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Inhalt9 Abschnitte
Ein Astronom ist ein Naturwissenschaftler, der Sterne, Planeten, Galaxien und das Universum als Ganzes erforscht.
Wie wird man Astronom?
Astronom wirst Du über ein Physikstudium mit Schwerpunkt Astronomie und eine Promotion, zusammen sind das rund 8 bis 9 Jahre. Einen Bachelor in Astronomie gibt es in Deutschland nicht. Hochschulen, Inhalte und Voraussetzungen im Detail findest Du in den Artikeln Astronomie-Studium und Astrophysik-Studium.
- vorherAbiturFür das Physikstudium an einer Uni brauchst Du in der Regel das Abitur. Mathe, Physik und Englisch helfen Dir später am meisten.
- 6 SemesterBachelor in PhysikMechanik, Elektrodynamik, Quantenmechanik, Atom- und Kernphysik und viel Mathematik: die Grundlagen, auf denen die Astronomie aufbaut.
- 4 SemesterMaster mit AstronomieEntweder ein Master in Physik mit Schwerpunkt Astronomie oder ein eigener Master in Astrophysik, etwa in Bonn, Potsdam oder München.
- 3 bis 4 JahrePromotionDu forschst an einem eigenen Projekt, oft an einem Max-Planck-Institut oder einer Uni-Sternwarte, und schreibst Deine Doktorarbeit.
- danachPostdocEs folgen befristete Stellen als Nachwuchsforscher, häufig im Ausland.
- späterFeste Stelle oder ProfessurFür eine Professur verlangt das Hochschulrahmengesetz neben der Promotion zusätzliche wissenschaftliche Leistungen.
Einen Master in Astrophysik bieten zum Beispiel diese drei Universitäten an:
| Master | Das gilt |
|---|---|
| Astrophysics, Uni Bonn | 4 Semester, nur auf Englisch, mit Bachelor in Physik oder einem verwandten Fach |
| Astrophysics, Uni Potsdam | 4 Semester, auf Englisch, Sprachniveau C1 |
| Astrophysics, LMU München | 4 Semester, auf Englisch, mit Eignungsverfahren |
Quellen: Uni Bonn, Uni Potsdam, LMU München; Stand September 2026.

Bis zur ersten Stelle als Astronom dauert es viele Jahre. Mit kurzen Umfragen verdienst Du schon im Studium etwas dazu. Kostenlos, nur mit Deiner E-Mail-Adresse.
Wie läuft die Promotion ab?
Viele promovieren in einer Graduiertenschule. Die Max-Planck-Gesellschaft hat solche Schulen für Astronomie in Heidelberg, München, Bonn mit Köln und Göttingen, dort heißen sie International Max Planck Research Schools, kurz IMPRS. Du bewirbst Dich mit einem Master in Physik oder einem gleichwertigen Abschluss.
Nach der Promotion geht es meist befristet weiter. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz erlaubt befristete Verträge vor der Promotion bis zu 6 Jahre und danach noch einmal bis zu 6 Jahre. Eine Reform mit Mindestlaufzeiten für den ersten Vertrag berät der Bundestag ab Oktober 2026.
Was ist ein Astronom?
Einfach erklärt: Astronomen fangen Licht und andere Strahlung aus dem All mit Teleskopen und Satelliten ein. Die Daten werten sie am Computer aus und erklären mit Physik und Mathematik, wie Himmelskörper entstehen und wie sich das Weltall entwickelt.
Was macht ein Astronom?
Durchs Okular schaust Du dabei selten. Die meiste Zeit sitzt Du am Schreibtisch, im Seminarraum oder im Hörsaal.
Was ist der Unterschied zwischen Astronom und Astrologe?
Dein Weg zu den Sternen beginnt mit dem Physikstudium
Wir schicken Dir Einladungen von Hochschulen, Stipendien, andere Finanzierungsmöglichkeiten und Jobangebote per E-Mail.
- Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
- Stipendien und Förderprogramme
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Welche Astronomie-Berufe gibt es ohne Studium?
Astronom wirst Du nur mit Studium, an einem Astronomie-Institut arbeiten kannst Du aber auch mit einer Ausbildung. Große Institute bauen Kameras, Spektrografen, Teleskope und sogar ganze Nutzlasten für Satelliten in eigenen Werkstätten und bilden dafür selbst aus. Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching nimmt Azubis schon mit qualifizierendem Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss.
| Institut | Hier kannst Du eine Ausbildung machen |
|---|---|
| Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg | Feinwerkmechaniker (3,5 Jahre), Fachinformatiker, Kaufmann für Büromanagement |
| Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching | Industriemechaniker für Feingerätebau, Fachinformatiker für Systemintegration, Kaufmann für Büromanagement |
Quellen: MPIA Heidelberg, MPE Garching, Stand September 2026.
Als Azubi arbeitest Du an echten Projekten mit und trägst so zu Experimenten und Messgeräten bei, beschreibt das MPE seine Ausbildung. Astronom bist Du danach nicht, aber Du baust mit an den Instrumenten, mit denen geforscht wird.
Wo arbeiten Astronomen?
Die meisten Astronomen forschen an Universitäten und an Instituten außerhalb der Hochschulen. Im Rat Deutscher Sternwarten sind 43 Einrichtungen zusammengeschlossen. In der astronomischen Forschung in Deutschland arbeiteten 2016 rund 2.700 Menschen, fast doppelt so viele wie im Jahr 2000.
| Arbeitgeber | Woran dort gearbeitet wird |
|---|---|
| Max-Planck-Institute | Heidelberg: Entstehung von Sternen und Planetensystemen Garching: Simulationen (Astrophysik) und Beobachtungen oberhalb der Atmosphäre (extraterrestrische Physik) Bonn: Radioastronomie Göttingen: Sonne und Sonnensystem |
| Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam | Ursprung, Bestandteile und Schicksal des Universums |
| Universitäten | Forschung und Lehre, zum Beispiel im Zentrum für Astronomie in Heidelberg, der größten astronomischen Uni-Einrichtung Deutschlands |
| Landessternwarten | etwa Tautenburg in Thüringen: Exoplaneten, Sternentstehung und Asteroiden |
| ESO, Garching | Hauptsitz der Europäischen Südsternwarte, ihre Teleskope stehen in der Atacama-Wüste in Chile |
| ESA und DLR | Satelliten steuern im ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt, Planeten erforschen beim DLR in Berlin |
| Außerhalb der Forschung | Sternwarten und Planetarien, Erwachsenenbildung, Fachjournalismus, Instrumentenbau, Messtechnik, Navigation, IT |
Wie kommen Astronomen an ein Teleskop?
Beobachtungszeit an großen Teleskopen musst Du beantragen. Bei der ESO, getragen von 16 Ländern, darunter Deutschland, geht das seit dem Beobachtungsjahr ab Mai 2026 nur noch einmal im Jahr. Dafür kamen 1.285 Anträge, nur ein Teil bekommt Zeit:
Quelle: ESO Annual Report 2025, S. 52 (Beobachtungsperioden 116 und 117).
Nach Chile reist Du dafür selten. Im Servicemodus beobachten Fachleute der ESO für Dich, sobald das Wetter zu Deinem Antrag passt. Schon 2018 wünschten sich das über 80 % der normalen Anträge. Ab Dezember 2030 soll das Extremely Large Telescope der ESO die ersten wissenschaftlichen Daten liefern. Mit 39 Meter Spiegel wird es das größte Teleskop der Welt für sichtbares Licht und Infrarot.
Welche Spezialisierungen gibt es?
Du spezialisierst Dich nach dem, was Du erforschst, und nach Deiner Methode. Oft arbeiten Fachleute mehrerer Richtungen in großen Teams zusammen.
Was verdient ein Astronom?
Im Mittel verdienen Astronomen 6.437 € brutto im Monat. Mehr Zahlen, etwa nach Abschluss, Bundesland und Größe des Arbeitgebers, findest Du im Artikel Astronom-Gehalt. In der Promotion verdienst Du deutlich weniger.
Quellen: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung April 2025; Max-Planck-Gesellschaft.
Wie sind die Berufsaussichten?
Die Astronomie ist ein kleines Fach: 729 Menschen studierten sie im Wintersemester 2025/26 als Hauptfach, Physik rund 43.000. Viele Astronomen studieren und promovieren allerdings im Fach Physik und tauchen in dieser Zahl nicht auf.
Feste Stellen in der Forschung sind knapp: An Hochschulen arbeiten in Mathematik und Naturwissenschaften rund drei von vier Wissenschaftlern mit befristetem Vertrag. Weil die Astronomie international arbeitet, findest Du Stellen auch im Ausland. Und das Physikstudium öffnet viele andere Türen: Nur rund 16 % der Physiker arbeiten im Beruf Physiker, viele andere in Schulen, Technik, Ingenieurberufen und IT.
Quellen: Statistisches Bundesamt, Hochschulpersonal 2024; Deutsche Physikalische Gesellschaft, Physik Journal 12/2025.
Passt der Beruf zu Dir?
Was solltest Du mitbringen?
- Dich für Sterne, Planeten und das Weltall begeisterst
- gern rechnest und in Mathe und Physik gut bist
- gern programmierst und an einem Problem lange dranbleibst
- Englisch liest und sprichst oder es lernen willst
- neugierig bist und auf Details achtest
- lieber nachts am Okular sitzt als tagsüber am Computer
- schnell eine feste Stelle brauchst
- nicht umziehen oder ins Ausland gehen möchtest
- Rückschläge bei langen Projekten schwer wegsteckst
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