Einstiegsgehalt 
3.000
Durchschnittsgehalt 
4.980
Ausbildung 
Bachelor
1
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Soziologe
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Was ist ein Soziologe

Soziologen beschäftigen sich mit dem Zusammenleben der Menschen in einer Gesellschaft. Sie werden manchmal auch Sozial- oder Gesellschaftswissenschaftler genannt.

Was macht ein Soziologe?

Als Soziologe oder Soziologin untersuchst Du gesellschaftliche Entwicklungen, um Strukturen innerhalb der Sozialgemeinschaft zu erkennen und besser zu verstehen. Du findest z. B. heraus, was die Leute denken, was sie verdienen oder wie sie ihre Freizeit verbringen und nutzt dazu eine Reihe wissenschaftlicher Erhebungsmethoden. Du verschickst u. a. selbst entwickelte Fragebögen oder führst Interviews mit Vertretern bestimmter Bevölkerungsgruppen. Wenn alle Deine Daten vorliegen, wertest Du sie aus und ziehst Deine Schlussfolgerungen. Anschließend veröffentlichst Du Deine Ergebnisse in Form von Studien. Sie dienen vor allem Vertretern aus Politik und öffentlicher Verwaltung als Grundlage für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung sozialer Verhältnisse. Für Industrie und Wirtschaft können Deine Untersuchungen ebenfalls sehr nützlich sein.

Wie wird man Soziologe?

Wenn Du einen der Soziologie-Berufe ergreifen möchtest, musst Du ein Soziologie-Studium absolvieren. Hier erlangst Du nicht nur das nötige Wissen, sondern auch den Nachweis Deiner wissenschaftlichen Befähigung für diesen Beruf Du kannst Dich sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen einschreiben. Du solltest beachten, dass viele Studiengänge einen NC verlangen. Dieser kann von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich ausfallen und liegt derzeit deutschlandweit zwischen 1,7 und 3,7.

Das Studium teilt sich in Bachelor- und Master-Studium auf.

Im Bachelor-Studium lernst Du zunächst die wissenschaftlichen Grundlagen und Arbeitsmethoden der Soziologie. Es dauert im Regelfall 6 Semester. Danach folgt das Master-Studium, das Du üblicherweise nach 4 Semestern beendest. Wenn Du Deinen Master-Abschluss in der Tasche hast, kannst Du eine Promotion in Angriff nehmen.

Ein Doktortitel ist zwar nicht zwingend notwendig, hat für Deine spätere berufliche Karriere in einem Soziologie-Beruf aber enorme Vorteile – vor allem, wenn Du einen bestimmten Traumberuf hast. Der Doktor vor dem Namen beweist, dass Du schon eigenständige Forschungen im größeren Rahmen durchgeführt hast und damit überdurchschnittliche fachliche Voraussetzungen mitbringst. Für eine Hochschulkarriere ist die Promotion ohnehin ein Muss.

Damit Du erfolgreich in den Beruf als Soziologe oder Soziologin einsteigen kannst, ist es ebenfalls wichtig, dass Du praktische Erfahrungen nachweisen kannst. Praktikumsphasen während Deines Studiums geben Dir Gelegenheit, diese zu sammeln.

Wo arbeitet ein Soziologe?

So unerschöpflich die Themen sind, mit denen Du Dich als Soziologe beschäftigst, so unerschöpflich sind auch Deine beruflichen Einsatzmöglichkeiten. Sie reichen vom Dozenten im Hochschulbereich bis zum Marktforscher in der freien Wirtschaft. Aber auch in Behörden wie dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden oder den Statistischen Landesämtern sind viele Soziologen beschäftigt. Einige wichtige Arbeitgeber im Überblick:

  • Universitäten und Fachhochschulen
  • Markt- und Meinungsforschungsinstitute
  • Öffentliche Verwaltung
  • Arbeitsagenturen
  • Stiftungen und Verbände
  • Parteien
  • Medien und Presseabteilungen
  • Verlage

Als Freiberufler arbeiten Soziologen eher selten. Allerdings hast Du auch hier die Möglichkeit, Dich etwa als Gutachter in Meinungs- und Marktforschungsfragen selbstständig zu machen. Manche Soziologen sind darüber hinaus auch bei Beratungsfirmen beschäftigt.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Das Leben eines Soziologen oder einer Soziologin ist sehr abwechslungsreich, nicht nur, weil Du mit immer neuen gesellschaftsrelevanten Fragestellungen zu tun hast, sondern auch mit sehr unterschiedlichen Menschen. Da Du auf festgelegte wissenschaftliche Methoden angewiesen bist, unterscheiden sich die meisten Untersuchungen in ihrer Durchführung nicht besonders voneinander. Dein Arbeitsalltag setzt sich meist folgendermaßen zusammen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Die meiste Zeit Deines Arbeitstags wirst Du in Deinem Büro verbringen. Soziologische Fakultäten und Abteilungen stehen üblicherweise umfangreiche Bibliotheken zur Verfügung. Hier findest Du die wissenschaftliche Literatur, die Du für Deine Arbeit brauchst. Je nachdem, ob Du Interviews selbst durchführst, wird das Telefon neben Deinem Computer zu Deinen wichtigsten Arbeitsgeräten zählen. Manchmal schnappst Du Dir auch Dein Klemmbrett und begibst Dich nach draußen, um Passanten in der Fußgängerzone zu befragen.

Was verdient ein Soziologe?

Berufe mit Soziologie werden teilweise sehr unterschiedlich bezahlt. Als Professor an einer Universität kannst Du Dich über ein sicheres Beamtengehalt freuen (ab 4.500 Euro im Monat). Auch Unternehmensberatungen bieten, je nach Größe und Standort, gute Verdienstmöglichkeiten (derzeit etwa bis zu 5.000 Euro brutto im Monat). Mit bis zu knapp 3.000 brutto monatlich steigst Du als Mitarbeiter in einem Meinungsforschungsinstitut ein. In einem ähnlichen Range liegt auch das Gehalt eines Redakteurs.

Wo finde ich einen Job als Soziologe?