Ausbildungsdauer 
3 Jahre
Empf Schulabschluss 
Hauptschule
Ausbildungsgehalt 
800

Wo kann ich eine Konditor-Ausbildung machen?

Eine Konditor-Ausbildung kannst Du ausschließlich in einer dualen Ausbildung machen, denn dieser Beruf ist ein Handwerk und kann nur einer staatlich anerkannten Form erlernt werden. Dazu brauchst Du einen Arbeitgeber, der mit Dir einen Ausbildungsvertrag abschließt und bei dem Du dann in Zusammenarbeit mit einer Berufsschule Deine Ausbildung machst. Neben kleinen Konditoreien und Patisserien suchen auch Großhandelsbetriebe, Bäckereien mit Feinbackwarensortiment oder Hotels und Restaurants mit einer eigenen Patisserie nach Auszubildenden für eine Ausbildung zum Konditor.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Konditor-Ausbildung?

Für eine Konditor-Ausbildung brauchst Du üblicherweise mindestens einen Hauptschulabschluss. Statistisch gesehen gehen allerdings 42 Prozent, und damit die meisten Ausbildungsplätze, an Bewerber und Bewerberinnen, die die mittlere Reife mit sich bringen. Das heißt aber nicht, dass es ohne Abschluss unmöglich ist eine Ausbildung als Konditor zu machen, es ist nur bedeutend schwerer. Du musst beim Eignungstest extrem hoch punkten und viel Motivation und Interesse zeigen. Äußerst hilfreich beim Überzeugen des Ausbildungsbetriebes ist auch ein vorher absolviertes Praktikum.

Abgesehen vom Abschluss solltest Du für eine erfolgreiche Bewerbung auf eine Konditor-Ausbildung auch gute Mathematik- und Chemiekenntnisse mitbringen. Ohne diese Kenntnisse wird es nämlich schwer die Mengen zu berechnen und die chemischen Prozesse zu verstehen, die unumgänglich in deiner Konditor-Ausbildung sind.

Ausbildungsanfanger / innen 2016 (in %)

Wie lange dauert die Konditor-Ausbildung?

Eine Konditorin-Ausbildung dauert in der Dualen Ausbildung üblicherweise drei Jahre. Allerdings gibt es Ausnahmen. Solltest mit einem Abitur in diese Ausbildung eingestiegen sein, kannst Du unter Umständen die Ausbildungszeit Deiner Patisserie-Ausbildung um ein halbes bis ein Jahr verkürzen. Es gibt in Sonderfällen auch die Möglichkeit in Teilzeit Deine Ausbildung als Konditor zu machen. Als Gründe kommen hier unter anderem Mutterschaft oder eine längere Krankheit in Frage.

Wie hoch ist das Gehalt in der Konditor-Ausbildung?

Bei Deiner Ausbildung zum Konditor bekommst Du während der drei Jahre eine Ausbildungsvergütung. Dein Gehalt kann sich je nach Betrieb und Standort stark unterscheiden, im Durchschnitt kannst Du aber mit folgenden Gehältern rechnen: Im ersten Jahr kannst Du mit einem Einkommen zwischen 324 Euro brutto pro Monat und 565 brutto pro Monat rechnen. Im zweiten Jahr steigt Dein Gehalt auf 400 bis 670 Euro brutto pro Monat, im dritten auf 450 bis 800 Euro brutto im Monat. Wenn Dir dieses Gehalt Dir Deine Lebenskosten während Deiner Konditor-Ausbildung nicht abdecken kann, kannst Du unter Umständen Berufsausbildungsbeihilfe beziehen.


Verdienst in der Ausbildung als Konditor

Wie läuft die Konditor-Ausbildung ab?

Deine Ausbildung zum Konditor ist eine duale Ausbildung , dauert insgesamt drei Jahre und findet zu einem Teil in einer Berufsschule, zum anderen Teil in einem Ausbildungsbetrieb statt. In der Berufsschule lernst Du vor allem die theoretischen Teile dieses Berufes mitsamt seinen Vorschriften und Rechten kennen. Dieser Teil nennet sich allgemeine Grundausbildung. Im Ausbildungsbetrieb, beispielsweise einer Patisserie, bekommst Du vor allem das praktische Wissen vermittelt. Dieser Teil ist dann die so genannte Fachausbildung.

Nach den ersten zwei Jahren Deiner Ausbildung zum Konditor absolvierst Du Deine erste Zwischenprüfung. Diese soll den derzeitigen Wissenstand und Dein Können testen und Dich außerdem auf die Gesellenprüfung, so heißt hier die Abschlussprüfung, vorbereiten. Am Ende Deiner Konditor-Ausbildung folgt dann diese Gesellenprüfung. Diese ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert. Die Theorie wird in einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung abgefragt. Danach musst Du eine praktische Aufgabe absolvieren, um Dein handwerkliches Können und Geschick zu zeigen. Hier wirst Du beispielsweise Buttercreme anmischen, eine Torte oder Pralinen herstellen oder eine Speiseeisvariation zaubern.. Wenn Du alle Prüfungen bestanden hast, bist Du gelernter Konditorgeselle und kannst Deine Karriere in der Patisserie beginnen. Oder Du lernst weiter und machst Deinen Meister.

Welche Inhalte hat die Konditor-Ausbildung?

Deine Ausbildung als Konditor ist in zwei grundsätzliche Teile untergliedert: Zuerst lernst Du die berufliche Grundbildung kennen, danach erfolgt eine fachspezifische Ausbildung:

Die Grundbildung

Im theoretischen Teil Deiner Ausbildung zum Konditor lernst Du alle arbeitsrechtlichen Teile Deines zukünftigen Berufes kennen und lernst mit Lebensmitteln umzugehen und diverse Vorschriften einzuhalten. Konkret wird Dir hier Wissen aus folgenden Bereichen beigebracht:

  • Berufsbildung-, Arbeits- und Tarifrecht
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebs
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
  • Umweltschutz und Hygienevorschriften
  • Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken
  • Arbeitsabläufe und Arbeiten im Team
  • Handhaben von Anlagen, Maschinen und Geräten
  • Qualitätssicherung
  • Lagern, Kontrollieren von Lebensmitteln

Die Fachbildung

In der Fachausbildung Deiner Konditor-Ausbildung geht es um das Handwerk des Konditors an sich. Hier lernst Du alles, was Du zum Herstellen von Pralinen, Schokoladen, Torten, Desserts und anderen Speiseeis benötigst. Konkret wird Dir Wissen aus folgenden Bereichen vermittelt:

  • Herstellen von Brot und Kleingebäck und Partykleingebäck
  • Herstellen von Feinen Backwaren aus Teigen
  • Herstellen und Weiterverarbeiten von Massen, Überzügen; Cremes und Füllungen
  • Herstellen von Salz-, Käse- und Partygebäck
  • Kundenberatung und Verkauf
  • Herstellen von Süßspeisen, Torten und Desserts
  • Gestalten von Konditoreierzeugnissen
  • Herstellen von Spezial- und Dauergebäck
  • Herstellen von Pralinen, Speiseeis, Marzipan-, Schokoladen- und Nougaterzeugnissen

Wie sieht der Karrierepfad nach der Konditor-Ausbildung aus?

Nach der Konditor-Ausbildung ist vor der Weiterbildung, denn beim Konditorgesellen muss noch lange nicht Schluss mit der Karriere in diesem Berufsfeld. Nach Deiner Ausbildung stehen die diverser Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Diese sind:

Passt eine Konditor-Ausbildung zu mir?

Eine Ausbildung zur Konditorin passt zu Dir, wenn Du wirklich große Lust auf das Erstellen von Torten, Pralinen und Eis hast und nicht nur auf das Essen derselbigen. Neben viel Leidenschaft für dieses Handwerk hilft es außerdem, wenn Du folgende Voraussetzungen mitbringst:

Disziplin
Für eine Konditor-Ausbildung brauchst Du vor allem eins zeigen: eine Menge Selbstdisziplin. Denn Deine Arbeitszeiten beginnen oft schon um 5.30 Uhr morgens, wenn alle anderen noch schlafen. Und auch an Samstagen wird gearbeitet. Mit Leidenschaft allein wirst Du nicht weit kommen, wenn Du es nicht auch schaffst Dich auf die Arbeitsbedingungen einzulassen und Dich immer wieder zu motivieren. Außerdem erfordert die Patisserie-Ausbildung auch stetig korrektes arbeiten, das Einhalten aller Vorschriften und Rezepte von Anfang bis Ende.
Fingerfertigkeit
So eine Konditor-Ausbildung erfordert viel Fingerspitzengefühl und Auge fürs Detail, damit Deine Waren nicht nur lecker schmecken, sondern auch ästhetisch ansprechend aussehen. Immerhin arbeitest Du oft mir klitzekleinen Details, Pralinen und Cremetörtchen. Das ist kein Beruf für Grobschlächtige.
Mathematik
Du sollst drei Kilo Eis herstellen und hast dafür ein bestimmtes Mischverhältnis der Zutaten zu beachten. Jetzt heißt es Kopfrechnen! Und zwar ganz korrekt. Denn nur wenn Du ganz korrekt und gut in Mathe bist, kommst Du Deiner Ausbildung zum Patissier gut voran und kannst erfolgreich Deine Erzeugnisse perfekt herstellen.
körperliche Belastbarkeit
So eine Konditor-Ausbildung und auch der anschließende Beruf verlangen von Dir körperliche Belastbarkeit. Nicht nur wegen des frühen Aufstehens, sondern auch weil Du während dieser Arbeit viel stehst und Dich auch viel bücken musst. Außerdem solltest Du darauf achten, dass Du vor Deiner Ausbildung als Konditor checkst, ob Du keine Lebensmittelunverträglichkeiten oder Diabetes hast, denn sonst kannst Du Deine Konditor-Ausbildung und den Beruf nur schwer oder gar nicht ausüben.
Ausbildungsdauer 
3 Jahre