Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Realschule
Ausbildungsgehalt 
725
37
Freie Ausbildungsplätze als
Einzelhandelskaufmann
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Die Einzelhandelskaufmann-Ausbildung bringt Dir bei, wie Du den Verkauf von Waren planst und organisierst. Wir verraten Dir, warum die Ausbildung zu den beliebtesten ganz Deutschlands zählt und welche Stufen Du mit einem Abschluss auf der Karriereleiter erklimmen kannst.

Wo kann ich eine Einzelhandelskaufmann-Ausbildung machen?

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Du kannst die Einzelhandelskaufmann-Ausbildung bzw. Einzelhandelskauffrau-Ausbildung überall dort machen, wo Ware verkauft wird. Damit bietet sich Dir eine Vielzahl an Ausbildungsstellen in verschiedenen Branchen. Es ist daher kein Wunder, dass die Ausbildung zu den beliebtesten in der Bundesrepublik gehört. Möglich Ausbildungsstellen sind für Dich zum Beispiel diese:

  • Baumärkte
  • Versandhandel
  • Supermärkte
  • Kaufhäuser
  • Modeketten

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Einzelhandelskaufmann-Ausbildung?

Die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bzw. Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau gibt keine festen Voraussetzungen vor. Im Ausbildungsbereich Industrie und Handel hatte im Jahr 2016 knapp jeder zweite Azubi einen Realschulabschluss in der Tasche. Im Ausbildungsbereich Handwerk waren es sogar 60 Prozent. Das hat das Bundesinstitut für Berufsbildung herausgefunden. Bringst Du also einen mittleren Schulabschluss mit, stehen Deine Chancen auf eine Einzelhandelskaufmann-Ausbildung gut. Suchst Du Dir einen Betrieb in der Lebensmittelbranche aus, benötigst Du zudem eine Belehrung und Bescheinigung des Gesundheitsamtes, um die Ausbildung beginnen zu können.

Darüber hinaus kannst Du bei Unternehmen mit guten Noten in diesen Fächern punkten:

  • Mathe: Warenbeschaffung und Preiskalkulationen verlangen von Dir, dass Du für die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel fit in Mathe bist. Ein „gut“ oder „sehr gut“ in diesem Fach zeigt Ausbildungsstellen, dass Du damit keine Probleme haben wirst.
  • Wirtschaft: Die Ausbildung als Kauffrau im Einzelhandel bringt Dir grundlegende Elemente des Handels- und Vertragsrechts sowie des Rechnungswesens bei. Hattest Du in der Schule im Fach Wirtschaft gute Noten, wissen Unternehmen, dass Dir diese Themen liegen.
  • Deutsch: Beratungen, Reklamationen und Korrespondenzen – Damit Du Kunden kompetent bedienen kannst, solltest Du über gute rhetorische Fähigkeiten verfügen. Eine überzeugende Note in Deutsch verrät Betrieben, dass Du mündlich und schriftlich den Herausforderungen der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gewachsen bist.

Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

Wie lange dauert die Einzelhandelskaufmann-Ausbildung?

Die Kauffrau im Einzelhandel-Ausbildung bzw. Kaufmann im Einzelhandel-Ausbildung dauert 3 Jahre. Du kannst die Ausbildungsdauer verkürzen, wenn Du beispielsweise einen Realschulabschluss oder ein Abitur in der Tasche hast und während der Ausbildung konstant mit guten Noten beeindruckst. In der Regel können Azubis mit einem mittleren Schulabschluss die Ausbildung um 6 Monate verkürzen, Abiturienten sogar um bis zu 12 Monate. Eine Verkürzung kommt für Dich auch infrage, wenn Du bereits eine Berufsausbildung absolviert hast, die zum selben oder zu einem verwandten Berufsbild gehört. Ob eine Verkürzung möglich ist, sprichst Du in der Regel mit Deinem Ausbildungsleiter und der zuständigen Prüfungsbehörde ab.

Wie hoch ist das Gehalt in der Einzelhandelskaufmann-Ausbildung?

Die Ausbildungsvergütung im Einzelhandel variiert von Branche zu Branche und von Region zu Region in Deutschland. Unternehmen, die sich einem Arbeitgeberverband oder einer Gewerkschaft angeschlossen haben, sind für Deinen Lohn an einen Tarifvertrag gebunden. Dieser variiert je nach Bundesland. Unternehmen, die nicht nach Tarif bezahlen, können selbst entscheiden, wie viel Geld sie Dir bieten wollen. Die Ausbildungsvergütung als Einzelhandelskaufmann hängt dann vor allem davon ab, wie viele Mitarbeiter der Betrieb aufweist und in welcher Region sich der Hauptsitz befindet. Zu guter Letzt: Ist Dein Betrieb nicht an einen Tarifvertrag gebunden, entscheidet auch Dein Verhandlungsgeschick über Dein Ausbildungsgehalt als Einzelhandelskaufmann.


Verdienst in der Ausbildung als Einzelhandelskaufmann

Wie läuft die Einzelhandelskaufmann-Ausbildung ab?

Die Ausbildung im Einzelhandel ist dual angelegt. Das heißt: Du absolvierst die Ausbildung sowohl an einer Berufsschule als auch in einem Betrieb. In der Berufsschule sitzt Du in Seminaren, die Dir das theoretische Hintergrundwissen rund um Warenbeschaffung, Kostenkalkulationen und Vertragsrecht beibringen. Im Betrieb übernimmst Du dann konkrete Aufgaben als Kaufmann, indem Du zum Beispiel in der Kundenberatung und in der Buchhaltung tätig wirst.

Nach dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst Du den ersten Teil der Abschlussprüfung ab. Hast Du diesen erfolgreich bestanden, geht es ans dritte und letzte Jahr der Ausbildung im Einzelhandel. Dieses beschließt Du mit dem zweiten Teil der Abschlussprüfung. Du bist dann staatlich anerkannter Einzelhandelskaufmann.

Welche Inhalte hat die Einzelhandelskaufmann-Ausbildung?

Im theoretischen Teil der Einzelhandel-Ausbildung eignest Du Dir vor allem Grundlagen in Fächern wie Deutsch, Mathe und Rechnungswesen an. Darüber hinaus zeigt Dir die Berufsschule konkrete Alltagssituationen eines Einzelhandelskaufmanns. Dazu lernst Du zum Beispiel

  • die Durchführung von Verkaufsgesprächen,
  • preispolitische Maßnahmen,
  • die Steuerung von Geschäftsprozessen,
  • die Leitung eines Einzelhandelsunternehmens und
  • die Planung von Personaleinsätzen

kennen. In der praktischen Phase der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann widmest Du Dich dann sowohl der Bedienung von Kunden als auch der Arbeit hinter den (Verkaufs-)Kulissen. Du nimmst Bestellungen entgegen, koordinierst Lieferanten, erstellst Belege, berätst Kunden, überprüfst frisch eingegangene Ware und machst Kassenstürze nach Feierabend.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Einzelhandelskaufmann-Ausbildung aus?

Nach Deiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann stehen Deine Jobchancen gut. Denn: Jedes Unternehmen im Handel und im Handwerk benötigt Einzelhandelskaufmänner, um den Verkauf von Waren zu organisieren und abzuwickeln. Willst Du auf der Karriereleiter einen Schritt nach oben machen, kannst Du nach einigen Jahren Berufserfahrung zum Beispiel diese Positionen einnehmen:

  • Verkäufer mit Tagesvertretung: Als Verkäufer mit Tagesvertretung sorgst Du dafür, dass das Geschäft reibungslos läuft. Dabei unterstützt Du vor allem den Abteilungs- oder Filialleiter bei seiner Arbeit. Zu Deinen Aufgaben gehört es dann beispielsweise, Waren rechtzeitig aufzufüllen, den Verkaufsraum gepflegt zu halten und Kassen ausreichend zu besetzen.
  • Filialleiter-Stellvertreter: Steigst Du zum Stellvertreter des Filialleiters auf, verantwortest Du zusammen mit dem Filialleiter die Warenpräsentation und den Warenaufbau. Dabei sind vor allem Deine organisatorischen Fähigkeiten und Deine soziale Kompetenz gefragt. Einige Betriebe – wie zum Beispiel Aldi Süd – verfügen über ein Filialführungsnachwuchsprogramm, das Dich auf die Position des Filialleiters vorbereitet. Dabei übst Du die Aufgaben eines Filialleiters bereits in der Praxis, indem Du diesen während seiner Abwesenheit vertrittst.
  • Filialleiter: Als Filialleiter hast Du alle Fäden eines Handelsgeschäfts in der Hand. Du überwachst dabei zum Beispiel das Sortiment, teilst Arbeitspläne ein und verantwortest die Kundenzufriedenheit. Bevor Du Filialleiter wirst, hast Du einige Jahre bewiesen, dass Du gerne Verantwortung übernimmst und Aufgaben zuverlässig erledigst.
  • Regionalverkaufsleiter: Als Regionalverkaufsleiter verantwortest Du die Organisation und Leitung von mehreren Filialen einer Handelskette. Diese weisen dabei jeweils mindestens 50 Mitarbeiter auf. In der Praxis heißt das: Du bist für den Geschäftserfolg eines Handelsunternehmens zuständig. Zentraleinkäufer: Steigst Du zum Zentraleinkäufer auf, verlagert sich Dein Tätigkeitsschwerpunkt aus einer Filiale in die Zentrale des Unternehmens. Hier planst und organisierst Du den Einkauf bestimmter Produktgruppen.

Willst Du nicht nur über Arbeitserfahrung die Karriereleiter hochklettern, kannst Du Dich auch über Fortbildungen für höhere Aufgaben qualifizieren:

  • Weiterbildung zum Handelsbetriebswirt: Damit Du die Weiterbildung zum Handelsbetriebswirt angehen kannst, musst Du Deine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann erfolgreich abgeschlossen haben und ein Jahr Berufserfahrung aufweisen. Du kannst die Fortbildung sowohl in Teilzeit neben Deinem Job als auch in Vollzeit absolvieren. Die Weiterbildung qualifiziert Dich für Führungspositionen im Handel.
  • Weiterbildung zum Handelsfachwirt: Die Weiterbildung zum Handelsfachwirt vermittelt Dir tiefgehendes betriebswirtschaftliches Wissen, das Du Dir in Teilzeit neben Deinem Job aneignest. Hast Du die Fortbildung erfolgreich abgeschlossen, kannst Du auf der Karriereleiter Führungspositionen einnehmen.
  • Studium: Hast Du Deine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann erfolgreich abgeschlossen, kannst Du auch ein Studium mit Ausrichtung auf den Handel absolvieren. In der Regel musst Du dafür ein Abitur oder ein Fachabitur mitbringen. Du kannst dann beispielsweise BWL studieren. Einige Fachhochschulen verlangen kein Abitur, um Dich zu einem Studium zuzulassen. Du musst dann lediglich Deine Einzelhandelskaufmann-Ausbildung nachweisen.

Passt eine Einzelhandelskaufmann-Ausbildung zu mir?

Damit Du mit Spaß und Erfolg durch die Einzelhandelskaufmann-Ausbildung gehst, solltest Du diese Fähigkeiten mitbringen:

Kommunikationstalent
Bereits in der Einzelhandelskaufmann-Ausbildung übst Du Dich darin, Verkaufsgespräche zu führen und Reklamationen entgegen zu nehmen. Für diesen ausgeprägten Kundenkontakt solltest Du über gute kommunikative Fähigkeiten verfügen.
Kaufmännisches Denken
Die Einzelhandelskaufmann-Ausbildung zeigt Dir, wie Du Sortimente planst und Kassenabrechnungen durchführt. Dafür solltest Du ein grundlegendes kaufmännisches Denken mitbringen.
Sorgfalt
Da Du in der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bereits Warenbestellungen und Kassenstürze mitverantwortest, solltest Du über eine gründliche und sorgfältige Arbeitsweise verfügen.
Serviceorientierung
Im Handel geht es vor allem darum, Kunden zufrieden zu stellen und so den Absatz zu steigern. Dafür solltest Du eine ausgeprägte Serviceorientierung mitbringen. Diese hilft Dir dabei, stets auf Kundenwünsche einzugehen.
Selbstständige Arbeitsweise
Die Einzelhandelskaufmann-Ausbildung lässt Dich schnell Verantwortung übernehmen. Du benötigst daher eine selbstständige Arbeitsweise, um Bestellungen, Verkauf und Beratung kompetent abwickeln zu können.
Flexibilität
Die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann verlangt von Dir viel Flexibilität. Denn: Du bist für eine Vielzahl verschiedener Aufgaben verantwortlich. So kann es sein, dass Du in einem Moment Produktbestellungen aufgibst und im nächsten Moment Lieferanten koordinierst.
Einsatzbereitschaft
Die Einzelhandelskaufmann-Ausbildung verlangt von Dir manchmal eine schnelle und kompetente Reaktion, wenn es mal irgendwo „brennt“. Du solltest daher für Deinen Arbeitsalltag eine hohe Einsatzbereitschaft mitbringen.

Du musst nicht von Beginn an Deiner Einzelhandelskaufmann-Ausbildung über all diese Fähigkeiten auf einem Profi-Level verfügen. Es reicht, wenn Du Deine Kompetenzen nach und nach ausbaust und Du so mit dem Ende der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann ein echter Handelsexperte bist.

Ausbildungsdauer 
3 Jahre