Einstiegsgehalt 
3.197
Durchschnittsgehalt 
3.843
Ø Stundenlohn
22
Ø Jahresgehalt
46.116
174
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Architekt
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Wie viel verdient ein Architekt?

Das Architekt-Gehalt in Deutschland ist grundsätzlich nicht einheitlich über einen Tarif geregelt. Das heißt, jeder Architekt kann unterschiedlich viel verdienen. Faktoren, die das Gehalt als Architekt beeinflussen, sind beispielsweise die Art von ausgeführten Tätigkeiten und der Arbeitgeber. Eine wichtige Orientierung für das durchschnittliche Architekt-Gehalt ist die Gehaltstarifempfehlung, welche der Arbeitgeberverband Deutscher Architekten und Ingenieure (ADAI) jedes Jahr veröffentlicht. Für das Jahr 2018 war die Empfehlung des Arbeitgeberverbandes für angehende Architekten ein monatliches Bruttogehalt von 3.162 Euro als Einstiegsgehalt. Für Architekten, die besondere Fachkenntnisse haben und über mehr als fünf Jahre Berufserfahrung verfügen empfahl der ADAI für das Jahr 2018 ein monatliches Gehalt von 4.520 Euro. Laut dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit betrug im Jahr 2017 der durchschnittliche Monatslohn eines Architekten in Deutschland unabhängig von seiner Berufserfahrung 3.851 Euro.

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Gehalt nach Abschluss

Du befindest Dich noch im Architektur-Studium und möchtest gerne wissen, wie sich das Einstiegsgehalt für Absolventen mit Bachelor- und Masterabschluss unterscheidet? Grundsätzlich bekommst Du mit einem Masterabschluss durchschnittlich ein gut 20 Prozent höheres Einstiegsgehalt als Bachelorabsolventen.

Aber es gibt noch mehr Gründe, die für einen Masterabschluss sprechen: Beispielsweise sind für den Eintrag in die Architektenkammer der Bundesländer, welche zum Tragen des Berufstitels berechtigt, mindestens zwei Jahre Berufserfahrung sowie eine Regelstudienzeit von vier Jahren, sprich acht Semestern, erforderlich. Da viele Bachelorstudiengänge Architektur nur eine Regelstudienzeit von sechs Semester haben, musst Du in diesem Fall unabhängig vom Einstiegsgehalt auch noch einen Master absolvieren, um tatsächlich den Berufstitel des Architekten tragen zu dürfen. Außerdem stellen potentielle Arbeitgeber in der Regel bevorzugt Absolventen mit Masterabschluss ein.

Bachelor
€3.843
Master
€5.059

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt vom Architekt?

Beim Einstiegsgehalt von Architekten spielt die Art des Arbeitergebers eine große Rolle. Laut einer von der Bundesarchitektenkammer 2014 in Auftrag gegebenen Studie betrug der Lohn für Berufseinsteiger mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung in Architekturbüros monatlich rund 2.993 Euro. Dagegen erhielt dieselbe Gruppe Angestellter in der gewerblichen Wirtschaft rund 3.796 Euro monatlich, und im öffentlichen Dienst betrug das Einstiegsgehalt für Architekten etwa 3.557 Euro. Rechnet man diese Beträge auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden um, beträgt der Stundenlohn als Architekt für Berufseinsteiger zwischen 18 und 23 Euro.

Welche Faktoren beeinflussen das Architekt Gehalt?

Du möchtest nun sicherlich gerne wissen, wovon es denn abhängen wird, wie hoch Dein Honorar als Architekt später einmal sein wird. Tatsächlich gibt es einige Faktoren, die das Architekt-Gehalt beeinflussen. Manche davon, wie beispielsweise Unterschiede in Bezug auf das Geschlecht und eine andauernde Einkommensschere zwischen alten und neuen Bundesländern gelten für die meisten Berufe in Deutschland. Andere wiederum, wie die verschiedenen Arten von Arbeitgebern, sind branchenspezifisch.

Gehalt nach Art des Arbeitgebers

Ein Faktor, der maßgeblich für Unterschiede im Architekt-Gehalt verantwortlich ist, sind die verschiedenen Arten von Arbeitgebern. Die drei typischen Hauptarbeitgeber für Architekten sind Architektur- beziehungsweise Planungsbüros, die gewerbliche Wirtschaft und die Anstellung im öffentlichen Dienst, beispielsweise beim Amt für Stadtplanung. Der Unterschied zwischen Architekturbüros und der gewerblichen Wirtschaft ist dabei, dass Architekturbüros freie Arbeit für verschiedene Auftraggeber ausführen, während Architekten in der gewerblichen Wirtschaft direkt für ein Unternehmen arbeiten. Laut einer Befragung der Bundesarchitektenkammer betrug im Jahr 2014 der durchschnittliche jährliche Lohn für Angestellte in Architekturbüros 45.902 Euro, in der gewerblichen Wirtschaft 70.680 Euro, und im öffentlichen Dienst 58.076 Euro.

Bevor Du Dich jetzt aber gleich darauf festlegst, auf eine Stelle in der gewerblichen Wirtschaft hinzuarbeiten, solltest Du auch wissen, dass 2014 der Anteil der Architekten, die dort beschäftigt waren nur bei 21 Prozent lag, wohingegen rund 56 Prozent aller Architekten in Architekturbüros tätig waren. Auffällig ist außerdem, dass die Gehaltsunterschiede nach Art des Arbeitgebers die Gehaltsunterschiede nach Geschlecht oder Wohnort überwiegen und somit der wichtigste Faktor sind, der das Architekt-Gehalt beeinflusst.

Gehalt nach Bundesland

Wie bei fast allen Berufen in Deutschland gibt es auch beim Architekt-Verdienst eindeutige Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern. So betrug das durchschnittliche Architekt-Gehalt in Bayern im Jahr 2017 monatlich 4.063 Euro, während der monatliche Verdienst als Architekt im gleichen Jahr in Sachsen bei nur 3.010 Euro lag. Das Honorar als Architekt war also in Bayern gut 25 Prozent höher als für Architekten in Sachsen.

Gehalt nach Unternehmensgröße

Auch die Unternehmensgröße spielt eine wichtige Rolle beim Architekt-Gehalt. Laut der Befragung der Bundesarchitektenkammer von 2014 verdienten angestellte Architekten in Architekturbüros jährlich durchschnittlich 40.845 Euro sofern das Büro weniger als fünf Mitarbeiter hatte. Bei einer Unternehmensgröße von elf bis zwanzig Mitarbeitern erhöhte sich das jährliche Gehalt auf rund 45.390 Euro, und ab einer Größe von mehr als 50 Mitarbeitern lag es bei 55.495 Euro.

Im Vergleich dazu lag das Gehalt als Architekt in der gewerblichen Wirtschaft bei einer Unternehmensgröße von bis zu fünf Mitarbeitern bei 58.728 Euro, bei einer Größe von elf bis 20 Mitarbeitern bei 61.801 Euro und ab einer Unternehmensgröße von mehr als 50 Mitarbeitern lag das Honorar als Architekt in der Wirtschaft bereits bei 74.311 Euro jährlich. Bei Architekten im öffentlichen Dienst fielen die Unterschiede weniger stark aus: Bei einer Größe von elf bis 20 Mitarbeitern lag das jährliche Bruttogehalt bei 57.068 Euro, ab einer Größe von 50 Mitarbeitern betrug das Architekt-Gehalt im öffentlichen Dienst dann etwa 59.074 Euro.

An diesen Zahlen kannst Du deutlich sehen, weshalb die Art des Arbeitgebers der wichtigste Faktor ist, der den Verdienst als Architekt beeinflusst: Auch wenn das jährliche Bruttoeinkommen für alle drei Arten von Arbeitergebern mit der Unternehmensgröße wächst, verdienen Architekten in der gewerblichen Wirtschaft trotzdem grundsätzlich mehr als Angestellte in Architekturbüros.

Kleine Unternehmen
€3.197
Mittlere Unternehmen
€4.254
Große Unternehmen
€5.269

Gehalt nach Geschlecht

Nach wie vor verdienen Frauen in den meisten Berufen bei gleicher Arbeitsleistung weniger als Männer. Das Architekt-Gehalt bildet da leider keine Ausnahme. Laut einer Befragung der Bundesarchitektenkammer verdienten im Jahr 2014 weibliche Architektinnen durchschnittlich 46.524 Euro jährlich, während das Gehalt als Architekt für Männer bei rund 58.476 Euro jährlich lag. Damit verdienten Architektinnen rund 20 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Und auch hier wird wieder deutlich, dass es entsprechend der Art des Arbeitergebers ein weiteres Gefälle gab: Das Architekt-Gehalt für Frauen in der gewerblichen Wirtschaft lag 2014 bei durchschnittlich 59.088 Euro brutto jährlich. Damit verdienten weibliche Architektinnen dort zwar mehr als ihre Kolleginnen in Architekturbüros mit rund 40.503 Euro, aber trotzdem weniger als ihre männlichen Kollegen in der gewerblichen Wirtschaft mit durchschnittlich 74.946 Euro.

Im Schnitt verdienen Frauen 3.722 € pro Monat und Männer 4.041 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich 9% mehr als Frauen

Gehalt nach Berufserfahrung

Der letzte Faktor, der die Höhe Deines Architekt-Gehalts stark beeinflusst ist die Berufserfahrung. So verdienten laut der repräsentativen Umfrage der Bundesarchitektenkammer aus dem Jahr 2014 junge Berufseinsteiger mit weniger als fünf Jahren Arbeitserfahrung durchschnittlich 37.128 Euro brutto jährlich. Umgerechnet entspricht das einem Monatslohn von 3.094 Euro und damit einem Stundenlohn als Architekt von gut 19 Euro bei einer 40 Stunden Woche. Mit einer Berufserfahrung zwischen sechs und zehn Jahren lag das Gehalt als Architekt jährlich bereits bei einem durchschnittlichen Bruttolohn von 44.608 Euro, und ab einer Berufserfahrung von mehr als 20 Jahren betrug der Architekt-Verdienst sogar rund 65.380 Euro. Das heißt, das Architekt-Gehalt kann sich im Laufe Deiner beruflichen Laufbahn um bis zu 43 Prozent und damit fast die Hälfte steigern!

Aber auch bei der Berufserfahrung wird wieder deutlich, inwiefern die anderen Faktoren, die das Architekt-Gehalt beeinflussen, trotzdem eine Rolle spielen. Denn während männliche Berufseinsteiger 2014 im Schnitt 37.200 brutto jährlich verdienten, lag das Architekt-Gehalt für weibliche Berufseinsteiger bei nur rund 35.000 Euro. Mit entsprechender Berufserfahrung erhöhte sich diese Gehalts-Kluft zwischen männlichen und weiblichen Architektinnen sogar noch: Ab mehr als 20 Jahren Berufserfahrung verdienten männliche Architekten jährlich durchschnittlich 64.500 Euro brutto, ihre weiblichen Kolleginnen dagegen nur etwa 55.000 Euro. Der Gehaltsunterschied zwischen männlichen und weiblichen Architekten erhöhte sich also mit zunehmender Berufserfahrung von gut sechs auf fast 15 Prozent.

Ziemlich deutlich wird diese ungleiche Bezahlung auch, wenn man das Gehalt auf die Stunde herunter rechnet: Der Stundenlohn als Architekt betrug für Männer mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung über 33 Euro. Frauen verdienten bei gleicher Arbeit und mit ebenso viel Berufserfahrung dagegen nur gute 28 Euro stündlich, und damit fünf Euro weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen.

Tipps für weibliche Berufseinsteigerinnen

Du bist angehende Architektin und jetzt durch die ungleichen Zahlen zwischen Männern und Frauen im Architekt-Gehalt abgeschreckt und verunsichert? Das ist verständlich, aber wir haben ein paar hilfreiche Tipps für Dich, mit denen Du sicher in allen Bewerbungsgesprächen und Gehaltsverhandlungen auftriffst. Zunächst einmal solltest Du wissen, dass ein Hauptgrund für die niedrigeren Gehälter von Architektinnen ist, dass Frauen in der Regel weniger selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen auftreten und sich weniger zutrauen, während Männer dazu neigen, sich eher selbst zu überschätzen. Sei also ruhig selbstbewusst und fordere ein Gehalt, das eher im oberen anstatt am unteren durchschnittlichen Bereich liegt! Eine weitere hilfreiche Strategie ist außerdem, so viele Bewerbungen wie möglich zu verschicken. Denn je mehr Bewerbungsgespräche Du hast, desto sicherer wirst Du auftreten. Außerdem kannst Du noch selbstbewusster in Gehaltsverhandlungen auftreten, wenn Du bereits ein oder zwei Angebote von anderen potentiellen Arbeitgebern in der Hinterhand hast!

Gehälter in ähnlichen Berufen

Wahrscheinlich findest Du all diese Fakten über den Architekt-Verdienst sehr interessant, würdest aber jetzt gerne wissen, ob das Architekt-Gehalt denn eigentlich hoch ist im Vergleich zu Gehältern in anderen, ähnlichen Berufen. Da haben wir gute Nachrichten für Dich, denn das Gehalt als Architekt ist vergleichsweise hoch! Nur ähnliche Ingenieur-Berufe aus der gleichen Branche, also Bauingenieure und Facility-Manager, sind etwas besser bezahlt. So verdiente 2017 laut dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit ein Bauingenieur monatlich durchschnittlich 4.721 Euro und ein Facility-Manager rund 4.026 Euro. Zur Erinnerung: Das durchschnittliche Gehalt als Architekt betrug im gleichen Jahr 3.851 Euro. Damit verdienten Architekten rund 18 Prozent weniger als Bauingenieure, aber immer noch 13 Prozent mehr als Innenarchitekten, deren durchschnittliches Gehalt laut dem Entgeltatlas bei 3.346 Euro monatlich lag.