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Passt das zu mir?
Du interessierst Dich für einen Job mit Zukunft, bei dem Du Dein technisches Verständnis und Dein handwerkliches Geschick miteinander vereinen kannst? Dann ist vielleicht eine Ausbildung zum Mechatroniker genau das Richtige für Dich. Bei uns erhältst Du alle wichtigen Infos zur Mechatroniker-Ausbildung, darunter wie Du an einen Ausbildungsplatz kommst, welche verschiedenen Möglichkeiten es im Bereich der Mechaniker-Ausbildung gibt, wie es für Dich nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Mechaniker weitergehen kann und natürlich, wie Du auch als Quereinsteiger Fuß in dieser Branche fassen kannst.
Wo kann ich eine Mechatroniker-Ausbildung machen?
Die Ausbildung zum Mechatroniker kann in Deutschland als duale Ausbildung oder als Schulung per Fernlehrgang erfolgen. Bei der dualen Ausbildung besuchst Du einerseits eine spezielle Fachschule, an der Du theoretische Inhalte zum Beruf vermittelt bekommst und erwirbst andererseits in einem Ausbildungsbetrieb die praktischen Kenntnisse, die für die Ausübung des Berufs vonnöten sind. Die folgenden Arten von Betrieben bieten im Regelfall eine Ausbildung zum Mechaniker an:
- Betriebe des Maschinen- und Anlagenbaus
- Betriebe der Automatisierungstechnik
- Betriebe des Fahrzeug-, Luft- oder Raumfahrzeugbaus
- Betriebe der Medizintechnik
Ausbildungsplätze in unserer Jobbörse
Freie Plätze für die Mechaniker-Ausbildung findest Du auch mit Hilfe unserer Online-Jobbörse.
Auch in Fernlehrgängen kannst Du Dich zum staatlich geprüften Mechatroniker ausbilden lassen. Dort erlernst Du nicht nur theoretisches Wissen anhand von Dir zur Verfügung gestelltem Studienmaterial in Form von Studienheften oder Software, sondern nimmst auch an praxisbezogenen Seminaren teil, bei denen Du beispielsweise den Umgang mit mechatronischen Systemen, Robotern oder auch aktueller Automatisierungstechnik trainierst.
Empfohlene Fernlehrgänge
Kommt für Dich eher ein Fernlehrgang in Frage als eine duale Ausbildung? Dann schau Dich bei den von uns empfohlenen Fernlehrgängen um und finde die passende Schulungseinrichtung für Deine Ausbildung zum Mechatroniker.
Staatl. gepr. Techniker/in (Bachelor Professional in Technik) der Fachrichtung Mechatronik
- Dauer: 42 Monate
- Beginn: jederzeit
- Fernlehrgang
- Dauer: 42 Monate
- Beginn: jederzeit
- Fernlehrgang
- Dauer: 30 Monate
- Beginn: jederzeit
- Fernlehrgang
- Dauer: 30 Monate
- Beginn: jederzeit
- Fernlehrgang
Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Mechatroniker-Ausbildung?
Schulische Zugangsvoraussetzungen für die Mechatroniker-Ausbildung
- Mittlere Reife (Realschulabschluss)
Rein rechtlich gesehen ist kein bestimmter Schulabschluss nötig, um eine Ausbildung zum Mechatroniker absolvieren zu können. Die Ausbildungsbetriebe stellen jedoch überwiegend Personen ein, die einen Realschulabschluss vorweisen können. Mit guten Noten in Mathematik, Informatik, Physik oder Technik hast Du aber auch mit einem Hauptschulabschluss Chancen auf einen Ausbildungsplatz.
Berufliche Zugangsvoraussetzungen für die Mechatroniker-Ausbildung
Für die duale Ausbildung zum Mechatroniker sind keine beruflichen Vorkenntnisse nötig. Du kannst also auch als blutiger Anfänger Fuß in dieser Branche fassen.
Interessierst Du Dich jedoch für eine Ausbildung per Fernlehrgang, kann es sein, dass Du berufliche Vorkenntnisse nachweisen musst, um zum Lehrgang zugelassen zu werden. Dabei kann es sich um Praktika oder andere berufliche Vorerfahrung in den folgenden Bereichen handeln:
- Elektrotechnik
- Maschinenbau
- Metalltechnik
- Mechatronik
- Informatik
Weitere Zugangsvoraussetzungen für die Mechatroniker-Ausbildung
Teilweise wird für die Ausbildung zum Mechatroniker ein Mindestalter von 16 Jahren vorausgesetzt.
Die Zulassungsvoraussetzungen können je nach Bundesland, Ausbildungsbetrieb oder Fernlehrgang variieren. Am besten informierst Du Dich direkt bei Deinem Wunschbetrieb oder Deinem präferierten Fernlehrgangsanbieter, was die genauen Zugangsvoraussetzungen sind und welche Unterlagen Du für eine erfolgreiche Bewerbung um einen Ausbildungsplatz einreichen musst.
Eine abgeschlossene Berufsausbildung als Mechatroniker wird dann in jedem Bundesland gleichermaßen anerkannt, ganz egal, wo und wie Du Deinen Abschluss erlangt hast.
Ein wichtiger Statuspunkt der Ausbildung: Mechatroniker gelten im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften als Elektrofachkräfte. Als Elektrofachkraft im Sinne der Unfallverhütungsvorschrift (DGUV Vorschrift 3) gilt, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann. Dieser Status greift im typischen Tätigkeitsumfeld der Mechatroniker: bei der Montage und Instandhaltung mechatronischer Komponenten und Systeme, sei es bei Herstellern im Anlagen- und Maschinenbau, bei Systembetreibern oder in Servicebereichen und bei Dienstleistern verschiedenster Branchen.
Ausbildungsanfänger / innen 2021 (in %)
Wie lange dauert die Mechatroniker-Ausbildung?
- Richtwert: 2 bis 4 Jahre (Vollzeit)
- Normal: 3,5 Jahre (Vollzeit)
- Verkürzt: 2 Jahre (Vollzeit)
- Verlängert: 4 Jahre (Vollzeit)
Als Richtwert für die Ausbildung als Mechatroniker gelten 2 bis 4 Jahre. Die Ausbildung wird grundsätzlich in Vollzeit absolviert, nur als Fernlehrgang ist eine Mechatroniker-Ausbildung auch in Teilzeit möglich.
Die klassische duale Vollzeit-Ausbildung zum Mechatroniker dauert im Regelfall 3,5 Jahre, kann aber auch verkürzt oder, wenn nötig, vom Ausbildungsbetrieb verlängert werden.
Die verschiedenen Möglichkeiten, die abhängig von den Regelungen der einzelnen Bundesländer zu einer Verkürzung der Ausbildungszeit berechtigen, sind:
- Fachabitur
- Einschlägige, vorherige Berufstätigkeit
- Abgeschlossene Berufsausbildung in einem fachverwandten Bereich
Wie stark sich die Ausbildung verkürzen lässt, hängt von Deiner Vorbildung ab: Mit Abitur oder Fachhochschulreife ist eine Verkürzung um bis zu 12 Monate möglich, mit mittlerer Reife um bis zu 6 Monate. Auch eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium können eine Verkürzung um bis zu 12 Monate ermöglichen, ebenso ein Alter über 21 Jahre. Bei überdurchschnittlichen Leistungen mit einem Notendurchschnitt besser als 2,49 kannst Du außerdem eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung beantragen. So kommst Du auf eine verkürzte Ausbildungsdauer von rund 3 Jahren.
Die Ausbildung per Fernlehrgang dauert je nach Institut zwischen 30 und 42 Monaten.
Wie hoch ist das Gehalt in der Mechatroniker-Ausbildung?
- Fernlehrgang: keine Vergütung
- Duale Ausbildung: Ø 1.345 € pro Monat
Entscheidest Du Dich für eine Ausbildung per Fernlehrgang, erhältst Du noch keine Ausbildungsvergütung als Mechatroniker. Geld bekommst Du dann erst, wenn Du Deine Ausbildung fertig abgeschlossen hast und ins Berufsleben eingestiegen bist.
Fällt Deine Entscheidung auf eine duale Ausbildung, bekommst Du auch eine Ausbildungsvergütung als Mechatroniker. Das Ausbildungsgehalt als Mechatroniker staffelt sich nach Ausbildungsjahren, ist jedoch von Bundesland zu Bundesland kleineren Schwankungen unterlegen und auch von der Größe des Ausbildungsbetriebs abhängig. Wenn Du in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt bist, liegt das Durchschnittsgehalt im ersten Lehrjahr bei 1.206 bis 1.338 € brutto, im zweiten Jahr der Ausbildung bei 1.259 bis 1.372 € brutto, in Jahr drei der Mechatroniker-Ausbildung bei 1.337 bis 1.466 € brutto und im vierten Lehrjahr sogar bei 1.419 bis 1.537 € brutto. Solltest Du zum Beispiel im Elektrohandwerk beschäftigt sein, fällt Dein Ausbildungsgehalt geringer aus und liegt je nach Lehrjahr zwischen rund 800 und 1.350 € brutto.
Verdienst in der Ausbildung als Mechatroniker in 2022
Wie läuft die Mechatroniker-Ausbildung ab?
Für die Ausbildung zum Mechatroniker gibt es die folgenden Modelle.
Duale Ausbildung zum Mechatroniker
Struktur:
- Schulische Ausbildung
- Betriebliche Ausbildung
Dauer:
Die duale Ausbildung ist der Klassiker. Dabei besuchst Du eine Berufsschule für den Theorieteil und wirst praktisch in einem von Dir gewählten Ausbildungsbetrieb zum Mechatroniker ausgebildet.
Die Ausbildung endet mit einer gestreckten Abschlussprüfung, die aus zwei zeitlich getrennten Teilen besteht. Eine klassische, separate Zwischenprüfung gibt es nicht mehr, ihre Rolle übernimmt Teil 1 der Abschlussprüfung. Teil 1 findet bereits im Laufe der Ausbildung statt und dreht sich um das Arbeiten an einem mechatronischen Teilsystem. Teil 2 folgt am Ende der Ausbildung und geht mit dem größeren Anteil in das Gesamtergebnis ein. Er umfasst eine praktische Arbeitsaufgabe mit Durchführung und Dokumentation einer komplexen mechatronischen Aufgabe, ein Fachgespräch sowie schriftliche Prüfungen, etwa zu Funktionsanalyse, Arbeitsplanung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Da Teil 1 keine eigenständige Prüfung ist, bekommst Du dafür kein Zeugnis, sondern nur eine Bescheinigung über die Prüfungsleistungen. Dieser Ablauf gilt für das deutsche duale Ausbildungssystem.
Fernlehrgang für Mechatroniker
Struktur:
- Heimstudium
- Optionale Seminare
Dauer:
Im Fernlehrgang bekommst Du Lehrmaterialien zur Verfügung gestellt, anhand derer Du Dir selbst das Grundwissen beibringst. Optionale Seminare machen Dich mit den praktischen Tätigkeiten des Berufs vertraut.
Umschulung zum Mechatroniker
Hast Du vorab einen anderen Beruf gelernt, kannst Du Dich auch zum Mechatroniker umschulen lassen. Die Programme sind meist staatlich gefördert und richten sich an Arbeitslose oder Menschen, die in ihrem derzeitigen Beruf nicht glücklich sind. Auch als Quereinsteiger bekommst Du hier die Chance, Dich zum Mechatroniker ausbilden zu lassen.
Es gibt verschiedene Modelle, mit denen Du Dich zum Mechatroniker ausbilden lassen kannst. Wie Deine persönliche Entscheidung auch aussehen mag: Das Ziel ist am Ende immer die staatliche Anerkennung als Mechatroniker.
Welche Inhalte hat die Mechatroniker-Ausbildung?
Der schulische Teil der dualen Ausbildung ist inhaltlich wie folgt gegliedert:
- Berufsspezifische Lernfelder
- Allgemeinbildung
Im Bereich der berufsspezifischen Felder lernst Du:
- Analyse von Funktionszusammenhängen in mechatronischen Systemen
- Design
- Erstellung mechatronischer Systeme
Im allgemeinbildenden Bereich lernst Du:
- Mathematik
- Technik
- Physik
- Wirtschaftskunde
- Sozialkunde
Die Ausbildungsinhalte im betrieblichen Teil sehen in etwa so aus:
- Kennzeichnung und Prüfung von Werkstücken
- Zusammenbauen von Einschüben, Gehäusen und Schaltgeräten
- Verlegung von Leitungen
- Auswahl von Verfahren und Messgeräten
- Installation und Konfiguration von Netzwerken
- Überprüfung von Schutzeinrichtungen
- Behebung von Softwarefehlern
- Beseitigung von Störungen
- Inbetriebnahme mechatronischer Systeme
Wie sieht der Karrierepfad nach der Mechatroniker-Ausbildung aus?
Eine berufliche Aufstiegsweiterbildung absolvieren
Du möchtest nach Deiner Ausbildung gerne eine Führungsposition übernehmen? Dann eignet sich eine berufliche Aufstiegsfortbildung für Dich. Darunter fallen beispielsweise die folgenden Abschlüsse:
- Industriemeister für Mechatronik
- Industriemeister für Elektrotechnik
- Staatlich geprüfter Techniker für Mechatronik
- Staatlich geprüfter Techniker für Maschinentechnik
- Staatlich geprüfter Techniker für Maschinentechnik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik
- Staatlich geprüfter Techniker für Elektrotechnik
- Staatlich geprüfter Techniker für Windenergietechnik
- Technischer Fachwirt
Wenn Du den Industriemeister Mechatronik (IHK) anstrebst, gelten für die Zulassung zur Prüfung feste Voraussetzungen. Mit einer erfolgreich abgelegten Abschlussprüfung als Mechatroniker (oder in einem anerkannten Ausbildungsberuf aus dem Metall-, Elektro-, fahrzeugtechnischen oder informationstechnischen Bereich) brauchst Du zusätzlich mindestens ein Jahr Berufspraxis. Hast Du einen fachfremden Ausbildungsberuf abgeschlossen, sind danach mindestens 18 Monate Berufspraxis nötig. Ganz ohne einschlägige Ausbildung kannst Du mit mindestens fünf Jahren Berufspraxis zugelassen werden. Die Berufspraxis muss dabei wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Industriemeisters Mechatronik haben. Zusätzlich gehört der Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung (Ausbildereignung, AEVO) zur Meisterqualifikation.
Eine Spezialisierungs-Weiterbildung nach der Mechatroniker-Ausbildung absolvieren
Spezialisierungs-Weiterbildungen bieten Dir die Möglichkeit, in ganz bestimmten Bereichen des Berufsfeldes zu arbeiten, die Dich ganz besonders interessieren. Im Falle der Berufsgruppe der Mechatroniker kannst Du durch weiterführende Lehrgänge zum Beispiel in den folgenden Bereichen Fuß fassen:
- Robotik
- SPS-Technik
- Messtechnik
- Steuerungstechnik
- Regelungstechnik
Ein weiterführendes Studium beginnen
Du möchtest nach der Ausbildung ein Studium beginnen? Mit drei Jahren Berufserfahrung nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Mechatroniker ist das an den meisten Universitäten und Fachhochschulen Deutschlands kein Problem, auch ohne Abitur!
Die folgenden Studiengänge eignen sich für Personen, die eine Mechatroniker-Ausbildung absolviert haben:
Da der Beruf des Mechatronikers gefragter ist denn je und stetig weiterwächst, hast Du mit einer abgeschlossenen Ausbildung in diesem Bereich sehr gute Karrierechancen. Dennoch hast Du natürlich die Möglichkeit, Dich stetig weiterzuentwickeln und -bilden und auch so Deine Karriere voranzutreiben.
Passt eine Mechatroniker-Ausbildung zu mir?
Du interessierst Dich für Technik und bist außerdem handwerklich begabt? Dann sind einige der wichtigsten Voraussetzungen für die Mechatroniker-Ausbildung bereits erfüllt! Dennoch solltest Du ein paar weitere persönliche Fähigkeiten, sogenannte „soft skills” mitbringen, wenn Du Dich gerne zum Mechatroniker ausbilden lassen möchtest.
Selbständigkeit
Zwar bist Du durchaus ein Teamplayer, aber selbstständiges Arbeiten gehört für Dich genauso dazu wie das Erledigen von Arbeiten gemeinsam mit Kollegen.
Flexibilität
In diesem Beruf kommt es vor, dass Du zu Montageeinsätzen fahren musst. Kannst Du Dich gut an wechselnde Aufenthalts- und Arbeitsorte anpassen, wird Dir der Job wesentlich leichter fallen als eher unflexiblen Menschen.
Lernbereitschaft
Die technische Entwicklung steht nie still. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dir auch nach der Ausbildung die Bereitschaft erhältst, neue Dinge zu lernen und Dich aktuellen Begebenheiten und Entwicklungen anzupassen.
Rechenfertigkeiten
Als Mechatroniker musst Du über mathematische Kenntnisse verfügen. Zu Deinen alltäglichen Aufgaben gehört zum Beispiel die Messung von elektronischen Größen wie Strom, Spannung, Widerstand und Leistung im Gleich- und Wechselstromkreis und die Berechnung der gegenseitigen Abhängigkeiten.
Mündliches Ausdrucksvermögen
Du musst sowohl Einweisungen von Betriebs- und Bedienungspersonal in Anlagen durchführen, als auch mündliche Äußerungen anderer Fachkräfte inhaltlich verstehen und umsetzen können.