Wo kann ich Wirtschaftsrecht studieren?
Einen Bachelor oder Master in Wirtschaftsrecht studierst Du in Deutschland überwiegend an Fachhochschulen, meist in Präsenz, oft aber auch berufsbegleitend oder im Fernstudium. Falls Du Dir wegen des NC Sorgen machst, können wir Dich beruhigen, denn nur eine Minderheit der Bachelor-Studiengänge hat einen.

- Start jederzeit, der erste Monat ist kostenlos
- Drei Zeitmodelle: 36, 48 oder 72 Monate
- Auch ohne Abitur möglich, mit Berufsausbildung und Berufserfahrung

Eigene Auswertung der myStipendium-Datenbank, Stand 20.09.2026; gezählt wurden Studiengänge, deren Name auf Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsjurist, Business Law, Unternehmensrecht oder „Wirtschaft und Recht“ lautet – 100 der 121 tragen den Fachnamen im engeren Sinn.
Welche Voraussetzungen brauchst Du?
Welche Voraussetzungen gelten für das Wirtschaftsrecht-Studium? Für den Bachelor brauchst Du eine Hochschulzugangsberechtigung, und das muss nicht zwingend das Abitur sein. Bei der Mehrheit der Studiengänge musst Du auch keinen NC erreichen. Wenn Du später einen Master anschließen möchtest, brauchst Du dafür einen ersten Hochschulabschluss.
Je nach Hochschule kommt noch etwas dazu, denn manche verlangen von allen Bewerberinnen und Bewerbern ein Motivationsschreiben. Wenn Du kein Abitur hast, kann außerdem ein Eignungstest, ein Probestudium oder ein Auswahlgespräch auf Dich zukommen.
Was solltest Du mitbringen?
- Fachhochschulreife: reicht für ein Studium an einer Fachhochschule
- Ein Meistertitel oder ein vergleichbarer Fortbildungsabschluss wie der IHK-Fachwirt oder der staatlich geprüfte Betriebswirt - in allen Bundesländern in der Regel anerkannt
- Eine fachlich passende Berufsausbildung zusammen mit mehreren Jahren Berufserfahrung
- Logisches Argumentieren - und Ausdauer für lange Texte. Gesetzestexte und Verträge sind trockene Lektüre, Dich einzulesen ist die halbe Miete
- Umgang mit Zahlen - Bilanzen und Kalkulationen hast Du dauernd auf dem Tisch. Ein Mathe-Ass musst Du dafür nicht sein
- Gute Englischkenntnisse - spätestens, wenn Du internationale Verträge bearbeitest
Wirtschaftsrecht oder Jura: Was ist der Unterschied?
Ob Du lieber Wirtschaftsrecht oder Jura studierst, solltest Du vor der Bewerbung klären. Wir halten das für die wichtigste Frage, und viele stellen sie sich leider zu spät. Wirtschaftsrecht ist weder ein verkürztes Jura noch eine leichtere Variante davon, es ist ein eigenes Fach mit einem anderen Ziel. Mit dem Jura-Studium gehst Du über zwei Staatsexamen in die klassischen Rechtsberufe. Mit dem Wirtschaftsrecht-Studium gehst Du dagegen mit einem Bachelor- oder Master-Abschluss ins Unternehmen.
- Rechtsabteilung eines Unternehmens
- Compliance und Datenschutz
- Vertragsgestaltung und Einkauf
- Personal- und Arbeitsrecht
- Steuerabteilung, später Steuerberaterexamen
- Unternehmensberatung
- Rechtsanwalt mit Mandanten vor Gericht
- Richter
- Staatsanwalt
- Notar
- Rechtsreferendariat
Das liegt daran, dass Du zum Referendariat und damit zu den klassischen Rechtsberufen nur mit dem ersten Staatsexamen zugelassen wirst. Ein LL.B. oder LL.M. aus dem Wirtschaftsrecht reicht dafür nicht, egal wie gut er ist. Wenn Du vor Gericht stehen willst, ist das Jura-Studium der richtige Weg für Dich. Wenn Du lieber dafür sorgst, dass ein Unternehmen gar nicht erst vor Gericht landet, bist Du im Wirtschaftsrecht richtig.
Was ist Wirtschaftsrecht – und was lernst Du im Studium?
Beim Inhalt geht es im Wirtschaftsrecht um das Recht, nach dem Unternehmen handeln. Dazu gehören Verträge, Gesellschaftsformen, Wettbewerb, Arbeit und Steuern, und im Studium verbindest Du dieses Rechtsgebiet mit der Betriebswirtschaft. Dahinter steht der Gedanke, dass ein Jurist, der keine Bilanz lesen kann, an der Realität vorbei berät. Und ein Betriebswirt, der Verträge nicht versteht, unterschreibt teure Fehler.
Zwischen den Hochschulen sind die Unterschiede groß, deshalb raten wir Dir, Dir vor der Bewerbung in Ruhe das Modulhandbuch anzusehen.

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Wie läuft das Wirtschaftsrecht-Studium ab?
Mit welcher Dauer musst Du beim Wirtschaftsrecht-Studium rechnen? Die Bachelor-Studiengänge in unserer Datenbank haben eine Regelstudienzeit von 6 bis 9 Semestern. Wenn ein Studiengang länger dauert, ist er meist berufsbegleitend oder enthält ein Praxis- oder Auslandssemester. Bei einem einzigen Studiengang haben wir 4 Semester gefunden, und das halten wir für einen Bachelor für unplausibel. Mit hoher Wahrscheinlichkeit steckt dahinter ein Datenfehler in der Meldung der Hochschule.
Studierst Du in Vollzeit, dual oder im Fernstudium?
Von den 121 Studiengängen, die wir gefunden haben, laufen 13 als Fernstudium und 8 dual. Ein Fernstudium kannst Du ortsunabhängig und neben dem Beruf absolvieren, Du brauchst dafür aber Disziplin, weil Dich niemand an Termine erinnert. Im dualen Studium verbindest Du Hochschule und Unternehmen und bekommst eine Vergütung. Deine Bewerbung schickst Du dabei zuerst an den Betrieb und nicht an die Hochschule. Alle übrigen Studiengänge sind klassische Präsenzstudiengänge, teils in berufsbegleitenden Wochenendmodellen.
Welchen Abschluss bekommst Du?
Bei den Abschlüssen wird es etwas unübersichtlich, und das solltest Du einmal gehört haben, bevor Du Dich bewirbst. Wir haben in unserer Datenbank für dasselbe Fach all diese Abschlüsse gefunden:
- Bachelor of Laws (LL.B.)
- Bachelor of Arts
- Bachelor of Science
- Master of Laws (LL.M.)
- Master of Arts
- Master of Science
- Master of Business Law
- Master of Comparative Business Law
- MBA
Der Titel verrät Dir vor allem, welcher Fakultät die Hochschule den Studiengang zugeordnet hat. Über die Qualität sagt er wenig aus, und deshalb ist ein LL.B. auch nicht mehr wert als ein Bachelor of Arts in Wirtschaftsrecht. Viel wichtiger als die Buchstaben sind die Akkreditierung des Studiengangs, der Schwerpunkt und der Praxisanteil. Denk aber daran, dass Dir keiner dieser Abschlüsse die Tür zum Referendariat öffnet.
In unserer Datenbank tauchen außerdem noch Diplom und Magister auf. Auch hier gilt, dass sich beim Diplom-Wirtschaftsjuristen Gehalt und Anerkennung nicht vom heutigen LL.B. unterscheiden. Die alten Titel sind gleichwertig, sie werden nur nicht mehr vergeben.
Was kannst Du mit Wirtschaftsrecht werden?
Welche Berufe gibt es mit Wirtschaftsrecht? Und was kannst Du mit einem Wirtschaftsrecht-Studium machen, das andere nicht können? Im Unternehmen wirst Du der Mensch, der Verträge versteht und Geschäftsentscheidungen rechtssicher macht. Darf eine Firma diese Kundendaten speichern? Was passiert rechtlich, wenn sie in Frankreich eine Tochter gründet? Wer haftet, wenn der Lieferant nicht liefert? Auf solche Fragen bereitet Dich das Studium vor, und zwar so, dass Du die wirtschaftliche Seite gleich mitdenkst.
Arbeit findest Du als Wirtschaftsjurist typischerweise in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen, bei Banken, Versicherungen und Unternehmensberatungen, in Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie in Immobiliengesellschaften. Auch Verbände, Kammern und die öffentliche Verwaltung stellen Wirtschaftsjuristinnen und Wirtschaftsjuristen ein.
Gehalt je nach Weg
Für Dein Einkommen ist es wichtiger, welchen dieser Wege Du einschlägst, als welchen Abschluss Du hast. Wenn Du in der Rechtsberatung bleibst, kannst Du Dich an der Spezialistenstufe mit 6.007 € brutto im Monat orientieren. Gehst Du ins Management, also in Compliance, Organisation oder Strategie, liegt die Spezialistenstufe bei 6.491 €, und dort gibt es deutlich mehr Stellen. Beide Zahlen haben wir dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit entnommen, Stand 2024.
Wenn Du Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer werden möchtest, ist das möglich, aber dafür brauchst Du mehr als das Studium. Für beide Berufe musst Du nach dem Abschluss mehrere Jahre in der Praxis arbeiten und ein eigenes Berufsexamen bestehen. Dein Wirtschaftsrecht-Studium ist dafür eine anerkannte Grundlage, aber eben nur der erste Schritt.
Was verdienst Du mit Wirtschaftsrecht?
Was bringt Dir das Wirtschaftsrecht-Studium beim Gehalt? In der Kachel ganz oben haben wir 7.564 € brutto im Monat genannt. Mit dieser Zahl solltest Du vorsichtig umgehen, denn zumindest am Anfang gilt sie nicht für Dich. Sie steht für die Expertenstufe der Berufsgruppe „Rechtsberatung, -sprechung und -ordnung“, und in dieser Gruppe sitzen vor allem Volljuristen mit zwei Staatsexamen. Wenn Du mit einem Bachelor of Laws anfängst, startest Du in aller Regel eine Stufe darunter.
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Angegeben ist das mittlere Bruttoentgelt in Vollzeit.
Auf der Spezialistenstufe liegt das mittlere Gehalt bei 6.007 € brutto im Monat. An diesem Wert kannst Du Dich als Wirtschaftsjurist mit ein paar Jahren Erfahrung am ehesten orientieren. Die Fachkraftstufe derselben Gruppe liegt bei 3.472 €, und für diese Stufe reicht eine abgeschlossene Berufsausbildung ohne Studium. Zwischen diesen beiden Zahlen spielt sich das Berufsleben der meisten Absolventinnen und Absolventen ab.
Vielleicht zieht es Dich aber auch aus der Rechtsabteilung heraus ins allgemeine Management. Wenn Du im Unternehmen in Organisation, Strategie oder Compliance landest, wirst Du in der Statistik anders einsortiert und verdienst auf der Spezialistenstufe sogar etwas mehr.
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024. Angegeben ist das mittlere Bruttoentgelt in Vollzeit.
Als wir beide Gruppen verglichen haben, ist uns aufgefallen, dass die Gruppe Unternehmensorganisation mit 390.511 Experten und 343.882 Spezialisten um ein Vielfaches größer ist als die Rechtsberufe. Dort gibt es also schlicht mehr Stellen, und das Gehalt auf der Spezialistenstufe liegt mit 6.491 € über dem der Rechtsberatung.
Einstiegsgehalt mit Bachelor: Womit Du rechnen kannst
Beim Einstiegsgehalt im Wirtschaftsrecht müssen wir ehrlich zu Dir sein, denn ein sauber erhobenes Einstiegsgehalt für Wirtschaftsrecht-Absolventen gibt es in den amtlichen Daten nicht. Der Entgeltatlas unterscheidet nach Anforderungsniveau, und die Berufsjahre spielen darin keine Rolle. Die Jahresbeträge, die durch viele Studienportale geistern, stammen aus Absolventenbefragungen mit kleinen Stichproben und lassen sich nicht nachprüfen. Deshalb nennen wir sie hier bewusst nicht.
Gehalt nach Studium, Berufsjahren und Branche
Ein festes Wirtschaftsrecht-Bachelor-Gehalt gibt es also nicht. Wir können Dir aber sagen, dass Dein Wirtschaftsrecht-Einstiegsgehalt fast immer unter den 6.007 € der Spezialistenstufe liegt, weil Du diese Stufe erst mit Erfahrung erreichst. Nach unten begrenzt wird es durch die Fachkraftstufe mit 3.472 €. Wie schnell Du Dich nach oben bewegst, hängt an drei Dingen, nämlich an der Branche, der Unternehmensgröße und der Region. Eine große Beratungsgesellschaft zahlt anders als ein mittelständischer Händler, und zwischen München und Mecklenburg liegen Welten.
Wenn Du auf die Spitzengehälter schaust, lohnt sich ein genauer Blick. In der Expertengruppe der Rechtsberufe verdient das untere Viertel bis 5.674 €. Das obere Viertel liegt oberhalb der Messgrenze der Statistik, weil die Bundesagentur Entgelte nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze erfasst. Nach oben ist also viel offen. Davon profitieren aber Volljuristen in Großkanzleien, Berufseinsteiger mit dem LL.B. dagegen nicht.
Zählt der Titel Bachelor of Laws beim Gehalt?
Ob Du einen Bachelor oder einen Master hast, macht beim Gehalt im Wirtschaftsrecht weniger Unterschied, als die meisten erwarten. Die Statistik der Bundesagentur unterscheidet nach Anforderungsniveau, also danach, wie anspruchsvoll Deine Stelle ist, und Dein Abschlusszeugnis spielt dabei keine Rolle. Wenn Du das Gehalt nach einem Bachelor in Wirtschaftsrecht vergleichst, schau deshalb vor allem auf die Position und weniger auf die Buchstaben hinter dem Namen. Als Wirtschaftsjurist mit LL.B. hängen Gehalt und Aufgaben davon ab, ob Du zuarbeitest oder selbst verantwortest.
Auch mit einem Master of Law steigt Dein Gehalt nicht automatisch, nur weil Du zwei Jahre länger studiert hast. Der Master zahlt sich dort aus, wo er Dich für eine Stelle qualifiziert, die Dir mit dem Bachelor verschlossen bliebe, etwa in der Leitung einer Rechts- oder Compliance-Abteilung. Nur wegen des Gehalts lohnt er sich deshalb nicht.
Alle Gehaltsangaben: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 2024. Berufsgruppen 731 und 713, Deutschland gesamt.

Das Infomaterial ist kostenlos und unverbindlich.
Wirtschaftsrecht und KI: Wie zukunftssicher ist das Fach?
Kurze Antwort: In Teilen, denn Standardarbeit an Verträgen und Steuererklärungen gilt weitgehend als automatisierbar, während in Compliance, Beratung und Steuergestaltung deutlich mehr beim Menschen bleibt. Wir haben uns dafür den Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) angesehen, der bewertet, welche Kerntätigkeiten eines Berufs sich mit heutiger Technik ersetzen ließen. Für Dich als Wirtschaftsjurist sind es 8 von 14.
Was im Rechtsalltag ersetzbar ist. Beim Wirtschaftsjuristen gelten Handelsrecht, Vertragsrecht, Werkvertragsrecht, der Jahresabschluss und die juristische wie wirtschaftliche Fachsprache als ersetzbar. Die Beratung, das Compliance Management und die Rechtswissenschaften als solche bleiben dagegen nach Einschätzung des IAB beim Menschen. Seit 2013 hat sich der Wert mehr als verdoppelt, von 23 auf 57 Prozent. Für Dich heißt das, dass vor allem die Standardarbeit an Verträgen betroffen ist, mit der Legal Affairs und Contract Management im Alltag viel zu tun haben.
Und in Steuern und Compliance? Für den Tax Manager gibt es im Futuromat keine eigene Bewertung. Am nächsten kommt ihm der Betriebswirt für Steuern und Prüfungswesen, der das Steuer- und Rechnungswesen eines Unternehmens leitet. Dort gelten 13 von 18 Kerntätigkeiten als ersetzbar, von der Steuererklärung über die Umsatzsteuer bis zur Prüfung von Steuerbescheiden. Steuergestaltung und Gutachten bleiben dagegen bei Dir. Wenn Du in die Compliance gehst, sind es beim Compliance-Manager 2 von 8, nämlich Wirtschaftsrecht und Risikocontrolling, während Corporate Governance, Risikomanagement und Change-Management beim Menschen bleiben.
Was folgt daraus für Deine Studienwahl? Das IAB misst nur die technische Machbarkeit und sagt selbst, dass ein hoher Wert keinen Beruf beseitigt und ein niedriger keinen vor Veränderung schützt. Wenn Du die Wahl hast, findest Du in Compliance und Unternehmensorganisation die Richtung mit dem niedrigsten Wert. Das ist zugleich die Gruppe, für die wir Dir im Gehaltsteil oben 6.491 € auf der Spezialistenstufe und deutlich mehr Stellen genannt haben. In der Steuerabteilung lohnt es sich, auf Gestaltung und Beratung zu zielen, weil Erklärungen und Abschlüsse zu den ersetzbaren Teilen gehören.
Lohnt sich ein Studium in Wirtschaftsrecht noch?
Mit Blick auf die Zukunftsaussichten lohnt sich Wirtschaftsrecht, wenn Du weißt, worauf Du Dich einlässt. Deine Frage nach den Wirtschaftsrecht-Jobaussichten können wir nicht mit einer Absolventenquote beantworten, weil wir keine belegen können. Wir können Dir aber anhand der Beschäftigtenzahlen der Bundesagentur zeigen, wie groß der Arbeitsmarkt tatsächlich ist.
Die Berufsgruppe Rechtsberatung ist ein überschaubarer Markt, und die Expertenstellen darin sind größtenteils für Volljuristen reserviert. Deutlich größer ist der zweite Weg in die Unternehmensorganisation und -strategie. Dorthin führt Dich das Wirtschaftsrecht-Studium, wenn Du nach dem Abschluss lieber ins Unternehmen gehst als in die Kanzlei.
Berufsaussichten in der Praxis
Deine Wirtschaftsrecht-Berufsaussichten hängen also weniger am Fach als daran, wie Du Dich positionierst. Compliance, Datenschutz, Lieferkettenpflichten und internationale Verträge sind Themen, die Unternehmen nicht mehr loswerden. Dafür brauchen sie Leute, die Recht und Betriebswirtschaft zusammendenken, und das lernst Du in diesem Studium.
- Dich früh spezialisierst,
- Praktika in der Rechtsabteilung sammelst,
- sauber Englisch sprichst.
- das Studium als abgekürztes Jura verstehst,
- auf die Kanzlei hoffst.
Wirtschaft und Recht: Studium, Berufsaussichten, Alternativen
Lass Dich nicht verwirren, wenn ein Teil der 121 Studiengänge anders heißt, etwa „Wirtschaft und Recht“, „Recht und Wirtschaft“, Unternehmensrecht oder Business Law. Manche Hochschulen nennen das Studium auch Wirtschaftsjurist, andere Wirtschaftsrecht. Am Arbeitsmarkt macht das keinen Unterschied, denn die Zeugnisse werden gleich gelesen.
Viel wichtiger als der Name ist, wie viel Recht tatsächlich im Modulhandbuch steht. Mit einem Wirtschaftsjurist-Studium, das einen hohen BWL-Anteil hat, landest Du eher im Management, mit einem hohen Rechtsanteil eher in der Rechtsabteilung.
Beschäftigtenzahlen: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppen 731 und 713, Stand 2024.
Das Wirtschaftsrecht-Studium in Zahlen
an Universitäten17.364
an Fachhochschulen
Häufige Fragen zum Wirtschaftsrecht-Studium
Muss man dafür studieren?
Gehalt Wirtschaftsjurist Bachelor: Was ist realistisch?
Welche Jobmöglichkeiten habe ich mit einem B.A. in Wirtschaftsrecht?
Kann ich mit Wirtschaftsrecht Anwalt werden?
Wie lange dauert das Wirtschaftsrecht-Studium?
Braucht man einen NC für Wirtschaftsrecht?
Wo kann ich Wirtschaftsrecht studieren?
Lohnt sich ein Master in Wirtschaftsrecht?
Was ist der Unterschied zwischen Wirtschaftsrecht und „Wirtschaft und Recht“?
Quellen
- Gehalts- und Beschäftigtenzahlen: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufsgruppen 731 (Rechtsberatung, -sprechung und -ordnung) und 713 (Unternehmensorganisation und -strategie), Anforderungsniveaus Fachkraft, Spezialist und Experte, Deutschland, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle Branchen, Stand 2024.
- Studiengangszahlen, Hochschulen, Studienorte, Abschlüsse, Regelstudienzeiten und Zulassungsbeschränkungen: eigene Auswertung der myStipendium-Studiengangsdatenbank, Stand 20.09.2026. Gezählt wurden 121 Studiengänge, deren Bezeichnung Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsjurist, Business Law, Unternehmensrecht, Commercial Law oder „Wirtschaft und Recht“ enthält.
- Hinweis zur Datenqualität: Sieben Einträge sind Dubletten (dieselbe Hochschule, derselbe Studiengang, meist eine Vollzeit- und eine Teilzeitvariante) und in den 121 enthalten. Eine Regelstudienzeit von 4 Semestern bei einem Bachelor halten wir für einen Meldefehler.
* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.
