Einstiegsgehalt 
2.022
Durchschnittsgehalt 
2.976
Ausbildung 
Ausbildung
26
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Rettungsassistent
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Was ist ein Rettungsassistent?

Ein Rettungsassistent ist für die Erste Hilfe in Notfallsituationen verantwortlich – noch bevor der Notarzt eintrifft. Außerdem assistiert er bei der ärztlichen Akutversorgung, transportiert den Verletzten oder Erkrankten in eine Klinik und kümmert sich um den Rettungswagen. Seit 2014 wurde die Ausbildung zum Rettungsassistent durch die Ausbildung zum Notfallsanitäter abgelöst.

Was macht ein Rettungsassistent?

Als Rettungsassistent bzw. Rettungsassistentin bist Du bei medizinischen Notfällen als Erster am Einsatzort. Hier beurteilst Du den Gesundheitszustand von kranken, verletzten oder hilfsbedürftigen Menschen und wägst ab, ob der Notarzt kommen muss. Du leistest medizinische Erstversorgung, ggf. durch lebensrettende Sofortmaßnahmen. Außerdem sorgst Du für die Transportfähigkeit des Patienten und betreust ihn während der Fahrt im Rettungswagen. Sobald Du im Krankenhaus angekommen bist, übergibst Du den Patienten zur Weiterbehandlung. Anschließend reinigst und desinfizierst Du den Rettungswagen, füllst verbrauchte Medikamente wieder auf und schreibst Transportnachweise, Einsatzberichte und Notfallprotokolle.

Wie wird man Rettungsassistent?

Um als Rettungsassistent oder Rettungsassistentin arbeiten zu dürfen, brauchst Du eine abgeschlossene Rettungsassistent-Ausbildung, die seit Januar 2014 offiziell durch die Ausbildung zum Notfallsanitäter ersetzt worden ist. Letztere ist bundesweit einheitlich geregelt, dauert drei Jahre und wird an einer speziellen Berufsfachschule absolviert.

Voraussetzungen für die Rettungsassistent-Ausbildung

Für die Ausbildung als Rettungsassistent (heute Notfallsanitäter!) musst Du volljährig sein, einen Führerschein der Klasse B besitzen, ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintragung vorweisen können und mindestens einen mittleren schulischen Bildungsabschluss haben. Wer den Hauptschulabschluss hat, braucht zusätzlich eine mindestens zweijährige Berufsausbildung. Zu den weiteren Voraussetzungen zählt eine gewisse körperliche Fitness, die Du unter Umständen durch ein ärztliches Attest nachweisen musst. Meist werden Bewerber in speziellen Assessment-Centern zudem auf ihr Interesse an Medizin, ihre Konzentrationsfähigkeit, psychische Belastbarkeit, Teamfähigkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein hin überprüft.

Ablauf der Rettungsassistent-Ausbildung

Die frühere Ausbildung zum Rettungsassistent bestand aus einer einjährigen Schulphase und einem anschließenden praktischen Jahr an einer Lehr-Rettungswachstelle. Im Gegensatz dazu dauert die heutige Vollzeit-Ausbildung zum Notfallsanitäter drei Jahre und ist durch das Notfallsanitätergesetz geregelt. Der theoretische und praktische Unterricht findet an einer staatlich anerkannten Berufsfachschule statt. Die praktische Ausbildung wird überwiegend an einer Lehrrettungswache und in verschiedenen Abteilungen von Krankenhäusern durchgeführt – zum Beispiel in der Anästhesie- und OP-Abteilung, der Intensivmedizin und in der Geburtshilfe. Am Ende Deiner Ausbildung musst Du eine staatliche Abschlussprüfung bestehen, die einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil umfasst.

Inhalt der Rettungsassistent-Ausbildung

An der Berufsfachschule lernst Du vor allem die medizinischen Grundlagen für Deine zukünftige Arbeit. Gruppenarbeiten und Simulationen von Unfällen und Notsituationen nehmen einen großen Teil der Rettungsassistent-Ausbildung ein.

1. Jahr

Im ersten Ausbildungsjahr geht es vor allem darum, lebensbedrohliche Zustände zu erkennen, Gefahren am Unfallort abzuwehren und Maßnahmen der Ersten Hilfe durchzuführen. Du lernst, Notfallsituationen richtig einzuschätzen: Wie geht es dem Patienten? Was musst Du tun, um seinen Zustand zu verbessern und ihn zu stabilisieren? Ebenfalls auf Deinem Lehrplan: Wie bereitet man den Rettungswagen richtig vor und nach?

2. Jahr

Im zweiten Ausbildungsjahr lernst Du den kompletten Ablauf der Notfallhilfe kennen und assistierst schon bei realen Notfalleinsätzen. Außerdem lernst Du, wie Du mit dem Patienten, aber auch mit Angehörigen und Dritten kommunizierst, um sie zu beruhigen und bestmöglich zu unterstützen.

3. Jahr

Im dritten Jahr Deiner Rettungsassistent-Ausbildung arbeitest Du bereits selbstständig während der verschiedensten Einsätzen. Außerdem wirst Du auf Ausnahmesituationen wie Katastrophenfälle vorbereitet und erfährst, wie Du Dich in derartigen Sonderfällen zu verhalten hast.

Während Deiner kompletten Rettungsassistent-Ausbildung bist Du immer wieder bei Einsätzen der Notfallrettung dabei oder arbeitest in verschiedenen Abteilungen des Krankenhauses. Außerdem machst Du den Führerschein Klasse C1.

Ausbildungsplätze