Einstiegsgehalt 
3.157
Durchschnittsgehalt 
3.867
Ausbildung 
Bachelor

Was ist ein Geologe?

Geologie ist ein Teilgebiet innerhalb der Geowissenschaften. Geologen suchen im Boden nach Rohstoffen, analysieren Eigenschaften des Erdbodens und die Bodenstruktur. Außerdem erforschen sie Gesteinsschichten und deren Beschaffenheit. Der Beruf des Geologen setzt ein abgeschlossenes Geologie- oder Geowissenschaften-Studium voraus.

Was macht ein Geologe?

Abhängig davon, für welchen Arbeitgeber Du tätig bist und in welchem Bereich der Geologie Du arbeitest, fallen Deine Aufgabengebiete unterschiedlich aus. Generell befasst Du Dich aber mit der Struktur und dem Aufbau der Erdoberfläche. Du begehst Grundstücke, entnimmst Bodenproben und führst Laboruntersuchungen durch. Außerdem kommen Geologen ins Spiel, wenn Baugrund untersucht werden soll. Vor jeder Bebauung muss nämlich abgeklärt werden, ob der Untergrund überhaupt für ein Bauvorhaben geeignet ist. Für diesen Fall erstellst Du Gutachten. Als Geologin oder Geologe hast Du stets die Natur als Ganzes im Blick und wägst zwischen Interessen der Industrie und der Umwelt ab.

Wie wird man Geologe?

Nur mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium in Geologie oder Geowissenschaften mit dem Fokus Geologie kannst Du Dich anschließend Geologe nennen. Wenn Du Dich für ein allgemeineres Geowissenschaften-Studium entscheidest, kannst Du Dich innerhalb des Studiums auf den Fachbereich Geologie spezialisieren. Der Bachelorstudiengang dauert in der Regelstudienzeit sechs Semester. Im Studium lernst Du die Zusammensetzung verschiedener Böden kennen und kannst ihre Entstehungsgeschichte einordnen. Im Vorfeld erlangst Du Wissen in Naturwissenschaften wie Mathematik, Chemie und Physik. Schließlich vermittelt Dir das Geologie-Studium einen Überblick über viele Bereiche, die für Geologen von Interesse sind. Darunter fallen zum Beispiel:

  • Angewandte Geologie
  • Paläontologie (Erdgeschichte)
  • Vulkanologie (Lehre von der Entstehung und der Aktivität von Vulkanen)
  • Mineralogie (Lehre von der Entstehung und den Eigenschaften von Mineralien)
  • Geomorphologie (Landformenkunde)
  • Umweltgeologie (Interaktion zwischen Lebewesen sowie Umwelteinflüssen und der Erdkruste)
  • Hydrogeologie (Wissenschaft vom Wasser in der Erdkruste)
  • Technische Geologie (Bindeglied zwischen Ingenieurwissenschaften und Geologie)
  • Geoinformatik (erfasst raumbezogene Information computerbasiert)

Mit Bestehen des Bachelorstudiums erlangst Du den akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.).

Vor allem wenn Du später in der Forschung arbeiten möchtest, solltest Du anschließend einen Masterstudiengang im Fach Geologie oder Geowissenschaften belegen. Dieses Studium nimmt in der Regel vier Semester in Anspruch. Im Master kannst Du Deine Grundlagen aus dem Bachelor vertiefen und Dich auf ein Themengebiet spezialisieren. Falls Du Dich für den Master Geowissenschaften entschieden hast, solltest Du die Wahlmodule Geologie belegen. Schließlich erhältst Du den akademischen Grad Master of Science (M.Sc.).

Neben dem Studium sind Praktika oder ein Job als Werkstudent in diesem Bereich sehr hilfreich. Zwar ist auch das Studium sehr praxisbezogen – Du unternimmst viele Exkursionen und Feldversuche –, aber praktische Berufserfahrung kann nie schaden. Außerdem kannst Du in der Praxis am besten herausfinden, welches Gebiet innerhalb der Geologie Dich am meisten reizt.

Häufig ist nach dem Studium eine Promotion sinnvoll, vor allem, wenn Du später beruflich an einer Forschungseinrichtung tätig werden möchtest. so wirst Du zum Experten in einem Fachbereich und kannst dieses Wissen vertiefen und später auch weitergeben.

Wo arbeitet ein Geologe?

Geologen kommen in ganz verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Von Forschungseinrichtungen bis hin zu großen Unternehmen gibt es viele Arbeitgeber, die auf das Wissen von Geologen zurückgreifen. Darunter fallen unter anderem:

  • Universitäten und andere Forschungseinrichtungen
  • Energieunternehmen
  • Baufirmen
  • Versicherungen
  • Architekturbüros
  • Ingenieurbüros
  • Ämter und Behörden
  • Wasserwerke
  • NGOs

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Wie genau Dein Arbeitsalltag aussieht hängt natürlich damit zusammen, wo und für wen Du arbeitest. Ein Geologe, der als Umweltbeauftragter für ein großes Unternehmen arbeitet, hat einen anderen Arbeitsalltag als ein Geologe, der an einer Universität forscht und lehrt. Folgende Aufgabenbereiche können Dich als Geologen jedoch erwarten:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Wenn Du als Geologe oder Geologin arbeitest, bist Du häufig außerhalb des Büros anzutreffen. Du erkundest Gebiete, führst Bodenuntersuchungen durch und begibst Dich häufig auf Dienstreisen. Außerdem bist Du im Labor, um Proben zu analysieren. Am Schreibtisch sitzt Du zu dem Zweck, Gutachten über die Bodenbeschaffenheit oder die Verfügbarkeit von Ressourcen zu schreiben. Der Beruf des Geologen zeichnet sich in jedem Fall durch einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz aus und ist alles andere als ein klassischer Büro-Job.

Was verdient ein Geologe?

Geologen verdienen im Durchschnitt zwischen 2.500 und 5.000 Euro brutto monatlich. Als Berufseinsteiger wirst Du am Anfang wahrscheinlich zwischen 2.500 und 3.000 Euro bekommen. Im öffentlichen Dienst wirst Du nach Tarifvertrag bezahlt, sodass Du nach dem Masterabschluss etwas mehr als 3.000 Euro verdienst. Wenn Du bei einer Beratungsfirma oder bei einer Baufirma arbeitest, hängt Dein Gehalt stark von der Auftragslage und der Marktposition Deines Arbeitgebers ab. Das höchste Gehalt kannst Du als Geologe bei einem internationalen Energiekonzern erwarten. Grundsätzlich gilt außerdem: Je besser Du qualifiziert bist, je mehr Berufserfahrung Du vorweisen kannst und je mehr Personalverantwortung Du trägst, desto mehr verdienst Du.

Wo finde ich einen Job als Geologe?

Wie sind die Berufsaussichten für Geologen?

In Deutschland ausgebildete Geologen sind sowohl im In- als auch im Ausland sehr gefragte Arbeitnehmer. Geologen sind Naturwissenschaftler, die für viele Tätigkeiten einsetzbar sind und deshalb gute Berufsaussichten haben. Die meisten Geologen arbeiten für Beratungsfirmen im Bereich der angewandten Geologie. Neben weltweit agierenden Konzernen können Geologen auch in Verbänden wie der UNO oder der UNESCO arbeiten. Auch von NGOs, die sich auf Umwelt-Themen spezialisiert haben, werden Geologen gerne eingestellt. Vermehrt werden Absolventen aus dem Fachbereich Geologie gesucht, die sich mit numerischer Modellierung auskennen. Gerade, wenn Du in der Forschung arbeiten willst, sind gute Englischkenntnisse unverzichtbar. Besonders sinnvoll ist der Erwerb einer weiteren Fremdsprache, wenn Du im Ausland forschst und die Landessprache sprechen sowie verstehen möchtest. Auch in Zukunft wird der Beruf des Geologen dringend benötigt. Herausforderungen, die unsere Umwelt betreffen nehmen zu und finden immer mehr Beachtung. Um Lösungsansätze für umweltspezifische Probleme zu finden, sind Geologen wichtige Experten.

Welche Spezialisierungen gibt es?

  • Kartographie: Du erstellst Karten, beispielsweise Landkarten. Dafür nutzt Du moderne Geoinformationssysteme, mit denen Du computervermittelt unzählige Daten auswerten kannst.
  • Angewandte Geologie: Du beurteilt die Bodenbeschaffenheit und Rohstoffvorkommen im Auftrag von Industrie-Unternehmen.
  • Ingenieurgeologie: Du beurteilst Die Stabilität von Baugrund und Gesteinen im Hinblick auf größere Bauprojekte.
  • Geoökologie: Als Geoökologe betrachtest Du den Einfluss des Menschen auf die Umwelt. Geoökologie befindet sich an der Schnittstelle zwischen Geologie und Umweltwissenschaften.
  • Hydrogeologie: In diesem Spezialgebiet beschäftigst Du Dich mit Wasservorkommen in der Erdkruste.
  • Regionale Geologie: Du schaust Dir einzelne Gesteins- und Erdformationen an, um Rückschlüsse auf ihre Entstehung zu ziehen
  • Geodynamik: Du untersuchst natürliche Bewegungsabläufe im Erdinneren.

Passt der Beruf Geologe zu mir?

Geologen haben einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag und können aus einer Menge an unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern und Arbeitgebern wählen. Auch wenn die Branche, Dein Arbeitgeber und Deine genauen Aufgaben variieren können, so gibt es dennoch einige Charaktermerkmale und formale Voraussetzungen, anhand derer sich sagen lässt, ob Geologie Dein Ding ist. Dazu zählen zum Beispiel:

Naturwissenschaftliches Verständnis
Das Geologie-Studium ist stark naturwissenschaftlich angelegt und auch anschließend im Beruf hast Du viel mit mathematischen Berechnungen und physikalischen sowie chemischen Prozessen zu tun.
Logisches und Analytisches Denken
Du bist häufig mit abstrakten Informationen konfrontiert und musst diese in einen konkreten Sinnzusammenhang setzen. Bei Deinen Tätigkeiten geht es fast immer darum, Lösungsstrategien für bestehende Probleme zu finden oder Prognosen aufgrund empirischer Befunde aufzustellen.
Gespür für Technik und technische Programme
Wenn Du die Bodenbeschaffenheit beurteilen möchtest, führst Du meist Bohrungen durch. Auch andere Messinstrumente bestimmen Deinen beruflichen Alltag. Daher ist es wichtig, dass Du eine Vorliebe für technische Geräte hast. Geologen arbeiten auch oft mit Geoinformationssystemen und Datenbanken, die Du brauchst, um Karten zu erstellen und Gegenden auf bestimmte Kriterien hin zu untersuchen.
Fremdsprachenkenntnisse
Wie in allen Naturwissenschaften sind Englischkenntnisse auch im Bereich der Geologie ein Muss. Wichtige wissenschaftliche Beiträge findest Du in englischsprachigen Fachpublikationen und auch im Studium ist der Großteil der Literatur auf Englisch. Falls Du Dich für ein bestimmtes Gebiet im Ausland interessierst, ist es sinnvoll, wenn Du die Landessprache sprichst.
Naturverbundenheit
Als Geologin oder Geologe bist Du viel in der Natur unterwegs. Du führst Exkursionen und Bodenbegehungen durch oder erkundest bestimmte Regionen. Wenn Du gerne an der frischen Luft bist, kommt das Deinen Tätigkeiten entgegen.
Körperliche Fitness
Gerade bei Erkundungstouren, Bohrungen und Auslandsreisen ist körperlich Fitness und Ausdauer gefragt. Oft legst Du viele Kilometer zu Fuß zurück, besonders wenn das Gelände nicht über eine Infrastruktur verfügt. Auch solltest Du weitgehend schwindelfrei sein, denn nicht selten finden Felduntersuchungen in großer Höhe statt.