Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
(Fach-)Abitur
Ausbildungsgehalt 
1074
1
Freie Ausbildungsplätze als
Industriekaufmann
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Eine Industriekaufmann-Ausbildung ist ein bisschen wie ein Schweizer Messer: Du kannst sie später in nahezu jeder Branche und jedem Unternehmensbereich einsetzen! Erfahre, was Du in der Ausbildung lernen wirst, worauf Personaler bei der Auswahl von Bewerbern achten und wie hoch die Ausbildungsvergütung als Industriekaufmann ist.

Wo kann ich eine Industriekaufmann-Ausbildung machen?

Verschaffe Dir doch einen Überblick über freie Ausbildungsplätze! In unserer Jobbörse sammeln wir aktuelle Stellenangebote für eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Falls Du schon genauere Vorstellungen hast, kannst Du die Suche mithilfe mehrerer Filter bequem eingrenzen.

Die Industriekaufmann-Ausbildung bzw. Industriekauffrau-Ausbildung ist dual angelegt. Das heißt: Du lernst die praktische Seite des Berufs in einem Ausbildungsbetrieb kennen und besuchst parallel dazu eine Berufsschule, wo Dir die theoretischen Grundlagen vermittelt werden.

Weil die Ausbildung zum Industriekaufmann sehr breit angelegt ist, findest Du in nahezu jeder Branche Ausbildungsplätze. Du interessierst Dich für die neuesten Gadgets? Dann kommt Dir vielleicht ein Ausbildungsplatz bei einem Elektronik-Hersteller entgegen. Hast Du etwas für Autos übrig, dann bewirb Dich bei einem Autohersteller.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Industriekaufmann-Ausbildung?

  • Schulabschluss: mindestens mittlere Reife, besser (Fach-)Abitur
  • gute Noten in:
    • Mathematik
    • Deutsch
    • Englisch
  • vorteilhaft: Praktika, Auslandsaufenthalte, zusätzliche Fremdsprachen

Rein formal sind für die Ausbildung zur Industriekauffrau bzw. zum Industriekaufmann keine besonderen Voraussetzungen vorgeschrieben. Gerade bei beliebten Arbeitgebern ist die Konkurrenz um freie Plätze aber groß und die Betriebe können sich ihre Bewerber aussuchen. Ein abgeschlossenes Abitur oder Fachabitur, idealerweise in einer Schule mit wirtschaftlichem Schwerpunkt, verschafft Dir dabei einen Startvorteil. Doch auch mit mittlerer Reife hast Du durchaus Chancen. Wichtig sind in jedem Fall gute Noten in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch!

Und: Schule ist nicht alles. Du kannst Du beim Personalchef auch punkten, wenn Du schon einmal im Ausland warst, bereits Praktika absolviert hast oder zusätzliche Fremdsprachen beherrscht. Richtig gefragt am Arbeitsmarkt sind derzeit "exotische" Fremdsprachen wie Chinesisch oder Russisch!

Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

Wie lange dauert die Industriekaufmann-Ausbildung?

  • Regeldauer: 3 Jahre
  • Verkürzung auf 2,5 - 2 Jahre möglich

Vorgesehen ist eine Ausbildungsdauer von 3 Jahren. Es gibt aber verschiedene Wege, um die Ausbildung zum Industriekaufmann zu verkürzen. Beispielsweise kannst Du Dir ein (Fach-)Abitur mit 12 Monaten, einen mittleren Schulabschluss mit 6 Monaten anrechnen lassen. Auch gute Leistungen können Deine Ausbildung verkürzen. Den Antrag dafür stellst Du bei der Industrie- und Handelskammer (IHK), sie muss die Verkürzung genehmigen. In der Praxis hat dabei auch Dein Ausbildungsbetrieb ein Wörtchen mitzureden!

Wie hoch ist das Gehalt in der Industriekaufmann-Ausbildung?

Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung als Industriekaufmann beträgt im ersten Jahr 939 Euro und steigt bis zum letzten Ausbildungsjahr auf 1.074 Euro an. Wieviel Du konkret bekommst, kann aber je nach Bundesland, Branche und Unternehmen sehr unterschiedlich sein! Eine überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung als Industriekaufmann erwartet Dich in der Metall-, Elektro- und Automobilindustrie. Kleinere und mittelständische Betriebe zahlen meist nicht so gut wie große Unternehmen, bieten dafür aber oft ein familiäres Arbeitsklima.


Verdienst in der Ausbildung als Industriekaufmann

Wie läuft die Industriekaufmann-Ausbildung ab?

Während Deiner Ausbildung zum Industriekaufmann arbeitest Du zu den normalen Bürozeiten im Unternehmen mit. Die Berufsschule besuchst Du entweder blockweise für mehrere Wochen am Stück oder regelmäßig an 1 bis 2 Tagen pro Woche. Den formalen Abschluss der Industriekaufmann- bzw. Industriekauffrau-Ausbildung bilden die Prüfungen vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Betriebliche Ausbildung zum Industriekaufmann

Industriekaufleute müssen Allrounder sein. Deshalb durchläufst Du während Deiner Ausbildung zur Industriekauffrau oder zum Industriekaufmann verschiedene Unternehmensbereiche wie:

  • Vertrieb und Verkauf
  • Finanzwesen und Buchhaltung
  • Einkauf
  • Marketing
  • Controlling
  • Personalwesen

Im Unterschied zu anderen Ausbildungsberufen spezialisierst Du Dich während Deiner Industriekaufmann- bzw. Industriekauffrau-Ausbildung noch nicht auf bestimmte Fachbereiche. Du kannst Dich aber in einem Gebiet Deiner Wahl vertiefen, beispielsweise in Personalmarketing, Produktentwicklung, Lagerlogistik oder Controlling.

1. Ausbildungsjahr

Im ersten Jahr Deiner Industriekaufmann- bzw. Industriekauffrau-Ausbildung erlernst Du die wichtigsten Bürotätigkeiten von der Pike auf. Dazu gehört beispielsweise:

  • Rechnungen erstellen
  • Zahlungseingänge überprüfen
  • Telefonate mit Kunden und Lieferanten führen
  • Bestellungen aufgeben
  • Bestandsveränderungen dokumentieren
  • Wareneingänge überprüfen

2. und 3. Ausbildungsjahr

Im weiteren Verlauf Deiner Ausbildung zum Industriekaufmann wirst Du zunehmend verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen. Du erstellst beispielsweise selbstständig Angebote, verhandelst mit Kunden und Lieferanten, entwickelst einen Marketing-Plan oder schaust in der Controlling-Abteilung Deinen Kollegen auf die Finger.

Auslandsaufenthalt

Wenn Du Deine Ausbildung zur Industriekauffrau bzw. zum Industriekaufmann in einem international tätigen Unternehmen machst, kannst Du möglicherweise auch für einige Monate ins Ausland gehen! Das ist eine große Chance, um Deine Fremdsprachenkenntnisse zu perfektionieren und internationale Erfahrungen zu sammeln. Falls Du Dich dafür interessierst, dann kläre möglichst zu Beginn Deiner Ausbildung zum Industriekaufmann ab, ob so ein Auslandsaufenthalt möglich ist.

Berufsschulische Ausbildung zum Industriekaufmann

Die theoretischen Grundlagen wie etwa Buchhaltung und Rechnungswesen wirst Du in der Berufsschule von Grund auf erlernen. Du wirst dabei im Klassenverband unterrichtet und hast Anwesenheitspflicht. Durch Präsentationen, schriftliche Klausuren oder mündliche Prüfungen zeigst Du, dass Du den Lernstoff verstanden hast. Diese Leistungen werden ganz normal benotet, in Deine Abschlussnoten fließen die Beurteilungen aber nicht ein. Trotzdem lohnt es sich, wenn Du Dich in der Berufsschule ins Zeug legst: Manche Betriebe erhöhen Deine Ausbildungsvergütung als Industriekaufmann, wenn Du in der Berufsschule und im Unternehmen hervorragende Leistungen erbringst!

Abschluss der Industriekaufmann-Ausbildung

Zwischenprüfung

Bereits nach der ersten Hälfte Deiner Ausbildung zum Industriekaufmann legst Du eine Zwischenprüfung ab, deren Ergebnisse in Deine Gesamtnote einfließen. Geprüft werden alle wesentlichen Ausbildungsinhalte, die Du bis dahin in der Berufsschule und im Betrieb kennengelernt hast.

Abschlussprüfung

Mit der bestandenen Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) endet Deine Ausbildung zum Industriekaufmann. Die Prüfung setzt sich aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil zusammen. Schriftlich geprüft werden die folgenden drei Themenbereiche:

  • Geschäftsprozesse
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Für den mündlichen Teil bereitest Du eine Präsentation über eine bestimmte Fachaufgabe vor. Danach findet ein sogenanntes Fachgespräch statt. Das heißt, Du beantwortest Fragen zu Deiner Fachaufgabe und zeigst dadurch, dass Du Dich umfassend mit dem Thema auseinandergesetzt hast.

Welche Inhalte hat die Industriekaufmann-Ausbildung?

  • allgemeinbildende Fächer (verpflichtend)
  • berufsspezifische Fächer (verpflichtend)
  • Zusatzqualifikationen (freiwillig>

Im berufsschulischen Teil Deiner Industriekaufmann- bzw. Industriekauffrau-Ausbildung erwarten Dich zunächst Grundlagenfächer wie:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Religion oder Ethik

Im berufsspezifischen Teil wirst Du Dich intensiv mit den Grundlagen Deiner Ausbildung zum Industriekaufmann auseinandersetzen. Die Ausbildungsinhalte sind in sogenannte Lernfelder aufgeteilt, wie etwa:

  • Werteströme und Werte erfassen und dokumentieren
  • Beschaffungsprozesse planen, steuern und kontrollieren
  • Jahresabschluss analysieren und bewerten
  • Absatzprozesse planen, steuern und kontrollieren
  • Unternehmensstrategien und -projekte umsetzen

Wenn Du vom Lernen noch nicht genug hast, kannst Du schon während Deiner Ausbildung zum Industriekaufmann Zusatzqualifikationen erwerben. Dazu besuchst Du in der Berufsschule freiwillig Kurse und legst anschließend eine Zusatzprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK). Sinnvolle sind beispielsweise folgende Zusatzqualifikationen:

  • Europaassistent/in
  • Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende
  • Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen

Wie sieht der Karrierepfad nach der Industriekaufmann-Ausbildung aus?

Wenn Du während Deiner Industriekaufmann- bzw. Industriekauffrau-Ausbildung gute Arbeit geleistet hast, wird Dich Dein Ausbildungsbetrieb mit großer Wahrscheinlichkeit übernehmen. Doch natürlich musst Du nicht lebenslang dieselbe Arbeit machen! Gerade weil die Ausbildung zum Industriekaufmann so breit angelegt ist, kannst Du später problemlos die Branche oder den Unternehmensbereich wechseln oder Dich weiterbilden. Dabei hast Du folgende Möglichkeiten:

Spezialisierungen

Nach Deiner Ausbildung zum Industriekaufmann kannst Du wahrscheinlich besser beurteilen, welche Unternehmensbereiche (z.B. Einkauf, Marketing, Personal) Dich besonders interessieren. Darauf kannst Du Dich anschließend spezialisieren, indem Du facheinschlägige Weiterbildungen besuchst.

Aufstiegsfortbildungen

Falls Dich eine spätere Führungsposition reizt, kannst Du nach Deiner Ausbildung zum Industriekaufmann eine Fortbildung zum Fachwirt für Industrie oder zum Betriebswirt absolvieren. Das eröffnet Dir neue Karriereperspektiven und bringt Dir meist auch ein besseres Gehalt.

Studium

Du willst noch weiter vorankommen? Dann hänge doch ein facheinschlägiges Studium wie Betriebswirtschaftslehre (BWL), Industriebetriebswirtschaftslehre oder Management an! Das kannst Du übrigens auch tun, wenn Du Deine Ausbildung zum Industriekaufmann ohne (Fach-)Abitur begonnen hast. Denn auch eine abgeschlossene Ausbildung zusammen mit einigen Jahren Berufspraxis ebnet Dir an vielen Hochschulen den Weg zum Studium.

Passt eine Industriekaufmann-Ausbildung zu mir?

Der richtige Typ für eine Industriekaufmann- bzw. Industriekauffrau-Ausbildung bist Du, wenn Du folgende Talente und Interessen mitbringst:

Spaß an Zahlen
Du musst für eine Industriekaufmann-Ausbildung zwar kein Einstein sein, solltest aber auch keine Angst vor Mathe haben.
Gute Ausdrucksfähigkeit
Eine korrekte Rechtschreibung und ein sicherer Ausdruck sind Pflicht, wenn Du mit Geschäftspartnern und Kunden kommunizierst.
Selbstsicheres Auftreten
Für Verhandlungen und Verkaufsgespräche ist es von Vorteil, wenn Du eine gewisse Selbstsicherheit mitbringst.
Organisationstalent
Eine dringende Bestellung aufgeben, die Reklamation eines Kunden bearbeiten und nebenbei noch den Abschlussbericht für den Kollegen vorbereiten: Während Deiner Ausbildung zur Industriekauffrau hast Du nicht selten ein paar Sachen gleichzeitig zu erledigen! Dabei gilt es den Überblick und einen kühlen Kopf zu bewahren.
Ausbildungsdauer 
3 Jahre