Einstiegsgehalt 
1.884
Durchschnittsgehalt 
2.053
Ausbildung 
Ausbildung
72
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Zahnmedizinische Fachangestellte
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Was ist eine Zahnmedizinische Fachangestellte?

Die Zahnmedizinische Fachangestellte - kurz ZFA - ist dafür zuständig, dem Zahnarzt bei Behandlungen assistierend zu Seite zu stehen, um den reibungslosen Ablauf von Zahnbehandlungen zu gewährleisten. Neben der Assistenz bei Untersuchungen ist die Zahnmedizinische Fachangestellte dafür zuständig, die Instrumente und Behandlungsräume sauber zu halten, die Geräte zu pflegen und nötige Vorbereitungen zu treffen. Ebenso sind Zahnmedizinische Fachangestellte für viele organisatorische Aufgaben innerhalb der Praxis zuständig. Der Beruf ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Bereich der Freien Berufe. Bis 2001 hieß die korrekte Berufsbezeichnung Zahnarzthelfer.

Was macht eine Zahnmedizinische Fachangestellte?

Rechte Hand des Zahnarztes

Als Zahnmedizinische Fachangestellte bist Du die rechte Hand des Zahnarztes: Sowohl bei Routineuntersuchungen, als auch bei komplexen chirurgischen Eingriffen stehst Du ihm helfend zur Seite und sorgst dafür, dass der Zahn gut zugänglich ist, der Patient gut versorgt ist und der Zahnarzt immer die Instrumente bekommt, die er gerade braucht. Auch kümmerst Du Dich während der Behandlung um das Wohlergehen der Patienten, indem Du mögliche Fragen beantwortest und ihnen die Behandlung Schritt für Schritt und möglichst eingänglich erklärst. Hast Du es mit Angstpatienten zu tun, bist Du besonders sensibel und hältst im schlimmsten Fall auch mal die Hand. Du weißt, wie Du Menschen beruhigst und ihnen mit Deinem Fachwissen helfend zur Seite stehst.

Vor- und Nachbereitung der Behandlung

Zudem bist Du dafür zuständig, dass die Behandlungsräume nach einer Behandlung so aussehen wie davor: Hierfür bereitest Du den Raum vor, sorgst dafür, dass alles sauber ist und nötige Utensilien steril bereitstehen. Nach der Behandlung räumst Du den Raum wieder auf und bereitest ihn für den nächsten Patienten vor. Auch bist Du für die fachgerechte Entsorgung der Utensilien und Abfälle zuständig.

Nach der Behandlung bereitest Du die Instrumente so auf, dass diese wieder steril sind. Gleichzeitig kümmerst Du Dich darum, dass die Geräte der Praxis gepflegt und regelmäßig gewartet werden. Des Weiteren gehört es zu den Aufgaben einer Zahnmedizinischen Fachangestellten, nötige Röntgenaufnahmen vom Mundraum der Patienten zu machen und diese über den Behandlungsablauf aufzuklären. Du kennst Dich mit Röntgen- und Strahlenschutz bestens aus. Auch hast Du viele Aufgaben, bei denen Du Dein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen kannst: So rührst Du Abformmasse an, erstellst Kieferabdrücke aus Gips und bearbeitest provisorischen Zahnersatz, der den Zahn des Patienten schützt, bis die dauerhafte Krone angefertigt ist.

Praxisorganisation

Ein weiteres Deiner Aufgabenfelder ist die Organisation innerhalb der Praxis. So stimmst Du die Termine mit den Patienten ab, bestellst nötige Instrumente oder Materialien nach und koordinierst die Abläufe. Abrechnungen mit Privatpatienten oder Krankenkassen gehören ebenso zu Deinen administrativen Aufgaben, wie die Datenerfassung und -übertragung in die dafür vorgesehene Software. Du heftest Krankheitsbefunde und Protokolle ab und ordnest sie in einem übersichtlichen System an. Zudem dokumentierst Du Behandlungsverläufe, Sterilisations- und Hygieneprozesse.

Ob telefonisch oder in der Praxis: Du bist die Anlaufstelle für Patienten, klärst alles Nötige ab und beantwortest anfallende Fragen – und dabei hast Du immer ein Lächeln auf den Lippen.

Am Ende des Tages sorgst Du dafür, dass alle Praxisräume ordentlich sind und die Praxis in einem einwandfreien Zustand ist. Kurzum: Du hältst die Praxis am Laufen, kümmerst Dich um organisatorisches und sorgst dafür, dass sowohl der Zahnarzt, als auch die Patienten mit allem versorgt sind, was sie brauchen. Auch das Anlernen neuer Auszubildender gehört zu Deinen Aufgaben.

Wie wird man Zahnmedizinische Fachangestellte?

Jede Zahnarztpraxis ist theoretisch dazu berechtigt, zukünftige Zahnmedizinische Fachangestellte auszubilden. Wenn Du Dich für eine ZFA-Ausbildung interessierst, erfährst Du hier, welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, und was Du von der Ausbildung erwarten kannst:

Voraussetzungen

Um die Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung beginnen zu können, ist rechtlich kein Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Auszubildenden haben die mittlere Reife. 2016 hatten 58 % der erfolgreichen Bewerber einen Realschulabschluss, 32 % einen Hauptschulabschluss und 11 % die Hochschulreife. Lediglich 1 % der angehenden Fachkräfte hat keinen Schulabschluss. Gute Noten in Deutsch und naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathematik und Chemie werden gerne gesehen. Neben dem gewünschten Abschluss musst Du möglicherweise durch ein ärztliches Attest Deine gesundheitliche Eignung nachweisen.

Ablauf

Die Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung ist eine duale Ausbildung, bei der Du sowohl eine Berufsschule besuchst, als auch in einem Betrieb – wie etwa einer Zahnarztpraxis – lernst. Dabei wird Dir das nötige Hintergrundwissen in der Berufsschule vermittelt, während Du im Betrieb erste Praxiserfahrung sammelst und lernst, Dein Wissen anzuwenden. Während des zweiten Lehrjahres kommt eine Zwischenprüfung auf Dich zu und am Ende der Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten erwartet Dich die Abschlussprüfung. Hast Du diese bestanden, kannst Du fortan als ausgebildete Fachkraft in dem Beruf arbeiten.

Dauer

Die Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten Leistungen kann die Ausbildungsdauer auf bis zu 2 Jahre verkürzt werden. Um dies zu erreichen, muss ein Antrag bei der zuständigen Zahnärztekammer gestellt werden.

Inhalt

Im ersten Ausbildungsjahr wirst Du in den Ablauf einer Zahnarztpraxis eingeführt. Dabei lernst Du, wie Du Behandlungsräume vor- und nachbereitest, wie Du mit Patienten umgehst und die Praxis sauber hältst. Zudem lernst Du, wie Du routinemäßige Zahnbehandlungen begleitest. Während des zweiten Ausbildungsjahres übernimmst Du etwas mehr Verantwortung und lernst, Kunden zu koordinieren, Waren zu bestellen und den Praxisablauf zu organisieren. Des Weiteren wird Dir beigebracht, wie Du Dich in einer Notfallsituation verhältst und wie Du chirurgische Behandlungen korrekt begleitest. Auch wirst Du über anatomische, physiologische und pathologische Zusammenhänge aufgeklärt. Im letzten Jahr Deiner ZFA-Ausbildung lernst Du, Prophylaxe-Maßnahmen selbstständig vorzubereiten und durchzuführen. Ebenso begleitest Du prothetische Behandlungen und Behandlungen bei Erkrankungen in der Mundhöhle. Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Du im letzten Jahr lernst, ist die Vorbereitung von Röntgenuntersuchungen. Im theoretischen Teil Deiner ZFA-Ausbildung setzt Du Dich mit Rechnungswesen, medizinischen Fachbegriffen und dem Arbeitsschutz auseinander. Des Weiteren lernst Du Programme zur Datenverarbeitung kennen und lernst, wie man mit Arznei- und Heilmitteln korrekt umgeht. Auch werden Dir die Grundkenntnisse rund um die Anatomie und Physiologie vermittelt, ebenso wie das nötige Wissen über Zahnkrankheiten.

Weiterbildung

Möchtest Du Dich nach Deiner Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte beruflich weiterbilden, gibt es zahlreiche Optionen. So kannst Du Deiner Ausbildung eine Anpassungsfortbildung folgen lassen. Hierzu bieten sich unter anderem Fortbildungen zur Kieferorthopädischen Assistenz oder zur Prothetischen Assistenz an. Auch kannst Du einen Basiskurs in Prophylaxe absolvieren. Des Weiteren bieten sich Weiterbildungen wie die zum Prophylaxemanager oder zum Dental-Betriebswirt in der Zahnarztpraxis an. Auch gibt es Aufstiegsfortbildungen, wie die zum Zahnmedizinischen Prophylaxeassistenten, zum Zahnmedizinischen Fachassistenten oder zum Dentalhygieniker, ebenso wie zum Zahnmedizinischen Verwaltungsassistenten oder zum Fachwirt für Zahnärztliches Praxismanagement. Zu guter Letzt kannst Du Deiner Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung auch ein Zahnmedizin-Studium folgen lassen, wenn Du über den geeigneten Schulabschluss verfügst. Interessiert Dich der technische Aspekt Deiner Arbeit, bietet sich auch der Studiengang Dentale Technologie und Management in der Zahntechnik an.

Wo arbeitet eine Zahnmedizinische Fachangestellte?

Als ZFA zählen verschiedene zahnmedizinische Unternehmen zu Deinen potenziellen Arbeitgebern. Es bieten sich unter anderem folgende Institutionen für diese Berufsrichtung an:

  • Zahnarztpraxen
  • Kieferorthopädischen Praxen
  • Oralchirurgische Praxen
  • Kieferchirurgischen Praxen
  • Zahnklinken
  • Gesundheitsämter
  • Hochschuleinrichtungen für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
  • Dentalindustrie
  • Krankenkassen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Als Zahnmedizinische Fachangestellte hast Du einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag: Einerseits hast Du viel Kontakt zu Kunden und übernimmst administrative Aufgaben, andererseits arbeitest Du handwerklich. Was Dich im Arbeitsalltag erwartet:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Dein Arbeitsalltag spielt sich in der Zahnarztpraxis ab, bei der Du angestellt bist. Hier arbeitest Du sowohl in den Behandlungsräumen, wie auch an der Anmeldung. Bei Bedarf zählt auch der Röntgenraum und das Labor zu Deinen Arbeitsorten. Dabei arbeitest Du in der Regel werktags, in bestimmten Bereichen können aber auch Notdienste auf Dich zukommen, die gelegentliche Arbeit an Wochenenden, Feiertagen oder in der Nacht erfordern.

Was verdient eine Zahnmedizinische Fachangestellte?

Ausbildung

Während Deiner Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte ist Dein Gehalt von der Region und dem Betrieb abhängig, bei dem Du die Ausbildung machst. Gem. azubi.de liegt Dein Ausbildungsgehalt im ersten Jahr bei durchschnittlich 800 Euro, während Du im zweiten Jahr schon mit einem Einkommen von durchschnittlich 840 Euro im Monat rechnen kannst. Im letzten Jahr Deiner Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung liegt Dein Gehalt bei ungefähr 900 Euro.

Beruf

Hast Du die Zahnmedizinische Fachangestellte-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, kannst Du mit einem Einstiegsgehalt ab 1.400 Euro rechnen, wobei dies stark vom Betrieb abhängig ist. Mit etwas Glück kann Dein Einstiegsgehalt auch bei 1.800 Euro oder sogar darüber lieben. Mit den Jahren erhöht sich Dein Gehalt, sodass Du mit den Jahren mit einem Einkommen zwischen 1.700 und 2.800 Euro rechnen kannst. Entscheidest Du Dich dafür, Deiner Ausbildung eine Weiterbildung folgen zulassen, sollte dies Dein Einkommen in der Regel steigern.

Wo finde ich einen Job als Zahnmedizinische Fachangestellte?