Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Realschule
Ausbildungsgehalt 
1041
2
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Operationstechnischer Assistent
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OTA ist die Kurzform für „Operationstechnischer Assistent“. Operationstechnische Assistenten und Assistentinnen sind für die Betreuung von Patienten vor und nach Operationen zuständig, bereiten Operationseinheiten vor und assistieren im OP bei Eingriffen. Du interessierst Dich für eine Ausbildung als Operationstechnische Assistentin? Dann lies weiter und erfahre, welchen Schulabschluss Du für die Ausbildung als OTA in der Tasche haben solltest, was Du während der OP-Assistentin-Ausbildung verdienst und welche Karriereoptionen Du nach erfolgreich abgeschlossener OTA-Ausbildung hast.

Wo kann ich eine OTA-Ausbildung machen?

Bei der OTA-Ausbildung handelt es sich um eine schulische Ausbildung, die bundesweit einheitlich geregelt ist und die Du an entsprechenden Berufsfachschulen machen kannst.

Hast Du die Ausbildung zur OTA erfolgreich hinter Dich gebracht, kannst Du Dich zum Beispiel bei den folgenden Einrichtungen und Betrieben um eine Anstellung bewerben:

  • in Krankenhäusern und Fach- oder Universitätskliniken
  • in ambulanten Operationszentren

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine OTA-Ausbildung?

  • mindestens Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer Berufsausbildung mit einer Mindestdauer von zwei Jahren
  • besser Realschulabschluss
  • ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
  • Polizeiliches Führungszeugnis (nur an manchen Schulen)

Die besten Voraussetzungen für eine Operationstechnischer Assistent-Ausbildung hast Du, wenn Du einen Realschulabschluss in der Tasche hast, doch auch ein Hauptschulabschluss ist kein Ausschlusskriterium für die OTA-Ausbildung - zumindest dann, wenn Du nach dem Abschluss der Hauptschule bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hast. Um welche Art der Ausbildung es sich dabei handelt, spielt keine Rolle – unter der Voraussetzung, dass sie über mindestens zwei Jahre ging. Es ist allerdings vollkommen egal, ob Du die Ausbildung in einem gesundheitlichen Sektor absolviert oder beispielsweise einen künstlerischen oder technischen Beruf erlernt hast. Eine medizinische Vorbildung kann bei der Bewerbung um einen Platz für die Operationstechnischer Assistent-Ausbildung allerdings durchaus ein kleiner Pluspunkt sein! Selbstverständlich kannst Du Dich auch mit Abitur oder Fachabitur um einen Ausbildungsplatz als OTA bewerben.

Daneben gibt es mitunter weitere Voraussetzungen, die Du erfüllen musst, wenn Du eine Ausbildung zur OTA anstrebst. Dazu gehört zum Beispiel, dass Du ein ärztliches Attest über Deine gesundheitliche Eignung für den Beruf vorlegen musst. Dieser Nachweis muss grundsätzlich von einem Arzt ausgestellt worden sein und bereits bei der Bewerbung um eine OTA-Ausbildung zusammen mit den restlichen Bewerbungsunterlagen eingereicht werden.

Manche Berufsfachschulen wollen von Ihren potenziellen Schülern ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis sehen, bevor sie jemanden zur OTA-Ausbildung zulassen. Für den Fall, dass Du vorbestraft bist, kann das bedeuten, dass Du nicht zur Ausbildung als Operationstechnische Assistentin zugelassen wirst.

Die genauen Zulassungsvoraussetzungen können sich jedoch von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. So musst Du zum Beispiel in Sachsen-Anhalt mindestens die Note 3 in sämtlichen naturwissenschaftlichen Fächern vorweisen können. Aus diesem Grund solltest Du Dich vor Deiner Bewerbung bei Deiner Wunschschule darüber informieren, welche Voraussetzungen im Einzelnen gelten und welche Bewerbungsunterlagen Du einreichen musst.

Wie lange dauert die OTA-Ausbildung?

  • Vollzeit: 3 Jahre
  • Teilzeit: 5 Jahre

Es gibt zwei verschiedene Optionen, eine OTA-Ausbildung an einer Berufsfachschule zu machen: einmal in Vollzeit und einmal in Teilzeit. Fällt Deine Entscheidung auf eine Vollzeit-Ausbildung, bei der Du den Fokus auf die Ausbildung als Operationstechnische Assistentin legst, benötigst Du im Normalfall drei Jahre dafür.

Bei der Teilzeit-Ausbildung hingegen hast Du die Möglichkeit, nur halbtags zur Berufsfachschule zu gehen und in der restlichen Zeit einer anderen Arbeit nachzugehen oder Dich Deinen Freizeitaktivitäten und Hobbys zu widmen. Dafür musst Du dann allerdings auch fünf Jahre für Deine OTA-Ausbildung veranschlagen.

Für welchen der beiden Wege Du Dich entscheidest, ist vollkommen Dir überlassen. Nachteile entstehen Dir nicht, wenn Du Dich für eine OTA-Ausbildung in Teilzeit entscheidest und dementsprechend etwas länger benötigst als Auszubildende, die sich für die Vollzeitausbildung entscheiden.

Wie hoch ist das Gehalt in der OTA-Ausbildung?

  • Monatliche Vergütung: circa 900 Euro brutto

Azubis, die während der OTA-Ausbildung bei einer Einrichtung des öffentlichen Dienstes oder einer Einrichtung von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, arbeiten, erhalten im Schnitt monatlich 931 Euro während des ersten Lehrjahrs, 991 Euro Ausbildungsgehalt pro Monat im zweiten Jahr der Ausbildung und 1041 Euro Monatsgehalt im dritten und letzten Jahr der OTA-Ausbildung.

Absolvierst Du die an einer öffentlichen Schule, musst Du während Deiner Zeit dort kein Schulgeld zahlen. Die Operationstechnischer Assistent-Ausbildung wird allerdings auch an auf den Berufszweig spezialisierten Privatschulen angeboten, für deren Besuch im Regelfall ein monatliches Entgelt zu entrichten ist.

Unter Umständen hast Du die Möglichkeit, während Deiner Ausbildung spezielles Schüler-BAföG zu erhalten. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Du Deine praktischen Tätigkeiten bei einem Dienst verrichtet, der Dir nur ein sehr geringes Ausbildungsgehalt, das unterhalb der tariflich üblichen Leistungen liegt, bezahlen kann.


Verdienst in der Ausbildung als OTA

Wie läuft die OTA-Ausbildung ab?

Die schulische OTA-Ausbildung ist aufgeteilt in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Während der Theorieteil überwiegend in der Schule stattfindet, lernst Du die praktischen Tätigkeiten in Krankenhäusern und Fach- oder Universitätskliniken oder aber in ambulanten Operationszentren kennen. Diese arbeiten im Regelfall eng mit Deiner Schule zusammen und sind auf das Ausbilden von OTA-Kräften spezialisiert. Die Ausbildung hat eine Gesamtdauer von 4600 Stunden, die sich auf unterschiedliche Fachbereiche verteilen.

Theorie- und Praxisunterricht an der Berufsfachschule (insgesamt 1600 Stunden):

  • Lernbereich I - Kernaufgaben der Operationstechnischen Assistenten/Assistentinnen (OTA): 242 Stunden
  • Lernbereich II - Spezielle Aufgaben der OTA: 893 Stunden
  • Lernbereich III - Ausbildungs- und Berufssituationen von OTA: 144 Stunden
  • Lernbereich IV - Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen: 161 Stunden
  • Zur freien Verfügung: 160 Stunden

Praxisausbildung in genehmigten Krankenhäusern, Fach- und Universitätskliniken oder ambulanten Operationszenten (insgesamt 3000 Stunden):

  • Pflichtfachgebiete:
    • Viszerale Chirurgie: 500 Stunden
    • Traumatologie oder Orthopädie: 500 Stunden
    • Gynäkologie oder Urologie: 200 Stunden
  • Wahlpflichtfachgebiete:
    • Weitere chirurgische Fachgebiete, z.B. Gefäßchirurgie, Augenchirurgie, HNO, Thoraxchirurgie, Neurochirurgie: 600 Stunden
  • Weitere Pflichteinsatzgebiete:
    • Ambulanz/Notfallaufnahme: 250 Stunden
    • Zentralsterilisation: 120 Stunden
    • Endoskopie: 200 Stunden
    • Anästhesie: 150 Stunden
    • Pflegepraktikum auf einer Station eines chirurgischen Fachgebietes: 100 Stunden
    • Zur Verteilung auf die vorgenannten Bereiche: 380 Stunden

Abschlussprüfung

Am Ende der Ausbildung steht selbstverständlich eine Abschlussprüfung an. Um überhaupt eine Zulassung zu der Abschlussprüfung zu bekommen, musst Du in jedem Fall einen schriftlichen Nachweis über die von Dir besuchten Schulstunden vorlegen können. Die Abschlussprüfung der OTA-Ausbildung selbst besteht aus einem schriftlichen Teil und einen praktischen Teil. Während der schriftliche Teil sehr ähnlich abläuft wie eine Klausur, wie Du sie bereits aus der Schule kennst, stellst Du Dich während dem praktischen Teil der Abschlussprüfung einem speziellen Komitee, das Dir verschiedene praktische Aufgaben stellt und Dich für die Durchführung dieser bewertet. Bestehst Du Deine Abschlussprüfung, darfst Du Dich endlich Operationstechnischer Assistent oder Operationstechnische Assistentin nennen!

Welche Inhalte hat die OTA-Ausbildung?

Theorie- und Praxisunterricht an der Berufsfachschule

Während der Schulunterrichts an der Berufsfachschule lernst Du unter anderem die folgenden Aufgaben fachgerecht auszuführen:

Im Lernbereich I - Kernaufgaben der Operationstechnischen Assistenten und Assistentinnen:

  • Hygienisches Arbeiten und Vorbereitung, Bedienung und Nachbereitung von medizinisch-technische Geräten
  • Fachkundige Begleitung und Betreuung von Patienten
  • Planung und strukturierte Ausführung von Springertätigkeiten
  • Einleitung von Maßnahmen in Krisen und Katastrophensituationen

Im Lernbereich II - Spezielle Aufgaben der Operationstechnischen Assistenten und Assistentinnen:

  • Planung und strukturierte Ausführung von Instrumentiertätigkeiten in den verschiedenen operativen Fachgebieten
  • Assistenz bei der Diagnostik und Therapie in der Ambulanz/Notfallaufnahme sowie im Tätigkeitsfeld Endoskopie
  • Aufbereitung von Medizinprodukten im Tätigkeitsfeld der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA)
  • Mitwirkung im Tätigkeitsfeld Anästhesie

Im Lernbereich III - Ausbildungs- und Berufssituationen von Operationstechnischen Assistenten und Assistentinnen:

  • Entwicklung und Erlernen von beruflichem Selbstverständnis
  • Reflexion von beruflichen Anforderungen
  • Zusammenarbeit in Gruppen und Teams

Im Lernbereich IV - Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen:

  • Ausrichtung von beruflichem Handeln an rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Qualitätskriterien
  • Gestaltung von beruflichem Handeln im gesellschaftlichen Kontext

Daneben wirst Du selbstverständlich auch in allgemeinbildenden Fächern unterrichtet, darunter unter anderem in den Dir aus der Mittelstufe bekannten Fächern:

  • Deutsch
  • Wirtschaftskunde
  • Sozialkunde

Praxisunterricht im Betrieb

Der Praxisunterricht findet in der Regel in einem Krankenhaus, einer Fach- oder Universitätsklinik oder aber in einem ambulanten Operationszentrum statt. Dort werden nicht nur die im Unterricht erlernten Kenntnisse vertieft, sondern Du lernst auch, diese korrekt in die Praxis umzusetzen.

Wie sieht der Karrierepfad nach der OTA-Ausbildung aus?

Nach erfolgreichem Abschluss der OTA-Ausbildung stehen Dir unterschiedliche Wege offen, mit deren Hilfe Du Deine Karriere nachhaltig vorantreiben kannst. So hast zum Beispiel die Wahl zwischen einer Anpassungsweiterbildung, die Dir dabei hilft, Dein berufliches Wissen auf dem neusten Stand zu halten und an neue Entwicklungen innerhalb Deiner Branche anzupassen und einer Aufstiegsweiterbildung, die Du unbedingt dann wählen solltest, wenn Du nach Deiner Ausbildung gerne in einer Führungsposition arbeiten oder mehr Geld verdienen möchtest als Deine Kollegen im OP.

Im Bereich der Anpassungsweiterbildung stehen Dir nach der abgeschlossenen Ausbildung beispielsweise die folgenden Möglichkeiten offen:

  • Medizinisch-Technische-Assistenz
  • Fachpflege im Operationsdienst
  • Medizinische Dokumentation
  • Hygiene im Gesundheitsbereich

Entscheidest Du Dich hingegen anstelle der Anpassungsweiterbildung für eine Aufstiegsweiterbildung, kannst Du beispielsweise aus einer der folgenden Optionen wählen:

  • Kaufmännische Weiterbildung zum Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen
  • Kaufmännische Weiterbildung zum Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen
  • Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger im Bereich Operations-/Endoskopiedienst
  • Weiterbildung zum Fachkinderkrankenpfleger im Bereich Operations-/Endoskopiedienst
  • Weiterbildung zum Praxisanleiter für Pflegeberufe
  • Studium Medizinische Assistenz
  • Studium Gesundheitsmanagement/-ökonomie
  • Studium Humanmedizin

Passt eine OTA-Ausbildung zu mir?

Du möchtest eine OTA-Ausbildung anfangen, bist Dir aber unsicher, ob Du den notwendigen Voraussetzungen und Anforderungen dafür entsprichst? Wenn Du die folgenden „soft skills“ mitbringst, klappt es ganz bestimmt!

Psychische Stabilität
Dein Job kann mitunter ganz schön stressig und nervenaufreibend werden. Um als OTA arbeiten zu können, solltest Du also unbedingt psychisch stabil genug sein, um auch mit belastenden Situationen umgehen zu können.
Sorgfältige Arbeitsweise
Auch wenn Du „nur“ assistierst: Der kleinste Fehler kann ein Menschenleben kosten. Deshalb ist es unabdingbar, dass Du eine sorgfältige Arbeitsweise an den Tag legst.
Einfühlungsvermögen (Empathie)
Du betreust Patienten vor und nach operativen Eingriffen. Viele von ihnen sind aufgeregt und nervös, vielleicht sogar ängstlich. Mit viel Einfühlungsvermögen schaffst Du es, den Patienten Sicherheit zu vermitteln und gibst Ihnen das Gefühl, bei Dir und dem behandelnden Arzt richtig aufgehoben zu sein. Daneben beantwortest Du ihnen offene Fragen und erklärst, wenn notwendig, die einzelnen Schritte des Eingriffs noch mal.
Ausbildungsdauer 
3 Jahre