Einstiegsgehalt 
3.148
Durchschnittsgehalt 
4.238
Ø Stundenlohn
24
Ø Jahresgehalt
50.856
23
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Immobilienmakler
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Was verdient ein Immobilienmakler?

Festanstellung oder Selbstständigkeit? Von der Beantwortung dieser Frage hängt nicht nur die Höhe Deines Immobilienmakler-Gehalts ab, sondern auch die Art, wie es sich zusammensetzt. Im Folgenden möchten wir Dir die Unterschiede zwischen beiden Arbeitsmodellen aufzeigen.

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Angestellte Immobilienmakler

Wenn Du als Immobilienmakler kein eigenes Gewerbe betreibst, bist Du im Regelfall Angestellter eines größeren Immobilienbüros, einer Bank oder einer Sparkasse. Der Grundverdienst, den Du hier erhältst, ist das Immobilienmakler-Gehalt, das in Deinem Anstellungsvertrag festgesetzt wurde, das sogenannte Fixum. Neben vermögenswerten Vorteilen wie Firmenwagen, Dienst-Handy oder -Laptop sind für Dich vor allem die Provisionen interessant, die Dir bei Vermietungen und Verkäufen von Häusern und Wohnungen zustehen. Diese variablen Anteile machen Dein Gehalt als Immobilienmakler erst richtig attraktiv. Im Vergleich zu selbstständigen Maklern fallen die Provisionen jedoch deutlich geringer aus, da der größte Anteil davon an die Firma ausgezahlt wird, bei der Du angestellt bist. Je nach Unternehmensgröße und Position, in der Du arbeitest, beträgt die Höhe Deines Provisionsanteils üblicherweise zwischen 20 und 30 %. Den durchschnittlichen Verdienst als Immobilienmakler in Deutschland beziffert das Statistische Bundesamt auf 4.238 € brutto im Monat. Auf 12 Monate gerechnet kannst Du als Angestellter also mit einem jährlichen Makler-Gehalt von 50.856 € rechnen.

Selbstständiger Immobilienmakler

Als selbstständiger Immobilienmakler bist Du zwar Dein eigener Herr und kannst alle beruflichen Entscheidungen in Eigenregie treffen, musst dafür aber auch die Kosten für Dein Gewerbe selbst tragen (z. B. Büro, Personal, Auto, Unterlagen etc.). Neben anfallenden Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen ist hierbei auch das Thema Altersversorgung ein wichtiger Posten. Um angesichts dieser Verpflichtungen nicht nur überleben zu können, sondern ein ausreichendes Einkommen zu haben, stehst Du in der Selbstständigkeit unter einem weitaus höheren Erfolgsdruck als Deine angestellten Kollegen mit festem monatlichen Fixgehalt. Anders als sie kannst Du dafür aber die Maklerprovisionen aus Verkäufen und Vermietungen zu 100 % selbst einstreichen. Im Klartext: Je mehr Immobilien Du vermittelst, desto höher fällt Dein Immobilienmakler-Gehalt aus.

Wie macht sich das in konkreten Zahlen bemerkbar? Allgemeine Daten und Fakten zum durchschnittlichen Immobilienmakler-Gehalt von Selbstständigen zu treffen, ist schier unmöglich. Grund hierfür sind vor allem die Unterschiede in den regionalen Märkten, auf die Du jeweils achten musst

  • Immobilienpreise
  • gesetzlich festgelegte Höchstsätze von Provisionen
  • Konkurrenz (Maklerdichte)
  • allgemeine Wirtschaftslage der Region

Nach Angaben des Online-Ratgebers immobilienmakler.com schwankt das durchschnittliche Jahresgehalt als Immobilienmakler in Gesamtdeutschland zwischen 30.000 und 72.000 € im Jahr. Dabei handelt es sich allerdings um den Umsatz und nicht um den jeweiligen Netto-Gewinn.

Ausreißer nach oben sind unter selbstständigen Maklern keine Seltenheit: Wenn Du kostspielige Luxusimmobilien erfolgreich vermitteln kannst, sind Deinem Immobilienmakler-Gehalt keine Grenzen gesetzt, und Du kannst mehr verdienen als jeder angestellte Kollege. Allerdings musst Du als Selbstständiger immer auch das Thema Arbeitszeit mitbedenken, das bei der Berechnung Deines Stundenlohns eine wesentliche Rolle spielt. Da Wohnungsbesichtigungen häufig abends oder am Wochenende stattfinden, hast Du oft lange Arbeitstage, die Du weder finanziell noch mit Freizeitausgleich kompensieren kannst.

Die gewerbsmäßige Tätigkeit als Immobilienmakler in Deutschland erfordert eine behördliche Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung (GewO). Konkret ist die Gewerbeerlaubnis nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 GewO für die gewerbsmäßige Vermittlung von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume erforderlich. Diese Erlaubnispflicht gilt in Deutschland nicht nur für Immobilienmakler, sondern auch für Bauträger, Baubetreuer, Darlehensvermittler und Wohnimmobilienverwalter. Sie dient dem Verbraucherschutz und soll Mindeststandards in der Immobilienvermittlung sicherstellen. Eine spezielle Berufsausbildung oder ein Studium ist dafür nicht erforderlich, einen gesetzlichen Sachkundenachweis gibt es für Makler nicht; „Immobilienmakler” ist auch keine geschützte Berufsbezeichnung, und eine vorgeschriebene Ausbildung oder ein IHK-Lehrgang existiert nicht. Voraussetzung für die Erlaubnis sind der Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit (unter anderem über Führungszeugnis und Gewerbezentralregisterauszug) sowie geordnete Vermögensverhältnisse. Den Antrag stellst Du beim zuständigen Gewerbeamt Deiner Wohnsitzgemeinde. Die Höhe der Verwaltungsgebühr für die Erlaubnis legt jedes Bundesland selbst fest; die genaue Gebühr nennt die zuständige Behörde bzw. IHK. Da Du gewerblich tätig bist, musst Du zusätzlich ein Gewerbe anmelden, bist ab einem Gewinn von 24.500 € pro Jahr gewerbesteuerpflichtig und wirst IHK-Mitglied.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt eines Immobilienmaklers?

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt als Immobilienmakler beziffert sich auf ca. 37.800 € im Jahr.

Wie hoch Dein jährliches Immobilienmakler-Gehalt am Anfang Deiner Karriere konkret ausfällt, hängt nach Erhebungen des Gehalts-Spezialisten Compensation Partner vor allem aber davon ab, ob Du einen Hochschulabschluss oder eine Berufsausbildung hast. Nach diesen Angaben kannst Du als Uni- oder FH-Absolvent mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittlichen 41.400 € brutto rechnen. Wenn Du bspw. eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann hast, ist Dein Anfangsgehalt (29.500 €) um fast 30 % niedriger.

Als Azubi kannst Du allerdings auch schon vor Deinem Start in den Beruf Geld verdienen: Die Ausbildungsvergütung für angehende Immobilienkaufleute beläuft sich derzeit im Schnitt auf 1.080 € im ersten Ausbildungsjahr, 1.180 € im zweiten und 1.290 € im dritten Jahr.

Welche Faktoren beeinflussen das Immobilienmakler Gehalt?

Neben der grundsätzlichen Frage „Angestellter oder Selbstständigkeit?” spielt beim Immobilienmakler-Gehalt vor allem der Standort, an dem Du tätig bist, eine entscheidende Rolle. Weitere Fragen beschäftigen sich mit der Art der Immobilien und der Vermittlung: Hast Du eher „normale” Wohnungen und Häuser in Deinem Portfolio oder Luxusobjekte, geht es um Vermietung oder Verkauf? Auch Deine Geschlechtszugehörigkeit kann Einfluss auf Dein Gehalt als Immobilienmakler haben.

Gehalt nach Bundesland

Bundesland und Region spielen für das Immobilienmakler-Gehalt gleich in mehrfacher Hinsicht eine Rolle, und zwar für selbstständige wie angestellte Makler. Maßgeblich hierfür sind vor allem die Unterschiede bei den Provisionen, die einen entscheidenden Einfluss auf Dein tatsächliches Makler-Gehalt haben. Nach Marktlage, Immobilienpreis sowie den am Markt üblichen Konditionen ausgerichtet, fallen sie je nach Stadt oder Region selbst innerhalb der einzelnen Bundesländer sehr unterschiedlich aus. Die höchsten Provisionen kannst Du natürlich an Standorten mit einer hohen Nachfrage nach Wohn- und Geschäftsimmobilien erzielen, da hier die Miet- und Kaufpreise am höchsten sind. Das sind vor allem Großstädte und Metropolregionen mit hoher Wirtschaftskraft, die neben einer Vielzahl an qualifizierten Jobs auch einen hohen Freizeitwert und gute Verkehrsanbindung bieten. Sowohl was Miet- als auch Kaufpreise angeht, liegt München seit einigen Jahren unangefochten an der Spitze: Hier kostete der Quadratmeter im Jahr 2017 6.789 € und damit 8,6 % mehr als noch im Jahr zuvor. Auch andere Metropolen wie Frankfurt, Hamburg, Stuttgart oder Köln verlangen hohe Immobilienpreise, von denen Du als Makler profitierst. Auch kleinere Universitätsstädte wie Freiburg, Heidelberg oder Tübingen weisen einen hohen Bedarf an Wohnraum auf, der die Mieten und damit auch Dein Gehalt in die Höhe treibt.

Daraus abzuleiten, dass Du in wirtschaftsstarken Bundesländern wie Bayern, Hessen, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen Deinen Immobilienmakler-Verdienst überall mit üppigen Provisionseinnahmen bestreiten könntest, ist allerdings ein Trugschluss. Zum einen gibt es auch hier dünn besiedelte, schlecht angebundene Regionen mit großem Immobilienleerstand und geringerer Wirtschaftskraft (bspw. in Nordbayern, Nordhessen oder Westfalen). Zum anderen kannst Du aufgrund der ortsüblichen Regelungen nicht überall die gleichen Provisionen verlangen. Während in ganz Deutschland bei privaten Wohnungsvermietungen regelmäßig zwei Netto-Monatsmieten als Courtage für Dich abfallen, kannst Du bei privaten Immobilienverkäufen in den meisten Bundesländern maximal 7,14 % des Kaufpreises (inklusive Umsatzsteuer) verlangen. Geringer fallen die Provisionen aber grundsätzlich in den Bundesländern

  • Bremen (5,95 %)
  • Hamburg (6,25 %)
  • Hessen (5,95 %)
  • Mecklenburg-Vorpommern (5,95 %)

aus. Auch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind je nach Region geringere Provisionen üblich, manchmal sogar nur 4,76 %.

Seit dem 23. Dezember 2020 gilt bei der Vermittlung von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher zudem ein Teilungsgebot: Beauftragt der Verkäufer den Makler, darf der Käufer maximal die Hälfte der Gesamtprovision tragen. Bei einer üblichen Gesamtprovision von 7,14 % (inklusive Umsatzsteuer) bedeutet das je 3,57 % für Käufer und Verkäufer. Der Käufer muss seinen Anteil erst zahlen, nachdem der Verkäufer seinen Anteil nachweislich beglichen hat. Wird der Makler nur von einer Partei beauftragt, darf von der Gegenseite keine Zahlung verlangt werden. Das Teilungsgebot gilt allerdings nur für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser, nicht für Gewerbeimmobilien, Mehrfamilienhäuser oder unbebaute Grundstücke. Die Höhe der Provision bleibt frei verhandelbar, das Gesetz schreibt nur die Verteilung vor.

Was den Unterschied zwischen westdeutschen und ostdeutschen Bundesländern angeht, hat der Westen beim Immobilienmakler-Gehalt eindeutig die Nase vorn. Angestellte Makler verdienen hier durchschnittlich 11 % mehr als im Osten. Die Gründe hierfür liegen nicht zuletzt in der allgemeinen Wohn- und Wirtschaftslage. Allerdings gab es hier auch in den letzten Jahren große wirtschaftliche Entwicklungen, die u. a. auch große Steigerungen beim Immobilienpreis nach sich gezogen haben. So haben von allen Städten Deutschlands die ostdeutschen Städte Neubrandenburg (+ 28,2 %), Gotha (+ 27,8 %) und Schwerin (+ 27,6 %) die höchsten Anstiege bei Miet- und Kaufpreisen verzeichnet.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass Du für die Berechnung Deines Immobilienmakler-Gehalts nicht nur die ortsüblichen Immobilienpreise berücksichtigen darfst. Hohe Preise deuten meist auf eine knappe Anzahl an Objekten hin. Wenn es Dir aufgrund großer Konkurrenz aber nicht gelingt, Immobilien an Land zu ziehen, kannst Du auch kein Geld verdienen. Ebenso schlecht ist es, wenn Du zwar viele Objekte im Angebot hast, aufgrund der Bevölkerungsknappheit aber keine Interessenten dafür findest.

Gehalt nach Art und Größe der Immobilien

Neben der Frage, ob Du Dein Immobilienmakler-Gehalt aus dem Verkauf oder der Vermietung von Immobilien bestreitest, ist auch entscheidend, welche Art von Immobilien Du vermittelst. Als selbstständiger Gewerbemakler (also als Immobilienmakler, der ausschließlich gewerbliche Immobilien im Angebot hat) bspw. hast Du eine deutlich höhere Freiheit in der Vertragsgestaltung als in der Wohnraumwirtschaft. Hier kannst Du Provisionen und Courtagen ohne gesetzliche Vorgaben beliebig hoch ansetzen, hast allerdings auch eine große Konkurrenz durch Immobilienfirmen, die sich auf dieses heiß umkämpfte Gebiet spezialisiert haben.

Darüber hinaus kommt es auch auf die Größe des Objekts an, da sich der Miet- und Kaufpreis nicht zuletzt nach der Anzahl der Quadratmeter bestimmt. Am einträglichsten sind hier sogenannte Luxusimmobilien wie große Villen, Schlösser oder Landsitze. Im Schnitt sind in diesem Segment fast 20 % mehr Gehalt drin als bei der Vermittlung mittlerer Objekte und sogar fast 40 % mehr als bei der Vermittlung kleinerer Immobilien.

Gehalt nach Objektgröße

Kleine Objekte
€3.552
Mittlere Objekte
€4.395
Große Objekte (Luxusimmobilien)
€5.205

Gehalt nach Geschlecht

Laut Statistischem Bundesamt bilden nach wie vor die Männer den größeren Teil der (angestellten) Immobilienmakler in Deutschland. Dennoch haben hier die Frauen in den vergangenen Jahren immer weiter aufgeholt. Nachholbedarf gibt es immer noch beim Verdienst als Immobilienmakler: Während Männer ein durchschnittliches Immobilienmakler-Gehalt von 4.466 € im Monat bekommen, sind es bei den Frauen 4.033 € und damit zirka 10 % weniger.

Im Schnitt verdienen Frauen 4.033 € pro Monat und Männer 4.466 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich 10 % mehr als Frauen

Gehalt nach Betriebszugehörigkeit und Position

Berufserfahrung zahlt sich auch im Maklerberuf aus. Bereits nach 5 Jahren im Job kannst Du Dein Anfangsgehalt in dieser Branche um rund 16 % steigern. Fast 30 % werden es sein, wenn Du erst einmal 10 Jahre als Immobilienmakler tätig bist. Danach finden allerdings kaum noch nennenswerte Entwicklungen Deines Immobilienmakler-Gehalts nach oben statt. Wesentlich wichtiger als die Anzahl Deiner Berufsjahre und die damit einhergehende Erfahrung ist aber die Frage, welche Position Du erreicht hast. Als angestellter Immobilienmakler macht es einen deutlichen Unterschied, ob Du Führungsaufgaben wahrnimmst oder nicht: Führungskräfte verdienen im Schnitt mehr als das Doppelte von dem, was ein Immobilienmakler ohne Personalverantwortung erhält. Verglichen mit den Gehältern in anderen Branchen fällt ihr Verdienst mit durchschnittlich 122.700 € brutto im Jahr allerdings bescheiden aus. Führungskräfte bei Banken, Pharmazieunternehmen und in der Automobilindustrie bekommen fast 40 % mehr im Jahr.

Gehälter in ähnlichen Berufen