Wo kann ich Informatik studieren?
An Hochschulen in vielen Städten Deutschlands kannst Du Informatik studieren, überwiegend vor Ort, häufig aber auch dual und vereinzelt im Fernstudium. Die meisten Bachelor-Studiengänge haben keine Zulassungsbeschränkung, Du kommst also oft ohne Auswahlverfahren hinein.

- Bachelor of Science, Fernstudium
- ortsunabhängig, 6 Semester Regelstudienzeit
- ohne Numerus clausus
Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026; gezählt sind Studiengänge mit Informatik oder Computer Science im Namen, ohne die Spezial-Informatiken mit eigenem Artikel (Wirtschafts-, Medien-, Bio-, Medizin-, Geo-, Technische und Angewandte Informatik).
Viele Studiengänge an einer Hochschule bedeuten vor allem eins: Du kannst dort zwischen Schwerpunkten wählen, ohne den Wohnort zu wechseln. Über die Qualität sagt die Anzahl nichts.
Das Informatik-Studium in Zahlen
an Universitäten64.447
an Fachhochschulen
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Für ein Informatik-Studium brauchst Du eine Hochschulzugangsberechtigung - mit dem Abitur kannst Du an einer Universität oder einer Fachhochschule studieren. Einen NC musst Du meistens nicht fürchten: 199 von 302 Bachelor-Studiengängen in Informatik kommen ohne Zulassungsbeschränkung aus.
Programmieren ab dem ersten Tag erwartet Dich nicht, das kommt später. Interessiert Dich vor allem das Gestalten, schau auf Medieninformatik. Willst Du Betriebswirtschaft mitdenken, passt eher Wirtschaftsinformatik.
Passt das Studium zu Dir?
- Fachgebundene Hochschulreife: gilt für die Fachrichtung und die Bundesländer, die in Deinem Zeugnis stehen
- Fachhochschulreife: reicht an einer Fachhochschule, an Universitäten nur in Studiengängen, die dafür geöffnet sind
- Berufliche Qualifikation: Meister, staatlich geprüfte Techniker, Fachwirte und Betriebswirte kommen auch ohne Abitur in ein Informatik-Studium. Die genauen Regeln legt jedes Bundesland selbst fest
- Geduld mit Mathematik - sie füllt die ersten Semester. Hast Du sie in der Schule abgewählt und willst dabei bleiben, überleg es Dir
- Neugier - Du willst wissen, warum etwas funktioniert, nicht nur, dass es funktioniert
- Ausdauer bei der Fehlersuche und Freude an Projekten im Team
- Englisch - englische Fachtexte dürfen Dich nicht abschrecken
Was verdienst Du mit einem Informatik-Studium?
6.684 € brutto im Monat verdienen Beschäftigte in der Berufsgruppe Informatik auf der Stufe Experte. Die Hälfte von ihnen verdient mehr, die Hälfte weniger. Diese Stufe steht für Leute mit Abschluss, Berufserfahrung und Verantwortung – nicht für den ersten Job nach dem Studium.
Jetzt die gute Nachricht, und die ist in diesem Fach ungewöhnlich: Die drei Stufen liegen dicht zusammen.
Zwischen Spezialist und Experte liegen 159 € im Monat, zwischen Fachkraft und Experte 1.516 €. In den meisten Fächern, die wir ausgewertet haben, ist dieser Abstand etwa doppelt so groß. Für Dich heißt das: Du musst nicht in die Spitzenposition, um in der Informatik ordentlich zu verdienen. Die größte Gruppe sitzt mit 104.692 Beschäftigten auf der Stufe Fachkraft – und die liegt bei 5.168 € brutto im Monat.
Ein belegtes Einstiegsgehalt für Informatik können wir Dir nicht nennen, und wir erfinden auch keines. Der Entgeltatlas fasst alle Altersgruppen zusammen; er trennt nicht nach Berufsjahren. Wer Dir eine genaue Zahl für Dein erstes Jahr nennt, hat sie geschätzt. Dasselbe gilt für den Vergleich von Bachelor und Master: Die Statistik kennt keine Abschlüsse, sondern Anforderungsniveaus. Ein Master öffnet Dir die anspruchsvolleren Stellen, aber die Rechnung "Master gleich X Euro mehr" ist nicht belegbar – deshalb steht sie hier nicht.
Ein Blick zur Seite lohnt sich: In der Nachbargruppe IT-Systemanalyse, IT-Anwendungsberatung und IT-Vertrieb verdienen Beschäftigte auf der Stufe Experte 6.412 € brutto im Monat, also 272 € weniger als in der Informatik. Diese Gruppe ist mit 131.104 Beschäftigten auf der Expertenstufe aber deutlich größer. Beratung, Systemanalyse und der Vertrieb technischer Produkte gehören dorthin – auch das sind Wege nach einem Informatik-Studium.
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppen 431 Informatik und 432 IT-Systemanalyse, IT-Anwendungsberatung und IT-Vertrieb; Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024.
Was lernst Du im Informatik-Studium?
Informatik ist kein Computerkurs. Diese Module stehen in fast jedem Studienplan:
Ist ein Informatik-Studium schwer? Es gilt als anspruchsvoll, und der Mathematik-Anteil ist der Punkt, an dem die meisten mehr Arbeit haben als erwartet. Eine Durchfallquote oder eine Abbrecherquote nennen wir hier bewusst nicht: Zu Informatik kursieren viele Prozentzahlen, für keine davon haben wir eine belastbare Quelle. Frag stattdessen konkret nach – die Fachschaft Deiner Wunschhochschule weiß, wie die Mathematik-Klausuren im ersten Jahr ausgehen. Das ist eine bessere Auskunft als jede bundesweite Quote.

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Welche Informatik ist die richtige für Dich?
Informatik ist ein Dach. Viele Studiengänge setzen einen Schwerpunkt, der schon im Titel steht. Sieben Richtungen sind so groß, dass sie bei uns einen eigenen Artikel mit eigenen Zahlen haben:
- 490 der 543 Studiengänge tragen Informatik oder Computer Science direkt im Namen
- die übrigen heißen etwa Softwaretechnik oder Data Science
- kleinere Spezialisierungen ohne eigenen Artikel, zum Beispiel Automobilinformatik oder Bioprozessinformatik
- die sieben Richtungen oben mit eigenem Artikel
- Grund: Sonst würden wir sie doppelt zählen
Ein englischer Titel wie Computer Science ist eine Entscheidung der Hochschule und kein anderes Fach.
Wie lange dauert das Informatik-Studium?
Sechs bis acht Semester dauert der Bachelor. Die meisten Studiengänge in unserer Datenbank stehen bei sechs oder sieben Semestern, einige bei acht. Die Dauer hängt an der Hochschule und an der Studienform: Ein Praxissemester oder ein duales Modell verlängert die Regelstudienzeit, ein Teilzeitstudium erst recht. Danach kannst Du einen Master anschließen – 220 der 543 Studiengänge im Fach sind Master-Studiengänge.
- Bachelor of Science (B.Sc.): der Normalfall in der Informatik.
- Bachelor of Engineering (B.Eng.): an technisch ausgerichteten Hochschulen.
- Bachelor of Arts (B.A.): wenn das Fach mit einem geistes- oder wirtschaftswissenschaftlichen Anwendungsfach kombiniert ist.
- Bachelor of Education (B.Ed.): Informatik auf Lehramt.
- Im Master entsprechend Master of Science, Master of Engineering, Master of Arts oder Master of Education.
Welche Bezeichnung eine Hochschule vergibt, hängt an ihrer Ausrichtung, nicht am Wert des Abschlusses. Schau in den Studienplan, nicht auf den Buchstaben hinter dem Namen.
Drei Studienformen führen zum selben Abschluss: Präsenzstudium, duales Studium und Fernstudium. 107 der 543 Studiengänge sind dual organisiert, 20 laufen als Fernstudium. Damit ist das duale Studium in der Informatik kein Sonderweg, sondern einer der Hauptwege. Du wechselst zwischen Hochschule und Betrieb und bekommst vom Betrieb Geld – dafür hast Du weniger Semesterferien und weniger Freiheit bei den Modulen.
Was kannst Du mit Informatik werden?
Informatiker arbeiten überall dort, wo Daten entstehen, gespeichert und ausgewertet werden – in der Autoindustrie, in Banken und Versicherungen, in der Medizintechnik, in der Energiewirtschaft, in Behörden und bei den IT-Dienstleistern selbst. Das sind die typischen Felder:
Zu den Berufsaussichten wirst Du überall Superlative lesen. Wir bleiben bei dem, was belegt ist: Allein auf der Stufe Fachkraft zählt die Bundesagentur für Arbeit in der Berufsgruppe Informatik 104.692 Beschäftigte, in der Nachbargruppe IT-Systemanalyse, IT-Anwendungsberatung und IT-Vertrieb 131.104 allein auf der Stufe Experte. Das sind große Arbeitsmärkte mit vielen Einstiegen. Eine Jobgarantie ist das nicht, und eine Zahl zum Fachkräftemangel nennen wir nicht, weil wir keine geprüfte haben. Für die Berufsaussichten mit einem Studium, das Computer Science heißt, gilt dasselbe: Der englische Name ändert nichts an Deiner Qualifikation.

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Informatik und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: Gut, wenn Du mehr kannst als programmieren, denn das Programmieren selbst gilt inzwischen als automatisierbar - Software-Engineering, IT-Sicherheit und Beratung dagegen nicht. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung berechnet für jeden Beruf, welcher Anteil der Kerntätigkeiten heute schon von Maschinen erledigt werden könnte. Für Softwareentwickler sind es 7 von 18, für Informatiker mit Hochschulabschluss 8 von 23.
Wie sich der Wert beim Softwareentwickler verändert hat. Bis 2019 lag er bei 9 Prozent, 2022 dann bei 39. Als ersetzbar führt das IAB inzwischen das Programmieren, Design Patterns, technische Dokumentation, Patch-Management und die Programmierung von Web-Anwendungen. Software-Engineering, Datenbankentwicklung und das Testen von Software gelten weiter als nicht ersetzbar. Dasselbe gilt für IT-Sicherheit, Benutzeroberflächen und die Beratung der Anwender.
Beim Informatiker mit Hochschulabschluss liegt der Wert etwas niedriger. Ersetzbar sind dort vor allem Installation, Systemadministration, Netzwerkmanagement und wieder das Programmieren. Theoretische, technische und angewandte Informatik, Logik, Datenschutz und Software-Engineering sieht das IAB beim Menschen, und 2013 lag der Wert hier noch bei 6 Prozent. Beim IT-Berater, der Unternehmen berät und ihre Anforderungen in Systeme übersetzt, sind es nur 3 von 10. Der Fachinformatiker aus der Ausbildung kommt zum Vergleich auf 50 Prozent.
Was das für die Vertiefung heißt. Wer sich im Studium vor allem aufs Programmieren konzentriert, wählt den Teil, bei dem sich der Wert zuletzt am stärksten bewegt hat. IT-Sicherheit, Software-Engineering, Datenschutz und die Beratung von Fachabteilungen stehen beim IAB auf der anderen Seite. Das Institut misst übrigens nur, was technisch möglich wäre. Dass Entwickler überflüssig werden, folgt daraus nicht, und auch dort, wo die Werte niedrig sind, verändert sich die Arbeit.
Häufige Fragen zum Informatik-Studium
Brauche ich einen NC für ein Informatik-Studium?
Meistens nicht. 199 der 302 Bachelor-Studiengänge in unserer Datenbank haben keine Zulassungsbeschränkung. Bei den anderen 103 wählt die Hochschule aus, weil es mehr Bewerbungen als Plätze gibt. Eine Grenznote vorher zu nennen, wäre unseriös: Sie entsteht erst im Bewerbungsverfahren und gilt nur für dieses eine Semester.
Wie lange dauert ein Informatik-Studium?
Der Bachelor dauert sechs bis acht Semester, meist sechs oder sieben. Ein Praxissemester, ein duales Modell oder ein Teilzeitstudium verlängern die Dauer. Danach kannst Du einen Master anschließen.
Wie hoch ist die Durchfallquote im Informatik-Studium?
Dazu nennen wir keine Zahl. Zur Durchfallquote und zur Abbrecherquote in Informatik kursieren viele Prozentangaben, für keine haben wir eine belastbare Quelle – und erfinden wollen wir sie nicht. Fest steht: Die Mathematik-Module im ersten Jahr sind die Hürde. Frag die Fachschaft Deiner Wunschhochschule, wie die Klausuren dort ausgehen.
Ist ein Informatik-Studium schwer?
Es gilt als anspruchsvoll, vor allem wegen Analysis, Linearer Algebra und Stochastik in den ersten Semestern. Wer regelmäßig übt und den Mathematik-Vorkurs mitnimmt, kommt durch. Talent zum Programmieren ersetzt die Mathematik nicht.
Kann ich Informatik ohne Abitur studieren?
Ja. Mit einer Fachhochschulreife, einer fachgebundenen Hochschulreife oder einer beruflichen Qualifikation als Meister, staatlich geprüfter Techniker, Fachwirt oder Betriebswirt kommst Du in ein Informatik-Studium. Die Regeln legt jedes Bundesland fest, frag im Studierendensekretariat nach.
Wie viel verdient man mit einem Informatik-Master?
Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit unterscheidet keine Abschlüsse, sondern Anforderungsniveaus: Fachkraft 5.168 €, Spezialist 6.525 €, Experte 6.684 € brutto im Monat. Ein Master öffnet die anspruchsvolleren Stellen, eine belegbare Gehaltsdifferenz "Bachelor gegen Master" gibt die Statistik aber nicht her.
Gibt es Stipendien speziell für Informatik?
Ja, neben den großen Begabtenförderwerken fördern technische Stiftungen und Unternehmen gezielt MINT-Fächer. In unserer Stipendiensuche filterst Du nach Studienfach und Abschluss. Bewirb Dich auch, wenn Dein Abischnitt keine Eins ist – viele Programme schauen auf Engagement und Motivation.
Kann ich Informatik im Fernstudium oder dual studieren?
Beides. In unserer Datenbank stehen 20 Fernstudiengänge und 107 duale Studiengänge im Fach. Das Fernstudium passt, wenn Du arbeitest oder Familie hast; das duale Studium, wenn Du vom ersten Tag an im Betrieb sein willst und ein Gehalt brauchst.
Ist Computer Science dasselbe wie Informatik?
Ja. Computer Science ist der englische Name für dasselbe Fach; manche Hochschulen nutzen ihn, weil der Studiengang auf Englisch läuft. 490 der 543 Studiengänge tragen Informatik oder Computer Science direkt im Namen.
Quellen und Stand der Daten
- Studiengangszahlen: eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt sind Studiengänge mit Informatik oder Computer Science im Namen. Die Spezial-Informatiken mit eigenem Artikel (Wirtschafts-, Medien-, Bio-, Medizin-, Geo-, Technische, Angewandte, Verwaltungs-, Ingenieur-, Chemie-, Rechts-, Umwelt- sowie Luft- und Raumfahrtinformatik) sind nicht enthalten.
- Doppelte Einträge: 63 der 543 Einträge haben denselben Namen, dieselbe Hochschule und denselben Abschluss – meist eine Vollzeit- und eine Teilzeitvariante. Sie sind mitgezählt, weil sie getrennt geführt werden. Jede Zeile ist also nicht zwingend ein eigenes Studienangebot.
- Gehalt: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppe 431 Informatik und Berufsgruppe 432 IT-Systemanalyse, IT-Anwendungsberatung und IT-Vertrieb; Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Die Werte sind Bruttoentgelte pro Monat.
- Was hier fehlt und warum: keine Studiengebühren (in unserer Datenbank nicht verlässlich), keine NC-Werte (veralten jedes Jahr), keine Durchfall- oder Abbrecherquote und kein Einstiegsgehalt (uns liegt keine geprüfte Quelle vor).
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