik zu Dir?
  9. Häufige Fragen zum Geoinformatik-Studium
  10. Weiter zum Geoinformatik-Studium

Wo kann ich Geoinformatik studieren?

Geoinformatik studierst Du in Deutschland an Universitäten ebenso wie an Fachhochschulen, fast immer vor Ort und nur selten dual oder im Fernstudium. Master-Studiengänge haben wir fast so viele gefunden wie Bachelor, und in den Bachelor kommst Du nahezu überall ohne NC hinein.

1
Euro-FH
Angewandte Informatik (B.Sc.)
Euro-FH* · Fernstudium
  • ortsunabhängig, 8 Semester Regelstudienzeit
  • ohne Numerus clausus
ohne NC
2
AKAD University
Digital Engineering und Angewandte Informatik (B.Eng.)
AKAD University* · Fernstudium
ohne NC
3
Wilhelm Büchner Hochschule
Angewandte Informatik (B.Sc.)
Wilhelm Büchner Hochschule* · Fernstudium
ohne NC
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
GeoinformatikHochschule NeubrandenburgNeubrandenburgBachelor of Engineering
Geoinformatik und LandmanagementFH AmbergAmbergBachelor of Engineering
Geoinformatik und Satellitenpositionierung (Vollzeit)Hochschule MünchenMünchenBachelor of Engineering
Geoinformatik und Satellitenpositionierung (dual)Hochschule MünchenMünchenBachelor of Engineering
GeoinformationBerliner Hochschule für TechnikBerlinBachelor of Engineering
Geomatik: Vermessung/Kartographie/Geoinformatik (Vollzeit)HTW DresdenDresdenBachelor of Engineering
Geomatik: Vermessung/Kartographie/Geoinformatik (Teilzeit)HTW DresdenDresdenBachelor of Engineering
Du siehst 10 von 48 Studiengängen.Alle 48 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Geotelematik und Navigation (Vollzeit)Hochschule MünchenMünchenBachelor of Engineering
Geotelematik und Navigation (dual)Hochschule MünchenMünchenBachelor of Engineering
GeovisualisierungTHWS (Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt)WürzburgBachelor of Engineering
Umweltinformatik - ausbildungsbegleitendHochschule Bochum–Bachelor of Engineering
Angewandte GeoinformatikUni TrierTrierBachelor of Science
Geodata ScienceHochschule MünchenMünchenBachelor of Science
GeoinformatikUni AugsburgAugsburgBachelor of Science
GeoinformatikJade HochschuleOldenburgBachelor of Science
GeoinformatikUni MünsterMünsterBachelor of Science
GeoinformatikUni OsnabrückOsnabrückBachelor of Science
Geoinformatik und GeophysikTU FreibergFreibergBachelor of Science
Geoinformatik und Vermessung (Vollzeit)HS MainzMainzBachelor of Science
Geoinformatik und Vermessung (dual)HS MainzMainzBachelor of Science
Geoinformation und UmweltBerliner Hochschule für Technik–Bachelor of Science
Umwelt- und GeoinformationsmanagementHochschule KarlsruheKarlsruheBachelor of Science
UmweltinformatikHochschule Bochum–Bachelor of Science
GeoinformatikHS MainzMainzMaster of Engineering
GeoinformatikHochschule BochumBochumMaster of Engineering
Geoinformatik/ManagementHTW DresdenDresdenMaster of Engineering
GeoinformationssystemeHS AnhaltDessau-RoßlauMaster of Engineering
Angewandte GeoinformatikUni TrierTrierMaster of Science
Earth System Data Science and Remote SensingUni LeipzigLeipzigMaster of Science
GeoinformaticsUni MünsterMünsterMaster of Science
GeoinformaticsUni Trier–Master of Science
Geoinformatics and Spatial Data ScienceUni Münster–Master of Science
GeoinformatikUni AugsburgAugsburgMaster of Science
GeoinformatikUni JenaJenaMaster of Science
GeoinformatikTU FreibergFreibergMaster of Science
GeoinformatikUni OsnabrückOsnabrückMaster of Science
Geoinformatik und VermessungHS MainzMainzMaster of Science
GeoinformationBerliner Hochschule für TechnikBerlinMaster of Science
Geoinformationstechnologien (Vollzeit)TU DresdenDresdenMaster of Science
Geoinformationstechnologien (Teilzeit)TU DresdenDresdenMaster of Science
Geospatial TechnologiesUni MünsterMünsterMaster of Science
Photogrammetry and GeoinformaticsHfT StuttgartStuttgartMaster of Science
Remote Sensing and GeoinformaticsKIT KarlsruheKarlsruheMaster of Science
Remote Sensing, geoInformation and VisualizationUni PotsdamPotsdamMaster of Science
Umweltinformation - GISBerliner Hochschule für TechnikBerlinMaster of Science

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026; gezählt haben wir jeden veröffentlichten Studiengang, dessen Primärfach Geoinformatik ist und der den Fachbegriff im Namen trägt – wer Geoinformatik nur als Nebenfach führt, steht nicht in dieser Zahl.

So kannst Du Geoinformatik studieren
Studiengänge nach Studienform
39
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
5
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
1
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Achte beim Lesen bitte auf die Namen, denn nur 23 der 45 Studiengänge heißen wörtlich Geoinformatik. Die übrigen laufen unter Geodäsie, Geomatik, Geoinformation, Geotelematik oder Umweltinformatik. Gemeint ist dabei dasselbe Berufsfeld, in dem Du Daten mit Ortsbezug erfasst, auswertest und darstellst.

Was kannst Du mit Geoinformatik werden?

Als Geoinformatiker beantwortest Du die Frage „Wo?“ mit Daten. Du erfasst Punkte, Linien und Flächen der echten Welt, bringst sie in eine Datenbank, wertest sie aus und entwickelst daraus Karten, Modelle und Programme. Was ein Geoinformatiker aus diesen Daten macht, steckt in der Navigation im Auto, in der Planung eines Neubaugebiets, in der Auswertung von Satellitenbildern und in jeder Leitungskarte eines Stadtwerks.

Wir haben die Berufe grob in vier Richtungen sortiert, und es lohnt sich, sie Dir genau anzusehen. Welche davon Du einschlägst, entscheidet später nämlich auch über Dein Gehalt.

Öffentliche VerwaltungVermessungsämter der Länder und Kommunen, Kataster, Landesbetriebe für Geoinformation. Du pflegst die amtlichen Geodaten, auf die sich alle anderen verlassen.TarifsicherKataster
Ingenieur- und PlanungsbüroDu vermisst Baustellen ein, lieferst Geländemodelle und arbeitest Planungen für Stadt, Verkehr und Umwelt zu. Viel Wechsel zwischen Außendienst und Rechner.VermessungPlanung
Software und DatenanalyseDu entwickelst Geoinformationssysteme weiter, schreibst Auswertungen oder baust Kartendienste. Hier zählt der Informatik-Anteil des Studiums am meisten.ProgrammierenGISIT-Branche
Fernerkundung und ForschungSatelliten- und Drohnendaten auswerten: Klima, Landnutzung, Katastrophenschutz. An Hochschulen und Instituten führt der Weg über den Master.Satellitendatennach dem Master

Dazu kommen Arbeitgeber, an die Du vielleicht nicht sofort denkst. Das sind etwa Energieversorger und Netzbetreiber, Logistikunternehmen und Versicherungen, die mit Risikokarten arbeiten. Auch die Autoindustrie gehört dazu, weil sie für das autonome Fahren hochgenaue Karten braucht.

Für Deine Karriere heißt das, dass Du breiter suchen solltest. Neben dem Wort Geoinformatiker laufen Stellen genauso unter GIS-Spezialist, Geodatenmanagement, Vermessungsingenieurin oder Fernerkundung. Einen ersten Einstieg findest Du auch in unserer Stellenbörse.

Was verdienst Du mit Geoinformatik?

Als Geoinformatiker verdienst Du auf Expertenniveau im Durchschnitt 5.689 € brutto im Monat. Gehst Du in die Softwareentwicklung, ist es oft mehr.

5.689 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Vermessung und Kartografie, Anforderungsniveau Experte, Stand 2025.

AKAD University
Digital Engineering und Angewandte Informatik (B.Eng.) neben dem Job studieren
AKAD University · Fernstudium · ohne NC

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.

Infomaterial anfordern

Geoinformatik und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Recht gut, wenn Du auf Datenanalyse und Softwareentwicklung setzt, denn beides gilt als nicht ersetzbar. In Vermessung und Kartografie hält das IAB dagegen den größeren Teil der Arbeit für automatisierbar. Wir haben uns dafür die Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) angesehen, das für jeden Beruf prüft, welche seiner Kerntätigkeiten nach dem Stand der Technik schon Maschinen übernehmen könnten. Beim Geoinformatiker sind es 7 von 20.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Vermessungsingenieur
14 von 18
Kerntätigkeiten automatisierbar
Fast die gesamte Vermessung
Kartograf
5 von 8
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 lag der Wert bei 38 %
Geoinformatiker
7 von 20
Kerntätigkeiten automatisierbar
Datenaufbereitung, GIS und Programmieren
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Vermessungsingenieur/in“, „Kartograf/in (Hochschule)“ und „Geoinformatiker/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Was im Beruf des Geoinformatikers ersetzbar ist. Vielleicht überrascht Dich, dass der Beruf im Futuromat bis 2019 bei 0 Prozent stand. Der heutige Wert von 35 Prozent stammt aus der Bewertung von 2022. So teilt das IAB die Tätigkeiten auf:

Das kann Software übernehmen
  • die Übernahme und Aufbereitung von Daten
  • die Arbeit mit GIS und GPS
  • das Programmieren und das Datenbankmanagement
  • Modellbildung und Simulation
Das bleibt bei Dir
  • Datenanalyse, Software-Engineering und Statistik
  • die Entwicklung neuer Systeme
  • das Fachwissen aus Geografie, Geologie und Topografie

Wie sieht es in Vermessung und Kartografie aus? Dort fällt das Bild deutlich anders aus. Beim Vermessungsingenieur hält das IAB 14 von 18 Kerntätigkeiten für ersetzbar, darunter die Liegenschafts- und Ingenieurvermessung, Photogrammetrie, Luftbildauswertung und Laserscanning. Für Kartografen mit Hochschulabschluss sind es 5 von 8. Für Dich ist das wichtig, weil die Gehaltszahlen weiter oben aus dieser Berufsgruppe stammen.

Was folgt daraus für die Vertiefung?
Programmieren, Statistik, DatenanalyseWenn Du das im Studium ernst nimmst, bewegst Du Dich eher Richtung Geoinformatiker oder Softwareentwicklung, wo der Futuromat bei 39 Prozent liegt.
Messdaten erfassen, Karten erstellenMachst Du vor allem das, arbeitest Du in dem Bereich, den Technik schon heute weitgehend abdeckt.

Ob deshalb Stellen in Vermessungsämtern wegfallen, sagt der Wert allerdings nicht. Er beschreibt nur, was technisch möglich wäre, und auch bei 35 Prozent wird sich die Arbeit der Geoinformatiker weiter verändern.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für den Bachelor brauchst Du das Abitur, an einer Fachhochschule reicht die Fachhochschulreife, und für den Master einen ersten Abschluss im Fach oder in einem verwandten. Einen Eignungstest verlangt in diesem Fach in der Regel niemand. Auch Deine Chancen auf einen Studienplatz stehen so gut wie in kaum einem anderen Fach.

Die drei Wege zum Studienplatz
In diesem Fach entscheidet praktisch nie die Abiturnote
1. Zulassungsfrei einschreiben
20 der 23 Bachelor-Studiengänge sind zulassungsfrei - sie haben also keinen NC. Über die Aufnahme entscheidet meist nicht Deine Abiturnote, sondern die Bewerbungsfrist.
2. Über die Zulassungsbeschränkung
Nur 3 Bachelor sind zulassungsbeschränkt. Auf alte NC-Tabellen solltest Du Dich nicht verlassen: Wo es eine Grenze gibt, legt die Hochschule sie jedes Semester neu fest.
3. Mit einem ersten Abschluss in den Master
22 der 45 Studiengänge sind Master. Viele steigen über einen Bachelor in einem verwandten Fach ein. Was genau zählt, steht in der Zulassungsordnung des jeweiligen Studiengangs.

Ein Fernstudium oder duales Studium ist hier selten. Von den 45 Studiengängen läuft nur einer als Fernstudium, und fünf laufen dual. Wenn Du neben dem Beruf einsteigen willst, ist Deine Auswahl also sehr klein. Einer der wenigen Wege dorthin ist ein ausbildungsbegleitender Bachelor der Hochschule Bochum.

Was solltest Du für den Master mitbringen?

Welcher erste Abschluss für den Master passt
  • Geoinformatik selbst oder ein verwandtes Fach: Geographie, Vermessung, Geodäsie oder Informatik
  • Die Hochschulen schauen auf Nachweise in Mathematik, Informatik und Geowissenschaften
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Mathematik und Programmieren - ab dem ersten Semester, beides lässt sich in diesem Fach nicht umgehen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen - dazu die Bereitschaft, auch mal mit einem Messgerät im Regen zu stehen
  • Freude am Tüfteln - wer gern am Rechner tüftelt und sich für Karten begeistern kann, ist hier richtig
Wilhelm Büchner Hochschule
Angewandte Informatik (B.Sc.) ohne NC studieren
Wilhelm Büchner Hochschule · Fernstudium

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.

Infomaterial anfordern

Inhalte und Ablauf des Geoinformatik-Studiums

Im Geoinformatik-Studium mischen sich Informatik, Ingenieurwissenschaft und Geographie, und manchmal findest Du es auch als Geo-Informatik geschrieben. Im Mittelpunkt stehen Geodaten, also digitale Informationen, denen eine genaue Position auf der Erde zugeordnet ist. Du lernst, wie man sie misst, speichert, auswertet und sichtbar macht.

Typische Inhalte im Bachelor:

  • Programmieren und Softwaretechnik
  • Datenbanken und Geodateninfrastrukturen
  • Geoinformationssysteme (GIS) und Modellierung der realen Welt
  • Mathematik, Statistik und Geodäsie-Grundlagen
  • Vermessung und Messtechnik im Gelände
  • Kartografie und Visualisierung
  • Fernerkundung, Satellitenpositionierung und Navigation
  • Bildverarbeitung und Geodatenanalyse
  • Raumbezug in der Praxis: Stadt-, Umwelt- und Regionalplanung
Studium Geoinformatik: 23 Bachelor, 22 Master
Alle 45 Studiengänge führen zu einem dieser beiden Abschlüsse. Einen anderen Abschluss gibt es im Fach nicht.
2322
23 Bachelor22 Master

Dass sich Bachelor und Master fast genau die Hälfte teilen, ist für ein technisches Fach ungewöhnlich. Es zeigt Dir, dass viele erst im Master einsteigen, nachdem sie einen Bachelor in Geographie, Vermessung oder Informatik gemacht haben. Auch wenn Du zuerst etwas anderes studierst, steht Dir der Weg ins Fach also später noch offen.

Bachelor: 6 oder 7 Semester
So lang ist die Regelstudienzeit der meisten der 23 Bachelor-Studiengänge. In den siebensemestrigen steckt meist ein Praxissemester. Ein ausbildungsbegleitender Bachelor der Hochschule Bochum dauert 9 Semester, weil parallel eine Ausbildung läuft.
Abschluss: Engineering oder Science
Du schließt je nach Studiengang als Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science ab. Der Unterschied liegt im Schwerpunkt: mehr Vermessung und Technik auf der einen, mehr Informatik und Analyse auf der anderen Seite.
Geoinformatik-Master: 22 Studiengänge stehen offen
Im Master vertiefst Du ein Gebiet – Fernerkundung, Geodatenmanagement, Visualisierung oder Satellitenpositionierung. Abgeschlossen wird als Master of Science oder Master of Engineering.
Danach: Amt, Büro oder IT
Mit dem Abschluss gehst Du in die Vermessungsverwaltung, in ein Ingenieurbüro oder in die Softwareentwicklung. Wer in der Forschung bleiben will, promoviert im Anschluss.

Das Geoinformatik-Studium in Zahlen

4.922
Studierende
im ganzen Fach Vermessungswesen und Geodäsie, Wintersemester 2025/26
30,1 %
davon Frauen
in Vermessungswesen und Geodäsie
1,5 %
arbeitslos
Beruf Vermessung und Kartografie, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 4.922 Studierenden in Vermessungswesen und Geodäsie:
46 %54 %
2.254
an Universitäten
2.668
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?1.426 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Vermessung und Kartografie“ (5.880 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 5.689 €
4.517 €untere 25 % darunter6.949 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 4.517 und 6.949 € im Monat. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 4.280 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2025

Passt Geoinformatik zu Dir?

Passt, wenn …
  • Karten, Satellitenbilder und Navigation finden Dich spannender als der Durchschnitt.
  • Programmieren schreckt Dich nicht ab.
  • Du willst technisch arbeiten, aber nicht nur im Büro sitzen.
  • Ein Studienplatz ohne Numerus clausus ist Dir wichtig.
Eher nicht, wenn …
  • Du willst Mathematik möglichst aus dem Weg gehen.
  • Du suchst ein Fernstudium – im Fach gibt es genau eins.
  • Du willst vor allem mit Menschen arbeiten.
  • Dir ist ein hohes Gehalt wichtiger als der Inhalt: Die Vermessungsbranche zahlt auf Expertenniveau rund 1.000 € weniger als die Informatik.

Behalte auch die Nachbarfächer im Blick. Wenn Dich die Erde mehr reizt als der Rechner, schau Dir das Geographie-Studium an. Geht es Dir ums Messen selbst, ist Geodäsie der passendere Weg. Reizt Dich vor allem das Programmieren, ist das Informatik-Studium die breitere Grundlage. Für jedes dieser Fächer haben wir eigene Studiengänge gezählt, deshalb findest Du dort andere Zahlen als die 45 hier.

AnzeigeAngewandte Informatik (B.Sc.)Euro-FH* · FernstudiumKostenlos und unverbindlich · ohne NC

Infomaterial anfordern ›

Häufige Fragen zum Geoinformatik-Studium

Was ist Geoinformatik?
Geoinformatik beschäftigt sich mit Daten, die einen Ort haben. Diese Daten werden gemessen, gespeichert, ausgewertet und als Karte oder Modell dargestellt. Das Fach steht zwischen Informatik, Vermessung und Geographie und ist ein eigenes Studienfach, für das wir 45 eigene Studiengänge gefunden haben. Es ist also kein Nebenfach der einen oder anderen Seite.
Was macht ein Geoinformatiker?
Als Geoinformatikerin oder Geoinformatiker baust und pflegst Du Geoinformationssysteme, wertest Vermessungs- und Satellitendaten aus und entwickelst daraus Karten, Analysen und Software. Arbeiten kannst Du zum Beispiel bei Vermessungsämtern, in Ingenieur- und Planungsbüros, bei Energieversorgern, in der Autoindustrie und bei IT-Unternehmen.
Was verdient man nach dem Studium?
Im Vergleich zum Durchschnitt verdient man mit Geoinformatik gut. Die Bundesagentur für Arbeit führt für die Berufsgruppe Vermessung und Kartografie auf dem Anforderungsniveau Experte 5.689 € brutto im Monat (Stand 2025). Ein Viertel liegt unter 4.517 €, ein Viertel über 6.949 €. Wenn Du auf den Stufen darunter arbeitest, sind es 4.719 € als Spezialist und 4.280 € als Fachkraft.
Einstiegsgehalt Geoinformatiker: Was ist realistisch?
Eine eigene Einstiegszahl gibt es im Entgeltatlas nicht, weil er nach Anforderungsniveau sortiert und die Berufsjahre dabei keine Rolle spielen. Als Orientierung für Deinen Anfang taugen deshalb eher die 4.280 € der Fachkraft-Stufe als die 5.689 € des Expertenniveaus. Wenn Du im öffentlichen Dienst anfängst, kannst Du Deine Eingruppierung vorher im Tarifvertrag nachlesen.
Wie schwer ist das Geoinformatik-Studium?
In das Studium hineinzukommen, ist leicht, denn 20 der 23 Bachelor sind zulassungsfrei. Schwieriger wird es beim Stundenplan, weil Mathematik, Statistik und Programmieren ab dem ersten Semester auf dem Plan stehen. Wenn Du in der Schule mit Mathe gar nichts anfangen konntest, wirst Du es hier schwer haben. Vorkenntnisse im Programmieren werden dagegen nicht vorausgesetzt.
Brauche ich für Geoinformatik einen NC?
Meistens brauchst Du keinen NC. Von den 23 Bachelor-Studiengängen sind 20 ohne Zulassungsbeschränkung, und nur 3 sind zulassungsbeschränkt. Wo es eine Grenze gibt, setzt die Hochschule sie jedes Semester neu, deshalb gibt es keinen festen Wert, auf den Du Dich verlassen kannst.
Ist „Angewandte Geodäsie und Geoinformatik“ dasselbe wie Geoinformatik?
Was das Berufsfeld angeht, ja. Studiengangsnamen wie Angewandte Geodäsie und Geoinformatik, Geomatik, Geoinformation oder Geotelematik meinen dieselbe Sache, nämlich Daten mit Ortsbezug. Die Unterschiede liegen im Schwerpunkt, denn mal geht es mehr um Vermessung, mal mehr um Software. In unserer Liste findest Du diese Namen nebeneinander, und nur 23 der 45 Studiengänge heißen wörtlich Geoinformatik.
Kann ich Geoinformatik im Fernstudium oder dual studieren?
In unserer Datenbank haben wir einen Fernstudiengang gefunden, und fünf Studiengänge laufen dual. Wenn Du neben dem Beruf studieren möchtest, ist das Angebot damit sehr klein, deutlich kleiner als in der allgemeinen Informatik.
Lohnt sich der Geoinformatik-Master?
Der Master ist in diesem Fach ganz normal, denn 22 der 45 Studiengänge, die wir gefunden haben, sind Master. Sie rechnen ausdrücklich mit Leuten aus Geographie, Vermessung und Informatik. Wenn Du in die Forschung, in die Fernerkundung oder in eine Leitungsaufgabe im öffentlichen Dienst möchtest, führt kaum ein Weg daran vorbei.

Angebote fürs Studium per E-Mail

Du willst Geoinformatik studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.

  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Jede Zahl, die wir Dir hier nennen, stammt aus einer dieser beiden Quellen. Was wir nicht belegen können, schreiben wir auch nicht hinein.

Weiter zum Geoinformatik-Studium

Stand der Daten: 21.09.2026
  • Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufsgruppe 312 Vermessung und Kartografie, Deutschland, alle Altersgruppen, Stand 2025 – Experte 5.689 € (unteres Viertel 4.517 €, oberes Viertel 6.949 €, 5.880 Beschäftigte), Spezialist 4.719 € (4.542 Beschäftigte), Fachkraft 4.280 € (14.464 Beschäftigte).
  • Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufsgruppe 431 Informatik, Stand 2025 – Experte 6.684 €.
  • Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 21.09.2026 – 45 Studiengänge, davon 23 Bachelor und 22 Master, an 22 Hochschulen in 20 Städten; 20 der 23 Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung; ein Fernstudiengang, fünf duale Studiengänge; Regelstudienzeit der Bachelor 6 oder 7 Semester, ausbildungsbegleitend 9 Semester.

* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.