Einstiegsgehalt 
3.222
Durchschnittsgehalt 
5.219
Ausbildung 
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69
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Bankkaufmann
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Was ist ein Bankkaufmann?

Ein Bankkaufmann berät seine Kunden in allen Angelegenheiten rund um das Thema Geld. Dabei kann es einerseits um Geldanlage auf Tagesgeldkonten oder in Form von Aktieninvestitionen gehen, die dem Kunden eine möglichst hohe Zinsausschüttung garantiert. Andererseits berät er sie aber auch, wenn sie sich Geld leihen möchten, also zu Krediten und Baufinanzierungen.

Was macht ein Bankkaufmann?

Wenn Du eine Bankausbildung machst, dann verwaltest Du nicht nur Geld, sondern lernst auch, wie Du Deine Kunden bei allen Fragen rund um dieses große Thema unterstützt. Einige wollen vielleicht ihr erstes eigenes Konto einrichten, andere ein Auto finanzieren und dafür Geld bei der Bank leihen. Manche wollen ihr Geld einfach nur sparen und wünschen sich von Dir Auskunft darüber, wie sie ihr Kapital am besten gewinnbringend anlegen können. Auch die Verwaltung von Wertpapieren und die Erstellung von Finanzkonzepten gehört zu den Bankkaufmann-Aufgaben. Wenn Kunden ihr Geld ins Ausland transferieren möchten oder von dort Geld bekommen, wickelst Du das Geschäft für sie ab. Sogar die Beratung zu Bausparverträgen und der Lebensversicherung, die sich am besten für die individuelle Altersvorsorge eignet, gehört zu den Bankkaufmann-Tätigkeiten. Doch auch wenn die Arbeit für und mit dem Kunden einen großen Bereich Deiner Arbeit einnimmt, übernimmst Du auch einige interne Aufgaben als Bankkaufmann: So kontrollierst Du beispielsweise, dass alle Vorgänge ordnungsgemäß gebucht werden und überwachst die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und innerbetrieblicher Richtlinien.

Wie wird man Bankkaufmann?

Die Bankkaufmann-Ausbildung dauert drei Jahre. Unter der Voraussetzung, dass Du besonders gute Leistungen erbringst, kannst Du Deine Abschlussprüfung auch vorziehen und die Bank-Ausbildung auf zweieinhalb oder sogar zwei Jahre verkürzen. Dafür musst Du gemeinsam mit Deinem Ausbilder einen speziellen Antrag stellen. Deine Ausbildung bei der Bank kann auch verlängert werden, dann nämlich, wenn Du nur ungenügende Leistungen bringst.

Obwohl man auch mit einem mittleren Schulabschluss eine Chance auf eine Bankkaufmann-Ausbildung hat, bringen heutzutage rund zwei Drittel der Auszubildenden ein Abitur mit.

Bei der Ausbildung zum Bankkaufmann handelt es sich um eine duale Ausbildung. Das bedeutet, dass Du einen Teil Deiner Bankkaufmann-Ausbildung in der Berufsschule verbringst und den anderen Teil in Deinem Ausbildungsunternehmen, einem Kreditinstitut.

Deine Ausbildung zum Bankkaufmann im Betrieb

Hier lernst Du den echten Berufsalltag kennen und arbeitest genau wie Deine Kollegen an konkreten Bankkaufmann-Aufgaben mit. So wirst Du zum Beispiel am Schalter eingesetzt und übst dort zu Beginn gemeinsam mit einem Kollegen, wie Du die Kunden professionell berätst. Dazu gehört nicht nur die Beratung selbst, sondern auch die Vor- und Nachbereitung der Gespräche. Außerdem lernst Du, mittels der EDV, Konten zu eröffnen und Überweisungen durchzuführen. Und Du erfährst in Deiner Bankkauffrau-Ausbildung, unter welchen Bedingungen die Bank Kredite vergibt und wie die Kreditwürdigkeit von Kunden geprüft wird.

Deine Ausbildung zum Bankkaufmann in der Berufsschule

In der Schule paukst Du die gesamte Theorie, die Dir in Deinem Arbeitsalltag bei der Bewältigung Deiner Bankkauffrau-Tätigkeiten helfen wird. Vor allem Rechnungswesen, Steuerkunde und Versicherungslehre spielen hierbei eine wichtige Rolle. Du lernst, wie Konten geführt werden, welche steuerlichen Auswirkungen verschiedene Geldanlagen haben, wie man Privatkredite anbietet, und wie man Kosten und Erlöse ermittelt. Auch die Bearbeitung von Auslandsgeschäften, Baufinanzierungen und Firmenkrediten steht, neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Sozialkunde, während Deiner Bankkauffrau-Ausbildung auf Deinem Stundenplan.

Prüfungen

Grundlage der Ausbildung ist die Ausbildungsverordnung für Bankkaufleute aus dem Jahr 2020. Seitdem gibt es bei Bankkaufleuten keine Zwischenprüfung mehr. An ihre Stelle tritt die gestreckte Abschlussprüfung, die aus zwei zeitlich getrennten Teilen besteht. Teil 1 findet nach 18 Monaten tatsächlicher Ausbildungszeit statt und prüft die Inhalte der ersten 15 Ausbildungsmonate. Geprüft wird der Bereich „Konten führen und Anschaffungen finanzieren”, die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten und das Ergebnis geht mit 20 % in die Gesamtnote ein. Teil 1 ersetzt die frühere Zwischenprüfung und fließt vollständig in die Bewertung ein. Für Teil 1 gibt es kein eigenes Zeugnis, sondern nur eine Bescheinigung über die Prüfungsleistungen.

Teil 2 der Abschlussprüfung legst Du zum Ende Deiner Ausbildung ab, je nach Vertragsdauer nach 24, 30 oder 36 Monaten. Er besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Danach bist Du staatlich anerkannte Bankkauffrau.

Die Prüfung wird von der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgenommen. Sie ist die zuständige Stelle für die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Bankkaufmann, ihre Zuständigkeit ergibt sich aus dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die einzelnen regionalen IHKs organisieren die konkrete Durchführung, also Termine, Zulassung, Anmeldung, Bestehensregeln und Prüfungsgebühren vor Ort. Im mündlichen Teil simulierst Du ein Kundenberatungsgespräch.

Weiterbildungen

Auch nach dem Abschluss Deiner Bankkauffrau-Ausbildung kannst Du Dich mit zahlreichen Fortbildungen weiter qualifizieren und zum Beispiel Deinen Bank-Fachwirt machen oder Fachberater für Finanzdienstleistungen werden. Auch ein Abschluss als Betriebswirt für Finanzen und Investment oder als Finanzierungs- und Leasingwirt ist möglich. Weil Du vermutlich ohnehin schon ein Abitur mitbringst, kannst Du auch noch ein Studium aufnehmen, zum Beispiel in den Fächern Finanz- und Wirtschaftsmathematik, BWL, Business Administration, Finanzmanagement oder General Management.

Ausbildungsplätze

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Wo arbeitet ein Bankkaufmann?

Ein Bankkaufmann arbeitet in folgenden Unternehmen:

  • Bei Banken
  • Bei Direktbanken
  • In Girozentralen
  • Bei Sparkassen
  • Bei Bausparkassen
  • An der Börse
  • In Versicherungsunternehmen
  • Bei Immobilienvermittlungen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Der Arbeitsalltag als Bankkaufmann ist sehr abwechslungsreich und umfasst folgende Tätigkeiten:

Als Bankkaufmann hast Du geregelte Arbeitszeiten und häufig eine 40-Stunden-Woche. Wenn Du in einer Bank arbeitest, dann bestimmen sich Deine Anwesenheitszeiten in der Regel durch die Öffnungszeiten.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Als Bankkaufmann arbeitest Du zumeist in einem Büro. Dort nimmst Du am Computer Planungen, Berechnungen und Kalkulationen vor. Bei Direktbanken findet von hier aus auch der Kundenkontakt statt, der auf Telefon, Post oder E-Mail beschränkt ist. Sofern Du wie bei großen Filialbanken üblich persönlichen Kontakt mit den Kunden hast, besetzt Du einen Kundenschalter. Dort kommt die Laufkundschaft vorbei, die zum Beispiel Überweisungen vornehmen oder Bargeld ein- oder auszahlen oder in eine andere Währung wechseln möchte. Wenn Kunden einen Kreditvertrag abschließen möchten, dann bittest Du sie in einen speziellen Beratungsraum. Gelegentlich besuchst Du Firmenkunden auch in ihrem eigenen Unternehmen oder besonders solvente Privatpersonen zu Hause.

Was verdient ein Bankkaufmann?

Schon während Deiner Bankkaufmann-Ausbildung verdienst Du gutes Geld. Im ersten Ausbildungsjahr beläuft sich Dein Gehalt auf ca. 1.160 €, im zweiten Jahr auf 1.220 € und im dritten Jahr auf bis zu 1.300 €.

Hast Du erst einmal ausgelernt, dann wird Dein Gehalt zwischen 2.000 und 3.000 € brutto im Monat liegen. Im Verlauf Deines Berufslebens steigt Dein Verdienst deutlich an: Der Median liegt bei Bankkaufleuten bei rund 5.219 € brutto im Monat. Zusätzlich kannst Du als Bankkaufmann Provisionen erhalten, die von verschiedenen Dingen abhängen, zum Beispiel wie viele Produkte, etwa Bausparverträge oder Anlageprodukte zu vermögenswirksamen Leistungen, Du Deinen Kunden verkauft hast.

Wo finde ich einen Job als Bankkaufmann?

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Wie sind die Berufsaussichten für Bankkaufleute?

Die Ausbildung zum Bankkaufmann ist eine der beliebtesten in Deutschland, was kein Wunder ist, da der Beruf besonders zukunfts- und krisensicher ist.

Zwar hat die Digitalisierung einen großen Einfluss auf das Berufsbild des Bankkaufmanns und die gesamte Branche und führt sogar dazu, dass immer mehr Bankfilialen zugunsten von Online-Banken schließen. Außerdem schließen sich viele Banken auch auf internationaler Ebene zusammen, sodass Arbeitsplätze ins Ausland verlegt werden.

Und trotz dieses Trends gibt es weiterhin einen Bewerbermangel für diese Ausbildung, sodass Du gute Chancen hast, einen Platz zu bekommen. Aktuell gibt es je nach Bundesland nur ca. 2-5 potenzielle Bewerber pro Platz. Hast Du erst einmal einen Platz ergattert, dann hast Du tatsächlich hervorragende Karriereperspektiven, denn ein Aufstieg vom Azubi zum Filialleiter ist keineswegs unrealistisch.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Während Deiner Ausbildung als Bankkauffrau durchläufst Du in der Regel alle Abteilungen und kannst Dich in dieser Zeit entscheiden, auf welchen Bereich Du Dich später einmal spezialisieren möchtest, zum Beispiel:

  • Kundenberatung
  • Personalabteilung
  • Vertrieb
  • PR und Marketing

Passt der Beruf Bankkaufmann zu mir?

Die Bankkaufmann-Ausbildung ist ideal für Dich geeignet, wenn Du folgende Qualifikationen und Fähigkeiten mitbringst:

Kommunikationsfähigkeit
Gerade wenn Du am Schalter eingesetzt wirst, hast Du laufend Kontakt zu Kunden, die Du berätst. Da hilft es, wenn Du nicht auf den Mund gefallen bist.
Verschwiegenheit
Die Kundendaten sind sehr sensibel, deshalb sollte Geheimhaltung für Dich kein Problem sein.
Seriöses Auftreten
Schlabberjeans sind in der Bank tabu, stattdessen trägst Du in der Regel als Mann einen Anzug und Krawatte und als Frau ein Kostüm bei der Arbeit und bist dabei stets gepflegt.
Gutes Benehmen
Deine Professionalität sollte sich auch in Deinem Verhalten widerspiegeln, das äußerst höflich ist.
Freude am Verkaufen
Vermutlich wirst Du viel Zeit damit verbringen, Deinen Kunden Spar- oder Kreditverträge zu verkaufen, super ist, wenn Dir das auch noch Spaß bringt.
Zahlengenie
Natürlich solltest Du als Bankkaufmann gut mit Zahlen umgehen können und ein kaufmännisches Denken an den Tag legen, damit Du Risiken und Gewinne gut kalkulieren kannst.