Einstiegsgehalt 
1.500
Durchschnittsgehalt 
2.500
Ausbildung 
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20
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Konditor
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Was ist ein Konditor?

Konditor ist ein Handwerksberuf, der sich auf die Herstellung von Fein- und Süßgebäck spezialisiert. Eine Alternativbezeichnung für diesen Beruf ist Zuckerbäcker.

Was macht ein Konditor?

Als Konditor stellst Du unterschiedliche Backwaren für den Verkauf her, meist im eigenen Laden. Anders als ein Bäcker bietest Du in Deinem Sortiment aber keine Brote und Brötchen an, sondern spezialisierst Dich auf süße Gebäckstücke und Produkte wie Torten, Kuchen, Pralinen oder Speiseeis. In der Backstube stellst Du die Grundzutaten zusammen, wiegst sie einzeln ab und mischst aus ihnen die Teige und Grundmassen für Deine Waren. Außerdem bist Du für die Fertigung von essbaren Verzierungen für Torten und andere Backwaren zuständig, formst Dekorationselemente aus Marzipan, Schokolade oder gesponnenem Zucker oder stellst Fondant-Überzüge und Zierschriften her.

Wie wird man Konditor?

Ausbildung zum Konditor bzw. zur Konditorin

Der Weg in den Konditor-Beruf führt über die Konditor-Ausbildung. Um die Ausbildung zur Konditorin bzw. zum Konditor zu machen, brauchst Du keinen speziellen Schulabschluss. Auch mit einem guten Hauptschulabschluss hast Du beste Aussichten auf einen Ausbildungsplatz. Die Konditor- bzw. Konditorin-Ausbildung ist dual angelegt und findet sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule statt. In praktischen und theoretischen Ausbildungsinhalten lernst Du hier alles, was Du für dieses Handwerk brauchst. Ablauf und Inhalt der dreijährigen Konditor-Ausbildung sehen ungefähr folgendermaßen aus:

Konditor-Ausbildung im Betrieb

Die Konditor- bzw. Konditorin-Ausbildung findet im Regelfall in einer Konditorei oder einem Café statt. Hier lernst Du, wie Du vom Blätterteig bis zum Biskuit die unterschiedlichen Teige bearbeitest, aber auch alles über die Herstellung von Cremes und Füllungen oder von Dekors. Über die Tätigkeiten und Aufgaben während Deiner Konditor-Ausbildung im Betrieb führst Du ein Berichtsheft, das Du regelmäßig Deinem Ausbilder zur Überprüfung gibst. Dieses Berichtsheft ist ein wichtiger Nachweis über Deine Ausbildung zum Konditor oder zur Konditorin.

Konditor-Ausbildung in der Berufsschule

Der Unterricht an der Berufsschule ergänzt Deine betriebliche Konditor- bzw. Konditorin-Ausbildung und vermittelt Dir neben fachspezifischen Kenntnissen zur Herstellung von Feingebäck auch allgemeines Wissen in Fächern wie Deutsch oder Mathematik.

Abschluss

Wenn Du zwei Jahre Deiner Ausbildung als Konditor hinter Dich gebracht hast, erwartet Dich zunächst eine Zwischenprüfung. Darin erbringst Du den Nachweis Deiner bisher während der Konditor-Ausbildung erlangten Kenntnisse und Fähigkeiten. Nach drei Jahren schließt Du Deine Konditor- bzw. Konditorin-Ausbildung mit der Gesellenprüfung ab.

Ausbildung zum Meister

Nach Deiner Ausbildung zum Konditor kannst Du zusätzlich noch einen Meistertitel erwerben. Die Meisterausbildung kannst Du direkt nach Deiner Gesellenprüfung starten, und das sogar in Teilzeit, wenn Du schon in den Beruf eingestiegen bist. Nach etwa 12 Monaten legst Du Deine Meisterprüfung ab, in der Du neben erweiterten Fachkenntnissen auch betriebswirtschaftliches Wissen nachweisen musst. Da das Handwerk zulassungspflichtig ist, brauchst Du einen Meistertitel, wenn Du Dich selbstständig machen und Nachwuchs ausbilden möchtest.

Alternative: Ausbildung zum Bäcker

Neben der Ausbildung zum Konditor bzw. zur Konditorin kommt alternativ auch eine Ausbildung zum Bäcker in Betracht. Sie umfasst ähnliche Ausbildungsabschnitte, und nach einer gewissen Einarbeitungszeit kannst Du Dir die Fähigkeiten erwerben, die Du als Zuckerbäcker brauchst.

Weitere Berufsvoraussetzungen

Zwar nur eine Formalie, aber wichtig: Bevor Du in Deinem Handwerk richtig loslegen kannst, benötigst Du eine Belehrung und Bescheinigung des Gesundheitsamts. Diese brauchst Du für alle Berufe, in denen man mit Lebensmitteln umgeht.

Wo arbeitet eine Konditorin?

Arbeitgeber in Deinem Beruf sind meist Konditoreien (manchmal auch Confiserien genannt) oder Cafés. Ebenfalls in Frage kommen Bäckereien mit größerer Feingebäck-Abteilung. Auch in der gehobenen Gastronomie bist Du eine gefragte Arbeitskraft, bspw. in Hotels oder Sterne-Restaurants. Hier zauberst Du als so genannter Patissier außergewöhnlicher Desserts auf den Teller. Eine Alternative sind industrielle Betriebe, in denen Feingebäck-Waren hergestellt werden.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Die Konditor-Arbeitszeiten richten sich nach den Bedürfnissen der Kunden, daher bist Du nicht nur an Wochentagen, sondern oft auch an Sonn- und Feiertagen im Einsatz. So früh wie Deine Kollegen in der „normalen“ Bäckerei musst Du allerdings üblicherweise nicht auf der Matte stehen. Statt um 2.00 Uhr fängt Dein Arbeitstag „erst“ um 5:30 Uhr an. Wie so ein Tagesablauf aussieht, kannst Du hier nachlesen:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Während der Arbeit bist Du von zahlreichen Geräten und Maschinen umgeben, die Dir dabei helfen, Deine Grundzutaten in cremige Massen, Schäume oder Baisers zu verwandeln. Kühlvorrichtungen sind ebenso wichtig wie professionelle Backöfen. Außerdem sollte Dein Arbeitsplatz über ausreichende Lagermöglichkeiten für Mehl, Zucker, Eier und Co. verfügen. In einem Industriebetrieb arbeitest Du vermutlich an einer Fertigungsstraße. Dort sind die Dimensionen üblicherweise auch größer. Als Angestellter in einem Café bist Du öfter auch an der Verkaufstheke anzutreffen. Wenn Du Kundenbestellungen ablieferst wie z. B. Hochzeitstorten, kommst Du in Deinem Beruf auch häufiger mal an die frische Luft.

Was verdient eine Konditorin?

Ausbildung

Schon während Deiner Ausbildung hast Du Anspruch auf eine Vergütung. Wie viel Du verdienst, hängt im Wesentlichen davon ab, ob Du Dich in einem Industriebetrieb mit fester Tarifbindung oder in einem kleinen Unternehmen ausbilden lässt. Die durchschnittliche Vergütung beträgt im ersten Jahr 470 Euro brutto im Monat, im zweiten 600 Euro und im dritten Jahr 730 Euro.

Beruf

Als Berufseinsteiger kannst Du mit einem durchschnittlichen Gehalt von zunächst 1.500 Euro monatlich rechnen. Wie viel Du verdienst, hat natürlich nicht zuletzt mit der Größe Deines Arbeitgebers zu tun. Die Region, in der Du arbeitest, Deine Berufserfahrung und besondere Qualifikationen sind ebenfalls wichtige Faktoren bei der Zusammensetzung Deines Gehalts. Als Meister bspw. kannst Du von einem durchschnittlichen Verdienst von 2.500 Euro im Monat ausgehen.

Wo finde ich einen Job als Konditor?

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Wie sind die Berufsaussichten für Konditoren?

Deine Zukunftsperspektiven in diesem Beruf sind gar nicht schlecht. Einerseits ist die Zahl an Auszubildenden derzeit nicht besonders hoch. Andererseits nimmt die Nachfrage an besonderen und ausgefallenen Confiserie-Produkten immer weiter zu. Die besten Berufschancen hast Du momentan in den süddeutschen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg oder Hessen, wo sich weniger als zwei Kandidaten auf eine freie Arbeitsstelle bewerben. Etwas angespannter sieht die Lage in Nordrhein-Westfalen oder Berlin aus.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Klassische Spezialisierungsmöglichkeiten in Deinem Berufsfeld sind:

  • Speiseeisherstellung (für Eisdielen, aber auch für spezielle Kunden in der Gastronomie)
  • Pralinenherstellung (für Pralinen- und andere Süßwarenhändler)
  • Lebkuchenherstellung (vor allem in der Weihnachtszeit, mancherorts aber auch ganzjährig)

Passt der Beruf Konditor zu mir?

Wenn Du schon immer gerne Teigschüsseln ausgeleckt und Deinen Eltern beim Backen geholfen hast, dürfte der Beruf für Dich so etwas wie die Erfüllung eines Kindheitstraums sein. Allerdings solltest Du außer Deiner Begeisterung für Süßes noch ein paar andere Eigenschaften mitbringen. Dazu gehören:

Bereitschaft zu ungewöhnlichen Arbeitszeiten
Während andere sonntags ins Café gehen, um ein Stück Torte zu essen, stehst Du in der Backstube und bereitest alles Notwendige zu. Die Konditor-Arbeitszeiten bringen es oft mit sich, dass Du Kompromisse schließen musst, um Arbeit und Privatleben unter einen Hut zu bringen.
Sinn für Ästhetik
Vor allem bei Torten und andere feinen Gebäckstücken gilt der alte Spruch „das Auge isst mit“. In Deiner Backstube stellst Du weniger Lebensmittel als ästhetisch ansprechende Kunstwerke her. Entsprechend solltest Du eine ausgeprägte Empfindung für Ästhetik haben.
Rechenstärke
Kopfrechnen brauchst Du selbst im Umgang mit Butter, Milch, Mehl und Sahne. Ob Du 100 Gramm oder 1.000 Gramm von einer Zutat nimmst, macht durchaus einen Unterschied – und den werden im Zweifelsfall auch Deine Kunden herausschmecken.
Sorgfalt
In Deinem Beruf musst Du sehr sorgfältig und besonnen zu Werke gehen. Auch unter Zeitdruck darf bei Dir keine Hektik aufkommen. Vor allem, wenn es um die künstlerische Ausgestaltung von Torten geht und um die Herstellung von Dekorationselementen, solltest Du weder mit den Händen zittern, noch mit Deinen Augen irgendwo anders sein.

Wenn Du Dich in diesen Eigenschaften wiederfindest, ist dieser Beruf geradezu ideal für Dich.