Einstiegsgehalt 
2.150
Durchschnittsgehalt 
2.485
Ausbildung 
Ausbildung
36
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Zahntechniker
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Was ist ein Zahntechniker?

Zahntechniker fertigen sogenannte Dentalersatzteile an. Das klingt etwas sperrig, meint aber eigentlich nur Zahnersatzprodukte wie Kronen, Brücken und Implantate oder „die Dritten“, also komplette herausnehmbare Teil- und Vollprothesen. Außerdem stellen sie Zahnspangen und Aufbissschienen her. Hierfür arbeiten Zahntechniker mit speziellen Werkstoffen wie beispielsweise Kunststoffen oder Keramik, die in Farbe und Form sehr genau angepasst werden, damit sie ihrem natürlichen Vorbild möglichst nah kommen. Auch das Reinigen und Reparieren gehört zu den Aufgaben der Zahntechniker. Zwar werden sie von Zahnärzten und Kieferchirurgen beauftragt, trotzdem haben sie selbst in der Regel keinen oder kaum direkten Kontakt zum Patienten.

Was macht ein Zahntechniker?

Während der Zahnarzt direkt am Patienten arbeitet, fertigst Du als Zahntechnikerin im Hintergrund den Zahnersatz an, den der Arzt in den Mund des Patienten einsetzt. Dafür stellt der Zahnarzt meist zunächst einen Abdruck vom Gebiss des Patienten her. Daraus fertigst Du dann ein Modell aus Gips an. Dieses ist die Grundlage Deiner Arbeit, denn darauf aufbauend kannst Du sowohl Brücken, Implantate oder Zahnspangen konstruieren und fertigen.

Zahntechniker ist ein Beruf mit viel Handarbeit und so ist es notwendig, dass Du Dich genau mit den unterschiedlichen Materialien auskennst, die für Deine Arbeit wichtig sind. So stellst Du die Prothesen zum Beispiel aus Kunststoffen oder Metall her, verwendest für die Verblendung aber Keramikmasse. Auch Titan oder Feingold kommt zum Einsatz. Mit Deiner Arbeit leistest Du einen wesentlichen Beitrag zum Wohlbefinden des Patienten, denn dank Dir gehören in seinem Leben Zahnlücken und schiefe Zähne der Vergangenheit an.

Wie wird man Zahntechniker?

Wenn Du Zahntechnikerin werden möchtest, dann brauchst Du keinen besonderen Schulabschluss. In der Praxis hat aber ungefähr die Hälfte der Auszubildenden einen Realschulabschluss und die andere Hälfte Abitur oder Fachabitur.

Deine Ausbildung als Zahntechniker dauert in der Regel dreieinhalb Jahre, Du kannst sie aber auf Antrag und unter bestimmten Voraussetzungen verkürzen.

Deine Zahntechniker-Ausbildung in der Berufsschule

Weil es sich bei der Ausbildung zum Zahntechniker um eine duale Ausbildung handelt, findet Deine theoretische Zahntechniker-Ausbildung in der Berufsschule statt, die Du entweder an zwei Tagen in der Woche oder mehrere Wochen lang im Block besuchst. In dieser Zeit lernst Du alles, was für Deine Arbeit als Zahntechnikerin wichtig ist:

  • Die zahnmedizinische Fachsprache: Damit Du Dich mit dem Zahnarzt fachlich austauschen kannst und die Formulare richtig ausfüllst.
  • Die Anfertigung eines Zahnmodells: Welche Werkstoffe sind hierfür notwendig und wie wird der entstandene Abfall umweltgerecht entsorgt?
  • Die Funktionsweise des Kiefers: Nur wenn Du genau verstehst, wie das Gebiss sich bewegt, kannst Du auch passgenau Produkte anfertigen.
  • Fehler erkennen und beheben: Natürlich kann es vorkommen, dass Dir mal ein Fehler bei der Produktion unterläuft. In Deiner Zahntechnik-Ausbildung lernst Du, diesen zu erkennen und auch, wie Du ihn richtig behebst.

Deine Zahntechniker-Ausbildung im Betrieb

Zu Beginn Deiner Zahntechnik-Ausbildung lernst Du zunächst einmal, wie Du das Gipsmodell anfertigst, das die Grundlage Deiner weiteren Arbeit darstellt. Dazu gehört natürlich auch, dass Du erfährst, wie Du die Maschinen und Werkzeuge bedienst. Computerprogramme unterstützen Dich dabei, Zahnersatz herzustellen, der von echten Zähnen kaum noch unterschieden werden kann.

Die Prüfungen während Deiner Zahntechniker-Ausbildung

Nach eineinhalb Jahren Ausbildung zum Zahntechniker steht eine Zwischenprüfung an, in der geprüft wird, ob Du alle Inhalte bis hierhin verstanden hast und beherrschst. Am Ende der Ausbildung zum Zahntechniker legst Du dann vor der Handwerkskammer Deine Gesellenprüfung ab. Hierbei absolvierst Du einen schriftlichen und einen praktischen Teil, in dem Du einen Zahnersatz wie beispielsweise eine Krone anfertigst.

Eine Umschulung zum Zahntechniker

Möchtest Du eine Umschulung machen, dann ist auch dies möglich, wenn Du einen mittleren Bildungsabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringst. Zumeist absolvierst Du eine außerbetriebliche Umschulung in Form eines Lehrganges, der in Vollzeit stattfindet und ungefähr zwei Jahre dauert.

Wo arbeitet ein Zahntechniker?

Als Zahntechnikerin findest Du einen Job

  • In einem zahntechnischen Labor
  • In Labors von größeren Zahnarztpraxen
  • In Zahnkliniken

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Ebenso wie jedes Gebiss individuell ist, unterscheidet sich auch jeder Arbeitstag eines Zahntechnikers vom anderen, denn jedes Implantat und jede Prothese muss individuell hergestellt werden. Hier kannst Du nachlesen, wie so ein Tag für Dich aussehen kann:

Zahntechniker haben sehr regelmäßige Arbeitstage mit klassischen Bürozeiten. Sie beginnen ihre Arbeit häufig zwischen 8 und 9 Uhr am Morgen und haben nachmittags zwischen 17 und 18 Uhr Feierabend. Überstunden können schon mal vorkommen, aber Schicht- oder Wochenendarbeit gibt es nicht.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Da der Beruf Zahntechniker zu den handwerklichen Berufen zählt, arbeitest Du in der Regel in einem Labor. Dieses darfst Du Dir dabei aber nicht wie ein typisches chemisches Labor vorstellen, sondern eher wie eine Werkstatt. Statt mit Reagenzgläsern und Chemikalien hantierst Du hier mit Schleif- und Poliermaschinen, arbeitest am Ofen und mit Keramik, Metall und Hartgips. Im Labor arbeitest Du übrigens nicht allein, sondern zusammen mit anderen Zahntechnikern, die alle einen eigenen Arbeitsplatz haben. Zwar tauscht ihr Euch zwischendurch auch mal aus, die meiste Zeit aber verbringt Ihr konzentriert an eurem Arbeitsplatz und erstellt mit viel Geduld eine Prothese.

Manchmal arbeitest Du auch im Büro, wenn Du am PC mithilfe von CAD-Programmen neue Modelle erstellst.

Weil Hygiene in einem medizinischen Beruf natürlich oberste Priorität hat, ist Arbeitskleidung wie Kittel, Mundschutz, Brille und Handschuhe vorgeschrieben. All diese Dinge schützen Dich auch.

Was verdient ein Zahntechniker?

Während Deiner Ausbildung zum Zahntechniker verdienst Du je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Im ersten Jahr Deiner Zahntechniker-Ausbildung kann Dein Gehalt zwischen 300 und 550 Euro liegen, im zweiten Jahr zwischen 400 und 650 Euro, im dritten zwischen 450 und 750 Euro und danach bei 500 bis 900 Euro.

Auch nachdem Du Deine Ausbildung zum Zahntechniker abgeschlossen hast, ist die Spanne groß: Du wirst dann etwa 1.200 bis 1.800 Euro verdienen. Mit ein paar Jahren Berufserfahrung steigt dieses Gehalt noch einmal ein bisschen an.

Wo finde ich einen Job als Zahntechniker?

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Wie sind die Berufsaussichten für Zahntechniker?

Das Zahntechniker-Berufsbild ist im Wandel, denn Computer werden in diesem Bereich immer wichtiger, sodass es notwendig ist, dass Du Dich in diesem Bereich laufend fortbildest. Dabei steigt auch der Anspruch der Patienten an einen perfekten Zahnersatz laufend: Er soll nicht nur dauerhaft funktionieren, sondern auch einwandfrei und natürlich aussehen und nicht auffallen. Auch der Einsatz der Materialien ändert sich: Anstelle von Amalgam und Gold kommt heute viel eher Keramik und Titan zu Einsatz. Damit die Labore mit der Entwicklung Schritt halten können, brauchen Sie permanent hoch qualifiziertes Personal.

Besonders gut stehen Deine Chancen in Süddeutschland, also vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In Bayern gab es auf 578 Stellen innerhalb eines Jahres 347 Bewerber, in Baden-Württemberg waren es 296 Bewerber auf 494 Stellen und in Rheinland-Pfalz kamen auf 157 freie Stellen 110 Bewerber. Sorgen, nach Deiner Zahntechniker-Ausbildung einen für Dich passenden Job zu finden, brauchst Du Dir also keine machen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Nachdem Du Deine Ausbildung zum Zahntechniker abgeschlossen hast, hast Du zahlreiche Möglichkeiten, Dich fortzubilden und zum Beispiel eine Zahntechniker-Weiterbildung zum Zahntechnikmeister zu machen. Danach kannst Du Dein eigenes Büro leiten und auch selbst Azubis anlernen.

Mit einer Qualifikation als Technischer Fachwirt oder Fachkaufmann für Handwerkswirtschaft kannst Du in die Industrie gehen oder ebenfalls als Geschäftsführer ein Labor übernehmen oder gründen.

Wenn Du sowieso vorher schon Dein Abitur gemacht hast, dann könntest Du auch noch ein Studium aufnehmen, zum Beispiel in einem der Bereiche Zahnmedizin, Dentaltechnologie oder Medizintechnik.

Passt der Beruf Zahntechniker zu mir?

Mit einer Zahntechniker-Ausbildung hast Du Dir einen tollen Beruf ausgesucht, denn dieser vereint Handwerk mit künstlerischer Gestaltung. Fingerfertigkeit und technisches Verständnis sind dabei unabdingbar. Damit Du hier voll aufblühst, solltest Du für eine Zahntechniker-Ausbildung außerdem folgende Voraussetzungen mitbringen:

Spaß an Physik und Mathe
Physik ist notwendig, um die Verarbeitungsprozesse genau zu verstehen, mathematisches Verständnis brauchst Du, um den Materialbedarf und die Mischungsverhältnisse der Stoffe berechnen zu können.
Technik und Werken sind Dein Ding
Handwerklich-technisches Geschick ist auf jeden Fall wichtig, wenn Du eine Zahntechniker-Ausbildung machen möchtest.
Sorgfältige Arbeitsweise
Der Zahnersatz muss passgenau angefertigt werden. Dafür braucht es viel Geduld und einen Hang zum Perfektionismus. Kleine Abweichungen zwischen Abguss und Prothese solltest Du sofort erkennen.
Gute Auge-Hand-Koordination
Die brauchst Du beispielsweise, wenn Du modellierst oder die Prothesen fräst. Denn Du wirst viel knifflige Detailarbeit erledigen müssen und die Materialien, die Du dabei verwendest, sind teuer – zu teuer, als dass Du Dir grobe Fehler erlauben kannst und die Produkte später wegwerfen musst.