Einstiegsgehalt 
1.882
Durchschnittsgehalt 
2.190
Ausbildung 
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27
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Kauffrau im Gesundheitswesen
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Was ist eine Kauffrau im Gesundheitswesen?

Kauffrau im Gesundheitswesen ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, der im Jahr 2001 in Deutschland aufgrund der zunehmenden Spezialisierung der Verwaltung im Gesundheitswesen eingeführt wurde. Kaufmänner und -frauen im Gesundheitswesen sind Experten für wirtschaftliche Fragen, die den Bereich Gesundheit betreffen. Die Berufsbezeichnung für Männer, die diesen Job ausüben, lautet Kaufmann im Gesundheitswesen.

Was macht eine Kauffrau im Gesundheitswesen?

Zu den Kauffrau im Gesundheitswesen-Aufgaben gehört in erster Linie die Bearbeitung von wirtschaftlichen Themen im Bereich der Gesundheit. Dazu gehören beispielsweise die Berechnung von Leistungen, das Erfassen von Vorgängen des Rechnungs- und Berichtswesens und die Verantwortung über die Einnahmen und Ausgaben eines Betriebs. Zu den Kauffrau im Gesundheitswesen-Aufgaben gehört außerdem die Information und Beratung von Kunden und Patienten. Eine Kauffrau für Gesundheitswesen zeichnet sich dabei vor allem durch ökonomisches und kundenorientiertes Vorgehen aus.

Auch Teamwork ist in diesem Job gefragt. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen werden Dienstleistungskonzepte erarbeitet, Vorschläge zu zusätzlichen Angeboten wie zum Beispiel fernöstlicher Medizin oder Homöopathie erarbeitet und Marketingstrategien entwickelt, die auf die Zielgruppe zugeschnitten sind.

Weitere Kaufmann im Gesundheitswesen-Aufgaben betreffen zum Beispiel die Betreuung von Kunden oder die Aufnahme von Beschwerden, aus denen dann Entwürfe zu veränderten Arbeitsabläufen erstellt werden, ohne dass ein Mehraufwand besteht. Im Kontakt mit Kunden bleiben Kaufmänner und -frauen im Gesundheitswesen immer freundlich und einfühlsam – ganz egal, ob es um finanzielle Fragen geht oder allgemeine Fragen zu Krankenkassenleistungen und Ärzten. Anregungen zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und entsprechend ausgearbeitete Rezepte werden souverän und überzeugend bei den Vorgesetzten vorgetragen. Wer in diesem Job arbeiten möchte und eine Kaufmann im Gesundheitswesen-Ausbildung anstrebt, muss also ein echtes Allround-Talent sein! Neben den wirtschaftlichen Aufgaben tragen Kaufleute des Gesundheitswesens nämlich auch viel zum generellen Arbeitsklima bei.

Wie wird man Kauffrau im Gesundheitswesen?

Die Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen dauert im Regelfall drei Jahre. Eine Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen ist hingegen bereits in 24 Monaten möglich, wovon etwa acht Monate auf ein Berufspraktikum entfallen. Die unterschiedlichen Möglichkeiten, eine Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen zu absolvieren und die Voraussetzungen, die es für eine Kaufmann im Gesundheitswesen-Ausbildung braucht, möchten wir Dir an dieser Stelle vorstellen.

Schulabschluss

Rechtlich gesehen gibt es keine schulischen Voraussetzungen, um eine Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen antreten zu dürfen. Das heißt, dass Du auch ganz ohne Schulabschluss in diesem Beruf arbeiten kannst. In der Realität jedoch gehört nur sehr geringer Prozentsatz zu den Glücklichen, die ohne schulische Vorbildung eine Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen. Deshalb empfiehlt es sich, die Schule abzuschließen, bevor Du Dich auf eine Kauffrau im Gesundheitswesen-Ausbildung bewirbst.

Laut einer Statistik, die das Bundesinstitut für Berufsbildung, kurz BIBB, erhoben hat, verfügen etwa ein Drittel der Anfänger einer Kauffrau im Gesundheitswesen-Ausbildung über die Mittlere Reife, also einen Realschulabschluss, während mehr als die Hälfte der Ausbildungsanfänger das Abitur oder Fachabitur in der Tasche hat. Der restliche Prozentsatz verteilt sich auf Hauptschulabsolventen und Personen ohne Schulabschluss.

Kauffrau im Gesundheitswesen-Ausbildung

Bei der Kauffrau im Gesundheitswesen-Ausbildung handelt es sich um eine sogenannte duale Ausbildung. Das bedeutet, dass Du neben Deiner Ausbildung im Betrieb auch wieder die Schulbank drückst – und zwar in einer Berufsschule, die sich inhaltlich an der Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen orientiert.

Die schulische Ausbildung ist in bestimmte Lernfelder gegliedert. Diese umfassen zum Beispiel:

Geschäftsprozesse (Erfassung, Steuerung, Auswertung)

  • Marketinginstrumente
  • Marktanalysen
  • Angebote, Dokumentation und Abrechnung von Dienstleistungen
  • Investitionsfinanzierung

Daneben wirst Du auch in klassischen Schulfächern unterrichtet, darunter unter anderem:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Sozialkunde
  • Sport
  • Mathematik

Es gibt Schulen, die einen Tag in der Woche anbieten, an dem der Schulunterricht für Personen, die eine Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen absolvieren, stattfindet und solche, bei denen der Unterricht in Blockform stattfindet. Dort ist man regelmäßig für eine Woche am Stück in der Schule und geht in der restlichen Zeit der normalen Arbeit im Betrieb nach. Welche Form Dir während Deiner Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen begegnen wird, hängt in erster Linie von der Region ab, in der Du Deine Lehre absolvierst.

In der betrieblichen Ausbildung durchläufst Du während Deiner Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen die verschiedenen Abteilungen des Betriebs, in dem Du arbeitest. Dazu zählen beispielsweise:

  • Verwaltung
  • Personalabteilung
  • Buchhaltung
  • Abrechnung
  • Wirtschaftsabteilung
  • Qualitätsmanagement
  • Beschwerdemanagement

Am Ende der Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen steht die Abschlussprüfung, die sich in einen mündlichen und einen schriftlichen Teil gliedert. Die schriftliche Prüfung besteht dabei aus drei Teilen. Während Teil 1 offene Fragen enthält, bestehen die Teile 2 und 3 aus geschlossenen Fragen, bei denen die korrekte Antwort angekreuzt werden muss.

In der mündlichen Prüfung hingegen kann man aus zwei vorgegebenen Themenbereichen ein Thema wählen, für dessen Bearbeitung man im Anschluss eine viertel Stunde Zeit hat. Nach Ablauf der Bearbeitungszeit muss man vor einem Prüfungsausschuss, der meist aus einem Fachlehrer und mehreren Personen aus dem Gesundheitsbereich, zum Beispiel der Krankenkasse, dem Krankenhaus oder der Pflege, besteht, Fragen zu dem bearbeiteten Thema beantworten. Nach erfolgreich abgeschlossener Abschlussprüfung ist die Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen beendet und Du kannst direkt loslegen, im Beruf voll durchzustarten oder aber eine Weiterbildung anhängen, wenn Du noch weiterlernen möchtest.

Kauffrau im Gesundheitswesen-Umschulung

Der Ausbildungsberuf bietet gute Chancen auf eine Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen. Eine Umschulung versteht sich dabei als Aus- beziehungsweise Weiterbildung zu einer vorher ausgeübten oder erlernten Tätigkeit wie etwa Krankenschwester oder Altenpfleger. Die bereits erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen aus der vorangegangenen Tätigkeit erlauben häufig eine Verkürzung der Ausbildungszeit auf zweieinhalb Jahre. Zwar kann man unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne vorherige Berufsausbildung an einer Umschulungsmaßnahme teilnehmen, es handelt sich dann jedoch um eine normale Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen, die nicht verkürzt werden kann.

Zu den Inhalten der Umschulung zählen unter anderem die folgenden Themen:

  • Lern- und Arbeitstechniken
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Information, Kommunikation und Kooperation
  • Rechnungswesen
  • Marketing
  • Personal

Im berufsspezifischen Unterricht, der parallel zur Umschulung im Betrieb stattfindet, werden beispielsweise die folgenden Inhalte behandelt:

  • Organisation, Aufgaben und Rechtsfragen des Gesundheits- und Sozialwesens
  • Medizinische Dokumentation und Berichtswesen
  • Datenschutz
  • Materialwirtschaft
  • Marketing im Gesundheitswesen
  • Finanz- und Rechnungswesen im Gesundheitsbereich
  • Leistungsabrechnung
  • Qualitätsmanagement
  • Bewerbungstraining

Die Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen wird mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgeschlossen.

Wo arbeitet eine Kauffrau im Gesundheitswesen?

Kaufleute im Gesundheitswesen arbeiten zum Beispiel in den folgenden Branchen und Institutionen:

  • Krankenhäuser
  • Krankenkassen
  • Arztpraxen und Gemeinschaftspraxen
  • Ärztehäusern
  • Apotheken
  • Seniorenbüros
  • Stationäre, teilstationäre oder ambulante Pflegeeinrichtungen
  • Medizinische Dienste
  • Ambulante soziale Dienste
  • Ärztliche Organisationen
  • Alten- und Krankenpflege
  • Behindertenwohnheime
  • Medizinische Labors
  • Versorgungsamt
  • Heilmittelanbieter
  • Dozent an Berufsschulen
  • Rettungsdienste
  • Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen

Als Bürokauffrau im Gesundheitswesen hast Du also praktisch die freie Auswahl zwischen sämtlichen Institutionen, die sich mit dem Thema Gesundheit beschäftigen und kannst Dir Deine Arbeitsstelle ganz nach Deinen persönlichen Interessen und Vorlieben aussuchen.

Auch wenn Du als Kaufmann für Gesundheitswesen meist in einer Festanstellung arbeitest, ist es möglich, Dich selbstständig zu machen und als Freiberufler in eine der oben genannten Einrichtungen oder Branchen tätig zu sein.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Wie genau Dein Arbeitsalltag aussieht, hängt natürlich davon ab, in welcher Gesundheitseinrichtung Du nach Deiner Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen Fuß fasst, doch ein typischer Arbeitstag in einer Arztpraxis kann beispielsweise wie folgt aussehen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Dein Arbeitsplatz kann beispielsweise das Krankenhaus sein, eine Arztpraxis, eine Krankenkasse oder eine Pflegeeinrichtung für alte Menschen oder solche, die eine Behinderung haben. Dort hast Du einen Schreibtisch für Dich, häufig direkt am Eingang als Empfang, aus dem sich Computer, Telefon, Drucker und Faxgerät befinden. Da auch die Aktenpflege zu Deinen Aufgaben gehört, erwarten Dich zudem Ordner und mitunter Kassenbücher, mit deren Pflege Du vertraut wirst. In manchen Fällen gehören auch Lager- oder Behandlungsräume zu Deinem Arbeitsbereich.

Was verdient eine Kauffrau im Gesundheitswesen?

Bereits während Deiner Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen verdienst Du Geld. Im ersten Lehrjahr sind es im Schnitt 865 Euro, die Du ausgezahlt bekommst, im zweiten bereits 930 Euro und im dritten Jahr Deiner Ausbildung befinden sich am Monatsende ganze 1.015 Euro auf Deinem Konto.

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt für Berufsanfänger bei rund 2.350 Euro pro Monat. Mit etwas Berufserfahrung steigt der Lohn auf durchschnittlich 2.675 Euro an. Eine Weiterbildung im Gesundheitswesen bietet nicht nur die Möglichkeit, den eigenen Tätigkeitsbereich auszubauen, sondern auch die Option auf mehr Geld.

Wo finde ich einen Job als Kauffrau im Gesundheitswesen?

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Wie sind die Berufsaussichten für Kauffrauen im Gesundheitswesen?

Da Menschen immer älter werden, steigt der Bedarf an medizinischem Fachpersonal und medizinischen Einrichtungen aller Art. Während andere Branchen also nach und nach aussterben, wächst die Medizinbranche immer weiter. Wer einen Beruf im medizinischen Sektor ergreift, wird mit einer besonders hohen Jobsicherheit belohnt. Statistiken zeigen, dass es unter den Kaufmännern und -frauen im Gesundheitswesen kaum Arbeitslose gibt, der Bedarf an Fachpersonal aber immer weiter steigt. Deshalb kann sich eine Ausbildung oder Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen lohnen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Für Kaufleute im Gesundheitswesen gibt es verschiedene Optionen, sich weiterzubilden. Zu den möglichen Spezialisierungen zählen unter anderem:

  • Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen

Auch diverse Studiengänge kannst Du nach Deiner Ausbildung oder Umschulung selbst ohne Abitur in Angriff nehmen, darunter:

  • Gesundheitsmanagement
  • Gesundheitsökonomie

Passt der Beruf Kauffrau im Gesundheitswesen zu mir?

Der Beruf und die Branche passen zu Dir, wenn Du folgende Voraussetzungen mitbringst:

Organisationstalent
Wenn Organisation und Planung zu Deinen Stärken gehören, dann solltest Du unbedingt über eine Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen nachdenken. Hier sind diese beiden Eigenschaften nämlich ganz besonders gefragt.
Spaß an Zahlen
In Deinem Arbeitsalltag wirst Du es immer wieder mit Zahlen zu tun bekommen – sei es, weil Du Leistungen berechnen oder die Ausgaben für Materialien im Blick behalten musst. Gute Noten in Mathematik sind in diesem Beruf also ein Vorteil. Aber keine Sorge, wenn’s in Mathe bisher nicht so gut lief und Du trotzdem eine Kauffrau im Gesundheitswesen-Ausbildung anstrebst. Alles Wichtige bekommst Du nämlich während Deiner Ausbildung und in der Berufsschule vermittelt.
Perfektionismus
Dieser Job ist nichts für Menschen, die es manchmal nicht so genau nehmen! Sorgfältiges Arbeiten ist in diesem Beruf ein Muss. Wenn Du zum Beispiel Leistungen mit einem Kostenträger abrechnest, müssen diese Beträge auf den Cent genau stimmen, und auch Termine dürfen nicht verschludert werden. Du bist eine Person, die auch in stressigen Zeiten immer den Überblick behält? Dann bist Du der geborene Kaufmann im Gesundheitswesen!
Menschenkenntnis
Du hast immer ein Lächeln auf den Lippen und Dein zweiter Vorname lautet „Empathie“? Dann bist Du in dem Beruf genau richtig, denn hier kommt es darauf an, dass Du einfühlsam auf Patienten zugehen kannst und auch in stressigen Momenten immer freundlich bleibst.