Einstiegsgehalt 
2.663
Durchschnittsgehalt 
3.157
Ausbildung 
Ausbildung
402
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Bürokauffrau
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Was ist eine Bürokauffrau?

Eine Bürokauffrau oder ein Bürokaufmann ist eine Person, deren Tätigkeitsbereich die kaufmännische Verwaltung und den Schriftverkehr umfasst. Bei der Bürokauffrau-Ausbildung handelt es sich um eine staatlich anerkannte Ausbildung, die im Jahr 2014 gemeinsam mit den Berufen Kaufmann für Bürokommunikation und Fachangestellter für Bürokommunikation zum neuen Berufsbild Kaufmann für Büromanagement zusammengefasst wurde. Umgangssprachlich wird der Job trotzdem weiterhin als Bürokauffrau beziehungsweise Bürokaufmann bezeichnet.

Das Berufsbild Bürokauffrau ist eine klassische Frauendomäne: zwischen 71 und 80 Prozent der Personen die eine Ausbildung zur Bürokauffrau absolvieren oder bereits über einen Bürokauffrau-Abschluss verfügen, sind weiblich. Auf der Rangliste der Ausbildungsberufe nach Neuabschlüssen liegt die Ausbildung zur Bürokauffrau in Deutschland auf Platz 3.

Was macht eine Bürokauffrau?

Zu den Tätigkeiten als Bürokauffrau zählen unter anderem:

  • Bedienung von Hard- und Software
  • Buchführung mit Bilanz und Kontenbuchung sowie der Kosten- und Leistungsabrechnung
  • Bürowirtschaft
  • Tabellenkalkulation und Textverarbeitung
  • Koordination von Werbemitteln
  • Erteilen von Aufträgen zur Produktion von Werbespots
  • Betreuung von Kunden in Customer Care Centern

Deine Tätigkeiten als Bürokauffrau sind meist abhängig von der Abteilung, in der Du eingesetzt wirst. Mögliche Abteilungen sind zum Beispiel:

  • Einkauf
  • Verkauf
  • Personalwesen
  • Buchhaltung

Daneben wird zwischen branchenspezifischen Aufgabenbereichen unterschieden. Die meisten Bürokaufleute sind jedoch auf die Bedienung von EDV-Systemen spezialisiert. Daneben gehört seit der Reform des Berufs im Jahr 1991 vermehrt auch Marketing zu den Bürokauffrau-Tätigkeiten.

Wie wird man Bürokauffrau?

Die Ausbildung zur Bürokauffrau ist eine klassische duale Ausbildung, bei der Du in einem Betrieb die klassischen Bürokauffrau-Tätigkeiten erlernst und nebenbei eine Berufsschule besuchst, auf der Du Dir theoretisches Wissen über das Bürokauffrau-Berufsbild aneignest. Wie die Ausbildung zur Bürokauffrau abläuft und welche Voraussetzungen Du dafür benötigst, haben wir Dir hier zusammengefasst.

Schulabschluss

Um eine Bürokauffrau-Ausbildung beginnen zu dürfen ist grundsätzlich kein Schulabschluss nötig. Die meisten Ausbildungsanfänger können jedoch einen Realschulabschluss oder das Abitur beziehungsweise Fachabitur nachweisen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Du nicht auch mit Hauptschulabschluss oder ganz ohne Schulabschluss eine Bürokauffrau-Ausbildung beginnen kannst. Mit ein wenig Durchsetzungsvermögen, Ehrgeiz und Lust auf den Job kannst Du auch ohne Abschluss Bürokaufmann werden. Die einzelnen Bürokauffrau-Aufgaben, auf die es ankommt, lernst Du schließlich während Deiner Ausbildung kennen.

Betriebliche Ausbildung zur Bürokauffrau

Die Bürokauffrau-Ausbildung gliedert sich in einen betrieblichen und einen schulischen Teil. In beiden Bereichen lernst Du die verschiedenen Bürokauffrau-Aufgaben kennen und typische Bürokauffrau-Tätigkeiten auszuführen.

In Deinem Ausbildungsbetrieb gehören zu den Tätigkeiten als Bürokauffrau oder Bürokaufmann zum Beispiel die folgenden Aufgaben:

  • Auswahl und Anwendung betrieblicher Kommunikationssysteme
  • Bedarfsgerechte und effiziente Anwendung von Systemen zur Textverarbeitung
  • Recherche, Beurteilung, Aufbereitung und Archivierung von Informationen
  • Bearbeitung des Posteingangs und Postausgangs
  • Planung, Durchführung und Kontrolle von Projekten und was es dabei zu beachten gibt
  • Einholung, Prüfung und Vergleich von Angeboten
  • Begründung von Entscheidungen über diverse Angebote
  • Zusammenstellung, Aufbereitung und Auswertung von Kundendaten
  • Durchführung und Auswertung von Vor- und Nachkalkulationen
  • Vorbereitung von Zahlungen unter Berücksichtigung der einzelnen Zahlungsbedingungen

Darüber hinaus gehört zu Deinen Aufgaben als Bürokauffrau, Dir Kenntnisse anzueignen über Themen wie:

  • Rechte und Pflichten während der Bürokauffrau-Ausbildung
  • Organisation des Ausbildungsbetriebs
  • Umweltschutz

Schulische Ausbildung zur Bürokauffrau

Während dem schulischen Teil Deiner Bürokauffrau-Ausbildung lernst Du weitere Bürokauffrau-Aufgaben kennen und auszuführen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • die Akquise von Kunden
  • wie man Kunden an das Unternehmen bindet
  • die Wahrnehmung von personalwirtschaftlichen Bürokauffrau-Aufgaben
  • die Planung und Durchführung von einzelnen Projekten

Darüber hinaus wirst Du in klassischen allgemeinbildenden Fächern unterrichtet, darunter:

  • Deutsch
  • Wirtschaftskunde
  • Sozialkunde
  • Mathematik
  • Rechnungswesen

Spezialisierung während der Ausbildung zur Bürokauffrau

Die Bürokauffrau-Ausbildung wird bereits während der dreijährigen dualen Ausbildung durch sogenannte Wahlqualifikationen vertieft, die sowohl im Betrieb als auch an der Schule gelehrt werden. Je nach Ausbildungsbetrieb zählen dazu beispielsweise:

  • Auftragssteuerung und -koordination
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • Kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen
  • Einkauf und Logistik
  • Marketing und Vertrieb
  • Personalwirtschaft
  • Assistenz und Sekretariat
  • Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement
  • Verwaltung und Recht
  • Öffentliche Finanzwirtschaft

Ausbildungsplätze

Wo arbeitet eine Bürokauffrau?

Bürokauffrauen und -männer finden Beschäftigung in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche, in der öffentlichen Verwaltung und bei Verbänden, Organisationen sowie Interessenvertretungen.

Zu den einzelnen Branchen, in denen Du als Kaufmann oder -frau für Büromanagement Fuß fassen kannst, zählen unter anderem:

  • Bau, Architektur
  • Elektro
  • Fahrzeugbau, -instandhaltung
  • Finanzdienstleistungen, Immobilien
  • Gesundheit, Soziales
  • Handel
  • Holz, Möbel
  • Hotel, Gaststätten, Tourismus
  • IT, DV, Computer
  • Management, Beratung, Recht, Steuern
  • Medien, Informationsdienste
  • Metall, Maschinenbau, Feinmechanik, Optik
  • Transport, Verkehr
  • Verbände, Organisationen, Interessenvertretungen
  • Öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung, Verteidigung
  • Weitere Dienstleistungen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Dein Arbeitsalltag als Kauffrau oder Kaufmann für Büromanagement kann zum Beispiel wie folgt aussehen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Dein Arbeitsplatz ist - wie die Berufsbezeichnung bereits verrät - ein Büro. Dort hast Du einen eigenen Schreibtisch, der mit allen Geräten, die Du für Deine Arbeit benötigst, ausgestattet ist. Dazu zählen Computer, Telefon, Faxgerät und Drucker. Auch Stifte und Papier warten auf Dich, ebenso wie Aktenordner, in denen Du wichtige Dokumente abheftest und verwahrst. Die meisten Arbeitgeber erlauben es ihren Angestellten, ihren Arbeitsplatz im Büro zu einem gewissen Grad selbst zu gestalten. Ob Du also Fotos Deiner Familie oder Pflanzen aufstellen möchtest, um Deine Arbeitsatmosphäre noch angenehmer zu gestalten, ist in der Regel Dir überlassen.

Was verdient eine Bürokauffrau?

Während Deiner Ausbildung verdienst Du im ersten Lehrjahr je nach Bundesland und Branche zwischen 510 und 800 Euro brutto pro Monat. Im zweiten Jahr steigt das monatliche Gehalt auf 600 bis 860 Euro brutto an, im dritten Lehrjahr sind es zwischen 720 und 940 Euro, die Dir jeden Monat zustehen.

Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung hängt Dein monatliches Gehalt zusätzlich von der Branche, in der Du tätig bist, auch von Deinem Aufgabengebiet und Deinem Verantwortungsbereich innerhalb des Betriebs, in dem Du tätig bist, ab. Je größer Dein Verantwortungsbereich, desto höher Dein Monatsgehalt. Das Einstiegsgehalt liegt bei rund 2.600 Euro. Grundsätzlich kannst Du mit steigender Berufserfahrung mit 3.000 bis 3.400 Euro pro Monat rechnen, wenn Du an einen Tarifvertrag gebunden bist.

Entsprechende Weiterbildungen oder der Abschluss eines fachverwandten Studiums können die Vergütung für Deine Arbeit weiter steigen lassen.

Wo finde ich einen Job als Bürokauffrau?

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Wie sind die Berufsaussichten für Bürokauffrauen?

Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als zwei Millionen sozialversicherungspflichtige Angestellte in diesem Beruf – Tendenz steigend. Das zeigt, wie wichtig dieser Job für Unternehmen aller Art ist. Kaum eine Firma kommt heute ohne gut ausgebildete Bürokauffrauen und -männer aus, die Freude an ihrem Beruf haben und die einzelnen Unternehmen voranbringen. Alleine deshalb kann es sich lohnen, eine Ausbildung zur Bürokauffrau zu absolvieren.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Du hast die Wahl zwischen einer Anpassungsweiterbildung, einer Spezialisierungsweiterbildung oder einer Aufstiegsweiterbildung.

Als Anpassungsweiterbildung kommen zum Beispiel folgende Bereiche infrage:

  • Korrespondenz
  • Büro und Sekretariat
  • Bürokommunikation und -technik
  • Projektmanagementprogramme

Zu den Spezialisierungsweiterbildungen zählen beispielsweise:

  • Finanz- und Rechnungswesen
  • Einkauf
  • Personalwesen

Außerdem sind folgende Aufstiegsweiterbildungen möglich:

  • Fachwirt für Büro- und Projektorganisation
  • Betriebswirt für Kommunikation und Büromanagement
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre
  • Studium Business Administration
  • Studium der Volkswirtschaftslehre

Passt der Beruf Bürokauffrau zu mir?

Die genauen Voraussetzungen und Aufgaben als Bürokauffrau sind vom jeweiligen Ausbildungsbetrieb abhängig. Während für einige Arbeitgeber Fremdsprachenkenntnisse wichtig sind, legen andere keinen allzu großen Wert darauf. Wenn Du Dich für eine Karriere als Kauffrau für Büromanagement entscheidest, solltest Du allerdings die folgenden Eigenschaften und Voraussetzungen mitbringen.

Ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten
Du bist das Sprachrohr Deiner Firma und ein wichtiger Ansprechpartner für Deine Kunden und Kollegen. Deshalb solltest Du unbedingt gut und gerne kommunizieren und eine freundliche Art sowie ein freundliches Auftreten haben.
Gute PC-Kenntnisse
Ein Großteil Deiner Arbeit findet heutzutage am PC statt. Wenn Du Dich mit den MS-Office Programmen wie Word, Excel und PowerPoint auskennst, ist das ein ganz großes Plus beim Vorstellungsgespräch – und später natürlich auch im Job.
Spaß an Mathematik
In Deinem Job hast Du praktisch jeden Tag mit Zahlen zu tun. Zwar musst Du kein potenzieller Anwärter auf den Nobelpreis der Mathematik sein, um Bürokaufmann werden zu können, aber ein bisschen Freude an Zahlen und am Rechnen solltest Du für den Beruf dann doch mitbringen.