Einstiegsgehalt 
1.199
Durchschnittsgehalt 
1.620
Ausbildung 
Ausbildung
6
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Visagistin
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Was ist eine Visagistin?

Eine Visagistin oder ein Visagist verschönert das Gesicht von Privatpersonen sowie von Prominenten. Eine andere Bezeichnung für den Beruf ist Makeup-Artist. Besonders wenn spezielle Events anstehen werden diese gebucht. Sie achten dann darauf, jeden Menschen individuell in seinem Typ zu unterstützen und das bestmögliche Makeup zu schminken. Darüber hinaus schminken Visagisten Schauspieler für Theaterauftritte sowie für Fernsehrollen.

Was macht eine Visagistin?

Als Visagist oder als Visagistin schminkst Du Models, Schauspieler, sowie alle möglichen Prominente für Auftritte vor Publikum. Außerdem berätst Du aber auch Privatpersonen zu Produkten und Farben für ihr Makeup. Du schminkst Menschen für besondere Anlässe wie Geburtstage, Hochzeiten, oder auch für Karneval. Es kommt auch schon mal vor, dass Du Fantasy-Makeup schminkst und ausgefallene Bodypaintings malst! Neben dem Schminken gehört auch das Frisieren der Haare zu dem Beruf. Du achtest immer darauf, dass beides harmonisch zusammenpasst.

Wie wird man Visagistin?

Es gibt keine staatlich anerkannte Visagistin-Ausbildung. Es handelt sich einfach nicht um eine anerkannte Berufsausbildung. Trotzdem kannst Du das Handwerk des Berufes erlernen und dadurch dann so gesehen eine Ausbildung zur Visagistin machen. Entweder, indem Du eine anerkannte Maskenbildner-Ausbildung oder eine anerkannte Kosmetik-Ausbildung beginnst, oder aber, indem Du einfach ein Seminar an einer Schule für Makeup-Art besuchst. Dieses führt allerdings nicht zu einem staatlich anerkannten Abschluss. Trotzdem hast Du dann aber eine Ausbildung als Visagistin absolviert und kannst danach in dem Beruf zu arbeiten.

Maskenbildner-Ausbildung

Falls Du Dich für eine Ausbildung als Maskenbildnerin entscheidest, musst Du mit einer Ausbildungszeit von drei Jahren rechnen. Da die Ausbildung dual stattfindet, musst Du Dir vorab einen Betrieb suchen der Dich ausbilden will. Obwohl rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben ist, bilden die meisten Betriebe Menschen mit Hochschulreife aus. Häufig wird außerdem ein Mindestalter von 16 Jahren verlangt. Du besuchst während der Ausbildung abwechselnd die Berufsschule, sowie Deinen Ausbildungsbetrieb.

In der Maskenbildner-Ausbildung lernst Du, wie passende Perücken und Körperbehaarungen auswählen kannst, und wie Fake-Glatzen erzeugt werden. Einen großen Anteil der Lehre macht die Herstellung von Masken aus. Aber trotzdem nimmt auch das Schminken einen wichtigen Stellenwert ein, und Du kannst das Erlernte später als Makeup-Artist anwenden.

Kosmetik-Ausbildung

Auch die Ausbildung als Kosmetikerin führt zu einem staatlichen anerkannten Abschluss. Du kannst sie entweder dual absolvieren, oder aber ausschließlich an einer Kosmetikschule.

In der dualen Ausbildung besuchst Du sowohl die Berufsschule, wie auch Deinen Ausbildungsbetrieb. Dual dauert die Kosmetik-Ausbildung drei Jahre lang. Viele Betriebe stellen Absolventen der Hauptschule, sowie der Realschule als Auszubildende ein. Die schulische Kosmetikausbildung dauert nur zwei Jahre lang, führt aber ebenfalls zu einer staatlichen Abschlussprüfung. Hier absolvierst Du für die praktische Erfahrungssammlung Praktika.

Du lernst in der Kosmetik-Ausbildung, wie Du Hände und Nägel von Kunden pflegst, welche Methoden der Haarentfernung es gibt, und wie Du welche Hauttypen kosmetisch behandeln solltest. Darüber hinaus wählst Du einen Schwerpunkt aus. Hier ist es sinnvoll, den Schwerpunkt Visagismus zu wählen! Informiere Dich vor dem Beginn einer dualen Kosmetik-Ausbildung unbedingt, ob Dein Ausbildungsbetrieb diesen Schwerpunkt anbietet!

Schulen für Visagisten

Es gibt zahlreiche private Anbieter für Lehrgänge und Seminare, um das Visagisten-Handwerk zu erlernen. Bestimmte Voraussetzungen um an diesen teilnehmen zu dürfen gibt es meistens nicht. Manchmal wird allerdings verlangt, dass Du eine abgeschlossene Berufsausbildung als Maskenbildnerin oder als Kosmetikerin mitbringst. Allerdings kosten diese teilweise viel Geld.

Einige Lehrgänge dauern nur ein Wochenende lang, andere sechs Monate. Wenn Du viel lernen möchtest, um später wirklich gut in dem Beruf zu sein, solltest Du einen Anbieter wählen, der lange Lehrgänge für die Visagistin-Ausbildung anbietet! Am besten, Du informierst Dich vorher ausführlich, und hörst Dich um, wie Andere den Lehrgang fanden. Denn es gibt keine einheitlichen Regelungen und die Qualität des Unterrichtes variiert deshalb sehr stark. Ein guter Anhaltspunkt, um einen guten Lehrgang zu erkennen, ist es, wenn die Teilnahme an diesem staatlich förderbar ist. Das erfährst Du ganz leicht bei der Bundesagentur für Arbeit.

Oft findet der Unterricht nur abends statt, oder aber nur am Wochenende. Daher kannst Du nebenbei noch gut in Deinem bisherigen Beruf weiterarbeiten, oder jobben um Dir die Lehrgangsgebühren finanzieren zu können. Je nach Anbieter, erhältst Du nach der erfolgreicher Lehrgangsteilnahme ein Zertifikat als Makeup-Artist oder als Visagistin. Das wichtigere ist aber, dass Du in der Regel im Laufe des Lehrganges tolle Arbeitsproben sammeln kannst, diese als Foto ausgehändigt bekommst, und sie in Deine Mappe für spätere Bewerbungen legen kannst!

Lehrinhalte in Schulen für Visagisten

Jede Schule für Visagisten hat eigene Schwerpunkte und nicht alle bieten die gleichen Fächer und Lehrinhalte an. Grundsätzlich ist es aber möglich, dass Du lernst, welche Farben wie zusammenpassen, welche Formen miteinander stimmig sind, wie Du en Gesicht analysieren kannst und erkennst, wie Du dieses durch Schminken optimieren kannst. Auch lernst Du, welche Hauttypen was für Ansprüche an die Kosmetik stellen, und natürlich erlernst Du die unterschiedlichsten Techniken zum Schminken. Wenn diese einwandfrei sitzen, erfährst Du, welche Besonderheiten Bühnenmakeup mit sich bringt, und wie Du für unterschiedliche Anlässe schminkst. Beispielsweise fertigst Du erst ein Travestie Makeup an, dann ein Tagesmakeup und ein Makeup für ein Fotoshooting. Auch das kunstvolle Schminken nimmt in der Visagistin-Ausbildung einen hohen Stellenwert ein. Also das Schminken als komplette Typveränderung oder auch das Schminken als Tier. Neben der Verschönerung des Gesichtes lernst Du während der Visagistin-Ausbildung außerdem, wie Du Haare stylst.

Wo arbeitet eine Visagistin?

Nach der Ausbildung als Visagistin kannst Du hier Arbeit finden:

  • An Theatern
  • Bei Fernsehsendern für das Schminken von Moderatoren und Gästen
  • In Produktionsfirmen
  • In der Modebranche
  • Als persönliche Visagistin von einem Prominenten
  • In Kosmetikstudios

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Nach der Ausbildung zur Visagistin können Dich, je nachdem, wo Du konkret arbeitest, diese Arbeitsaufgaben in Deinem Berufsleben erwarten:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Nach der Ausbildung als Visagistin verbringst Du den Großteil Deiner Arbeitszeit in Garderoben und hinter Bühnen, oder aber in Studios und Ateliers, sowie auch in Verkaufsräumen. Oft fährst Du direkt zu den Kunden hin und arbeitest bei ihnen vor Ort. Es kann aber auch sein, dass Du eher in Deinem eigenen Verkaufsraum schminkst und die Kunden, dann meist Privatpersonen, zu Dir kommen. Als Visagist arbeitest Du fast immer im Stehen und viel am Wochenende und auch an Feiertagen.

Was verdient eine Visagistin?

Ausbildung

Falls Du Dich für eine Visagistin-Ausbildung an einer privaten Kosmetikschule oder Akademie entscheidest, erhältst Du kein Ausbildungsgehalt. Stattdessen musst Du die Unterrichtsstunden, die Lehrbücher und die Aufnahmegebühren selber bezahlen. Wie hoch diese sind, variiert sehr stark.

An einer öffentlichen Schule für Kosmetik musst Du nichts zahlen, verdienst allerdings auch noch kein Ausbildungsgehalt. Lediglich Aufnahmegebühren, sowie Prüfungsgebühren fallen teilweise an.

Wenn Du eine duale Kosmetik-Ausbildung machst, verdienst Du je nach Ausbildungsjahr zwischen 430 und 675 Euro im Monat. In der Maskenbildner-Ausbildung bekommst Du von Deinem Ausbildungsbetrieb durchschnittlich sogar zwischen 697 und 860 Euro monatlich.

Beruf

Nach der Visagistin-Ausbildung kannst Du mit einem Gehalt von etwa 2.025 bis 2.579 Euro im Monat rechnen.

Wie sind die Berufsaussichten für Visagisten?

Ein Großteil der Visagisten arbeitet selbstständig für Agenturen. Doch die wenigen Aufträge für Visagisten sind umkämpft. Häufig steht Dir ein steiniger Weg bevor, an dessen Anfang Du zunächst Models oder unbekanntere Prominente kostenlos schminkst, um Dir nach und noch einen Ruf aufzubauen. Falls Du einen festen Arbeitsplatz bekommen willst, musst Du ebenfalls sehr hartnäckig und gut sein, denn es bewerben sich häufig zahlreiche Makeup-Artisten auf einen freien Job.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Es besteht die Möglichkeit, dass Du Dich nach der Ausbildung als Visagistin auf einen dieser Arbeitsbereiche konzentrierst:

  • Theater
  • Fashion, Beautyshootings und Modenschauen
  • Filmproduktionen
  • Fernsehaufzeichnungen

Außerdem kannst Du Dich zu den Themen Hygiene und medizinische Kosmetik weiterbilden.

Passt der Beruf Visagistin zu mir?

Bevor Du mit der Visagistin-Ausbildung startest, möchtest Du sicher wissen, ob der Beruf überhaupt zu Dir passt. Hier findest Du einige Fähigkeiten, die Du am besten schon vor der Ausbildung zur Visagistin mitbringen solltest:

Geschicklichkeit
Du ziehst feine Striche mit kleinen Pinseln, um das Augenlid, oder musst genau die Konturen der Lippen umranden. Dafür ist es unbedingt nötig, dass Du geschickt mit Deinen Fingern und Deiner Hand umgehen kannst.
Gute Beobachtungsgabe
Falls Du eine Vorlage erhältst, wie das Gesicht geschminkt werden soll, musst Du Dich genau an diese halten. Abweichungen musst Du bemerken, damit Du diese anpassen kannst.
Ästhetisches Empfinden
Du solltest ein Gespür dafür haben, welches Make-Up zu welchem Typ Mensch passt. Ebenso musst Du einschätzen können, was von der Mehrheit als schön angesehen wird, oder welche Make-Ups zu was für einer Rolle gut passen. Also was beispielweise passend für eine Arrogante Theaterrolle sein könnte.
Mathematische Grundkenntnisse
Häufig sind Makeup-Artisten selbstständig tätig. Daher hast Du einen Vorteil, wenn Du gut einschätzen und ausrechnen kannst, wieviel Arbeitsaufwand ein Auftrag einnimmt, wie hoch die Materialkosten sind und wieviel Geld Du verlangen solltest.
Kommunikationsfähigkeit
Du musst Dich genau mit dem Kunden absprechen, wie das Make-Up am Ende aussehen soll. Während Du dann schminkst, ist auch ein wenig Smalltalk bei einigen Kunden gerne gesehen. Dafür musst Du Dich gut ausdrücken, kommunikativ auf Andere zugehen, und gut zuhören können.

Besonders wichtig ist es allerdings, dass Du Spaß an dem Schminken von anderen Menschen hast. Die einzelnen Fähigkeiten kannst Du auch noch in der Visagistin-Ausbildung entwickeln!