- Fernstudium, ortsunabhängig
- Dauer: 6 Semester
- Ohne Numerus clausus
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Inhalt11 Abschnitte
- Wo kann ich Grafikdesign studieren?
- Was kannst Du mit Grafikdesign werden?
- Was verdienst Du mit Grafikdesign?
- Grafikdesign und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
- Welche Voraussetzungen brauchst Du?
- Wie heißt das Fach richtig?
- Was lernst Du im Grafikdesign-Studium?
- Das Grafikdesign-Studium in Zahlen
- Passt das Grafikdesign-Studium zu Dir?
- Häufige Fragen
- Weiter zum Grafikdesign-Studium
Wo kann ich Grafikdesign studieren?
Grafikdesign studieren kannst Du in Deutschland nur an Fachhochschulen und Kunsthochschulen, nicht an Universitäten, und über die Zulassung entscheidet meist Deine Mappe. Die meisten Hochschulen führen dasselbe Fach allerdings als Kommunikationsdesign, und unter diesem Namen ist die Auswahl viel größer.

- ortsunabhängig, 6 Semester Regelstudienzeit
- ohne Numerus clausus


Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026 – gezählt ist jeder aktive Studiengang mit dem Fach-Tag Grafikdesign, der Grafik oder Graphic im Namen trägt, ohne Zertifikatskurse.
Einen Master Grafikdesign haben wir in unserer Liste leider kein einziges Mal gefunden.
Was kannst Du mit Grafikdesign werden?
Nach dem Abschluss gestaltest Du alles, was gesehen werden soll, also Markenauftritte, Verpackungen, Plakate, Bücher, Websites, Apps und Ausstellungen. Ein Grafikdesigner-Studium ist nicht der einzige Weg in diesen Beruf, aber der direkteste, weil Du am Ende mit einer Mappe, eigenen Projekten und Kontakten herauskommst. Typische Richtungen, in die Du gehen kannst, sind diese:
Angestellt arbeitest Du vor allem hier:
- Werbe- und Kommunikationsagenturen
- Multimedia- und Digitalagenturen
- Corporate-Design-Agenturen und Grafikbüros
- Marketing- und Kommunikationsabteilungen von Unternehmen
- Verlage und Redaktionen
- Messe- und Ausstellungsveranstalter
Ein großer Teil der Branche ist allerdings gar nicht angestellt und arbeitet freiberuflich oder im eigenen Büro. Behalte das bitte im Hinterkopf, wenn Du den nächsten Abschnitt liest, weil diese Menschen in keiner Gehaltsstatistik auftauchen.
Was verdienst Du mit Grafikdesign?
Zum Einstieg verdienst Du als Grafikdesignerin oder Grafikdesigner rund 2.100 € brutto im Monat, im Durchschnitt sind es 4.000 €. Wer selbstständig arbeitet, verdient je nach Aufträgen mal mehr, mal weniger.
Was davon netto ankommt und welchen Unterschied die Größe des Arbeitgebers macht, liest Du beim Gehalt als Grafikdesigner.
Einstiegs- und Durchschnittsgehalt: Statistisches Bundesamt, wie in unserem Gehaltsartikel.
Grafikdesign und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Wenig, wenn Du vor allem Layouts und Bilder umsetzt, denn dort gilt inzwischen der Großteil der Arbeit als automatisierbar. Im Interfacedesign, in der Konzeption und in der Beratung sieht es dagegen deutlich besser aus. Wir haben dafür beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen. Es berechnet für jeden Beruf, welcher Anteil der Kerntätigkeiten technisch schon heute von Maschinen erledigt werden könnte, und beim Kommunikationsdesigner sind es 8 von 10.
Der Sprung kam mit der letzten Messung. Bis 2019 stand der Kommunikationsdesigner beim IAB bei 20 Prozent. Art Direction und Interfacedesign liegen weit auseinander, und das solltest Du wissen, wenn Du später Art-Director werden möchtest. Das ist eine Stelle, die laut unserem Berufeteil oben meist nach einigen Berufsjahren kommt.
- Kommunikationsdesigner: mit dem Stand der Technik von 2022 Entwurf, Layout, Typografie, digitale Bildbearbeitung, Webdesign und Werbekommunikation, also vieles von dem, was Du im Studium praktisch übst
- Art-Director: 7 von 10 Kerntätigkeiten
- Interfacedesigner: nur Entwurf und Gestaltung
- Kommunikationsdesigner: nur die Beratung der Kundschaft und das Kommunikationsdesign selbst, bei dem es um die Frage geht, was eine Marke oder ein Medium überhaupt sagen soll
- Art-Director: das Art-Directoring, die Konzeption von Kampagnen und die Werbung als solche
- Interfacedesigner: Ergonomie, Benutzeroberflächen, Evaluation, Softwaretechnik und die Mensch-Maschine-Kommunikation. Damit sind dort 9 von 11 Tätigkeiten nicht ersetzbar
Wie Du Dich im Studium ausrichten kannst. Wenn Du Dich schon früh in Richtung Benutzeroberflächen, Konzeption oder Beratung orientierst, bist Du weniger ersetzbar als mit der reinen Umsetzung von Layouts und Bildern. Dabei solltest Du wissen, dass das IAB nur die technische Möglichkeit misst. Es schreibt selbst, dass ein hoher Wert nicht das Ende eines Berufs bedeutet und ein niedriger nicht, dass alles bleibt, wie es ist. Wie schnell Agenturen und Unternehmen ihre Arbeit tatsächlich umstellen, lässt sich aus den Werten also nicht ablesen.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Formal brauchst Du in der Regel die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife, doch über Deinen Platz entscheidet Deine Mappe und nicht die Abiturnote. In der Statistikleiste oben siehst Du, dass 4 von 5 Bachelor ohne Zulassungsbeschränkung sind und einer eine hat. Das stimmt, kann Dich aber leicht in die Irre führen. An Kunst- und Gestaltungshochschulen bewirbst Du Dich mit einer Mappe eigener Arbeiten, und über den Platz entscheiden üblicherweise diese Mappe und eine künstlerische Eignungsprüfung. Dein Notendurchschnitt gibt dort nicht den Ausschlag.
Was genau in die Mappe gehört, also wie viele Arbeiten, welches Format und ob digital oder auf Papier, legt jede Hochschule selbst fest. Deshalb nennen wir hier bewusst keine Anforderungen und raten Dir, Dich ausschließlich auf die Angaben Deiner Wunschhochschule zu verlassen. Frag dort am besten nach einer Mappenberatung, denn viele Häuser bieten sie an, und sie ist kostenlos.
Was solltest Du mitbringen?
- Fachhochschulreife: reicht in der Regel
- Abgeschlossene Berufsausbildung plus Berufserfahrung: viele Hochschulen lassen Dich damit zu
- Ob das bei Deiner Wunschhochschule gilt, steht in deren Zulassungsordnung
- Eigene Arbeiten, an denen man Deine Handschrift erkennt - die wichtigste der Grafikdesign-Voraussetzungen steht auf keinem Zeugnis
- Worte für Deine Arbeiten - im Gespräch geht es darum, warum Du so gestaltest und woran Du weiterarbeiten willst
- Alles andere kannst Du im Studium lernen

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Wie heißt das Fach richtig?
Für dieses Fach gibt es drei Schreibweisen, und alle meinen dasselbe. Grafikdesign, Grafik Design (getrennt geschrieben) und Grafik-Design (mit Bindestrich) bezeichnen dasselbe Studium, und ab und zu taucht auch noch die ältere Schreibweise Graphikdesign auf. Auch in unserer Liste heißen die Studiengänge mal so, mal so.
Ein Studium, mehrere Schreibweisen
Probier bei Deiner Suche alle Schreibweisen durch, sonst übersiehst Du Studiengänge.
Auf der Urkunde geht es genauso durcheinander. Von den sieben Studiengängen in unserer Liste enden fünf mit dem Bachelor of Arts und zwei mit einem Diplom. Ausgeschrieben heißt das dann zum Beispiel Bachelor Grafik-Design oder Bachelor Grafikdesign und Visuelle Kommunikation. Ob später in Deiner Bewerbung Grafikdesign-Bachelor oder Grafik-Design-Bachelor steht, spielt keine Rolle, weil man Dich ohnehin nach Deinen Arbeiten fragen wird.
Abschluss der sieben Studiengänge in unserer Liste
Suchst Du ein Studium Grafik und Design und willst Dich nicht auf ein Wort festlegen, wird die Auswahl gleich deutlich größer. Ein Grafik- und Design-Studium findest Du auch unter diesen Namen:
Nachbarfächer mit demselben Kern
Was lernst Du im Grafikdesign-Studium?
Im Studium Grafikdesign arbeitest Du die meiste Zeit an Projekten: Du bekommst eine Aufgabe, entwickelst Entwürfe, zeigst sie her, bekommst Kritik und fängst noch einmal an. Ein Grafik-Design-Studium besteht deshalb aus mehr Werkstatt als Vorlesung. Dazu kommen Technik, Theorie und Betriebswirtschaft. Die Modulpläne unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule, diese Bausteine tauchen aber fast überall auf:
- Gestaltungsgrundlagen: Form, Farbe, Komposition
- Typografie und Schriftgestaltung
- Layout und Entwurfstechniken
- Illustration und Collage
- Print- und Screendesign
- Web- und Application-Design
- Fotografie und Film
- Kunst- und Designgeschichte
- Medientheorie und Werbepsychologie
- Corporate Design und Markenauftritte
- Marketing, Betriebswirtschaft, Projektmanagement
Der Alltag im Studium Grafik-Design ist praktischer, als viele erwarten.
Wie lange Dein Studium dauert, steht in der Prüfungsordnung Deiner Hochschule. Eine Semesterzahl nennen wir hier bewusst nicht, weil die Angaben in Studienführern oft veraltet sind und wir Dich nicht auf eine falsche Fährte schicken wollen.
Auch ein Fernstudium und ein duales Studium sind möglich, allerdings ist die Auswahl klein. Wenn Du ein Grafikdesign-Studium berufsbegleitend stemmen möchtest, wird es damit schwierig.
- Ein Fernstudium Grafikdesign gibt es in unserer Liste genau einmal.
- Grafikdesign berufsbegleitend heißt in der Praxis fast immer Fernstudium mit einzelnen Präsenzphasen.
- Frag deshalb vor der Bewerbung nach, wie viele Termine vor Ort Pflicht sind und wann sie stattfinden.
- Ein duales Angebot gibt es ebenfalls genau einmal: die duale Studienvariante von Grafikdesign und Visuelle Kommunikation an der Media University in Berlin.
Das Grafikdesign-Studium in Zahlen
an Universitäten22.467
an Fachhochschulen
Passt das Grafikdesign-Studium zu Dir?
- Du hast ein Auge für Farben, Formen und Schrift.
- Du gestaltest aus eigenem Antrieb, nicht nur für Noten.
- Du hältst Kritik an Deinen Entwürfen aus und fängst noch mal an.
- Dich interessiert, wie Bilder auf Menschen wirken.
- Du kannst Dich selbst organisieren und Termine halten.
- Du willst nach dem Abschluss einen fest beschriebenen Job.
- Du möchtest ein sicher planbares Einkommen.
- Du zeigst Deine Arbeiten ungern her.
- Technik und Programmieren reizen Dich mehr als Gestaltung.
Wenn Du gestalten und studieren möchtest, ist Grafikdesign nur einer von mehreren Wegen. Reizt Dich das Digitale mehr, lohnt sich ein Blick auf Mediendesign. Willst Du lieber breiter anfangen, passen Design oder Kommunikationsdesign vielleicht besser zu Dir.

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Häufige Fragen
Wo kann man Grafikdesign studieren?
Wie wird man Grafik-Designer?
Gibt es einen Master Grafikdesign?
Kann ich Grafikdesign mit Illustration verbinden?
Gibt es ein Fernstudium Grafikdesign?
Was verdient man als Grafikdesigner?
Einstiegsgehalt Grafikdesigner, Bachelor in der Tasche: Was ist realistisch?
Was kostet ein Grafikdesign-Studium?
Angebote fürs Studium per E-Mail
Du willst Grafikdesign studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.
- Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
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- Praktika und Trainee-Programme
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- Die Vergleichszahl 68 Studiengänge an 44 Hochschulen stammt aus derselben Datenbank, gezählt für das Fach Kommunikationsdesign.
- Gehalt: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 931 „Produkt- und Industriedesign“, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Eine eigene Gruppe für Grafikdesign gibt es dort nicht.
- Mappe, Eignungsprüfung und Zugang ohne Abitur: Zulassungs- und Eignungsordnungen der einzelnen Hochschulen. Sie unterscheiden sich stark, deshalb steht hier keine allgemeingültige Anforderung.
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