- Fernstudium, ortsunabhängig
- Dauer: 6 Semester
- Ohne Numerus clausus
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Inhalt12 Abschnitte
- Wo kann ich Informationswissenschaft studieren?
- Welche Voraussetzungen brauchst Du?
- Informationswissenschaft oder Informatik – wo ist der Unterschied?
- Welche Inhalte erwarten Dich im Informationswissenschaft-Studium?
- Bachelor, Master oder Archivdienst: Wie ist das Studium aufgebaut?
- Was kannst Du mit Informationswissenschaft werden?
- Was verdienst Du mit Informationswissenschaft?
- Informationswissenschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
- Das Informationswissenschaft-Studium in Zahlen
- Für wen eignet sich das Informationswissenschaft-Studium?
- Häufige Fragen
- Weiter zum Informationswissenschaft-Studium
Wo kann ich Informationswissenschaft studieren?
Informationswissenschaft kannst Du meist an Fachhochschulen und seltener an Universitäten studieren, fast immer vor Ort, vereinzelt auch dual oder im Fernstudium. Wenn Du nach Studiengängen suchst, lohnt sich ein genauer Blick auf den Namen, denn viele heißen Bibliotheks- und Informationswissenschaft oder Bibliotheks- und Informationsmanagement.

- ortsunabhängig, 6 Semester Regelstudienzeit
- ohne Numerus clausus


| Studiengang | Hochschule | Ort | Abschluss |
|---|---|---|---|
| Bibliothek und Digitale Information | HdM Stuttgart | – | Bachelor of Arts |
| Bibliothek und digitale Kommunikation | TH Köln | Köln | Bachelor of Arts |
| Bibliotheks- und Informationsmanagement | HdM Stuttgart | Stuttgart | Bachelor of Arts |
| Bibliotheks- und Informationsmanagement | HAW Hamburg | Hamburg | Bachelor of Arts |
| Bibliotheks- und Informationsmanagement | Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern | München | Bachelor of Arts |
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| Studiengang | Hochschule | Ort | Abschluss |
|---|---|---|---|
| Bibliotheks- und Informationswissenschaft | HTWK Leipzig (Hochschule für Technik Wirtschaft und Kultur Leipzig) | Leipzig | Bachelor of Arts |
| Bibliotheks- und Informationswissenschaft | HU Berlin | Berlin | Bachelor of Arts |
| Bibliothekswissenschaft | FH Potsdam | Potsdam | Bachelor of Arts |
| Informationswissenschaft | Uni Regensburg | Regensburg | Bachelor of Arts |
| Information Science | Hochschule Darmstadt | Darmstadt | Bachelor of Science |
| Gehobener Archivdienst | Archivschule Marburg | Marburg | Diplom |
| Bibliotheks- und Informationswissenschaft (MALIS) | TH Köln | Köln | Master in Library and Information Science |
| Bibliotheks- und Informationswissenschaft | HTWK Leipzig (Hochschule für Technik Wirtschaft und Kultur Leipzig) | Leipzig | Master of Arts |
| Bibliotheks- und Informationswissenschaft | HU Berlin | Berlin | Master of Arts |
| Digitalisierung, Innovation und Informationsmanagement | HS Bremerhaven | Bremerhaven | Master of Arts |
| Information Science | HU Berlin | Berlin | Master of Arts |
| Informationswissenschaft | Uni Regensburg | Regensburg | Master of Arts |
| Informationswissenschaften | FH Potsdam | Potsdam | Master of Arts |
| Internationales Informationsmanagement - Informationswissenschaft | Uni Hildesheim | Hildesheim | Master of Arts |
| Informationswissenschaft | Hochschule Darmstadt | Darmstadt | Master of Science |
| Höherer Archivdienst | Archivschule Marburg | Marburg | Staatsexamen |
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026. Gezählt sind Studiengänge mit dem Fachschwerpunkt Informationswissenschaften oder Bibliothekswesen, deren Name Informationswissenschaft, Information Science, Bibliothek, Library, Informationsmanagement oder Archiv enthält – ohne Zertifikatskurse.
Die größte Auswahl hast Du an der HU Berlin mit 3 Studiengängen, nämlich dem Bachelor und dem Master Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie dem Master Information Science. Von den 21 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 3 dual, und einer läuft als Fernstudium. Für ein so kleines Fach ist das ein hoher Anteil, und das hängt damit zusammen, dass Bibliotheken, Archive und Behörden ihren Nachwuchs häufig selbst ausbilden.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für die Universität brauchst Du das volle Abitur, also die allgemeine Hochschulreife, für die Fachhochschule genügt schon das Fachabitur. Die fachgebundene Hochschulreife öffnet Dir beide Wege. Welcher Schulabschluss reicht, hängt also von der Hochschulart ab, und falls Du kein Abitur hast, geht es oft auch ohne.
NC fürs Informationswissenschaft-Studium
Was solltest Du mitbringen?
- Fachabitur: genügt für die Fachhochschule
- Abgeschlossene Berufsausbildung, zum Beispiel als Fachinformatiker oder aus einer Bibliothek: in vielen Bundesländern reicht sie für eine Bewerbung
- Die Regeln legt jedes Bundesland selbst fest - frag im Zweifel direkt bei der Hochschule nach, bevor Du den Weg abschreibst
- Den passenden Schulabschluss - für die Universität das volle Abitur, für die Fachhochschule das Fachabitur
- Interesse am Ordnen von Information - das Fach erschließt Information und macht sie wiederauffindbar. Systeme baut die Informatik
- Für den Archivdienst - den Willen zu einer Laufbahn im öffentlichen Dienst
Informationswissenschaft oder Informatik – wo ist der Unterschied?
Wenn Du erzählst, dass Du Informationswissenschaft studieren möchtest, verstehen viele erst einmal Informatik. Diese Verwechslung wird Dir vermutlich öfter begegnen, und sie führt Dich in die falsche Richtung.
In der Informatik baust Du Systeme. Dazu gehören Programme, Datenbanken, Netze und Algorithmen. In der Informationswissenschaft sorgst Du dafür, dass Information wiederzufinden ist. Du ordnest, beschreibst, erschließt und bewertest Informationen, und zwar in Bibliotheken, in Archiven, in Unternehmen und im Netz. Das Fach ist damit ein eigenes Fach mit eigenen Methoden und gehört nicht als Teilgebiet zur Informatik.
| Frage | Informationswissenschaft | Informatik |
|---|---|---|
| Worum geht es? | Information ordnen, erschließen und wiederfinden | Systeme bauen |
| Typische Aufgabe | Einen Bestand so beschreiben, dass andere ihn finden | Eine Software entwickeln |
| Typischer Arbeitsplatz | Bibliothek, Archiv, Dokumentation, Suchmaschine | IT-Abteilung, Softwarehaus |
| Programmieren | Werkzeug unter anderen | Kernfach |
Wenn Du Informationswissenschaften studieren willst, solltest Du deshalb nicht nur unter einem Stichwort suchen, denn ein Informationswissenschaften-Studium läuft an vielen Hochschulen unter Bibliothek, Archiv oder Informationsmanagement. Verwechsle das Fach aber nicht mit Informationswirtschaft oder mit Informationsmanagement. Das ist ein eigener Studiengang mit eigener Ausrichtung, dem wir eine eigene Seite gewidmet haben.
Welche Inhalte erwarten Dich im Informationswissenschaft-Studium?
Mit Information meinen Informationswissenschaftler den Teil des Wissens, der gerade im Einsatz ist. Gemeint ist also das, was jemand in einer konkreten Lage braucht. Im Studium lernst Du deshalb, Informationen so aufzubereiten, dass andere sie verstehen, und sie so in Systeme einzupflegen, dass man sie rasch wiederfindet. Außerdem erforschst Du, welchen Weg Information durch einen Betrieb oder durchs Netz nimmt.
Wie Dein Studienplan im Einzelnen aussieht, hängt vom Profil der Hochschule ab. Manche Hochschulen setzen auf Archiv-, Bibliotheks- und Dokumentationswissenschaft, andere auf Informatik, und wieder andere kommen von der Medien- und Kommunikationswissenschaft oder von der Sprachwissenschaft her. Deshalb unterscheidet sich das Fach von Ort zu Ort, und es lohnt sich für Dich, vor der Bewerbung genau hinzuschauen.
Informationswissenschaft ist ein wissenschaftliches Studium. Du arbeitest also mit Methoden, Studien und Quellen und eben nicht allein mit Werkzeugen. Mathe und Informatik gehören dazu, stehen aber nicht im Zentrum. Wenn Du vor allem programmieren willst, bist Du in der Informatik besser aufgehoben.

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Bachelor, Master oder Archivdienst: Wie ist das Studium aufgebaut?
Du hast drei Wege, um in das Fach einzusteigen. Zwei davon kennst Du aus jedem anderen Studium, der dritte ist dagegen eine Besonderheit dieses Fachs.
Der Archivweg ist der ungewöhnlichste im ganzen Fach. Der Gehobene und der Höhere Archivdienst sind anders als ein gewöhnliches Studium Laufbahnausbildungen für den öffentlichen Dienst, bei denen Deine Ausbildung und Deine spätere Stelle zusammenhängen. Deshalb begegnen Dir in diesem Fach auch Abschlüsse, die es sonst kaum noch gibt, nämlich ein Diplom und ein Staatsexamen.
Von den 21 Studiengängen, die wir gefunden haben, kannst Du 3 dual studieren und einen als Fernstudium. Im dualen Studium bist Du bei einem Arbeitgeber angestellt und wechselst zwischen Hochschule und Dienststelle, sodass Du von Anfang an Praxis sammelst.
Was kannst Du mit Informationswissenschaft werden?
Nach dem Abschluss kommen für Dich drei Bereiche infrage, nämlich Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen, die Archive von Medienhäusern und Konzerne aus der IT. Deine Aufgabe ist dabei überall ähnlich, denn Du richtest die Informationsverwaltung ein, hältst sie aktuell und verbesserst sie Schritt für Schritt.
Hinzu kommt alles, was damit zu tun hat, dass Menschen Information finden. Wir haben Dir ein paar Beispiele dafür zusammengestellt, was Du entwickeln und verbessern kannst:
- Datenbanken
- Suchmaschinen
- Informationssysteme in mehreren Sprachen
- Intranets
- maschinelle Übersetzung
- Informationssysteme für den Onlinehandel
- den Einsatz von Sprachsoftware
- automatische Indexierung, etwa jugendschutzrelevanter Inhalte
Was verdienst Du mit Informationswissenschaft?
Mit Informationswissenschaft verdienst Du auf einer Stelle für Akademiker im Durchschnitt 5.150 € brutto im Monat. Bibliotheken, Archive und Behörden zahlen meist nach Tarif, deshalb gibt es wenig Ausreißer.
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Medien-, Dokumentations- und Informationsdienste, Stand 2024.
Informationswissenschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Nur in Teilen, denn Recherche und das Ordnen von Beständen gelten als gut automatisierbar, doch wenn Du Datenbanken entwickelst oder entscheidest, was in einen Bestand gehört, bist Du besser aufgestellt. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, der berechnet, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs heute technisch automatisierbar wäre. Für Informationswissenschaftler sind es 6 von 10, im Jahr 2013 waren es erst 25 Prozent.
Diese Tätigkeiten rechnet das IAB der Maschine zu. Falls es Dich ins Archiv zieht, sieht es dort ähnlich aus wie beim Informationswissenschaftler. Die Bibliothek ist der stabilste Arbeitsplatz im Fach. Beim Bibliothekar liegt der Wert seit 2013 bei 44 Prozent.
Deutlich höher liegt der Dokumentar mit 7 von 10, und noch stärker betroffen ist die Ausbildungsebene. Beim Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Information und Dokumentation sind es 5 von 6. Wie Du im Gehaltsabschnitt gesehen hast, arbeiten auf dieser Fachkraftebene mit 20.849 Beschäftigten die meisten im Feld.
- Informationswissenschaftler: Recherche, Informationsbeschaffung, das Systematisieren, Wissensmanagementsysteme und Suchmaschinenoptimierung
- Archivar: Bestandsaufnahme, Katalogisieren und das Auswerten von Quellen
- Bibliothekar: Katalogisieren, Bibliografie und Bestandspflege
- Informationswissenschaftler: Datenbankentwicklung, Informationsmanagement und der Aufbau von Beständen
- Archivar: das Bewerten und Auswählen von Archivgut
- Bibliothekar: Wissensmanagement, Bestandsaufbau und die Auswahl der Medien
Diese Schwerpunkte lohnen sich für Dich. Wenn Du im Studium Datenbanken, Informationsmanagement und Bestandsaufbau vertiefst, lernst Du genau die Teile, die das IAB beim Menschen sieht. Das Katalogisieren steht dagegen beim Archivar, beim Bibliothekar und beim Dokumentar auf der Seite der ersetzbaren Tätigkeiten.
Das IAB weist allerdings selbst darauf hin, dass ein hoher Wert nicht das Ende eines Berufs bedeutet und dass sich auch Berufe mit niedrigem Wert verändern.
Das Informationswissenschaft-Studium in Zahlen
an Universitäten1.274
an Fachhochschulen
Für wen eignet sich das Informationswissenschaft-Studium?
Das Fach liegt dort, wo Mensch und Technik aufeinandertreffen. Deshalb gehört Neugier auf Menschen genauso dazu wie die Arbeit am Rechner, und Du solltest wissen wollen, wie sie suchen, was sie verstehen und woran sie scheitern. Programmieren musst Du zu Beginn nicht können, Du solltest aber bereit sein, es zu lernen.
Passt das Studium zu Dir?
- gern ordnest und Geduld mit Details hast
- wissen willst, wie Menschen suchen und finden
- Sprache magst und genau formulierst
- Technik als Werkzeug siehst, nicht als Selbstzweck
- Dir einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst vorstellen kannst
- Software selbst bauen willst – das ist Informatik
- mit schnellen Gehaltssprüngen rechnest
- Systematik und Regelwerke langweilig findest
- ein Fach mit einem einzigen klaren Berufsbild suchst

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Studium Informationswissenschaft?
Wie lange dauert das Studium?
Wie hoch ist das Gehalt?
Ist Informationswissenschaft dasselbe wie Informationsmanagement?
Kann ich Informationswissenschaften ohne Abitur studieren?
Brauche ich Programmierkenntnisse?
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- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgruppe Medien-, Dokumentations- und Informationsdienste, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024.
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