Einstiegsgehalt 
2.100
Durchschnittsgehalt 
3.213
Ausbildung 
Ausbildung
137
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Technischer Zeichner
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Was ist ein Technischer Zeichner?

Technische Zeichner sind dafür verantwortlich, Vorgaben zur Konstruktion und zum Bau von Maschinen, Anlagen und Geräten in Form von technischen Plänen und Unterlagen zu visualisieren. Seit einer Ausbildungsreform im Jahr 2011 lautet die offizielle Berufsbezeichnung – je nach Schwerpunktsetzung – Technischer Produktdesigner bzw. Technischer Systemplaner.

Was macht ein Technischer Zeichner?

Als Technischer Zeichner lieferst Du Anleitungen und Modelle, nach denen technische Gegenstände wie Maschinen oder sogar ganze Industrieanlagen sowie eine Vielzahl von technischen Konsumprodukten gebaut werden können. Dabei arbeitest Du eng mit einem oder mehreren Ingenieuren, Konstrukteuren oder Architekten zusammen. Ihnen assistierst Du bei der Entwicklung von Produktkonzepten, indem Du aus den technischen Daten zwei- oder dreidimensionale Entwürfe erarbeitest. Für diese Arbeit nutzt Du meistens hochmoderne Computer-Programme.

Wie wird man Technischer Zeichner?

Technischer Zeichner-Ausbildung

Um Technischer Zeichner werden zu können, musst Du eine Ausbildung machen. Je nachdem, in welcher Fachrichtung Du später arbeiten möchtest, kannst Du entweder eine Ausbildung im Bereich Technisches Produktdesign oder Technische Systemplanung machen. Die Technischer Zeichner-Ausbildung dauert in beiden Fällen 3,5 Jahren und ist dual angelegt. Sie findet zum einen im Ausbildungsbetrieb und zum anderen in der Berufsschule statt. Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Technischer Zeichner-Ausbildung nicht vorgesehen, die meisten Bewerber verfügen allerdings über die Hochschulreife oder einen mittleren Bildungsabschluss (Technisches Produktdesign: 48 Prozent Abiturienten; Technische Systemplanung: 52 Prozent mittlerer Bildungsabschluss; Anteil der Hauptschulabsolventen: 5 bzw. 8 Prozent).

Technischer Zeichner-Ausbildung – Schwerpunkte

Die meisten Ausbildungsinhalte in den Bereichen Technischer Produktdesigner und Technische Systemplaner überschneiden sich. Dennoch zielen beide Ausbildungen auf unterschiedliche Schwerpunkte ab:

  • Technisches Produktdesign: Hier lernst Du alles über die Entwicklung von Datenmodellen und Produkten sowie über die Auswahl der richtigen Werkstoffe und Montagetechniken in den beiden Bereichen Produktgestaltung und -konstruktion sowie Maschinen- und Anlagenkonstruktion.
  • Technische Systemplanung: Hier lernst Du, wie man Technischer Zeichner-Aufgaben in den Fachgebieten Stahl- und Maschinenbau, elektrotechnische Systeme und Versorgungs- und Ausrüstungstechnik bewältigt.

Technischer Zeichner-Ausbildung – Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule wirst Du mit den theoretischen Grundlagen Deines künftigen Berufs vertraut gemacht. Dabei steht vor allem viel Mathe, Technik und Physik auf dem Stundenplan, aber auch Materialkunde ist ein wichtiger Bestandteil Deines Unterrichts. Neben berufsspezifischem Fachwissen Wirst Du auch in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Technischer Zeichner-Ausbildung – Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb wirst Du von Anfang an ins praktische Geschehen einbezogen, wendest CAD-Programme (computer-aided design = konstruieren mit Hilfe des Computers) an und entwirfst mit ihrer Hilfe erste kleinere Zeichnungen. Im Laufe Deiner Ausbildung als Technischer Zeichner werden die Projekte, die Du betreust immer anspruchsvoller und komplexer. Andere Teile Deiner Ausbildung werden Dir in überbetrieblichen Ausbildungsstätten vermittelt, bspw. in einer Werkstatt, wo Du nach eigenen Zeichnungen technische Gegenstände unter Anleitung selbst zusammenbauen kannst. Die Aufgaben und Tätigkeiten, die Du während des betrieblichen Teils Deiner Ausbildung als Technischer Zeichner übernimmst, dokumentierst Du ausführlich in einem Berichtsheft. In regelmäßigen Abständen wird es von Deinem Ausbilder kontrolliert und dient als wichtiger Ausbildungsnachweis.

Abschluss

Den ersten Teil Deiner Abschlussprüfung legst Du bereits nach dem zweiten Ausbildungsjahr ab. Ganz am Ende Deiner Technischer Zeichner-Ausbildung steht dann die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK), die neben einem praktischen Teil auch einen schriftlichen und einen mündlichen umfasst.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach Deiner Ausbildung als Technischer Zeichner stehen Dir verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Dazu gehören vor allem:

  • Geprüfter Konstrukteur IHK: Die Weiterbildung zum geprüften Konstrukteur vermittelt Dir vertiefende Kenntnisse in Deinem Berufsfeld und berechtigt Dich zur Übernahme selbstständiger Aufgaben. Voraussetzung ist eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung.
  • Techniker Maschinentechnik (Konstruktion): In dieser 2-jährigen Ausbildung lernst Du, wie Du über die bloße Umsetzung hinaus auch selbst technische Produkte entwickeln kannst. Sie ermöglicht Dir die Übernahme von Leitungsaufgaben.
  • Gestalter Produktdesign: Hier lernst Du, eigenständig Produkte der Konsumindustrie zu entwerfen und mit Deinen CAD-Kenntnissen selbstständig umzusetzen.
  • Hochschulstudium: Wenn Du nicht ohnehin über die Hochschul- oder die Fachhochschulreife verfügst, hast Du mit einer abgeschlossenen Technischer Zeichner-Ausbildung und einer Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren die Fachgebundene Hochschulreife und kannst bspw. die Fächer Produktdesign oder Maschinenbau studieren.

Ausbildungsplätze