Einstiegsgehalt 
2.676
Durchschnittsgehalt 
3.200
Ausbildung 
Ausbildung
222
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Immobilienkaufmann
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Was ist ein Immobilienkaufmann oder eine Immobilienkauffrau?

Der Immobilienkaufmann bzw. die Immobilienkauffrau haben zwei maßgebliche Zielgruppen: Gebäude/Grundtücke jeder Art und Menschen. Unterm Strich besteht ihre Aufgabe darin, ihren Kunden den Weg zur „Traumimmobilie“ zu ebnen und sicherzustellen, dass sie sich in dieser wohlfühlen. Im Unterschied zum Beruf des Immobilienmaklers, für den es übrigens keiner Ausbildung bedarf, ist das Tätigkeitsfeld des Immobilienkaufmanns bzw. der Immobilienkauffrau nicht auf die Vermittlung von Immobilien beschränkt. Vielmehr ist ihr Metier die komplette Bewirtschaftung von Immobilien. Dieses weite Feld reicht vom Erwerb und Verkauf sowie der Vermietung von Grundstücken, Wohnungen und gewerblichen Immobilien über die Planung/Betreuung von Sanierungs-, Modernisierungs- und Neubauprojekten bis hin zu Maßnahmen der Wohnungseigentumsverwaltung.

Was macht ein Immobilienkaufmann?

Als Immobilienkaufmann hast Du es mit so vielfältigen wie abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Aufgaben im Bereich der Immobilienwirtschaft zu tun. Zu den wichtigsten gehören unter anderem diese:

  • Du führst Beratungsgespräche, Objektbesichtigungen, Kauf-/Verkaufsverhandlungen durch.
  • Du begleitest Kunden bei Bauvorhaben und erstellst Finanzierungskonzepte.
  • Du organisierst/moderierst Eigentümerversammlungen.
  • Du erstellst Betriebskostenabrechnungen für Wohnungseigentümergemeinschaften und wickelst Wohnungsabgaben/-übernahmen ab.
  • Du übernimmst das technische Gebäudemanagement von Immobilienobjekten: Schadensmeldungen entgegennehmen, Reparaturaufträge erteilen...
  • Du stellst die Pflege/Verwaltung leer stehender Wohnungen sicher.
  • Du übernimmst in Deinem Betrieb kaufmännische Tätigkeiten wie die Buchführung und setzt Marketingmaßnahmen um.

Wie wird man Immobilienkaufmann?

Eine Immobilienkaufmann-Ausbildung zu absolvieren bedeutet, dass Du später einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf ausübst. Das erwartet Dich auf dem Weg dorthin.

Voraussetzungen

Zwar benötigst Du für die Ausbildung zum Immobilienkaufmann laut Gesetz keinen Schulabschluss. Allerdings sind es laut Bundesagentur für Arbeit nur zwei Prozent der Ausbildungsbetriebe, die auf einen Hauptschulabschluss verzichten. 75 Prozent verlangen die Hochschulreife, 20 Prozent einen mittleren Bildungsabschluss und zwei Prozent einen Hauptschulabschluss.

Von Vorteil ist zudem ein Praktikum, das Du vor der Immobilienkaufmann-Ausbildung im gewünschten Ausbildungsbetrieb absolvierst. Weitere Pluspunkte sammelst Du mit guten Schulnoten in Deutsch, Wirtschaft und Mathematik. Über diese wirst Du später froh sein, wenn Du beispielsweise schriftliche Angebote erstellst, Finanzierungspläne austüftelst und die Buchhaltung machst.

Ausbildungsdauer

Je überzeugender Dein Engagement und Deine Leistungen sind, desto größer ist die Chance, dass Du für Deine Immobilien-Ausbildung nicht die üblichen drei Jahre, sondern nur zweieinhalb oder gar zwei Jahre benötigst. In jedem Fall wirst Du zweigleisig unterwegs sein. Denn die sehr praxisorientierte Ausbildung zur Immobilienkauffrau/ Ausbildung zum Immobilienkaufmann erfolgt dual, also in der Berufsschule und in einem Ausbildungsbetrieb aus dem Immobiliengewerbe.

Ausbildungsverordnung

Die inhaltliche Ausrichtung Deiner Ausbildung im Bereich Immobilien richtet sich nach der Verordnung über die Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann/zur Immobilienkauffrau. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass das projekt- und handlungsorientierte Lernen im Vordergrund steht und Du Pflicht- und Wahlpflichtbausteine flexibel miteinander kombinieren kannst. Außerdem orientiert sich die Immobilienkaufmann-Ausbildung intensiv am Kunden ("kundenorientieres Dienstleistungsmanagement") und verbindet kaufmännisches mit technischem Wissen.

Lerninhalte Berufsschule

In der Berufschule eignest Du Dir die für Deine künftigen Immobilienkaufmann-Aufgaben/Immobilienkauffrau-Aufgaben benötigten Kenntnisse/Fähigkeiten an. Zu den zentralen Lernmodulen gehören auch diese:

  • Wirtschafts-/Sozialkunde, Mathematik, Deutsch, Englisch
  • Stellung, Rechtsform und Struktur von Immobilienunternehmen
  • Arbeitsorganisation, Betriebliches Rechnungswesen, Controlling
  • Informations-/Kommunikationssysteme
  • Teamarbeit/Kooperation
  • Kundenorientierte Kommunikation
  • Entwicklungsstrategien/Marketing
  • Grundlagen Mietrecht, Baurecht, Grundstücksrecht, Steuerrecht
  • Präsentationstechniken
  • Begleitung von Bauvorhaben ("Baumaßnahmen, Finanzierung ...")
  • Vermietung, Grundlagen des Wohnungseigentums ...

Außerdem sieht die Ausbildung zum Immobilienkaufmann vor, dass Du Dich in zwei dieser fünf Wahlqualifikationseinheiten spezialisierst:

  • Steuerung/Kontrolle im Unternehmen
  • Gebäudemanagement
  • Maklergeschäfte
  • Bauprojektmanagement
  • Wohnungseigentumsverwaltung

Lerninhalte Ausbildungsbetrieb

Im Ausbildungsbetrieb wendest Du Dein theoretisches Fachwissen praktisch an, förderst Deine Persönlickeitsentwicklung und machst Dich mit den typischen Immobilienkaufmann-Tätigkeiten vertraut. Typische Lerninhalte sind:

  • Kundengespräche führen/Kunden betreuen
  • Exposés für Immobilien erstellen
  • Immobilienbesichtigungen planen/durchführen
  • Präsentionen halten
  • Werbeaktionen planen
  • Betriebs-/Heizkostenabrechnungen erstellen
  • Immobilien bewerten
  • Mietpreise kalkulieren
  • Investitions-/Wirtschaftlichkeitsberechnungen vornehmen

Prüfungen

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres Deiner Ausbildung zum Immobilienkaufmann legst Du eine Zwischenprüfung ab. Mit Deiner aus vier Prüfungsfächern bestehenden Abschlussprüfung beendest Du Deine Immobilienkaufmann-Ausbildung/Immobilienkauffrau-Ausbildung.

Weiterbildung

Welche Möglichkeiten Du hast, Dich nach Deiner Ausbildung zur Immobilienkauffrau/Ausbildung zum Immobilienkaufmann fortzubilden, erfährst Du im Abschnitt „Spezialisierungen“.

Ausbildungsplätze