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Internetanbieter-Vergleich: Welcher ist der günstigste?

Du hast Deinen Internetanbieter schon länger nicht mehr gewechselt? Dann zahlst Du mit großer Wahrscheinlichkeit zu viel für Deinen Internet-Vertrag und kannst durch einen Umstieg viel sparen! Doch nicht jeder Tarif hält, was er auf den ersten Blick verspricht. Mit unseren Tipps findest Du Schritt für Schritt den passenden Internet-Provider - ohne Dich später über langsames Internet oder versteckte Preisfallen zu ärgern.

Welcher Internetanbieter ist im Vergleich der beste?

Den richtigen Internet-Provider zu finden ist fast schon eine eigene Wissenschaft: Rabatte, Sonderaktionen und Zusatzangebote machen den Vergleich der Internetanbieter zu einer komplizierten Angelegenheit. Zudem ist nicht jeder Anbieter an jeder Ecke Deutschlands vertreten.

Die Online-Vergleichstabelle zeigt Dir die wichtigsten Preis- und Leistungsmerkmale auf einen Blick. Indem Du Deine Postleitzahl eingibst, kannst Du auch sofort prüfen, welche Internettarife bei Dir zu Hause verfügbar sind.

Und wie filterst Du aus der Menge an Angeboten den passenden Internet-Anbieter heraus? Gehe bei Deinem Internet-Vergleich am besten systematisch die folgenden 4 Schritte durch:

  • Schritt 1: Finde heraus, welche Art von Internetanschluss bei Dir verfügbar ist
  • Schritt 2: Überlege Dir, ob Du nur Internet brauchst oder ein Kombi-Paket abschließen willst
  • Schritt 3: Vergleiche die Leistungen, die für Dich persönlich wichtig sind
  • Schritt 4: Vergleiche die Preise, die Du - alles in allem - tatsächlich bezahlst

Was Du beim Internet-Tarifvergleich genau berücksichtigen solltest, erklären wir Dir nachfolgend im Detail.

Schritt 1: Über welchen Anschluss kommt das Internet zu mir?

Die erste, wichtigste Frage ist, welche Anschlussart bei Dir zu Hause verfügbar ist. Die gängigen Arten von Internetanschlüssen sind:

DSL-Anschluss

Die Abkürzung "DSL" steht für "Digital Subscriber Line". Gemeint ist die internetfähige Telefonleitung, die es mittlerweile in mehr als 90 Prozent der deutschen Haushalte gibt. Vor allem in Städten steht oft bereits die Weiterentwicklung "VDSL" (Very High Data Rate Digital Subscriber Line) zur Verfügung. Bei einem DSL-Anschluss ist die maximale Übertragungsgeschwindigkeit aus technischen Gründen meist auf 16 Mbit/s begrenzt. VDSL-Anschlüsse ermöglichen dagegen höhere Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s.

Welche maximale Geschwindigkeit Dein DSL-Internetanschluss haben kann, hängt von der Infrastruktur bei Dir vor Ort ab. Ein wichtiger Faktor ist etwa, wie weit Du vom nächsten Verteilerkästchen entfernt bist. Die Datensignale werden langsamer, je längere Strecken sie zurücklegen müssen. Ein Highspeed-Internettarif bringt Dir daher nichts, wenn die Datengeschwindigkeit bei Dir gar nicht ankommt!

Kabel-Anschluss

Rund 50 Prozent der deutschen Haushalte verfügen über einen TV-Kabel-Anschluss, über den man auch Internet empfangen kann. Ein Kabel-Internetanschluss hat im Vergleich zu DSL-Anschlüssen tendenziell ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis: Per Kabel sind Übertragungsraten von bis zu 500 Mbit/s technisch möglich. Darüber hinaus sind die Verträge oft etwas günstiger zu haben als die langsameren DSL-Tarife. Ob es bei Dir im Haus einen Kabel-Anschluss gibt, weiß Dein Vermieter oder die Hausverwaltung.

Kabelinternet kannst Du übrigens auch unabhängig vom Kabelfernsehen buchen. Im Mehrfamilienhäusern kann man aber immer nur einen Anbieter pro Gebäude wählen - in der Regel ist das der Internetanbieter, der das Kabel verlegt hat. Du kannst also nicht wie bei einem DSL-Anschluss einfach zu einem anderen Anbieter wechseln.

Glasfaserleitung

Glasfaserleitungen ermöglichen sehr hohe Übertragungsraten von über 1000 Mbit/s. Für die meisten Internetnutzer sind sie aber noch Zukunftsmusik, die Einrichtung eines Glasfaseranschlusses ist derzeit eine recht teure Angelegenheit.

LTE-Anschluss

In manchen ländlichen Gegenden sind DSL- und Kabel-Anschlüsse nach wie vor Mangelware. Eine mögliche Alternative ist ein LTE-Anschluss, der das Mobilfunk-Internet der Handynetze nutzt. Du brauchst dafür allerdings einen speziellen Router.

Internetanschluss per Satellit

Ein Internetanschluss ist grundsätzlich auch über Satellit möglich. Die Einrichtungskosten sind aber hoch und die Datenübertragungsraten recht gering, so dass es sich bestenfalls um eine Notfall-Option handelt.

Schritt 2: Welche Zusatz- oder Kombi-Angebote sind sinnvoll?

Über DSL- und Kabel-Anschlüsse lassen sich zusätzlich zum Internet auch Telefon und Fernsehen empfangen. Bei vielen Internetanbietern kannst Du Kombi-Pakete wählen, die aus mehreren Komponenten bestehen:

  • Internetanschluss
  • Festnetz-Flatrate
  • Mobilfunk-Flatrate
  • TV-Anschluss

Solche Kombi-Pakete haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Deine Vorteile sind:

  • Rabatte: Das Kombi-Angebot kommt Dir normalerweise günstiger als die einzelnen Komponenten beim gleichen Anbieter.
  • Komfort: Du musst Dich nicht mit mehreren Anbietern und Verträgen herumschlagen, sondern bekommst alles aus einer Hand.

Es gibt aber auch mögliche Nachteile zu bedenken:

  • Nicht immer billiger: Ein günstiger Internetanbieter muss nicht unbedingt der günstigste Mobilfunk-Anbieter sein - und umgekehrt. Je nach aktueller Marktlage kann es sein, dass Du mit getrennten Verträgen für Internetanschluss, Handy und TV sogar Geld sparst.
  • Unflexibel: Oft gehst Du Mindest-Vertragslaufzeiten von 24 Monaten oder mehr ein. Der Markt ist aber schnelllebig und häufig gibt es bereits nach wenigen Monaten günstigere Handy- oder TV-Tarife. Mit einem Kombi-Paket bist Du ziemlich unflexibel und kannst nicht so einfach wechseln.

Überlege Dir daher, welche Zusatzleistungen Du wirklich brauchst, und vergleiche die Preise der Kombi-Pakete auch mit denen von Einzelverträgen!

Schritt 3: Welche Leistungsmerkmale sind beim Internet-Tarifvergleich wichtig?

Im nächsten Schritt solltest Du klären, welche Leistungen beim Internet-Vergleich für Dich persönlich wichtig sind. Du brauchst beispielsweise keine ultraschnelle Internetverbindung, wenn Du nur hin und wieder Deine E-Mails checkst. Indem Du auf unnötige Zusatzleistungen verzichtest, vermeidest Du einen überteuerten Vertrag.

Die wichtigsten Leistungsmerkmale beim Internetanbieter-Vergleich sind:

Download-Geschwindigkeit (Downstream)

Die Download-Geschwindigkeit gibt an, wie schnell Du Daten herunterladen kannst. Je mehr Speed die Internetleitung im Download hat, desto rascher bauen sich beim Surfen die Webseiten auf. Wichtig ist die Downstream-Geschwindigkeit vor allem dann, wenn Du über Streaming-Dienste Musik hörst oder TV empfangen willst. Für "normale" HD-Filme ist eine Übertragungsrate von 16 Mbit/s meist ausreichend. Wenn Du Videos in Ultra-HD-Auflösung streamen willst, sollten es eher 50 Mbit/s sein. Auch Online-Gamer sind mit einer rascheren Leitung besser dran.

Vorsicht: Viele Internetanbieter geben in der Werbung nur das maximal mögliche Tempo unter Idealbedingungen an! Tatsächlich surfst Du oft mit wesentlich geringerer Geschwindigkeit. Lade Dir zum Vergleich der Internetanbieter daher unbedingt die Produktinformationsblätter herunter. Erst dort findest Du genauere Angaben, welche Übertragungsgeschwindigkeit der Anbieter durchschnittlich zur Verfügung stellen kann.

Upload-Geschwindigkeit (Upstream)

Die Upload-Geschwindigkeit spielt vor allem dann eine Rolle, wenn Du Fotos oder größere Dateimengen über Cloud-Dienste speicherst oder Video-Chat-Dienste nutzt. Für den durchschnittlichen Nutzer reicht meist eine Upload-Geschwindigkeit von 1 Mbit/s. Als Vielnutzer oder Online-Spieler hast Du mit Übertragungsraten von 2 - 4 Mbit/s wahrscheinlich mehr Freude. Die Upload-Geschwindigkeit kann auch dann wichtig sein, wenn Du häufig im Home-Office arbeitest und dabei größere Dateimengen auf den firmeninternen Cloud-Speicher hochladen musst.

Beim Upload kann ein DSL-Internetanschluss im Vergleich zu einem Kabel-Anschluss übrigens sogar die schnellere Variante sein. Beim Download macht dagegen der Kabel-Anschluss klar das Rennen.

Speed-Drosselung

Vor allem bei DSL-Tarifen drosseln einige Internetanbieter die Geschwindigkeit, sobald Du ein bestimmtes monatliches Datenvolumen (z.B. 100 GB) überschritten hast. Du surfst anschließend im Schneckentempo weiter (z.B. mit 2 Mbit/s) - oder zahlst einen Aufpreis, damit Du weiterhin mit hoher Geschwindigkeit unterwegs bist.

Meist sind Internettarife mit Drosselung günstiger als solche ohne Begrenzung. Wenn Du ohnehin wenig Datenvolumen verbrauchst und die Grenze daher gar nicht erreichst, ist die Speed-Drosselung daher nicht unbedingt ein Nachteil. Wenn Du dagegen häufig Filme streamst oder online spielst, kann Dich das Datenlimit zur Verzweiflung treiben.

Inkludierte Hardware

Egal ob Kabel oder DSL: Um den Internetanschluss zu Hause zu nutzen, brauchst Du einen (möglichst WLAN-fähigen) Router, der das Signal verteilt. Um Smart-TV zu nutzen, sind meist spezielle Streaming-Boxen erforderlich. Manche WLAN-Anbieter stellen Dir die nötige Hardware kostenlos zur Verfügung, bei anderen kannst Du ein günstiges WLAN-Gerät mieten. Das kann ein entscheidender Kostenvorteil sein! Hast Du dagegen schon Deine eigene Hardware zu Hause, dann kannst Du Dir die Gebühr für die Miete beim WLAN-Anbieter auch sparen.

Laufzeit

Vor allem bei preisgünstigen Tarifen musst Du Dich im Gegenzug oft sehr lange an den Internetanbieter binden. Mindest-Vertragszeiten von 24 Monaten sind nicht ungewöhnlich. Mittlerweile gibt es auch Tarife ohne feste Laufzeit, die Du monatlich kündigen kannst. Sie sind im Schnitt aber etwas teurer als Tarife mit zweijähriger Laufzeit.

Kündigungsfrist

Auch nicht unwichtig ist die Kündigungsfrist. Sie beträgt häufig 3 Monate. Hast Du sie verpasst, verlängert sich Dein Vertrag meist um ein weiteres Jahr.

Schritt 4: Welcher Internetanbieter ist im Vergleich der günstigste?

Beim Preis für das Internet heißt es genau hinschauen. Denn die tatsächlichen Kosten sind aus den Werbeaussagen der Internetanbieter meist nicht ersichtlich. Häufig werden Neukunden und Wechsler mit günstigen Angeboten gelockt, die aber nur befristet gelten. Auch für den Anschluss selbst können Gebühren anfallen. So kann ein vermeintlich günstiger Internetanbieter zur Kostenfalle werden.

Um Dir einen möglichst objektiven Internet-Tarifvergleich zu ermöglichen, findest Du in der Vergleichstabelle die monatlichen Effektivkosten sowie die Gesamtkosten für 24 Monate angegeben. In den Effektivkosten sind sämtliche Kosten berücksichtigt, die über die Vertragsdauer hinweg entstehen:

  • Monatliche Grundgebühr: Einen reinen Internet-Vertrag ohne Kombi-Angebote bekommst Du ab ca. 20 Euro monatlich. Vorsicht, wenn Anbieter mit deutlich günstigeren Tarifen werben: Sie gelten meist nur in den ersten Monaten, später kann sich die Grundgebühr deutlich erhöhen.
  • Anschlusskosten: Für die Einrichtung des Internetanschlusses kann eine einmalige Gebühr anfallen, einige Internetanbieter verzichten auch darauf. Bei wieder anderen gibt es zeitlich befristete Aktionen, bei denen die Anschlussgebühr entfällt.
  • Versandkosten: Falls Du Hardware wie ein günstiges WLAN-Gerät mieten oder kaufen möchtest, kann Dir der Internet-Anbieter die Versandkosten in Rechnung stellen.
  • Hardware-Kosten: Die nötige Hardware (Router, Streaming-Box) kann gratis im Tarif eingeschlossen sein. Manchmal musst Du sie beim WLAN-Anbieter kostenpflichtig mieten oder kaufen, was die tatsächlichen Kosten in die Höhe treiben kann.
  • Regionalzuschlag: Das Internet kann auch teurer werden, wenn Du am falschen Ort wohnst. Denn manche Internetanbieter heben in bestimmten Regionen Zuschläge ein. Wo genau der Aufpreis fällig wird, kann sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden.
  • Rabatte oder Wechselbonus: Häufig erhältst Du als Neukunde großzügige Rabatte. Lass Dich davon aber nicht blenden, sondern achte beim Internet-Vergleich immer auf die effektiven Kosten über die gesamte Vertragsdauer hinweg! Manchmal kannst Du auch Geld sparen, indem Du den Vertrag online abschließt.

Welcher Internetanbieter im Vergleich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, ist letztlich eine individuelle Entscheidung. Es kommt darauf an, wie und wofür Du das Internet nutzt und welche Tarife Dir an Deinem Wohnort zur Verfügung stehen.

Welche Internetanbieter gibt es in Deutschland überhaupt?

Die großen, überregionalen Internetanbieter kannst Du in nahezu allen Regionen Deutschlands buchen. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl kleinerer Anbieter, die nur lokal aktiv sind. Sie können mit den Angeboten der großen Konzerne durchaus mithalten, Du solltest sie beim Vergleich der Internetanbieter daher nicht von vornherein ausschließen.

Die folgende Grafik zeigt Dir, welche Internetanbieter im Vergleich den größten Marktanteil haben.

DSL-Internetanbieter im Detail


DSL Internetanbieter im Detail

Quelle:Statista

Telekom

Die unangefochtene Nummer Eins ist mit mehr als 13 Millionen Kunden die Telekom. Sie war seit den 1990er-Jahren maßgeblich daran beteiligt, das DSL-Netz aufzubauen. Andere Internetanbieter mieten heute vielfach das Netz der Telekom, anstatt eigene Leitungen zu betreiben.

Der große Vorteil der Telekom ist das großflächig ausgebaute Netz. In Städten bietet die Telekom vielfach bereits schnellere VDSL-Anschlüsse an. In ländlichen Regionen müssen sich Nutzer dagegen oft noch mit den älteren und langsameren DSL-Anschlüssen zufrieden geben. Vereinzelt bietet die Telekom bereits Glasfaseranschlüsse mit Übertragungsraten von bis zu 200 Mbit/s an.

Neben reinen Internettarifen vermarktet die Telekom auch Kombi-Pakete. Das TV-Angebot der Telekom nennt sich "Magenta".

Vodafone

Der zweitgrößte Internet-Anbieter Vodafone versorgt in Deutschland über 6,4 Millionen Haushalte. Seine Angebote stehen wie die der Telekom nahezu flächendeckend zur Verfügung. Vodafone nutzt zum Teil fremde Netze, zum Teil baut der Provider sein eigenes DSL- und VDSL-Netz aus. Im Jahr 2013 hat Vodafone den Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland übernommen und bietet seither auch Kabelinternet an. Ebenfalls bekannt ist Vodafone für schnelle LTE-Internetzugänge.

1&1

1&1 war ursprünglich ein Wiederverkäufer von Telekom-Tarifen, hat sich mittlerweile aber zu einem eigenständigen Player am Markt gemausert. Der Internetanbieter stellt DSL- und VDSL-Anschlüsse mit verschiedenen Bandbreiten zur Verfügung und nutzt dabei großteils das Netz der Telekom.

Hochwertige Hardware (DSL-Modem, WLAN-Router) gibt es oft günstig zu mieten. Auch Kombi-Pakete mit TV und Handy-Flatrate zählen zum Angebot von 1&1.

Unitymedia

Unitymedia ist nur in den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg verfügbar, hat dort aber recht hohe Marktanteile. Der Internetanbieter betreibt ein eigenes Kabelnetz und bietet daher Internetzugang, TV, Festnetz und Mobilfunk aus einer Hand. Bekannt ist Unitymedia für sein Highspeed-Kabelinternet mit bis zu 400 Mbit/s.

o2

Hinter der Marke "o2" steckt der Mobilfunknetzbetreiber Telefónica Deutschland. Für seine DSL- und VDSL-Angebote nutzt o2 vorwiegend das Netz der Telekom. Der Internetanbieter hat neben Tarifen mit der üblichen 24-monatigen Bindung auch monatliche kündbare Tarife im Programm.

Tele Columbus / Pyur

Der frühere Kabel-Internetanbieter "Tele Columbus" ist neuerdings unter dem Namen "Pyur" am Markt. Über sein Kabelnetz stellt der Anbieter Highspeed-Internet mit bis zu 400 Mbit/s zur Verfügung. Aktiv ist er vor allem im Osten Deutschlands.

Wie wechsle ich meinen Internetanbieter?

Wenn Du Deinem Internetanbieter schon längere Zeit treu bist, zahlst Du für Deinen Internetanschluss im Vergleich zu aktuellen Angeboten wahrscheinlich zu viel. Denn es kommen laufend billigere Tarife und Flatrates auf den Markt. Ein günstiger Internetanbieter kann Dir locker 100 Euro pro Jahr ersparen! Der Wechsel ist auch nicht sonderlich kompliziert, weil Dir die Anbieter viel Arbeit abnehmen. Gehe dazu am besten so vor:

Schritt 1: Kündigungsfrist herausfinden

Prüfe zuerst, wann Dein bestehender Vertrag ausläuft und welche Kündigungsfrist Du einhalten musst - häufig beträgt sie 3 Monate. Falls Du umziehst, hast Du übrigens unter bestimmten Voraussetzungen ein Sonderkündigungsrecht. Du kommst früher aus Deinem Vertrag heraus, wenn der alte Internetanbieter am neuen Wohnort nicht verfügbar ist oder dort nicht die volle DSL-Bandbreite bereitstellen kann. In solchen Fällen kannst Du häufig zum Ende jedes Kalendermonats (und nicht erst mit Ende der Vertragslaufzeit) kündigen. An der 3-monatigen Frist ändert sich aber nichts.

Schritt 2: Internet-Provider vergleichen

Vergleiche rechtzeitig die aktuellen Angebote am Markt und finde so heraus, welcher Internetanbieter im Vergleich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Beim Online-Tarifvergleich hast Du übrigens mehrere Filter-Möglichkeiten. So kannst Du etwa auswählen, wie schnell Dein Internetanschluss sein soll und ob Du zusätzliche Angebote nutzen willst.

Um herauszufinden, welche Internettarife bei Dir vor Ort verfügbar sind, gib einfach Deine Postleitzahl ein. Aus Datenschutzgründen sind keine weiteren Angaben erforderlich. Beachte aber, dass das Ergebnis auf Basis der Postleitzahl ungenau sein kann! Prüfe daher anschließend direkt auf der Anbieter-Seite, ob der Tarif an Deiner exakten Wohnadresse zur Verfügung steht.

Schritt 3: Portierung beim neuen Anbieter beantragen

Am einfachsten ist es, wenn Du die Kündigung des alten Anbieters direkt beim neuen Provider in Auftrag gibst. Das solltest Du unbedingt rechtzeitig tun - plane einen Zeitpuffer von mehreren Wochen ein! Du kannst den Wechsel auch bereits Monate im Voraus in Auftrag geben, damit Du mit Sicherheit keinen einzigen Tag ohne Internet, Telefon oder Fernsehen bist.

Die Übertragung des Anschlusses nennt man auch Portierung. Die meisten Anbieter stellen Dir dafür ein Online-Formular zur Verfügung. Fülle es sorgfältig und vollständig aus. In der Regel musst Du Deine genaue Adresse und Kontaktdaten und Deine Kundennummer beim alten Anbieter angeben. Wenn Du einen Kombi-Vertrag hast, kannst Du zugleich mit dem Anbieterwechsel auch die Übertragung der Rufnummer in Auftrag geben. Um alle nötigen Formalitäten kümmert sich anschließend der neue Internetanbieter.

Schritt 4: Neue Hardware installieren

In vielen Tarifen ist Hardware wie ein günstiges WLAN-Gerät oder eine Streaming-Box enthalten. Der Anbieter wird Dir die Geräte rechtzeitig zusenden, Du kannst sie normalerweise selbst installieren. Lediglich für den Wechsel von DSL auf Kabel oder umgekehrt braucht es meist einen Techniker. Erkundige Dich, ob dieser Service kostenlos inbegriffen ist oder ob Du dafür eine Gebühr bezahlst!