Informationswissenschaft-Studium: Unis, Inhalte & Gehalt

AnzeigeWirtschaftsinformatik (B.Sc.)IU Internationale Hochschule* · FernstudiumIU Internationale HochschuleKostenlos und unverbindlich · ohne NC
  • Fernstudium, ortsunabhängig
  • Dauer: 6 Semester
  • Ohne Numerus clausus

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Informationswissenschaft studieren - auf einen Blick
Was ist das genau?Nicht Informatik. Informatik baut Systeme. Informationswissenschaft ordnet Information, erschließt sie und macht sie wiederauffindbar.In Bibliotheken, Archiven, Unternehmen und im Netz.
Brauche ich einen NC?Meistens ja: 6 von 10 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, nur 4 sind zulassungsfrei.Welcher Schnitt zuletzt gereicht hat: NC-Werte je Hochschule.
Wo kann ich studieren?21 Studiengänge an 12 Hochschulen in 12 Städten.Nur 12 davon tragen den Fachnamen im engeren Sinn. Der Rest heißt Bibliotheks- und Informationswissenschaft oder Bibliotheks- und Informationsmanagement.
Wie lange dauert es?Bachelor, dann Master. 10 der 21 Studiengänge sind Bachelor, 9 Master, dazu ein Diplom und ein Staatsexamen für den Archivdienst.Die Regelstudienzeit legt jede Hochschule in ihrer Studienordnung fest.
Was verdienst Du damit?5.150 € brutto im Monat auf der Expertenebene.Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Medien-, Dokumentations- und Informationsdienste, Stand 2024.
Inhalt12 Abschnitte
  1. Wo kann ich Informationswissenschaft studieren?
  2. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  3. Informationswissenschaft oder Informatik – wo ist der Unterschied?
  4. Welche Inhalte erwarten Dich im Informationswissenschaft-Studium?
  5. Bachelor, Master oder Archivdienst: Wie ist das Studium aufgebaut?
  6. Was kannst Du mit Informationswissenschaft werden?
  7. Was verdienst Du mit Informationswissenschaft?
  8. Informationswissenschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
  9. Das Informationswissenschaft-Studium in Zahlen
  10. Für wen eignet sich das Informationswissenschaft-Studium?
  11. Häufige Fragen
  12. Weiter zum Informationswissenschaft-Studium

Wo kann ich Informationswissenschaft studieren?

Informationswissenschaft kannst Du meist an Fachhochschulen und seltener an Universitäten studieren, fast immer vor Ort, vereinzelt auch dual oder im Fernstudium. Wenn Du nach Studiengängen suchst, lohnt sich ein genauer Blick auf den Namen, denn viele heißen Bibliotheks- und Informationswissenschaft oder Bibliotheks- und Informationsmanagement.

1
IU Internationale Hochschule
Wirtschaftsinformatik (B.Sc.)
IU Internationale Hochschule* · Fernstudium
  • ortsunabhängig, 6 Semester Regelstudienzeit
  • ohne Numerus clausus
ohne NC
2
Euro-FH
Wirtschaftsinformatik (B.Sc.)
Euro-FH* · Fernstudium
ohne NC
3
WINGS Hochschule Wismar
Wirtschaftsinformatik (B.Sc.)
WINGS Hochschule Wismar* · Fernstudium
ohne NC
4
PFH Göttingen
Wirtschaftsinformatik (B.Sc.)
PFH Göttingen* · Fernstudium
ohne NC
5
IU Internationale Hochschule
Data Science (B.Sc.)
IU Internationale Hochschule* · Fernstudium · auf Englisch
ohne NC
StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Bibliothek und Digitale InformationHdM Stuttgart–Bachelor of Arts
Bibliothek und digitale KommunikationTH KölnKölnBachelor of Arts
Bibliotheks- und InformationsmanagementHdM StuttgartStuttgartBachelor of Arts
Bibliotheks- und InformationsmanagementHAW HamburgHamburgBachelor of Arts
Bibliotheks- und InformationsmanagementHochschule für den öffentlichen Dienst in BayernMünchenBachelor of Arts
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StudiengangHochschuleOrtAbschluss
Bibliotheks- und InformationswissenschaftHTWK Leipzig (Hochschule für Technik Wirtschaft und Kultur Leipzig)LeipzigBachelor of Arts
Bibliotheks- und InformationswissenschaftHU BerlinBerlinBachelor of Arts
BibliothekswissenschaftFH PotsdamPotsdamBachelor of Arts
InformationswissenschaftUni RegensburgRegensburgBachelor of Arts
Information ScienceHochschule DarmstadtDarmstadtBachelor of Science
Gehobener ArchivdienstArchivschule MarburgMarburgDiplom
Bibliotheks- und Informationswissenschaft (MALIS)TH KölnKölnMaster in Library and Information Science
Bibliotheks- und InformationswissenschaftHTWK Leipzig (Hochschule für Technik Wirtschaft und Kultur Leipzig)LeipzigMaster of Arts
Bibliotheks- und InformationswissenschaftHU BerlinBerlinMaster of Arts
Digitalisierung, Innovation und InformationsmanagementHS BremerhavenBremerhavenMaster of Arts
Information ScienceHU BerlinBerlinMaster of Arts
InformationswissenschaftUni RegensburgRegensburgMaster of Arts
InformationswissenschaftenFH PotsdamPotsdamMaster of Arts
Internationales Informationsmanagement - InformationswissenschaftUni HildesheimHildesheimMaster of Arts
InformationswissenschaftHochschule DarmstadtDarmstadtMaster of Science
Höherer ArchivdienstArchivschule MarburgMarburgStaatsexamen

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 22.09.2026. Gezählt sind Studiengänge mit dem Fachschwerpunkt Informationswissenschaften oder Bibliothekswesen, deren Name Informationswissenschaft, Information Science, Bibliothek, Library, Informationsmanagement oder Archiv enthält – ohne Zertifikatskurse.

So kannst Du Informationswissenschaft studieren
Studiengänge nach Studienform
17
in Präsenz
Vollzeit oder Teilzeit vor Ort an der Hochschule
3
dual
Studium mit Praxisphasen im Unternehmen
1
im Fernstudium
ortsunabhängig, oft neben dem Beruf

Die größte Auswahl hast Du an der HU Berlin mit 3 Studiengängen, nämlich dem Bachelor und dem Master Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie dem Master Information Science. Von den 21 Studiengängen, die wir gefunden haben, sind 3 dual, und einer läuft als Fernstudium. Für ein so kleines Fach ist das ein hoher Anteil, und das hängt damit zusammen, dass Bibliotheken, Archive und Behörden ihren Nachwuchs häufig selbst ausbilden.

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für die Universität brauchst Du das volle Abitur, also die allgemeine Hochschulreife, für die Fachhochschule genügt schon das Fachabitur. Die fachgebundene Hochschulreife öffnet Dir beide Wege. Welcher Schulabschluss reicht, hängt also von der Hochschulart ab, und falls Du kein Abitur hast, geht es oft auch ohne.

NC fürs Informationswissenschaft-Studium

Die drei Wege zum Studienplatz
Vom offensten zum speziellsten Weg
1. Zulassungsfrei einschreiben
Von den 10 Bachelor-Studiengängen sind 4 zulassungsfrei. Dort zählt Deine Note nicht, Du hältst nur die Einschreibefrist ein.
2. Über den Numerus clausus
6 Bachelor sind zulassungsbeschränkt, die Mehrheit hängt also an einem NC. Eine feste NC-Note nennen wir bewusst nicht: Sie ergibt sich jedes Semester neu aus den Bewerbungen. Die Note des letzten Jahres sagt Dir über das nächste Semester wenig.
3. Als Laufbahnausbildung im Archivdienst
Ein Sonderfall: Die beiden Ausbildungen an der Archivschule Marburg bereiten auf den öffentlichen Dienst vor und sind keine gewöhnlichen Studiengänge - mehr dazu weiter unten.

Was solltest Du mitbringen?

Auch ohne Abitur möglich
  • Fachabitur: genügt für die Fachhochschule
  • Abgeschlossene Berufsausbildung, zum Beispiel als Fachinformatiker oder aus einer Bibliothek: in vielen Bundesländern reicht sie für eine Bewerbung
  • Die Regeln legt jedes Bundesland selbst fest - frag im Zweifel direkt bei der Hochschule nach, bevor Du den Weg abschreibst
Was Du faktisch mitbringen solltest
  • Den passenden Schulabschluss - für die Universität das volle Abitur, für die Fachhochschule das Fachabitur
  • Interesse am Ordnen von Information - das Fach erschließt Information und macht sie wiederauffindbar. Systeme baut die Informatik
  • Für den Archivdienst - den Willen zu einer Laufbahn im öffentlichen Dienst

Informationswissenschaft oder Informatik – wo ist der Unterschied?

Wenn Du erzählst, dass Du Informationswissenschaft studieren möchtest, verstehen viele erst einmal Informatik. Diese Verwechslung wird Dir vermutlich öfter begegnen, und sie führt Dich in die falsche Richtung.

In der Informatik baust Du Systeme. Dazu gehören Programme, Datenbanken, Netze und Algorithmen. In der Informationswissenschaft sorgst Du dafür, dass Information wiederzufinden ist. Du ordnest, beschreibst, erschließt und bewertest Informationen, und zwar in Bibliotheken, in Archiven, in Unternehmen und im Netz. Das Fach ist damit ein eigenes Fach mit eigenen Methoden und gehört nicht als Teilgebiet zur Informatik.

FrageInformationswissenschaftInformatik
Worum geht es?Information ordnen, erschließen und wiederfindenSysteme bauen
Typische AufgabeEinen Bestand so beschreiben, dass andere ihn findenEine Software entwickeln
Typischer ArbeitsplatzBibliothek, Archiv, Dokumentation, SuchmaschineIT-Abteilung, Softwarehaus
ProgrammierenWerkzeug unter anderenKernfach
So heißt das Fach an den Hochschulen
Auch der Name sorgt oft für Verwirrung, weil die Hochschulen ihn unterschiedlich wählen.
Informationswissenschaftan der Uni Regensburg
Informationswissenschaftenim Plural, an der FH Potsdam
Bibliotheks- und InformationswissenschaftDas steht auf Deinem Zeugnis, wenn Du an der HU Berlin oder an der HTWK Leipzig studierst.
Bibliotheks- und Informationsmanagementan der HdM Stuttgart und der HAW Hamburg
Information Sciencean der Hochschule Darmstadt und in einem Master der HU Berlin

Wenn Du Informationswissenschaften studieren willst, solltest Du deshalb nicht nur unter einem Stichwort suchen, denn ein Informationswissenschaften-Studium läuft an vielen Hochschulen unter Bibliothek, Archiv oder Informationsmanagement. Verwechsle das Fach aber nicht mit Informationswirtschaft oder mit Informationsmanagement. Das ist ein eigener Studiengang mit eigener Ausrichtung, dem wir eine eigene Seite gewidmet haben.

Welche Inhalte erwarten Dich im Informationswissenschaft-Studium?

Mit Information meinen Informationswissenschaftler den Teil des Wissens, der gerade im Einsatz ist. Gemeint ist also das, was jemand in einer konkreten Lage braucht. Im Studium lernst Du deshalb, Informationen so aufzubereiten, dass andere sie verstehen, und sie so in Systeme einzupflegen, dass man sie rasch wiederfindet. Außerdem erforschst Du, welchen Weg Information durch einen Betrieb oder durchs Netz nimmt.

Typische Fächer im Bachelor
Informationsmarkt
Informationsverhaltenwie Menschen suchen, fragen und finden
Programmierung und Softwareentwicklung
Informationslinguistikdie Verständigung zwischen Mensch und Maschine über Sprache
Informations- und Medienrecht
Wissen darstellen und verarbeitensicheres und unsicheres Wissen
Praktische Informatik

Wie Dein Studienplan im Einzelnen aussieht, hängt vom Profil der Hochschule ab. Manche Hochschulen setzen auf Archiv-, Bibliotheks- und Dokumentationswissenschaft, andere auf Informatik, und wieder andere kommen von der Medien- und Kommunikationswissenschaft oder von der Sprachwissenschaft her. Deshalb unterscheidet sich das Fach von Ort zu Ort, und es lohnt sich für Dich, vor der Bewerbung genau hinzuschauen.

Informationswissenschaft ist ein wissenschaftliches Studium. Du arbeitest also mit Methoden, Studien und Quellen und eben nicht allein mit Werkzeugen. Mathe und Informatik gehören dazu, stehen aber nicht im Zentrum. Wenn Du vor allem programmieren willst, bist Du in der Informatik besser aufgehoben.

Euro-FH
Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) ohne NC studieren
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Bachelor, Master oder Archivdienst: Wie ist das Studium aufgebaut?

Du hast drei Wege, um in das Fach einzusteigen. Zwei davon kennst Du aus jedem anderen Studium, der dritte ist dagegen eine Besonderheit dieses Fachs.

Bachelor – 10 Studiengänge
Der grundständige Weg. Am Ende steht je nach Hochschule ein Bachelor of Arts oder ein Bachelor of Science.
Master – 9 Studiengänge
Du brauchst einen Bachelor in Informationswissenschaft oder in einem verwandten Fach. Fehlende Kenntnisse holst Du in zusätzlichen Modulen nach. Am Ende steht ein Master of Arts, ein Master of Science – oder an der TH Köln der berufsbegleitende Master in Library and Information Science, kurz MALIS.
Archivdienst – Diplom und Staatsexamen
Die Archivschule Marburg bildet für den Gehobenen Archivdienst (Abschluss: Diplom) und den Höheren Archivdienst (Abschluss: Staatsexamen) aus.

Der Archivweg ist der ungewöhnlichste im ganzen Fach. Der Gehobene und der Höhere Archivdienst sind anders als ein gewöhnliches Studium Laufbahnausbildungen für den öffentlichen Dienst, bei denen Deine Ausbildung und Deine spätere Stelle zusammenhängen. Deshalb begegnen Dir in diesem Fach auch Abschlüsse, die es sonst kaum noch gibt, nämlich ein Diplom und ein Staatsexamen.

Von den 21 Studiengängen, die wir gefunden haben, kannst Du 3 dual studieren und einen als Fernstudium. Im dualen Studium bist Du bei einem Arbeitgeber angestellt und wechselst zwischen Hochschule und Dienststelle, sodass Du von Anfang an Praxis sammelst.

Was kannst Du mit Informationswissenschaft werden?

Nach dem Abschluss kommen für Dich drei Bereiche infrage, nämlich Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen, die Archive von Medienhäusern und Konzerne aus der IT. Deine Aufgabe ist dabei überall ähnlich, denn Du richtest die Informationsverwaltung ein, hältst sie aktuell und verbesserst sie Schritt für Schritt.

Bibliothekarin, BibliothekarIn wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken: Bestände aufbauen, erschließen, zugänglich machen und Nutzer beraten.öffentlicher Dienst
Archivarin, ArchivarUnterlagen bewerten, ordnen, verzeichnen und dauerhaft lesbar halten – auf Papier und digital.öffentlicher Dienst
Information und DokumentationIn Unternehmen, Kanzleien, Kliniken und Redaktionen: Wissensbestände ordnen, Recherchen liefern, Datenbanken pflegen.Wirtschaft
Suche und InformationsarchitekturSuchfunktionen, Schlagwortsysteme und Portale so bauen, dass Menschen finden, was sie suchen.Wirtschaft

Hinzu kommt alles, was damit zu tun hat, dass Menschen Information finden. Wir haben Dir ein paar Beispiele dafür zusammengestellt, was Du entwickeln und verbessern kannst:

  • Datenbanken
  • Suchmaschinen
  • Informationssysteme in mehreren Sprachen
  • Intranets
  • maschinelle Übersetzung
  • Informationssysteme für den Onlinehandel
  • den Einsatz von Sprachsoftware
  • automatische Indexierung, etwa jugendschutzrelevanter Inhalte
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Was verdienst Du mit Informationswissenschaft?

Mit Informationswissenschaft verdienst Du auf einer Stelle für Akademiker im Durchschnitt 5.150 € brutto im Monat. Bibliotheken, Archive und Behörden zahlen meist nach Tarif, deshalb gibt es wenig Ausreißer.

5.150 €
Durchschnittsgehalt
brutto im Monat

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe Medien-, Dokumentations- und Informationsdienste, Stand 2024.

Informationswissenschaft und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?

Kurze Antwort: Nur in Teilen, denn Recherche und das Ordnen von Beständen gelten als gut automatisierbar, doch wenn Du Datenbanken entwickelst oder entscheidest, was in einen Bestand gehört, bist Du besser aufgestellt. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, der berechnet, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs heute technisch automatisierbar wäre. Für Informationswissenschaftler sind es 6 von 10, im Jahr 2013 waren es erst 25 Prozent.

Wie viel Software in diesen Berufen schon übernehmen könnte
Jedes Kästchen steht für eine Kerntätigkeit des Berufs. Orange heißt: Das könnte Software nach heutigem Stand erledigen. Wie viele Stellen wegfallen, sagt das nicht.
Informationswissenschaftler
6 von 10
Kerntätigkeiten automatisierbar
Recherche, Ordnen und SEO
Archivar
5 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Katalogisieren und Quellen auswerten
Bibliothekar
4 von 9
Kerntätigkeiten automatisierbar
Seit 2013 unverändert
Quelle: IAB Job-Futuromat, Berufe „Informationswissenschaftler/in“, „Archivar/in“ und „Bibliothekar/in“; Stand der Technik 2022, abgerufen am 24.09.2026.

Diese Tätigkeiten rechnet das IAB der Maschine zu. Falls es Dich ins Archiv zieht, sieht es dort ähnlich aus wie beim Informationswissenschaftler. Die Bibliothek ist der stabilste Arbeitsplatz im Fach. Beim Bibliothekar liegt der Wert seit 2013 bei 44 Prozent.

Deutlich höher liegt der Dokumentar mit 7 von 10, und noch stärker betroffen ist die Ausbildungsebene. Beim Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Information und Dokumentation sind es 5 von 6. Wie Du im Gehaltsabschnitt gesehen hast, arbeiten auf dieser Fachkraftebene mit 20.849 Beschäftigten die meisten im Feld.

Das kann Software übernehmen
  • Informationswissenschaftler: Recherche, Informationsbeschaffung, das Systematisieren, Wissensmanagementsysteme und Suchmaschinenoptimierung
  • Archivar: Bestandsaufnahme, Katalogisieren und das Auswerten von Quellen
  • Bibliothekar: Katalogisieren, Bibliografie und Bestandspflege
Das bleibt bei Dir
  • Informationswissenschaftler: Datenbankentwicklung, Informationsmanagement und der Aufbau von Beständen
  • Archivar: das Bewerten und Auswählen von Archivgut
  • Bibliothekar: Wissensmanagement, Bestandsaufbau und die Auswahl der Medien

Diese Schwerpunkte lohnen sich für Dich. Wenn Du im Studium Datenbanken, Informationsmanagement und Bestandsaufbau vertiefst, lernst Du genau die Teile, die das IAB beim Menschen sieht. Das Katalogisieren steht dagegen beim Archivar, beim Bibliothekar und beim Dokumentar auf der Seite der ersetzbaren Tätigkeiten.

Das IAB weist allerdings selbst darauf hin, dass ein hoher Wert nicht das Ende eines Berufs bedeutet und dass sich auch Berufe mit niedrigem Wert verändern.

Das Informationswissenschaft-Studium in Zahlen

2.523
Studierende
Wintersemester 2025/26
77,3 %
davon Frauen
Wintersemester 2025/26
4,6 %
arbeitslos
Beruf Medien-, Dokumentations- und Informationsdienste, 2025
Uni oder Fachhochschule?
So verteilen sich die 2.523 Studierenden:
50 %50 %
1.249
an Universitäten
1.274
an Fachhochschulen
Und wie viele fangen neu an?668 studieren im Wintersemester 2025/26 im ersten Fachsemester.
Was verdienst Du damit?
Brutto im Monat, Vollzeit, Berufsgruppe „Medien-, Dokumentations- und Informationsdienste“ (9.079 Beschäftigte). Der Strich zeigt die Mitte: die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger.
Mitte 5.150 €
4.253 €untere 25 % darunter6.096 €obere 25 % darüber
Anders gesagt: die mittleren 50 % verdienen zwischen 4.253 und 6.096 € im Monat. Mit einer Berufsausbildung statt Studium liegt die Mitte in derselben Berufsgruppe bei 4.334 €.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende im Wintersemester 2025/26 · Bundesagentur für Arbeit, berufsspezifische Arbeitslosenquoten 2025 · Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 2024

Für wen eignet sich das Informationswissenschaft-Studium?

Das Fach liegt dort, wo Mensch und Technik aufeinandertreffen. Deshalb gehört Neugier auf Menschen genauso dazu wie die Arbeit am Rechner, und Du solltest wissen wollen, wie sie suchen, was sie verstehen und woran sie scheitern. Programmieren musst Du zu Beginn nicht können, Du solltest aber bereit sein, es zu lernen.

Passt das Studium zu Dir?

Passt, wenn Du …
  • gern ordnest und Geduld mit Details hast
  • wissen willst, wie Menschen suchen und finden
  • Sprache magst und genau formulierst
  • Technik als Werkzeug siehst, nicht als Selbstzweck
  • Dir einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst vorstellen kannst
Eher nicht, wenn Du …
  • Software selbst bauen willst – das ist Informatik
  • mit schnellen Gehaltssprüngen rechnest
  • Systematik und Regelwerke langweilig findest
  • ein Fach mit einem einzigen klaren Berufsbild suchst
WINGS Hochschule Wismar
Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) neben dem Job studieren
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Häufige Fragen

Lohnt sich ein Studium Informationswissenschaft?
Das Fach ist klein, denn wir haben bundesweit 21 Studiengänge an 12 Hochschulen gefunden. Die Gehaltsstufen liegen eng beieinander, und große Sprünge nach oben sind selten. Dafür ist die Fachkraftebene mit 20.849 Beschäftigten die größte Gruppe im Entgeltatlas. Du lernst also keinen Nischenberuf für eine Handvoll Leute.
Wie lange dauert das Studium?
Bachelor und Master sind zwei getrennte Abschnitte, und der Archivdienst geht eigene Wege. Wie lange das Studium konkret geht, legt jede Hochschule in ihrer Studienordnung fest, eine bundesweit einheitliche Dauer gibt es nicht. Am besten schaust Du deshalb auf die Seite des Studiengangs, der Dich interessiert.
Wie hoch ist das Gehalt?
Auf der Expertenebene liegt das Gehalt bei 5.150 € brutto im Monat, auf der Spezialistenebene bei 4.848 € und auf der Fachkraftebene bei 4.334 €. Ein Viertel der Experten verdient weniger als 4.253 €, ein Viertel mehr als 6.096 €. Wir haben diese Zahlen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024.
Ist Informationswissenschaft dasselbe wie Informationsmanagement?
Nein, auch wenn die Begriffe nah beieinanderliegen und mehrere Studiengänge Bibliotheks- und Informationsmanagement heißen. Das Informationsmanagement ist ein eigener Studiengang, der stärker auf Betrieb und Steuerung ausgerichtet ist, und deshalb zählen wir ihn getrennt. Auch Informationswirtschaft ist ein anderes Fach.
Kann ich Informationswissenschaften ohne Abitur studieren?
Ja, das klappt häufig, denn mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Berufserfahrung kommst Du in vielen Bundesländern an eine Hochschule. Welche Nachweise genau verlangt werden, regelt jedes Bundesland selbst, deshalb fragst Du am besten direkt bei der Hochschule nach.
Brauche ich Programmierkenntnisse?
Nein, vor dem Studium musst Du noch nicht programmieren können. Softwareentwicklung, Programmierung und praktische Informatik stehen zwar in vielen Studienplänen, aber Du lernst sie im Studium Schritt für Schritt. Du solltest allerdings bereit sein, Dich darauf einzulassen.

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  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
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  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Weiter zum Informationswissenschaft-Studium

  • Eigene Auswertung der myStipendium-Studiengangsdatenbank, Stand 22.09.2026: 21 Studiengänge an 12 Hochschulen in 12 Studienorten, ohne Zertifikatskurse.
  • Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgruppe Medien-, Dokumentations- und Informationsdienste, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024.

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