- Fernstudium, ortsunabhängig
- Dauer: 7 Semester
- Ohne Numerus clausus
Infomaterial anfordern ›Kostenlos und unverbindlich
Inhalt11 Abschnitte
- Wo kann ich Metallurgie studieren?
- Welche Voraussetzungen brauchst Du?
- Was ist Metallurgie?
- Welche Inhalte hat ein Metallurgie-Studium?
- Wie läuft das Metallurgie-Studium ab?
- Was kannst Du mit Metallurgie werden?
- Was verdienst Du mit Metallurgie?
- Metallurgie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
- Das Metallurgie-Studium in Zahlen
- Häufige Fragen zum Metallurgie-Studium
- Weiter zum Metallurgie-Studium
Wo kann ich Metallurgie studieren?
Metallurgie studierst Du in Deutschland nur an zwei Universitäten, in Duisburg und in Freiberg, und ein Fernstudium gibt es nicht. Wundere Dich nicht, wenn Du das Fach dort unter anderem Namen findest, denn die Studiengänge heißen Metallurgy and Metal Forming oder Gießereitechnik.

- ortsunabhängig, 7 Semester Regelstudienzeit
- ohne Numerus clausus
| Studiengang | Hochschule | Ort | Abschluss |
|---|---|---|---|
| Gießereitechnik | TU Freiberg | Freiberg | Bachelor of Science |
| Metallurgy and Metal Forming (Vollzeit) | Uni Duisburg-Essen | Duisburg | Bachelor of Science |
| Metallurgy and Metal Forming (dual) | Uni Duisburg-Essen | Duisburg | Bachelor of Science |
| Gießereitechnik | TU Freiberg | Freiberg | Master of Arts |
| Metallurgy and Metal Forming (ISE) | Uni Duisburg-Essen | Duisburg | Master of Science |
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 23.09.2026; gezählt sind alle Studiengänge, deren Name Metallurg, Gießerei oder Hütten enthält – einen eigenen Fach-Tag hat Metallurgie in unserer Datenbank nicht, Zertifikatskurse bleiben draußen.
Wir haben das Fach an zwei Hochschulen gefunden. Die Universität Duisburg-Essen bietet drei der fünf Studiengänge unter dem Namen Metallurgy and Metal Forming an, nämlich zwei Bachelor und einen Master. Die TU Bergakademie Freiberg steuert Gießereitechnik bei, als Bachelor und als Master. Mehr gibt es nicht, und wenn Du Metallurgie studieren möchtest, gehst Du in Deutschland also nach Duisburg oder nach Freiberg. Falls Du nicht umziehen kannst oder willst, lohnt sich die Suche unter einem breiteren Namen. Auf unserer Seite Werkstofftechnik zählen wir mit einer eigenen Zählweise 38 Studiengänge, und dazu kommen die Materialwissenschaften und die Metalltechnik. Diese Studiengänge zählen wir dort getrennt, aber in ihnen stecken dieselben Inhalte.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für den Bachelor brauchst Du Abitur oder Fachhochschulreife, für den Master einen fachlich passenden Bachelor. Beide Hochschulen sind Universitäten, und Du hast nur die zwei Studienorte Duisburg und Freiberg zur Auswahl. Bei einem so kleinen Fach ist die Note selten das Problem, die größere Hürde ist für viele der Umzug.
Wo Du wohnst, spielt deshalb eine größere Rolle als Deine Note. Wenn Du zum Beispiel in Süddeutschland lebst, geht es für Dich weniger um einen Numerus clausus. Du musst Dich vor allem entscheiden, ob Du nach Duisburg oder Freiberg umziehen möchtest.
Was solltest Du mitbringen?
- Nach einer Ausbildung und Berufsjahren: Ob und wie Du Dich einschreiben kannst, regelt jedes Bundesland selbst
- Frag in Duisburg oder Freiberg direkt nach, bevor Du Dich auf eine Faustregel verlässt
- Chemie, Physik und Mathematik - die ersten beiden solltest Du mögen, vor Mathematik keine Angst haben
- Englisch - drei der fünf Studiengänge tragen einen englischen Namen, im Duisburger Master (ISE, International Studies in Engineering) laufen die Vorlesungen je zur Hälfte auf Deutsch und Englisch. Welchen Sprachnachweis Du brauchst, legt die Hochschule je Studiengang fest
- Spaß am Labor - Versuche auswerten und technische Probleme so lange drehen, bis sie sich rechnen lassen
- Keine Scheu vor dem Werk - Praktika finden dort statt, und dort ist es laut, heiß und staubig. Wer eine saubere Bürotätigkeit sucht, ist hier eher falsch
Quelle für ISE: Universität Duisburg-Essen, International Studies in Engineering, abgerufen am 23.09.2026.
Was ist Metallurgie?
Metallurgie ist die Lehre von den Metallen. In der Metallurgie geht es darum, wie man Metalle aus Erz gewinnt, sie reinigt, mischt und in eine brauchbare Form bringt. Du arbeitest an der Schnittstelle von Chemie, Physik und Maschinenbau, rechnest Temperaturen und Reaktionen aus, und am Ende steht ein Bauteil, das hält.
Was zum Fach gehört
Dabei stellst Du Dir im Grunde drei Fragen
Das Fach teilt sich in zwei Hälften
Quer dazu liegen die Fertigungsschritte: Gießen, Umformen, Wärmebehandeln, Fügen und Prüfen.
Wer hinter der Branche steht
Auch wenn das Studienfach klein ist, steht dahinter eine große Metallurgie-Industrie.
- Stahlwerke, Gießereien, Aluminium- und Kupferhütten
- Recyclingbetriebe
- der Anlagenbau, der die Öfen und Walzstraßen baut
- die Prüflabore, die den Werkstoff kontrollieren
- die Autoindustrie
- der Maschinenbau
- die Bauwirtschaft
- die Energietechnik und die Luftfahrt
Wie groß dieser Arbeitsmarkt ist, zeigt Dir die amtliche Statistik, denn allein auf der Fachkraftebene zählt die Bundesagentur für Arbeit in der Berufsgruppe Metallerzeugung 63.428 Beschäftigte.
Gerade steckt die Branche mitten im Umbau. Stahl soll künftig über die Direktreduktion mit Wasserstoff entstehen statt im Hochofen mit Kohle. Gießereien stellen auf Leichtbau um, und Recycling ersetzt Schritt für Schritt den Import von Rohstoffen. Für diesen Umbau braucht es Leute, die Prozesse neu rechnen können, und deshalb ist ein sehr altes Fach gerade wieder gefragt.

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Welche Inhalte hat ein Metallurgie-Studium?
Bevor Du Dich mit der Schmelze beschäftigst, lernst Du die Grundlagen. Dein Stundenplan im Studium Metallurgie beginnt mit Mathematik, Chemie und Thermodynamik, und der Hochofen kommt erst später. Diese Fächer sind wichtig für Dich, weil Du ohne sie nicht ausrechnen kannst, was in einer glühenden Schmelze passiert. Die metallurgischen Fächer kommen ab den mittleren Semestern dazu, und die Vertiefung suchst Du Dir im Master aus.
- Mathematik, technische Mechanik und Thermodynamik als Grundlage
- Chemie und physikalische Chemie: Reaktionen bei hohen Temperaturen
- Werkstoffkunde: Aufbau, Gefüge und Eigenschaften der Metalle
- Metallurgie des Eisens und der Nichteisenmetalle
- Gießverfahren und Gusslegierungen
- Grundlagen und Lösungsmethoden in der Metallumformung: Walzen, Schmieden, Ziehen
- Industrieofenbau, Feuerfestwerkstoffe und Anlagentechnik
- Werkstoffcharakterisierung, Mikromechanik und Einführung in die Texturanalyse
- Qualitätssicherung, Prüfverfahren und Schadensanalyse
- Simulation und Prozessmodellierung am Rechner
- Recycling, Rohstoffwirtschaft und Umwelttechnik
- Labor- und Technikumspraktika, dazu ein Industriepraktikum
Die Namen können Dich beim Suchen leicht verwirren, deshalb erklären wir sie Dir kurz.
Schon früh im Studium wird es praktisch. Labor, Technikum und ein Industriepraktikum gehören fest dazu, und wenn Du schon einmal in einer Gießerei gestanden hast, verstehst Du die Formeln schneller.
Wie läuft das Metallurgie-Studium ab?
Nach dem Bachelor kannst Du einen Master anschließen und, wenn Du möchtest, auch promovieren. Damit gehst Du den üblichen Ingenieurweg, nur eben an einer von zwei Hochschulen.
Dauer und Abschlüsse
Eine feste Semesterzahl nennen wir Dir hier bewusst nicht. Die Regelstudienzeit steht in der Prüfungsordnung des jeweiligen Studiengangs und unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule, deshalb kann eine Pauschalzahl nur geraten sein. Sicher ist nur die Reihenfolge, denn Du machst zuerst den Bachelor und danach den Master.
| Studiengang im Bestand | Abschluss |
|---|---|
| die drei Bachelor | Bachelor of Science |
| Master Metallurgy and Metal Forming, Duisburg | Master of Science |
| Master Gießereitechnik, Freiberg | in unserer Datenbank Master of Arts |
Welchen Grad die TU Bergakademie Freiberg tatsächlich vergibt, prüfst Du vor der Bewerbung in ihrer Prüfungsordnung nach.
Metallurgie im Fernstudium oder dual?
Ein Fernstudium Metallurgie gibt es leider nicht. Dafür haben wir ein duales Angebot gefunden, und für viele ist das ein sehr guter Weg.
- Keiner der fünf Studiengänge lässt sich aus der Ferne belegen.
- Das liegt am Fach selbst, weil Schmelzlabor, Technikum und Prüfmaschinen nun einmal auf dem Campus stehen.
- Genau ein Angebot, und zwar in Duisburg.
- Du arbeitest vom ersten Semester an in einem Betrieb und verdienst Geld.
Metallurgie studieren im Ausland
In diesem Fach ist es naheliegend, für ein Metallurgie-Studium auch über Deutschland hinaus zu schauen. Die Montanuniversität Leoben in Österreich führt Metallurgie als eigenständiges Studium, und damit hast Du dort mehr Auswahl als in ganz Deutschland.
Zugangsregeln, Fristen und Kosten findest Du auf den Seiten der Universität. In unseren Zahlen oben taucht sie nicht auf, weil wir in unserer Datenbank nur deutsche Hochschulen zählen.
Quelle: Montanuniversität Leoben, Studienangebot, abgerufen am 23.09.2026.
Was kannst Du mit Metallurgie werden?
Vielleicht fragst Du Dich, was ein Metallurge im Alltag macht. Er sorgt dafür, dass aus Erz und Schrott ein Werkstoff mit den richtigen Eigenschaften wird und dass der Prozess dahinter läuft, ohne zu viel Energie, Ausschuss und Geld zu verbrennen. Dein Arbeitsplatz ist dabei selten nur das Büro, denn auch die Werkshalle, das Labor und der Leitstand gehören dazu. Die Berufsbezeichnung Metallurgie-Ingenieur meint diese Rolle, egal ob sie im Arbeitsvertrag Verfahrensingenieur, Werkstoffingenieur oder Prozessingenieur heißt.
Wie viele Absolventinnen und Absolventen in welchem Feld landen, können wir Dir leider nicht sagen, weil wir dafür keine belastbaren Zahlen haben. Sagen können wir Dir aber, dass hinter dem kleinen Fach eine große Industrie steht. Die Jahrgänge an zwei Hochschulen sind überschaubar, und in einer Branche, in der sich alle über die Fachtagungen kennen, ist das für Dich eher ein Vorteil.
Falls Du überlegst, Metallurgie später an einer Schule zu unterrichten, müssen wir Dich enttäuschen, denn einen Lehramts-Studiengang Metallurgie gibt es nicht. Wenn Du an die Berufsschule möchtest, gehst Du über ein Lehramtsstudium für berufsbildende Schulen. Die berufliche Fachrichtung heißt dort Metalltechnik.
Was verdienst Du mit Metallurgie?
Mit Metallurgie verdienst Du auf Stellen mit Hochschulabschluss im Durchschnitt 7.639 € brutto im Monat.
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 241 Metallerzeugung, Expertenebene, Stand 2024.
Metallurgie und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: In Teilen, denn in Gießerei und Prüflabor gilt der Großteil der Kerntätigkeiten als automatisierbar, und wenn Du in die Entwicklung neuer Werkstoffe und Verfahren gehst, bist Du besser aufgestellt. Wir haben dafür im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen. Er berechnet, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs sich mit heutiger Technik automatisieren ließe. Beim Ingenieur für Hüttentechnik, der dem Metallurgen am nächsten kommt, sind es 2 von 4.
In Hütte und Gießerei sieht es sehr unterschiedlich aus. Beim Hütteningenieur liegt der Wert seit 2013 unverändert bei 50 Prozent. Der Gießereiingenieur lag bis 2019 bei 62 Prozent, mit dem Stand der Technik von 2022 sind es sogar 85. Am höchsten ist der Wert auf der Ausbildungsebene, beim Verfahrenstechnologen Metall in der Eisen- und Stahlmetallurgie. Das ist die Fachkraftebene, die im Gehaltsabschnitt oben die meisten Beschäftigten stellt.
- Hütteningenieur: Hochofentechnik und Wärmebehandlung
- Gießereiingenieur: 11 von 13 Kerntätigkeiten, von der Schmelztechnik über die Formstoffaufbereitung und die Werkstoffprüfung bis zur Konstruktion
- Werkstoffingenieur, eine der Bezeichnungen aus unserem Berufsteil oben: Metallografie, Werkstoffprüfung und Laborarbeiten, zusammen 7 von 10
- Verfahrenstechnologe Metall: alle 8 von 8 Kerntätigkeiten, vom Legieren bis zur Prozesssteuerung
- Hütteningenieur: Entwicklung und Metallurgie
- Gießereiingenieur: nur Entwicklung und Arbeitsvorbereitung
- Werkstoffingenieur: Entwicklung und Materialphysik
Für Dein Studium lässt sich daraus einiges ableiten. In allen drei Ingenieurberufen gehört die Entwicklung zu den nicht ersetzbaren Tätigkeiten. Wenn Du Dich für Forschung und Entwicklung entscheidest, etwa zu neuen Legierungen oder zu Verfahren für das Recycling, bist Du nach dieser Messung also in den stabileren Feldern unterwegs.
Das IAB betont allerdings, dass es nur das technisch Mögliche misst, dass ein hoher Wert nicht das Ende einer Stelle bedeutet und ein niedriger nicht vor Veränderungen schützt.
Das Metallurgie-Studium in Zahlen
aus Deutschland66
aus dem Ausland

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen zum Metallurgie-Studium
Wo kann man in Deutschland Metallurgie studieren?
Was ist Metallurgie einfach erklärt?
Kann man Metallurgie im Bachelor studieren?
Was macht ein Metallurge?
Wie viel verdient man in der Metallurgie?
Wofür steht Metal Forming im Studiengangsnamen?
Gibt es statt des Studiums eine Metallurgie-Ausbildung?
Kann man Metallurgie in Österreich studieren?
Ist Metallurgie dasselbe wie Werkstofftechnik?
Gibt es Metallurgie als Fernstudium?
Welche Voraussetzungen braucht man für ein Metallurgie-Studium?
Angebote fürs Studium per E-Mail
Du willst Metallurgie studieren? Wir schicken Dir ab und zu Angebote von Hochschulen, Stiftungen und Partnern.
- Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
- Stipendien und Förderprogramme
- Praktika und Trainee-Programme
- Gratis-Aktionen und Geld-Angebote
Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.
Weiter zum Metallurgie-Studium
Ähnliche Studiengänge
WerkstofftechnikAlle Werkstoffe im Einsatz
MaterialwissenschaftenWerkstoffe von Grund auf
FertigungstechnikBauteile herstellen und bearbeitenPassende Berufe
Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 241 Metallerzeugung, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024.
Montanuniversität Leoben, Studienangebot, abgerufen am 23.09.2026.
Universität Duisburg-Essen, International Studies in Engineering (ISE), abgerufen am 23.09.2026.
Für Regelstudienzeit, Sprachnachweis, Bewerbungsfristen, Semesterbeiträge und Zulassung: die Studien- und Prüfungsordnungen der Universität Duisburg-Essen und der TU Bergakademie Freiberg.
* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.
