Einstiegsgehalt 
1.900
Durchschnittsgehalt 
2.392
Ø Stundenlohn
14
Ø Jahresgehalt
28.704
55
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Physiotherapeut
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Was verdient ein Physiotherapeut?

Das Physiotherapeut-Gehalt lag 2017 in Deutschland im Schnitt bei 2.269 Euro im Monat, wie die Bundesagentur für Arbeit ermittelt hat. Ausgerechnet auf eine Vollzeitstelle, kommt man auf einen durchschnittlichen Stundenlohn als Physiotherapeut von etwas mehr als 13 Euro. Als Leitender Physiotherapeut liegt das monatliche Durchschnittseinkommen hingegen etwas höher: In der leitenden Position kannst Du mit einem Einkommen von 2.518 Euro im Monat rechnen. Bei einer Vollzeitstelle kommt man hier auf einen Stundenlohn von 14,63 Euro. Als Leitender Physiotherapeut verdient man im Schnitt also fast elf Prozent mehr.

Dabei kann man mit demselben monatlichen Gehalt bei zwei unterschiedlichen Arbeitgebern auf ein zwei verschiedene Jahresgehälter kommen, da einige zusätzliche Zahlungen – wie etwa Boni oder ein 13. Monatsgehalt – zahlen.

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Wie hoch ist das Einstiegsgehalt als Physiotherapeut?

Durchschnittlich liegt das Einstiegsgehalt in der Physiotherapie bei 1.700 Euro im Monat, so schreibt der NDR. Das Einstiegsgehalt als Physiotherapeut kann dabei aber durchaus unterschiedlich ausfallen. Gerade zwischen privaten Einrichtungen und solchen, die nach Tarifvertrag des öffentlichen Rechts zahlen, liegen große Unterscheide. Bei einer privaten Einrichtung kann es durchaus sein, dass Du zu Beginn mit einem Einkommen von rund 1.600 Euro im Monat rechnen musst. Der Stundenlohn als Physiotherapeut liegt hier nur knapp über dem Mindestlohn. Das Einstiegsgehalt als Physiotherapeut in einer Praxis kann aber auch besser vergütet werden.

Beginnst Du Deine Karriere hingegen bei einem Unternehmen, dass nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Rechts bezahlt, kannst Du mit einem höheren Einstiegsgehalt als Physiotherapeut rechnen. In der Regel fällst Du in die Entgeltgruppe 7, die bei einem monatlichen Gehalt von 2387,86 Euro im Monat beginnt.

Vergleichst Du das durchschnittliche Einstiegsgehalt von 1.700 Euro im Monat mit der ersten Stufe der Entgeltgruppe 7, so siehst Du, dass Berufseinsteiger im öffentlichen Dienst rund 40 Prozent mehr verdienen – Stellen mit einer solchen Bezahlung sind jedoch rar.

Wie hoch ist das Gehalt als Physiotherapeut während der Ausbildung?

Bevor Du den Beruf des Physiotherapeuten ausüben kannst, musst Du die schulische Ausbildung zum Physiotherapeuten abschließen. Dies erfolgt in der Regel an einer Berufsfachschule und wird nicht vergütet. Wohl aber hast Du die Möglichkeit BAföG zu beantragen, um Dein Leben während Deiner Ausbildung so zu finanzieren.

Dabei kannst Du die Ausbildung auch an einer privaten Berufsschule absolvieren. Auch hier kannst Du nicht mit einer Vergütung rechnen, sondern zahlst in der Regel eine monatliche Summe zwischen 300 und 500 Euro. Weitere Kosten können hinzukommen.

Hast Du hingegen ein Abiturabschluss oder eine Fachhochschulreife, kannst Du auch den Studiengang Physiotherapie studieren, der an zwei Hochschulen in Deutschland angeboten wird. Hierbei musst Du aber mit monatlichen Studienbeiträgen von 549 oder 595 Euro rechnen. Zu diesem Betrag können einmalige Gebühren, wie etwa für die Immatrikulation oder eine Prüfung kommen.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass Du während Deiner Ausbildung in der Regel kein Physiotherapeut-Gehalt erwarten kannst.

Welche Faktoren beeinflussen das Physiotherapeut Gehalt?

Wie hoch Dein Gehalt als Physiotherapeut ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Einerseits ist es davon abhängig, wie viel Arbeitserfahrung Du gesammelt hast, andererseits auch von Deinem Abschluss. Auch kann Dein Geschlecht entscheidet für Dein Physiotherapeut-Gehalt sein. Des Weiteren trägt natürlich auch Deine Position dazu bei, wie viel Du am Ende verdienst. Hierbei gilt als Faustregel: Je mehr Mitarbeiterverantwortung Du trägst, desto höher fällt auch Dein Stundenlohn als Physiotherapeut aus.

Neben den Qualitäten die Du mitbringst, trägt aber auch das Unternehmen wesentlich zur Höhe Deines Physiotherapeut-Verdienstes mit bei: Wichtige Kriterien sind zum Beispiel der Standort des Unternehmens, seine Größe und auch die Richtung, auf die Deine Praxis spezialisiert ist. Ein weiterer ausschlaggebender Aspekt, der für die Höhe Deines Physiotherapeut-Gehalts entscheidend ist, ist, ob Du bei einer öffentlichen Einrichtung mit Tarifvertrag oder bei einer privaten Einrichtung ohne Tarifvertrag arbeitest.

Gehalt nach Bundesland

Ein wichtiger Punkt bei der Höhe Deines Physiotherapeut-Gehalts ist, in welchem Bundesland Du angestellt bist. Hier gibt es deutliche Unterschiede. In Sachsen liegt der Verdienst als Physiotherapeut laut der Bundesagentur für Arbeit im Schnitt bei 1.830 Euro – damit verdient man hier als Physiotherapeut am wenigsten. Mit der höchsten Vergütung in der Physiotherapie kannst Du hingegen in Baden-Württemberg rechnen. Immerhin stolze 2.424 Euro verdienen Physiotherapeuten hier durchschnittlich – und damit knapp über 32 Prozent mehr als in Sachsen.

Allgemein lässt sich eine Differenz in den verschiedenen Regionen Deutschlands feststellen. So liegt der Verdienst als Physiotherapeut im östlichen Teil Deutschlands – also in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – im Durchschnitt bei 1.985 Euro im Monat. Lediglich die Hauptstadt sticht hier mit einem monatlichen Durchschnittsgehalt von 2.284 Euro etwas aus der Masse hervor.

Im Norden und Westen Deutschlands verdienen Physiotherapeuten hingegen etwas mehr: Im Durchschnitt liegt das monatliche Physiotherapeut-Gehalt in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen bei 2.318 Euro im Monat. Im Vergleich zu dem Physiotherapeut-Gehalt der östlichen Bundesländer, liegt der Verdienst als Physiotherapeut in den nördlichen und westlichen Regionen also fast 17 Prozent höher.

Die beiden Bundesländer im Süden Deutschlands – als Baden-Württemberg und Bayern – haben mit im Schnitt 2.403 Euro das höchste Physiotherapeut-Gehalt. Damit verdienen Physiotherapeuten hier über 21 Prozent mehr als im Osten des Landes. Vergleicht man das Physiotherapeut-Gehalt der südlichen Bundesländer mit denen im Nord-Westen, fällt der Unterschied deutlich geringer aus. Dennoch: Durchschnittlich etwas über 3,5 Prozent besser verdienen die Physiotherapeuten in Bayern und Baden-Württemberg.

Anmerkung: Die Bundesländer Saarland und Bremen konnten aufgrund zu weniger Daten nicht in die Untersuchung mit aufgenommen werden.

Dabei gilt aber zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten im Westen und Süden Deutschlands deutlich höher sind, als im östlichen Teil des Landes. Laut den Angaben des Statistischen Bundesamts lagen die monatlichen privaten Konsumausgaben 2016 im Westen und Süden bei 2.587 Euro, während man in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nur durchschnittliche Ausgaben von 2.078 Euro im Monat hatte – also fast 20 Prozent weniger.

Gehalt nach Tarifvertrag

Öffentlicher Dienst, private Praxis oder gar selbstständig: Das Gehalt als Physiotherapeut wird auch von Deinem Arbeitgeber beeinflusst. Dabei fällt das Gehalt als Physiotherapeut im öffentlichen Dienst in der Regel höher aus, als wenn Du in einer privaten Praxis beschäftigt bist.

Dein Gehalt als Physiotherapeut im öffentlichen Dienst richtet sich nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Rechts – also dem TVöD. Dabei werden Physiotherapeuten in der Regel in die Entgeltgruppe 7 eingestuft, was je nach Arbeitserfahrung ein monatliches Physiotherapeut-Gehalt zwischen 2387,86 und 3099,99 Euro bedeutet. Dabei handelt es sich bei dem ersten Betrag um das Einstiegsgehalt, während man mit der Zeit immer mehr verdient, bis man im Idealfall die Stufe 6 des TVöD erreicht und so den höchsten Betrag der Entgeltstufe 7 erhält. Dabei musst Du Dich nicht zwangsläufig in der Entgeltgruppe 7 bewegen: Durch Weiterbildungen oder anderweitige Qualifikationen ist es als Physiotherapeut durchaus möglich, eine Entgeltgruppe aufzusteigen.

Entscheidest Du Dich für die Arbeit in einer privaten Praxis, fällt Dein Physiotherapeut-Gehalt in der Regel geringer aus. Zwischen Mindestlohn und einem Einkommen von 2.500 Euro im Monat ist alles denkbar.

Möchte man Aussagen zu dem Physiotherapeut-Gehalt, wenn man selbstständig ist treffen, fällt dies schon deutlich schwerer. So kannst Du einerseits eine eigene Praxis eröffnen aber andererseits als mobiler Physiotherapeut-Dienst Deine Patienten in ihrem Haus besuchen. Je nachdem, in welchem Bundesland Du arbeitest, für welche Tätigkeit Du Dich entscheidest und wie gut Dein Business läuft, kann Dein Verdienst als Physiotherapeut in der Selbstständigkeit ausgesprochen unterschiedlich ausfallen.

Auch ein allgemeines Gehalt als Physiotherapeut im Krankenhaus ist nicht eindeutig zu bestimmen: Solltest Du im Krankenhaus arbeiten wollen, kannst Du aber nicht zwangsläufig von einem Gehalt nach TVöD ausgehen. Viele Krankenhäuser sind privatisiert und werden so von einem privaten Träger finanziert

Gehalt nach Unternehmensgröße

Das Physiotherapeut-Gehalt kleinerer Unternehmen liegt meist unter dem größerer Unternehmen. So kannst Du bei einem kleinen Unternehmen mit einem Durchschnittseinkommen von 1.689 Euro im Monat rechnen. Entscheidest Du Dich hingegen für ein mittelgroßes Unternehmen, so liegt das Durchschnittsgehalt mit 2.281 Euro fast 35 Prozent über dem Physiotherapeut-Verdienst eines kleineren Unternehmens.

Das durchschnittliche Gehalt als Physiotherapeut bei einem mittleren und einem großen Unternehmen liegt dabei näher aneinander: Mit 2.780 Euro pro Monat verdienst Du bei einem großen Unternehmen rund 22 Prozent mehr als bei einem mittelgroßen Unternehmen und fast 65 Prozent mehr als wenn Du Dich für ein kleines Unternehmen entscheidest.

Kleine Unternehmen
€1.689
Mittlere Unternehmen
€2.281
Große Unternehmen
€2.780

Gehalt nach Geschlecht

Auch das Geschlecht spielt bei der Höhe Deines Physiotherapeut-Gehalts oftmals eine Rolle. So verdienen Frauen in diesem Beruf durchschnittlich 2.195 Euro im Monat, während Männer im Schnitt ein Physiotherapeut-Verdient von 2.439 Euro im Monat haben. Damit verdienen Männer im Durchschnitt über 11 Prozent mehr als ihre weiblichen Kollegen.

Dabei sind deutlich mehr Frauen im Beruf des Physiotherapeuten tätig: 68 Prozent der Physiotherapeuten sind weiblich, nur 31 Prozent männlich.

Im Schnitt verdienen Frauen 2.267 € pro Monat und Männer 2.737 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich 21% mehr als Frauen

Gehalt nach Berufserfahrung

Mit der steigenden Erfahrung steigt auch Dein Verdienst als Physiotherapeut: Zu Beginn Deiner Karriere liegt Dein Einkommen als Physiotherapeut bei knapp über 2.000 Euro im Monat und steigt in den ersten vier Jahren auf 2.189 Euro monatlich an, sodass Du in den ersten Jahren schon einen Gehaltsanstieg von fast 10 Prozent erreichen kannst. Zwischen dem vierten und dem zehnten Berufsjahr steigt das Physiotherapeut-Gehalt im Schnitt konstant an und liegt nach zehn Jahren bei 2.624 Euro im Monat – im Vergleich zum Einstiegsgehalt ist dies ein Zuwachs von etwas über 31 Prozent, zu dem Gehalt nach vier Jahren als Physiotherapeut ist das ein Anstieg von fast 20 Prozent.

Nach weiteren zehn Jahren – also zwanzig Jahre nach Beginn Deiner Karriere – liegt Dein Verdienst in der Regel schon bei 2.732 Euro im Monat. Nach 30 Jahren wiederum bei 2.865 Euro. Innerhalb von 20 Jahren hast Du also einen durchschnittlichen Gehaltsanstieg von knapp 36 Prozent, innerhalb von 30 Jahren sogar einen von rund 43 Prozent.

Die Auswertung der Bundesagentur für Arbeit betrachtet hingegen das Gehalt in Abhängigkeit mit dem Alter der Physiotherapeuten. So liegt das Durchschnittseinkommen als Physiotherapeut im Alter unter 25 Jahren bei 2.065 Euro im Monat, während Physiotherapeuten zwischen 25 und 50 Jahren schon auf ein durchschnittliches Physiotherapeut-Gehalt von 2.287 Euro im Monat kommen – also ein Anstieg von fast 11 Prozent. Übersteigt man das Alter von 50 Jahren, steigt auch der durchschnittliche Physiotherapeut-Verdienst deutlich an: Mit 2.831 Euro im Monat liegt dieser knapp über 37 Prozent über dem Einkommen der Physiotherapeuten unter 25 und etwas über 24 Prozent über dem Einkommen der 25 bis 50-jährigen Physiotherapeuten.

Gehälter in ähnlichen Berufen

Vergleicht man das Gehalt als Physiotherapeut mit den Gehältern anderer Berufe im Gesundheitswesen, fällt dieses relativ gering aus. Dabei sollte man aber beachten, dass Berufe wie Arzt oder Psychologe einen ganz anderen Bildungsweg voraussetzen und mit mehr Verantwortung verknüpft sind, was sich wiederum beim Gehalt bemerkbar macht.

So verdienen Psychologen in Deutschland im Schnitt 4.314 Euro im Monat, während Ärzte ein durchschnittliches Monatsgehalt von 5.700 Euro verdienen. Somit verdient der Psychologen gegenüber dem Physiotherapeut-Gehalt von 2.269 Euro schon über 90 Prozent mehr, während der Arzt im Schnitt sogar über 150 Prozent mehr verdient als der Physiotherapeut.

Vergleicht man den Beruf des Physiotherapeuten aber mit anderen Ausbildungsberufen in der Gesundheitsbranche, fällt die Differenz schon deutlich geringer aus. So verdienen Medizinische Fachangestellte im Schnitt 2.240 Euro im Monat – also etwas über 1 Prozent weniger als die Physiotherapeuten. Auch Logopäden liegen mit einem Gehalt von 2.298 Euro nur knapp über dem Physiotherapeut-Gehalt. Während Ergotherapeuten mit einem Durchschnittseinkommen von 2.471 Euro hingegen fast neun Prozent mehr verdienen als ihre Kollegen in der Physiotherapie. Etwas besser verdienen hingegen Sporttherapeuten: Das Durchschnittseinkommen von 2.774 Euro liegt rund 22 Prozent über dem Gehalt als Physiotherapeut.