Einstiegsgehalt 
2.400
Durchschnittsgehalt 
3.669
Ausbildung 
Bachelor
184
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Heilerziehungspfleger
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Was ist ein Heilerziehungspfleger?

Ein Heilerziehungspfleger unterstützt und fördert Menschen mit Behinderungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie körperlich oder geistig behindert sind, und ob sie eine stationäre oder ambulante Betreuung benötigen. Ein Heilerziehungspfleger hilft ihnen bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben und übernimmt dabei sowohl pädagogische als auch pflegerische Aufgaben.

Was macht ein Heilerziehungspfleger?

In diesem Beruf stehst Du Menschen mit Behinderung unterstützend zur Seite. Dein Ziel dabei ist es, die Eigenständigkeit der Menschen zu fördern. Du gehst dabei individuell auf jede zu betreuende Person ein. Je nach Vorlieben, Charakter und auch nach Art und Ausprägung der Behinderung planst Du Freizeitaktivitäten wie Schwimmen, Basteln, Singen, einen Innenstadtbesuch oder ein Treffen mit Freunden. Aber Du hilfst ihnen auch bei alltäglichen Dingen wie beispielsweise beim Duschen und Essen.

Außerdem erstellst Du zusammen mit Kollegen und manchmal auch mit Eltern von Menschen mit Behinderung spezielle Förderpläne. Dabei besprichst Du auch, welche Fortschritte oder Probleme es in der alltäglichen Arbeit mit einer Person gibt.

Wie wird man Heilerziehungspfleger?

Um als Heilerziehungspfleger arbeiten zu können, musst Du eine schulische Ausbildung zum Heilerziehungspfleger oder eine schulische Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin abschließen. Diese findet zum Großteil in einer Fachschule statt. Wenn Du bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem ähnlichen Bereich hast, kommt eventuell auch eine Weiterbildung zum Heilerziehungspfleger oder eine Umschulung zum Heilerziehungspfleger für Dich in Frage.

Heilerziehungspfleger-Voraussetzungen für den Ausbildungsbeginn

Welche Voraussetzungen Du für eine klassische Ausbildung zum Heilerziehungspfleger erfüllen musst, ist in jedem Bundesland anders festgelegt. Meistens wird für die Zulassung der Fachschulen aber mindestens ein Realschulabschluss vorausgesetzt und zusätzlich dazu noch mehrjährige praktische Berufserfahrung in einem sozialen Beruf. Mit Hochschulreife oder auch mit Fachhochschulreife bekommst Du in der Regel die Möglichkeit, die Heilerziehungspfleger-Ausbildung auch zu beginnen, wenn Du außer einem mehrwöchigen Praktikum noch keine Berufserfahrung mitbringst.

Darüber hinaus brauchst Du meistens ein ärztliches Gutachten über Deine gesundheitliche Eignung sowie ein einwandfreies Führungszeugnis. Da neben dem Schulunterricht auch Praktika in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen absolviert werden müssen, ist es oft so, dass Du für die Anmeldung in der Fachschule eine Zusage für ein Praktikum von einer solchen Einrichtung brauchst!

Ablauf der Heilerziehungspfleger-Ausbildung

Je nach Bundesland dauert die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger zwei bis drei Jahre. Der Hauptteil der Heilerziehungspflege-Ausbildung besteht aus theoretischem Unterricht in der Fachschule. Du hast aber auch ein außerschulisches Praktikum in einem Betrieb. Dort kannst Du dann Dein erworbenes Wissen praktisch anwenden. Außerdem gibt es verschiedene Praxisprojekte, die im Rahmen des Schulunterrichtes gemeinsam durchgeführt werden. Zum Beispiel das Planen und das gemeinsame Üben eines Musikstückes mit Menschen mit Behinderung. Am Ende der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger legst Du eine staatliche Abschlussprüfung ab. Diese besteht aus einem schriftlichen Teil, und zusätzlich auch aus einem eigenen praktischen Projekt.

Inhalt der Heilerziehungspfleger-Ausbildung

In der Fachschule lernst Du, welche rechtlichen Rahmenbedingungen es für die Betreuung von Menschen mit Behinderung gibt. Du hast Fächer wie Psychologie und Pädagogik, und erlangst Hintergrundwissen zu den häufigsten Behinderungen. Außerdem erfährst Du, wie Du Menschen korrekt pflegst, und erlernst dabei auch die Ausübung von leichten medizinischen Heilerziehungspfleger-Aufgaben. Etwa die Verabreichung von Medikamenten oder das Messen von Körperfunktionen. Ein wichtiger Teil der Heilerziehungspfleger-Ausbildung ist, dass Du lernst, wie Du eine Bindung zu Menschen aufbauen kannst, wie Du sie richtig verstehst, und wie Du mit Konfliktsituationen umgehst. Die Förderung der Eigenständigkeit ist eines der Hauptziele, die Du verfolgen solltest. Du lernst, wie Du den Menschen hilfst, neue Ausdrucksmöglichkeiten und Freiheiten zu eröffnen.

In der Regel hast Du einige Wahlfächer. Diese sind beispielsweise Musik, Werken, Spielen, Sport oder Malen. Dort lernst Du grundlegende Techniken kennen, wie Du sie Menschen mit Behinderungen vermitteln kannst und welche Vorteile dies hat. Zum Beispiel die Verbesserung des Bewegungsablaufes, die Sprachverbesserung oder eine bessere Gruppendynamik.

Umschulung und Weiterbildung zum Heilerziehungspfleger

Solltest Du bereits einen anderen Beruf erlernt haben, besteht auch die Möglichkeit zu einer Umschulung zum Heilerziehungspfleger. Diese wird häufig in Teilzeit angeboten, und dauert daher vier bis fünf Jahre. Du übst dann neben dem Berufsschulunterricht oder den Lehrgängen von privaten Bildungsanbietern noch Deinen bisher erlernten Beruf aus.

Falls Du bereits eine Ausbildung in einem sozialen Bereich, etwa als Erzieher oder Krankenpfleger absolviert hast, kannst Du eine Weiterbildung zum Heilerziehungspfleger beginnen. Diese dauert meist nur wenige Wochen und wird zum Großteil von privaten Bildungsanbietern angeboten. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Seminare der Umschulung oder der Weiterbildung zum Heilerziehungspfleger erhältst Du von der zuständigen Landesbehörde die staatliche Anerkennung für die Ausübung des Berufes.

Wo arbeitet ein Heilerziehungspfleger?

Nach der Heilerziehungspfleger-Ausbildung besteht für Dich die Möglichkeit, hier eine Anstellung zu finden:

  • In Tagesstätten oder auch Arbeitswerkstätten für Menschen mit Behinderung
  • In Wohnheimen für Menschen mit Behinderung
  • In ambulanten, mobilen sozialen Diensten, die Menschen mit Behinderung zu Hause Betreuung bieten
  • In Kliniken für Rehabilitation, wo beispielsweise Unfallopfer lernen, mit ihrer neuen körperlichen Behinderung umzugehen
  • In Förderschulen oder Regelschulen, in denen es Kooperationsklassen gibt
  • In Kindergärten

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Damit Du einen besseren Einblick ins Berufsbild des Heilerziehungspflegers erhältst, findest Du hier ein paar typische alltägliche Arbeitsaufgaben:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Nach der Heilerziehungspflege-Ausbildung verbringst Du Deine Arbeitszeit an diesen Orten:

  • In Werkstätten
  • In Sporträumen wie Sporthallen oder Schwimmbädern
  • In Aufenthaltsräumen
  • In Wohnräumen
  • Im Freien

Für Teambesprechungen und für die Planung von einzelnen Aktivitäten, oder um langfristige Konzepte für einen Menschen mit Behinderung zu erstellen, verbringst Du außerdem hier Zeit:

  • Im Büro
  • Im Besprechungsraum

Die meiste Arbeitszeit verbringst Du im Stehen beziehungsweise in Bewegung. Zum Berufsbild des Heilerziehungspflegers gehören in der Regel auch Schichtarbeit sowie die Arbeit an Feiertagen. Ebenso kann es vorkommen, dass Du im Nachtbereitschaftsdienst eingesetzt wirst.

Was verdient ein Heilerziehungspfleger?

Während der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger hast Du noch kein Gehalt. In seltenen Fällen könntest Du für die Praktika in der Heilerziehungspfleger-Ausbildung eine kleine Vergütung bekommen. Diese liegt in staatlichen beziehungsweise kommunalen Einrichtungen bei etwa 1.600 Euro im Monat. Dies gilt nur für den praktischen Teil der Ausbildung. Es kann sein, dass Du Gebühren für die Aufnahme und für die Abschlussprüfung zahlen musst.

Du hast die Option, entweder BAföG zu beantragen, oder falls Du eine Heilerziehungspfleger-Weiterbildung absolvierst, finanzielle Hilfe nach dem Aufstiegsfortbildungsfördergesetz zu erhalten.

Wenn Du die Heilerziehungspflege-Ausbildung erfolgreich beendet hast, und eine feste Anstellung in Vollzeit bekommst, kannst Du von Anfang an mit etwa 2.400 bis 3.000 Euro im Monat rechnen!

Wo finde ich einen Job als Heilerziehungspfleger?