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Hochschulranking Deutschland: Die besten Unis Deutschlands

Du hast keinen Plan, wo Du studieren sollst? Ein Hochschulranking kann Dir die Entscheidung erleichtern. Wir haben die bekanntesten Uni-Rankings unter die Lupe genommen und sagen Dir, welche die besten Unis Deutschlands sind. Außerdem erklären wir Dir, wie so ein Ranking von Universitäten überhaupt zustande kommt und was die Ergebnisse für Dich persönlich bedeuten.

Was sagt ein Hochschulranking aus?

Ein sogenanntes Hochschulranking ist ganz einfach eine Rangliste, die die besten Unis Deutschlands auszeichnet. Seinen Ursprung hat das Universitäten-Ranking im angloamerikanischen Raum. Mittlerweile kursiert auch hierzulande eine ganze Reihe von "beste-Unis-in-Deutschland"-Listen in den Medien. Einige von ihnen sind international, andere beschränken sich auf die deutsche Hochschul-Landschaft. Doch je nach Hochschulranking nehmen oft ganz unterschiedliche Unis die Spitzenplätze ein.

Ganz so einfach lässt sich die Frage offenbar nicht beantworten, welche die beste der Unis in Deutschland ist. Kein Wunder, denn jedes Hochschulranking berücksichtigt unterschiedliche Kriterien und Datenquellen: Mal werden wissenschaftliche Publikationen gezählt, ein anderes Mal Professoren oder Studierende befragt. Wieder andere Rankings berücksichtigen die Ausstattung und die finanzielle Situation der Unis. Doch welches Hochschulranking für Deutschland ist jetzt das wichtigste oder beste?

Die besten Unis Deutschlands: Zusammenfassung der Uni-Rankings

Jedes Hochschulranking setzt andere Schwerpunkte und rückt unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund. Wir haben daher die bekanntesten Rankings für "beste Universitäten in Deutschland" gesammelt und zu einer einzigen Liste zusammengefasst. Das so entstandene Universitätsranking für Deutschland hat eine breitere Datenbasis. Das heißt, es berücksichtigt mehr und unterschiedlichere Aspekte als jedes einzelne Uni-Ranking für sich. Dadurch zeichnet es ein umfassenderes Bild von der Qualität der Hochschulen.

Doch Vorsicht: Ein guter Platz im Uni-Ranking für Deutschland muss nicht bedeuten, dass die jeweilige Hochschule auch für Dich die beste ist! Denn vielleicht sind für Dich persönlich ja ganz andere Kriterien wichtig als die, die das Hochschulranking abbildet. Generell solltest Du keinem Uni-Ranking für Deutschland blind vertrauen. Achte immer darauf, wie das Hochschulranking zustande gekommen ist und welche Kriterien darin berücksichtigt werden.

Damit Du besser beurteilen kannst, ob die Ergebnisse des Universitäten-Deutschland-Ranking für Dich persönlich überhaupt relevant sind, stellen wir Dir die Methoden und Kriterien der einzelnen Hochschulrankings unten genauer vor.

Platz 1: LMU München

Angeführt wird das zusammenfassende Uni-Ranking für Deutschland von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Mit mehr als 50.000 Studenten ist die offiziell "beste" unter den Unis in Deutschland zugleich auch die zweitgrößte. Die LMU München bietet ein breit gefächertes Angebot an Studiengängen, das von A wie Anglistik bis Z wie Zahnmedizin reicht. Nur eine technische Fakultät gibt es an der LMU München nicht.

Platz 2: TU München

Kein Problem, denn dafür hat es ja die Technische Universität München auf den zweiten Platz des Universitäten Deutschland-Ranking geschafft. Mit aktuell 173 Studiengängen bietet die TU München ein sehr differenziertes Angebot an technischen, natur- und sozialwissenschaftlichen sowie medizinischen Fächern. Die Elite-Uni genießt auch außerhalb der Grenzen Deutschlands einen ausgezeichneten Ruf: Rund jeder dritte der über 41.000 Studierenden kommt aus dem Ausland.

Platz 3: Uni Heidelberg

Rang 3 des Hochschulranking für Deutschland nimmt die renommierte Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ein. Mit ihren 12 Fakultäten bietet sie ein reichhaltiges Studienangebot, das von Medizin über Sozial- und Geisteswissenschaften bis hin zu Naturwissenschaften und Mathematik die wichtigsten Fächergruppen abdeckt.

Welches sind die bekanntesten Hochschulrankings für Deutschland?

Für unsere "beste-Universitäten-in-Deutschland"-Liste haben wir 5 bekannte Rankings berücksichtigt, die Dir in Zeitungen und Internet immer wieder begegnen werden. Drei davon - das Shanghai Uni Ranking, das Times Ranking und das QS World University Ranking - sind international und beurteilen die deutschen Unis im weltweiten Vergleich. Das CHE Ranking und das Wirtschaftswoche Universitätsranking für Deutschland zählen zu den bedeutendsten Ranglisten auf nationaler Ebene.

Shanghai Uni Ranking

Methoden und Kriterien

Das Academic Ranking of World Universities (kurz ARWU) ist besser unter dem Namen "Shanghai Uni Ranking" bekannt. Es wird seit 2003 von der Shanghaier Jiaotong-Universität erstellt. Für das Ranking der Universitäten überprüft ein Forscherteam jährlich über 1.300 ausgewählte Unis weltweit, wovon 800 in das Hochschulranking aufgenommen werden. Feste Plätze erhalten nur die ersten 100 Institutionen. Die restlichen 700 werden in Gruppen zusammengefasst (101 - 150, 151 - 200, usw.).

Für das Hochschulranking berücksichtigt das Shanghai Uni Ranking 4 Kategorien, die wie folgt gewichtet werden:

  • Qualität der Ausbildung: 10 %
  • Qualität des wissenschaftlichen Personals: 40 %
  • Forschungsleistung: 40 %
  • Pro-Kopf-Leistung: 10 %

Die "Qualität der Ausbildung" bemisst sich an der Anzahl an Absolventen, die einen Nobelpreis oder eine Fields-Medaille gewonnen haben.

Für die "Qualität des wissenschaftlichen Personals" berücksichtigt das Shanghai Uni Ranking die Anzahl der aktuell an der jeweiligen Uni beschäftigten Forscher mit Nobelpreis oder Fields-Medaille. Darüber hinaus werden Wissenschaftler gezählt, die in Fachzeitschriften viel zitiert werden.

Die "Forschungsleistung" wird anhand der Fachartikel gemessen, die in der wissenschaftlichen Datenbank "Web of Science" aufscheinen und / oder in den Fachzeitschriften "Nature" und "Science" veröffentlicht wurden.

Die "Pro-Kopf-Leistung" setzt die anderen 3 Kategorien zur Größe der Uni in Bezug. Insgesamt konzentriert sich das Shanghai-Hochschulranking stark auf den Bereich Forschung - und hier in erster Linie auf die Naturwissenschaften. Daten zur Qualität der Lehre oder zur Zufriedenheit der Studierenden werden nicht erhoben.

Ergebnisse

Die ersten Plätze des Shanghai Uni Ranking nehmen regelmäßig amerikanische Universitäten wie die University of Harvard ein. Mit der Uni Heidelberg, der TU München, der LMU München und der Uni Bonn haben es im Jahr 2021 immerhin 4 deutsche Unis unter die Top-100 geschafft.

Times Uni Ranking

Methoden und Kriterien

Das Hochschulranking des britischen Magazins "Times" ist auch unter der Bezeichnung "THE-Ranking" bekannt. Auch in diesem Ranking werden die Universitäten in Deutschland im internationalen Vergleich beurteilt. Das Times Hochschulranking stützt sich auf 5 Kategorien, die folgendermaßen gewichtet sind:

  • Lehre: 30 %
  • Forschung: 30 %
  • Wissenschaftliche Zitationen: 30 %
  • Internationale Ausrichtung: 7,5 %
  • Drittmittel (Fördergelder aus der Wirtschaft): 2,5 %

Diese 5 Kategorien werden anhand von insgesamt 13 Kriterien beurteilt. In die Bewertung von "Lehre" und "Forschung" fließt beispielsweise eine Reputationsumfrage unter Wissenschaftlern ein. Aber auch "harte Daten" wie das Zahlenverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden werden berücksichtigt. Großes Gewicht kommt den wissenschaftlichen Zitationen von Forschern laut der Datenbank "Scopus" zu.

Insgesamt ist das Times Hochschulranking etwas ausgewogener im Vergleich zum Shanghai Uni Ranking, weil die Qualität der Lehre stärker in die Bewertung eingeht.

Ergebnisse

Zu den Spitzenreitern des Times Hochschulranking zählen regelmäßig große, renommierte Institutionen aus den USA und aus Großbritannien. Immerhin 7 Universitäten in Deutschland sind im Ranking unter den Top-100 platziert. Auf die vordersten Ränge haben es einmal mehr die LMU München, die TU München und die Uni Heidelberg geschafft, Platz 4 der Deutschland-Wertung nimmt die HU Berlin ein.

QS World University Ranking

Methoden und Kriterien

Das QS World University Ranking wird von der amerikanischen Zeitschrift U.S. News & World Report herausgegeben und ist vor allem in den USA sehr populär. In das Hochschulranking aufgenommen werden jährlich rund 900 Unis, wovon die ersten 400 feste Rangplätze erhalten. Bewertet werden die folgenden 5 Kategorien:

  • Internationale Reputation: 40 %
  • Reputation unter Arbeitgebern: 10 %
  • Internationale Ausrichtung: 10 %
  • Lehre (Betreuungsverhältnis Lehrende - Studierende): 20 %
  • Forschungsleistung: 20 %

Zu insgesamt 50 Prozent basiert das QS Hochschulranking auf Umfrage-Ergebnissen unter Wissenschaftlern und wichtigen Arbeitgebern. Laut Studienautoren handelt es sich um die größte derartige Umfrage weltweit! Mit insgesamt 20 Prozent hat auch das Betreuungsverhältnis an den Unis große Bedeutung. Die Forschungsleistung - gemessen an Zitationen in Fachzeitschriften - ist im Vergleich zum Shanghai und Times Uni Ranking etwas geringer gewichtet.

Ergebnisse

Im QS Uni Ranking ist Deutschland nicht sehr prominent vertreten: Nur 3 Unis haben es 2021 unter die Top-100 geschafft. Dabei werden einmal mehr die TU München, die LMU München und die Uni Heidelberg als beste Unis in Deutschland ausgezeichnet. Die HU Berlin sowie 8 weitere Unis landen unter den Top-200.

CHE Ranking

Methoden und Kriterien

Das CHE Ranking ist das wahrscheinlich bekannteste Universitätsranking für Deutschland. Herausgegeben wird es jährlich vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Kooperation mit dem Magazin ZEIT. Das CHE Hochschulranking berücksichtigt mehr als 300 deutsche Universitäten und hier wiederum die 37 beliebtesten Studienfächer.

Eine Besonderheit des CHE Uni-Ranking für Deutschland ist, dass es die Unis nicht global beurteilt, sondern fachspezifisch. Denn auch die beste unter den Universitäten Deutschlands kann ihre Schwächen haben und muss nicht in jedem Fachbereich gut sein. Darüber hinaus versucht das CHE Hochschulranking, möglichst viele verschiedene Daten zu erheben. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Urteile von Studierenden und Professoren: Rund 150.000 Studierende und mehr als 9.000 Lehrende werden jährlich zu ihrer Zufriedenheit am Studienort, ihren Arbeitsbedingungen, der Ausstattung der Unis und anderen wichtigen Kriterien befragt. Daneben berücksichtigt das CHE Ranking der Universitäten in Deutschland die Publikationen von Forschern und verschiedene statistische Daten wie etwa die Studiendauer.

Auf der Webseite des Magazins ZEIT kannst Du das Hochschulranking sogar auf Deine persönlichen Interessen und Deinen Fachbereich zuschneidern. Du kannst dabei selbst auswählen, welche Kriterien Dir wichtig sind. So findest Du heraus, welche die für Dich persönlich beste unter den Universitäten Deutschlands ist.

Ergebnisse

Wirtschaftswoche Uni Ranking

Methoden und Kriterien

Das deutsche Magazin Wirtschaftswoche erhebt jährlich das Image der verschiedenen Hochschulen bei Personalverantwortlichen. Mehr als 500 wichtige Arbeitgeber werden jährlich befragt, von welchen Unis sie bevorzugt Absolventen rekrutieren. Dabei liegt der Schwerpunkt auf wirtschaftlichen und technischen Fächern. So entsteht ein detailliertes Stimmungsbild, was aus Sicht von Personalern "beste Universitäten in Deutschland" sind. Der Schwerpunkt des Wirtschaftswoche Hochschulranking liegt also auf der Verwertbarkeit des Studiums und nicht auf der Qualität der Forschung.

Ergebnisse

Laut Wirtschaftswoche Uni-Ranking ist in Deutschland die HU Berlin der beste Ort zum Studieren. Da wir das Uni-Ranking der Wirtschaftswoche für unsere Übersicht aggregiert haben, finden sich an den vorderen Plätzen hauptsächlich Unis, die in allen Fächern des Rankings (Jura, Naturwissenschaften, Informatik, Maschinenbau, BWL, VWL, etc.) relativ gut abschneiden. Somit finden sich auf den vordersten Plätzen vor allem große Unis: die LMU München, die FU Berlin, die Uni Köln sowie die TU Berlin. Alle diese Unis genießen unter Personalern einen besonders guten Ruf.

Was sind die Vor- und Nachteile des Universitäten-Ranking?

Hochschulrankings werden national und international sehr beachtet, sie stehen aber auch immer wieder in der Kritik. Problematisch an den Ranglisten kann sein:

  • Falscher Eindruck von Objektivität: Die Rankings vermitteln den Eindruck objektiver Fakten, doch in Wirklichkeit ist die Auswahl und Gewichtung der einzelnen Kriterien immer subjektiv.
  • Zu wenig differenziert: Bei einem globalen Ranking der Universitäten in Deutschland fallen Unterschiede zwischen den einzelnen Fachbereichen und Fächern unter den Tisch.
  • Einseitige Perspektiven: Oft stehen einzelne Aspekte im Vordergrund - etwa wissenschaftliche Veröffentlichungen oder die subjektiven Meinungen von Arbeitgebern.
Befürworter von Hochschulrankings sehen darin folgende Vorteile:
  • Transparenz: Durch ein Ranking von Universitäten erhält die Öffentlichkeit einen Einblick, wie es um die wissenschaftliche Qualität der Institutionen steht.
  • Unabhängige Information: Hochschulrankings stehen für einen unabhängigen Blick von außen - ganz im Gegensatz zu den Selbstdarstellungen der Unis in Hochglanz-Broschüren.
  • Förderung des Wettbewerbs: Durch ein Ranking der Hochschulen in Deutschland entsteht für die einzelnen Unis ein Anreiz, sich zu verbessern.

Welche Bedeutung haben Rankings bei der Studienwahl?

Nun hast Du einen Überblick gewonnen, wo sich laut Uni-Ranking in Deutschland am besten studieren lässt. Aber wie brauchbar sind die Ranglisten für Dich persönlich? Es wäre sicher nicht der richtige Weg, Dich bei der Wahl Deines Studienorts nur auf die Ergebnisse eines Universitäten-Ranking zu verlassen. Aber um Dir ein wenig Orientierung im Hochschul-Dschungel zu verschaffen, kannst Du ruhig einen Blick auf ein Ranking der Hochschulen in Deutschland riskieren.

Überlege Dir im Vorfeld, welche Aspekte für Dich persönlich wichtig sind! Möchtest Du mit Deinem Studienabschluss bei künftigen Arbeitgebern punkten? Dann sind die Ergebnisse des Wirtschaftswoche Hochschulranking für Deutschland für Dich besonders relevant. Oder siehst Du Deine Zukunft in einem Forschungslabor? Dann solltest Du Dich besser auf das Shanghai Uni Ranking konzentrieren.

Was ist neben dem Ranking der Hochschulen in Deutschland noch wichtig?

Um die für Dich persönlich beste unter den Universitäten Deutschlands zu finden, können auch diese Fragen eine Rolle spielen:

  • Numerus Clausus: Welchen Abi-Schnitt brauchst Du an den jeweiligen Standort, um eine realistische Chance auf einen Studienplatz zu haben?
  • Studiengebühren: Gibt es an Deiner Wunsch-Uni Studiengebühren und wie hoch sind sie?
  • Schwerpunkt der Uni: Für welche Fachbereiche ist die Hochschule besonders bekannt?
  • Schwerpunkte des Studiengangs: Oft haben kleine, unbekannte Unis in bestimmten Fächern sehr spezielle Schwerpunkte. Vielleicht ist eine solche Hochschule für Dich ja interessanter als die laut Ranglisten "beste" unter den Unis in Deutschland?
  • Lebenskosten vor Ort: Großstädte können ein teures Pflaster zum Leben sein. In einer Kleinstadt zahlst Du vielleicht weniger für Miete, Verkehrsmittel und Freizeit - bei gleicher Lebensqualität.
  • Soziales Umfeld: Vielleicht ist es Dir ja wichtiger, in der Nähe Deiner Familie und Deiner Freunde zu studieren als an einer Elite-Uni?