Was verdient ein Personalreferent?
Als Personalreferent verdienst Du im Median rund 5.147 € brutto im Monat, was etwa 61.764 € im Jahr entspricht. Im Vergleich mit anderen Personaler-Berufen befindest Du Dich als Personalreferent gehaltsmäßig im guten Mittelfeld.
Wichtig zu wissen: „Personalreferent” ist keine staatlich geregelte Berufsausbildung, sondern eine Weiterbildung. Die Berufsbezeichnung ist rechtlich nicht geschützt, sodass sich grundsätzlich jede Person so bezeichnen kann. Der eigenständige, staatlich anerkannte Ausbildungsberuf in diesem Umfeld ist der Personaldienstleistungskaufmann bzw. die Personaldienstleistungskauffrau. Ein IHK-Abschluss zum Personalreferenten liegt auf DQR-Niveau 6 und ist staatlich anerkannt.
Wenn Du wissen willst, wie viel Geld tatsächlich auf dem Konto landet, darfst Du allerdings nicht nur das Brutto-Fixgehalt betrachten, das in Deinem Vertrag steht. Häufig kommen zum Festgehalt auch noch variable Anteile zum Personalreferent-Gehalt hinzu. Wenn Du die durchschnittliche Vergütung für geleistete Mehrarbeit berücksichtigst und die in diesem Beruf anfallenden Leistungsprämien, erhöht sich Dein Grundgehalt als Personalreferent um etwa 6 %. Rechnest Du andere geldwerte Vorteile wie Angebote zur gesetzlichen Altersvorsorge oder sonstige Leistungen oben drauf, kannst Du sogar von einem bis zu 10 % höheren Verdienst als Personalreferent ausgehen.
Auch die Bereitstellung eines Dienstwagens macht sich bei der Berechnung Deines tatsächlichen Personalreferent-Gehalts bemerkbar. Der durchschnittliche Anschaffungspreis eines Dienstwagens für Personalreferenten beträgt laut Compensation Partner 35.000 €. Wenn Du, wie es die gesetzliche Regelung vorschreibt, monatlich 1 % des Listenpreises als geldwerten Vorteil ansetzt, kommst Du hier also auf einen Gehaltszuwachs von 350 € im Monat und damit 4.200 € im Jahr. Allerdings musst Du bedenken, dass Du diesen Betrag ebenso besteuern musst wie die Kilometer, die Du mit Deinem Dienstwagen zwischen Deinem Wohnort und dem Arbeitsplatz zurückgelegt hast.
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt vom Personalreferent?
Einstiegsgehalt allgemein
Als Personalreferent startest Du Deine Karriere bereits mit einem ansehnlichen Personalreferent-Gehalt: Das mittlere Einstiegsgehalt als Personalreferent liegt bei rund 4.275 € brutto im Monat, was etwa 51.301 € im Jahr entspricht. Allerdings musst Du beim Einstiegsgehalt zwischen unterschiedlichen Ausbildungsgängen und Abschlüssen unterscheiden.
Einstiegsgehalt nach Ausbildung
Wenn Du Dich bspw. zuvor für eine Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann oder zur Personaldienstleistungskauffrau entschieden hast, fällt Dein Einstiegsgehalt geringer aus. Der Einstiegswert nach einer Berufsausbildung liegt durchschnittlich bei rund 3.420 € brutto im Monat und ist damit niedriger als das Personalreferent-Gehalt für Anfänger mit akademischem Abschluss.
Allerdings musst Du bedenken, dass Du während Deiner dreijährigen Ausbildungszeit bereits eine Ausbildungsvergütung bekommst, die Studenten nicht zusteht. Nach der Vergütungsempfehlung des Gesamtverbands der Personaldienstleister (GVP) verdienen Auszubildende im Bereich Personaldienstleistungskaufmann im ersten Ausbildungsjahr 1.067,00 €, im zweiten 1.156,20 € und im dritten 1.261,78 €.
Einstiegsgehalt nach Hochschulabschluss
Abgesehen von spezialisierten Studiengängen im Bereich Personalmanagement gibt es eine Reihe von Studiengängen, die Dir den Weg zum Beruf des Personalreferenten ebnen. Ob Du ein abgeschlossenes Studium in BWL, Jura, Psychologie oder Wirtschaftsinformatik vorweisen kannst, macht für Dein Einstiegsgehalt als Personalreferent keinen Unterschied. Ob Du die Hochschule mit einem Bachelor oder einem Master in der Tasche verlassen hast, hingegen schon. Mit einem Bachelor liegt Dein Einstiegsgehalt bei rund 4.275 € brutto im Monat, mit einem Master hingegen bei etwa 5.387 € brutto im Monat. Trotzdem schneiden Bachelor-Absolventen im Vergleich in dieser Branche besser ab als in den meisten anderen.
Einstiegsgehalt nach Unternehmensgröße
Ein weiterer bestimmender Faktor für Dein anfängliches Personalreferent-Gehalt ist die Größe des Unternehmens, bei dem Du Deine Karriere startest.
Einstiegsgehalt in kleinen Betrieben
Als Berufsstarter mit Hochschulabschluss kannst Du in einem kleinen Unternehmen durchschnittlich ein Personalreferent-Gehalt von rund 4.118 € brutto im Monat nach Hause bringen. Wenn Du eine Ausbildung hast, liegt Dein anfänglicher Verdienst darunter.
Einstiegsgehalt in mittleren Betrieben
Wenn Du nach Deinem Studium in einem mittleren Betrieb einsteigst, kannst Du von einem Personalreferent-Gehalt von rund 5.184 € brutto im Monat ausgehen.
Einstiegsgehalt in Großbetrieben
In einem großen Unternehmen fällt das Gehalt am höchsten aus: Rund 5.988 € brutto im Monat winken Hochschulabsolventen hier. Damit verdienen sie deutlich mehr Personalreferent-Gehalt als ausgebildete Personaldienstleistungskaufleute, die frisch in ihren Beruf starten.
Einstiegsgehalt nach Branche
Die mit Abstand höchsten Einstiegsgehälter zahlt momentan die Chemie- und Erdölindustrie. Hier sind bis zu 23 % mehr drin im Jahr als im Durchschnitt. Weitere Spitzenreiter beim Einstiegsgehalt sind die Branchen:
- Chemie- und Erdölindustrie (+ 23 %)
- Banken (+ 20 %)
- Maschinen- und Anlagenbau (+ 18 %)
- Fahrzeugbau und Zulieferer (+ 15 %)
- Metallindustrie (+ 13 %)
Ungefähr im Durchschnittsbereich liegen die Branchen:
- IT und Internet
- Transport und Logistik
- Versicherungen
Unter dem durchschnittlichen Einstiegsgehalt als Personalreferent liegen die Bereiche:
- Gesundheit und soziale Dienste (- 5 %)
- Groß- und Einzelhandel (- 7 %)
- Personaldienstleistung (- 7 %)
Welche Faktoren beeinflussen das Personalreferent Gehalt?
Beim Gehalt als Personalreferent kommt es nicht nur auf Dein argumentatives Geschick während der Gehaltsverhandlungen an. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist der Ort, an dem Du arbeitest. Darüber hinaus spielen Branche, Unternehmensgröße, Berufserfahrung und Personalverantwortung eine entscheidende Rolle. Auch die Frage nach dem Geschlecht hat (leider) einen Einfluss darauf, was Du in diesem Beruf verdienst.
Gehalt nach Bundesland
In den wirtschaftsstärksten Bundesländern wie Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen kannst Du als Personalreferent im Schnitt mehr Geld verdienen als in den weniger gut aufgestellten Bundesländern im Osten. Dort liegt das mittlere Monatsgehalt teilweise bei etwa 4.500 bis 4.700 € brutto. Abgesehen von diesem Ost-West-Gefälle liegen die nordwestdeutschen Bundesländer Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen im Mittelfeld.
Aufgrund des allgemeinen Wirtschaftswachstums in Deutschland und der wachsenden Aufgaben und Herausforderungen für Personalreferenten hat sich das Personalreferent-Gehalt in dieser Region in den vergangenen Jahren laut einer Erhebung der Personalberatung Dr. Schwerdtfeger um 15 % nach oben entwickelt. Beim Vergleich der unterschiedlichen Regionen und der Durchschnittsgehälter, die Du in den einzelnen Regionen Deutschlands erwarten kannst, musst Du allerdings auch noch die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten berücksichtigen.
Gehalt nach Branche
Wie viel Du als Personalreferent verdienen kannst, hat auch etwas mit der Branche zu tun, in der Du angestellt bist. Laut Personalwissen.de steht hier der Bereich Chemie- und Erdölindustrie ganz oben. Hier kannst Du als Personaler rund 25 % mehr verdienen als im Gehaltsdurchschnitt. Ihr folgen Banken auf den Fuß, wo Du immerhin noch mit einem mehr als 23 % höheren Verdienst als Personalreferent rechnen kannst. Relativ gleichauf sind die Branchen Fahrzeugbau und -zulieferer und Maschinenbau, in denen jeweils immerhin rund 15 % mehr gezahlt wird als im Branchendurchschnitt. Ebenfalls darüber liegen die Bereiche:
- Metallindustrie
- Versicherungen
- IT und Internet
Durchschnittliche Personalreferent-Gehalte werden in den Branchen Groß- und Einzelhandel, Konsum- und Gebrauchsgüter und (knapp darunter) Baugewerbe und -industrie gezahlt.
Gehalt nach Betriebsgröße
Was das durchschnittliche Personalreferent-Gehalt in Betrieben mit unterschiedlicher Größe und Mitarbeiteranzahl angeht, legen die Daten des Statistischen Bundesamtes ebenfalls differenzierte Werte vor. Erwartungsgemäß hast Du danach in kleinen Unternehmen eine deutlich geringere Gehaltserwartung als in großen. In der Tat verdienst Du in einem Betrieb mit weniger als 100 Mitarbeitern rund 31 % weniger als in einem Großunternehmen mit über 1000 Angestellten. Selbst in einem Betrieb mit bis zu 1000 Angestellten beträgt der Abstand noch 13 %. Trotz der großen Gehaltsdifferenz könnte es sich für Dich dennoch lohnen, Dir Deine ersten beruflichen Sporen in einem Kleinunternehmen zu verdienen. Vor allem wenn Du „nur” eine Ausbildung hast, ist es dort einfacher für Dich, die Karriereleiter zu erklimmen. Wenn Du ein bestimmtes Level erreicht hast, kannst Du Dich auch auf eine besser bezahlte Stelle in einem großen Betrieb bewerben.
Gehalt nach Unternehmensgröße
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Kleine Unternehmen |
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€4.118 |
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Mittlere Unternehmen |
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€5.184 |
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Große Unternehmen |
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€5.988 |
Gehalt nach Geschlecht
Ob Du ein Mann bist oder eine Frau, spielt auch beim Gehalt als Personalreferent eine Rolle. Die gute Nachricht ist, dass die Gehaltslücke hier um 3,5 % geringer ist als in der Personalbranche insgesamt. Allerdings verdienen weibliche Personalreferenten immer noch rund 23 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Ausschlaggebend für dieses Ungleichgewicht ist nicht zuletzt die Tatsache, dass Frauen häufiger Elternzeit nehmen und in Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen arbeiten als Männer. Auch gilt es nach soziologischen Untersuchungen als erwiesen, dass sich Frauen aus Konfliktscheu mit weniger Gehalt zufriedengeben. Da das Einstiegsgehalt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung Deines zukünftigen Gehalts hat, ist es aber wichtig für Dich, hier selbstbewusst zu verhandeln und Dich nicht auf das erstbeste Angebot einzulassen.
Im Schnitt verdienen Frauen 4.375 € pro Monat und Männer 5.676 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich rund 23 % mehr als Frauen
Gehalt nach Betriebszugehörigkeit
Je länger Du in Deinem Beruf als Personalreferent arbeitest, je mehr Erfahrung sammelst Du, desto mehr Gelegenheiten für Gehaltserhöhungen kommen auf Dich zu. Die Gehaltsschritte in Deinem Bereich vollziehen sich kontinuierlich, wenn auch im Vergleich zu anderen Berufen nicht so steil. Ausgehend von Deinem durchschnittlichen Einstiegsgehalt kannst Du im Regelfall bereits nach nur 3-jähriger Berufstätigkeit ein Plus in Deinem Personalreferent-Gehalt von rund 13 % verzeichnen. In den weiteren Jahren wächst Dein Verdienst kontinuierlich weiter. Weniger rasant vollziehen sich dann die späteren Entwicklungen in Deinem Gehalt als Personalreferent. Dennoch kannst Du am Ende Deiner Laufbahn in diesem Beruf auf eine Gesamtsteigerung Deines Gehalts von knapp 47 % blicken.
Gehalt nach beruflicher Verantwortung
Ganz entscheidend für Dein Gehalt sind die Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die Du in Deinem Beruf übernimmst. Wenn Du bspw. Personalverantwortung übernimmst, verdienst Du laut Stepstone Gehaltsreport 13 % mehr als Deine Kollegen ohne Führungsaufgaben. Ebenfalls steigt die Höhe der variablen Gehaltsanteile: Sie machen hier zirka 30 % Deines Gesamtgehalts aus.
Wie sind die Berufsaussichten für Personalreferenten?
Die Berufsaussichten als Personalreferent sind grundsätzlich gut, da Unternehmen ab einer bestimmten Größe auf HR-Experten angewiesen sind. Allerdings ist die aktuelle Nachfrage nach Personalreferenten zuletzt deutlich gesunken: Der Hays-Fachkräfte-Index HR lag in Deutschland im dritten Quartal 2025 bei 38 % und damit 51 Prozentpunkte unter dem Vorquartal. Damit fiel der HR-Index erstmals seit dem ersten Quartal 2021 wieder unter den Gesamtindex aller analysierten Berufsgruppen, der bei 47 % liegt. Den stärksten Rückgang verzeichneten dabei die HR-Business Partner, gefolgt von HR-Managern und Recruitern. Trotz des Rückgangs bleiben HR-Business Partner auf hohem absolutem Nachfrageniveau: Ihr Suchvolumen liegt mit 197 % deutlich über dem berufsgruppenübergreifenden Durchschnitt. Als Gründe nennen Unternehmen intern besetzte Projekte und eine zurückhaltende Personalplanung. Das pauschal positive Bild sollte daher mit dieser aktuellen Entwicklung eingeordnet werden.
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