Einstiegsgehalt 
3.712
Durchschnittsgehalt 
4.400
Ausbildung 
Bachelor
1
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Geologe
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Was ist ein Geologe?

Geologie ist ein Teilgebiet innerhalb der Geowissenschaften. Geologen suchen im Boden nach Rohstoffen, analysieren Eigenschaften des Erdbodens und die Bodenstruktur. Außerdem erforschen sie Gesteinsschichten und deren Beschaffenheit. Der Beruf des Geologen setzt ein abgeschlossenes Geologie- oder Geowissenschaften-Studium voraus.

Was macht ein Geologe?

Je nachdem für welchen Arbeitgeber Du tätig bist und in welchem Bereich der Geologie Du arbeitest, fallen Deine Aufgabengebiete unterschiedlich aus. Generell befasst Du Dich mit der Struktur und dem Aufbau der Erdoberfläche. Du begehst Grundstücke, entnimmst Bodenproben und führst Laboruntersuchungen durch. Außerdem kommen Geologen ins Spiel, wenn Baugrund untersucht werden soll. Vor jeder Bebauung muss abgeklärt werden, ob der Untergrund überhaupt für ein Bauvorhaben geeignet ist. In diesem Fall erstellst Du Gutachten. Als Geologe hast Du stets die Natur als Ganzes im Blick und wägst zwischen Interessen der Industrie und der Umwelt ab.

Wie wird man Geologe?

Nur mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium in Geologie oder in Geowissenschaften mit Schwerpunkt Geologie kannst Du Dich anschließend Geologe nennen. Wenn Du Dich für ein allgemeineres Geowissenschaften-Studium entscheidest, kannst Du Dich innerhalb des Studiums auf den Fachbereich Geologie spezialisieren. Der Bachelorstudiengang dauert in der Regelstudienzeit sechs Semester. Im Studium lernst Du die Zusammensetzung verschiedener Böden kennen und kannst ihre Entstehungsgeschichte einordnen. Im Vorfeld erlangst Du Wissen in Naturwissenschaften wie Mathematik, Chemie und Physik. Schließlich vermittelt Dir das Geologie-Studium einen Überblick über viele Bereiche, die für Geologen von Interesse sind. Darunter fallen zum Beispiel:

  • Angewandte Geologie
  • Paläontologie (Erdgeschichte)
  • Vulkanologie (Lehre von der Entstehung und der Aktivität von Vulkanen)
  • Mineralogie (Lehre von der Entstehung und den Eigenschaften von Mineralien)
  • Geomorphologie (Landformenkunde)
  • Umweltgeologie (Interaktion zwischen Lebewesen sowie Umwelteinflüssen und der Erdkruste)
  • Hydrogeologie (Wissenschaft vom Wasser in der Erdkruste)
  • Technische Geologie (Bindeglied zwischen Ingenieurwissenschaften und Geologie)
  • Geoinformatik (erfasst raumbezogene Information computerbasiert)

Mit Bestehen des Bachelorstudiums erlangst Du den akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.).

Insbesondere wenn Du später in der Forschung arbeiten möchtest, solltest Du anschließend einen Masterstudiengang im Fach Geologie oder Geowissenschaften belegen. Dieses Studium nimmt in der Regel vier Semester in Anspruch. Im Master kannst Du Deine Grundlagen aus dem Bachelor vertiefen und Dich auf ein Themengebiet spezialisieren. Falls Du Dich für den Master in Geowissenschaften entschieden hast, solltest Du die Wahlmodule in Geologie belegen. Schließlich erhältst Du den akademischen Grad Master of Science (M.Sc.).

Neben dem Studium sind Praktika oder ein Job als Werkstudent in diesem Bereich sehr hilfreich. Zwar ist auch das Studium mit seinen vielen Exkursionen und Feldversuche sehr praxisbezogen, aber praktische Berufserfahrung kann nie schaden. Außerdem kannst Du in der Praxis am besten herausfinden, welches Gebiet innerhalb der Geologie Dich am meisten interessiert.

Nach dem Studium kann eine Promotion sinnvoll sein, vor allem, wenn Du später beruflich an einer Forschungseinrichtung tätig werden möchtest. So wirst Du zum Experten in Deinem gewählten Fachbereich, kannst dieses Wissen vertiefen und später auch weitergeben.

Wo arbeitet ein Geologe?

Geologen kommen in ganz verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Von Forschungseinrichtungen bis hin zu großen Unternehmen gibt es viele Arbeitgeber, die auf das Wissen von Geologen zurückgreifen. Darunter fallen unter anderem:

  • Universitäten und andere Forschungseinrichtungen
  • Energieunternehmen
  • Baufirmen
  • Versicherungen
  • Architekturbüros
  • Ingenieurbüros
  • Ämter und Behörden
  • Wasserwerke
  • NGOs

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Wie genau Dein Arbeitsalltag aussieht, hängt natürlich damit zusammen, wo und für wen Du arbeitest. Ein Geologe, der als Umweltbeauftragter für ein großes Unternehmen arbeitet, hat einen anderen Arbeitsalltag als ein Geologe, der an einer Universität forscht und lehrt. Folgende Aufgabenbereiche können Geologen erwarten:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Wenn Du als Geologe arbeitest, bist Du häufig außerhalb Deines Büros anzutreffen. Du erkundest Gebiete, führst Bodenuntersuchungen durch und begibst Dich häufig auf Dienstreisen. Außerdem bist Du im Labor, um Proben zu analysieren. Am Schreibtisch sitzt Du zu dem Zweck, Gutachten über die Bodenbeschaffenheit oder die Verfügbarkeit von Ressourcen zu schreiben. Der Beruf des Geologen zeichnet sich in jedem Fall durch einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz aus und ist alles andere als ein klassischer Büro-Job.

Was verdient ein Geologe?

Geologen verdienen im Durchschnitt zwischen 2.500 und 5.000 Euro brutto monatlich. Als Berufseinsteiger wirst Du am Anfang wahrscheinlich zwischen 2.500 und 3.000 Euro bekommen. Im öffentlichen Dienst wirst Du nach Tarifvertrag bezahlt, sodass Du nach dem Masterabschluss etwas mehr als 3.000 Euro verdienst. Wenn Du bei einer Beratungsfirma oder bei einer Baufirma arbeitest, hängt Dein Gehalt stark von der Auftragslage und der Marktposition Deines Arbeitgebers ab. Das höchste Gehalt kannst Du als Geologe bei einem internationalen Energiekonzern erwarten. Grundsätzlich gilt außerdem: Je besser Du qualifiziert bist, je mehr Berufserfahrung Du vorweisen kannst und je mehr Personalverantwortung Du trägst, desto mehr verdienst Du.

Wo finde ich einen Job als Geologe?