Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Realschule
Ausbildungsgehalt 
1250

Die Hebammenausbildung zeigt Dir, wie Du angehende Mütter dabei begleitest, Leben auf die Welt zu bringen. Wir verraten Dir, warum Du für die Ausbildung vor allem eine große Portion Empathie mitbringen solltest und Du nach Deinem Abschluss praktisch eine Jobgarantie hast.

Wo kann ich eine Hebammenausbildung machen?

Du kannst die Ausbildung zur Hebamme an über 50 Berufsschulen in Deutschland absolvieren. Diese sind in der Regel an eine Klinik angeschlossen. Dabei kannst Du die Ausbildung beispielsweise an der Carl Remigius Medical School in Frankfurt am Main machen. Damit Du weißt, ob Du dort mit Deinen Erwartungen und Interessen richtig bist, lade Dir am besten die kostenlosen Infomaterialien der Schule herunter. Diese zeigen Dir auf einen Blick, ob sich dort eine Bewerbung für Dich lohnt.

Ausbildungsempfehlung

Hebamme / Entbindungspfleger

  • Sprache: Deutsch
  • Beginn: WS
  • Ausbildung

Standorte:

  • Frankfurt am Main

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Hebammenausbildung?

Die Ausbildung als Hebamme hat keine festen Voraussetzungen. In der Regel setzen Berufsschulen jedoch einen Realschulabschluss voraus. Hast Du nur einen Hauptschulabschluss in der Tasche, kannst Du die Ausbildung auch anfangen, wenn Du entweder bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung – wie zum Beispiel in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe – vorweisen kannst oder Du für mindestens zwei Jahre eine Pflegevorschule besucht hast. Die Ausbildung dient dann eher einer Umschulung zur Hebamme.

Darüber hinaus kannst Du mit guten Noten in diesen Fächern bei den Ausbildungsstellen punkten:

  • Biologie: Schwangerschaft und die Geburt von Kindern sind biologische Vorgänge. Zeigst Du also gute Noten in Biologie, wissen die Ausbildungsstellen, dass Du dafür bereits über grundlegende Kenntnisse verfügst.
  • Chemie: Als Hebamme bringst Du verschiedene Medikamente zum Einsatz. Ein „gut“ oder „sehr gut“ in Chemie zeigt den Berufsschulen und Kliniken daher, dass Du biologisch-chemische Zusammenhänge und pharmazeutische Wirkprinzipien ohne Probleme verstehst.
  • Mathe: Du bereitest in der Hebammenausbildung verschiedene Medikamente zu. Dabei musst Du die richtigen Mengen berechnen. Zeigst Du also gute Noten in Mathe, wissen die Ausbildungsstellen, dass Du dabei keine Probleme haben wirst.
  • Deutsch: In der Ausbildung zur Hebamme dokumentierst Du Geburten und erklärst frisch gewordenen Müttern, wie sie ihr Kind versorgen müssen. Überzeugende Noten in Deutsch zeigen, dass Du dafür über die notwendigen rhetorischen Fähigkeiten verfügst.

Zu guter Letzt musst Du in der Regel ein ärztliches Attest einreichen, das den Ausbildungsstellen zeigt, dass Du gesundheitlich für die Ausbildung geeignet bist. Ist eine Berufsschule konfessionell gebunden, musst Du Deine Religionszugehörigkeit vorweisen.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Hebamme?

Die Hebamme-Ausbildung dauert 3 Jahre. Du kannst die Ausbildung verkürzen, wenn Du bereits über eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger erfolgreich abgeschlossen hast. Du kannst die Hebammen-Ausbildung dann um bis zu 12 Monate verkürzen. Wie viele Monate eher Du die Ausbildung abschließen kannst, musst Du mit Deinem Ausbildungsleiter und der zuständigen Prüfungsbehörde absprechen.

Wie hoch ist das Gehalt in der Hebammenausbildung?

Wie hoch das Gehalt während der Entbindungshelfer-Ausbildung ausfällt, hängt davon ab, ob Du die Ausbildung bei einer öffentlichen, kirchlichen oder privaten Einrichtung vornimmst. Ist die Einrichtung an einen Tarifvertrag gebunden, variiert Dein Gehalt nochmal von Bundesland zu Bundesland. Private Berufsschulen zahlen im Vergleich zu den durchschnittlichen Tarifgehältern oftmals niedrigere Gehälter.


Verdienst in der Hebammen-Ausbildung

Wie läuft die Hebamme-Ausbildung ab?

Die Hebammenausbildung ist in theoretischen und in praktischen Unterricht eingeteilt. Die Theoriestunden absolvierst Du an einer Berufsfachschule. Hier eignest Du Dir die fachlichen Grundlagen des Berufs an. Insgesamt kommst Du dabei auf 1.600 Stunden Theorie. Einen Teil der praktischen Ausbildung bekommst Du ebenfalls an der Berufsschule vermittelt. Den anderen Teil absolvierst Du in einer Klinik. Dort kommst Du vor allem im Kreissaal zum Einsatz. Du absolvierst insgesamt 3.000 Stunden Praxis. Du beendest die Hebammenausbildung mit einem staatlichen Examen. Dieses besteht aus einem mündlichen und einem schriftlichen Teil sowie einer praktischen Übung.

Welche Inhalte hat die Ausbildung als Hebamme?

In der Berufsschule eignest Du Dir zu Beginn der Hebammenausbildung zunächst alles rund um den menschlichen Körper an. Dazu lernst Du zum Beispiel, wie der Körper aufgebaut ist und wie er funktioniert. Danach geht es in die Details der Schwangerschaft. Dazu lernst Du beispielsweise, welche Geburtsphasen es gibt und welche Instrumente Du für eine Geburt benötigst.

Darüber hinaus steht alles Wichtige rund um Neugeborene auf Deinem Stundenplan. Dabei erfährst Du,

  • welche Lebenszeichen ein Neugeborenes von sich gibt,
  • was Du bei Infektionen tun kannst,
  • wie Du Krankheiten bei Neugeborenen verhindern kannst,
  • wie Du bei Notfällen reagierst und
  • wie Du Säuglinge wickelst, kleidest und fütterst.

In der praktischen Phase der Hebammenausbildung kommst Du in einem Krankenhaus oder einer Frauenklinik zum Einsatz. Du machst hier Deine erste Schritte, angehende Mütter bei ihrer Schwangerschaft zu unterstützten und bei der Versorgung von Babys zu helfen.

Wie sieht der Karrierepfad nach der Hebammenausbildung aus?

Hast Du die Ausbildung zur Hebamme erfolgreich abgeschlossen, hast Du praktisch eine Jobgarantie. Denn: Nahezu in ganz Deutschland suchen Krankenhäuser Hebammen und Entbindungshelfer. Bei Deiner Bewerbung wirst Du daher wenig Konkurrenz haben. So bewerben sich in NRW zum Beispiel nur 0,7 Bewerber auf eine Stelle. In Hessen sind es sogar nur 0,5 Bewerber, in Baden-Württemberg lediglich 0,4 Bewerber. Das hat die Arbeitsagentur in einer Studie herausgefunden.

Willst Du nach Deiner Hebammenausbildung Dein medizinisches Wissen weiter ausbauen, stehen Dir zum Beispiel diese Optionen zur Auswahl:

Strebst Du nach Deiner Hebammenausbildung eine Stelle in einer Gesundheitsberatung, einer Gesundheitsförderung oder in der Therapie an, könnte ein Bachelorstudium der Hebammenkunde die richtige Wahl für Dich sein, um Hebamme werden zu können. Dabei erfährst Du alles zu den Themen Schwangerschaft, Geburt und Kinderheilkunde. Hast Du den Bachelor erfolgreich in der Tasche, kannst Du einen Master daran anschließen. Mit einem Master kannst Du eine Führungsposition in der Forschung oder in der Lehre einnehmen.

Willst Du Dein eigener Chef sein, kannst Du Dich mit einer Ausbildung zur Hebamme auch selbstständig machen. Dabei kannst Du entweder freiberuflich allein arbeiten oder Dich mit einem Geburtshaus selbstständig machen. Du belegst dann offene Räume in Kliniken und Krankenhäusern, um Mütter bei der Schwangerschaft zu begleiten.

Passt eine Hebamme-Ausbildung zu mir?

Um Hebamme werden zu können, solltest Du diese Interessen und Fähigkeiten mitbringen:

Empathie
Bereits in der Ausbildung zur Hebamme stehst Du angehenden Müttern bei ihrer Schwangerschaft bei. Dabei ermutigst und beruhigst Du sie, um ihnen ein gutes Gefühl zu geben. Dafür solltest Du eine große Portion Empathie mitbringen.
Beobachtungsgenauigkeit
Um Hebamme werden zu können, solltest Du über eine Beobachtungsgenauigkeit verfügen. Denn: Nur so kannst Du Symptome und Krankheiten von Schwangeren und Babys frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten.
Handgeschick
In der Ausbildung zur Hebamme musst Du immer mal wieder richtig mit anpacken, wie zum Beispiel beim Durchführen des manuellen Dammschutzes. Dafür solltest Du ein ausgeprägtes Handgeschick mitbringen.
Organisationsgeschick
Bereits in der Hebammenausbildung planst und regelst Du zahlreiche Abläufe, um Schwangere und Neugeborene zu versorgen. Es hilft daher, wenn Du organisatorisch geschickt bist.
Gutes Namensgedächtnis
Ein gutes Namensgedächtnis ist unverzichtbar, um Hebamme werden zu können. Denn: Fast jeden Tag kommen neue Schwangere in den Kreissaal. Du solltest dabei immer genau wissen, wen Du gerade behandelst, damit Dir keine Verwechslungen passieren.
Pädagogisches Geschick
Du bereitest die Schwangerschaft von angehenden Müttern nach. Dazu zeigst Du ihnen beispielsweise Rückbildungsgymnastik und das Stillen von Neugeborenen. Dafür solltest Du über ein pädagogisches Geschick verfügen.

Bringst Du grundlegende Kenntnisse in diesen Bereichen mit, bist Du auf die Hebammenausbildung gut vorbereitet. Über die 3 Jahre der Ausbildung kannst Du Deine Kompetenzen dann ausbauen und Dich so zum kompetenten Geburtshelfer machen.

Ausbildungsdauer 
3 Jahre