Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Realschule
Ausbildungsgehalt 
1050
1
Freie Ausbildungsplätze als
Tierpfleger
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Seit Du denken kannst, liebst Du es, in den Zoo zu gehen? Tiere sind genau Dein Ding und machen Dir überhaupt keine Angst, selbst wenn sie so groß wie Elefanten oder so gefährlich wie Tiger sind? Perfekt, was hältst Du dann von einer Tierpfleger-Ausbildung? Wir erklären Dir, was Du in der Berufsschule lernst, wie viel Geld Du verdienst und ob Du wirklich für den Job geeignet bist.

Wo kann ich eine Tierpfleger-Ausbildung machen?

Wenn Du Dich für eine Ausbildung zum Tierpfleger entscheidest, dann hast Du die Wahl zwischen drei verschiedenen Schwerpunkten. Du kannst in der Forschung oder einer Klinik arbeiten, Du kannst Dich auf die Zootierpflege spezialisieren oder aber Deine Ausbildung in einem Tierheim oder einer Pensionstierpflege machen. Abhängig davon ist der Ort, an dem Du die meiste Zeit innerhalb Deiner Tierpfleger-Ausbildung verbringst.

Daneben besuchst Du zusammen mit den Azubis aus den anderen Fachrichtungen auch eine Berufsschule, in der Du die Theorie für Deinen Beruf lernst und außerdem ein paar allgemeinbildende Fächer belegst.

Deine Liebe zu Tieren teilst Du mit vielen anderen Menschen und so ist es kein Wunder, dass sich viele für eine Ausbildung zur Tierpflegerin begeistern. Damit Du auch wirklich einen tollen Arbeitsplatz bekommst, solltest Du Dich deshalb unbedingt so früh wie möglich für eine Stelle bewerben. Etwa ein Jahr vor Deinem Schulabschluss solltest Du damit beginnen, Ausbildungsplätze zu suchen und die ersten Bewerbungen zu schreiben. Freie Plätze findest Du in unserer Ausbildungsplatzbörse. Mit nur wenigen Klicks kannst Du hier genau die Stellen finden, die Deiner Vorstellung genau entsprechen. Schau doch am besten gleich mal dort vorbei.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Tierpfleger-Ausbildung?

Schulische Voraussetzungen

Wenn Du eine Ausbildung zum Tierpfleger machen möchtest, dann musst Du aus rechtlicher Sicht keinen bestimmten Schulabschluss mitbringen. Soweit die Theorie, doch in der Praxis verlangen viele Betriebe, dass ihre Azubis vorher mindestens einen Realschulabschluss oder noch besser das Abitur gemacht haben. Rund jeder zweite bringt einen mittleren Abschluss mit, jeder Dritte hat eine (Fach-)Hochschulreife. Dieses Verhältnis gilt mit kleinen Abweichungen für alle drei Fachrichtungen.

Wenn Du als Bonus noch gute Noten in den Naturwissenschaften und in Mathe mitbringst, kannst Du Dich noch einmal von den anderen Bewerbern absetzen. Denn um die Tiere zum Beispiel zu züchten, ist es wichtig, dass Du ein großes Interesse an Biologie mitbringst. Und wenn Du zum Beispiel die Futterrationen berechnen sollst, kann es auch nicht schaden, wenn Du die Grundrechenarten beherrschst.

Berufliche Voraussetzungen

Berufserfahrung ist keine vorgeschrieben, wenn Du eine Ausbildung zum Tierpfleger machen möchtest. Deine Chancen, mit Deiner Bewerbung zu überzeugen, erhöhst Du allerdings ganz gewaltig, wenn Du zum Beispiel in Deinen Schulferien ein entsprechendes Praktikum machst. Und das hat noch weitere Vorteile: Du kannst noch einmal genau überprüfen, ob Dir der Job wirklich so viel Spaß macht, wie Du glaubst und Du sammelst schon erste Berufserfahrung.

Sonstige Voraussetzungen

Wenn Du noch nicht volljährig bist, solltest Du Dir vom Arzt eine Bescheinigung über eine Erstuntersuchung holen.

Hast Du bereits eine erste Berufsausbildung gemacht, dann ist es vielleicht möglich, dass Du lediglich eine Umschulung zum Tierpfleger machst. Diese findet in Form eines Vollzeitlehrganges statt.

Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

Wie lange dauert die Tierpfleger-Ausbildung?

Deine Ausbildung zum Tiefpfleger hat die übliche Länge von drei Jahren. Wenn Du sie verkürzen möchtest, lautet die Bedingung, dass Du vorher einen hohen Schulabschluss gemacht hast und Deine Lehrer während der Ausbildung mit guten Noten beeindruckt hast. Einen Antrag auf die Verkürzung kannst Du gemeinsam mit Deinem Ausbilder bei der zuständigen Kammer stellen.

Je nach Bundesland hast Du übrigens auch die Möglichkeit, Dir einen berufsbildenden Bildungsgang, den Du vor der Ausbildung gemacht hast, auf die Ausbildungszeit anrechnen zu lassen.

Wie hoch ist das Gehalt in der Tierpfleger-Ausbildung?

Wie viel Du als Tierpfleger verdienst, hängt ganz davon ab, welchen Schwerpunkt Du für Deine Ausbildung wählst und vor allem, wo Du sie machst. Denn nicht in allen Regionen kannst Du ein gleich hohes Gehalt verdienen und auch die Tarifverträge unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.

Unsere Zahlen sind daher lediglich Richtwerte, trotzdem wollen wir Dir damit eine Vorstellung von Deinem zukünftigen Verdienst geben: Wenn Du beispielsweise als Tierpfleger im Öffentlichen Dienst arbeitest, dann kannst Du mit einem Gehalt zwischen 950 Euro im ersten und ca. 1.050 Euro Gehalt im dritten Lehrjahr rechnen.


Verdienst in der Ausbildung als Tierpfleger

Wie läuft die Tierpfleger-Ausbildung ab?

Weil es sich bei Deiner Tierpflegerin-Ausbildung um eine duale Ausbildung handelt, verbringst Du ungefähr die Hälfte der Zeit in der Berufsschule und die andere in Deinem Ausbildungsbetrieb. Der Wechsel kann entweder tageweise unter der Woche oder aber wochenweise im Block stattfinden. Während im Betrieb der praktische Umgang mit den Tieren im Vordergrund steht, lernst Du an der Berufsschule das theoretische Hintergrundwissen für Deinen Job. Was Du während Deiner Tierpfleger-Ausbildung genau lernst, hältst Du in einem Berichtsheft fest, das Dein Ausbilder regelmäßig kontrolliert. In der Berufsschule schreibst Du außerdem Tests und Klassenarbeiten.

Nachdem Du die Hälfte Deiner Tierpfleger-Ausbildung geschafft hast, absolvierst Du die schriftliche Zwischenprüfung. Und wenn Du alle drei Jahre geschafft hast, dann nimmst Du noch einmal an der Abschlussprüfung teil, die aus drei schriftlichen und einer mündlichen Prüfung besteht. Hast Du Dich für die Fachrichtung Tierheim und Tierpension entschieden, legst Du sogar vier schriftliche Prüfungen ab. Wenn Du alle Teile bestanden hast, darfst Du Dich staatlich anerkannter Tierpfleger nennen.

Weil die Berufsschule manchmal überregional organisiert wird, kann es sein, dass Du für die Zeit des Unterrichts an einem anderen Ort wohnen musst. Manchmal wirst Du dann in einem Internat untergebracht.

Welche Inhalte hat die Tierpfleger-Ausbildung?

Während Deiner Ausbildung zum Tierpfleger lernst Du, wie Du die Tiere richtig versorgst und betreust. Dabei ist am Anfang ganz egal, für welche Fachrichtung Du Dich entschieden hast, denn in den ersten beiden Jahren lernen alle Azubis ungefähr das Gleiche.

Deine betriebliche Ausbildung als Tierpfleger

Keine Sorge, in Deiner Ausbildung zum Tierpfleger musst Du nicht am ersten Tag schon ganz allein mit den Tieren klarkommen, sondern wirst nach und nach an den Umgang mit ihnen herangeführt. Deine Kollegen bringen Dir bei, wie die Tiere richtig gehalten, transportiert und gefüttert werden. Du lernst den Umgang mit den Tieren, während Du beispielsweise ihre Käfige säuberst und das Fell und die Krallen pflegst, ohne dass Du sie dabei verschreckst oder Du Dich selbst verletzt. Außerdem erfährst Du, worauf es bei der Aufzucht der Tiere ankommt. Du erkennst schon bald auffälliges Verhalten und wenn ein Tier krank ist. Und Du lernst, wie Du das Futter richtig zubereitest.

Deine schulische Ausbildung als Tierpfleger

Viele der Themen, die Du im Betrieb praktisch lernst, stehen auch in der Berufsschule auf Deinem Stundenplan, nur, dass Du sie hier eben theoretisch angehst. Außerdem paukst Du Betriebswirtschaft und lernst, wie betriebliche Abläufe geplant und durchgeführt werden. Auch die Dokumentation, Beurteilung und Präsentation von Arbeitsergebnissen steht hier auf dem Programm.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Tierpfleger-Ausbildung aus?

Wenn Du Deine Ausbildung zum Tierpfleger erst einmal abgeschlossen hast, kannst Du Dich auf verschiedenen Wegen weiter qualifizieren und Deiner Karriere einen Kick verpassen.

Spezialisierung

Wenn Du nach Deiner Ausbildung noch nicht genug vom Lernen hast, dann kannst Du mit zahlreichen Fortbildungen Dein Spezialwissen vertiefen. Dabei wird die gesamte Themenpalette angeboten: Von Tierpflege bis hin zu Tierzucht.

Weiterbildung zum Tierpflegemeister

Wenn Du Dir vorstellen kannst, in eine Leitungsposition aufzusteigen, dann könntest Du eine Fortbildung zum Tierpflegemeister machen. Diese bietet Dir das betriebswissenschaftliche Fundament, um Deinen eigenen Betrieb gründen und auch selbst Azubis ausbilden.

Studium

Hast Du Dein Abitur gemacht, dann könntest Du auch ein Studium aufnehmen. Dafür bieten sich beispielsweise Tiermedizin oder Biologie an, denn hier dürftest Du gegenüber Deinen Kommilitonen schon einen deutlichen Wissensvorsprung haben.

Selbstständigkeit

Du möchtest Deinen Traum vom eigenen Zoo oder einer Tierpension umsetzen? Auch diese Möglichkeit hast Du nach Deiner Ausbildung zum Tierpfleger – vorausgesetzt, Du hast eine Meisterprüfung abgelegt.

Passt eine Tierpfleger-Ausbildung zu mir?

Beobachtungsgeschick
Gerade, wenn Du mit gefährlichen Tieren arbeitest, ist es wichtig, dass Du ihre Reaktionen genau im Blick behältst.
Verantwortungsbewusstsein
In diesem Beruf trägst Du wirklich viel Verantwortung – einerseits für Dich und andererseits auch für die Tiere.
Spaß am Saubermachen
Tiere machen ständig Dreck. Wenn Dich das nicht stört und Du sogar noch Freude dabei hast, die Käfige rein zu halten, bist Du perfekt für diesen Job geeignet.
Körperliche Fitness
Manchmal musst Du die Tiere auch einfangen, dann bekommst Du ein kostenloses Sportprogramm.
Psychische Stabilität
Arbeitest Du in einer Klinik, dann wirst Du häufig mit kranken und toten Tieren konfrontiert. Und auch das Lebendfutter im Zoo ist nichts für schwache Nerven.
Durchsetzungsvermögen
Das kann schon mal notwendig sein, damit die Tiere auch auf Dich hören und machen, was Du von ihnen verlangst.
Feingefühl
Natürlich solltest Du dennoch nie grob mit den Tieren umgehen und Dich immer gut in sie hineinversetzen können.
Ausbildungsdauer 
3 Jahre