Einstiegsgehalt 
1.867
Durchschnittsgehalt 
1.966
Ausbildung 
Ausbildung
48
Freie Jobs als
Zahnmedizinische Fachangestellte
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Was ist eine Zahnmedizinische Fachangestellte?

Die Zahnmedizinische Fachangestellte ist dafür zuständig, dem Zahnarzt bei Behandlungen assistierend zu Seite zu stehen, um den reibungslosen Ablauf einer Zahnbehandlung zu garantieren. Neben den Hilfestellungen bei der Untersuchung ist die Zahnmedizinische Fachangestellte dafür zuständig, die Instrumente und Behandlungsräume sauber zu halten, die Geräte zu pflegen und nötige Vorbereitungen zu treffen. Ebenso sind Zahnmedizinische Fachangestellte für viele organisatorische Aufgaben innerhalb der Praxis zuständig. Der Beruf ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Bereich der Freien Berufe. Bis 2001 hieß die korrekte Berufsbezeichnung Zahnarzthelfer.

Was macht eine Zahnmedizinische Fachangestellte?

Rechte Hand des Zahnarztes

Als Zahnmedizinische Fachangestellte bist Du die rechte Hand des Zahnarztes: Sowohl bei Routineuntersuchungen, wie auch bei komplexen chirurgischen Eingriffen stehst Du ihm helfend zur Seite und sorgst dafür, dass der Zahn gut zugänglich ist, der Patient gut versorgt ist und der Zahnarzt immer die Instrumente bekommt, die er gerade braucht. Auch kümmerst Du Dich während der Behandlung um das Wohlergehen der Patienten, indem Du mögliche Fragen beantwortest und ihnen die Behandlung Schritt für Schritt und möglichst eingänglich erklärst. Hast Du es mit Angstpatienten zu tun, bist Du besonders sensibel und hältst im schlimmsten Fall auch mal die Hand. Du weißt, wie Du Menschen beruhigst und ihnen mit Deinem Fachwissen helfend zur Seite stehst.

Vor- und Nachbereitung der Behandlung

Zudem bist Du dafür zuständig, dass die Behandlungsräume vor einer Behandlung so aussehen wie danach: Hierfür bereitest Du den Raum vor, sorgst dafür, dass alles sauber ist und nötige Utensilien steril bereitstehen. Nach der Behandlung räumst Du den Raum wieder auf und bereitest ihn für den nächsten Patienten vor. Auch bist Du für die fachgerechte Entsorgung der Utensilien und Abfälle zuständig.

Nach der Behandlung bereitest Du die Instrumente auf, sodass diese wieder steril sind. Gleichzeitig kümmerst Du Dich darum, dass die Geräte der Praxis gepflegt und regelmäßig gewartet werden. Des Weiteren gehört es zu den Zahnmedizinische Fachangestellte-Aufgaben, nötige Röntgenaufnahmen von dem Mundraum der Patienten zu machen und diese über den Ablauf aufzuklären. Dabei kennst Du Dich mit Röntgen- und Strahlenschutz bestens aus. Auch hast Du viele Aufgaben, bei denen Du Dein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen kannst: So rührst Du Abformmasse an, erstellst Kieferabdrücke aus Gips und bearbeitest provisorischen Zahnersatz, der den Zahn des Patienten schützt, bis die dauerhafte Krone angefertigt ist.

Praxisorganisation

Ein weiteres Deiner Aufgabenfelder ist die Organisation innerhalb der Praxis. So stimmst Du die Termine mit den Patienten ab, bestellst nötige Instrumente oder Materialien nach und koordinierst die Abläufe. Abrechnungen mit Privatpatienten oder Krankenkassen gehören ebenso zu Deinen administrativen Aufgaben, wie die Datenerfassung und -übertragung in die dafür vorgesehene Software. Du heftest Krankheitsbefunde und Protokolle ab und ordnest sie in einem durchschaubaren System an. Zudem dokumentierst Du Behandlungsverläufe, Sterilisations- und Hygieneprozesse.

Ob telefonisch oder in der Praxis: Du bist die Anlaufstelle der Patienten, klärst alles Nötige ab und beantwortest anfallende Fragen – und dabei hast Du immer ein Lächeln auf den Lippen.

Am Ende des Tages sorgst Du dafür, dass alle Praxisräume ordentlich sind und die Praxis in einem einwandfreien Zustand ist. Kurzum: Du hältst die Praxis am Laufen, kümmerst Dich um organisatorisches und sorgst dafür, dass sowohl der Zahnarzt, wie auch die Patienten mit allem versorgt sind, was sie brauchen. Auch das Anlernen neuer Auszubildender gehört zu Deinen Aufgaben.

Wie wird man Zahnmedizinische Fachangestellte?

Jede Zahnarztpraxis ist theoretisch dazu berechtigt, zukünftige Zahnmedizinische Fachangestellte auszubilden. Wenn Du Dich für eine Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte interessierst, erfährst Du hier, welche Voraussetzungen die Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung hat und was Du von ihr erwarten kannst:

Voraussetzungen

Um die Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung beginnen zu können, ist rechtlich kein Schulabschluss vorgeschrieben. In der Regel haben die meisten Auszubildenden jedoch eine Realschulreife. 2016 hatten 58 % der erfolgreichen Bewerber einen Realschulabschluss, 32 % einen Hauptschulabschluss und 11 % eine Hochschulreife. Lediglich 1 % der angehenden Fachkräfte hat keinen Schulabschluss. Gute Note in Deutsch und naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathematik und Chemie werden gerne gesehen. Neben dem gewünschten Abschluss kann es dazu kommen, dass Du Deine gesundheitliche Eignung nachweisen musst. Diese muss dann durch ein ärztliches Attest bestätigt werden.

Ablauf

Die Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung ist eine duale Ausbildung, bei der Du sowohl eine Berufsschule besuchst, wie auch in einem Betrieb – wie etwa einer Zahnarztpraxis – lernst. Dabei wird Dir das nötige Hintergrundwissen in der Berufsschule vermittelt, während Du im Betrieb erste Praxiserfahrung sammelst und lernst, Dein Wissen anzuwenden. Während des zweiten Lehrjahres kommt eine Zwischenprüfung auf Dich zu und am Ende der Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung erwartet Dich die Abschlussprüfung. Hast Du diese bestanden, kannst Du fortan als ausgebildete Fachkraft in dem Beruf arbeiten.

Dauer

Die Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten Leistungen kann die Ausbildungsdauer auch auf bis zu 2 Jahre verkürzt werden. Um dies zu erreichen, muss ein Antrag bei der zuständigen Zahnärztekammer gestellt werden.

Inhalt

Im ersten Ausbildungsjahr wirst Du in den Ablauf einer Zahnarztpraxis eingeführt. Dabei lernst Du, wie Du Behandlungsräume vor- und nachbereitest, wie Du mit Patienten umgehst und die Praxis sauber hältst. Zudem lernst Du, wie Du routinierte Zahnbehandlungen begleitest. Während des zweiten Ausbildungsjahres bekommst Du etwas mehr Verantwortung und lernst, Kunden zu koordinieren, Waren zu bestellen und die Praxis zu organisieren. Des Weiteren wird Dir beigebracht, wie Du Dich in einer Notfallsituation verhältst und wie Du chirurgische Behandlungen korrekt begleitest. Auch wirst Du über anatomische, physiologische und pathologische Zusammenhänge aufgeklärt. Im letzten Jahr Deiner Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung lernst Du, Prophylaxe-Maßnahmen selbstständig vorzubereiten und durchzuführen. Ebenso begleitest Du prothetische Behandlungen und Behandlungen bei Erkrankungen in der Mundhöhle. Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Du im letzten Jahr lernst, ist die Vorbereitung einer Röntgenuntersuchung. Im theoretischen Teil Deiner Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung setzt Du Dich während der drei Jahre mit Rechnungswesen, medizinischen Fachbegriffen und dem Arbeitsschutz auseinander. Des Weiteren lernst Du die Programme zur Datenverarbeitung kennen und lernst, wie man mit Arznei- und Heilmitteln korrekt umgeht. Auch werden Dir die Grundkenntnisse rund um die Anatomie und Physiologie vermittelt, ebenso wie das nötige Wissen über zahnmedizinische Krankheiten.

Weiterbildung

Möchtest Du Dich nach Deiner Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte beruflich weiterbilden, gibt es zahlreiche Optionen. So kannst Du Deiner Ausbildung eine Anpassungsfortbildung folgen lassen. Hierzu bieten sich unter anderem Fortbildungen zur Kieferorthopädischen Assistenz oder zur Prothetischen Assistenz an. Auch kannst Du einen Prophylaxe Basiskurs absolvieren. Des Weiteren bieten sich Weiterbildungen wie die zum Prophylaxemanager oder zum Dental-Betriebswirt in der Zahnarztpraxis an. Auch gibt es Aufstiegsfortbildungen, wie die zum Zahnmedizinischen Prophylaxeassistenten, zum Zahnmedizinischen Fachassistenten oder zum Dentalhygieniker, ebenso wie zum Zahnmedizinische Verwaltungsassistenten oder zum Fachwirte für Zahnärztliches Praxismanagement. Zu guter Letzt kannst Du Deiner Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung auch ein Zahnmedizin-Studium folgen lassen, wenn Du über den geeigneten Schulabschluss verfügst. Interessiert Dich der technische Aspekt Deiner Arbeit, bietet sich auch der Studiengang Dentale Technologie und Management in der Zahntechnik an.

Wo arbeitet eine Zahnmedizinische Fachangestellte?

Als Zahnmedizinische Fachangestellte zählen verschiedene zahnmedizinische Unternehmen zu Deinen potenziellen Arbeitgebern. Unter anderem folgende Institutionen bieten sich für diese Berufsrichtung an:

  • Zahnarztpraxen
  • Kieferorthopädischen Praxen
  • Oralchirurgische Praxen
  • Kieferchirurgischen Praxen
  • Zahnklinken
  • Gesundheitsämter
  • Hochschuleinrichtungen für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
  • Dentalindustrie
  • Krankenkassen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Als Zahnmedizinische Fachangestellte hast Du einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag: Einerseits hast Du viel Kontakt zu Kunden und übernimmst administrative Aufgaben, andererseits musst Du handwerklich arbeiten. Was Dich im Arbeitsalltag erwartet:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Dein Arbeitsalltag spielt sich in der Zahnarztpraxis ab, bei der Du angestellt bist. Hier arbeitest Du sowohl in den Behandlungsräumen, wie auch an der Anmeldung. Bei Bedarf zählt auch der Röntgenraum und das Labor zu Deinen Arbeitsorten. Dabei arbeitest Du in der Regel werktags, in bestimmten Bereichen können aber auch Notdienste auf die zukommen, die gelegentliche Arbeit an Wochenenden, Feiertagen oder in der Nacht verlangen.

Was verdient eine Zahnmedizinische Fachangestellte?

Ausbildung

Während Deiner Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte ist Dein Gehalt von der Region und dem Betrieb abhängig, bei dem Du die Ausbildung machst. Im ersten Jahr liegt Dein Ausbildungsgehalt je nach Betrieb zwischen 600 und 820 Euro, während Du im zweiten Jahr schon mit einem Einkommen zwischen 650 und 870 Euro im Monat rechnen kannst. Im letzten Jahr Deiner Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung liegt Dein Gehalt zwischen 735 und 920 Euro.

Beruf

Hast Du die Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, kannst Du mit einem Einstiegsgehalt ab 1.400 Euro rechnen, wobei dies stark vom Betrieb abhängig ist. Mit etwas Glück kann Dein Einstiegsgehalt auch bei 1.800 Euro oder sogar darüber lieben. Mit den Jahren erhöht sich Dein Gehalt, sodass Du mit den Jahren mit einem Einkommen zwischen 1.700 und 2.800 Euro rechnen kannst. Entscheidest Du Dich dafür, Deiner Ausbildung eine Weiterbildung folgen zulassen, beeinflusst dies Dein Einkommen in der Regel positiv.

Wo finde ich einen Job als Zahnmedizinische Fachangestellte?

Seiten

  • Seite
  • of 6
  • >

Wie sind die Berufsaussichten für Zahnmedizinische Fachangestellte?

Wie eine Grafik der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) verdeutlicht, ist die Zahl derer, die eine Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte beginnen, seit Jahren ungefähr gleichbleibend mit einer Tendenz zum Anstieg. So haben 2006 noch 11.332 Menschen die Ausbildung begonnen, während zwei Jahre später 11.792 Schulabgänger sich für diesen Beruf entschieden haben. 2013 waren es schon 12.360 neue Auszubildende und 2017 starteten 13.062 Menschen in den Beruf des Zahnmedizinischen Fachangestellten.

Gleichzeitig bleiben viele Positionen offen, berichtet unter anderem das zahnmedizinische Fachmagazin Dental Magazin. Den Fachkräftemangel gebe es etwa seit 2010, eine Verbesserung sei nicht in Sicht. „Insbesondere im ländlichen Raum beobachten wir aber schon Engpässe bei der Besetzung freier Stellen beziehungsweise generell bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden“, äußert sich der Vizepräsident des BZÄK Prof. Dr. Dietmar Österreich gegenüber dem Magazin. Gut ausgebildete Fachkräfte oder geeignete Ausbildungsbewerber seinen in der Berufsgruppe der Zahnmedizinischen Fachangestellten rar.

Wenn Du Dich also für die Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte entscheidest, solltest Du keine Schwierigkeiten haben, nach Deiner Ausbildung auch eine passende Position für Dich zu finden.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Einerseits kannst Du Dich als Zahnmedizinischer Fachangestellter in Praxen bewerben, die sich auf einen bestimmten Kundenstamm wie Angstpatienten, Kinder oder Obdachlose spezialisiert haben. Andererseits kannst Du in Praxen arbeiten, die auf ein bestimmtes Gebiet in der Zahnmedizin spezialisiert sind. Hierzu bieten sich zum Beispiel folgende Bereiche an:

  • Oralchirurgie
  • Kieferorthopädie
  • Kieferchirurgie

Zudem kannst Du Dich durch eine Weiterbildung in einem bestimmten Bereich Deiner Tätigkeit spezialisieren. Beispiele sind hier Prophylaxe oder Dentalhygiene.

Passt der Beruf Zahnmedizinische Fachangestellte zu mir?

Wenn Du die Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte gerne beginnen möchtest, ist es wichtig, dass Du keine Berührungsängste hast, sorgfältig arbeitest und auch Büroarbeit Dir Freude bereitet. Welche Eigenschaften für den Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten besonders wichtig sind:

Keine Berührungsängste
Sowohl Small Talk, wie auch naher Körperkontakt bereitet Dir keinerlei Probleme. Du redest gerne mit Menschen – ob alt oder jung – und findest den Gedanken diesen Menschen sehr nahe zu sein, nicht schlimm. Auch Speichel oder Blut bereitet Dir keine Probleme und der Gedanke an Bakterien versetzt Dich nicht in Angst und Schrecken.
Gute erklären können
In der Zahnarztpraxis gehört es auch zu Deinen Aufgaben, dass Du den Patienten die Abläufe erklärst und bei Fragen einfache Antworten geben kannst. Dabei musst Du komplexe Sachverhalte oft stark vereinfachen und anschaulich erklären. Es ist also ein klarer Vorteil, wenn Du gut darin bist, zu erklären und komplizierte Inhalte einfach darzustellen.
Grenzen kennen
Tratsch magst Du überhaupt nicht und auch Geheimnisse sind bei Dir gut aufgehoben? Sehr gut, denn als Zahnmedizinischer Fachangestellter unterliegst Du der ärztlichen Schweigepflicht ebenso wie der Zahnarzt. Über Deine Patienten und ihre Behandlungen verlierst Du gegenüber Dritter kein Wort.
Einfühlungsvermögen
Du hast Verständnis für ängstliche Menschen und weißt diese zu beruhigen. In der Zahnmedizin begegnen Dir die verschiedensten Persönlichkeiten und deren Problematiken – und Du weißt mit ihnen umzugehen und Empathie zu zeigen.
Geschicklichkeit
Als Zahnmedizinischer Fachangestellter musst Du dem Zahnarzt assistieren und auch Arbeiten erledigen, die viel Feingefühl und Geschick verlangen. Es ist also wichtig, dass Du exakt arbeiten kannst und keine zwei linken Hände hast.
Verantwortungsbewusstsein
Ob Röntgenaufnahmen, Verwaltungsaufgaben oder sterile Utensilien: Als Zahnmedizinischer Fachangestellter trägst Du viel Verantwortung. Dieser solltest Du Dir bewusst sein und stets sorgfältig arbeiten. Denn sowohl der administrative Teil, wie auch der handwerkliche Aspekt Deiner Arbeit muss mit Sorgfalt ausgeführt werden.
Organisationstalent
Neben der Arbeit am Kunden kommen auch Verwaltungs- und Büroarbeit auf Dich zu. Organisatorische Tätigkeiten sollten Dir also ebenso Spaß machen, wie das Arbeiten am Computer.