Einstiegsgehalt 
3.095
Durchschnittsgehalt 
3.435
Ausbildung 
Bachelor
132
Freie Jobs als
Physiotherapeut
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Was ist ein Physiotherapeut?

Physiotherapeuten sind Fachleute für den gesamten Bewegungsapparat und arbeiten mit kranken, verletzten oder älteren Menschen an ihren körperlichen Beschwerden. Auf Basis von ärztlichen Diagnosen erstellt der Physiotherapeut Behandlungspläne und unterstützt die Patienten bei der Durchführung durch Hilfestellung und Motivation. Neben Übungen hilft der Physiotherapeut auch mit Massagetherapien. Das Berufsbild des Physiotherapeuten ist geprägt von medizinischem Fachwissen, körperlichem Geschick und Empathie.

Was macht ein Physiotherapeut?

Als Physiotherapeut hilfst Du Menschen, die aufgrund einer Krankheit, eines Unfalls oder ihres Alters körperlich beeinträchtigt sind. Als Fachmann weißt Du Bescheid, was bei den verschiedenen ärztlichen Diagnosen nötig ist und welche gezielten Übungen helfen können, damit das Leben Deiner Patienten agiler und schmerzfreier vonstattengehen kann. Du erstellst ein individuelles Behandlungskonzept, das aus Bewegungs- und Atemübungen, Massagen oder auch Kälte-, Wärme- oder Elektrotherapien besteht. Motivierend stehst Du Deinen Patienten (die teilweise schwere Unfälle und Schicksalsschläge erlitten haben) mit Sensibilität und Optimismus bei und hilfst ihnen dabei, ihren Körper mit gymnastischen Übungen wieder so funktionstüchtig zu machen wie möglich. Das Physiotherapeuten-Berufsbild ist dem Bereich der Medizin und Pflege zuzuordnen und benötigt demnach viel Feingefühl und Fachwissen.

Wie wird man Physiotherapeut?

Um den Beruf des Physiotherapeuten ausüben zu können, musst Du zuerst eine schulische Physiotherapeuten-Ausbildung an einer Berufsfachschule abschließen. Diese wird nicht bezahlt, sondern muss meist aus eigener Tasche finanziert werden. An privaten Berufsschulen kann es auch dazu kommen, dass Du einen monatlichen Beitrag zahlen musst, um die Physiotherapeuten-Ausbildung absolvieren zu können.

Die schulische Ausbildung zum Physiotherapeuten dauert in der Regel drei Jahre (36 Monate) und kann an einer staatlichen oder privaten Berufsfachschule absolviert werden. Die gesetzlich vorgeschriebene Gesamtstundenzahl beträgt 4.500 Unterrichtseinheiten. Diese gliedern sich in theoretischen und praktischen Unterricht (2.900 Unterrichtseinheiten) sowie die praktische Ausbildung (1.600 Unterrichtseinheiten). Inhaltlich werden unter anderem Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Befundung und Untersuchungstechniken, Behandlungstechniken und -methoden sowie Berufs- und Gesetzeskunde behandelt. Die Ausbildung ist staatlich geregelt und endet mit einer staatlichen Prüfung. Als Schulabschluss wird üblicherweise ein Realschulabschluss beziehungsweise die Mittlere Reife vorausgesetzt.

In den meisten Bundesländern werden die Kosten für die Physiotherapie-Ausbildung übernommen. Eventuell musst Du Gebühren zahlen. Um die Kosten der Ausbildung als Physiotherapeut zu finanzieren, kannst Du zum Beispiel auf BAföG zurückgreifen.

Hast Du ein Abitur oder eine Fachhochschulreife, könnte auch ein Physiotherapie-Studium für Dich infrage kommen. Wenn Du Physiotherapeut werden möchtest, kannst Du einen der folgenden zwei Wege gehen:

  1. Die Physiotherapie-Ausbildung in einer Berufsschule:Die Physiotherapie-Ausbildung ist eine schulische Ausbildung und findet demnach zu großen Teilen in der Berufsschule statt, wo Dir das theoretische Wissen rund um den Beruf des Physiotherapeuten vermittelt wird. Neben dem theoretischen Teil beinhaltet die Ausbildung zum Physiotherapeuten viele Praxiseinheiten wie Praktika oder Hospitationen, bei denen Du lernst, Dein gelerntes Wissen richtig umzusetzen. Diese werden in der Regel in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen absolviert. Am Ende der Ausbildung (in der Regel also nach drei Jahren) erwartet Dich die staatliche Prüfung zum Physiotherapeuten, die aus einem mündlichen, einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht. Hast Du diese Prüfung erfolgreich abgeschlossen, darfst Du Dich Physiotherapeut nennen.
    Um die Ausbildung starten zu können, benötigst Du in der Regel einen mittleren Schulabschluss, wobei Du unter bestimmten Voraussetzungen auch mit einem Hauptschulabschluss Physiotherapeut werden kannst. Weiter benötigst Du oftmals einen Nachweis über Deine gesundheitliche Eignung, ein polizeiliches Führungszeugnis und eine Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs.
  2. Der Weg über das Studium:Neben der Physiotherapeuten-Ausbildung kannst Du den Beruf des Physiotherapeuten auch durch das Studium Physiotherapie erlernen. Je nach Universität oder Fachhochschule wird das Fach als duales Studium, als berufsbegleitendes Studium oder als Vollzeitstudium angeboten. Dabei ist das Physiotherapie-Studium recht praxisnah und wird von mehreren Praktika begleitet.
    Die Regelstudienzeit beträgt meist sechs bis sieben Semester, die Du mit einer Bachelorarbeit abschließt. Nach einem erfolgreichen Abschluss trägst Du in der Regel den Titel „Bachelor of Science” und kannst je nach Interessengebiet Deinem Bachelor ein Masterstudium folgen lassen oder auch sofort als Physiotherapeut arbeiten.

Studiengangsempfehlungen

Physio­therapie (B.Sc.)

Standorte:

  • Frankfurt
  • Köln
  • München

Physiotherapie (B.Sc.)

Standorte:

  • online

Physiotherapie (B.Sc.)

Standorte:

  • online

Fitnesswissenschaft (B.A.) - Spezialisierung Sporttherapie

Standorte:

  • Online

Osteopathie (B.Sc.)

Standorte:

  • Idstein
  • München
  • Köln
  • Frankfurt am Main

Wo arbeitet ein Physiotherapeut?

Physiotherapeuten werden in vielen Einrichtungen gebraucht. Die gängigen Arbeitgeber dieser Berufsgruppe sind wohl Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken oder physiotherapeutische Praxen.

Weitere potenzielle Arbeitgeber:

  • Facharztpraxen
  • Altenheime
  • Wellnesseinrichtungen
  • Behinderteneinrichtungen
  • Sportvereine
  • Fitnesseinrichtungen
  • Lehreinrichtungen
  • Grundschulen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Der Physiotherapeut-Beruf ist eine medizinisch-pflegerische Beschäftigung und findet nahe am Menschen statt. Dein Arbeitsalltag dreht sich also um Deine Patienten. Hierbei ist Deine Arbeitszeit gut einteilbar: Du hast eine gewisse Anzahl an Patienten am Tag und eine bestimmte Zeitspanne pro Patient. Überstunden sind im Physiotherapeut-Beruf eher ungewöhnlich. Ebenso ist es in diesem Beruf recht unkompliziert, als Teilzeitkraft zu arbeiten. Welche Physiotherapeut-Aufgaben auf Dich während Deines Arbeitsalltags erwarten:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Je nachdem, ob Du in einer physiotherapeutischen Praxis, einem Krankenhaus oder einem Altenheim arbeitest, variiert auch Dein Arbeitsplatz, obwohl Du in der Regel in Gymnastik- und Behandlungsräumen oder Patientenzimmern arbeiten wirst.

Neben den gängigen Gymnastikräumen kann es ebenfalls sein, dass Du mit Deinen Patienten in einer Sporthalle arbeitest oder mit ihnen Wassergymnastik in einem Schwimmbad machst.

Was verdient ein Physiotherapeut?

Je nachdem, ob Du die Ausbildung als Physiotherapeut abgeschlossen oder studiert hast, variiert auch Dein Einstiegsgehalt. Als Berufseinsteiger liegt Dein Gehalt bei rund 3.095 € brutto im Monat. Mit einem abgeschlossenen Studium kannst Du zu Beginn auch etwas darüber liegen.

Übst Du den Beruf des Physiotherapeuten schon länger aus, steigt mit der Erfahrung auch Dein Gehalt an. Der Median liegt bei rund 3.435 € brutto im Monat. Je nachdem, wo Du arbeitest, welchen Abschluss Du hast und ob Du in einer Führungsposition arbeitest, kann Dein Einkommen auch darüber hinaus steigen.

Entscheidest Du Dich, als Physiotherapeut im öffentlichen Dienst zu arbeiten, ist Dein Gehalt vom Tarifvertrag TVöD abhängig. In der Entgeltgruppe 7 liegt Dein Gehalt zwischen rund 3.240 und 3.926 € brutto im Monat.

Wo finde ich einen Job als Physiotherapeut?

Seiten

  • <
  • Seite
  • of 21
  • >

Wie sind die Berufsaussichten für Physiotherapeuten?

Die Menschen werden immer älter und körperliche Beschwerden immer besser therapierbar: Gute Voraussetzungen für den Beruf des Physiotherapeuten, da es so immer mehr potenzielle Patienten gibt. Neben der steigenden Patientenzahl sind gut ausgebildete Fachkräfte im Bereich Pflege und Gesundheit immer gesucht, sodass die Zukunftsperspektive für den Beruf des Physiotherapeuten äußerst gut aussieht. Die Wahrscheinlichkeit, einen Job zu finden, ist mit einer Physiotherapeuten-Ausbildung also recht hoch.

Wie stark der Bedarf ist, zeigen konkrete Zahlen: In der Fachkräfteengpassanalyse 2024 der Bundesagentur für Arbeit wird die Physiotherapie in Deutschland weiterhin in der Spitzengruppe der Engpassberufe geführt. Eine offene Stelle blieb im Schnitt rund 280 Tage unbesetzt, also fast ein Dreivierteljahr. Rechnerisch kommen auf jeden arbeitslos gemeldeten Therapeuten rund 2,6 offene Stellen. Laut einer Studie der Hochschule Fresenius verlassen allerdings 25 % der Physiotherapeuten nach fünf Jahren den Beruf wieder, als Gründe werden zu geringe Verdienstmöglichkeiten und mangelnde berufliche Perspektiven genannt.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Nachdem Du Deine Physiotherapeuten-Ausbildung beendet hast, kannst Du Dich in verschiedene Richtungen fortbilden. Je nach Interessengebiet kannst Du eine bestimmte medizinische Richtung oder auch eine Therapieform wählen und Dich durch Fortbildungen und Seminare spezialisieren. Dabei steht es Dir frei, als Angestellter zu arbeiten, selbstständig zu sein oder sogar eine eigene Praxis zu eröffnen.

Spezialisierungen sind zum Beispiel in folgenden Bereichen möglich:

  • Sportphysiotherapie
  • Kinderphysiotherapie
  • Osteopathie
  • Physiotherapie für ältere Menschen
  • Physiotherapie für Tiere
  • Wellnessphysiotherapie
  • Bobath-Therapie
  • Brügger-Therapie

Neben diesen Spezialisierungsmöglichkeiten kannst Du Dich auch weiterbilden und so einen verwandten Beruf ausüben. Einige Beispiele:

  • Gymnastiklehrer
  • Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen
  • Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen
  • Tanz- und Bewegungstherapeut

Passt der Beruf Physiotherapeut zu mir?

Interesse an Biologie, Anatomie und dem menschlichen Körper sind für Physiotherapeuten ebenso wichtig wie zwischenmenschliches Geschick und Empathie. Worauf es beim Beruf des Physiotherapeuten ankommt:

Naturwissenschaftliches Verständnis:
Du solltest Dich für den Aufbau des Körpers, Medizin und Biologie begeistern und Dich in diesem Gebiet auch privat gerne belesen. Als Physiotherapeut bist Du ein Experte in Sachen Gesundheit und menschlicher Körper und solltest Spaß daran haben, Dir eben dieses Wissen anzueignen.
Keine Berührungsängste haben:
Als Physiotherapeut arbeitest Du eng mit Menschen zusammen, teilweise sind diese sehr alt oder krank. Berührungsängste sind hier fehl am Platz. Der menschliche Körper sollte für Dich das Normalste der Welt sein, auch wenn dieser vielleicht nicht mehr der jüngste ist.
Freude am Helfen:
Menschen zu helfen, gibt Dir ein gutes Gefühl. Du bist gerne für andere da, hast immer ein offenes Ohr und weißt auch, wie Du damit umgehst, wenn Dir jemand von seinen Schicksalsschlägen erzählt.
Optimismus und Motivation:
Du verstehst, wenn jemand gerade in einer schweren Phase seines Lebens ist und gehst empathisch auf ihn ein, weißt aber gleichzeitig, wie Du ihn als Physiotherapeut motivieren und ihm trotz seiner Lebensumstände zu optimistischen Gedanken verhelfen kannst.
Selbst fit sein:
Zu guter Letzt ist es äußerst wichtig, dass auch Du fit bist. Zwar machen in erster Linie Deine Patienten die Übungen, doch auch Du bist den ganzen Tag aktiv. Denn Dein Tag besteht daraus, Menschen bei Übungen zu unterstützen, Patienten zu massieren und kranke Personen zu stützen. Wenn Du eine Physiotherapeuten-Ausbildung machen möchtest, solltest Du selbst auch körperlich aktiv und fit sein.

* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.