Ökonomie Studium: Unis, Inhalte & Karriere

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Ökonomie studieren - auf einen Blick
Was ist Ökonomie?Das Fremdwort für Wirtschaftswissenschaft - BWL und VWL unter einem Dach.Wörtlich „Ökonomie“ heißen nur wenige Studiengänge. Wir zählen deshalb alle, die Wirtschaftswissenschaft, Economics oder Volkswirtschaft im Namen tragen.
Brauche ich einen NC?Meistens ja: 82 von 147 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, nur 65 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?An 96 Hochschulen in 70 Studienorten, vor allem an Universitäten.301 Studiengänge stehen dafür in unserer Datenbank. Nur 8 davon sind Fernstudiengänge, 3 sind dual.
Wie lange dauert es?Das legt jede Hochschule in ihrer Prüfungsordnung selbst fest.Das Angebot ist fast genau geteilt: 147 Bachelor, 148 Master und 6 andere Abschlüsse. Eine einheitliche Dauer gibt es nicht, deshalb nennen wir keine.
Was verdienst Du damit?6.841 € brutto im Monat auf der Expertenebene der Berufsgruppe Wirtschaftswissenschaften.Die Gruppe ist klein: 4.952 Beschäftigte. Die meisten Absolventen arbeiten unter anderen Berufsschlüsseln, etwa in der Unternehmensorganisation und -strategie - dort 7.515 € auf 390.511 Beschäftigten. Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2025.
Inhalt11 Abschnitte
  1. Wo kann ich Ökonomie studieren?
  2. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  3. Ökonomie, BWL oder VWL: Was ist der Unterschied?
  4. Was lernst Du im Ökonomie-Studium?
  5. Was kannst Du mit Ökonomie werden?
  6. Was verdienst Du mit Ökonomie?
  7. Ökonomie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  8. Das Ökonomie-Studium in Zahlen
  9. Passt das Ökonomie-Studium zu Dir?
  10. Häufige Fragen zum Ökonomie-Studium
  11. Weiter zum Ökonomie-Studium

Wo kann ich Ökonomie studieren?

Wenn Du Ökonomie studieren willst, suchst Du nach Wirtschaftswissenschaften, Economics oder Volkswirtschaftslehre und findest diese Studiengänge vor allem an Universitäten, fast immer in Präsenz. Die Studiengänge, die Du direkt darunter siehst, gehören zum Teil zur Betriebswirtschaftslehre, also zu einem Nachbarfach der Ökonomie.

1
Euro-FH
Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.)
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2
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Wirtschaftswissenschaften (B.A.)
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3
IU Internationale Hochschule
Betriebswirtschaftslehre (B.A.)
IU Internationale Hochschule* · Fernstudium · Start jederzeit
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4
Europäische Hochschule für Innovation (EHiP)
Betriebswirtschaftslehre (B.A.)
Europäische Hochschule für Innovation (EHiP)* · Fernstudium
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5
University of Europe for Applied Sciences
Betriebswirtschaftslehre (B.Sc.)
University of Europe for Applied Sciences* · Vollzeit vor Ort · Berlin, Hamburg und Iserlohn
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Du siehst 5 von 301 Studiengängen. Alle Studiengänge ansehen →

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 24.09.2026. Gezählt sind alle Studiengänge mit Wirtschaftswissenschaft, Economics oder Volkswirtschaft im Namen - derselbe Bestand wie auf unserer Seite Wirtschaft studieren.

So kannst Du Ökonomie studieren
Studiengänge nach Studienform
290
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
3
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
8
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Ökonomie ist ein Fach der Universitäten, das Du als Präsenzstudium vor Ort belegst. In unserer ganzen Datenbank haben wir nur 8 Fernstudiengänge und 3 duale Studiengänge gefunden. Wenn Du den Fachnamen wörtlich suchst, wirst Du ihn selten finden. Einen Bachelor-Studiengang Ökonomie unter genau diesem Namen (B.A.) bietet die Uni Erlangen-Nürnberg an. Die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz führt Studiengänge wie „Ökonomie - Nachhaltigkeit - Transformation“. An der Uni Münster gibt es Ökonomik fürs Lehramt. Außerdem kannst Du Plurale Ökonomik (M.A.) an der Uni Siegen, Politische Ökonomie an der Uni Mainz, Sozio-Ökonomik an der Uni Kiel und Philosophie, Politik und Ökonomik an der Uni Witten/Herdecke studieren.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für den Bachelor brauchst Du die Hochschulreife oder Berufserfahrung, für den Master einen ersten Hochschulabschluss. An einer Universität ist das in der Regel die allgemeine Hochschulreife, an Fachhochschulen reicht meist die Fachhochschulreife. Die genauen Regeln legt jedes Bundesland fest, deshalb raten wir Dir, in die Zulassungsordnung Deiner Hochschule zu schauen, denn dort stehen sie verbindlich.

Bachelor mit und ohne Zulassungsbeschränkung
147 Bachelor-Studiengänge, Stand 24.09.2026
6582
65 ohne Zulassungsbeschränkung
82 mit Zulassungsbeschränkung
Die drei Wege zum Studienplatz
Zwei Wege in den Bachelor, einer in den Master
1. Ohne Zulassungsbeschränkung einschreiben
Die Kachel oben nennt „65 von 147“. Bei diesen Bachelor zählt Deine Note nicht. Alle Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung
2. Über das Auswahlverfahren der Hochschule
82 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, also mehr als die Hälfte. Das heißt nur: Im letzten Verfahren gab es mehr Bewerbungen als Plätze. Einen Grenzwert nennen wir bewusst nicht, denn er entsteht jedes Semester neu und sagt über Deine Bewerbung im nächsten Jahr nichts aus. Alle Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung
3. Als Master nach einem ersten Abschluss
148 der 301 Studiengänge sind Master. Sie setzen einen ersten Hochschulabschluss voraus, meist in Wirtschaftswissenschaften oder einem verwandten Fach. Viele Hochschulen verlangen dazu eine Mindestzahl an Leistungspunkten in Mathematik, Statistik oder Volkswirtschaftslehre. Für englischsprachige Master kommt ein Sprachnachweis dazu.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Meisterbrief oder eine gleichwertige Aufstiegsfortbildung
  • Abgeschlossene Berufsausbildung mit mehrjähriger Berufserfahrung
  • Fachhochschulreife: reicht an Fachhochschulen meist aus
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Mathe - kein Mathe-Ass, aber Du solltest Zahlen mögen. Mathematik und Statistik stehen im ersten Jahr in aller Regel auf dem Plan, in der VWL arbeitest Du mit Formeln und Modellen
  • Englisch - für die Fachliteratur und für viele Master
  • Neugier auf Politik und Gesellschaft und die Bereitschaft, viel zu lesen

Ökonomie, BWL oder VWL: Was ist der Unterschied?

Die Definition von Ökonomie ist kurz, denn Ökonomie ist die Lehre davon, wie Menschen, Unternehmen und Staaten mit knappen Mitteln wie Geld, Zeit, Rohstoffen und Arbeitskraft umgehen. Das Wort kommt aus dem Griechischen und meinte ursprünglich die Führung eines Haushalts.

Vier Wörter, die Dir begegnen
ÖkonomieIm Deutschen schlicht das Fremdwort für Wirtschaft. Wenn Du also von Wirtschaft oder von Ökonomie liest, ist dasselbe gemeint.
WirtschaftswissenschaftenSo heißt das Studium dazu an den meisten Hochschulen.
Economicsdas englische Wort für Volkswirtschaftslehre, die BWL ist damit nicht gemeint. Viele Master laufen ganz oder teilweise auf Englisch und heißen darum Economics, auch an deutschen Universitäten.
Economydie Wirtschaft selbst, Economics ist die Wissenschaft davon. Suchst Du nach einem Economy-Studium, meinst Du fast immer dasselbe.

In diesem Fach schaust Du aus zwei Blickwinkeln auf die Wirtschaft. Die Wirtschaftswissenschaft hat in Deutschland nämlich zwei Hälften. In der Betriebswirtschaftslehre (BWL) blickst Du in ein einzelnes Unternehmen hinein, in der Volkswirtschaftslehre (VWL) auf die Wirtschaft eines ganzen Landes oder der Welt. Ein Studiengang Wirtschaftswissenschaften verbindet meist beides, sodass Du Dich erst später entscheiden musst. Studiengänge mit Economics oder Volkswirtschaft im Namen setzen den Schwerpunkt dagegen auf die VWL.

FachWorauf es schautEine typische Frage
Ökonomie (Wirtschaftswissenschaften)BWL und VWL zusammen, die Spezialisierung kommt späterWie entscheiden Menschen, Firmen und Staaten, wenn Geld und Zeit knapp sind?
BWL (Betriebswirtschaftslehre)ein einzelnes Unternehmen: Rechnungswesen, Marketing, Personal, FinanzierungLohnt sich die neue Produktionshalle?
VWL (Volkswirtschaftslehre, Economics)Märkte und ganze Volkswirtschaften: Preise, Arbeitsmarkt, Zinsen, HandelWarum steigen die Preise, und was tut die Zentralbank dagegen?

Wenn Du Economics studieren willst, landest Du deshalb in der VWL-Ecke des Fachs. Für ein Economics-Studium brauchst Du entsprechend gutes Englisch und eine ordentliche Portion Mathematik.

Neben BWL und VWL gibt es auch Fächer, die auf „-ökonomie“ enden. Wenn Du mehr über die beiden Hälften wissen willst, schau in unsere Artikel zum BWL-Studium und zum VWL-Studium, für die wir jeweils eigene Listen zusammengestellt haben. Außerdem gibt es Fächer, die Ökonomie mit einem Anwendungsfeld verbinden, etwa Sozialökonomie, Gesundheitsökonomie, Sportökonomie und Fitnessökonomie. Sie sind enger zugeschnitten, und auch zu ihnen findest Du bei uns eigene Seiten.

Was lernst Du im Ökonomie-Studium?

Zuerst lernst Du die Grundlagen, und erst danach setzt Du einen Schwerpunkt. Dein Studium beginnt also breit, denn in den ersten Semestern lernst Du das Handwerkszeug, das jede spätere Richtung braucht. Welche Module Dein Studiengang genau vorsieht, steht im Modulhandbuch der Hochschule. Bei 301 Studiengängen raten wir Dir, dort nachzusehen, weil jede Faustregel zu grob wäre. Diese Fächer tauchen in vielen Studienplänen auf:

Erste Semester: Grundlagen
  • Mikroökonomie: wie Haushalte und Unternehmen entscheiden
  • Makroökonomie: Wachstum, Inflation, Arbeitslosigkeit, Geldpolitik
  • Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
  • Rechnungswesen und Buchführung
  • Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler
  • Statistik und Ökonometrie, also das Auswerten von Wirtschaftsdaten
  • Wirtschaftsrecht
Ab der Mitte des Bachelors: Schwerpunkte, zum Beispiel
  • Finanzmärkte und Banken
  • Wirtschaftspolitik und öffentliche Finanzen
  • Internationale Wirtschaft und Entwicklung
  • Arbeitsmarkt und Sozialpolitik
  • Umwelt- und Energieökonomik
  • Verhaltensökonomik
  • Unternehmensführung, Controlling, Marketing
Einschreibung oder Bewerbung
Bei den 65 zulassungsfreien Bachelor-Studiengängen schreibst Du Dich einfach ein, bei den 82 zulassungsbeschränkten bewirbst Du Dich - je nach Hochschule direkt dort oder über hochschulstart.de.
Grundlagen
Mikro, Makro, BWL, Mathematik, Statistik, Recht. Diese Phase ist anstrengend und zeigt Dir schnell, ob das Fach zu Dir passt.
Schwerpunkt
Du wählst Deine Richtung, etwa Finanzen, Wirtschaftspolitik, internationale Wirtschaft oder Unternehmensführung. Viele Hochschulen bieten dazu ein Auslandssemester oder ein Praktikum an.
Bachelorarbeit
Eine eigene Untersuchung, oft mit echten Daten. Danach trägst Du je nach Studiengang einen Bachelor of Science, of Arts, of Laws oder of Education.
Master oder Berufseinstieg
Du kannst direkt arbeiten oder einen der 148 Master anhängen. Viele davon laufen auf Englisch. Wer in die Forschung will, kommt am Master kaum vorbei.

Ein Ökonomik-Studium kann auch einen anderen Blick auf die Wirtschaft werfen. Ökonomik nennen Fachleute die Wissenschaft von der Wirtschaft. An den meisten Universitäten herrscht eine Denkschule vor, die mit Modellen und Mathematik arbeitet. Das muss aber nicht so sein. Die Plurale Ökonomik, die die Uni Siegen als Master anbietet, stellt verschiedene Schulen nebeneinander und nimmt Wirtschaftsgeschichte, Soziologie und Philosophie dazu. Wenn Dich diese Fragen interessieren, lohnt sich auch ein Blick auf Sozio-Ökonomik und Politische Ökonomie.

Die Abschlüsse reichen vom Bachelor of Science bis zum MBA. An den Abschlüssen in unserer Datenbank siehst Du, wie breit das Fach ist:

StufeAbschlüsse im Bestand
BachelorBachelor of Science, of Arts, of Laws und of Education
MasterMaster of Science, of Arts, of Laws, of Education und Master of Business Administration (MBA)
VereinzeltDiplom, Staatsexamen und Promotion

Der Titel Diplom-Ökonom, der Dir vielleicht noch begegnet, stammt aus der Zeit vor der Umstellung auf Bachelor und Master und ist heute selten geworden.

Wie lange Dein Studium dauert, hängt vom Studiengang ab. Eine einheitliche Dauer nennen wir Dir deshalb bewusst nicht. Wie viele Semester Dein Studiengang ansetzt, findest Du in der Prüfungsordnung der Hochschule. Vollzeit, Teilzeit und Fernstudium gibt es nebeneinander, und manchmal wird sogar derselbe Studiengang in zwei Geschwindigkeiten angeboten.

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Was kannst Du mit Ökonomie werden?

Wenn Du Ökonom werden willst, führt Dein Weg über ein Studium, weil es dafür keine Ausbildung gibt. Ökonom ist auch kein geschützter Titel, denn Ökonomin oder Ökonom nennt sich, wer Wirtschaftswissenschaften studiert hat. Das Studium bildet Dich deshalb nicht für einen einzelnen Beruf aus, es öffnet Dir ein breites Feld. Deine Berufsaussichten hängen weniger am Namen des Abschlusses als an Schwerpunkt, Praktika und Branche. Typisch sind zum Beispiel diese Wege:

UnternehmensberatungDu untersuchst für fremde Firmen Kosten, Märkte und Abläufe und schlägst vor, was sich ändern soll. Projektarbeit mit hohem Tempo und oft mit Reisen.
Controlling und FinanzenBudgets planen, Soll und Ist vergleichen, Investitionen durchrechnen. Ein klassischer Einstieg in Unternehmen jeder Größe.
Banken, Versicherungen, ZentralbankenKredite und Risiken bewerten, Anlagen analysieren, Märkte beobachten. Wer Geldpolitik spannend findet, zielt auf die Bundesbank oder die Europäische Zentralbank.
WirtschaftsforschungInstitute erstellen Prognosen und Gutachten, etwa zu Konjunktur, Arbeitsmarkt oder Energiepreisen. Hier arbeitet der klassische Volkswirt. Meist wird ein Master erwartet, für die Forschung oft auch eine Promotion.
Ministerien, Ämter und VerbändeGesetze vorbereiten, Förderprogramme bewerten, Statistiken auswerten. Ministerien, statistische Ämter, Kammern und Verbände suchen gezielt Volkswirtinnen und Volkswirte.
Marketing und VertriebKunden und Märkte verstehen, Preise festlegen, Kampagnen auswerten. Das ist mehr BWL als VWL, für Ökonominnen und Ökonomen aber gut erreichbar.
Wirtschaftsprüfung und SteuernJahresabschlüsse prüfen, Unternehmen steuerlich beraten. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater wirst Du erst mit einem eigenen Berufsexamen nach dem Studium.
WirtschaftsjournalismusKonjunkturdaten, Firmenbilanzen und Wirtschaftspolitik so erklären, dass jeder sie versteht. Das Studium liefert das Fachwissen, den Einstieg bringen meist Praktika oder ein Volontariat.
SchuleÖkonomik oder Wirtschaftswissenschaften mit Bachelor und Master of Education sind der Weg zum Wirtschaftslehrer, danach folgt das Referendariat. Für berufliche Schulen führt er meist über die Wirtschaftspädagogik.

Was macht ein Ökonom im Alltag? Ganz gleich, wo Du landest, der Kern Deiner Arbeit ist ähnlich. Mal geht es darum, ob eine Firma ein neues Werk bauen soll, und mal darum, was ein höherer Mindestlohn mit der Zahl der Jobs macht.

Daten sammeln
Du sammelst Daten.
Rechnen oder modellieren
Aus den Daten baust Du eine Rechnung oder ein Modell.
Empfehlung ableiten
Daraus leitest Du ab, was Du empfiehlst.
Schreiben und präsentieren
Dazu kommt viel Schreiben und Präsentieren, denn eine Analyse nützt nur, wenn andere sie verstehen.

Als Ökonom oder Ökonomin hast Du einen Beruf ohne festen Namen. Auf Deinem Arbeitsvertrag steht später eher Referentin, Analyst, Controllerin oder Berater und nur selten „Ökonom“. Deshalb tauchst Du in der Statistik meist unter einem dieser Berufe auf statt als Wirtschaftswissenschaftler. Das erklärt auch, warum die Gehaltszahl, die wir Dir oben nennen, auf einer so kleinen Gruppe beruht. Eine belastbare Arbeitslosenquote nur für Ökonomen haben wir nicht gefunden, deshalb nennen wir Dir hier keine.

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Wirtschaftswissenschaften (B.A.) neben dem Job studieren
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Was verdienst Du mit Ökonomie?

Im Durchschnitt verdienst Du mit Ökonomie rund 6.841 € brutto im Monat, gemessen an der Berufsgruppe Wirtschaftswissenschaften. Viele Absolventen arbeiten in der Unternehmensorganisation, dort liegt der Wert noch etwas höher.

6.841 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 914 Wirtschaftswissenschaften, Stand 2025.

Ökonomie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Mit Schwerpunkt Volkswirtschaft oder Wirtschaftspolitik gut, denn Theorie und Forschung gelten als nicht ersetzbar, während Software im Controlling fast alles übernehmen könnte. Wir haben dafür beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, das für jeden Beruf bewertet, welche Kerntätigkeiten nach dem Stand der Technik schon Maschinen erledigen könnten. Für den Ökonomen sind es 5 von 12.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Controller
7 von 8
Kerntätigkeiten automatisierbar
Buchhaltung, Planung, Berichte, Revision
Ökonom
5 von 12
Kerntätigkeiten automatisierbar
2013 lag der Wert bei 17 %
Volkswirt
3 von 14
Kerntätigkeiten automatisierbar
Seit 2016 unverändert
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Controller/in“, „Ökonom/in“ und „Volkswirt/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Im Controlling sieht das Bild ganz anders aus als in der Volkswirtschaft. Weiter oben bei den Berufen haben wir Dir das Controlling als klassischen Einstieg vorgestellt, und gerade bei diesem Einstieg ist die Technik schon am weitesten.

Das kann Software übernehmen
  • beim Ökonomen Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation, Controlling sowie Handels- und Steuerrecht
  • beim Volkswirt nur 3 von 14 Kerntätigkeiten. Dieser Wert steht seit 2016 unverändert bei 21 Prozent
  • beim Controller 7 von 8 Kerntätigkeiten, von der Buchhaltung über Finanzplanung und Berichtswesen bis zur Revision. Schon 2013 lag der Wert bei 62 Prozent
Das bleibt bei Dir
  • beim Ökonomen Management, Marketing, Personalwesen, Finanzwirtschaft, Volkswirtschaftslehre und Statistik
  • als Volkswirt Makro- und Mikroökonomie, Wirtschaftspolitik und Forschung
  • beim Controller nur die Betriebswirtschaftslehre
  • in der Unternehmensberatung der größte Teil, der Wert liegt dort bei 25 Prozent

So kannst Du Dein Studium in eine robuste Richtung lenken. Wenn Du auf Volkswirtschaft, Statistik und Wirtschaftspolitik setzt oder in die Beratung willst, arbeitest Du dort, wo das IAB wenig Ersetzbares findet. Zieht es Dich vor allem zum Zahlenwerk im Controlling, solltest Du wissen, dass Software diese Aufgaben technisch übernehmen könnte.

Dass Controller verschwinden, folgt aus den 88 Prozent aber nicht, weil der Futuromat nur die technische Möglichkeit misst. Auch als Volkswirt wirst Du mit neuen Werkzeugen arbeiten, obwohl der Wert dort niedrig ist.

Das Ökonomie-Studium in Zahlen

91.819
Studierende
im ganzen Fach Wirtschaftswissenschaften, Wintersemester 2025/26
46,1 %
davon Frauen
in Wirtschaftswissenschaften
6,2 %
arbeitslos
Berufsbereich Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 91.819 Studierenden in Wirtschaftswissenschaften:
68 %32 %
62.439
an Universitäten
29.380
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?22.582 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Wirtschaftswissenschaften“ (4.952 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 6.841 €
5.218 €untere 25 % daruntermehrobere 25 % ohne Angabe
Anders gesagt: ein Viertel verdient weniger als 5.218 €, die Mitte liegt bei 6.841 €. Wie viel das obere Viertel verdient, weist die Bundesagentur nicht aus: es liegt über der Grenze, bis zu der Gehälter an die Sozialversicherung gemeldet werden.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2025

Passt das Ökonomie-Studium zu Dir?

Passt, wenn Du …
  • Dich fragst, warum Preise steigen oder Firmen pleitegehen
  • gern mit Zahlen, Tabellen und Diagrammen arbeitest
  • Nachrichten aus Wirtschaft und Politik verfolgst
  • Dich erst später auf eine Richtung festlegen willst
  • englische Fachtexte nicht scheust
Eher nicht, wenn Du …
  • Mathematik und Statistik ganz aus dem Weg gehen willst
  • von Anfang an einen fest umrissenen Beruf suchst
  • vor allem neben dem Job studieren willst
  • lieber praktisch als theoretisch arbeitest

Das Bild, das Du vielleicht im Kopf hast, stimmt nur zur Hälfte. Die gängigen Ökonomie-Bilder mit Börsenkursen, Anzügen und Aktiencharts treffen das Studium nur am Rand. Im Hörsaal geht es um Modelle, Daten und Argumente, also um die Frage, warum Menschen so handeln, wie sie handeln, und was passiert, wenn der Staat eingreift. Wenn Dir das Spaß macht, bist Du hier richtig, auch wenn Du Dich nie für Aktien interessiert hast.

Wenn Du neben dem Beruf studieren möchtest, wird die Auswahl dünn.

301
Studiengänge
haben wir gefunden
8
Fernstudiengänge
davon, und das ist wenig
3
duale Studiengänge
davon
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank

Falls Du Studium und Job verbinden willst, lohnt sich deshalb ein Blick in die Nachbarfächer, denn Fern- und duale Angebote in der Betriebswirtschaft findest Du auf unserer Seite zum BWL-Studium. Dort stehen auch die Studiengänge der Fachhochschulen, falls Du es praktischer magst als an der Universität.

IU Internationale Hochschule
Betriebswirtschaftslehre (B.A.) neben dem Job studieren
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Häufige Fragen zum Ökonomie-Studium

Was ist ein Ökonom?
Ein Ökonom oder eine Ökonomin untersucht Wirtschaft wissenschaftlich oder arbeitet mit diesem Wissen, meist nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften, der VWL oder der Economics. Die Bezeichnung ist nicht geschützt. Hast Du einen VWL-Schwerpunkt, nennt man Dich auch Volkswirt oder Volkswirtin.
Was macht ein Ökonom?
Als Ökonom untersuchst Du, wie Unternehmen, Märkte oder ganze Volkswirtschaften funktionieren, und leitest daraus Empfehlungen ab, etwa für eine Firmenleitung, ein Ministerium, eine Bank oder die Öffentlichkeit. Dein Alltag besteht dabei aus Daten, Modellen, Texten und Präsentationen. Welche Arbeitgeber typisch sind, haben wir Dir im Abschnitt zu den Berufen zusammengestellt.
Ökonom: Ausbildung oder Studium?
Du brauchst ein Studium, denn eine Ausbildung zum Ökonom gibt es nicht. Dein Weg führt über ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, der VWL oder der BWL. Eine kaufmännische Ausbildung kann trotzdem ein guter Anfang sein, weil Du mit ihr und Berufserfahrung auch ohne Abitur an die Hochschule kommst.
Was muss man studieren, um Ökonom zu werden?
Am direktesten kommst Du über Studiengänge ans Ziel, die Wirtschaftswissenschaft, Economics oder Volkswirtschaft im Namen tragen. Diese 301 Studiengänge haben wir auf dieser Seite für Dich zusammengestellt. Auch ein BWL-Studium oder ein VWL-Studium macht Dich zum Ökonomen im weiteren Sinn. Wenn Du in die Forschung willst, solltest Du einen Master anhängen.
Wirtschaft, Ökonomie, Studium der Wirtschaftswissenschaften: alles dasselbe?
Im Kern ja, denn Ökonomie ist das Fremdwort für Wirtschaft, und das Studium dazu heißt meist Wirtschaftswissenschaften. Deshalb findest Du auf unserer Seite Wirtschaft studieren auch dieselbe Zahl von 301 Studiengängen an 96 Hochschulen. Unterschiede gibt es erst im Schwerpunkt, je nachdem, ob ein Studiengang mehr BWL, mehr VWL oder beides enthält.
Ist ein Bachelor „Ökonomie“ und „Wirtschaftswissenschaften“ dasselbe?
Inhaltlich sind sie weitgehend gleich. Beide verbinden BWL und VWL und beginnen mit denselben Grundlagen wie Mikro- und Makroökonomie, Mathematik, Statistik und Rechnungswesen. Welchen Namen ein Studiengang trägt, entscheidet die Hochschule, und am Inhalt ändert das wenig. Ob ein Studiengang mehr BWL oder mehr VWL enthält, siehst Du im Modulhandbuch.
Schreibt man Ökonomie oder Oekonomie?
Du kannst beide Schreibweisen verwenden, denn Oekonomie ist einfach die Form ohne Umlaut, wie sie etwa in Internetadressen vorkommt. Daneben gibt es noch das Wort Ökonomik, mit dem die Wissenschaft von der Wirtschaft gemeint ist, während Ökonomie oft die Wirtschaft selbst bezeichnet. Im Alltag werden beide Wörter aber gleich verwendet.
Wie viel Gehalt verdient man nach dem Ökonomie-Studium?
Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verdienst Du in der Berufsgruppe Wirtschaftswissenschaften auf der Expertenebene 6.841 Euro brutto im Monat, allerdings beruht der Wert auf nur 4.952 Beschäftigten. In der Berufsgruppe Unternehmensorganisation und -strategie, in der viele Absolventen arbeiten, sind es auf der Expertenebene 7.515 Euro bei 390.511 Beschäftigten. Beide Zahlen haben den Stand 2025 und gelten für alle Altersgruppen. Ein Einstiegsgehalt weist die Statistik leider nicht aus.
Kann ich Ökonomie und BWL dual studieren, also mit Gehalt?
In Ökonomie ist das kaum möglich, denn nur 3 der 301 Studiengänge, die wir gefunden haben, sind dual. Im dualen Studium zahlt Dir ein Betrieb eine Vergütung, und dafür arbeitest Du in festen Phasen dort mit. Wenn Dir dieser Weg wichtig ist, findest Du duale Angebote in der Betriebswirtschaft auf unserer Seite zum BWL-Studium.
Gibt es ein Fernstudium Ökonomie?
Ja, aber nur wenige, denn von den 301 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 8 Fernstudiengänge. Ökonomie ist vor allem ein Präsenzstudium an Universitäten. Die Studiengänge, die Du in der Tabelle oben siehst, stammen aus Nachbarfächern wie Wirtschaftswissenschaften und BWL und sind Angebote unserer Werbepartner.
Kann ich Ökonomie ohne NC studieren?
Ja, das geht, denn von den 147 Bachelor sind 65 ohne Zulassungsbeschränkung und 82 mit. Bei den 148 Mastern zählt ohnehin Dein erster Hochschulabschluss. Eine NC-Zahl nennen wir Dir bewusst nicht, weil sie jedes Semester neu entsteht. Alle Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung haben wir Dir in einer eigenen Liste zusammengestellt.
Was ist Plurale Ökonomik?
Plurale Ökonomik ist eine Richtung, die neben der vorherrschenden Lehre auch andere ökonomische Denkschulen ernst nimmt und Fächer wie Soziologie, Geschichte und Philosophie einbezieht. Wenn Dich das reizt, kannst Du sie an der Uni Siegen als eigenen Studiengang studieren, dort heißt er Plurale Ökonomik (M.A.).

Angebote fürs Studium per E-Mail

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Weiter zum Ökonomie-Studium

Daten in diesem ArtikelEigene Auswertung der myStipendium-Datenbank zu Studiengängen, Hochschulen, Studienorten, Abschlüssen und Zulassung, Stand 24.09.2026. Gezählt sind alle Studiengänge, die Wirtschaftswissenschaft, Economics oder Volkswirtschaft im Namen tragen - dieselbe Abfrage wie auf unseren Seiten Wirtschaft studieren und Wirtschaftswissenschaften. 5 der 301 Einträge sind Doppelungen (gleicher Name, gleiche Hochschule, gleicher Abschluss), meist die Vollzeit- und die Teilzeitvariante desselben Angebots. Studiengänge, die nur Betriebswirtschaftslehre heißen, sowie Sozial-, Gesundheits-, Sport- und Fitnessökonomie haben eigene Seiten mit eigener Zählung.
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 914 Wirtschaftswissenschaften und Berufsgruppe 713 Unternehmensorganisation und -strategie, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2025. Für die Gruppe Wirtschaftswissenschaften veröffentlicht die Bundesagentur nur die Expertenebene.
Universität Jena, Seite „Semesterbeitrag“ (uni-jena.de/575/semesterbeitrag), Werte für das Wintersemester 2026/27, abgerufen am 24.09.2026.
Für Regelstudienzeit, Studiengebühren, Zulassung, Sprachnachweise und Bewerbungsfristen: die Studien- und Prüfungsordnungen sowie die Internetseiten der jeweiligen Hochschulen.

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