Geowissenschaften-Studium: Hochschulen, Inhalte & Karriere

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Geowissenschaften studieren - auf einen Blick
Wie viele Studiengänge gibt es?70 Studiengänge an 30 Universitäten in 28 Städten: 32 Bachelor und 38 Master. Ein Fernstudium oder ein duales Studium gibt es im Fach nicht.myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026
Brauche ich einen NC?Meist nicht: 28 von 32 Bachelor sind zulassungsfrei, 4 haben einen NC.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?An 30 Universitäten. Die meiste Auswahl haben Bremen und Jena mit je fünf Studiengängen. Fachhochschulen bieten das Fach nicht an.myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026
Wie lange dauert es?Der Bachelor dauert 6 Semester und endet als Bachelor of Science. Danach folgt meist der Master: 38 Master stehen 32 Bachelor gegenüber.myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026
Was verdienst Du damit?5.623 € brutto im Monat auf der Expertenebene. Physik und Chemie zahlen in derselben Statistik mehr - das ist die ehrliche Nachricht dieses Fachs.Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgruppe 421, Stand 2024

Wo kann ich Geowissenschaften studieren?

Geowissenschaften kannst Du in Deutschland nur an Universitäten und Technischen Universitäten studieren, und zwar vor Ort, denn kein Studiengang läuft dual oder im Fernstudium. Fast alle Bachelor-Studiengänge im Fach sind zulassungsfrei.

StudiengangHochschuleOrtAbschluss
GeowissenschaftenLMU MünchenMünchenBachelor of Science
GeowissenschaftenLMU MünchenMünchenBachelor of Science
GeowissenschaftenRuhr-Universität BochumBochumBachelor of Science
GeowissenschaftenTUM (TU München)–Bachelor of Science
GeowissenschaftenUni BonnBonnBachelor of Science
GeowissenschaftenUni BremenBremenBachelor of Science
GeowissenschaftenUni Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)ErlangenBachelor of Science
GeowissenschaftenUni FrankfurtFrankfurt am MainBachelor of Science
GeowissenschaftenUni FreiburgFreiburg im BreisgauBachelor of Science
GeowissenschaftenUni GöttingenGöttingenBachelor of Science
Du siehst 10 von 70 Studiengängen.Alle 70 ansehen →Weniger anzeigen ↑
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
GeowissenschaftenUni GreifswaldGreifswaldBachelor of Science
GeowissenschaftenUni HamburgHamburgBachelor of Science
GeowissenschaftenUni HannoverHannoverBachelor of Science
GeowissenschaftenUni HeidelbergHeidelbergBachelor of Science
GeowissenschaftenUni JenaJenaBachelor of Science
GeowissenschaftenUni KielKielBachelor of Science
GeowissenschaftenUni KölnKölnBachelor of Science
GeowissenschaftenUni MainzMainzBachelor of Science
GeowissenschaftenUni MünsterMünsterBachelor of Science
GeowissenschaftenUni PotsdamPotsdamBachelor of Science
GeowissenschaftenUni TübingenTübingenBachelor of Science
Angewandte GeowissenschaftenKIT KarlsruheKarlsruheBachelor of Science
Angewandte GeowissenschaftenRWTH AachenAachenBachelor of Science
Angewandte GeowissenschaftenTU DarmstadtDarmstadtBachelor of Science
Angewandte GeowissenschaftenTU DarmstadtDarmstadtBachelor of Science
Angewandte Geowissenschaften (Applied Geosciences)Uni HalleHalle (Saale)Bachelor of Science
Rohstoff-GeowissenschaftenTU ClausthalClausthal-ZellerfeldBachelor of Science
BiogeowissenschaftenUni JenaJenaBachelor of Science
BioGeoWissenschaftenUni KoblenzKoblenzBachelor of Science
UmweltgeowissenschaftenUni TrierTrierBachelor of Science
Earth Sciences and Sustainable Management of Environmental ResourcesConstructor University (ehemals: Jacobs University)BremenBachelor of Science
Marine GeosciencesUni BremenBremenBachelor of Science
GeowissenschaftenRuhr-Universität BochumBochumMaster of Science
GeowissenschaftenTU FreibergFreibergMaster of Science
GeowissenschaftenUni BremenBremenMaster of Science
GeowissenschaftenUni Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)ErlangenMaster of Science
GeowissenschaftenUni FrankfurtFrankfurt am MainMaster of Science
GeowissenschaftenUni HamburgHamburgMaster of Science
GeowissenschaftenUni HannoverHannoverMaster of Science
GeowissenschaftenUni HeidelbergHeidelbergMaster of Science
GeowissenschaftenUni JenaJenaMaster of Science
GeowissenschaftenUni KielKielMaster of Science
GeowissenschaftenUni KölnKölnMaster of Science
GeowissenschaftenUni MainzMainzMaster of Science
GeowissenschaftenUni MünsterMünsterMaster of Science
GeowissenschaftenUni PotsdamPotsdamMaster of Science
GeowissenschaftenUni TübingenTübingenMaster of Science
Angewandte GeowissenschaftenKIT KarlsruheKarlsruheMaster of Science
Angewandte GeowissenschaftenRWTH AachenAachenMaster of Science
Angewandte GeowissenschaftenTU DarmstadtDarmstadtMaster of Science
Angewandte GeowissenschaftenTU DarmstadtDarmstadtMaster of Science
Angewandte Geowissenschaften (Applied Geosciences)Uni HalleHalle (Saale)Master of Science
Geowissenschaften/GeoscienceUni GöttingenGöttingenMaster of Science
Rohstoff-GeowissenschaftenTU ClausthalClausthal-ZellerfeldMaster of Science
BiogeowissenschaftenUni JenaJenaMaster of Science
BioGeoWissenschaftenUni KoblenzKoblenzMaster of Science
Applied & Environmental GeoscienceUni TübingenTübingenMaster of Science
Applied GeoscienceTU FreibergFreibergMaster of Science
Applied GeosciencesUni BremenBremenMaster of Science
Biogeoscience of the AnthropoceneUni JenaJenaMaster of Science
Earth SciencesUni FreiburgFreiburg im BreisgauMaster of Science
Earth SciencesUni GreifswaldGreifswaldMaster of Science
Earth Sciences & Global ChangeUni GreifswaldGreifswaldMaster of Science
Experimental GeosciencesUni BayreuthBayreuthMaster of Science
GeoscienceTU FreibergFreibergMaster of Science
GeosciencesRuhr-Universität BochumBochumMaster of Science
GeosciencesUni HannoverHannoverMaster of Science
GeosciencesUni PotsdamPotsdamMaster of Science
Marine GeosciencesUni BremenBremenMaster of Science
Marine GeosciencesUni KielKielMaster of Science

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt sind Studiengänge, die Geowissenschaft, Geoscience oder Earth Science im Namen tragen; Geologie, Geografie, Geophysik und Geoinformatik sind eigene Fächer mit eigenen Artikeln und hier nicht mitgezählt.

Zwei Adressen sind nur für Fortgeschrittene: Die TU Freiberg und die Uni Bayreuth führen im Fach ausschließlich Master und keinen Bachelor. Heißt ein Studiengang Angewandte Geowissenschaften - so wie an der TU Darmstadt -, ist er stärker auf die Praxis ausgerichtet als auf die Theorie. Und wer aus älteren Übersichten die Master in Leipzig und Marburg kennt - unter diesem Fachnamen stehen sie heute nicht mehr in unserer Datenbank.

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Das Geowissenschaften-Studium in Zahlen

9.094
Studierende
Wintersemester 2025/26
43,4 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
6,9 %
arbeitslos
Beruf Geologie, Geografie und Meteorologie, 2025
Wie international ist das Fach?
So verteilen sich die 9.094 Studierenden:
77 %23 %
6.997
aus Deutschland
2.097
aus dem Ausland
Und wie viele fangen neu an?2.637 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Geologie, Geografie und Meteorologie“ (8.890 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 5.623 €
4.421 €untere 25 % darunter6.988 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 4.421 und 6.988 € im Monat.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

In der Regel brauchst Du die allgemeine Hochschulreife, je nach Bundesland und Hochschule reicht auch die Fachhochschulreife. Einen Eignungstest oder ein eigenes Auswahlverfahren verlangt das Fach üblicherweise nicht. Was genau gilt, steht in der Zulassungsordnung der Universität, bei der Du Dich bewirbst.

Die drei Wege zum Studienplatz
Meist entscheidet die Einschreibefrist, nicht die Abiturnote
1. Zulassungsfrei einschreiben
28 von 32 Bachelor sind zulassungsfrei. In den meisten Fällen entscheidet also nicht Deine Abiturnote, sondern ob Du Dich rechtzeitig einschreibst.
2. Über die Zulassungsbeschränkung
Nur vier Bachelor haben eine Zulassungsbeschränkung. Eine NC-Zahl nennen wir hier bewusst nicht: Ein NC gilt immer nur für ein Semester an einer Hochschule, und die Werte in unserer Datenbank sind dafür zu alt. Es gibt nur zwei Zustände - mit Zulassungsbeschränkung oder ohne.
3. Bachelor, dann Master
38 Master stehen 32 Bachelor gegenüber. Das spricht dagegen, nach sechs Semestern fertig zu sein - plane den Master von Anfang an mit.

Ein Fernstudium oder ein duales Studium gibt es hier nicht. Unsere Datenbank führt im Fach null Fernstudiengänge und null duale Studiengänge. Willst Du neben dem Beruf oder von zu Hause studieren, ist Geowissenschaften der falsche Studiengang - Labor, Geländearbeit und Exkursionen lassen sich schlecht aus der Ferne machen. Auch eine Geowissenschaftler-Ausbildung im Sinne einer Lehre ist kein Weg in dieses Feld: Die Bundesagentur für Arbeit weist für die passende Berufsgruppe gar keine Fachkraftstufe aus, der Einstieg läuft fast nur über ein Studium. Wer Lehrerin oder Lehrer werden will, geht über Geografie. Und suchst Du ein festes Berufsbild mit klarem Titel oder ist Dir das Gehalt wichtiger als das Thema, passt das Fach eher nicht.

Passt das Studium zu Dir?

Auch ohne Abitur möglich
  • Fachhochschulreife: reicht je nach Bundesland und Hochschule
  • Berufsausbildung mit Berufserfahrung: ebenfalls ein Weg hinein, je nach Bundesland und Hochschule
  • Die Zulassungsordnung Deiner Wunschuni regelt, was genau gilt
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Physik, Chemie, Biologie und Mathematik - diese Fächer dürfen Dich nicht abschrecken
  • Gelände und Labor - Du arbeitest gern draußen und hältst trotzdem Laborstunden aus
  • Interesse an Rohstoffen, Klima, Wasser und Naturgefahren - darum dreht sich das Fach
  • Bereitschaft umzuziehen - studiert wird in einer der 28 Studienstädte
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Was verdienst Du mit Geowissenschaften?

Für das Geowissenschaftler-Gehalt gibt es einen belastbaren Anker: 5.623 € brutto im Monat. Das ist der Wert der Bundesagentur für Arbeit für die Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie auf der Expertenebene, also für Tätigkeiten, für die ein Hochschulabschluss vorausgesetzt wird. Er beruht auf 8.890 Beschäftigten.

Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Bruttomonatsentgelt, Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie, Anforderungsniveau Expertenebene, Stand 2024.

Geowissenschaften-Master: Gehalt nach Anforderungsniveau
Berufsgruppe 421, Bruttomonatsentgelt, Stand 2024
Spezialist799 Beschäftigte
4.166 €
Experte8.890 Beschäftigte
5.623 €

Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Keine Fachkraftstufe. Eine Stufe unter dem Spezialisten weist die Statistik für diese Berufsgruppe gar keine Werte aus. Das sagt viel darüber, wie das Feld funktioniert: Es führt fast nur über akademische Wege in den Beruf. Auf der Spezialistenebene stehen 799 Beschäftigte, auf der Expertenebene 8.890 - das Gewicht liegt klar beim Hochschulabschluss, und darum ist der Master in diesem Fach die Regel.

Geowissenschaft: Gehalt der mittleren 50 Prozent
Berufsgruppe 421, Expertenebene, 8.890 Beschäftigte
5.623 €
4.421 €unteres Viertel6.988 €oberes Viertel
Ein Viertel verdient weniger als 4.421 €, ein Viertel mehr als 6.988 €. Dazwischen liegt die Hälfte aller Beschäftigten dieser Berufsgruppe.
Gehalt: Geowissenschaftler im Vergleich mit Physik und Chemie
Bruttomonatsentgelt auf der Expertenebene, Stand 2024
GeowissenschaftenBerufsgruppe 421, 8.890 Beschäftigte
5.623 €
PhysikBerufsgruppe 414, 15.321 Beschäftigte
6.800 €
ChemieBerufsgruppe 413, 27.711 Beschäftigte
7.207 €

Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Geowissenschaften zahlen weniger als die beiden Nachbarfächer: 5.623 € stehen 6.800 € in der Physik und 7.207 € in der Chemie gegenüber, jeweils auf der Expertenebene. Warum das so ist, können wir nicht belegen, und wir erfinden hier keine Erklärung. Zwei Dinge gehören aber dazu: Die Zahl gilt jeweils für eine ganze Berufsgruppe, und in der Gruppe 421 stecken neben der Geologie auch Geografie und Meteorologie. Wenn Dir das Gehalt wichtiger ist als das Thema, schau Dir das Physik-Studium an.

Und das Einstiegsgehalt? Eine geprüfte Zahl für den ersten Gehaltszettel haben wir nicht, deshalb steht hier keine. Der Entgeltatlas weist Gehälter über alle Berufsjahre hinweg aus, nicht den Berufseinstieg. Auch eine Gehaltsentwicklung über zehn Jahre können wir nicht belegen: Die Statistik unterscheidet nach Anforderungsniveau, nicht nach Berufsjahren. Was in älteren Übersichten als Einstiegsgehalt, Zufriedenheitsquote oder Beschäftigungsquote steht, stammt meist aus Absolventenbefragungen ohne Jahresangabe - solche Zahlen nennen wir hier nicht mehr.

Was Du tatsächlich verdienst, hängt vor allem davon ab, wo Du landest. Behörden, geologische Landesämter und Universitäten zahlen nach Tarif; Ingenieurbüros, Versicherungen und Industrie zahlen frei. Eine Promotion öffnet viele Stellen in der Forschung überhaupt erst - um wie viel sie das Gehalt hebt, können wir nicht mit einer Quelle belegen.

Was kannst Du mit Geowissenschaften werden?

Nach dem Studium arbeitest Du am Schreibtisch, im Labor oder draußen im Gelände - oft in derselben Woche. Was kann man mit Geowissenschaften machen? Das sind die Felder, in denen Geowissenschaftler und Geowissenschaftlerinnen tatsächlich arbeiten.

Baugrund und GeotechnikVor einer Brücke, einem Tunnel oder einem Hochhaus untersucht jemand den Untergrund. Du prüfst, was der Boden trägt, und schreibst das Gutachten dazu.IngenieurbüroBaugrundGutachten
Wasser und GewässerschutzTrinkwasserversorgung, Wasserwirtschaft und Gewässerschutz brauchen Leute, die Grundwasser und Messdaten lesen können.VersorgerBehördeHydrologie
Rohstoffe und BohrtechnikErkundung von Lagerstätten, Tiefbau und Bohrfirmen: klassische Arbeitgeber des Fachs, häufig mit Einsätzen im Gelände oder im Ausland.BohrfirmaErkundungTiefbau
Umwelt, Altlasten und RecyclingVerschmutzte Flächen bewerten, Sanierungen planen, Abfall- und Recyclingprozesse begleiten - oft im Auftrag von Kommunen oder Unternehmen.SanierungRecyclingUmweltverträglichkeit
Behörden und öffentliche VerwaltungGeologische Landesämter, Umweltämter und Ministerien entwickeln Richtlinien, erteilen Genehmigungen und prüfen, ob sie eingehalten werden.LandesamtMinisteriumGenehmigung
Geodaten und GeoinformatikKarten, Fernerkundung, Modelle: Wer mit Geodaten umgehen kann, arbeitet zwischen Fach und Software. Mehr dazu steht im Artikel zur Geoinformatik.GeoinformatikKartografieDatenanalyse
Versicherung und RisikobewertungUmweltschäden und Naturgefahren bewerten: Wie wahrscheinlich ist ein Hangrutsch, ein Hochwasser, ein Erdbeben - und was kostet es?VersicherungNaturgefahrenSchadenbewertung
Forschung an Universität und InstitutEigenes Thema, eigene Messkampagne, Veröffentlichungen. Wer hier bleiben will, promoviert in der Regel. Hierher gehören auch Expeditionen, etwa in die Antarktis oder an aktive Vulkane.UniversitätInstitutPromotion

Geowissenschaften-Berufsaussichten. Eine eigene Statistik dazu führen wir nicht, und wir erfinden hier keine. Zwei Dinge lassen sich belegen: Die Berufsgruppe 421 zählt auf der Expertenebene 8.890 Beschäftigte - das Feld ist überschaubar. Und es gibt kaum einen Weg hinein ohne Studium, weil die Statistik unterhalb der Spezialistenebene niemanden ausweist. Wer früh Praktika macht, Geländearbeit sammelt und im Master einen klaren Schwerpunkt setzt, startet leichter als jemand, der erst nach der Masterarbeit anfängt zu suchen.

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Geowissenschaften und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Einigermaßen, denn automatisierbar ist vor allem das Messen und die Laborarbeit, während das Deuten der Daten über Untergrund und Gewässer beim Geowissenschaftler bleibt. Wie viele Kerntätigkeiten eines Berufs Maschinen oder Software heute schon erledigen könnten, berechnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Job-Futuromat. Für Geowissenschaftler sind es 8 von 20.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Geowissenschaftler
8 von 20
Kerntätigkeiten automatisierbar
Laborarbeit, Vermessung und Seismik
Geoinformatiker
7 von 20
Kerntätigkeiten automatisierbar
Bis 2019 galt keine als automatisierbar
Hydrologe
4 von 13
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 lag der Wert erst bei 10 %
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Geowissenschaftler/in“, „Geoinformatiker/in“ und „Hydrologe/Hydrologin“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Wo gemessen wird, rückt die Technik vor. Beim Geowissenschaftler zählt das IAB Bodenkunde, Baugrunduntersuchung, Laborarbeit, Vermessung, Bodenmechanik, Deponietechnik, Prospektion und Seismik zu den ersetzbaren Tätigkeiten. Nicht ersetzbar sind Geologie, Hydrogeologie, Geotechnik, Lagerstättenkunde, Vulkanismus, Erdbebenforschung und Umweltschutz. Für ein Baugrund-Gutachten bedeutet das, dass Messungen und Laborwerte zunehmend technisch entstehen, die Bewertung des Untergrunds aber Deine Aufgabe bleibt.

Beim Geologen hat sich der Wert seit 2013 mehr als verdoppelt. Beim Geologen stieg der Wert von 18 % im Jahr 2013 auf heute 40 %, beim Hydrologen von 10 auf 31 %. In der Geoinformatik galt bis 2019 keine einzige Kerntätigkeit als automatisierbar; heute sind es 7 von 20, darunter GIS, Datenaufbereitung, Programmieren und Modellbildung. Datenanalyse, Statistik und Softwareentwicklung stehen dort weiter auf der sicheren Seite. Wer im Master Richtung Geodaten geht, sollte deshalb auf Auswertung und Entwicklung zielen und sich nicht auf das Aufbereiten von Daten verlassen.

Wasser ist der ruhigste Zweig. Mit Gewässerschutz, Wasserwirtschaft und Hydrogeologie als nicht ersetzbarem Kern liegt der Hydrologe am unteren Ende der drei Werte. Das IAB selbst warnt davor, die Zahlen als Prognose für Stellen zu lesen, sie zeigen nur, was technisch möglich wäre. Was Du verdienst, entscheidet ohnehin eher der Arbeitgeber als die Richtung - siehe Gehaltsabschnitt weiter oben.

Was lernst Du im Geowissenschaften-Studium?

Der Studiengang Geowissenschaften nimmt sich die Erde als System vor: Gesteine, Wasser, Luft, Eis und die Prozesse dazwischen. Deshalb fängt er bei den Grundlagen an - Physik, Chemie, Biologie und Mathematik. Erst danach wird es geologisch.

Die Grundlagen in den ersten Semestern
Diese Fächer stehen an fast jeder Universität am Anfang
  • Physik, Chemie, Biologie und Mathematik als Handwerkszeug
  • Geologie: Aufbau der Erdkruste, Gesteine und ihre Entwicklungsgeschichte
  • Geophysik: physikalische Prozesse in Erdinnerem, Ozeanen und Atmosphäre
  • Geographie: die physische Beschaffenheit der Erdoberfläche
  • Rohstoffkunde: Gewinnung, Eigenschaften und Folgen der Rohstoffnutzung
  • Emissions- und Umweltschutz: Belastungen beurteilen und verringern
  • Laborarbeit: die Beschaffenheit von Proben selbst untersuchen
Vertiefungen, je nach Universität
Jede Universität setzt eigene Schwerpunkte - danach solltest Du auswählen
  • Mineralogie: Entstehung und Eigenschaften von Mineralien
  • Hydrologie und Limnologie: Wasser im Untergrund und in Binnengewässern
  • Ozeanografie: die Wissenschaft der Meere
  • Glaziologie: Eis und Schnee
  • Bodenkunde: Entstehung und Entwicklung von Böden
  • Geotechnik: die technischen Eigenschaften des Baugrunds
  • Kartografie und Fernerkundung
  • Geoinformatik: raumbezogene Daten erfassen, auswerten, darstellen
  • Humangeografie: Mensch und Raum

Wer Vulkanologie studieren will, sucht deshalb nicht nach einem eigenen Studiengang, sondern nach der Universität, an der eine Arbeitsgruppe dazu forscht. Für Glaziologie gilt dasselbe. Beides sind Arbeitsgebiete innerhalb der Geowissenschaften, keine eigenen Abschlüsse.

Ablauf und Abschluss. Andere Abschlüsse als Bachelor und Master gibt es im Fach nicht - kein Diplom, kein Staatsexamen.

Bachelor - 6 Semester
Endet als Bachelor of Science; einzelne Studiengänge führen zum Bachelor of Arts.
Danach - Master
Darauf folgt der Master of Science.

Exkursionen gehören fast immer dazu: Du vermisst Gelände, nimmst Proben und wertest sie anschließend selbst aus. Studiengänge mit dem Zusatz Angewandte Geowissenschaften verlangen häufiger Praktika.

Ist das Geowissenschaften-Studium schwer? Eine Abbruchquote für dieses Fach haben wir nicht belegt, deshalb steht hier keine Zahl. Was Du erwarten kannst: Die ersten Semester sind Naturwissenschaft pur, mit Klausuren in Physik, Chemie und Mathematik. Wer daran Freude hat, kommt durch; wer sich Erdkunde mit Reisen vorgestellt hat, erlebt eine Überraschung. Die Gelände- und Laborarbeit ist der Teil, den die meisten unterschätzen - und der Teil, der später Deinen Lebenslauf trägt.

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Geowissenschaften, Geologie oder Geografie: der Unterschied

Was ist Geowissenschaft? Der Begriff ist das Dach über mehreren Fächern. Die Geologie schaut auf Gesteine und den Aufbau der Erdkruste, die Geophysik auf physikalische Prozesse im Erdinneren, die Geoinformatik auf raumbezogene Daten. Ein Studiengang Geowissenschaften nimmt von allem etwas und lässt Dich später wählen. Das ist der Vorteil, wenn Du noch unentschlossen bist - und der Nachteil, wenn Du Dein Thema schon kennst.

Ein Unterschied ist für Deine Planung wichtig: Geografie hat einen Lehramtszweig, Geowissenschaften nicht. Aus dem Schulfach wird hier also kein Beruf - Geowissenschaftler, Erdkunde-Lehrer und Geograf sind drei verschiedene Wege. Und es geht nicht um Geographie-Allgemeinwissen, sondern um Messwerte, Karten, Gesteinsproben und Modelle.

Auch unsere Zählung hängt an den Namen: In den 70 Studiengängen stecken nur solche, die Geowissenschaft, Geoscience oder Earth Science im Titel tragen. Namen wie Geoökologie, Umweltwissenschaften-Studium oder Angewandte Geologie sind deshalb nicht dabei - sie sind nicht weniger wert, sie sind nur anders benannt. Wer ein Steinkunde-Studium sucht, meint meistens Mineralogie oder Gesteinskunde; beides steckt als Teilgebiet in den Geowissenschaften.

Verwechselt wird das Fach gelegentlich mit den Geisteswissenschaften. Ein Studium Geisteswissenschaften dreht sich um Sprache, Geschichte und Kultur. Geowissenschaften sind Naturwissenschaften, auch wenn einzelne Studiengänge mit dem Bachelor of Arts abschließen.

Häufige Fragen

Wo kann ich Geowissenschaften studieren?
An 30 Universitäten in 28 Städten, mit 70 Studiengängen: 32 Bachelor und 38 Master. An Fachhochschulen gibt es das Fach nicht. Stand unserer Auswertung: 20.09.2026.
Was verdient man mit einem Geowissenschaften-Studium?
Die Bundesagentur für Arbeit weist für die Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie auf der Expertenebene 5.623 € brutto im Monat aus, Stand 2024. Ein Viertel der Beschäftigten verdient weniger als 4.421 €, ein Viertel mehr als 6.988 €. Auf der Spezialistenebene liegt der Wert bei 4.166 €.
Wie viel verdient man nach dem Studium?
Was verdient man nach dem Studium der Geowissenschaften - genau dafür haben wir keine geprüfte Zahl, deshalb nennen wir keine. Der Entgeltatlas misst Entgelte über alle Berufsjahre hinweg, nicht den ersten Gehaltszettel. Ältere Einstiegszahlen aus Absolventenbefragungen tragen kein Erhebungsjahr; wir haben sie aus diesem Artikel entfernt.
Was verdient ein Glaziologe?
Ein eigenes Glaziologe-Gehalt weist der Entgeltatlas nicht aus. Glaziologie ist ein Arbeitsgebiet, kein eigener Beruf in der Statistik. Der nächstliegende Wert ist die Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie mit 5.623 € brutto im Monat auf der Expertenebene, Stand 2024.
Gibt es Geowissenschaften als Fernstudium oder duales Studium?
Nein. Unsere Datenbank führt im Fach null Fernstudiengänge und null duale Studiengänge. Es gibt nur den klassischen Weg an der Universität. Das liegt in der Sache: Labor, Geländearbeit und Exkursionen lassen sich aus der Ferne schlecht organisieren.
Wie hoch ist der NC im Geowissenschaften-Studium?
Eine NC-Zahl nennen wir nicht, weil ein NC immer nur für ein Semester an einer Hochschule gilt. Die wichtigere Information: 28 der 32 Bachelor-Studiengänge sind ohne Zulassungsbeschränkung, nur vier haben eine. Deine Chancen auf einen Platz stehen also gut.
Ist das Studium Geowissenschaften schwer?
Die ersten Semester sind Naturwissenschaft pur: Physik, Chemie, Biologie und Mathematik. Wer damit nichts anfangen kann, hat es schwer. Eine Abbruchquote für das Fach haben wir nicht belegt und nennen deshalb keine.
Was ist der Unterschied zwischen Geowissenschaften und Geologie?
Geowissenschaften sind das Dach, die Geologie ein Fach darunter. Das Geologie-Studium geht tiefer in Gesteine, Erdkruste und Lagerstätten; Geowissenschaften bleiben breiter und erlauben Dir, den Schwerpunkt später zu setzen. Beide haben bei uns einen eigenen Artikel, weil wir sie getrennt zählen.
Wie sind die Geowissenschaften-Berufsaussichten?
Eine eigene Statistik dazu haben wir nicht, deshalb steht hier keine Prozentzahl. Belegen können wir: Die Berufsgruppe 421 zählt 8.890 Beschäftigte auf der Expertenebene und 799 auf der Spezialistenebene. Das Feld ist also überschaubar und akademisch geprägt. Typische Arbeitgeber sind Ingenieurbüros, Behörden, Versorger, Versicherungen und Institute.
Brauche ich einen Master in Geowissenschaften?
Formal nicht, praktisch meistens ja. Im Fach stehen 38 Master gegen 32 Bachelor, und die Gehaltsstatistik weist unterhalb der Spezialistenebene niemanden aus. Plane den Master deshalb von Anfang an mit ein.
Was bedeutet Angewandte Geowissenschaften?
So heißen Studiengänge, die stärker auf die Praxis als auf die Theorie setzen, zum Beispiel an der TU Darmstadt. Häufig sind dort Praktika Pflicht. Inhaltlich bleibt es dasselbe Fach.
Gibt es eine Geowissenschaftler-Ausbildung ohne Studium?
Nein, jedenfalls keinen belegbaren Weg. Die Bundesagentur für Arbeit weist für die Berufsgruppe 421 gar keine Fachkraftstufe aus - sie beginnt erst beim Spezialisten. Der Einstieg läuft praktisch immer über ein Studium.

Quellen

Quellen dieses Artikels Studiengangszahlen, Hochschulen, Studienorte, Abschlüsse und Zulassungsbeschränkungen: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt sind Studiengänge, die Geowissenschaft, Geoscience oder Earth Science im Namen tragen; Geologie, Geografie, Geophysik und Geoinformatik zählen wir getrennt und führen sie in eigenen Artikeln. Drei Einträge kommen doppelt vor, meist als Vollzeit- und Teilzeitvariante. · Gehalt: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Bruttomonatsentgelt, Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie, Anforderungsniveau Spezialist und Experte, Deutschland, alle Altersgruppen, Stand 2024; die Vergleichswerte stammen aus derselben Quelle, Berufsgruppe 414 Physik und Berufsgruppe 413 Chemie. · Zulassungsordnungen, Fristen und Semesterbeiträge: die Seiten der jeweiligen Universität. Studiengebühren nennen wir in diesem Artikel nicht, weil uns dafür keine geprüfte Quelle vorliegt.

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Werkstoffprüfer: Ausbildung & Beruf
Gehalt
3.539 €
Work - Life Balance
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Ausbildung
Ausbildungsberuf
Hebamme werden: Ausbildung & Beruf
Gehalt
3.423 €
Work - Life Balance
Ausbildung
Ausbildung
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