Sie mixen leckere Drinks mit und ohne Alkohol und bescheren ihren Gästen schöne Abende, indem sie ihnen jeden Getränkewunsch erfüllen: Barkeeper. Klingt für Dich nach einem Traumjob? Dann lies jetzt weiter, denn bei uns erfährst Du, wo Du eine Bartender-Ausbildung machen kannst, wie viel Geld sich dabei verdienen lässt und welche beruflichen Möglichkeiten Dir offenstehen, wenn Du die Ausbildung zum Barkeeper erst einmal abgeschlossen hast.

Wo kann ich eine Barkeeper-Ausbildung machen?

Die Ausbildung zum Barkeeper ist keine klassische Ausbildung, sondern eine Weiterbildung. Möchtest Du gerne Barkeeper werden, solltest Du also zunächst eine Ausbildung in einem Betrieb der Gastronomie oder Freizeitwirtschaft anstreben, bevor Du Deine Ausbildung zum Barkeeper beginnen kannst.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Barkeeper-Ausbildung?

Strebst Du eine Barkeeper-Ausbildung an, musst Du in der Regel über einen Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf sowie entsprechende einschlägige Berufspraxis verfügen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, mit einer mindestens vierjährigen einschlägigen Berufspraxis zur Weiterbildungsprüfung zum Barkeeper zugelassen werden.

Des weiteren benötigst Du für die Barkeeper-Ausbildung eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes, weil Du in diesem Beruf natürlich mit Lebensmitteln in Kontakt sein wirst.

Wie lange dauert die Barkeeper-Ausbildung?

  • Barkeeper-Ausbildung in Vollzeit: 1-4 Wochen
  • Barkeeper-Ausbildung in Teilzeit: bis zu 3 Monate

Da es sich bei der Ausbildung zum Barkeeper lediglich um eine Weiterbildung nach einer vorangegangenen dualen Ausbildung im Gastronomie-Bereich handelt, ist die Ausbildungsdauer in der Regel eher kurz. Entscheidest Du Dich zum Beispiel für die Barkeeper-Ausbildung in Vollzeit, kannst Du nach nur 1 bis 4 Wochen bereits zur Barkeeper-Prüfung antreten. Fällt Deine Wahl hingegen auf eine Ausbildung in Teilzeit, werden dafür bis zu drei Monate fällig. Für welches Modell Du Dich entscheidest, ist dabei vollkommen egal, denn sie führen mit bestandener Prüfung zum gleichen Abschluss. Im Teilzeit-Modell hast Du jedoch die Möglichkeit, noch einem anderen Job nachzugehen oder etwas mehr Freizeit zu genießen, während beim Vollzeit-Modell Dein gesamter Fokus auf der Ausbildung zum Barkeeper liegt.

Wie hoch ist das Gehalt in der Barkeeper-Ausbildung?

  • keine reguläre Vergütung
  • eventuell Anspruch auf ein Stipendium

Die Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme wird leider nicht vergütet.

Gehörst Du allerdings zu den besonders begabten jungen Fachkräften, besteht für Dich die Möglichkeit, eine finanzielle Förderung in Form eines Stipendiums zu erhalten. Ob Du für ein solches Stipendium infrage kommst und welche Arten der Förderung es gibt, kannst Du schnell und unkompliziert mit unserer Online-Stipendiensuche in Erfahrung bringen.

Wie läuft die Barkeeper-Ausbildung ab?

Bevor Du eine Barkeeper-Ausbildung beginnen kannst, musst Du zunächst eine Ausbildung in der Gastronomie oder einer Freizeitwirtschaft erfolgreich abschließen und ein wenig Berufserfahrung sammeln. Im Anschluss kannst Du eine Weiterbildung zum Bartender absolvieren.

Duale Ausbildung in der Gastronomie oder Freizeitwirtschaft

Wenn Du Barkeeper werden möchtest, absolvierst Du zunächst eine duale Ausbildung in einem der folgenden Berufe:

  • Ausbildung zum Koch
  • Ausbildung zum Konditor
  • Ausbildung zum Restaurantfachmann
  • Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe
  • Ausbildung zum Weintechnologen
  • Ausbildung zur Fachkraft für Speiseeis

Eine duale Ausbildung besteht immer aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Während Du mit den praktischen Aufgaben in dem von dir gewählten Ausbildungsbetrieb vertraut gemacht wirst, erwirbst Du das theoretische Wissen in der Berufsschule. Meist verbringst Du dabei 3-4 Tage pro Woche in Deinem Ausbildungsbetrieb und besuchst an den übrigen 1-2 Tagen eine Berufsschule. Es kommt mitunter jedoch vor, dass der Unterricht in der Berufsschule als Blockveranstaltung angeboten wird. Dann arbeitest Du 4-5 Wochen am Stück in dem Betrieb, in dem Du Deine Ausbildung zum Koch oder Restaurantfachmann absolvierst, bevor Du für 1-2 Wochen die Berufsschule besuchst. Der Arbeitsaufwand und die Lerninhalte sind allerdings bei beiden Modellen gleichbleibend. Ob Du wöchentlich die Schule besuchen musst oder der Unterricht blockweise stattfindet, hängt in den meisten Fällen von Deinem Ausbildungsort und Ausbildungsbetrieb ab.

Zwischenprüfung der dualen Ausbildung

Wenn Dein zweites Ausbildungsjahr sich dem Ende neigt, steht Deine Zwischenprüfung an. Diese ist unterteilt in einen theoretischen und einen praktischen Teil und dient dazu, Deinen bisherigen Kenntnisstand abzufragen. Zwar kannst Du hier nicht durchfallen, jedoch solltest Du die Zwischenprüfung dennoch ernstnehmen und Dich angemessen darauf vorbereiten.

Abschlussprüfung der dualen Ausbildung

Nach Abschluss des dritten Lehrjahrs erfolgt die Abschlussprüfung. Auch diese besteht wie zuvor die Zwischenprüfung aus einem Theorie- und einem Praxisteil – mit dem Unterschied, dass Du bei der Abschlussprüfung allerdings sehr wohl durchfallen kannst. Bestehst Du die Prüfung allerdings, steht einer Weiterbildung zum Barkeeper nichts mehr im Wege.

Weiterbildung zum Barkeeper

Die Weiterbildung zum Barkeeper ist eine Ausbildung, die in speziellen Lehrgängen absolviert wird und umfasst insgesamt 130 Lehrstunden, die in etwa so aufgeteilt werden:

  • Fachtheorie Bar: 100 Stunden, davon
    • Fachkunde Bar allgemein: 20 Stunden
    • Waren- und Getränkekunde: 60 Stunden
    • Betriebsabläufe Bar: 20 Stunden
  • Fachpraxis Bar: 20 Stunden, davon
    • Rezepturen: 13 Stunden
    • Aufbau des Arbeitsplatzes, Anwenden von Arbeitstechniken, Präsentieren und Servieren: 2 Stunden
    • Gästeberatung und Verkauf: 5 Stunden
    • Lern- und Arbeitsmethodik: 10 Stunden

Abschlussprüfung der Barkeeper-Ausbildung

Auch bei der Ausbildung zum Barmixer gibt es eine Abschlussprüfung, die es zu bestehen gilt. Für die Zulassung zu dieser Prüfung ist die Teilnahme an einem Lehrgang nicht verpflichtend. Du kannst Sie also im Anschluss an Deine duale Ausbildung machen, ohne dass Du Dich zuvor auf den Barkeeper-Beruf spezialisieren musstest.

Die Prüfung wird von den Rechtsvorschriften der jeweiligen Industrie- und Handelskammer oder von interne Vorschriften von Bildungsanbietern geregelt. Diese legt unter anderem auch fest, wann Du von der Ablegung einzelner Teile der Weiterbildungsprüfung befreit werden kannst. Dies betrifft zum Beispiel Personen, die in den letzten fünf Jahren mit Erfolg eine andere Prüfung abgelegt haben, die denselben Anforderungen wie die Barkeeper-Prüfung entspricht.

Welche Inhalte hat die Barkeeper-Ausbildung?

Die Ausbildung besteht aus den Teilen „Fachtheorie“ und „Fachpraxis“. Daneben kannst Du bereits während der Barmixer-Ausbildung einige Zusatzqualifikationen erwerben.

Im Bereich der Fachtheorie lernst Du zum Beispiel:

  • Fachkunde, z.B. Bartypen, Fachbegriffe, Pflege von Geräten und Ausstattung, Grundregeln wie Sicherheit, Gesundheits-, Jugend- und Umweltschutz, Hygiene
  • Waren- und Getränkekunde, z.B. Herkunft, Rohstoffe und Herstellung alkoholischer und alkoholfreier Getränke sowie von Aufgussgetränken
  • Betriebsabläufe, z.B. Lagerführung, Warenannahme und -prüfung, Vorarbeiten, Gästebestellungen und -rechnungen, Tagesabrechnung, Nacharbeiten

Im Bereich der Fachkunde hingegen kommst Du mit den folgenden Ausbildungsinhalten in Berührung:

  • Rezepturen einschließlich der Garnituren, Mixtechniken und Gläserverwendung für die fachgerechte Herstellung von Misch- und Mixgetränken
  • Arbeitsplatzvor- und -nachbereitung einschließlich Entsorgung und Reinigung, Arbeits- und Mixtechniken, Getränke und Speisen präsentieren und servieren
  • Gästeberatung und Verkauf, z.B. persönliches Erscheinungsbild, Hygiene, Gastgeberfunktion, Gästebetreuung, Gesprächsführung, Information über das Angebot

Die Zusatzqualifikationen, die Du während der Ausbildung erwerben kannst, umfassen:

  • Zertifikat Flairbartending
  • Zertifikat HACCP (Hygieneunterweisung)

Wie sieht der Karrierepfad nach der Barkeeper-Ausbildung aus?

Du möchtest Dich nach der Barkeeper-Weiterbildung gerne beruflich noch ein wenig steigern? Dann hast Du die Wahl zwischen einer Aufstiegs- und einer Anpassungsweiterbildung.

Anpassungsweiterbildung

Halte Dein Wissen auch nach erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung und Weiterbildung zum Barkeeper auf dem neusten Stand und spezialisiere Dich auf einen bestimmten Bereich, beispielsweise:

  • Barservice
  • Verkaufsgespräch
  • Lebensmittel- und Küchenhygiene
  • Lagerwirtschaft

Möchtest Du Deine Karriere vorantreiben und strebst eine höhere Position in dem Betrieb in dem Du arbeitest an, so empfiehlt sich eine Aufstiegsweiterbildung. Hast Du diese erfolgreich hinter Dich gebracht, kannst Du nicht nur bessere Positionen innerhalb Deiner Branche annehmen, sondern bekommst für Deine Arbeit in der Regel auch mehr Geld. Aufstiegsweiterbildungen, die Dir als Bartender zur Verfügung stehen, sind zum Beispiel:

  • Meisterweiterbildung zum Barmeister
  • Meisterweiterbildung zum Restaurantmeister
  • Meisterweiterbildung zum Hotelmeister
  • Kaufmännische Weiterbildung zum Betriebswirt für Hotel- und Gaststättengewerbe
  • Kaufmännische Weiterbildung zum Fachwirt für Gastgewerbe
  • Kaufmännische Weiterbildung zum Gastronom
  • Studium Hotelmanagement

Passt eine Barkeeper-Ausbildung zu mir?

Du hast eine Leidenschaft für gute Drinks und bist sowieso schon immer eine Nachteule gewesen? Dann sind die Grundvoraussetzungen für eine Karriere als Barkeeper ja vorhanden. Welche Fähigkeiten Du sonst noch mitbringen solltest, wenn Du Barkeeper werden möchtest, verraten wir Dir hier!

Kontaktbereitschaft
Als Barkeeper solltest Du unbedingt kontaktfreudig sein. Du berätst Deine Gäste bei der Auswahl ihres Getränks, kassierst sie ab und führst zwischendurch vielleicht noch die eine oder andere Unterhaltung. Eines ist sicher: Dieser Job ist nichts für Introvertierte!
Psychische Belastbarkeit
Am Wochenende kann es in einer Bar, die viele Gäste beherbergt, mitunter sehr stressig werden. Auch unter Hektik und Zeitdruck bleibst Du im besten Fall immer leistungsfähig und freundlich – auch wenn um Dich herum alles im Chaos versinkt.
Interkulturelle Kompetenz
Natürlich musst Du als Barkeeper nicht unbedingt zehn Fremdsprachen beherrscht – Grundkenntnisse in der ein oder anderen können jedoch keinesfalls schaden. Das betrifft natürlich vor allem die englische Sprache. Abgesehen davon solltest Du in der Lage sein, auf kulturelle Besonderheiten beim Umgang mit ausländischen Gästen einzugehen – beispielsweise dann, wenn Du es mit Personen zu tun hast, die aus religiösen Gründen keinen Alkohol zu sich nehmen.
Kunden- und Serviceorientierung
Der Kunde ist König – und Du stehst ihm bei der Erfüllung seiner Wünsche mit beratender Tätigkeit zur Seite.
Ausbildungsdauer 
1-4 Wochen