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Inhalt11 Abschnitte
- Wie wird man Rettungsassistent?
- Wie lief die Ausbildung ab?
- Wie wird ein Rettungsassistent Notfallsanitäter?
- Darfst Du noch auf dem Rettungswagen arbeiten?
- Unterschied zu Rettungssanitäter und Notfallsanitäter
- Was macht ein Rettungsassistent?
- Was verdient ein Rettungsassistent?
- Wie sind die Berufsaussichten?
- Wie kannst Du Dich weiterbilden?
- Passt der Beruf zu Dir?
- Weiter zu Berufen im Rettungsdienst
Rettungsassistenten und Rettungsassistentinnen leisten im Rettungsdienst Erste Hilfe, bis der Notarzt da ist, assistieren ihm und bringen Patienten sicher in die Klinik. Seit 2015 wird der Beruf nicht mehr ausgebildet, Nachfolger ist der Notfallsanitäter.
Wie wird man Rettungsassistent?
Neu Rettungsassistent werden kannst Du nicht mehr: Das Gesetz für diese Ausbildung ist seit 2015 außer Kraft. Dieselbe Arbeit machst Du heute als Notfallsanitäter, nach einer bezahlten Ausbildung von 3 Jahren. Wer die Ausbildung bis Ende 2014 begonnen hatte, durfte sie noch abschließen. Neu anfangen kann seitdem niemand mehr, in keinem Bundesland. Das sind heute Deine Wege in den Rettungsdienst:
Der Nachfolger: Notfallsanitäter
Der Notfallsanitäter hat 2014 den Rettungsassistenten abgelöst. Die Ausbildung dauert ein Jahr länger, wird bezahlt und verbindet Schule und Praxis enger. Alles zum Weg steht im Artikel Notfallsanitäter.
Der schnelle Einstieg: Rettungssanitäter
Willst Du schnell im Rettungsdienst mitfahren, ist der Rettungssanitäter der kürzeste Weg. Er ist kein Ausbildungsberuf, sondern ein Lehrgang, den jedes Land selbst regelt. Mehr dazu im Artikel Rettungssanitäter.
Du bist schon Rettungsassistent?
Deine Erlaubnis verliert ihre Gültigkeit nicht. Was sich geändert hat, ist der Weg zum Notfallsanitäter und die Frage, wo Du den Patienten im Rettungswagen noch betreuen darfst.

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Wie lief die Ausbildung zum Rettungsassistenten ab?
Die Ausbildung dauerte 2 Jahre: ein Jahr Lehrgang an einer Rettungsdienstschule mit staatlicher Prüfung, danach ein Jahr Praktikum auf einer Lehrrettungswache. Mehr zur Ausbildung und zu freien Plätzen im Rettungsdienst steht im Artikel Rettungsassistent-Ausbildung.
Quellen: Rettungsassistentengesetz §§ 4 und 7; BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit (Archiv, Datenstand 06.12.2014)
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Wie wird ein Rettungsassistent Notfallsanitäter?
Heute nur noch über die Ausbildung zum Notfallsanitäter. Die zuständige Behörde kann Deine Ausbildung als Rettungsassistent darauf anrechnen, wenn Du das beantragst. Bis Ende 2023 gab es einen kürzeren Weg, abhängig von der Berufserfahrung. So sah er aus:
| Berufserfahrung | Weg bis Ende 2023 |
|---|---|
| ab 5 Jahre | direkt zur Ergänzungsprüfung ohne weitere Ausbildung |
| 3 bis 5 Jahre | 480 Stunden Ausbildung danach die Ergänzungsprüfung |
| unter 3 Jahre | 960 Stunden Ausbildung danach die Ergänzungsprüfung |
Quelle: Notfallsanitätergesetz § 32 Abs. 2, Frist zehn Jahre nach Inkrafttreten am 1. Januar 2014
Darfst Du als Rettungsassistent noch auf dem Rettungswagen arbeiten?
Ja, aber mit Fristen: In NRW und Niedersachsen muss ab 2027 ein Notfallsanitäter den Patienten im Rettungswagen betreuen. Sachsen-Anhalt lässt Rettungsassistenten noch bis Ende 2031 zu. Wer im Rettungswagen den Patienten betreuen muss, regelt jedes Land in seinem Rettungsdienstgesetz. Drei Beispiele mit festen Fristen:
| Land | Was gilt |
|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | Funktion endet am 31.12.2026 danach übernimmt der Notfallsanitäter. Fahren darfst Du den Wagen in der Notfallrettung weiter. |
| Niedersachsen | Rettungswagen bis 31.12.2026 Das Notarzt-Einsatzfahrzeug darf laut Gesetz weiter ein Rettungsassistent besetzen. |
| Sachsen-Anhalt | bis 31.12.2031 Rettungsassistenten dürfen bis dahin anstelle eines Notfallsanitäters arbeiten. |
Quellen: Rettungsgesetz NRW § 4 Abs. 3, 4 und 7; Niedersächsisches Rettungsdienstgesetz § 10 Abs. 2 (Fassung vom 14.05.2024); Rettungsdienstgesetz Sachsen-Anhalt § 49 Abs. 2a; Stand Oktober 2026.
Was ist der Unterschied zwischen Rettungsassistent, Rettungssanitäter und Notfallsanitäter?
Rettungssanitäter machen einen Lehrgang von 520 Stunden, Rettungsassistenten hatten eine 2-jährige Ausbildung, Notfallsanitäter haben eine 3-jährige. Nur den Rettungsassistenten bildet heute niemand mehr aus. Der Rettungsassistent steht in der Mitte: Seine Ausbildung war länger als der Lehrgang zum Rettungssanitäter und kürzer als die zum Notfallsanitäter. So unterscheiden sich die drei:
| Rettungsassistent | Notfallsanitäter | |
|---|---|---|
| Dauer | 2 Jahre, 2.800 Stunden | 3 Jahre, 4.600 Stunden |
| Heute | keine neue Ausbildung seit 2015 | der übliche Weg |
| Zugang | 18 Jahre und Hauptschulabschluss | mittlerer Schulabschluss oder Hauptschule plus Ausbildung |
| Geld | Schulteil unbezahlt, Praktikumsjahr bezahlt | Vergütung in allen 3 Jahren |
| Medikamente | bestimmte, im Rahmen der Notkompetenz | bei Lebensgefahr eigenverantwortlich, wenn erlernt |
| Gehalt | 4.175 € im Mittel | 4.814 € im Mittel |
Rettungssanitäter zum Vergleich: 520 Stunden, Hauptschulabschluss, keine Vergütung, Gehalt 4.175 € im Mittel. Quellen: Rettungsassistentengesetz §§ 4, 5, 7; Notfallsanitätergesetz §§ 2a, 5, 8, 15; BERUFENET (Archiv 2014); Gehalt: Statistisches Bundesamt.
Was macht ein Rettungsassistent?
Rettungsassistenten versorgen Menschen im Notfall, bis ein Arzt übernimmt, machen sie transportfähig und überwachen Atmung und Kreislauf auf dem Weg in die Klinik. Ist der Notarzt da, assistierst Du ihm. Auf der Wache oder in der Leitstelle nimmst Du auch Notrufe an und koordinierst Einsätze.
Quelle: BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit, Rettungsassistent/in (Archiv, Datenstand 06.12.2014)
Was durften Rettungsassistenten?
Wo arbeitet ein Rettungsassistent?
Wozu rückt der Rettungsdienst aus?
Rund 36.000 Einsätze fährt der Rettungsdienst in Deutschland jeden Tag. Gut 6 von 10 sind Notfälle, die übrigen Krankentransporte.
Wie sind die Arbeitszeiten?
Du arbeitest im Schichtdienst, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen, oft mit Bereitschaftsdienst. Wartest Du auf der Wache auf den Alarm, zählt das nur teilweise als Arbeitszeit. Darum darf eine Woche im Rettungsdienst länger sein als die üblichen 39 Stunden im öffentlichen Dienst.
Was verdient ein Rettungsassistent?
Als Rettungsassistent verdienst Du im Mittel 4.175 € brutto im Monat. Einstieg, Netto, Zulagen und Gehalt nach Bundesland findest Du im Artikel Rettungsassistent-Gehalt.
Wie sind die Berufsaussichten?
Gut: Die Bundesagentur für Arbeit zählt die Fachkräfte im Rettungsdienst seit Jahren zu den Engpassberufen. Eine freie Stelle bleibt im Mittel 89 Tage offen. Viele Arbeitgeber schreiben ihre Stellen für Notfallsanitäter und Rettungsassistenten gemeinsam aus. Bedenke aber die Fristen: Wo die Länder den Notfallsanitäter auf dem Rettungswagen vorschreiben, ist die Weiterbildung Dein sicherster Schritt.
Wie kannst Du Dich weiterbilden?
Der wichtigste Schritt ist die Ausbildung zum Notfallsanitäter. Daneben stehen Dir Führung, Leitstelle, Hygiene und ein Studium offen.
| Richtung | Was Du machst und was Du brauchst |
|---|---|
| Notfallsanitäter | Du wirst Fachkraft mit den meisten Befugnissen Ausbildung, auf Antrag verkürzt |
| Organisatorischer Leiter | Du koordinierst Einsätze mit vielen Verletzten Die Johanniter in Leipzig nehmen Rettungsassistenten auf, 2 Blöcke zu je 3 Tagen. |
| Leitstelle | Du nimmst Notrufe an und schickst die Wagen los In Sachsen brauchst Du dafür zusätzlich eine Feuerwehrlaufbahn und einen Disponentenlehrgang. |
| Desinfektor | Du sorgst für Hygiene in Fahrzeugen und Räumen in NRW mindestens 130 Stunden |
| Management | Du übernimmst Verwaltung und Führung etwa als Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen oder Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen |
| Praxisanleiter | Du bildest Azubis auf der Wache aus früher Lehrrettungsassistent, heute nur mit der Erlaubnis als Notfallsanitäter, 2 Jahren Erfahrung und 300 Stunden Pädagogik |
Quellen: Johanniter-Akademie Leipzig, Sächsische Landesrettungsdienstplanverordnung, Desinfektoren-Verordnung NRW, BERUFENET (Archiv 2014), Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäter § 3.
Quellen: hochschulstart.de (Leitfaden Humanmedizin 2026/27), BERUFENET (Archiv 2014), Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung, Stand Oktober 2026
Passt der Beruf zu Dir?
Im Rettungsdienst hilfst Du Menschen in ihrer schlimmsten Lage. Du brauchst einen klaren Kopf, Kraft und Mitgefühl. Willst Du heute in den Beruf, führt Dich der Weg über den Notfallsanitäter. Gute Gründe, statt Rettungsassistent Notfallsanitäter zu werden: Du wirst schon in der Ausbildung bezahlt und darfst später mehr selbst entscheiden.
Was solltest Du mitbringen?
- in Notfällen schnell entscheidest und dabei sorgfältig bleibst
- ruhig bleibst, wenn Zuschauer oder Angehörige aufgeregt sind
- Patienten heben und tragen kannst, auch gebückt oder auf Knien
- Dich in Schmerz und Angst anderer Menschen einfühlen kannst
- gern im Team mit Kollegen und Notärzten arbeitest
- Schichten in der Nacht und am Wochenende in Kauf nimmst
- Dich vor Blut, Wunden oder Ausscheidungen ekelst
- schwere Verletzungen und Tod schlecht verarbeitest
- lieber drinnen arbeitest als draußen bei jedem Wetter
- ungern Verantwortung für andere übernimmst
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