Einstiegsgehalt 
1.600
Durchschnittsgehalt 
2.340
Ausbildung 
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15
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Friseurin
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Was ist eine Friseurin?

Friseure sind für die Haare anderer Menschen zuständig: Sie stehen ihren Kunden beratend zur Seite und helfen ihnen, die richtige Frisur für ihren Typ zu finden. Je nach Kundenwunsch schneidet der Friseur die Haare des Kunden, färbt diese oder macht eine Dauerwelle. Auch Haarverlängerungen sind oft Teil der Aufgaben des Friseur-Berufs. Oftmals gehören auch andere kosmetische Behandlungen, wie das Pflegen der Nägel oder das Schminken, zu den Tätigkeiten eines Friseurs. Dabei zählen neben Otto Normalverbrauchern auch Theater-Darsteller oder Perückenhersteller zu den Kunden von Friseuren. Der Beruf Friseur ist ein anerkannter Ausbildungsberuf.

Was macht eine Friseurin?

Ob Theater-Darsteller, aufgeregte Braut oder aktiver Grundschüler: Als Friseur weißt Du, wie Du auf Deine Kunden eingehst und ihre Haare schneidest, färbst und stylst. Du hörst Dir die Wünsche und Vorstellungen Deiner Kunden an und berätst sie bei ihrer Wahl. Dabei kannst Du Menschen gut einschätzen und weißt, welche Frisur zu welchem Typ passt. Mit Schere und Färbemittel werden die Wünsche der Kunden dann umgesetzt.

Dabei weißt Du, wie man eine Dauerwelle korrekt durchführt, Haarverlängerungen macht oder wie man die verschiedenen Haarfarben zusammenmischt. Ebenso kennst Du Dich mit der Haarpflege aus und weißt, wie man Extensions befestigt, ohne dass diese als solche zu erkennen sind. Auch bei der Pflege von Perücken und Toupets bist Du Experte. Besonders als Herrenfriseur kennst Du Dich zudem mit Bärten aus: Du weißt, welche Bartfrisur gerade modern ist, wie man Bärte schneidet, frisiert und formt.

Neben dem Haarschnitt bist Du auch für ihre Pflege zuständig: Vor dem Haareschneiden wäschst Du diese und tust ihnen etwas Gutes. Auch berätst Du Deine Kunden bezüglich geeigneter, verträglicher und hochwertiger Pflegeprodukte.

Neben der Arbeit am Haar kennst Du Dich auch mit Make-up und Nagelpflege aus und weißt, wie Du optisch das Beste aus Deinen Kunden herausholst. Deine oberste Priorität: Den Kunden zufriedenzustellen.

Wie wird man Friseurin?

Wenn Du die Ausbildung als Friseur beginnen willst, solltest Du Dich auf eine dreijährige duale Ausbildung einstellen. Was Du über die Friseur-Ausbildung alles wissen solltest:

Voraussetzungen

Rein rechtlich ist für die Ausbildung als Friseurin kein Schulabschluss vonnöten, jedoch suchen die meisten Ausbildungsbetriebe Auszubildende, die mindestens einen Hauptschulabschluss haben. Genau genommen hatten 2021 knapp über die Hälfte der Auszubildenden einen Hauptschulabschluss, 30 % einen Realschulabschluss und 9 % eine Hochschulreife. Nur 7 % der Auszubildenden hatten keinen Schulabschluss. Gute Noten in Chemie, Kunst und Deutsch werden bei den Betrieben gern gesehen.

Wichtig ist auch die gesundheitliche Eignung: Ein großer Teil der Gesundheitsprobleme im Friseurberuf betrifft die Haut. Juckreiz, Ekzeme und Allergien machen bei der Berufsgenossenschaft den weitaus größten Teil der gemeldeten Verdachtsfälle auf eine Berufskrankheit aus. Belastend sind nicht nur Chemikalien wie Haarfarben, Dauerwellen- und Blondiermittel, sondern vor allem auch die ständige Feuchtarbeit durch Wasser, Shampoos und Kuren. Blondiermittel enthalten meist Ammoniumpersulfat, das Allergien der Haut und der Atemwege auslösen kann. Wer empfindlich auf diese Stoffe reagiert, sollte das vor Ausbildungsbeginn abklären, denn bestehende Allergien oder Hauterkrankungen können den Beruf erschweren oder ausschließen. Konsequenter Hautschutz ist deshalb im Friseurhandwerk besonders wichtig.

Ablauf

Bei der Friseur-Ausbildung handelt es sich um eine duale Ausbildung. Das bedeutet, dass diese sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Dabei lernst Du in der Berufsschule das fachliche Hintergrundwissen, welches Du dann im Betrieb anwendest. Hier lernst Du dann, wie man als Friseurin seine Kunden zufriedenstellt. Noch während des zweiten Jahres Deiner Friseur-Ausbildung legst Du den ersten Teil Deiner Gesellenprüfung ab. Am Ende Deiner Ausbildung musst Du dann den zweiten Teil der Prüfung bestehen. Beendest Du die Ausbildung erfolgreich, kannst Du als staatlich anerkannte Friseurin arbeiten.

Die Gesellenprüfung im Friseurhandwerk ist eine sogenannte gestreckte Gesellenprüfung, die aus zwei Teilen besteht. Teil 1 findet Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt und umfasst den Prüfungsbereich Basisfriseurarbeiten. Teil 2 legst Du am Ende der Ausbildung ab; er umfasst die Bereiche Friseur- und Kosmetikdienstleistungen, Friseurtechniken, Betriebsorganisation und Kundenmanagement sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Für das Gesamtergebnis zählt Teil 1 mit 25 % und Teil 2 mit 75 %.

Dauer

Die Ausbildung als Friseur dauert drei Jahre, dabei ist eine Verkürzung der Friseur-Ausbildungsdauer auf bis zu zwei Jahre möglich.

Inhalt

In dem ersten Jahr Deiner Ausbildung als Friseur lernst Du die verschiedenen Geräte kennen, lernst, welche Haarpflegeprodukte welche Eigenschaften haben und für wen welche Produkte geeignet sind. Zudem bekommst Du beigebracht, wie man einen Menschen korrekt berät und wie man eine Typberatung macht. Auch lernst Du im ersten Jahr einfache Haarschnitte. Im zweiten Jahr lernst Du, wie man mit Locken umgeht, Dauerwellen macht, die Haare färbt oder auch tönt und worauf man bei einer Blondierung achten muss. Dazu gehört es auch zu wissen, wie man die Farbe mischt und wie Farbe auf die verschiedenen Haartypen reagiert. Da zu den Aufgaben des Berufs auch das Schminken zählt, lernst Du im letzten Lehrjahr, wie man Make-up typgerecht aufträgt und wie man die Haut pflegt. Des Weiteren lernst Du, wie man seine Kunden koordiniert, den Betrieb organisiert und mit der Buchhaltung umgeht. Während der Ausbildung lernst Du zudem, wie man Haarverlängerungen und -verdichtungen macht.

Weiterbildung

Hast Du Deine Ausbildung zum Friseur erfolgreich beendet, kannst Du die Meisterprüfung ablegen. Diese befähigt Dich unter anderem dazu, selbstständig als Friseur zu arbeiten. Weiter kannst Du Schulungen machen und Dich in Bereichen wie Friseurkosmetik, Maskenbildner oder Stilberatung bilden. Ebenso gibt es Weiterbildungen zum Colorist, Friseur Trainer oder zur Fachkraft für Zweithaar.

Du musst aber nicht zwingend den Meister machen, um Dich selbstständig zu machen. Das Friseurhandwerk ist zwar ein zulassungspflichtiges Handwerk, doch die Handwerksordnung sieht Alternativen vor. Über die sogenannte Ausübungsberechtigung nach § 7b der Handwerksordnung (Altgesellenregelung) kannst Du Dich auch ohne Meisterbrief selbstständig machen, wenn Du die Gesellenprüfung bestanden und danach mindestens sechs Jahre im Friseurhandwerk gearbeitet hast, davon mindestens vier Jahre in leitender Stellung, etwa als Werkstatt- oder Filialleiter. Zusätzlich musst Du Kenntnisse nachweisen, die über die reine Gesellentätigkeit hinausgehen. Daneben gibt es die Ausnahmebewilligung nach § 8 der Handwerksordnung, die bei einer besonderen Befähigung erteilt werden kann. Über jeden Antrag entscheidet die Handwerkskammer im Einzelfall.

Fernlehrgangsempfehlung

Haare schneiden

Standorte:

  • Online

Eine weitere Möglichkeit, die Friseur-Tätigkeiten auszuüben, geht über eine Weiterbildung zum Friseur. Dabei handelt es sich um eine Umschulung. Die Umschulung kann man dabei in Abendseminaren absolvieren oder diese in Vollzeit abschließen. Zu beachten gilt aber, dass die Umschulung im Gegensatz zur Ausbildung in der Regel kostenpflichtig ist.

Wo arbeitet eine Friseurin?

Als Friseurin arbeitest Du in der Regel in einem Friseursalon. Jedoch gibt es auch andere Arbeitgeber, die Friseure einstellen. Zu ihnen zählen zum Beispiel folgende Unternehmen:

  • Kosmetische Abteilungen von Hotels
  • Filmproduktionen
  • Theaterproduktionen
  • Krankenhäuser
  • Perückenindustrie
  • Modebranche

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Der Arbeitsalltag nach der Friseurin-Ausbildung hält von Kundenberatung über das Mischen von Farben bis hin zum Aufräumen viele verschiedene Aufgaben für Dich bereit. Hier erfährst Du, was zum Berufsbild Friseur gehört.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Als Friseurin ist der Friseursalon in der Regel Dein Arbeitsort. Arbeitest Du in der Film- oder Theaterbranche, sind es hingegen die Garderoben- und Maskenräume, in denen Du den größten Teil Deiner Zeit zubringst. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass Du mit einer Show auf Tour gehst oder an verschiedenen Drehorten arbeitest. Im Gegensatz zum Friseursalon kann es hier also dazu kommen, dass Du viel unterwegs bist. Hast Du Dich für den Friseur-Beruf in einem Hotel entschieden, bist Du meist im Wellnessbereich tätig.

Entscheidest Du Dich, bei Kunden vor Ort zu arbeiten, ist Dein Arbeitsplatz mobil. Mit Deinem Auto inklusive Deiner Utensilien fährst Du zu den Kunden nach Hause. In diesem Fall ist Dein Arbeitsort das Wohnzimmer Deiner Kunden.

Was verdient eine Friseurin?

Während Deiner Ausbildung zur Friseurin kannst Du im ersten Jahr mit der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung von 724 € brutto monatlich rechnen. Im zweiten Jahr steigt Dein Einkommen auf 854 € und während Deines letzten Ausbildungsjahres verdienst Du 977 € im Monat. Je nach Tarif und Region kann die Vergütung abweichen.

Hast Du Deine Friseur-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, kannst Du mit einem Einstiegsgehalt um den derzeitigen Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde rechnen. Je nachdem, in welchem Betrieb Du beginnst und wo dieser liegt, kannst Du auch mit einem höheren Einstiegsgehalt rechnen. Mit der Zeit und gesammelter Erfahrung verdienst Du im Friseur-Beruf mehr: Im Mittel liegt das Gehalt einer Friseurin bei rund 2.340 € brutto im Monat. Neben der Erfahrung können auch Weiterbildungen oder eine Spezialisierung dazu beitragen, dass Du mehr verdienst.

Entscheidest Du Dich dazu, den Friseurmeister zu machen, kannst Du mit einem Gehalt um 2.527 € monatlich rechnen. Zudem kannst Du Dich selbstständig machen. Hierbei ist Dein Einkommen von den direkten Einnahmen abhängig. Machst Du Dir einen Namen, so kannst Du durchaus gut von den Einnahmen leben.

Bedenke zudem, dass Du neben Deinem Stundenlohn auch mit Trinkgeld rechnen kannst. Je zufriedener die Kunden sind, desto höher fällt dies in der Regel aus. Pro Tag kannst Du so bis zu 100 € extra verdienen.

Wo finde ich einen Job als Friseurin?

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Wie sind die Berufsaussichten für Friseurinnen?

Wie eine Statistik bei Statista zeigt, steigt die Zahl der Betriebe im Friseurhandwerk in Deutschland langsam, aber stetig an. Während es im Jahr 2009 noch rund 53.000 Betriebe gab, konnten im Jahr 2020 rund 55.000 Betriebe verzeichnet werden.

Die Anzahl derer, die eine Friseur-Ausbildung beginnen, steigt ebenso. 2011 haben noch 11.487 Menschen eine Ausbildung als Friseur begonnen, während 2016 nur noch 10.950 Auszubildende einen Ausbildungsvertrag unterzeichnet haben. Im Jahr 2020 haben sich dann 17.800 Menschen für den Beruf Friseur entschieden. Allerdings trugen die Corona-Pandemie sowie die schlechte Ausbildungsvergütung in den letzten Jahren dazu bei, dass sich weniger junge Menschen für den Beruf entschieden.

Auffällig ist zudem ein Wandel bei der Geschlechterverteilung: In Deutschland ist der Männeranteil bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Friseurhandwerk binnen zehn Jahren von rund 12 % (2010) auf rund 31 % (2020) gestiegen. In absoluten Zahlen schlossen 2010 rund 1.611 Männer einen Ausbildungsvertrag zum Friseur ab, 2020 waren es 2.256 Männer. Der Beruf ist also längst nicht mehr nur eine Domäne für Frauen.

Gleichzeitig gibt es mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. Laut einem Artikel im Handelsblatt breche zudem fast jeder zweite Auszubildende seine Ausbildung zum Friseur ab.

Wenn Du also gerne den Beruf ausüben möchtest, hast Du sehr gute Chancen, einen geeigneten Ausbildungsplatz und später auch einen passenden Betrieb für eine Festanstellung zu finden.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Neben den gängigen Spezialisierungen als Damen- oder Herrenfriseur kannst Du Dich auch auf folgende Bereiche spezialisieren:

  • Kinderfriseur
  • Theaterbranche
  • Filmbranche
  • Mobile Friseurtätigkeit

Des Weiteren kannst Du Dich nicht nur auf eine Branche, sondern auch auf einen Tätigkeitsbereich spezialisieren. Hier bieten sich zum Beispiel folgende Bereiche an:

  • Stylist
  • Colorist
  • Hair Dresser

Passt der Beruf Friseurin zu mir?

Wenn Du den Beruf des Friseurs ausüben möchtest, solltest Du nicht nur künstlerisch begabt und kreativ sein, sondern auch gerne mit Menschen sprechen und eine gute Menschenkenntnis besitzen.

Freude an Small Talk
Als Friseur bist Du auch ein bisschen Therapeut: Für die Zeit, die der Kunde auf dem Friseurstuhl sitzt, wird er Dir so einiges erzählen. Daher solltest Du Spaß an Small Talk haben und Dir gerne Geschichten von anderen Personen anhören oder gerne selbst erzählen, wenn Dein Kunde etwas schüchterner sein sollte.
Kreativität
Du bist gerne kreativ, hast Spaß an Kunst und einen Sinn für Ästhetik? Du weißt, welche Farben harmonisieren und liebst es, neue Dinge auszuprobieren? Super, denn im Friseur-Beruf brauchst Du ein Auge für solche Dinge und musst wissen, welche Farbe und welcher Schnitt gut zueinander passt.
Menschenkenntnis
Wenn Du jemanden auf der Straße siehst, denkst Du Dir oftmals, dass Du genau wüsstest, welcher Style der Person besser stehen würde. Gleichzeitig bist Du Dir aber bewusst, dass nicht jeder Mensch sich mit jedem Stil wohlfühlt. Du weißt, wer was tragen kann und es vor allem auch will. Eine gute Menschenkenntnis ist wichtig, wenn Du Friseur werden willst.
Genauigkeit
Du kannst genau arbeiten und Dich auf Deine Arbeit konzentrieren. Dabei bist Du geschickt und weißt, wie man mit einer Schere richtig umgeht. Menschen mit zwei linken Händen sind bei dem Friseur-Beruf fehl am Platz.
Auf dem neusten Stand sein
Du kennst Dich mit den neusten Trends aus und weißt, welche Frisur bei Instagram gerade besonders oft gepostet wird? Als Friseur musst Du immer auf dem neuesten Stand sein und wissen, was gut aussieht und gut ankommt.
Körperliche Fitness
Als Friseur bist Du den ganzen Tag auf den Beinen. Du musst für den Beruf Friseur zwar nicht außergewöhnlich sportlich sein, jedoch solltest Du keine Rücken- oder Knieprobleme haben und Deine Fitness sollte allgemein nicht schlecht sein.

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