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Schufa-Eintrag: Was drin steht und wann man einen bekommt

Einen Schufa-Eintrag hat fast jeder - doch das muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes bedeuten! Hier klären wir Dich auf, wie es zu so einem Eintrag kommt, welche Folgen das für Dich hat und wie man einen negativen Schufa-Eintrag wieder los wird.

Was ist ein Schufa-Eintrag?

Die Schufa, mit vollem Namen "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung", sammelt und speichert Daten über Verbraucher. Mithilfe dieser Daten bewertet sie die Kreditwürdigkeit (Bonität) von Personen. Unternehmen können diese Daten abfragen, um zu entscheiden, mit wem sie Geschäfte schließen und mit wem nicht.

Ein Schufa-Eintrag ist ganz einfach ein Vermerk in der Datenbank der Schufa, der nicht zwangsläufig negativ sein muss. Du bekommst einen Schufa-Eintrag zum Beispiel dann, wenn Du ein Girokonto eröffnest oder einen Mobilfunkvertrag schließt. Nahezu jede Person in Deutschland hat also Schufa-Einträge - auch wenn sie ihre Rechnungen immer pünktlich bezahlt hat. Nach eigenen Angaben hat die Schufa Datensätze über 67,5 Millionen Personen gespeichert.

Wie kann ich einen Schufa-Eintrag einsehen?

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    Du fragst Dich, welche Einträge in Deinem Schufa-Datensatz gesammelt sind? Du kannst bei der Schufa jeden Eintrag abfragen. Denn nach Artikel 15 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hast Du ein Recht darauf zu erfahren, welche Informationen die Schufa über Dich speichert - das nennt man auch Selbstauskunft . Wenn Du einen Schufa-Eintrag einsehen willst, hast Du folgende Möglichkeiten:

    • Kostenlose Datenkopie: Du kannst Dich direkt an die Schufa wenden (meineSCHUFA.de) und eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 Abs. 3 DSGVO anfordern. Den Antrag kannst Du ganz einfach online stellen, zugestellt wird Dir die Datenkopie aber nur in Papierform per Post. Das nimmt rund 1 bis 4 Wochen in Anspruch.
    • Kostenpflichtige Online-Abfrage: Wenn Du rascher einen Schufa-Eintrag einsehen willst, kannst Du Deine Daten bei der Schufa auch online abfragen. Dafür wird eine einmalige Gebühr fällig. Oder Du schließt ein kostenpflichtiges Abonnement ab. Gegen eine geringe Monatsgebühr (ab 3,95 Euro) kannst Du online jeden Schufa-Eintrag abfragen und erhältst weitere Services wie eine telefonische Beratung.
    • Anmeldung bei Bonify: Wenn Du Deine Daten laufend im Blick behalten willst, kannst Du Dich auch kostenlos bei Bonify anmelden. Bei diesem Dienstleister kannst Du ebenfalls online jeden Schufa-Eintrag einsehen. Dazu ist nur eine einmalige Registrierung nötig.

    Wann bekommt man einen Schufa-Eintrag?

    Ein Schufa-Eintrag enthält grundsätzlich immer kredit- oder geschäftsrelevante Daten. Das sind in erster Linie Informationen zum Zahlungsverhalten und zur Vertragstreue einer Person. Du bekommst einen Schufa-Eintrag beispielsweise dann, wenn Du ein Kundenkonto bei einem Händler eröffnest, bei einer Bank Kunde bist oder Handy- und Versicherungsverträge abschließt. Ein Schufa-Eintrag bedeutet zunächst einmal nichts Schlechtes! Man unterscheidet zwischen positiven Schufa-Einträgen, die sogar positive Konsequenzen für Dich haben, und negativen Einträgen. Nur ein negativer Schufa-Eintrag kann Dir später Schwierigkeiten bereiten.

    Positive Schufa-Einträge

    Positive Schufa-Einträge sind ganz allgemein Informationen über ein vertragsgemäßes Verhalten eines Verbrauchers. Das bedeutet, dass Du mit Unternehmen und Banken Geschäfte schließt und dabei pünktlich Deine Rechnungen oder Kreditraten bezahlst.

    Du bekommst einen positiven Schufa-Eintrag beispielsweise dann, wenn Du

    • einen Mobilfunkvertrag abschließt
    • ein Girokonto eröffnest
    • um eine Kreditkarte ansuchst
    • beim Versandhändler etwas auf Raten kaufst
    • einen Leasing-Vertrag schließt
    • einen Kredit eröffnest
    • einen Kredit vertragsgemäß abbezahlt hast

    "Schulden" bewertet die Schufa also nicht automatisch als negativ! Solange Du Deine Kreditraten pünktlich abbezahlst, brauchst Du Dir über Deine Schufa-Bewertung keine Sorgen zu machen.

    Negative Schufa-Einträge

    Ein negativer Schufa-Eintrag weist immer auf ein nicht vertragsgemäßes Verhalten hin - etwa wenn Du offene Rechnungen oder Kreditraten nicht begleichst oder Deine Schulden nicht mehr abbezahlen kannst. Doch keine Sorge: Ein negativer Schufa-Eintrag entsteht nicht sofort, nur weil Du einmal eine Rechnung übersehen hast. Du bekommst ihn erst dann, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:

    • Du hast 2 schriftliche Mahnungen im Abstand von mindestens 4 Wochen erhalten
    • In den Mahnbescheiden wurde Dir ein negativer Schufa-Eintrag angekündigt
    • Du hast der Rechnung bzw. den Mahnungen nicht widersprochen
    • Du hast die Rechnung (inklusive Mahngebühren) bis zuletzt nicht beglichen

    Damit es gar nicht erst so weit kommt, solltest Du Dich sofort mit dem Unternehmen in Verbindung setzen, wenn Du bemerkst, dass Du eine Rechnung nicht fristgerecht bezahlen kannst. Viele Händler oder Banken kommen Dir dann mit verlängerten Fristen entgegen. Falls Du eine fehlerhafte Rechnung erhältst, dann erhebe dagegen Einspruch, anstatt sie einfach nicht zu bezahlen!

    Neben unbezahlten Rechnungen können negative Schufa-Einträge auch folgende Gründe haben:

    • Die Bank hat einen Kredit gekündigt, weil Du die Raten nicht bezahlt hast
    • Es wird ein Inkassoverfahren gegen Dich eingeleitet
    • Du wirst in ein öffentliches Schuldnerregister eingetragen
    • Du musst Privatinsolvenz anmelden

    Welche Folgen hat ein Schufa-Eintrag für mich?

    Anhand der positiven und negativen Schufa-Einträge kann man Rückschlüsse über die Kreditwürdigkeit (Bonität) von Verbrauchern ziehen. Unternehmen wie Händler oder Banken greifen auf diese Informationen zurück. Sie können zwar nicht jeden einzelnen Schufa-Eintrag einsehen, doch sie können bei der Schufa anfragen, wie kreditwürdig Du als potentieller Kunde bist. Je nachdem wirst Du als Kunde akzeptiert - oder auch nicht. Deine Schufa-Einträge haben Auswirkungen auf viele Lebensbereiche! Sie entscheiden beispielsweise darüber, ob Du

    • einen Kredit aufnehmen kannst und zu welchen Bedingungen
    • einen Mietvertrag bekommst
    • ein Auto leasen kannst
    • einen Handyvertrag abschließen kannst
    • für Deine Kfz-Haftpflichtversicherung niedrige oder hohe Beiträge bezahlst
    • beim Versandhändler etwas auf Raten oder auf Rechnung kaufen darfst
    • zu einem günstigeren Strom- oder Gasanbieter wechseln kannst

    Ein negativer Schufa-Eintrag kann Dir also ziemlich viel Ärger bereiten! Daher solltest Du Deine Daten regelmäßig kontrollieren und bei jedem Schufa-Eintrag prüfen, ob er korrekt ist. Einen falschen Schufa-Eintrag kannst Du verbessern lassen. Dazu musst Du Dich entweder an das Unternehmen wenden, das für den Eintrag verantwortlich ist, oder direkt an die Schufa.

    Wann wird ein Schufa-Eintrag gelöscht?

    Gut zu wissen: Ein negativer Schufa-Eintrag bleibt Dir nicht ein Leben lang erhalten! Für die Datenspeicherung bei der Schufa gelten festgelegte Löschfristen. Sie sind zwar nicht gesetzlich fixiert, die Schufa und andere Auskunfteien haben sich mit den Datenschutzbehörden aber in einem sogenannten Code of Conduct darauf geeinigt.

    Hier ein Überblick über die wichtigsten Löschfristen:

    Sofortige Löschung

    • Falsche Daten: Ist ein Schufa-Eintrag nachweislich inkorrekt, unvollständig oder veraltet, kannst Du ihn jederzeit löschen lassen. Daher solltest Du regelmäßig die Schufa-Einträge in Deinem Datensatz prüfen!
    • Informationen über Giro- und Kreditkarten-Konten: Diese Daten werden gelöscht, sobald die Bank der Schufa meldet, dass das Konto aufgelöst wurde.

    Löschung nach 12 Monaten

    • Kreditanfragen: Wenn Du bei einer Bank um einen Kredit angefragt hast, wird diese Information nach taggenau 12 Monaten gelöscht. Es ist ungünstig, wenn in Deinen Schufa-Daten viele Kreditanfragen verzeichnet sind. Denn man kann daraus schließen, dass die Banken Deine Kreditanfragen womöglich abgelehnt haben.
    • Kreditkonditionen-Anfragen: Davon zu unterscheiden sind sogenannten Kreditkonditionen-Anfragen. Diese Anfragen werden zwar ebenfalls 12 Monate gespeichert, doch Du nur selbst kannst den entsprechenden Schufa-Eintrag einsehen. Kreditkonditionen-Anfragen werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben und haben daher keine negativen Auswirkungen für Dich.
    • Anfragen von Unternehmen: Wenn ein Unternehmen Informationen über Dich eingeholt hat, kannst Du diese Abfrage 12 Monate lang einsehen.

    Löschung nach 3 Jahren

    • Informationen über Kredite: Hast Du einen Kredit vollständig beglichen, dann wird der entsprechende Schufa-Eintrag taggenau 3 Jahre nach der Rückzahlung gelöscht.
    • Abschluss eines Inkasso- oder Mahnverfahrens: Ein abgeschlossenes Inkasso- oder Mahnverfahren wird nach 3 vollen Kalenderjahren gelöscht. - "Abgeschlossen" bedeutet, dass der Schuldner die Forderungen inzwischen beglichen hat. Wurde ein Inkassoverfahren beispielsweise am 14.03.2018 abgeschlossen, dann wird der Schufa-Eintrag am 31.12.2021 gelöscht.
    • Gerichtsdaten: Ein negativer Schufa-Eintrag, der durch ein Gericht veranlasst wurde, wird taggenau nach 3 Jahren gelöscht. Dazu zählt beispielsweise eine sogenannte eidesstattliche Versicherung. Das bedeutet, dass jemand in ein Schuldnerverzeichnis eingetragen wurde und nun sein gesamtes Vermögen vor einem Gerichtsvollzieher offenlegen muss. Verweigert der Schuldner diese Vermögensauskunft, wird das ebenfalls eingetragen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Haftbefehl. Auch der wird 3 Jahre lang in der Schufa-Akte vermerkt.

    Löschung nach 10 Jahren

    Privatinsolvenzverfahren verschwinden erst nach 10 Jahren komplett aus der Schufa-Datenbank. Der Grund dafür ist, dass solche Verfahren aus mehreren Schritten bestehen. Jeder einzelne Schritt wird zwar nach 3 Jahren gelöscht, insgesamt dauert es aber 10 Jahre, bis die Informationen über das Insolvenzverfahren nicht mehr in der Schufa aufscheinen.

    Wie kann ich einen negativen Schufa-Eintrag verbessern?

    Du kannst bei der Schufa jeden Eintrag einsehen, indem Du eine Selbstauskunft anforderst. Entdeckst Du in Deinen Unterlagen einen negativen Schufa-Eintrag, kannst Du ihn unter bestimmten Voraussetzungen schon vor Ablauf der üblichen Löschfristen loswerden! Prüfe die folgenden Punkte:

    Ist der Schufa-Eintrag korrekt?

    Zunächst solltest Du bei jedem negativen Schufa-Eintrag prüfen, ob er nicht etwa fehlerhaft ist. Manchmal leiten Unternehmen Information nicht oder verspätet an die Schufa weiter - beispielsweise, dass Du eine angemahnte Rechnung inzwischen beglichen hast. Auf diese Weise kann ein ungerechtfertigter negativer Schufa-Eintrag entstehen.

    Falsche Einträge kannst Du löschen lassen. Wende Dich dazu an das Unternehmen, das für den Eintrag verantwortlich ist - Du kannst bei jedem Schufa-Eintrag einsehen, wer die Daten gemeldet hat. Versuche zu belegen, warum der Eintrag falsch ist, und fordere das Unternehmen auf, innerhalb einer angemessenen Frist (z.B. 3 Wochen) den Schufa-Eintrag zu verbessern. Für Streitfälle gibt es bei der Schufa übrigens einen Ombudsmann.

    Ist der Schufa-Eintrag veraltet?

    Darüber hinaus kannst Du bei einem negativen Schufa-Eintrag prüfen, ob die Löschfristen eingehalten wurden. Falls ein Eintrag veraltet ist, dann wende Dich direkt an die Schufa, damit sie Deine Daten auf den neuesten Stand bringt. So verhinderst Du, dass Unternehmen einen veralteten Schufa-Eintrag abfragen können.

    Kannst Du den Schufa-Eintrag vorzeitig löschen lassen?

    Unter bestimmten Voraussetzungen macht die Schufa Ausnahmen von den normalen Löschfristen. Wichtig ist dabei, dass Du Dich kooperativ zeigst. Falls Du einen negativen Schufa-Eintrag wegen einer nicht bezahlten Rechnung hast, kann er vorzeitig gelöscht werden, wenn

    • der offene Betrag nicht höher als 2.000 Euro war
    • Du die Rechnung spätestens 6 Wochen nach dem Schufa-Eintrag beglichen hast
    • es noch nicht zu einem gerichtlichen Mahnverfahren gekommen ist

    Falls der negative Schufa-Eintrag gerechtfertigt ist und nicht diese Bedingungen erfüllt, sind Dir leider die Hände gebunden. Du kannst dann nur den Ablauf der Löschfrist abwarten.

    Welche Daten speichert die Schufa?

    Du fragst Dich, was die Schufa eigentlich alles über Dich weiß? Wenn Du eine Selbstauskunft bei der Schufa einholst, wirst Du in der Datenkopie Folgendes finden:

    Personenbezogene Daten

    Diese Daten benötigt die Schufa, um Dich eindeutig zu identifizieren. Gespeichert wird:

    • Vorname und Nachname
    • Geburtsdatum und -ort
    • derzeitige Wohnadresse
    • frühere Wohnadressen

    Allgemeine Finanzdaten

    Die Schufa sammelt außerdem sämtliche Informationen rund um Deine Finanzen, wie etwa:

    • bestehende Girokonten
    • bestehende Kreditkarten
    • Leasing-Verträge
    • Mobilfunk-Verträge
    • Konten bei Versandhändlern
    • laufende und abbezahlte Kredite
    • Kreditanfragen und Kreditkonditionen-Anfragen

    Bei allen diesen Daten handelt es sich zunächst einmal um positive Einträge. Nach Angaben der Schufa liegen bei 90 Prozent der Verbraucher ausschließlich solche positiven Finanzdaten vor.

    Informationen über Zahlungsstörungen oder -ausfälle

    Erst Zahlungsstörungen oder -ausfälle führen zu negativen Einträgen. Die Schufa sammelt u.a. Daten zu

    • Mahn- und Inkassoverfahren
    • von der Bank gekündigten Krediten
    • gerichtlichen Vollstreckungsbescheiden
    • eidesstattlichen Versicherungen
    • Privatinsolvenzen

    Anfragen von Unternehmen

    In Deinem Schufa-Datensatz wird vermerkt, wenn Unternehmen eine Bonitätsauskunft über Dich einholen. Das ist üblich, wenn Du Verträge mit längeren Zahlungsverpflichtungen schließt oder beispielsweise ein Girokonto eröffnen willst.

    Bonitätsccore (Schufa-Score)

    Zusätzlich zu den einzelnen Einträgen wirst Du in Deiner Schufa-Datenkopie einen sogenannten Bonitätsscore finden. Das ist eine Zahl zwischen 0 und 100, die Deine Kreditwürdigkeit (Bonität) in Prozent ausdrücken soll. Ein Bonitätsscore von 90 bedeutet beispielsweise: Die Wahrscheinlichkeit, dass Du zukünftig Deinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen wirst, beträgt 90 Prozent. Die Schufa berechnet den Wert aus allen positiven und negativen Einträgen, die ihr vorliegen.

    Für Händler, Banken oder Versicherungen ist der Bonitätsscore eine wichtige Information, um zu entscheiden, mit wem sie Geschäfte schließen und zu welchen Bedingungen. Eine Person, die einen Bonitätsscore von 97 hat, bekommt einen Bankkredit beispielsweise günstiger als jemand mit einem Wert von 90. Bei einem Bonitätsscore von 80 oder weniger wird eine seriöse Bank keinen Kredit mehr vergeben.

    Was die Schufa nicht über Dich weiß

    Aus Datenschutzgründen sammelt und speichert die Schufa keine Informationen zu:

    • Familienstand
    • Nationalität und Herkunft
    • Beruf und Arbeitgeber
    • Vermögen und Einkommen
    • Religionszugehörigkeit und politische Mitgliedschaften
    • Kaufverhalten (Marketing-Daten)

    Auch wenn die Schufa vieles über Dich weiß, bist Du also kein gläserner Mensch!

    Woher hat die Schufa ihre Daten?

    Die Schufa führt keine eigenständigen Recherchen oder Datenerhebungen durch. Sie kauft keine Marketing-Daten von Händlern und schnüffelt auch nicht in sozialen Netzwerken. Alle Informationen, die sie über Dich hat, stammen aus folgenden Quellen:

    • öffentlich zugänglichen Verzeichnissen (z.B. Schuldnerverzeichnisse der Amtsgerichte)
    • den Vertragspartnern der Schufa

    Vertragspartner der Schufa sind beispielsweise Banken, Finanzdienstleister, Versicherungen, Leasing-Gesellschaften, Versandhändler, Mobilfunkunternehmen, Kaufhäuser und Inkassobüros. Diese Unternehmen liefern der Schufa Daten über Geschäftsabschlüsse und Zahlungen ihrer Kunden. Sie können im Gegenzug bei der Schufa Informationen über die Kreditwürdigkeit von Personen einholen.

    Welche Informationen gibt die Schufa weiter?

    Die Schufa erteilt nach eigenen Angaben pro Tag rund 380.000 Auskünfte. Die Vertragspartner können aber nicht jeden einzelnen Schufa-Eintrag einsehen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen sogenannten A- und B-Auskünften.

    • A-Auskünfte sind umfangreicher. Sie enthalten Angaben über positive und negative Einträge und erlauben somit weitreichende Rückschlüsse über Deine finanzielle Situation. A-Auskünfte erteilt die Schufa nur ihren A-Vertragspartnern, das sind Banken, Versicherungen und Leasing-Gesellschaften.
    • B-Auskünfte umfassen dagegen nur negative Einträge. Sie werden an B-Vertragspartner wie Versandhändler oder Mobilfunk-Unternehmen weitergegeben. Kaufst Du bei einem Versandhändler auf Raten, dann kann das Unternehmen also nicht jeden Schufa-Eintrag einsehen. Es erhält nur Informationen darüber, ob es in der Vergangenheit schon einmal Zahlungsschwierigkeiten gab.