Einstiegsgehalt 
1.966
Durchschnittsgehalt 
2.287
Ausbildung 
Bachelor
35
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Heilpädagoge
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Was ist ein Heilpädagoge?

Ein Heilpädagoge arbeitet mit Menschen, die körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigt sind und ihren Alltag deshalb nicht allein bewältigen können. Je nach Alter erzieht oder begleitet der Heilpädagoge diese Menschen und unterstützt sie mit pädagogisch-therapeutischen Maßnahmen dabei, eine größtmögliche Selbstständigkeit in ihrem Alltag aufzubauen.

Was macht ein Heilpädagoge?

Als Heilpädagoge arbeitest Du in einem ganz speziellen Bereich der Pädagogik: mit Menschen mit Behinderungen, chronischen Krankheiten und Verhaltensstörungen. Das können sowohl Kinder als auch Jugendliche oder ältere Menschen sein. Ziel ist es, diese Menschen in die Gesellschaft einzugliedern und ihnen beispielsweise eine Teilnahme am Berufsleben zu ermöglichen. Du bist der Experte, der weiß, wie man Probleme und Störungen diagnostiziert, aber auch ermitteln kann, welche Fähigkeiten der Klient mitbringt.

Wie wird man Heilpädagoge?

Wenn Du Heilpädagoge werden möchtest, dann hast Du die Wahl zwischen einer Berufsausbildung und einem Studium, die je unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen haben und unterschiedlich lange dauern.

Ausbildung als Heilpädagoge

Da die Ausbildung in Heilpädagogik Ländersache ist, ist es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, welchen Schulabschluss Du benötigst. Dies kann entweder der Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss sein.

Bei der Ausbildung als Heilpädagoge handelt es sich darüber hinaus genau genommen viel mehr um eine Weiterbildung, für die Du bereits eine erste Ausbildung absolviert haben musst. Viele Heilpädagogen machen deshalb zunächst eine Ausbildung zum Erzieher und absolvieren dann eine Heilpädagogik-Ausbildung an einer Fachschule, Fachakademie oder an einem Berufskolleg. Auch mit einer sozialpädagogischen oder sozialpflegerischen Ausbildung und mindestens einem Jahr Berufserfahrung in einer sozial- oder sonderpädagogischen Einrichtung gelingt Dir die Zulassung zur Weiterbildung.

Wenn Du eine Heilpädagoge-Ausbildung machst, stehen folgende Fächer auf Deinem Stundenplan:

  • Medizin
  • Pädagogik
  • Psychologie
  • Diagnostik
  • Didaktik
  • Sozialmanagement
  • Soziologie
  • Rechtskunde
  • Bewegungstherapie
  • Musik
  • Werken
  • Kunstgestaltung
  • Wahrnehmungsförderung
  • Sprachförderung
  • Entspannungsmethoden

Deine Heilpädagoge-Ausbildung kannst Du in Vollzeit, in Teilzeit oder per Fernunterricht absolvieren, sie dauert abhängig davon zwischen eineinhalb und vier Jahren. Ergänzt wird die Theorie durch Praktika, Hospitationen und Exkursionen, in denen Du stationäre oder ambulante heilpädagogischen Einrichtungen besuchst oder dort für einige Zeit mitarbeitest.

Deine Ausbildung zum Heilpädagogen endet mit einer staatlichen Prüfung. Wenn Du den schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil bestanden hast, darfst Du Dich staatlich anerkannter Heilpädagoge nennen.

Studium an einer Fachhochschule oder Uni

Alternativ kannst Du auch ein Studium der Heilpädagogik an einer Fachhochschule machen, für das Du allerdings die Fachhochschulreife oder das Abitur benötigst. Weil es sich um ein sehr praxisorientiertes Studium handelt, legen viele Hochschulen neben einem Notendurchschnitt von 2,0 bis 2,5 sehr großen Wert auf Deine praktische Erfahrung im sozialen Bereich und außerdem auf Deine Motivation. Deshalb hast Du auch gute Chancen auf einen Studienplatz, wenn Du schon mindestens ein Praktikum oder den Bundesfreiwilligendienst in dem Bereich absolviert hast und dazu ein überzeugendes Motivationsschreiben angefertigt hast.

Wichtig ist, dass Du weißt, dass das Heilpädagogik-Studium nicht dasselbe ist wie Erziehungswissenschaften oder Sonderpädagogik. Zwar gibt es inhaltlich große Überschneidungen, trotzdem beschäftigst Du Dich anders als in einem Studium der allgemeinen Erziehungswissenschaft ganz speziell mit der Förderung von geistig und körperlich eingeschränkten Menschen, wobei der Fokus aber nicht auf der Tätigkeit als Lehrende wie im Sonderpädagogik-Studium liegt.

In Deinem Studium erlangst Du viel Grundlagenwissen in den folgenden Fächern:

Dazu kommen dann die Fächer, die noch vertiefter auf den Bereich eingehen:

Dein Bachelorstudium beendest Du schließlich mit Deiner Abschlussarbeit und bekommst dafür den Titel „Bachelor of Arts“ verliehen.

Im Anschluss kannst Du noch ein Masterstudium absolvieren, das Du auch aufnehmen kannst, wenn Du vorher beispielsweise Sonderpädagogik, Ergotherapie, Logopädie oder Physiotherapie studiert hast. In Deinem Masterstudium kannst Du Dich dann noch einmal auf einen bestimmten Bereich spezialisieren und so für eine Leitungsposition im heilpädagogischen Bereich qualifizieren oder im Anschluss sogar promovieren.

Ausbildungsplätze

Wo arbeitet ein Heilpädagoge?

Eine Heilpädagogin arbeitet beispielsweise in folgenden Einrichtungen:

  • In Wohn- und Pflegeheimen
  • In Kindergärten
  • In der öffentlichen Verwaltung
  • In Kliniken
  • In Therapiezentren
  • In Tagesstätten (zum Beispiel für Menschen mit Behinderung)
  • In der Kinder- und Jugendhilfe
  • In Rehabilitationseinrichtungen
  • Bei ambulanten sozialen Diensten

Alternativ kannst Du Dich auch selbstständig machen und Deine eigene Praxis gründen. Und auch an Universitäten gibt es Stellen in der Wissenschaft. Mit einer Zusatzprüfung kannst Du zudem als Lehrer an einer inklusiven Schule arbeiten.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Weil jeder Klient anders ist, andere Unterstützung braucht und andere Fähigkeiten hat, gleicht kein Arbeitstag dem anderen. Als Heilpädagoge könnte Dein Arbeitsalltag beispielsweise aus diesen Heilpädagogin-Aufgaben bestehen:

Heilpädagogen werden mit vielen Schicksalsschlägen konfrontiert, sodass die Arbeit sowohl körperlich als auch mental sehr fordernd ist. Auch die Arbeitszeiten sind nicht immer geregelt, denn manche Klienten brauchen auch nachts und am Wochenende Unterstützung.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Als Heilpädagoge wechselst Du unter Umständen am Tag Deinen Arbeitsplatz. Denn Besprechungen mit den Kollegen finden im Meetingraum statt, Deine Verwaltungsarbeit erledigst Du im Büro und Deine Hauptarbeit mit den Klienten kann in Behandlungsräumen, Wohngruppen oder auch in Werkräumen stattfinden.

Was verdient ein Heilpädagoge?

Das Gehalt mit Heilpädagogik-Ausbildung entspricht dem üblichen Gehalt von Pädagogen, es liegt bei etwa 1.900 Euro brutto – je nachdem in welche Region und bei welchem Arbeitgeber Du angestellt bist. Mit steigender Berufserfahrung kannst Du allerdings deutlich mehr verdienen: bis zu 3500 Euro brutto.

Wo finde ich einen Job als Heilpädagoge?

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Wie sind die Berufsaussichten für Heilpädagogen?

Laut des Berufs-und Fachverbandes Heilpädagogik e.V. steigt die Nachfrage nach qualifiziertem heilpädagogischem Fachpersonal. Dabei entwickelten sich neben den klassischen Berufsfeldern beispielsweise in der Frühförderung und Jugendhilfe vor allem die Möglichkeiten im Schuldienst und in der Betreuung älterer Menschen und von Demenzpatienten. Trotzdem ist der Arbeitsmarkt für Heilpädagogen hart umkämpft – am härtesten in Berlin. Dort kommen auf eine freie Stelle 7 Bewerber. Besonders viele Stellen gibt es mit 3.600 pro Jahr in Nordrhein-Westfalen, aber auch hier bewerben sich im Schnitt 3 Kandidaten pro Stelle. Um Deine Chancen auf einen tollen Arbeitsplatz zu erhöhen, kannst Du Dich aber auch nach Stellen als Heimerzieher oder Erzieher in sonderpädagogischen Einrichtungen umschauen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Wenn Du als Heilpädagoge bereits während Deiner Heilpädagoge-Ausbildung spezialisieren möchtest, dann bietet sich diese Möglichkeit am ehesten in einem Masterstudium. Darin kannst Du Dich beispielsweise auf folgende Schwerpunkte fokussieren:

  • Inklusive Heilpädagogik
  • Klinische Heilpädagogik
  • Gesundheitsförderung
  • Erwachsenenbildung
  • Pflegepädagogik

Aber auch ohne ein Studium oder danach kannst Du Dich auf ein bestimmtes Fachgebiet innerhalb der Heilpädagogik spezialisieren, indem Du einfach darin besonders viel Praxiswissen anhäufst.

Passt der Beruf Heilpädagoge zu mir?

Der Beruf des Heilpädagogen ist ein anspruchsvoller Job, weshalb Du einige Eigenschaften und Qualifikationen unbedingt mitbringen solltest, wenn Du Dich für die Heilpädagogik-Ausbildung entscheidest.

Empathie
Natürlich solltest Du Dich in diesem Beruf gut in die Menschen und ihre speziellen Bedürfnisse hineinversetzen können.
Geduld
Nicht nur machen (gerade die kleinen) Klienten nicht immer gleich das, was Du möchtest, auch das Warten auf Therapieerfolge erfordert gelegentlich Geduld.
Spaß daran, mit Menschen zu arbeiten
Das ist ein unbedingtes Muss, denn schließlich wirst Du nur sehr wenig Zeit in Deinem Berufsalltag allein vor dem PC verbringen.
Organisationstalent
Planen musst Du in diesem Job nicht nur für Dich, sondern auch für andere.
Interesse an psychologischen und pädagogischen Themen
Ohne das geht in diesem Beruf wirklich gar nichts.