Einstiegsgehalt 
1.500
Durchschnittsgehalt 
2.480
Ausbildung 
Ausbildung
3
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Kinderkrankenschwester
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Was ist eine Kinderkrankenschwester?

Eine Kinderkrankenschwester ist eine meist im Krankenhaus angestellte Pflegefachkraft. Sie pflegt und betreut sowohl Neugeborene und Säuglinge als auch Kinder und Jugendliche, die zum Beispiel aufgrund schwerer Verletzungen oder Krankheiten stationär behandelt werden müssen. Die offizielle Bezeichnung für den Beruf lautet übrigens Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und auch Männer können ihn ausüben. Der Beruf ist rechtlich geschützt, die Bezeichnung darf also nur benutzen, wer im Anschluss an die Kinderkrankenschwester-Ausbildung die staatlich anerkannte Prüfung abgelegt hat.

Was macht ein Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger?

In den Aufgabenbereich einer Kinderkrankenschwester fallen sowohl die Behandlungs- als auch die Grundpflege der Patienten.

Unter Behandlungspflege versteht man Tätigkeiten, die zuvor vom Arzt verordnet wurden. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger verabreichen also zum Beispiel Medikamente, messen den Blutdruck- und die Blutzuckerwerte oder wechseln Verbände.

Wenn die Kinder nicht in der Lage sind, sich selbstständig zu waschen oder zu essen, dann übernehmen Kinderkrankenschwestern auch diese Tätigkeiten oder helfen ihnen dabei – das meint der Begriff Grundpflege. Auf einer Säuglingsstation kommen noch weitere Tätigkeiten hinzu: Zum Beispiel Wickeln oder die Flasche geben. Eine weitere wichtige Aufgabe einer Kinderkrankenschwester ist die seelische Betreuung der Kleinen. Denn Kinder, die in einer Klinik stationär behandelt werden müssen, leiden meist nicht nur unter den Schmerzen ihrer Verletzung oder Krankheit, sondern auch unter Heimweh. Mitunter sind sie wochenlang nicht zu Hause – und sehen ihre Familie und Freunde entsprechend seltener. Eine Kinderkrankenschwester spendet Trost, spielt mit den Kindern, macht Hoffnung und versucht in Beratungsgesprächen, ihnen genauso wie ihren Eltern die Ängste zu nehmen, die beispielsweise vor einem anstehenden OP-Termin bestehen können.

Zu guter Letzt gehört auch einiges an Schreibarbeit zum Job einer Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Sie notiert den jeweiligen Krankheitsverlauf, hält täglich fest, wie die Kinder sich fühlen und dokumentiert genau, welche Medikamente sie bekommen.

Wie wird man Kinderkrankenschwester?

Notwendige Voraussetzungen

Um die Kinderkrankenschwester-Ausbildung zu beginnen, wird in der Regel ein mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt. Sofern Du bereits eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer hinter Dir hast, genügt theoretisch auch ein Hauptschulabschluss. Dies betrifft jedoch nur eine winzige Minderheit. Mehr als die Hälfte der Auszubildenden, von denen insgesamt übrigens mehr als 95 Prozent Frauen sind, hat sogar die allgemeine Hochschulreife, also Abitur. Besonderes Augenmerk legen die Ausbilder auf Deine Noten in den Fächern Biologie, Sozialwissenschaften und Deutsch.

Unabhängig davon, welchen Schulabschluss Du vorzuweisen hast, solltest Du Dich rechtzeitig informieren, ob Du weitere Bedingungen erfüllen musst, um an Deiner bevorzugten Ausbildungsstätte angenommen zu werden: Manche Krankenhäuser bestehen nämlich auf ein mehrwöchiges Praktikum vor Beginn der Ausbildung als Krankenschwester.

Organisation der Ausbildung

Die Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger-Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt. Sie dauert drei Jahre und ist ganz klassisch aufgeteilt in einen Theorie- und einen Praxis-Teil. Die theoretische Ausbildung erhältst Du an einer Berufsfachschule, die Praxis lernst Du in einem kooperierenden Krankenhaus, einer Praxis oder einem ambulanten Pflegedienst. Der Unterricht findet normalerweise gebündelt in Blöcken statt, für Dich bedeutet das dann: vier bis sechs Wochen am Stück Schule.

Theoretischer Teil

Insgesamt drückst Du während der Kinderkrankenpflegeausbildung noch mal 2100 Stunden die Schulbank, um Theorie zu pauken. Als angehende Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin beschäftigst Du Dich übrigens nicht nur mit kinderspezifischen Themen und Krankheiten, sondern eignest Dir auch Kenntnisse aus anderen Bereichen an: Dazu zählen etwa Gesundheits- und Krankenpflege für jedes Lebensalter ebenso wie Naturwissenschaften und Medizin. Im Unterricht erarbeitest Du Dir Wissen über anatomische und physiologische Grundlagen und erfährst aus Vorträgen von Experten Einzelheiten über bestimmte Krankheitsbilder. Darüber hinaus belegst Du auch Fächer, die Du vielleicht nicht direkt mit Kinderkrankenpflege in Verbindung bringen würdest, nämlich Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Recht, Politik und Wirtschaft.

Praktischer Teil

Im Anschluss an einen Theorieblock geht es auf Station. Anfangs besteht die Praxis häufig darin, dem Ausbilder über die Schulter zu gucken und zu beobachten, wie er welche Tätigkeiten ausführt. Zuerst teilst Du möglicherweise nur das Essen aus, später versorgst Du auch kleinere Wunden oder misst den Blutdruck der Patienten.

Insgesamt umfasst der praktische Teil der Ausbildung als Kinderkrankenschwester 2500 Stunden. Genau wie in der Theorie wird auch im Betrieb besonders viel Wert darauf gelegt, dass die angehenden Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger eine sehr breite Ausbildung erhalten. Dafür wechseln sie regelmäßig die Stationen und Teams, um möglichst viele Bereiche ihrer ausbildenden Klinik kennenzulernen. Während der Kinderkrankenschwester-Ausbildung kann es also durchaus vorkommen, dass Du auch eine Zeit lang in der Chirurgie oder der Neurologie des Krankenhauses arbeitest, auch wenn das eventuell gar nicht dem entspricht, was Du später einmal machen möchtest. Daneben sammelst Du auch Erfahrungen in der Gesundheits- und Krankenpflege in der ambulanten Versorgung, lernst also auch den Alltag der Pflegekräfte kennen, die außerhalb von Kliniken tätig sind.

Erst später in der Ausbildung als Kinderkrankenschwester erfolgt dann die Spezialisierung auf die Kinderheilkunde. Ab diesem Zeitpunkt bist Du nur noch auf den Stationen im Einsatz, auf denen Neugeborene, Kinder und Jugendliche behandelt werden.

Prüfung

Am Ende der dreijährigen Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin-Ausbildung steht die staatliche Prüfung, die sich in einen mündlichen, einen schriftlichen und einen praktischen Teil gliedert.

Wo arbeitet eine Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin?

Nach Deiner Ausbildung als Kinderkrankenschwester arbeitest Du in der Regel auf den Kinderstationen größerer Krankenhäuser oder in spezialisierten Kinderkliniken. Doch nicht nur dort sind Deine Fähigkeiten gefragt. Weitere potenzielle Arbeitgeber sind:

  • Facharztpraxen für Kinder und Jugendliche
  • Kinderheime
  • ambulante Pflegedienste

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Als Kinderkrankenpflegerin musst Du Dich auf ziemlich vollgepackte Tage einstellen, Leerlauf gibt es nur selten. Der Arbeitsalltag ist dadurch aber nicht nur anstrengend, sondern auch ausgesprochen spannend und abwechslungsreich. Aufgaben, die Du regelmäßig übernimmst, sind zum Beispiel folgende:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Arbeitest Du so wie die meisten Kinderkrankenschwestern in einer Klinik, dann ist die Station Dein Arbeitsplatz. Dort bist Du umgeben von Kollegen und zahlreichen Patienten – in diesem Fall Kindern. In Deiner Arbeit als Pflegerin hast Du stets direkten Kontakt mit den Kindern, und zwar fast den gesamten Arbeitstag lang. Entsprechend kann es auch schon mal deutlich lauter und weniger ruhig zugehen als im Büro. Auch die eine oder andere Schreibarbeit musst Du direkt am Krankenbett leisten. Wer seine Arbeit lieber abgeschieden und in Ruhe erledigt, für den ist das Krankenhaus also kein geeigneter Arbeitsplatz. Ein weiterer Unterschied zur Büroarbeit: In der Klinik bist Du ständig auf den Beinen, am Schreibtisch sitzt Du bei Deiner Arbeit vergleichsweise selten.

Was verdient eine Kinderkrankenschwester?

Ausbildung

Während Deiner Ausbildung als Krankenschwester verdienst Du vergleichsweise viel Geld. Mit rund 1.000 Euro pro Monat im ersten und 1.200 Euro im dritten Ausbildungsjahr zählt die Kinderkrankenschwester-Ausbildung zu den besser bezahlten Ausbildungen in Deutschland.

Für die Höhe Deines Gehalts nach Abschluss der Ausbildung spielt es eine wichtige Rolle, ob die Klinik, an der Du arbeitest, in öffentlicher oder in privater Hand ist. Wer an einem staatlichen Krankenhaus arbeitet, kann in der Regel mit einem deutlich besseren Gehalt rechnen.

Beruf

Während private Einrichtungen Berufseinsteigern mit abgeschlossener Ausbildung als Krankenschwester meist zwischen 1.500 und 1.900 Euro im Monat zahlen, liegt das Einstiegsgehalt von Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die nach dem Tarifvertrag bezahlt werden, schon bei mehr als 2.300 Euro pro Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung steigst Du im öffentlichen Dienst zudem in höhere Entgeltgruppen auf. Das Durchschnittsgehalt von Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern liegt zwischen 2.800 und 2.900 Euro, in einigen Bundesländern erreichen sie sogar Spitzenwerte zwischen 3.500 und 4.000 Euro.

Wo finde ich einen Job als Kinderkrankenschwester?

Wie sind die Berufsaussichten für Kinderkrankenschwestern?

Wer sich für eine Krankenschwester-Ausbildung entscheidet, der muss nicht um einen Arbeitsplatz fürchten. Denn nicht nur Altenpfleger, sondern auch Kinderkrankenschwestern sind in Deutschland Mangelware. „In fast allen Bundesländern ist ein Fachkräftemangel in der Gesundheits-, Krankenpflege und in der Geburtshilfe zu verzeichnen“, schreibt die Bundesagentur für Arbeit in ihrer „Fachkräfteengpassanalyse“ aus dem Juni 2018. Dass Du in der Ausbildung als Krankenschwester nicht ausschließlich den Umgang mit Kindern, sondern auch mit erwachsenen Patienten gelernt hast, verbessert Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich, weil Du somit vielseitig einsetzbar bist.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Auch wenn die Ausbildung als Kinderkrankenschwester bereits eine Art Spezialisierung innerhalb der Pflegeausbildung darstellt, gibt es im Beruf weitere Möglichkeiten, sich fortzubilden. Infrage kommen zum Beispiel sie folgenden Weiterbildungen:

  • Fachkinderkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesiologie
  • Still- und Laktationsberater
  • Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen

Passt der Beruf Kinderkrankenschwester zu mir?

Als Kinderkrankenschwester sollten Dir zuallererst die Kinder am Herzen liegen. Dass Spaß und ein guter Umgang mit Kindern aber längst nicht ausreichen, um auch eine gute Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin zu sein, dürfte klar sein. Und auch gute medizinische Kenntnisse über Anatomie, Krankheitsbilder und Medikation machen Dich allein noch nicht zur Fachkraft. Um den Beruf ausüben zu können, musst Du noch wesentlich mehr mitbringen. Wenn Du darüber nachdenkst, eine Ausbildung als Krankenschwester zu beginnen, überprüfe deshalb zuerst, ob Du die folgenden Voraussetzungen erfüllst:

Stressresistenz
Kinderkrankenpflegerinnen haben einen sehr anstrengenden Job und nur wenig Zeit zum Durchpusten. Das ist nicht jedermanns Sache. Damit Dir angesichts eines engen Zeitplans und schreiender Babys die Arbeit nicht über den Kopf wächst, brauchst Du ein dickes Fell. Zwischenzeitlicher Stress sollte Dir nichts ausmachen.
Einfühlsamkeit
Eine Kinderkrankenschwester muss nicht nur Spaß an der Arbeit mit Kindern haben, sondern auch empathisch sein, um den kranken Kindern ihre ehrliche Zuneigung vermitteln zu können.
Teamplayer
Als Kinderkrankenpflegerin bist Du keine Einzelkämpferin, sondern im Krankenhaus Teil eines großen Teams, das aus Pflegern, Ärzten und anderen Therapeuten besteht.
Flexibilität
Kinderkrankenschwestern sind immer im Einsatz, auch nachts, am Wochenende oder an Feiertagen. Mit der Arbeit im Schichtdienst solltest Du Dich also schnell anfreunden.
Positive Ausstrahlung
Eine Kinderkrankenschwester muss nicht nur fachlich gut sein, sondern auch bei den Kindern und deren Eltern gut ankommen. Wichtig ist also eine positive Ausstrahlung, mit der Du Hoffnung vermittelst.
Nicht zu zart besaitet sein
Im Alltag als Kinderkrankenschwester scheint nicht immer nur die Sonne, manches, was Du bei der Arbeit mitbekommst, kann auch sehr belastend sein. Die Patienten, mit denen Du zu tun hast, sind durch die Bank junge Menschen, einige von ihnen mit schweren Schicksalen. Der Umgang damit fällt nicht jedem leicht.
Blut sehen können
In der Klinik bist Du täglich mit (teilweise schweren) Verletzungen konfrontiert, wechselst Verbände und gibst Spritzen. Falls Dir also bereits beim Gedanken ans Blutabnehmen der Schweiß auf der Stirn steht, bist Du für die Kinderkrankenschwester-Ausbildung eher nicht geeignet.