Einstiegsgehalt 
2.116
Durchschnittsgehalt 
2.858
Ausbildung 
Bachelor
1
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Modedesigner
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Was ist ein Modedesigner

Ein Modedesigner ist eine Person, die sich mit dem Entwerfen und der Gestaltung von Mode, insbesondere Kleidermode und Accessoires, beschäftigt. Sie zeichnet und beurteilt Entwürfe von Kleidung, näht eigenständig Modelle und gestaltet Kollektionen, die später auf dem Laufsteg bewundert und in Bekleidungsgeschäften erworben werden können. Darüber hinaus ist sie in den kaufmännischen Tätigkeiten, die der Beruf Mode-Designer mit sich bringt, geschult. Dazu gehört zum Beispiel das Einkalkulieren von Kosten für beispielsweise Stoffe wie auch die Festlegung der Preise für die späteren Stücke und natürlich der Vertrieb.

Was macht ein Modedesigner?

Als Mode-Designer entwirfst Du Kleidungsstücke wie Röcke, Hosen und Kleider, aber auch Handtaschen, Schuhe oder Accessoires wie Halsketten, Ringe oder Hüte. Im Anschluss an Deine Entwurfs- und Zeichenarbeit entwickelst Du Schnittmuster, anhand dessen das spätere Stück entstehen kann. Das Schnittmuster wird auf einen Stoff oder Leder übertragen und anschließend von Dir zu einem fertigen Kleidungsstück oder einer Handtasche zusammengenäht. In der Regel nutzt Du zur Fertigung eine Nähmaschine und eine Kleiderpuppe mit verstellbaren Maßen, es kommt aber auch vor, dass Du Dinge mit der Hand nähen musst. Die fertige Kleidung wird im Anschluss präsentiert. Wo nötig, werden Änderungen vorgenommen, bevor das Stück in Produktion gehen kann.

Als Modedesignerin bist Du jedoch nicht nur für die Kleidung selbst verantwortlich, sondern musst auch den Überblick über die Kosten behalten. Du planst vorab ein Budget für die Stoffe ein und rechnest im Anschluss an Deine Näharbeit aus, wie viel Dein selbstgefertigtes Stück im Laden kosten soll. Zudem fallen Dir betriebliche Aufgaben zu, etwa die Vermarktung Deiner Kleidung, das Planen und Durchführen von Modenschauen und natürlich die Kontrolle über Deine Ausgaben und Einnahmen. Letzteres ist ganz besonders dann auch der Fall, wenn Du Dich mit Deiner eigenen Linie selbstständig machst. Arbeitest Du für einen anderen Designer oder eine große Kaufhauskette, wird Deine Arbeit sich eher auf das Designen von neuen Stücken konzentrieren.

Wie wird man Modedesigner?

Es gibt unterschiedliche Wege, eine Ausbildung in Modedesign zu absolvieren. In der Regel wird jedoch ein Studium an einer speziellen Fachhochschule für Kunst und Design oder an einer Modeakademie nötig sein, da Du dort neben dem nötigen Fachwissen auch erste Kontakte zu wichtigen Menschen innerhalb der Modebranche knüpfen kannst. Nur wenige Menschen haben das große Glück, ohne Modedesign-Ausbildung und nur mit selbstständig erworbenen Fähigkeiten als Modedesigner oder Modedesignerin Fuß in der sehr schnelllebigen Modebranche fassen zu können. Deshalb ist eine fundierte Modedesigner-Ausbildung an einer anerkannten Hochschule der Weg, den Du einschlagen solltest, wenn Du Modedesigner werden und Menschen mit von Dir entworfener und genähter Kleidung ausstatten möchtest. Grundsätzlich stehen Dir folgende Möglichkeiten offen, wenn Du eine Modedesigner-Ausbildung anstrebst und in diesem Beruf arbeiten willst:

Berufsausbildung

Eine Berufsausbildung zur Modeschneiderin oder zum Maßschneider kann der erste Schritt auf Deinem Weg zum Mode-Designer sein. Hier lernst Du die Grundlagen des Nähens sowie die richtige Behandlung von Stoffen und das Zusammenstellen von Schnittmustern. Da bei einem Modedesign-Studium oftmals bereits bei der Bewerbung nicht nur die Fähigkeit zum Zeichnen von Kleidungsstücken und Accessoires, sondern auch die des Nähens vorgewiesen werden müssen, kann es hilfreich sein, vorab eine Ausbildung zu absolvieren, in der Du diese Dinge beigebracht bekommst.

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Bachelor-Studium

Vielleicht hast Du Dir das Nähen selbst beigebracht und kannst bereits mit einer beachtlichen Anzahl selbstgefertigter Kleidungsstücke aufwarten. Dann kannst Du Dich natürlich direkt auf ein Modedesign-Studium bewerben. Für die Ausbildung in Modedesign benötigst Du im Regelfall eine Hochschulzugangsberechtigung. Das kann das Abitur oder das Fachabitur sein, denn das Studium wird auf speziellen Fachhochschulen angeboten. Oder aber Du kannst eine fachverwandte Berufsausbildung wie die zur Schneiderin plus drei Jahre Berufserfahrung nachweisen. Auch das berechtigt Dich zu einem Hochschulstudium. Wichtiger als Deine Noten sind in jedem Fall Dein Können. In Deiner Bewerbungsmappe überzeugst Du am besten mit einer Mischung aus gezeichneten Designentwürfen und selbstständig umgesetzten Designs in Form von Kleidung oder Accessoires. Auch ein Motivationsschreiben, warum ausgerechnet Du eine Modedesigner-Ausbildung absolvieren dürfen solltest, gehört dazu. Während dem Studium lernst Du dann neben dem nötigen Handwerk alles, was zur Bildung eines eigenen Brands und zur Vermarktung Deiner Kleidung dazu gehört, aber auch, unter Druck in Gruppen zu arbeiten und Designentwürfe anderer Menschen umzusetzen.

Master-Studium

Nach erfolgreich abgeschlossenem Bachelor-Studium kannst Du ein Master-Studium anhängen. Hier werden bereits erlernte Inhalte vertieft. Auch wenn ein Master-Abschluss für die Modedesign-Ausbildung nicht zwingend notwendig ist, machst Du Dich damit für potenzielle Arbeitgeber interessanter und kannst ein höheres Einstiegsgehalt verlangen als jemand, der nach dem Bachelor-Studium bereits ins Berufsleben einsteigt.

Praktika

Bereits während Deines Studiums wirst Du Berufspraktika absolvieren, um in den Job der Modedesignerin hineinschnuppern zu können. Doch auch nach Deinem Abschluss sind sie ein wichtiger Bestandteil Deines Berufswegs. Besonders aber als jemand, der keine klassische Modedesigner-Ausbildung absolviert hat, sondern sich die Grundlagen und Techniken des Modedesigns selbst beigebracht hat, sind Praktika Pflicht, um in der Branche überhaupt Fuß fassen zu können. Sie geben Dir nicht nur einen guten Einblick in das Arbeitsleben als Mode-Designer, sondern verschaffen Dir vor allem auch gute Kontakte zu potentiellen Arbeit- und Auftraggebern, Agenturen, Models und anderen kreativschaffenden Menschen, die für Deine Karriere wichtig sein könnten.

Schlussendlich lässt sich sagen, dass es nicht nur einen Weg gibt, den Du einschlagen kannst, wenn Du Modedesigner werden willst. Einige Menschen, die in dieser Branche arbeiten, sind Quereinsteiger, die aus anderen künstlerischen Berufen kommen, andere sind Personen, die sich alles von Grund auf selbst beigebracht und erarbeitet haben, während andere einen oder gar mehrere Studiengänge absolviert haben, um als Mode-Designer arbeiten zu können. Wichtig ist vor allen Dingen, dass Du Einsatzbereitschaft, Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen sowie Leidenschaft für den Beruf zeigst, um Dich gegen Deine Konkurrenz zu behaupten.

Wo arbeitet ein Modedesigner?

Nach der Ausbildung in Modedesign hast Du verschiedene Möglichkeiten, beruflich richtig durchzustarten. Zum einen kannst Du Dich natürlich selbstständig machen und Deine eigene Modelinie starten. Zum anderen hast Du die Option, eine Anstellung als Modedesignerin bei einem bereits etablierten Label oder aber einer großen Kette zu übernehmen. Doch auch in anderen Bereichen sind Mode-Designer gefragt. Wenn Du beispielsweise bereits während der Modedesigner-Ausbildung festgestellt hast, dass Nähen doch nicht so Dein Ding ist und Du Dich lieber auf das Zeichnen konzentrieren möchtest, findest Du häufig auch Arbeit als Grafiker.

Zu den potenziellen Arbeitgebern zählen nach der Modedesign-Ausbildung im Allgemeinen:

  • Hersteller von Bekleidung
  • Hersteller von Textilien
  • Modemarken
  • Modedesigner
  • Modehäuser
  • Warenhausketten
  • Modezeitschriften
  • Marketing- und Werbeagenturen
  • PR-Agenturen
  • Unternehmens- und Personalberatung

Wenn Du auf der Suche nach einer Anstellung bist, dann nutze gerne unsere Online-Jobsuche. Dort findest Du viele tolle Jobangebote, die zu Dir und Deinen beruflichen Vorstellungen nach Deiner Ausbildung in Modedesign passen.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Was genau Du zu tun hast, hängt selbstverständlich von Deinem genauen Tätigkeitsbereich ab – also unter anderem davon, ob Du selbstständig oder angestellt bist. Normalerweise wirst Du im Arbeitsalltag jedoch mit folgenden Tätigkeiten beschäftigt sein:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Dein Arbeitsplatz ist im Regelfall unterteilt in einen Schreibtisch, an dem Du erste Designentwürfe unternimmst, und einen Arbeitstisch, an dem Du Schnittmuster entwirfst und Stoffe zuschneidest. Dazu kommt natürlich ein Platz, an dem Deine Nähmaschine stehen wird. Die ist schließlich eines der Arbeitsgeräte, die Du am häufigsten benutzen wirst. Auch Schneiderpuppen gehören zu Deiner Ausstattung, ebenso wie verschiedene Arten von Nadeln, Garn und natürlich Stoffen. Viele Designer betreiben Ateliers, in denen sie ihre Arbeit verrichten, andere verfügen über relativ klassische Büroräume, die nach ihren individuellen Ansprüchen gestaltet sind.

Was verdient ein Modedesigner?

Wie in jedem künstlerischen Beruf ist es auch bei Modedesignern schwer, konkrete Aussagen über das zukünftige Gehalt zu machen. Durchschnittlich liegt das Einstiegsgehalt nach dem Bachelor bei 35.600 Euro brutto im Jahr. Nach nur zehn Jahren im Job fällt das Gehalt im Regelfall bereits doppelt so hoch aus. Nach oben hin sind die Grenzen offen – man denke nur an große Designer wie Karl Lagerfeld, Marc Jacobs und Jimmy Choo ...

Wo finde ich einen Job als Modedesigner?

Wie sind die Berufsaussichten für Modedesigner?

Die meisten Mode-Designer finden eine Anstellung in der Modeindustrie, dicht gefolgt von Jobs innerhalb des Dienstleistungssektors. Insbesondere ein Studium in Modedesign erhöht die Chancen, erfolgreich in der Branche Fuß zu fassen. Eine Absolventenuntersuchung aus dem Jahr 2016 hat ergeben, dass 98% aller Modedesign-Absolventen auch zehn Jahre nach ihrem Abschluss noch einen festen Job hat. Wenn das mal kein Grund ist, ein Studium aufzunehmen! In welchen Städten Du ein Studium in Modedesign antreten kannst, erfährst Du mit Hilfe unserer Studiengangsuche.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Innerhalb des Berufsbilds des Modedesigners gibt es verschiedene Spezialisierungen, die Du ergreifen kannst – ganz nach dem Bereich, der Dich persönlich am meisten anspricht und in dem Deine individuellen Stärken und Talente liegen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Accessoire Designer
  • Änderungsschneider
  • Bekleidungsschnittzeichner
  • Gestalter für Bekleidung und Mode
  • Maßschneider
  • Modeillustrator
  • Modenäher
  • Modeschneider
  • Modist
  • Musterschneider
  • Produktentwickler
  • Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsdirektor
  • Schuhmacher
  • Textildesigner

Passt der Beruf Modedesigner zu mir?

Viele Menschen haben den großen Traum, beruflich etwas mit Mode und Design zu machen. Folgende Voraussetzungen solltest Du auf jeden Fall mitbringen, wenn Du Modedesigner werden möchtest:

Kreativität
Ein Designer braucht natürlich Kreativität, um immer wieder neue Dinge entwickeln zu können, um die Menschen von Morgen modetechnisch begeistern zu können. Auch ein gutes Gespür für Farben, Textilien und Formen solltest Du mitbringen.
Handwerkliches Geschick
Du wirst viel zeichnen, nähen und konstruieren. Mit zwei linken Händen und Füßen wirst Du in diesem Beruf also vermutlich nicht glücklich werden. Ein kleines bisschen handwerkliches Geschick reicht oft jedoch schon aus – den Rest wirst Du Dir ja während Deiner Ausbildung aneignen!
Flexibilität
Kaum eine Branche verändert sich so rasant wie die Welt der Mode. Inzwischen kommen jährlich nicht mehr nur zwei Kollektionen auf den Markt, sondern gerade bei großen Modeketten weit über zehn. Du musst flexibel sein – nicht nur, was Marktwirtschaft und Trends angeht, sondern auch, was die Zusammenarbeit in Teams betrifft.
Kommunikationsstärke
Während Deiner Karriere musst Du immer wieder Kontakte knüpfen, mit Kunden wie Veranstaltern sprechen und natürlich Dich selbst und Deine Marke verkaufen. Wenn Du gut darin bist, mit anderen Menschen zu kommunizieren, ist das ein großer Pluspunkt für Deinen Weg an die Spitze der Modewelt.
Durchhaltevermögen
Künstlerische Berufe haben es so an sich, dass sie immer mal wieder kreative Durststrecken mit sich bringen. Hier heißt es: am Ziel festhalten und durchhalten! Du bist niemand, der bei Schwierigkeiten zu schnell hinschmeißt? Prima! Dann bist Du dem anspruchsvollen aber mindestens ebenso erfüllenden Beruf des Modedesigners definitiv gewachsen!