Einstiegsgehalt 
2.551
Durchschnittsgehalt 
3.067
Ø Stundenlohn
18
Ø Jahresgehalt
36.804
32
Freie Jobs als
Immobilienmakler
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Was verdient ein Immobilienmakler?

Festanstellung oder Selbstständigkeit? Von der Beantwortung dieser Frage hängt nicht nur die Höhe Deines Immobilienmakler-Gehalts ab, sondern auch die Art wie es sich zusammensetzt. Im Folgenden möchten wir Dir die Unterschiede zwischen beiden Arbeitsmodellen aufzeigen.

Seiten

  • Seite
  • of 7
  • >

Angestellte Immobilienmakler

Wenn Du als Immobilienmakler kein eigenes Gewerbe treibst, bist Du im Regelfall Angestellter eines größeren Immobilienbüros, einer Bank oder einer Sparkasse. Der Grundverdienst, den Du hier erhältst, ist das Immobilienmakler-Gehalt, das in Deinem Anstellungs-Vertrag festgesetzt wurde – das so genannte Fixum. Neben vermögenswerten Vorteilen wie Firmenwagen, Dienst-Handy oder -Laptop sind für Dich vor allem die Provisionen interessant, die Dir bei Vermietungen und Verkäufen von Häusern und Wohnungen zustehen. Diese variablen Anteile machen Dein Gehalt als Immobilienmakler erst richtig attraktiv. Im Vergleich zu selbstständigen Maklern fallen die Provisionen jedoch deutlich geringer aus, da der größte Anteil davon an die Firma ausgezahlt wird, bei der Du angestellt bist. Je nach Unternehmensgröße und Position, in der Du arbeitest, beträgt die Höhe Deines Provisionsanteils üblicherweise zwischen 20 und 30 Prozent. Den durchschnittlichen Verdienst als Immobilienmakler in Deutschland beziffert der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit auf 3.599 Euro brutto im Monat. Auf 12 Monate gerechnet kannst Du als Angestellter also mit einem jährlichen Makler-Gehalt von 43.188 Euro rechnen.

Selbstständiger Immobilienmakler

Als Selbstständiger Immobilienmakler bist Du zwar Dein eigener Herr und kannst alle beruflichen Entscheidungen in Eigenregie treffen, musst dafür aber auch die Kosten für Dein Gewerbe selbst tragen (z.B. Büro, Personal, Auto, Unterlagen etc.). Neben anfallenden Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen ist hierbei auch das Thema Altersversorgung ein wichtiger Posten. Um angesichts dieser Verpflichtungen nicht nur überleben zu können, sondern ein ausreichendes Einkommen zu haben, stehst Du in der Selbstständigkeit unter einem weitaus höheren Erfolgsdruck als Deine angestellten Kollegen mit festem monatlichen Fixgehalt. Anders als sie kannst Du dafür aber die Maklerprovisionen aus Verkäufen und Vermietungen zu 100 Prozent selbst einstreichen. Im Klartext: Je mehr Immobilien zu vermittelst, desto höher fällt Dein Immobilienmakler-Gehalt aus.

Wie macht sich das in konkreten Zahlen bemerkbar? Allgemeine Date und Fakten zum durchschnittlichen Immobilienmakler-Gehalt von Selbstständigen zu treffen, ist schier unmöglich. Grund hierfür sind vor allem die Unterschiede in den regionalen Märkten, bei denen Du jeweils achten musst auf

  • Immobilienpreise
  • gesetzlich festgelegte Höchstsätze von Provisionen
  • Konkurrenz (Maklerdichte)
  • allgemeine Wirtschaftslage der Region

Nach Angaben des Online-Ratgebers immobilienmakler.com schwankt das durchschnittliche Jahresgehalt als Immobilienmakler in Gesamtdeutschland zwischen 30.000 Euro und 72.000 Euro im Jahr. Dabei handelt es sich allerdings um den Umsatz und nicht um den jeweiligen Netto-Gewinn.

Ausreißer nach oben sind unter selbstständigen Maklern keine Seltenheit: Wenn Du kostspielige Luxusimmobilien erfolgreich vermitteln kannst sind Deinem Immobilienmakler-Gehalt keine Grenzen gesetzt, und Du kannst mehr verdienen als jeder angestellte Kollege. Allerdings musst Du als Selbstständiger immer auch das Thema Arbeitszeit mitbedenken, das bei der Berechnung Deines Stundenlohns eine wesentliche Rolle spielt. Da Wohnungsbesichtigungen häufig abends oder am Wochenende stattfinden, hast Du oft lange Arbeitstage, die Du weder finanziell noch mit Freizeitausgleich kompensieren kannst.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt vom Immobilienmakler?

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt als Immobilienmakler beziffert sich laute immobilienmakler.com auf 36.000 Euro im Jahr.

Wie hoch Dein jährliches Immobilienmakler-Gehalt am Anfang Deiner Karriere konkret ausfällt, hängt nach Erhebungen des Gehalts-Spezialisten Compensation Partner vor allem aber davon ab, ob Du einen Hochschulabschluss oder eine Berufsausbildung hast. Nach diesen Angaben kannst Du als Uni- oder FH-Absolvent mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittliche 41.400 Euro brutto rechnen. Wenn Du bspw. eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann hast, ist Dein Anfängergehalt (29.5000 Euro) um fast 30 Prozent niedriger.

Als Azubi kannst Du allerdings auch schon vor Deinem Start in den Beruf Geld verdienen: Die Ausbildungsvergütung für angehende Immobilienkaufleute beläuft sich derzeit im Schnitt auf 870 Euro im ersten Ausbildungsjahr, 980 Euro im zweiten und 1.090 Euro im dritten Jahr.

Welche Faktoren beeinflussen das Immobilienmakler Gehalt?

Neben der grundsätzlichen Frage „Angestellter oder Selbstständigkeit?“ spielt beim Immobilienmakler-Gehalt vor allem der Standort, an dem Du tätig bist, eine entscheidende Rolle. Weitere Fragen beschäftigen sich mit der Art der Immobilien und der Vermittlung: Hast Du eher „normale“ Wohnungen und Häuser in Deinem Portfolio oder Luxusobjekte, geht es um Vermietung oder Verkauf? Auch Deine Geschlechtszugehörigkeit kann Einfluss auf Dein Gehalt als Immobilienmakler haben.

Gehalt nach Bundesland

Bundesland und Region spielen für das Immobilienmakler-Gehalt gleich in mehrfacher Hinsicht eine Rolle – und zwar für selbstständige wie angestellte Makler. Maßgeblich hierfür sind vor allem die Unterschiede bei den Provisionen, die einen entscheidenden Einfluss auf Dein tatsächliches Makler-Gehalt haben. Nach Marktlage, Immobilienpreis sowie den am Markt üblichen Konditionen ausgerichtet, fallen sie je nach Stadt oder Region selbst innerhalb der einzelnen Bundesländer sehr unterschiedlich aus. Die höchsten Provisionen kannst Du natürlich an Standorten mit einer hohen Nachfrage nach Wohn- und Geschäftsimmobilien erzielen, da hier die Miet- und Kaufpreise am höchsten sind. Das sind vor allem Großstädte und Metropolregionen mit hoher Wirtschaftskraft, die neben einer Vielzahl an qualifizierten Jobs auch einen hohen Freizeitwert und gute Verkehrsanbindung bieten. Sowohl was Miet- als auch Kaufpreise angeht liegt München seit einigen Jahren unangefochten an der Spitze: Hier kostete der Quadratmeter im Jahr 2017 6.789 Euro – und damit 8,6 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Auch andere Metropolen wie Frankfurt, Hamburg, Stuttgart oder Köln verlangen hohe Immobilienpreise, von denen Du als Makler profitierst. Auch kleinere Universitätsstädte wie Freiburg, Heidelberg oder Tübingen weisen einen hohen Bedarf an Wohnraum auf, der die Mieten und damit auch Dein Gehalt in die Höhe treibt.

Daraus zu abzuleiten, dass Du in wirtschaftsstarken Bundesländern wie Bayern, Hessen, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen Deinen Immobilienmakler-Verdienst überall mit üppigen Provisionseinnahmen bestreiten könntest, ist allerdings ein Trugschluss. Zum einen gibt es auch hier dünn besiedelte, schlecht angebundene Regionen mit großem Immobilienleerstand und geringerer Wirtschaftskraft (bspw. in Nordbayern, Nordhessen oder Westfalen). Zum anderen kannst Du aufgrund der ortsüblichen Regelungen nicht überall die gleichen Provisionen verlangen. Während in ganz Deutschland bei privaten Wohnungsvermietungen regelmäßig zwei Netto-Monatsmieten als Courtage für dich abfallen, kannst Du bei privaten Immobilienverkäufen in den meisten Bundesländern maximal 7,14 Prozent des Kaufpreises (inklusive Umsatzsteuer) verlangen. Geringer fallen die Provisionen aber grundsätzlich in den Bundesländern

  • Bremen (5,95 Prozent)
  • Hamburg (6,25 Prozent))
  • Hessen (5,95 Prozent))
  • Mecklenburg-Vorpommern (5,95 Prozent))

aus. Auch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind je nach Region geringere Provisionen üblich, manchmal sogar nur 4,76 Prozent.

Was den Unterschied zwischen westdeutschen und ostdeutschen Bundesländern angeht, hat der Westen beim Immobilienmakler-Gehalt eindeutig die Nase vorn. Angestellte Makler verdienen hier durchschnittlich 11 Prozent mehr als im Osten. Die Gründe hierfür liegen nicht zuletzt in der allgemeinen Wohn- und Wirtschaftslage. Allerdings gab es hier auch in den letzten Jahren große wirtschaftliche Entwicklungen, die u.a. auch große Steigerungen beim Immobilienpreis nach sich gezogen haben. So haben von allen Städten Deutschlands die ostdeutschen Städte Neubrandenburg (+ 28,2 Prozent), Gotha (+ 27,8 Prozent) und Schwerin (+ 27,6 Prozent) die höchsten Anstiege bei Miet- und Kaufpreisen verzeichnet.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass Du für die Berechnung Deines Immobilienmakler-Gehalts nicht nur die ortsüblichen Immobilienpreise berücksichtigen darfst. Hohe Preise deuten meist auf eine knappe Anzahl an Objekten hin. Wenn es Dir aufgrund großer Konkurrenz aber nicht gelingt, Immobilien an Land zu ziehen, kannst Du auch kein Geld verdienen. Ebenso schlecht ist es, wenn Du zwar viele Objekte im Angebot hast, aufgrund der Bevölkerungsknappheit aber keine Interessenten dafür findest.

Gehalt nach Art und Größe der Immobilien

Neben der Frage, ob Du Dein Immobilienmakler-Gehalt aus dem Verkauf oder der Vermietung von Immobilien bestreitest, ist auch entscheidend, welche Art von Immobilien du vermittelst. Als selbstständiger Gewerbemakler (also als Immobilienmakler, der ausschließlich gewerbliche Immobilien im Angebot hat) bspw. hast Du eine deutlich höhere Freiheit in der Vertragsgestaltung als in der Wohnraumwirtschaft. Hier kannst Du Provisionen und Courtagen ohne gesetzliche Vorgaben beliebig hoch ansetzen, hast allerdings auch eine große Konkurrenz durch Immobilienfirmen, die sich auf dieses heiß umkämpfte Gebiet spezialisiert haben.

Darüber hinaus kommt es auch auf die Größe des Objekts an, da sich der Miet- und Kaufpreis nicht zuletzt nach der Anzahl der Quadratmeter bestimmt. Am einträglichsten sind hier so genannte Luxusimmobilien wie große Villen, Schlösser oder Landsitze. Im Schnitt sind in diesem Segment fast 20 Prozent mehr Gehalt drin als bei der Vermittlung mittlerer Objekte und sogar fast 40 Prozent mehr als bei der Vermittlung kleinerer Immobilien.

Gehalt nach Objektgröße

Kleine Objekte
€2.552
Mittlere Objekte
€3.395
Große Objekte (Luxusimmobilien)
€4.205

Gehalt nach Geschlecht

Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bilden mit 56 Prozent nach wie vor die Männer den größeren Teil der (angestellten) Immobilienmakler in Deutschland. Dennoch haben hier die Frauen in den vergangenen Jahren immer weiter aufgeholt. Nachholbedarf gibt es immer noch beim Verdienst als Immobilienmakler: Während Männer ein durchschnittliches Immobilienmakler-Gehalt von 3.921 Euro im Monat bekommen, sind es bei den Frauen 3.331 Euro und damit zirka 15 Prozent weniger.

Im Schnitt verdienen Frauen 2.970 € pro Monat und Männer 3.225 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich 9% mehr als Frauen

Gehalt nach Berufserfahrung und Position

Berufserfahrung zahlt sich auch im Maklerberuf aus. Bereits nach 5 Jahren im Job kannst Du Dein Anfangsgehalt in dieser Branche um rund 16 Prozent steigern. Fast 30 Prozent werden es sein, wenn Du erst einmal 10 Jahre als Immobilienmakler tätig bist. Danach finden allerdings kaum noch nennenswerte Entwicklungen Deines Immobilienmakler-Gehalts nach oben statt. Wesentlich wichtiger als die Anzahl Deiner Berufsjahre und die damit einhergehende Erfahrung ist aber die Frage, welche Position Du erreicht hast. Als angestellter Immobilienmakler macht es einen deutlichen Unterschied, ob Du Führungsaufgaben wahrnimmst oder nicht: Führungskräfte verdienen im Schnitt mehr als das Doppelt von dem, was ein Immobilienmakler ohne Personalverantwortung erhält. Verglichen mit den Gehältern in anderen Branchen fällt ihr Verdienst mit durchschnittlich 122.700 Euro brutto im Jahr allerdings bescheiden aus. Führungskräfte bei Banken, Pharmazieunternehmen und in der Automobilindustrie bekommen fast 40 Prozent mehr im Jahr.

Gehälter in ähnlichen Berufen

Ein vergleichbarer Beruf mit dem des Immobilienmaklers ist der des Immobilienkaufmanns, der meist bei Wohnungsunternehmen oder Wohnungsgenossenschaften angestellt ist. Abgesehen von den ähnlichen Aufgaben ist auch das durchschnittliche Gehalt hier mit 43.992 nur unwesentlich höher. Ebenfalls höher, und zwar um knapp 7 Prozent, liegt das durchschnittliche Gehalt eines Architekten in Deutschland, während ein Facility Manager bereits mit über 14 Prozent mehr nach Hause geht.