Einstiegsgehalt 
2.500
Durchschnittsgehalt 
3.645
Ausbildung 
Ausbildung
7
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Kinderkrankenschwester
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Was ist eine Kinderkrankenschwester?

Eine Kinderkrankenschwester ist eine meist im Krankenhaus angestellte Pflegefachkraft. Sie pflegt und betreut sowohl Neugeborene und Säuglinge als auch Kinder und Jugendliche, die zum Beispiel aufgrund schwerer Verletzungen oder Krankheiten stationär behandelt werden müssen. Die offizielle Bezeichnung für den Beruf lautet übrigens Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und auch Männer können ihn ausüben. Der Beruf ist rechtlich geschützt, die Bezeichnung darf also nur benutzen, wer im Anschluss an die Kinderkrankenschwester-Ausbildung die staatlich anerkannte Prüfung abgelegt hat.

Was macht ein Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger?

In den Aufgabenbereich einer Kinderkrankenschwester fallen sowohl die Behandlungs- als auch die Grundpflege der Patienten.

Unter Behandlungspflege versteht man Tätigkeiten, die zuvor vom Arzt verordnet wurden. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger verabreichen also zum Beispiel Medikamente, messen den Blutdruck- und die Blutzuckerwerte oder wechseln Verbände.

Wenn die Kinder nicht in der Lage sind, sich selbstständig zu waschen oder zu essen, dann übernehmen Kinderkrankenschwestern auch diese Tätigkeiten oder helfen ihnen dabei – das meint der Begriff Grundpflege. Auf einer Säuglingsstation kommen noch weitere Tätigkeiten hinzu: Zum Beispiel Wickeln oder die Flasche geben. Eine weitere wichtige Aufgabe einer Kinderkrankenschwester ist die seelische Betreuung der Kleinen. Denn Kinder, die in einer Klinik stationär behandelt werden müssen, leiden meist nicht nur unter den Schmerzen ihrer Verletzung oder Krankheit, sondern auch unter Heimweh. Mitunter sind sie wochenlang nicht zu Hause – und sehen ihre Familie und Freunde entsprechend seltener. Eine Kinderkrankenschwester spendet Trost, spielt mit den Kindern, macht Hoffnung und versucht in Beratungsgesprächen, ihnen genauso wie ihren Eltern die Ängste zu nehmen, die beispielsweise vor einem anstehenden OP-Termin bestehen können.

Zu guter Letzt gehört auch einiges an Schreibarbeit zum Job einer Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Sie notiert den jeweiligen Krankheitsverlauf, hält täglich fest, wie die Kinder sich fühlen und dokumentiert genau, welche Medikamente sie bekommen.

Wie wird man Kinderkrankenschwester?

Notwendige Voraussetzungen

Um die Kinderkrankenschwester-Ausbildung zu beginnen, wird in der Regel ein mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt. Sofern Du bereits eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer hinter Dir hast, genügt theoretisch auch ein Hauptschulabschluss. Dies betrifft jedoch nur eine winzige Minderheit. Mehr als die Hälfte der Auszubildenden, von denen insgesamt übrigens mehr als 95 Prozent Frauen sind, hat sogar die allgemeine Hochschulreife, also Abitur. Besonderes Augenmerk legen die Ausbilder auf Deine Noten in den Fächern Biologie, Sozialwissenschaften und Deutsch.

Unabhängig davon, welchen Schulabschluss Du vorzuweisen hast, solltest Du Dich rechtzeitig informieren, ob Du weitere Bedingungen erfüllen musst, um an Deiner bevorzugten Ausbildungsstätte angenommen zu werden: Manche Krankenhäuser bestehen nämlich auf ein mehrwöchiges Praktikum vor Beginn der Ausbildung als Krankenschwester.

Organisation der Ausbildung

Die Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger-Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt. Sie dauert drei Jahre und ist ganz klassisch aufgeteilt in einen Theorie- und einen Praxis-Teil. Die theoretische Ausbildung erhältst Du an einer Berufsfachschule, die Praxis lernst Du in einem kooperierenden Krankenhaus, einer Praxis oder einem ambulanten Pflegedienst. Der Unterricht findet normalerweise gebündelt in Blöcken statt, für Dich bedeutet das dann: vier bis sechs Wochen am Stück Schule.

Theoretischer Teil

Insgesamt drückst Du während der Kinderkrankenpflegeausbildung noch mal 2100 Stunden die Schulbank, um Theorie zu pauken. Als angehende Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin beschäftigst Du Dich übrigens nicht nur mit kinderspezifischen Themen und Krankheiten, sondern eignest Dir auch Kenntnisse aus anderen Bereichen an: Dazu zählen etwa Gesundheits- und Krankenpflege für jedes Lebensalter ebenso wie Naturwissenschaften und Medizin. Im Unterricht erarbeitest Du Dir Wissen über anatomische und physiologische Grundlagen und erfährst aus Vorträgen von Experten Einzelheiten über bestimmte Krankheitsbilder. Darüber hinaus belegst Du auch Fächer, die Du vielleicht nicht direkt mit Kinderkrankenpflege in Verbindung bringen würdest, nämlich Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Recht, Politik und Wirtschaft.

Praktischer Teil

Im Anschluss an einen Theorieblock geht es auf Station. Anfangs besteht die Praxis häufig darin, dem Ausbilder über die Schulter zu gucken und zu beobachten, wie er welche Tätigkeiten ausführt. Zuerst teilst Du möglicherweise nur das Essen aus, später versorgst Du auch kleinere Wunden oder misst den Blutdruck der Patienten.

Insgesamt umfasst der praktische Teil der Ausbildung als Kinderkrankenschwester 2500 Stunden. Genau wie in der Theorie wird auch im Betrieb besonders viel Wert darauf gelegt, dass die angehenden Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger eine sehr breite Ausbildung erhalten. Dafür wechseln sie regelmäßig die Stationen und Teams, um möglichst viele Bereiche ihrer ausbildenden Klinik kennenzulernen. Während der Kinderkrankenschwester-Ausbildung kann es also durchaus vorkommen, dass Du auch eine Zeit lang in der Chirurgie oder der Neurologie des Krankenhauses arbeitest, auch wenn das eventuell gar nicht dem entspricht, was Du später einmal machen möchtest. Daneben sammelst Du auch Erfahrungen in der Gesundheits- und Krankenpflege in der ambulanten Versorgung, lernst also auch den Alltag der Pflegekräfte kennen, die außerhalb von Kliniken tätig sind.

Erst später in der Ausbildung als Kinderkrankenschwester erfolgt dann die Spezialisierung auf die Kinderheilkunde. Ab diesem Zeitpunkt bist Du nur noch auf den Stationen im Einsatz, auf denen Neugeborene, Kinder und Jugendliche behandelt werden.

Prüfung

Am Ende der dreijährigen Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin-Ausbildung steht die staatliche Prüfung, die sich in einen mündlichen, einen schriftlichen und einen praktischen Teil gliedert.

Wo arbeitet eine Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin?

Nach Deiner Ausbildung als Kinderkrankenschwester arbeitest Du in der Regel auf den Kinderstationen größerer Krankenhäuser oder in spezialisierten Kinderkliniken. Doch nicht nur dort sind Deine Fähigkeiten gefragt. Weitere potenzielle Arbeitgeber sind:

  • Facharztpraxen für Kinder und Jugendliche
  • Kinderheime
  • ambulante Pflegedienste

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Als Kinderkrankenpflegerin musst Du Dich auf ziemlich vollgepackte Tage einstellen, Leerlauf gibt es nur selten. Der Arbeitsalltag ist dadurch aber nicht nur anstrengend, sondern auch ausgesprochen spannend und abwechslungsreich. Aufgaben, die Du regelmäßig übernimmst, sind zum Beispiel folgende:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Arbeitest Du so wie die meisten Kinderkrankenschwestern in einer Klinik, dann ist die Station Dein Arbeitsplatz. Dort bist Du umgeben von Kollegen und zahlreichen Patienten – in diesem Fall Kindern. In Deiner Arbeit als Pflegerin hast Du stets direkten Kontakt mit den Kindern, und zwar fast den gesamten Arbeitstag lang. Entsprechend kann es auch schon mal deutlich lauter und weniger ruhig zugehen als im Büro. Auch die eine oder andere Schreibarbeit musst Du direkt am Krankenbett leisten. Wer seine Arbeit lieber abgeschieden und in Ruhe erledigt, für den ist das Krankenhaus also kein geeigneter Arbeitsplatz. Ein weiterer Unterschied zur Büroarbeit: In der Klinik bist Du ständig auf den Beinen, am Schreibtisch sitzt Du bei Deiner Arbeit vergleichsweise selten.

Was verdient eine Kinderkrankenschwester?

Ausbildung

Während Deiner Ausbildung als Krankenschwester verdienst Du vergleichsweise viel Geld. Mit rund 1.150 Euro pro Monat im ersten und 1.300 Euro im dritten Ausbildungsjahr zählt die Kinderkrankenschwester-Ausbildung zu den besser bezahlten Ausbildungen in Deutschland.

Für die Höhe Deines Gehalts nach Abschluss der Ausbildung spielt es eine wichtige Rolle, ob die Klinik, an der Du arbeitest, in öffentlicher oder in privater Hand ist. Wer an einem staatlichen Krankenhaus arbeitet, kann in der Regel mit einem deutlich besseren Gehalt rechnen.

Beruf

Während private Einrichtungen Berufseinsteigern mit abgeschlossener Ausbildung als Krankenschwester meist zwischen 1.800 und 2.300 Euro im Monat zahlen, liegt das Einstiegsgehalt von Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die nach dem Tarifvertrag bezahlt werden, schon bei mehr als 2.600 Euro pro Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung steigst Du im öffentlichen Dienst zudem in höhere Entgeltgruppen auf. Das Durchschnittsgehalt von Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern liegt zwischen 3.400 und 3.800 Euro, in einigen Bundesländern erreichen sie sogar Spitzenwerte zwischen 3.700 und 3.900 Euro.

Wo finde ich einen Job als Kinderkrankenschwester?