Geowissenschaften-Studium: Hochschulen, Inhalte & Karriere

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Geowissenschaften studieren - auf einen Blick
Wie viele Studiengänge gibt es?70 Studiengänge an 30 Universitäten in 28 Städten: 32 Bachelor und 38 Master. Ein Fernstudium oder ein duales Studium gibt es im Fach nicht.myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026
Wo kann ich studieren?An 30 Universitäten. Die meiste Auswahl haben Bremen und Jena mit je fünf Studiengängen. Fachhochschulen bieten das Fach nicht an.myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026
Wie lange dauert es?Der Bachelor dauert 6 Semester und endet als Bachelor of Science. Danach folgt meist der Master: 38 Master stehen 32 Bachelor gegenüber.myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026
Was verdienst Du damit?5.623 € brutto im Monat auf der Expertenebene. Physik und Chemie zahlen in derselben Statistik mehr - das ist die ehrliche Nachricht dieses Fachs.Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgruppe 421, Stand 2024

Wo kann ich Geowissenschaften studieren?

70 Studiengänge an 30 Universitäten in 28 Städten. Davon sind 32 Bachelor und 38 Master - das Fach läuft also überwiegend bis zum Master. Für den Anfang ist die wichtigste Zahl eine andere: 28 der 32 Bachelor sind ohne Zulassungsbeschränkung, nur vier haben eine. Alle 30 Adressen sind Universitäten oder Technische Universitäten; an Fachhochschulen gibt es den Studiengang Geowissenschaften nicht. Ein Fernstudium oder ein duales Studium führt unsere Datenbank im Fach ebenfalls nicht: null und null.

HochschuleOrtStudiengängedavon Bachelor
Uni BremenBremen52
Uni JenaJena52
TU DarmstadtDarmstadt42
Ruhr-Universität BochumBochum31
TU FreibergFreiberg30
Uni GreifswaldGreifswald31
Uni HannoverHannover31
Uni KielKiel31
Uni PotsdamPotsdam31
Uni TübingenTübingen31
KIT KarlsruheKarlsruhe21
LMU MünchenMünchen22
RWTH AachenAachen21
TU ClausthalClausthal-Zellerfeld21
Uni Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)Erlangen21
Uni FrankfurtFrankfurt am Main21
Uni FreiburgFreiburg im Breisgau21
Uni GöttingenGöttingen21
Uni HalleHalle (Saale)21
Uni HamburgHamburg21
Uni HeidelbergHeidelberg21
Uni KoblenzKoblenz21
Uni KölnKöln21
Uni MainzMainz21
Uni MünsterMünster21
Constructor University (ehemals: Jacobs University)Bremen11
TUM (TU München)11
Uni BayreuthBayreuth10
Uni BonnBonn11
Uni TrierTrier11

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt sind Studiengänge, die Geowissenschaft, Geoscience oder Earth Science im Namen tragen; Geologie, Geografie, Geophysik und Geoinformatik sind eigene Fächer mit eigenen Artikeln und hier nicht mitgezählt.

Die meisten Studiengänge führen die Uni Bremen und die Uni Jena mit je fünf, danach kommt die TU Darmstadt mit vier; sieben weitere Universitäten bieten je drei an. Zwei Adressen sind nur für Fortgeschrittene: Die TU Freiberg und die Uni Bayreuth führen im Fach ausschließlich Master und keinen Bachelor. Heißt ein Studiengang Angewandte Geowissenschaften - so wie an der TU Darmstadt -, ist er stärker auf die Praxis ausgerichtet als auf die Theorie. Drei Zeilen der Tabelle sind Doppel-Einträge, meist eine Vollzeit- und eine Teilzeitvariante: Nicht jede Zeile ist also ein eigenes Angebot. Und wer aus älteren Übersichten die Master in Leipzig und Marburg kennt - unter diesem Fachnamen stehen sie heute nicht mehr in unserer Datenbank.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

28 von 32 Bachelor sind zulassungsfrei. Von den 32 Bachelor-Studiengängen im Fach haben nur vier eine Zulassungsbeschränkung. In den meisten Fällen entscheidet also nicht Deine Abiturnote, sondern ob Du Dich rechtzeitig einschreibst. Eine NC-Zahl nennen wir hier bewusst nicht: Ein NC gilt immer nur für ein Semester an einer Hochschule, und die Werte in unserer Datenbank sind dafür zu alt. Es gibt nur zwei Zustände - mit Zulassungsbeschränkung oder ohne.

Welchen Schulabschluss? In der Regel brauchst Du die allgemeine Hochschulreife. Je nach Bundesland und Hochschule kommst Du auch mit Fachhochschulreife oder über eine Berufsausbildung mit Berufserfahrung hinein. Was genau gilt, steht in der Zulassungsordnung der Universität, bei der Du Dich bewirbst. Einen Eignungstest oder ein eigenes Auswahlverfahren verlangt das Fach üblicherweise nicht.

Kein Fernstudium, kein duales Studium. Beides führt unsere Datenbank im Fach nicht - null Fernstudiengänge, null duale Studiengänge. Wenn Du neben dem Beruf oder von zu Hause studieren willst, ist Geowissenschaften der falsche Studiengang: Labor, Geländearbeit und Exkursionen lassen sich schlecht aus der Ferne machen. Auch eine Geowissenschaftler-Ausbildung im Sinne einer Lehre ist kein Weg in dieses Feld. Die Bundesagentur für Arbeit weist für die passende Berufsgruppe gar keine Fachkraftstufe aus - der Einstieg läuft fast nur über ein Studium.

Passt zu Dir, wenn
  • Dich Physik, Chemie, Biologie und Mathematik nicht abschrecken
  • Du gern draußen im Gelände arbeitest und trotzdem Laborstunden aushältst
  • Dich Rohstoffe, Klima, Wasser und Naturgefahren interessieren
  • Du den Master von Anfang an mitplanst
  • Du für das Studium in eine der 28 Studienstädte ziehen kannst
Eher nicht, wenn
  • Du ein Fernstudium oder ein duales Studium suchst - beides gibt es im Fach nicht
  • Du nach sechs Semestern fertig sein willst: 38 Master gegen 32 Bachelor sprechen dagegen
  • Du Lehrerin oder Lehrer werden willst - dafür führt der Weg über Geografie
  • Du einen Studiengang mit festem Berufsbild und klarem Titel suchst
  • Dir das Gehalt wichtiger ist als das Thema

Geowissenschaften-Gehalt: Was verdienst Du damit?

Für das Geowissenschaftler-Gehalt gibt es einen belastbaren Anker: 5.623 € brutto im Monat. Das ist der Wert der Bundesagentur für Arbeit für die Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie auf der Expertenebene, also für Tätigkeiten, für die ein Hochschulabschluss vorausgesetzt wird. Er beruht auf 8.890 Beschäftigten.

Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Bruttomonatsentgelt, Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie, Anforderungsniveau Expertenebene, Stand 2024.

Geowissenschaften-Master: Gehalt nach Anforderungsniveau
Berufsgruppe 421, Bruttomonatsentgelt, Stand 2024
Spezialist799 Beschäftigte
4.166 €
Experte8.890 Beschäftigte
5.623 €

Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Keine Fachkraftstufe. Eine Stufe unter dem Spezialisten weist die Statistik für diese Berufsgruppe gar keine Werte aus. Das sagt viel darüber, wie das Feld funktioniert: Es führt fast nur über akademische Wege in den Beruf. Auf der Spezialistenebene stehen 799 Beschäftigte, auf der Expertenebene 8.890 - das Gewicht liegt klar beim Hochschulabschluss, und darum ist der Master in diesem Fach die Regel.

Geowissenschaft: Gehalt der mittleren 50 Prozent
Berufsgruppe 421, Expertenebene, 8.890 Beschäftigte
5.623 €
4.421 €unteres Viertel6.988 €oberes Viertel
Ein Viertel verdient weniger als 4.421 €, ein Viertel mehr als 6.988 €. Dazwischen liegt die Hälfte aller Beschäftigten dieser Berufsgruppe.
Gehalt: Geowissenschaftler im Vergleich mit Physik und Chemie
Bruttomonatsentgelt auf der Expertenebene, Stand 2024
GeowissenschaftenBerufsgruppe 421, 8.890 Beschäftigte
5.623 €
PhysikBerufsgruppe 414, 15.321 Beschäftigte
6.800 €
ChemieBerufsgruppe 413, 27.711 Beschäftigte
7.207 €

Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Geowissenschaften zahlen weniger als die beiden Nachbarfächer: 5.623 € stehen 6.800 € in der Physik und 7.207 € in der Chemie gegenüber, jeweils auf der Expertenebene. Warum das so ist, können wir nicht belegen, und wir erfinden hier keine Erklärung. Zwei Dinge gehören aber dazu: Die Zahl gilt jeweils für eine ganze Berufsgruppe, und in der Gruppe 421 stecken neben der Geologie auch Geografie und Meteorologie. Wenn Dir das Gehalt wichtiger ist als das Thema, schau Dir das Physik-Studium an.

Und das Einstiegsgehalt? Eine geprüfte Zahl für den ersten Gehaltszettel haben wir nicht, deshalb steht hier keine. Der Entgeltatlas weist Gehälter über alle Berufsjahre hinweg aus, nicht den Berufseinstieg. Auch eine Gehaltsentwicklung über zehn Jahre können wir nicht belegen: Die Statistik unterscheidet nach Anforderungsniveau, nicht nach Berufsjahren. Was in älteren Übersichten als Einstiegsgehalt, Zufriedenheitsquote oder Beschäftigungsquote steht, stammt meist aus Absolventenbefragungen ohne Jahresangabe - solche Zahlen nennen wir hier nicht mehr.

Was Du tatsächlich verdienst, hängt vor allem davon ab, wo Du landest. Behörden, geologische Landesämter und Universitäten zahlen nach Tarif; Ingenieurbüros, Versicherungen und Industrie zahlen frei. Eine Promotion öffnet viele Stellen in der Forschung überhaupt erst - um wie viel sie das Gehalt hebt, können wir nicht mit einer Quelle belegen.

Welche Geowissenschaften-Berufe gibt es?

Nach dem Studium arbeitest Du am Schreibtisch, im Labor oder draußen im Gelände - oft in derselben Woche. Was kann man mit Geowissenschaften machen? Das sind die Felder, in denen Geowissenschaftler und Geowissenschaftlerinnen tatsächlich arbeiten.

Baugrund und GeotechnikVor einer Brücke, einem Tunnel oder einem Hochhaus untersucht jemand den Untergrund. Du prüfst, was der Boden trägt, und schreibst das Gutachten dazu.IngenieurbüroBaugrundGutachten
Wasser und GewässerschutzTrinkwasserversorgung, Wasserwirtschaft und Gewässerschutz brauchen Leute, die Grundwasser und Messdaten lesen können.VersorgerBehördeHydrologie
Rohstoffe und BohrtechnikErkundung von Lagerstätten, Tiefbau und Bohrfirmen: klassische Arbeitgeber des Fachs, häufig mit Einsätzen im Gelände oder im Ausland.BohrfirmaErkundungTiefbau
Umwelt, Altlasten und RecyclingVerschmutzte Flächen bewerten, Sanierungen planen, Abfall- und Recyclingprozesse begleiten - oft im Auftrag von Kommunen oder Unternehmen.SanierungRecyclingUmweltverträglichkeit
Behörden und öffentliche VerwaltungGeologische Landesämter, Umweltämter und Ministerien entwickeln Richtlinien, erteilen Genehmigungen und prüfen, ob sie eingehalten werden.LandesamtMinisteriumGenehmigung
Geodaten und GeoinformatikKarten, Fernerkundung, Modelle: Wer mit Geodaten umgehen kann, arbeitet zwischen Fach und Software. Mehr dazu steht im Artikel zur Geoinformatik.GeoinformatikKartografieDatenanalyse
Versicherung und RisikobewertungUmweltschäden und Naturgefahren bewerten: Wie wahrscheinlich ist ein Hangrutsch, ein Hochwasser, ein Erdbeben - und was kostet es?VersicherungNaturgefahrenSchadenbewertung
Forschung an Universität und InstitutEigenes Thema, eigene Messkampagne, Veröffentlichungen. Wer hier bleiben will, promoviert in der Regel. Hierher gehören auch Expeditionen, etwa in die Antarktis oder an aktive Vulkane.UniversitätInstitutPromotion

Geowissenschaften-Berufsaussichten. Eine eigene Statistik dazu führen wir nicht, und wir erfinden hier keine. Zwei Dinge lassen sich belegen: Die Berufsgruppe 421 zählt auf der Expertenebene 8.890 Beschäftigte - das Feld ist überschaubar. Und es gibt kaum einen Weg hinein ohne Studium, weil die Statistik unterhalb der Spezialistenebene niemanden ausweist. Wer früh Praktika macht, Geländearbeit sammelt und im Master einen klaren Schwerpunkt setzt, startet leichter als jemand, der erst nach der Masterarbeit anfängt zu suchen.

Was lernst Du im Geowissenschaften-Studium?

Der Studiengang Geowissenschaften nimmt sich die Erde als System vor: Gesteine, Wasser, Luft, Eis und die Prozesse dazwischen. Deshalb fängt er bei den Grundlagen an - Physik, Chemie, Biologie und Mathematik. Erst danach wird es geologisch.

Die Grundlagen in den ersten Semestern
Diese Fächer stehen an fast jeder Universität am Anfang
  • Physik, Chemie, Biologie und Mathematik als Handwerkszeug
  • Geologie: Aufbau der Erdkruste, Gesteine und ihre Entwicklungsgeschichte
  • Geophysik: physikalische Prozesse in Erdinnerem, Ozeanen und Atmosphäre
  • Geographie: die physische Beschaffenheit der Erdoberfläche
  • Rohstoffkunde: Gewinnung, Eigenschaften und Folgen der Rohstoffnutzung
  • Emissions- und Umweltschutz: Belastungen beurteilen und verringern
  • Laborarbeit: die Beschaffenheit von Proben selbst untersuchen
Vertiefungen, je nach Universität
Jede Universität setzt eigene Schwerpunkte - danach solltest Du auswählen
  • Mineralogie: Entstehung und Eigenschaften von Mineralien
  • Hydrologie und Limnologie: Wasser im Untergrund und in Binnengewässern
  • Ozeanografie: die Wissenschaft der Meere
  • Glaziologie: Eis und Schnee
  • Bodenkunde: Entstehung und Entwicklung von Böden
  • Geotechnik: die technischen Eigenschaften des Baugrunds
  • Kartografie und Fernerkundung
  • Geoinformatik: raumbezogene Daten erfassen, auswerten, darstellen
  • Humangeografie: Mensch und Raum

Wer Vulkanologie studieren will, sucht deshalb nicht nach einem eigenen Studiengang, sondern nach der Universität, an der eine Arbeitsgruppe dazu forscht. Für Glaziologie gilt dasselbe. Beides sind Arbeitsgebiete innerhalb der Geowissenschaften, keine eigenen Abschlüsse.

Ablauf und Abschluss. Der Bachelor dauert 6 Semester und endet als Bachelor of Science; einzelne Studiengänge führen zum Bachelor of Arts. Darauf folgt der Master of Science. Andere Abschlüsse gibt es im Fach nicht - kein Diplom, kein Staatsexamen. Exkursionen gehören fast immer dazu: Du vermisst Gelände, nimmst Proben und wertest sie anschließend selbst aus. Studiengänge mit dem Zusatz Angewandte Geowissenschaften verlangen häufiger Praktika.

Ist das Geowissenschaften-Studium schwer? Eine Abbruchquote für dieses Fach haben wir nicht belegt, deshalb steht hier keine Zahl. Was Du erwarten kannst: Die ersten Semester sind Naturwissenschaft pur, mit Klausuren in Physik, Chemie und Mathematik. Wer daran Freude hat, kommt durch; wer sich Erdkunde mit Reisen vorgestellt hat, erlebt eine Überraschung. Die Gelände- und Laborarbeit ist der Teil, den die meisten unterschätzen - und der Teil, der später Deinen Lebenslauf trägt.

Geowissenschaften, Geologie oder Geografie: der Unterschied

Was ist Geowissenschaft? Der Begriff ist das Dach über mehreren Fächern. Die Geologie schaut auf Gesteine und den Aufbau der Erdkruste, die Geophysik auf physikalische Prozesse im Erdinneren, die Geoinformatik auf raumbezogene Daten. Ein Studiengang Geowissenschaften nimmt von allem etwas und lässt Dich später wählen. Das ist der Vorteil, wenn Du noch unentschlossen bist - und der Nachteil, wenn Du Dein Thema schon kennst.

Ein Unterschied ist für Deine Planung wichtig: Geografie hat einen Lehramtszweig, Geowissenschaften nicht. Aus dem Schulfach wird hier also kein Beruf - Geowissenschaftler, Erdkunde-Lehrer und Geograf sind drei verschiedene Wege. Und es geht nicht um Geographie-Allgemeinwissen, sondern um Messwerte, Karten, Gesteinsproben und Modelle.

Auch unsere Zählung hängt an den Namen: In den 70 Studiengängen stecken nur solche, die Geowissenschaft, Geoscience oder Earth Science im Titel tragen. Namen wie Geoökologie, Umweltwissenschaften-Studium oder Angewandte Geologie sind deshalb nicht dabei - sie sind nicht weniger wert, sie sind nur anders benannt. Wer ein Steinkunde-Studium sucht, meint meistens Mineralogie oder Gesteinskunde; beides steckt als Teilgebiet in den Geowissenschaften.

Verwechselt wird das Fach gelegentlich mit den Geisteswissenschaften. Ein Studium Geisteswissenschaften dreht sich um Sprache, Geschichte und Kultur. Geowissenschaften sind Naturwissenschaften, auch wenn einzelne Studiengänge mit dem Bachelor of Arts abschließen.

Was kostet das Studium und wie finanzierst Du es?

Einen Preis nennen wir hier bewusst nicht. Das Gebührenfeld in unserer Datenbank ist nicht verlässlich, und den Semesterbeitrag setzt jede Universität selbst fest und ändert ihn regelmäßig. Den aktuellen Betrag findest Du auf der Seite Deiner Wunschuniversität, meist unter Semesterbeitrag oder Rückmeldung. Rechne in diesem Fach zusätzlich mit Kosten für Exkursionen, Ausrüstung und Fahrten ins Gelände.

Die größte Position ist ohnehin nicht die Hochschule, sondern der Lebensunterhalt - und zwar über Bachelor und Master hinweg, weil das Fach überwiegend bis zum Master läuft. Dafür gibt es mehrere Wege, und sie schließen einander nicht aus. Ein Stipendium musst Du nie zurückzahlen, und es hängt nicht nur an Noten: Viele Förderungen fragen nach Herkunft, Engagement oder Fachrichtung.

BAföG und Nebenjob. Wenn Du neben dem Studium arbeitest, gibt es eine Verdienstgrenze fürs BAföG. Die Beträge ändern sich regelmäßig, deshalb steht hier keine Zahl - der BAföG-Rechner sagt Dir, was aktuell gilt. Im Fach selbst ist eine Hilfskraftstelle an einem Institut meist der beste Nebenjob: Du verdienst Geld und sammelst genau die Erfahrung, nach der später gefragt wird.

Häufige Fragen

Wo kann ich Geowissenschaften studieren?
An 30 Universitäten in 28 Städten, mit 70 Studiengängen: 32 Bachelor und 38 Master. Die meiste Auswahl haben die Uni Bremen und die Uni Jena mit je fünf Studiengängen, danach die TU Darmstadt mit vier. An Fachhochschulen gibt es das Fach nicht. Stand unserer Auswertung: 20.09.2026.
Was verdient man mit einem Geowissenschaften-Studium?
Die Bundesagentur für Arbeit weist für die Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie auf der Expertenebene 5.623 € brutto im Monat aus, Stand 2024. Ein Viertel der Beschäftigten verdient weniger als 4.421 €, ein Viertel mehr als 6.988 €. Auf der Spezialistenebene liegt der Wert bei 4.166 €.
Wie viel verdient man nach dem Studium?
Was verdient man nach dem Studium der Geowissenschaften - genau dafür haben wir keine geprüfte Zahl, deshalb nennen wir keine. Der Entgeltatlas misst Entgelte über alle Berufsjahre hinweg, nicht den ersten Gehaltszettel. Ältere Einstiegszahlen aus Absolventenbefragungen tragen kein Erhebungsjahr; wir haben sie aus diesem Artikel entfernt.
Was verdient ein Glaziologe?
Ein eigenes Glaziologe-Gehalt weist der Entgeltatlas nicht aus. Glaziologie ist ein Arbeitsgebiet, kein eigener Beruf in der Statistik. Der nächstliegende Wert ist die Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie mit 5.623 € brutto im Monat auf der Expertenebene, Stand 2024.
Gibt es Geowissenschaften als Fernstudium oder duales Studium?
Nein. Unsere Datenbank führt im Fach null Fernstudiengänge und null duale Studiengänge. Es gibt nur den klassischen Weg an der Universität. Das liegt in der Sache: Labor, Geländearbeit und Exkursionen lassen sich aus der Ferne schlecht organisieren.
Wie hoch ist der NC im Geowissenschaften-Studium?
Eine NC-Zahl nennen wir nicht, weil ein NC immer nur für ein Semester an einer Hochschule gilt. Die wichtigere Information: 28 der 32 Bachelor-Studiengänge sind ohne Zulassungsbeschränkung, nur vier haben eine. Deine Chancen auf einen Platz stehen also gut.
Ist das Studium Geowissenschaften schwer?
Die ersten Semester sind Naturwissenschaft pur: Physik, Chemie, Biologie und Mathematik. Wer damit nichts anfangen kann, hat es schwer. Eine Abbruchquote für das Fach haben wir nicht belegt und nennen deshalb keine.
Was ist der Unterschied zwischen Geowissenschaften und Geologie?
Geowissenschaften sind das Dach, die Geologie ein Fach darunter. Das Geologie-Studium geht tiefer in Gesteine, Erdkruste und Lagerstätten; Geowissenschaften bleiben breiter und erlauben Dir, den Schwerpunkt später zu setzen. Beide haben bei uns einen eigenen Artikel, weil wir sie getrennt zählen.
Wie sind die Geowissenschaften-Berufsaussichten?
Eine eigene Statistik dazu haben wir nicht, deshalb steht hier keine Prozentzahl. Belegen können wir: Die Berufsgruppe 421 zählt 8.890 Beschäftigte auf der Expertenebene und 799 auf der Spezialistenebene. Das Feld ist also überschaubar und akademisch geprägt. Typische Arbeitgeber sind Ingenieurbüros, Behörden, Versorger, Versicherungen und Institute.
Brauche ich einen Master in Geowissenschaften?
Formal nicht, praktisch meistens ja. Im Fach stehen 38 Master gegen 32 Bachelor, und die Gehaltsstatistik weist unterhalb der Spezialistenebene niemanden aus. Plane den Master deshalb von Anfang an mit ein.
Was bedeutet Angewandte Geowissenschaften?
So heißen Studiengänge, die stärker auf die Praxis als auf die Theorie setzen, zum Beispiel an der TU Darmstadt. Häufig sind dort Praktika Pflicht. Inhaltlich bleibt es dasselbe Fach.
Gibt es eine Geowissenschaftler-Ausbildung ohne Studium?
Nein, jedenfalls keinen belegbaren Weg. Die Bundesagentur für Arbeit weist für die Berufsgruppe 421 gar keine Fachkraftstufe aus - sie beginnt erst beim Spezialisten. Der Einstieg läuft praktisch immer über ein Studium.

Quellen

Quellen dieses Artikels Studiengangszahlen, Hochschulen, Studienorte, Abschlüsse und Zulassungsbeschränkungen: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt sind Studiengänge, die Geowissenschaft, Geoscience oder Earth Science im Namen tragen; Geologie, Geografie, Geophysik und Geoinformatik zählen wir getrennt und führen sie in eigenen Artikeln. Drei Einträge kommen doppelt vor, meist als Vollzeit- und Teilzeitvariante. · Gehalt: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Bruttomonatsentgelt, Berufsgruppe 421 Geologie, Geografie und Meteorologie, Anforderungsniveau Spezialist und Experte, Deutschland, alle Altersgruppen, Stand 2024; die Vergleichswerte stammen aus derselben Quelle, Berufsgruppe 414 Physik und Berufsgruppe 413 Chemie. · Zulassungsordnungen, Fristen und Semesterbeiträge: die Seiten der jeweiligen Universität. Studiengebühren nennen wir in diesem Artikel nicht, weil uns dafür keine geprüfte Quelle vorliegt.
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5.466 €
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