
- Bezahlte Online-Umfragen: Du bestimmst selbst, wann Du mitmachst
- Für die Anmeldung brauchst Du nur Deine E-Mail-Adresse
- Neben Schule, Ausbildung oder Job möglich
Jetzt anmelden ›Kostenlos und unverbindlich
Inhalt8 Abschnitte
Integrationshelfer, auch Schulbegleiter genannt, begleiten Kinder mit Behinderung durch den Schultag.
Wie wird man Integrationshelfer?
Eine vorgeschriebene Ausbildung zum Integrationshelfer gibt es nicht: Du kannst als Quereinsteiger anfangen, mit einer Ausbildung als Erzieher oder Heilerziehungspfleger oder mit einem Studium. Welche Qualifikation Du für einen Einsatz brauchst, legt das Amt fest, das die Begleitung bezahlt: Für Hilfen im Alltag reicht eine angelernte Kraft, für besondere Unterstützung braucht es eine Fachkraft.
1. Quereinstieg ohne Ausbildung
Ohne Ausbildung fängst Du als angelernte Kraft an. Das Grundwissen holst Du Dir zum Beispiel mit einem dieser vier Fernkurse:

Ein Kurs ersetzt keine Ausbildung, gibt Dir als Quereinsteiger aber das Grundwissen für den Start. Alle vier Kurse hat die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen. Du lernst Grundlagen zu Inklusion, Behinderungen und Förderschwerpunkten und übst, wie Du mit Eltern und anderen Fachleuten zusammenarbeitest.
| Kurs | Dauer | Das brauchst Du |
|---|---|---|
| Laudius | 12 Monate, 8 Stunden pro Woche | ab 21 Jahren, Erfahrung im sozialen Bereich empfohlen |
| ILS Schule | etwa 6 Monate, 8 Stunden pro Woche | ab 21 Jahren und 2 Jahre Berufserfahrung in einem beliebigen Beruf |
| ILS Krippe und Kita | etwa 6 Monate, 8 Stunden pro Woche | wie beim ILS-Kurs für die Schule |
| Fernakademie | 14 Monate, 6 bis 8 Stunden pro Woche | ab 21 Jahren und 2 Jahre Berufserfahrung in einem beliebigen Beruf |
2. Mit einer Ausbildung als Erzieher oder Heilerziehungspfleger
Mit einer abgeschlossenen pädagogischen oder pflegerischen Ausbildung giltst Du als Fachkraft. Dann kannst Du auch Kinder begleiten, für die das Amt eine Fachkraft verlangt. Typisch sind Erzieher und Heilerziehungspfleger.
| Ausbildung | Zählst Du damit als Fachkraft? |
|---|---|
| Erzieher | Ja. Du lernst an einer Fachschule, in Vollzeit in der Regel 3 Jahre. |
| Heilerziehungspfleger | Ja. Du lernst an einer Fachschule, in Vollzeit in der Regel 3 Jahre. |
| Kinderpfleger, Sozialassistent, Heilerziehungspflegeassistent | Je nach Amt. Die Ausbildung ist kürzer. Der Bezirk Schwaben in Bayern etwa trennt Hilfskräfte mit pädagogischer Ausbildung von Fachkräften. |
3. Mit einem Studium
Ein abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit, Heilpädagogik oder Erziehungswissenschaft macht Dich ebenfalls zur Fachkraft. Damit kannst Du auch einen Schulbegleitdienst koordinieren, im Kreis Warendorf zum Beispiel übernehmen das pädagogische Fachkräfte. Für das Studium brauchst Du in der Regel Abitur oder Fachhochschulreife. Unter bestimmten Voraussetzungen geht es auch mit Berufsausbildung und Berufserfahrung.

Mit kurzen Umfragen verdienst Du nebenbei etwas dazu. Kostenlos, nur mit Deiner E-Mail-Adresse.
Was macht ein Integrationshelfer?
Als Schulbegleiterin oder Schulbegleiter hilfst Du einem Kind mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung, am Schulleben teilzunehmen. Du betreust ein Kind oder einen Jugendlichen im Unterricht und in den Pausen und begleitest auf dem Schulweg und bei Ausflügen. Den Unterricht hält die Lehrkraft. Du sorgst dafür, dass Dein Schüler mitkommt und in der Klasse dazugehört. Was genau Du machst, hängt davon ab, was das Kind braucht.
Die meiste Zeit bist Du im Klassenzimmer, in der Sporthalle und auf dem Pausenhof. Integrationshelfer gibt es aber auch in der Krippe und im Kindergarten.
Was verdient ein Integrationshelfer?
Als Integrationshelferin oder Integrationshelfer mit pädagogischer Ausbildung verdienst Du im Mittel 4.461 € brutto im Monat, als angelernte Kraft ohne pädagogische Ausbildung 3.429 €. Mehr Zahlen, etwa nach Bundesland und Berufserfahrung, findest Du im Artikel Integrationshelfer-Gehalt.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung April 2025 (Heilerziehungspflege, Sonderpädagogik: Fachkraft bzw. Helfer).
Zu dieser Berufsgruppe zählt die Bundesagentur für Arbeit auch Schulbegleiter. Was am Ende auf Deinem Konto landet, hängt von Deinen Stunden und vom Tarif Deines Trägers ab. Arbeitest Du in Teilzeit, bekommst Du entsprechend weniger.
Welche Voraussetzungen brauchst Du als Schulbegleiter?
Einen bestimmten Schulabschluss oder Beruf schreibt niemand vor. Vor dem ersten Arbeitstag brauchst Du aber einige Nachweise.
Was verlangen die Ämter? Zwei Beispiele aus NRW und Bayern
Was genau verlangt wird, legt das zuständige Amt fest. Deshalb unterscheiden sich die Regeln von Ort zu Ort.
| Kreis Warendorf (NRW) | Bezirk Schwaben (Bayern) | |
|---|---|---|
| Stufen | Nicht-Fachkraft, Fachkraft | Hilfskraft ohne oder mit pädagogischer Ausbildung, Fachkraft, Freiwillige |
| Wer braucht was? | Alltagshilfen: keine besondere Qualifikation. Besondere Hilfen: Vorerfahrung oder Fachkraft | Legt der Bezirk für jedes Kind im Bescheid fest |
| Vertrag und Geld | Bezahlung je nach Qualifikation | Regulärer Vertrag nach Tarif des Trägers, keine Minijobs |
| Außerdem | Grundschulung durch den Arbeitgeber | Die Schulleitung muss den Einsatz genehmigen |
Quellen: Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET), § 124 SGB IX, § 20 Infektionsschutzgesetz, Kreis Warendorf, Bezirk Schwaben.
Welche Kinder bekommen eine Schulbegleitung?
Eine Schulbegleitung, auch Integrationshilfe genannt, bekommen Kinder und Jugendliche mit Behinderung, die ohne Hilfe nicht am Unterricht teilnehmen können. Wer sie bezahlt, hängt von der Art der Behinderung ab.
| Behinderung | Wer zahlt? |
|---|---|
| Körperlich oder geistig | Der Träger der Eingliederungshilfe, also das Amt für Leistungen an Menschen mit Behinderung. Je nach Bundesland ist das zum Beispiel der Kreis, in Bayern der Bezirk. Grundlage ist § 112 SGB IX. |
| Seelisch | Das Jugendamt, nach § 35a SGB VIII. Voraussetzung: Die seelische Gesundheit des Kindes weicht wahrscheinlich länger als 6 Monate vom Üblichen für sein Alter ab, und es kann deshalb nicht voll am Leben teilhaben. |
So läuft der Antrag
- Schritt 1Die Eltern stellen den AntragSie wenden sich an das Jugendamt oder an den Träger der Eingliederungshilfe.
- Schritt 2Das Amt prüft, ob es zuständig istDafür hat es 2 Wochen. Ist es nicht zuständig, muss es den Antrag an die richtige Stelle weiterleiten.
- Schritt 3Das Amt entscheidetEs legt fest, wie viele Stunden Begleitung das Kind bekommt und welche Qualifikation die Schulbegleitung braucht.
Quellen: § 35a SGB VIII, §§ 14, 112 und 138 SGB IX, Bezirk Schwaben, Kreis Warendorf.
Wie sind die Berufsaussichten?
Seit 2013 lernen deutlich mehr Kinder mit Förderbedarf an einer normalen Schule. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet, dass bis 2040 mehr Menschen in Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege arbeiten.
Wie kommst Du weiter?
Passt der Beruf zu Dir?
Was solltest Du mitbringen?
- Dich gut in Kinder und Jugendliche hineinversetzen kannst
- ruhig bleibst, wenn Dein Schüler laut wird oder um sich schlägt
- gut zwischen Eltern, Lehrkräften und Therapeuten vermitteln kannst
- Nähe und professionellen Abstand gut ausbalancierst
- selbst unterrichten willst, dafür ist Lehramt der richtige Weg
- engen Körperkontakt, etwa beim Umziehen oder beim Toilettengang, nicht magst
- belastende Situationen nur schwer loslassen kannst
Weiter zu sozialen Berufen
Ähnliche Berufe
ErzieherAusbildung und Beruf
HeilerziehungspflegerAusbildung und Beruf
HeilpädagogeFörderung mit FachausbildungPassende Studiengänge
* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.


