Was ist ein Astronom?
Astronomen erforschen Objekte im All. Sie erkunden, wie das Universum aufgebaut ist, welche Gesetze in ihm herrschen und wie es sich entwickeln wird. Dabei untersuchen sie nicht nur feste Materie, sondern auch Strahlungen.
Was macht ein Astronom?
Als Astronom oder Astronomin beobachtest Du einerseits astronomische Objekte und Phänomene durch das Teleskop, misst ihre Position und berechnest ihre Bewegungen. Andererseits untersuchst Du Strahlungen und winzige Teilchen, die auf die Erde treffen. Im Anschluss befasst Du Dich mit der Interpretation Deiner Beobachtungen und versuchst, anhand physikalischer Gesetze und mathematischer Methoden Szenarien für die Zukunft zu entwickeln.
Wie wird man Astronom?
- Studium: Um als Astronom zu arbeiten, brauchst Du ein abgeschlossenes Studium. Dabei ist Astronomie selbst in Deutschland kein eigenständiger Studiengang. Wenn Du ein Physikstudium absolvierst, kannst Du aber Astronomie als Schwerpunktfach wählen und Dir so das Wissen aneignen, das Du für Deinen späteren Traumberuf brauchst.
- Promotion: Die Promotion spielt im Fach Astronomie eine fast noch wichtigere Rolle als in anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen. Die meisten Arbeitgeber in diesem Bereich gehen von einem Doktortitel aus.
- Auslandsaufenthalte: Die Astronomie ist international aufgestellt. Studienaufenthalte in anderen Ländern werden daher von Dir erwartet, wenn Du Astronom werden willst.
Wo arbeitet ein Astronom?
Als Astronom bist Du meistens an Hochschulen oder speziellen Forschungseinrichtungen beschäftigt. Dein Berufsweg kann Dich aber auch in die freie Wirtschaft führen. Hier hast Du in einer Reihe von technischen Berufen z. B. in der IT- oder Software-Branche alternative Karrieremöglichkeiten.
Häufig genannt wird in diesem Zusammenhang das CERN in Genf. Wichtig zu wissen: Das CERN ist die Europäische Organisation für Kernforschung und betreibt mit dem Large Hadron Collider (LHC) den größten und leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Welt - also ein Instrument der Teilchenphysik, keine astronomische Sternwarte. Der LHC ging am 10. September 2008 erstmals in Betrieb und besteht aus einem 27 km langen Ring supraleitender Magnete, die in einem Tunnel rund 100 Meter unter der Erde an der französisch-schweizerischen Grenze nahe Genf liegen. CERN hat 25 Vollmitglieder, darunter Deutschland, Frankreich, die Schweiz und Österreich. Für klassische astronomische Forschung sind dagegen Universitäten, Forschungsinstitute und Raumfahrtagenturen die typischen Arbeitgeber.
Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Als Astronom befasst Du Dich im Regelfall mit sehr unterschiedlichen Phänomenen. Die Methoden, die Du bei ihrer Beobachtung anwendest, gleichen sich jedoch sehr oft. Zu Deinem Alltagsgeschäft gehören u. a.:
Wie sieht der Arbeitsplatz aus?
Tatsächlich kannst Du in den meisten Fällen davon ausgehen, dass Dein Schreibtisch nicht weit von einem hochspezialisierten Weltraumteleskop steht. Die meiste Zeit verbringst Du allerdings im Büro oder als Dozent im Hörsaal.
Was verdient ein Astronom?
Als Astronom in Deutschland liegt Dein Bruttomonatsgehalt im Median bei rund 2.815 €. Zu Berufsbeginn kannst Du in den ersten Jahren mit etwa 2.338 € brutto im Monat rechnen. Wie viel Du verdienst, hängt stark von Deinem Abschluss ab: Mit einem Masterabschluss steigst Du im Schnitt mit rund 2.947 € ein, mit einer Promotion mit etwa 3.335 €. Egal welchen Weg Du einschlägst, wird sich Deine Gehaltskurve im Laufe Deines Berufslebens deutlich nach oben entwickeln. Die Stellenbeschreibungen in Deinem Bereich sind sehr anspruchsvoll und werden entsprechend vergütet.
Wie sind die Berufsaussichten für Astronomen?
Zwar ist der Stellenmarkt für Astronomen nicht eben besonders groß. Doch trifft das auch auf die Zahl der Absolventen zu, so dass Du bei der Jobsuche nicht allzu viel Konkurrenz hast. Je höher Deine akademischen Qualifikationen sind (Promotion oder sogar Habilitation), desto größer sind die Chancen, Deinen Traumjob zu finden. Zudem hast Du durch die internationale Ausrichtung dieser Wissenschaft gute Möglichkeiten, außerhalb Deutschlands eine Stelle zu finden.
Welche Spezialisierungen gibt es?
Die Astronomie teilt sich in unterschiedliche Gebiete auf und spezialisiert sich mit wachsendem Forschungsstand immer mehr. Astronomie-Berufe sind etwa:
- Beobachtende Astronomie
- Kosmologie
- Astrophysik
- Astrodynamik
- Extraplanetologie
Häufig arbeiten die Experten der einzelnen Zweige eng miteinander, um ihre Forschungsergebnisse aufeinander abzustimmen und gemeinsame Theorien zu entwickeln.
Passt der Beruf Astronom zu mir?
Wenn Dich Sterne schon immer fasziniert haben und Du eine Begabung für Mathe, Physik und andere Naturwissenschaften hast, dann ist Astronomie genau das Richtige für Dich. Vor allem, wenn folgende Eigenschaften hinzukommen:
Findest Du diese Eigenschaften in Dir vereint, dann auf zu den Sternen und rein ins Studium.