Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
(Fach-)Abitur
Ausbildungsgehalt 
973
32
Freie Ausbildungsplätze als
Bankkaufmann
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Eine Bankkaufmann-Ausbildung ist ein ideales Karriere-Sprungbrett, wenn Du ein Faible für Zahlen hast und gerne mit Menschen zu tun hast. Hier erfährst Du, welche Voraussetzungen Du sonst noch mitbringen solltest und was Dich in der Ausbildung zum Bankkaufmann erwartet. Wie zum Beispiel ein ziemlich attraktives Ausbildungsgehalt!

Wo kann ich eine Bankkaufmann-Ausbildung machen?

Seiten

  • Seite
  • of 4
  • >

Du interessierst Dich für eine Ausbildung als Bankkaufmann? In unserer Jobbörse findest Du mit wenigen Klicks die besten Ausbildungsplätze in Deiner Region.

Die Ausbildung als Bankkauffrau bzw. als Bankkaufmann ist eine klassische duale Ausbildung. Den praktischen Teil absolvierst Du in Deinem Ausbildungsbetrieb, einer Bank oder einem Kreditinstitut. Das theoretische Wissen wird Dir in der Berufsschule vermittelt. Ausbildungsplätze für eine Bankkaufmann-Ausbildung bzw. eine Ausbildung als Bankkauffrau findest Du bei internationalen Bankkonzernen ebenso wie in der regionalen Filiale einer Kleinbank. Oft sind die Plätze in ländlichen Regionen nicht so heiß umkämpft, Deine Chancen dort also höher. Es kann sein, dass Du während Deiner Bank-Ausbildung in verschiedenen Filialen eingesetzt wirst.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Bankkaufmann-Ausbildung?

  • mindestens mittlere Reife
  • besser noch Hochschulreife
  • gute Noten in:
    • Mathematik
    • Deutsch
    • Englisch

Zwar gibt es für die Ausbildung zum Bankkaufmann keine formalen Zugangsvoraussetzungen. In der Praxis verlangen Banken aber mindestens einen mittleren Schulabschluss. Bewerber mit Hochschulreife werden oft bevorzugt, etwa drei Viertel aller Ausbildungsanfänger verfügen derzeit über Abi oder Fachabi. Die meisten Ausbildungsbetriebe legen zudem Wert auf gute Schulleistungen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch.

Doch selbst wenn Dein Zeugnis nicht glänzend ausgefallen ist: Bewirb Dich trotzdem für eine Ausbildung zum Bankkaufmann! Wie genau es der Personaler mit den Schulnoten nimmt, hängt von der Anzahl der Bewerber ab. Und Du kannst auch mit einem gut strukturierten und individuell formulierten Bewerbungsschreiben punkten.

Einige Banken laden übrigens auch Studienabbrecher ausdrücklich ein, sich um eine Ausbildung zum Bankkaufmann zu bewerben. Ein verpatztes Studium muss also keinesfalls ein Nachteil sein!

Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

Wie lange dauert die Bankkaufmann-Ausbildung?

  • Regeldauer: 3 Jahre
  • mit mittlerer Reife: Verkürzung auf 2 1/2 Jahre möglich
  • mit (Fach-)Abi: Verkürzung auf 2 Jahre möglich
  • bei guten Leistungen: Verkürzung auf bis zu 1 1/2 Jahre möglich

Die Bankkaufmann- bzw. Bankkauffrau-Ausbildung hat eine Regeldauer von 3 Jahren, wobei 1 Jahr Grundbildung und 2 Jahre Fachbildung vorgesehen sind. Je nach schulischer Vorbildung kann die Ausbildung aber verkürzt werden. Mit einem mittleren Schulabschluss ist eine Verkürzung auf 2 1/2 Jahre, mit Hochschulreife eine Verkürzung auf 2 Jahre möglich. Die Entscheidung trifft in der Praxis meist Dein Arbeitgeber gemeinsam mit Dir zu Beginn Deiner Ausbildung.

Nach dem Berufsbildungsgesetz ist bei sehr guten Leistungen sogar eine Verkürzung auf bis zu 18 Monate möglich - das ist in der Praxis aber eher selten. Die meisten Azubis schließen ihre Bankkaufmann- oder Bankkauffrau-Ausbildung innerhalb von 2 Jahren ab.

Wie hoch ist das Gehalt in der Bankkaufmann-Ausbildung?

Ein großer Vorteil der Ausbildung zum Bankkaufmann ist das vergleichsweise hohe Ausbildungsgehalt! Schon im ersten Jahr darfst Du Dich über 973 Euro brutto monatlich freuen, im dritten Ausbildungsjahr sind es sogar 1.093 Euro.

Die Gehälter während einer Bankausbildung werden durch die Sozialpartner ausverhandelt und sind bundesweit einheitlich. Weil die Höhe etwa alle 2 bis 3 Jahre an die Inflation angepasst wird, kann es sein, dass Du im Laufe Deiner Bankausbildung sogar etwas mehr bekommst.

Das reguläre Ausbildungsgehalt ist aber noch nicht alles. Viele Bank schütten für besondere Leistungen Prämien aus. Beispielsweise können Dir gute Noten bei der Zwischenoder Abschlussprüfung bares Geld einbringen!


Verdienst in der Ausbildung als Bankkaufmann

Wie läuft die Bankkaufmann-Ausbildung ab?

Struktur der Bank-Ausbildung

Die Bankkaufmann- bzw. Bankkauffrau-Ausbildung umfasst einen praktischen und einen berufsschulischen Teil. Häufig ist sie nach einem Blocksystem strukturiert: Bei einer 3-jährigen Ausbildungsdauer ist der Theorieunterricht in der Berufsschule auf insgesamt 6 Blöcke verteilt, die jeweils 6 Wochen dauern. Dazwischen arbeitest Du in Vollzeit zu den normalen Banköffnungszeiten in Deinem Ausbildungsbetrieb. Ist Deine Ausbildung zum Bankkaufmann auf 2 Jahre verkürzt, dann wird der Berufsschulunterricht meist auf 4 Blöcke komprimiert. Die Inhalte bleiben selbstverständlich gleich, Du musst also in kürzerer Zeit mehr Lernstoff bewältigen.

Nach dem ersten Ausbildungsjahr absolvierst Du eine Zwischenprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK). Die Abschlussprüfung am Ende Deiner Ausbildung als Bankkauffrau bzw. Bankkaufmann nimmt ebenfalls die IHK ab.

Praktische Ausbildung in der Bank

Je nach Ausbildungsbetrieb absolvierst Du Deine Ausbildung in der Bank in einer oder mehreren Niederlassungen. Du lernst dabei verschiedene Geschäftsbereiche kennen, wie etwa:

  • Privatkundengeschäft
  • Firmenkundengeschäft
  • Wertpapiergeschäft
  • Verwaltung und Backoffice (z.B. Controlling, Marketing, Kreditanalyse)
  • "New Banking" (Telefon- und Online-Banking)

Während Deiner Bankkaufmann-Ausbildung übernimmst Du laufend mehr Verantwortung, bis Du schließlich auch anspruchsvolle Aufgaben wie etwa Kredit-Geschäfte selbstständig abwickeln darfst.

1. Ausbildungsjahr

Meist beginnst Du Deine Ausbildung zum Bankkaufmann im Privatkundenbereich, wo Du das Führen einer Kasse erlernst und einfache Buchungen vornimmst. Dabei wirst Du sowohl am Schalter Kunden bedienen als auch Deine Kollegen im Backoffice-Bereich unterstützen. Folgende Aufgaben können auf Dich zukommen:

  • Ein- und Auszahlungen vornehmen
  • Überweisungen abwickeln
  • Beratungstermine vereinbaren und koordinieren
  • Geld wechseln
  • Einfache Bankprodukte verkaufen (z.B. Girokonten, Kreditkarten)
  • Kundentelefonate führen

2. und 3. Ausbildungsjahr

Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr darfst Du selbstständig Kundenberatungen durchführen und komplexere Bankprodukte wie etwa Kredite und Vorsorgeprodukte verkaufen. Darüber hinaus lernst Du anspruchsvolle Bereiche wie das Firmenkunden- und Wertpapiergeschäft kennen, wo es oft um große Geldsummen geht! Auch mit bankinternen Abläufen im Bereich der Verwaltung wirst Du Dich auseinandersetzen. Dazu zählt beispielsweise das Erstellen von Gewinn- und Verlustrechnungen oder Bilanzen.

Theoretische Ausbildung in der Berufsschule

In der Berufsschule erwartet Dich klassischer Schulunterricht mit Anwesenheitspflicht. Du bist während dieser Zeit von Deiner praktischen Arbeit im Ausbildungsbetrieb freigestellt. Genauso wie Du es aus Deiner "normalen" Schulzeit kennst, bekommst Du Hausaufgaben und musst in schriftlichen und mündlichen Klausuren Dein Wissen unter Beweis stellen. Das Lernpensum kann anspruchsvoll sein, vor allem wenn Du eine auf 2 Jahre verkürzte Bankkaufmann-Ausbildung absolvierst!

Prüfungen

Zwischenprüfung

Nach Deinem ersten Ausbildungsjahr gilt es die erste größere Hürde zu bewältigen: die Zwischenprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK). Diese Prüfung dient offiziell nur der "Ermittlung des Ausbildungsstandes". Selbst wenn Du sie mit der Note "ungenügend" abschließt, kannst Du Deine Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. Deine Bankkauffrau-Ausbildung normal fortsetzen. Trotzdem solltest Du die Zwischenprüfung nicht auf die leichte Schulter nehmen: Das Prüfungsergebnis kann Einfluss darauf haben, welche Aufgaben man Dir zutraut und ob Dich Dein Ausbildungsbetrieb später übernimmt.

Abschlussprüfung

Mit der Abschlussprüfung vor der IHK besiegelst Du Deine Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. Ausbildung als Bankkauffrau. Sie findet meist am Ende des letzten Theorieblocks der Berufsschule statt. Die Prüfung umfasst einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Der schriftliche Teil besteht aus einer Reihe von Multiple-Choice-Aufgaben, im mündlichen Teil wird unter anderem ein Kundengespräch simuliert. Ein sehr gutes Ergebnis bei der Abschlussprüfung kann ein Türöffner sein und Deine Chancen auf einen gut bezahlten Job maßgeblich erhöhen! Viele Banken honorieren ein gutes Abschneiden auch durch eine Prämienzahlung.

Welche Inhalte hat die Bankkaufmann-Ausbildung?

Der theoretische Teil der Bankkaufmann-Ausbildung umfasst einen berufsbezogenen und einen berufsübergreifenden Teil. Im berufsübergreifenden Teil hast Du allgemeinbildende Fächer wie:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Politik
  • Sozialkunde

Im berufsbezogenen Teil erwirbst Du umfassenden Hintergrundwissen über wirtschaftliche Zusammenhänge sowie über Datenverarbeitungssysteme, die in Deiner Bankkaufmann-Ausbildung eine zentrale Rolle spielen. Die Hauptfächer sind:

  • Allgemeine Wirtschaftslehre
  • Rechnungswesen
  • Bankbetriebslehre
  • Datenverarbeitung

In diesen Fächern wirst Du Dich unter anderem mit folgenden Themenbereichen auseinandersetzen:

  • Aufbau des Bankensystems
  • Nationaler und internationaler Zahlungsverkehr
  • Kontoführung
  • Verbraucher- und Datenschutz
  • Geld- und Vermögensanlagen
  • Privat- und Firmenkredite
  • Steuern
  • Baufinanzierungen

Wie sieht der Karrierepfad nach der Bankkaufmann-Ausbildung aus?

Um Deine Jobchancen musst Du Dir mit einer abgeschlossenen Bankkaufmann-Ausbildung bzw. Bankkauffrau-Ausbildung normalerweise keine Sorgen machen. Wenn Dein Ausbildungsbetrieb mit Dir zufrieden war, wird er Dich mit großer Wahrscheinlichkeit übernehmen - falls Du das möchtest. Nach Deiner Ausbildung zum Bankkaufmann kannst Du folgende Wege einschlagen:

  • Als Bankkaufmann arbeiten: Unmittelbar nach Deiner Bankkaufmann-Ausbildung bzw. Bankkauffrau-Ausbildung wirst Du in der Regel im operativen Tagesgeschäft Deiner Bank eingesetzt. Das heißt, Du betreust Kunden am Schalter, führst Beratungsgespräche durch und verkaufst Bankund Finanzprodukte wie Girokonten, Kredite oder Wertanlagen.
  • Berufliche Weiterbildungen absolvieren: Du hast größere Karriereambitionen? Nach einer abgeschlossenen Ausbildung als Bankkaufmann bieten sich verschiedene Fort- und Weiterbildungen an, die Deine Aufstiegs- und Karrierechancen erhöhen. Oft werden sie vom Arbeitgeber sogar ausdrücklich verlangt und auch finanziell gefördert. Zur Auswahl stehen Fortbildungen wie:
    • Fachwirt für Finanzberatung
    • Bankfachwirt
    • Sparkassenfachwirt
    • Bankbetriebswirt
  • Ein Studium aufnehmen: Falls Du nach Deiner Ausbildung zum Bankkaufmann vom Büffeln noch nicht genug hast, kannst Du auch ein Studium anhängen - entweder berufsbegleitend oder in Vollzeit. Damit stellst Du die Weichen für eine spätere Führungs- oder Fachkarriere.

Passt eine Bankkaufmann-Ausbildung zu mir?

Eine Bankkaufmann-Ausbildung bzw. Bankkauffrau-Ausbildung gilt als anspruchsvoll. Folgende persönliche Eigenschaften solltest Du mitbringen, damit Du an der Ausbildung auch Spaß hast:

Faible für Zahlen
Mathe muss zwar nicht Dein absolutes Lieblingsfach sein, sollte Dir aber keinesfalls Probleme bereiten.
Soziale Kompetenz
Als Bank-Mitarbeiter zählen Kundenkontakte zur Tagesordnung. Der Umgang mit Menschen sollte Dir also liegen.
Verkaufstalent
Ob Konten, Wertpapiere, Kredite oder Altersvorsorge - Deine Aufgabe ist es, Bankprodukte an den Mann bzw. an die Frau zu bringen.
Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein
Weil Du es oft mit hohen Geldsummen zu tun hast, können kleine Schlampereien große Folgen haben.
Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen
Um Deine Bankkaufmann-Ausbildung bzw. Bankkauffrau-Ausbildung mit Erfolg abzuschließen, brauchst Du auch eine solide Allgemeinbildung und solltest vor allem etwas von den wirtschaftlichen Hintergründen verstehen.
Gutes Auftreten
Geldgeschäfte sind Vertrauenssache. Als Bankberater kannst Du daher mit einem freundlichen, seriösen Auftreten punkten.
Englischkenntnisse
Im internationalen Bankgeschäft ist die Verkehrssprache Englisch. Vor allem für Karriere-Ambitionierte sind gute Englischkenntnisse ein Muss.
Ausbildungsdauer 
3 Jahre