Einstiegsgehalt 
3.142
Durchschnittsgehalt 
3.616
Ausbildung 
Bachelor
1.288
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Bauingenieur
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Was ist ein Bauingenieur?

Ein Bauingenieur ist ein Ingenieur, der sich beruflich auf den Fachbereich Bau spezialisiert hat. Er plant, entwirft und beaufsichtigt den Bau von Gebäuden, Verkehrsinfrastruktur und Einrichtungen der Wasserversorgung. Auch mit Umweltschutzaspekten beschäftigt sich der Bauingenieur auf technischer Ebene. Der Beruf des Bauingenieurs setzt ein abgeschlossenes ingenieurwissenschaftliches Hochschulstudium voraus.

Was macht ein Bauingenieur?

Als Bauingenieur berücksichtigst Du bei Deiner Arbeit grundsätzlich zwei Aspekte: die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit im Bausektor. Ausgehend von diesen Überlegungen bist Du mit der Planung von Bauwerken beschäftigt. Du kalkulierst Kosten, suchst einen geeigneten Standort, koordinierst das Bauvorhaben und verwaltest anschließend den Bau. Zu Deinen Bauingenieur-Aufgaben gehört auch die enge Absprache und Kooperation mit Architekten, Stadtplanern und Behörden. Abhängig davon, in welchem Bereich der Baubranche Du arbeitest, erwarten Dich unterschiedliche Tätigkeiten.

Bauingenieure kümmern sich also um technische Fragen, die die Baubranche betreffen. Sie befassen sich nicht nur mit Wohnhäusern, sondern haben auch mit Industrieanlagen, Straßen, Brücken, Tunneln und Kanalsystemen zu tun. Es gibt Bauingenieure, die vornehmlich im Hochbau tätig sind. Diese kümmern sich vermehrt auch um die Statik. Sie arbeiten daher auch als Statiker oder Tragwerksplaner. Tiefbauingenieure sind für Bauwerke, die sich vorwiegend unter der Erde befinden, zuständig. Wasserbauingenieure beschäftigen sich zum Beispiel mit dem Bau und der Instandhaltung von Wasserwerken, dem Küsten- und Hochwasserschutz sowie der Abwasserentsorgung. Dagegen widmen sich Bauingenieure als Verkehrswegeplaner mit der Verkehrsinfrastruktur.

Wie wird man Bauingenieur?

Wenn Du Bauingenieurin oder Bauingenieur werden möchtest, musst Du zuerst an einer Uni oder an einer Fachhochschule einen ingenieurwissenschaftlichen Studiengang studiert haben. Dafür benötigst Du in der Regel das Fachabi an Fachhochschulen oder das Abi für ein Studium an Universitäten. Verschiedene Hochschulen bieten Bachelor- und Masterstudiengänge an. Die meisten Hochschulen führen spezielle Tutorien für Studienanfänger durch. In diesen Kursen kannst Du Dich vor allem auf die Studieninhalte, die die Fächer Mathematik und Physik betreffen, vorbereiten.

Nach dem Abschluss Deines Bauingenieurwesen-Studiums bist Du nicht nur Experte für die klassischen Bereiche des Bauwesens. Du kannst auch interdisziplinäre Fragestellungen im Kontext ökonomischer, infrastruktureller, rechtlicher, sicherheits- und umweltrelevanter Probleme beantworten.

Die verantwortungsvolle Ausführung von Bauingenieur-Tätigkeiten erfordert in der Regel einen Master. Praktika und ein Job als Werkstudent in dieser Branche helfen Dir außerdem dabei, bereits im Studium Berufserfahrung zu sammeln. Viele Bauingenieure promovieren nach ihrem Hochschulstudium, da auf diese Weise der Einstieg in den Beruf erleichtert wird und häufig für Leitungsfunktionen in einem Unternehmen ein Doktortitel zu den Voraussetzungen zählt. So gelingt Dein Weg zum erfolgreichen Bauingenieur Schritt für Schritt:

Bachelorstudium

Ein Bachelorstudium kannst Du sowohl an Universitäten, als auch an Fachhochschulen aufnehmen. Für eine fundierte Bauingenieur-Ausbildung eignet sich der spezialisierte Studiengang Bauingenieurwesen am besten. Stattdessen kannst Du aber auch Maschinenbau, Elektrotechnik oder einen anderen Ingenieur-Studiengang wählen und Dich später auf den Bereich Bauingenieur spezialisieren. Die meisten Studiengänge sind an deutschen Hochschulen NC-frei. Das Bachelorstudium dauert in der Regel sechs Semester und endet mit dem akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.). oder Bachelor of Engineering (B.Eng.). Im Studium lernst Du Grundlagen der Naturwissenschaften und wendest diese auf unterschiedliche Baubereiche an. Fächer, die Dich im Bachelorstudium erwarten können, sind:

  • Baumechanik (lehrt die Bewegung von Körpern und die dabei wirkende Kräfte in Bezug auf Bauwerke)
  • Baukonstruktion (umfasst Prozesse der Konstruktion und die einzelnen Bauteile im fertigen Gebäude)
  • Bauchemie (vermittelt die chemischen Grundlagen im Bauwesen)
  • Bauphysik (vermittelt die physikalischen Grundlagen im Bauwesen)
  • Wasserwirtschaft (umfasst die Bewirtschaftung des Wassers durch den Menschen)
  • Umwelttechnik (zeigt technische und technologische Verfahren im Bereich Umweltschutz)

Manche Hochschulen bieten auch duale Studiengänge an, in denen Du zusätzlich zum Studium in einem Unternehmen arbeitest. In diesem Fall verlängert sich die Regelstudienzeit auf circa neun Semester und Deine Ausbildung wird vergütet.

Fernstudiengangsempfehlungen

Bauingenieurwesen (B.Eng.)

Standorte:

  • online

Maschinenbau (B.Eng.)

Standorte:

  • Online

Elektro- und Informations­technik (B.Eng.)

Standorte:

  • Online

Elektro- und Informations­technik (B.Eng.)

Standorte:

  • Online

Masterstudium

Im Masterstudium nutzt Du das Gelernte aus dem Bachelor und spezialisierst Dich auf einen bestimmten Bereich. Du führst Projektarbeiten durch, arbeitest im Team und weitest Deine Kenntnisse aus. Der Master nimmt in der Regelstudienzeit vier Semester in Anspruch. Es gibt jedoch auch Studiengänge in Teilzeit. Dann verlängert sich die Studiendauer entsprechend. Anschließend darfst Du Dich Bauingenieur mit einem Master of Science (M.Sc.) oder Master of Engineering (M.Eng.) nennen.

Praktika

Praktika gehören zur Bauingenieur-Ausbildung dazu. Du kannst Dir einen Überblick über die verschiedenen Tätigkeitsfelder von Bauingenieuren verschaffen. Je mehr Berufserfahrung Du während des Studiums sammelst, desto besser kannst Du herausfinden, welche berufliche Ausrichtung zu Dir passt.

Promotion

Für manche Positionen im Bereich Bauingenieurwesen ist eine Promotion Teil der Voraussetzungen für Bewerber. Eine Promotion kann für Dich also ein Karriere-Boost sein.

Wo arbeitet ein Bauingenieur?

Bauingenieure bekleiden verschiedene Jobpositionen und arbeiten für ganz unterschiedliche Arbeitgeber. Bereiche, in denen Du nach Deinem Studium einen Job als Bauingenieur finden kannst, sind unter anderem folgende:

  • Baufirmen: Baufirmen stellen Dich als Bauingenieur ein, da Du mit Deinem naturwissenschaftlichen Studienhintergrund und Deinem technischen Know-how bei jedem Bauprojekt gebraucht wirst. Die meisten Jobs mit Bauingenieur-Aufgaben finden sich bei Baufirmen. Wenn Dich dieses Berufsfeld interessiert, kannst Du bei kleinen, mittelständischen und großen Bauunternehmen arbeiten. Auch im Ausland gibt es für Dich als Bauingenieurin oder Bauingenieur vor allem bei großen internationalen Firmen viele Jobangebote.
  • Ingenieurbüros: In Ingenieurbüros wird die Planung, Beratung und Durchführung von technischen beziehungsweise ingenieurwissenschaftlichen Projekten vorangetrieben. Viele Ingenieurbüros im Bereich Bauwesen befassen sich mit der Statik und der Tragwerksplanung von Bauwerken. Häufig sind diese Ingenieurbüros auf einzelne Spezialgebiete innerhalb der Disziplin Bauingenieurwesen ausgerichtet. Jedoch gibt es auch immer mehr Büros, die interdisziplinär mit Architekten zusammenarbeiten und so für Kunden ein breiteres Aufgabenspektrum abdecken können.
  • Öffentlicher Dienst: Durch den demographischen Wandel werden auch im öffentlichen Dienst viele Stellen frei, auf die Du Dich nach Deinem Studium bewerben kannst. In diesem Fall arbeitest Du entweder als Angestellter, oder Du wirst verbeamtet. Die genauen Regelungen diesbezüglich trifft das jeweilige Bundesland. Gerade in den Bereichen Stadtbauwesen, Straßenplanung und Instandhaltung sowie Neubau von Brücken wirst Du als engagierter Bauingenieur benötigt.
  • Verkehrsbetriebe: Alle Verkehrsbetriebe sind auf die Fachkenntnisse von Bauingenieuren angewiesen. Dort bist Du zum Beispiel für die Planung sowie die Koordinierung von Gleisbauprojekten und andere Bauingenieur-Aufgaben im Bereich Personennahverkehr zuständig. Du erarbeitest Bauablaufpläne und kommunizierst diese mit allen Baubeteiligten, Vorgesetzten und Behörden.
  • Immobilienverwaltung: Auch in der Immobilienverwaltung gibt es Jobs für Dich als Bauingenieur. Häufig wird in der Branche auch von technischem Facility Management gesprochen. Du kümmerst Dich dabei unter anderem um die Schließtechnik, Maßnahmen des Brandschutzes, das Energiemanagement, sowie um die Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik.
  • Unternehmensberatung: Als Bauingenieur bist Du bei Unternehmensberatungen ein besonders begehrter Arbeitnehmer. Ungefähr 20 Prozent der Mitarbeiter in einer Unternehmensberatung verfügt über einen ingenieurwissenschaftlichen Studienhintergrund. Dort nutzt Du Deine Kompetenzen im analytischen, lösungsorientierten Denken, um Firmen auch bei nicht-technischen Fragestellungen zu beraten.
  • Bürogemeinschaft: Wenn Dich die Arbeit als selbstständiger Ingenieur reizt, kannst Du Dich mit anderen Ingenieuren oder Personen aus anderen Disziplinen zu einer Bürogemeinschaft zusammenschließen. Ein Vorteil sind die niedrigeren Mietkosten, die zustande kommen, wenn ihr euch Büroräume teilt. Außerdem kann der fachliche Austausch mit Kollegen einen Mehrwert bieten. Sogenannte Coworking-Spaces, in denen Du nur einen Raum oder einen Arbeitsplatz mietest, erfahren immer größere Beliebtheit.
  • eigenes Büro: Wenn Du lieber Deine Ruhe hast und ganz auf Dich allein gestellt arbeitest, kannst Du auch ein eigenes Büro beziehen. Dieser Arbeitsplatz ist auf Grund der hohen monatlichen Fixkosten besonders für Dich als Bauingenieur geeignet, wenn Du bereits einen Namen in der Branche hast und Deine Auftragslage gut planen und einschätzen kannst.
  • eigene Firma: Wenn Du merkst, dass Dir neben den Bauingenieur-Aufgaben Personalführung gut liegt und Du Dich selbstständig machen möchtest, kannst Du auch über die Gründung einer eigenen Firma nachdenken. In Deutschland gibt es staatliche Zuschüsse für Gründer, die Du in diesem Fall in Anspruch nehmen kannst.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Da es für Bauingenieure so viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten gibt, unterscheidet sich auch ihr Arbeitsalltag. Dennoch gibt es Bauingenieur-Tätigkeiten, die auf viele Berufspositionen und Sparten zutreffen. Der Beruf des Bauingenieurs ist auch deshalb sehr verantwortungsvoll, weil er unter Umständen bei fehlerhaften Berechnungen oder der Missachtung von technischen Standards für etwaige Fehler haftet. Zu Deinem Arbeitsalltag als Bauingenieurin oder Bauingenieur können folgende Bauingenieur-Aufgaben zählen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Viele Bauingenieur-Tätigkeiten finden am Schreibtisch statt. Am Computer erstellst Du Modelle, kalkulierst Kosten und führst Berechnungen durch. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du bei einer Baufirma, einem Ingenieurbüro oder selbstständig arbeitest. Zusätzlich bist Du aber auch viel unterwegs: In Bauphasen ist die Baustelle Dein Arbeitsplatz, denn hier sind Deine Kompetenzen gefragt. Da Bauwerke nicht immer vor Deiner Haustür gebaut werden, kann es auch sein, dass Du als Bauingenieur über längere Zeiträume hinweg außerhalb Deines Wohnortes arbeitest. Auch geschäftliche Termine, Tagungen und Fortbildungsveranstaltungen verlangen, dass Du viel reist.

Was verdient ein Bauingenieur?

Die Gehälter für Bauingenieure hängen von der Konjunktur in der Baubranche zusammen. Im Durchschnitt verdienst Du beim Berufsstart zwischen 2.500 und 3.500 Euro brutto pro Monat. Dein Einstiegsgehalt ist mit einem Masterabschluss höher als mit einem Bachelorabschluss. Je länger Du als Bauingenieur arbeitest, desto höher steigt Dein Gehalt. Mit einigen Jahren Berufserfahrung kannst Du zwischen 4.500 und 6.500 Euro verdienen. Große Baufirmen bezahlen dabei meist besser als kleine oder mittelständische Ingenieurbüros.

Wo finde ich finde einen Job als Bauingenieur?

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